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Rezensionen verfasst von
Ananasfighter89

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Money for Nothing
Money for Nothing
Wird angeboten von Dvd Overstocks UK
Preis: EUR 13,60

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geld für nichts? Von wegen!, 31. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Money for Nothing (Audio CD)
Das ist zweifellos die beste Compilation die man von den Dire Straits kriegen kann. Hier sind nicht nur sämtliche große Hits der Band enthalten, sondern auch die wichtigsten Lieder aus allen Alben von 1978-1985. Zudem sind noch ein paar Raritäten (Twisting by the Pool, Alternativ-Version von Where do you think you're going) und Live-Tracks (Portobello Belle, Telegraph Road) vorhanden.
Man kriegt wirklich einen sehr schönen Überblick über die damals zehnjährige Bandgeschichte. Ob typische Rocknummern, bei denen Mark Knopfler zeigt was man für geniale Klänge aus einer Gitarre rausholen kann, wie "Sultans", "Waterline" und "Tunnel of Love" oder langsame Balladeske Stücke wie "Portobello", "Romeo and Juliet" und "Private Investigations" bis zu Party-Hits wie "Money for Nothing" und "Twisting by the Pool". Außerdem enthält diese CD meine persönliche Lieblingsversion von "Where Do You Think You're Going?", weil diese viel rauher ist und dadurch glaubwürdiger und trauriger wird. Und über "Brothers In Arms" muss man wohl kaum Worte verlieren. Man kann sich hier vor Hits kaum retten. Dieses Album gehört (sofern überhaupt noch erhältlich) in jeden CD-Schrank. Meiner Meinung nach ist diese Compilation auch wesentlich besser als andere Best Ofs die von Dire Straits oder Mark Knopfler erschienen sind.
Von daher: Zugreifen!


Brothers in Arms
Brothers in Arms
Preis: EUR 5,55

0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das 80er-Pop-Album der Dire Straits., 30. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Brothers in Arms (Audio CD)
1985 nahmen Dire Straits, die Band um Gitarrengenie Mark Knopfler, "Brothers In Arms" auf und veröffentlichten als eine der ersten Bands dieses Album auf CD. Noch heute wird die Platte als eins der Produktionstechnisch besten Alben gefeiert. Doch nicht nur das, denn insgesamt soll diese Scheibe die beste der Dire Straits sein und wird zu den Höhepunkten der 80er gezählt. Nunja, für mich nicht. Zu viele Synthesizer, Keyboards und sonstige Instrumente. An einigen Stellen passt das zwar richtig gut (was wäre "Your Latest Trick" ohne das Saxophon und die Keyboards) aber insgesamt geht bei den ganzen Soundarrangements der Charme der eigentlichen Band flöten. Viel seltener lässt Knopfler die Gitarre den Song erzählen. Aber für die 80er war das nunmal nichts ungewöhnliches. Leider klingt das Album dadurch eben nicht zeitlos, sondern wie ein typisches 80er Album, was natürlich nicht schlecht sein muss. Schließlich finden sich hier noch ein paar Dire Straits-Klassiker, nur schafft es die Band nicht die ganze Zeit über das hohe Niveau zu halten. Richtig starke Songs sind "So Far Away", "Money For Nothing" und natürlich das außergewöhnliche, melancholische Titelstück. Die ruhigen "Your Latest Trick" und "Why Worry" sind auch sehr gut nur halt etwas zu lang. Der Rest ist etwas unspektakulär und mit "The Man's too Strong" hat sich meiner Meinung nach ein Ausfall eingeschlichen.
Es ist mit Sicherheit die ruhigste Dire Straits-Platte. Das Album besteht aus ruhigen melancholischen Songs. Nur ab und zu rüttelt die Band einen mit poppigen Party-Hits wach, wie "Money For Nothing" und "Walk of Life". Da das Medium CD viel Platz bot, gehen die meisten Lieder deutlich über 5 Minuten, manchmal bis zu 9 Min., was gerade bei den ruhigen Stücken anstrengend sein kann. Nichtsdestotrotz haben die Dire Straits hier ein recht ordentliches Album hingelegt, allerdings würde ich es nicht als ihre beste bezeichnen.


