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Ananasfighter89

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The Number of the Beast
The Number of the Beast
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Bestie, auf die Menschheit losgelassen..., 15. März 2009
Rezension bezieht sich auf: The Number of the Beast (Audio CD)
Nach den zwei Killerplatten "Iron Maiden" und "Killers" hatten sich Iron Maiden schon weit oben auf den Metalolymp platziert. Die Band stand für die melodischere, aber nicht minder harte Variante des New Wave of British Heavy Metal. Blieb nur noch die Frage ob man das hohe Niveau mit dem nächsten Album weiter aufrecht halten könnte, oder würde man bereits nach zwei Klassikern einbrechen? Zunächst gab es schlechte Nachrichten