Dire Straits
Dire Straits
Preis: EUR 7,99

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Finanzielle Not kann doch manchmal für etwas gut sein!, 30. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Dire Straits (Audio CD)
1978 - Gegen den vorherrschenden Trend spielten die Dire Straits ihren ruhigen, bluesigen, unverwechselbaren Rockstil und brachten ihr Debütalbum raus. Keine Synthesizer, keine Keyboards (noch nicht) und auch ansonsten kein unnötiger Schnick-Schnack. Einfach ein paar Gitarren, Drums, Bass. Passt schon! Herausgekommen ist das wohl zeitloseste Stück Musik, welches diese Band je auf Platte presste. Selbst "Brothers In Arms" kann meiner Meinung nach nicht über die ganze Zeit dieses Gefühl vermitteln, wie der Erstling. Das Gefühl von Freiheit (um mal ganz pathetisch zu werden ;)), der Einfachheit der Dinge. Wer mal nachts alleine auf der Autobahn fuhr und diese Scheibe hörte, wird wissen wovon ich spreche. Verpackt sind diese ganzen Gefühle in eigentlich recht simpler Musik. Bassspiel, Drumming, Rhythmusgitarre sind nicht superkompliziert sondern sehr dezent und zurückhaltend, was dem ganzen aber die letzte Konsequenz gibt. Richtig herausragend ist natürlich Mark Knopfler der mit seinem unvergleichlichen Stil die Gitarre zu spielen dem Rhythmischen Grundgerüst der Band noch das magische verleiht. Darüber schwebt sein rauher Gesang, der das Gesamtbild zusätzlich abrundet. Unbestritten gehört Knopfler zu den besten Gitarristen auf der Welt. Er versteht es die Gitarre singen zu lassen wenn er nicht singt, die Gitarre weitererzählen zu lassen wenn er die Geschichte angefangen hat. Bestes Beispiel dürfte hierfür wohl der Übersong "Sultans of Swing" sein.
Aber dieser Song ist nicht der einzige Höhepunkt. Insgesamt haben alle Songs das gleiche, hohe Niveau. Von ruhigen, entspannenden Songs wie "Six Blade Knife" oder "In the Gallery" bis zu schnelleren softrockern wie "Down to the Waterline" und "Setting Me Up" ist alles vorhanden was Dire Straits auch in ihrer späteren Karriere noch ausmachen sollte.

Meiner Meinung nach ist dieses Debüt die beste Scheibe der Dire Straits. Auf keinem anderen Album konnten sie das Niveau so konstant hoch halten ohne einmal zu langweilen. Das digital remastering verleiht den Songs zudem die nötige Fülle. Von daher: Für jeden Liebhaber guter Rockmusik ist diese CD wärmstens zu empfehlen.


Monochrome
Monochrome
Preis: EUR 11,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zurück zur alten Stärke!, 29. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Monochrome (Audio CD)
Was gab es nicht an Kritik als Helmet mit "Size Matters" ihr Comeback feierten. Ein paar Leuten war die Platte zu poppig. Auch wenn ich das Album trotzdem mag, kann ich da zustimmen und ich wär auch enttäuscht gewesen wenn Page Hamilton an den einfachen Songstrukturen festgehalten hätte. Doch zwei Jahre später legte der Absolvent eines Jazzstudiums mit "Monochrome" ein Brett vor, dass einem Helmet-Fan wahre Freude bereitet.
"Monochrome" ist in den Songstrukturen wieder komplizierter, der Schlagzeuger Mike Jost kriegt Breaks hin die man zuletzt von John Stanier auf "Meantime" gehört hat und Page Hamilton schüttelt geniale Riffs aus dem Ärmel, besonders sind auch die zeitgemäßen Texte. Insgesamt erinnert sehr viel an die Alben "Strap It On" und "Meantime". Man spürt wieder dieses Gefühl was diese beiden Alben einem vermittelt haben, das Gefühl zu jedem Song die Sau raus lassen zu können um sich danach umso besser zu fühlen. Der Opener "Swallowing" ist schon ein Knaller, aber "Brand New" bläst einen Weg! Hier treffen komplizierte Rhythmik auf saugeniale Riffs und wütende Shouts. Der Titeltrack (der auch für Saw 3 benutzt wurde) ist einfach anders und mit nichts von vorher vergleichbar. Ruhig und verstörend, aber schaurig schön. Sowieso finden sich auf diesem Album wieder genug Kracher und Hits. Das ruhige "Money Shot", "Gone" (auch wenn sich das verdächtig nach "Unsung" anhört, aber HEY wen kümmerts!) und "410" (welches einen nochmal wegpustet), möchte ich da besonders hervorheben. Das einzige was abfällt ist der etwas unnötige Skit "Howl", aber Page experimentiert halt gerne rum. Eins ist klar: Ausgelutscht sind seine Riffs noch lange nicht und seine Stimme ist zwar schwächer in den Shouts geworden, dafür kann er jetzt besser singen.

Songbewertung:
Swallowing Everything 5/5
Brand New 5/5
Bury Me 5/5
Monochrome 5/5
On Your Way Down 4/5
Money Shot 5/5
Gone 5/5
Almost Out of Sight 4/5
Howl 2/5
410 5/5
Goodbye 5/5

Das Page Hamilton nochmal so ein Brett vorlegt hätte wohl kaum einer geglaubt. Zumindest hat er gezeigt das selbst heutzutage tiefgestimmte, harte Gitarren noch topaktuell sind und alles andere problemlos wegfegen!
Für mich reicht "Monochrome" sogar fast an die alten Klassiker ran. Fans der alten Alben, welche mit "Size Matters" unzufrieden waren, dürften mit "Monochrome" wieder ihre Freude haben.


Size Matters
Size Matters
Preis: EUR 16,86

4.0 von 5 Sternen Das poppigste Helmet-Album., 29. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Size Matters (Audio CD)
Größe machts aus. Das dachte sich wohl auch Page Hamilton, denn mit seinen kleinen Projekten (die Band Ghandi war eines davon) hatte er so gut wie gar keinen Erfolg. Den ehemaligen Bandmitgliedern zufolge war er ziemlich knapp bei Kasse was dazu führte das Helmet nach sechsjähriger Pause wiedergegründet werden sollte. Also telefonierte Page ein bisschen herum. Allerdings hatten weder Henry Bogdan noch John Stanier lust auf ein Comeback und ob Peter Mengede überhaupt gefragt wurde weiß keiner. Deswegen suchte Hamilton sich bekannte Gesichter für die Wiedergeburt Helmets. Den ehemaligen Orange 9mm-Gitarristen Chris Traynor, Ex-White Zombie-Drummer John Tempesta und für Live-Auftritte Frank Bello, ehemals Bassist bei Anthrax. Aus der ehemaligen Hardcore-Untergrund-Band wurde eine Supergroup. Ob man das überhaupt noch Helmet nennen darf? Irgendwo schon, da auch bei den alten Alben lediglich Hamilton fürs Songwriting zuständig war. Und das ist bei diesem Album den Umständen entsprechend ausgefallen. Man merkt richtig das Hamilton hiermit Erfolg haben wollte, denn man kann hier von dem wohl poppigsten Helmet-Album sprechen. Es wird nahtlos an Aftertaste angeknüpft, nur das Size Matters noch eingängiger ist und die Innovationen hier größtenteils fehlen. Gerade deswegen dürfte für viele Helmet-Fans das Album eine Enttäuschung gewesen sein. Bei den Alben zuvor kriegte man immer den unvergleichlichen Helmet-Sound, aber auch stets etwas neues. Hier kriegt man ebenfalls Helmet geboten nur ist Page Hamilton nicht viel neues eingefallen, mit dem man das ganze hätte würzen können. Vielleicht ist das auch normal, schließlich muss man die Überalben aus den 90ern erstmal toppen können. Außerdem muss ich zugeben, dass das Endprodukt Size Matters sogar recht gut klingt. Es gibt ja Bands die ein Comeback völlig in den Sand setzen. Davor hat Page Hamilton uns glücklicherweise bewahrt. Denn auch dieses Album birgt Lieder die ich schon jetzt zu den Klassikern Helmets hinzu zähle. Der harte Opener "Smart", der schnelle Brecher "Crashing Foreign Cars", das geniale "See You Dead", das poppige aber dennoch fantastische "Unwound" und "Last Breath". Der Rest ist auch noch gut, allerdings schleichen sich ein paar unspektakuläre Songs dazwischen.

Songbewertung:
Smart 5/5
Crashing Foreign Cars 5/5
See You Dead 5/5
Drug Lord 4/5
Enemies 4/5
Unwound 5/5
Everybody Loves You 4/5
Surgery 3/5
Speak and Spell 3/5
Throwing Punches 4/5
Last Breath 5/5

Was dem Album vielleicht fehlt sind die unvergleichlichen Breaks die ein Stanier hervorragend hinbekommen hat (insgesamt fehlt das exzellente Drumming), möglicherweise auch die Kraft in Page's Stimme dennoch ist es ein recht gutes Album, das den Vergleich zu anderen Modern Rock-Bands nicht zu scheuen brauch, selbst wenn es nicht mit den alten Alben mithalten kann.


Unsung: the Best of Helmet (1991-1997)
Unsung: the Best of Helmet (1991-1997)
Preis: EUR 18,65

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exactly What You Wanted, 26. Dezember 2008
Helmet ist eine der einflussreichsten Bands der 90er Jahre gewesen. Sie prägten den Modern Rock entscheidend wie kaum eine andere Band, mit ihren groovigen Gitarrenriffs und den Jazzlastigen Rhythmen und Harmonien. Am Anfang spielten sie Noisecore, doch entwickelten mit den Jahren durch Hinzunahme von Jazzelementen einen unverkennbaren eigenen Stil der oft kopiert wurde (vor allem von Nu Metal-Bands wie Korn, Slipknot, Deftones) qualitativ aber nie erreicht, geschweige den übertroffen werden konnte.
Allerdings waren sie trotz ihres enormen Einflusses auf die moderne Rockszene nie richtig erfolgreich.

Nachdem die Band sich 1997/98 aufgelöst hatte, folgte 2004 mit dieser Best Of ein gerechtfertigter Rückblick auf die großartige Schaffenszeit Helmets. Und obwohl man als Fan sicherlich immer ein Grund zum beschweren findet (derundder Song fehlt, blabla) muss ich sagen das man mit diesen 21 Tracks einen sehr schönen Überblick über die Zeit von Strap It On bis Aftertaste kriegt. Da kann man auch verschmerzen das die EP Born Annoying vollkommen ausgelassen wurde. Schließlich findet man von jedem Album 5 Songs (außer Strap it on: 4 Lieder) und kriegt zusätzlich noch sehr seltene Tracks wie "Disagreeable" und "Just Another Victim" mit House of Pain(!), vom Judgment Night-Soundtrack! Deswegen dürfte selbst für den Fan der alle Alben hat diese Best Of eine sich lohnende Anschaffung sein.
Es wird einem einfach alles geboten z.B. die großen Hits "Unsung", "In the Meantime", "Milquetoast" und "Pure" und natürlich die ganzen anderen Brecher wie "Sinatra", "I Know", "Give It", "Repetition", usw.

Fazit: Für Einsteiger ist "Unsung: The Best Of Helmet (1991-1997)" sicherlich absolut empfehlenswert und ich rate auch dazu sich die Alben mal anzuhören, weil diese noch viele gute Songs enthalten und allesamt den Kauf wert sind. Auch Fans die schon alles von Helmet haben kann ich diese CD ans Herz legen wegen der zwei seltenen Tracks.

Helmet sollten sich 2004 neu gründen, allerdings blieb von der Original-Band nur Sänger/Gitarrist Page Hamilton übrig. Während "Size Matters" als Comeback etwas enttäuschte, steht der Riese spätestens seit "Monochrome" wieder fest auf beiden Beinen. Von daher: Auch da schon mal reinhören ;).


Aftertaste
Aftertaste
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 11,49

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der letzte Vorschlaghammer aus dem Hause Helmet!, 24. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Aftertaste (Audio CD)
Als "Aftertaste" 1997 erschien, hätte kaum jemand gedacht das es für sieben Jahre das letzte Album von der Band um Page Hamilton sein sollte. Doch in der Band brodelte es damals schon ein wenig. Heutzutage will sich keiner der Beteiligten in irgendeiner Form dazu äußern. Eins ist klar: Es fing wahrscheinlich schon an als Peter Mengede nach "Meantime" von Page Hamilton gegangen wurde. Auf "Betty" versuchte man es schon mit einem Ersatz, doch das funzte auch nicht längerfristig so dass Helmet sich entschieden dieses Album als Trio aufzunehmen, in welcher Hamilton für alle Gitarrenparts zuständig war. Danach ging man noch auf Tour um schließlich zu verkünden das es aus sei. Von da an gingen alle Bandmitglieder ihres Weges und erst 2004 sollte man wieder was von dieser Band, die den Modern Rock so sehr wie keine andere Band prägte, hören.
Das die Band vielleicht schon während den Aufnahmen zu "Aftertaste" Probleme hatte, kann man nur mutmaßen, aber wenn es so war, ist es umso schöner das man es überhaupt nicht hört. Man hört zwar schon ziemlich deutlich das Helmet hier ein bisschen in Richtung Mainstream gehen wollten, da die Platte etwas glatter ist als seine Vorgänger, was sich z.B. auch darin äußert das Hamilton nur noch singt. Aber einen Qualitätsabfall bedeutet das glücklicherweise nicht. Im Gegenteil! Meiner Meinung nach ist diese Platte sogar wieder ein bisschen stärker als die vorherige "Betty", die von den meisten ja als beste CD Helmets bezeichnet wird.
Man könnte sagen das es sich musikalisch vielleicht um Helmets reifstes Werk handelt. Im Vergleich zu den Vorgängern glattgebügelt, aber immer noch knallhart und nicht mit dem damals aufkommenden Nu Metal-Einheitsbrei vergleichbar. Harte wuchtige Riffs unterlegt mit perfekter Drumarbeit, nicht zu vergessen die nachdenklichen Lyrics. Gesanglich dürfte es die stärkste Leistung von Hamilton sein, auch wenn man merkt das er nicht mehr so laut schreien kann. Die Produktion ist ebenfalls dank Dave Sardy und Terry Date(!) vom feinsten.
Die Jungs kloppen nicht so drauf wie in alten Zeiten setzen dafür ihre harten Riffs sinnvoll ein was sich besonders in Klassikern wie dem ewig genialen "Pure", "Renovation", u.a. äußert. Teilweise nehmen sie sogar Geschwindigkeiten von längst vergessen Tagen auf, wie bei "Birth Defect" und dem Rausschmeißer "Crisis King".

Songbewertung:
Pure 5/5
Renovation 5/5
Exactly What You Wanted 5/5
Like I Care 5/5
Driving Nowhere 5/5
Birth Defect 5/5
Broadcast Emotion 4/5
It's Easy to Get Bored 4/5
Diet Aftertaste 4/5
Harmless 5/5
(High) Visibility 5/5
Insatiable 5/5
Crisis King 5/5

Alles in allem: Hervorragend gelungen!
"Meantime" bleibt zwar mein persönlicher Favorit unter den Alben Helmets, doch "Aftertaste" kommt schon ziemlich nah dran. Helmet zeigten den "Youngsters" hier nochmal wie moderne Rockmusik zu sein hat.
Von mir gibts ganz klar die Empfehlung zum Kauf.


Born Annoying
Born Annoying
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 29,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Born Annoying!, 21. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Born Annoying (Audio CD)
Besser kann man diese Compilation wohl nicht beschreiben als mit der Überschrift. Diese 1995 bei Amphetamine Records (Helmets erstem Label) erschienene Compilation enthält neben der Original "Born Annoying"-EP (bestehend aus der 89er-Version "Born Annoying" und "Rumble") die zur selben Zeit entstandenen unveröffentlichten Tracks "Shirley Maclaine" und "Geisha to Go". Desweiteren finden sich viele B-Seiten und unveröffentlichte Tracks der Band aus der Zeitspanne 1990-1993. Die einzigen Titel die mir persönlich fehlen sind das Gigantor-Cover und das Black Sabbath-Cover "Symptom of the Universe", aber das ist verschmerzbar.
Was man hier zum Großteil geboten kriegt sind typische Helmet-B-Seiten. Und trotzdem erstaunt es wie großartig und eingängig manche Lieder sind obwohl sie es auf kein Album geschafft haben. "Rumble" und "Shirley Maclaine" beispielsweise sind meiner Meinung nach trotz primitiver Spielweise schon frühe Großtaten Helmets, die sich perfekt zum Headbangen eignen. Gleiches gilt für das sehr simple aber umso effektivere "Taken". Selbst Lieder wie "Your Head" und "No Nicky No" sind für B-Seiten verhältnisse überraschend gut. Auch das Melvins-Cover "Oven" und das Killing Joke-Cover "Primitive" sind gelungen. Und die 1993 Updated Version von "Born Annoying" lässt nur noch verbrannte Erde zurück und zählt zu meinen Favourites von Helmet.

Titelbewertung:
Born Annoying (1989) 4/5
Rumble 5/5
Shirley Maclaine 5/5
Geisha to Go 3/5
Taken 5/5
Your Head 4/5
Oven 4/5
No Nicky No 4/5
Primitve 5/5
Born Annoying (1993) 5/5

Für eine B-Seiten-Compilation macht diese CD unwahrscheinlich viel Spaß. Einiges hat sicher nicht ganz das Niveau was man sonst von Helmet gewohnt ist und dennoch überwiegen die positiven Eindrücke und man kriegt über eine halbe Stunde lang was auf die Zwölf. Für Helmet-Fans absolut empfehlenswert!

ps: Meine Rezension bezieht sich auf Helmet "Born Annoying" und nicht auf ein Album namens "Ameisenstaat" von einer deutschen Punkrockband. ;)


Betty
Betty
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Preis: EUR 9,51

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das abwechslungsreichste Helmet-Album!, 21. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Betty (Audio CD)
1994 - Nach zwei langen Jahren brachten Helmet endlich ihr drittes Album raus: Betty. Die zwei Alben davor waren schon absolute Granaten und mit "Meantime" brachte man nicht nur eines der wichtigsten Alben der 90er Jahre raus, sondern konnte auch ein wenig kommerziellen Erfolg verbuchen. Nun war die Frage ob man denn die beiden Vorgänger noch toppen könnte, oder ob man einseitigem Songwriting unterliege.
Die Antwort lautet: Keins von beidem. Warum? Weil die Band um Page Hamilton hier zweifellos einen richtigen Schritt unternommen hat. Man ließ in den eigenen Stil aus Post Hardcore/Jazz Elemente des Funk Metals einfließen und gestaltete das Album damit sehr vielseitig. Hinzu kommt das Page Hamilton vielmehr singt als auf den Vorgängern (wobei seine Brüllattacken bei Songs wie "I Know" umso heftiger werden). Allerdings verlieren einige Songs dadurch etwas an Fahrt, auch wenn zweifellos jeder Song durch die fetten Gitarren eine absolute Walze ist. Über lange Strecken vermisst man irgendwo die Intensität, welche "Strap It On" und "Meantime" innehielten. Dennoch dürfte "Betty" ein weiteres gutes Album dieser hervorragenden Band sein. Da wären Songs die man ohne weiteres als Klassiker Helmets bezeichnen kann/muss wie z.B. "Wilma's Rainbow", das ultraharte verstörende "I Know", "Milquetoast" (welches man als eine Art Fortsetzung von "Unsung" sehen könnte), "Overrated" und "Speechless". Auch Lieder wie "Tic", "Street Crab", "Vaccination" und "Rollo" sind sehr gute Brecher. Bei "Biscuits for Smut" zeigen Helmet ihre Vielseitigkeit, weil der Einfluss des Funk Metals dort am deutlichsten hörbar ist. Desweiteren gibt es ein paar Lückenfüller ("Beautiful Love" u. "Silver Hawaiian") die den Gesamteindruck dann doch leider etwas trüben.

Titelbewertung:
Wilma's Rainbow 5/5
I Know 5/5
Biscuits for Smut 4/5
Milquetoast 5/5
Tic 5/5
Rollo 5/5
Street Crab 5/5
Clean 4/5
Vaccination 5/5
Beautiful Love 3/5
Speechless 5/5
The Silver Hawaiian 3/5
Overrated 5/5
Sam Hell 4/5

Auch dieses Album ist zu nennen wenn man nach dem Ursprung des Nu Metals und anderen Genren der jüngeren Geschichte fragt, auch wenn "Betty" meiner bescheidenen Meinung nach nicht ganz mit "Meantime" und "Strap It On" mithalten kann. Was Songs anbelangt in denen nur gesungen wird war dann das folgende "Aftertaste" als Gesamtwerk die bessere Platte, trotzdem bleibt "Betty" eines der herausragenden Werke der 90er Jahre und hat die 5 Sterne absolut verdient.
Kaufen!


Meantime
Meantime
Preis: EUR 10,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie ein Schlag in die Fresse!, 20. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Meantime (Audio CD)
1992 war es soweit. Helmet, eine Band die den Modern Rock so beeinflusste wie kaum eine andere Band, veröffentlichten ihr zweites Album "Meantime", welches das wegweisensde Album der Band und einer der Klassiker der 90er Jahre sein sollte. Wo "Strap It On" einfach wild war ist "Meantime" konsequent ja gerade zu professionell. Helmet standen für die Mischung aus Post Hardcore und Jazz und auf diesem Album schafften sie es diese beiden Genres in Einklang zu bringen wie auf keinem ihrer anderen Alben. Besonders äußert sich das in swingenden, jazzigen Riffmonstern wie z.B. "Give It", "Better", "He Feels Bad" und natürlich in rhythmisch äußerst komplexen Songs wie "Turned Out", "FBLA II" und "Ironhead". Nicht zu vergessen die großen Klassiker der Band die auf diesem Album ebenfalls vertreten sind wie "In The Meantime" und natürlich das hervorragende "Unsung", welches man als einzigem Song Radiotauglichkeit unterstellen könnte. Aber dieser Song ist von vorne bis hinten so genial, das man nichts zu kritisieren hat. Wie häufig bei Helmet klingt alles recht ähnlich, soll heißen es wird ausgiebig Gebrauch von der Drop-D-Saite gemacht. Aber wie immer klingt das trotzdem genial und das Album bleibt was besonderes.

Titelbewertung:
In the Meantime (5/5)
Ironhead (5/5)
Give It (5/5)
Unsung (5/5)
Turned Out (5/5)
He Feels Bad (5/5)
Better (5/5)
You Borrowed (5/5)
FBLA II (5/5)
Role Model (5/5)

Volle Punktzahl! Jeder Song ist ein absoluter Treffer! Von der Rhythmik und der Brachialität erleben wir hier Helmet auf dem Höhepunkt ihres Schaffens. Auch die darauffolgenden Alben wurden sehr gut, weil Helmet Elemente des Funk Metal aufnahmen. Allerdings ging auf diesen Alben ein wenig das Adrenalin flöten, das Gefühl zu jedem Song knallhart abgehen zu können. Gerade weil das hier am besten funktioniert ist "Meantime" für mich klar das beste Helmet-Album.
Klare Kaufempfehlung! Für Fans des Modern Rock und 90er-Fetischisten sogar ein absolutes Muss!


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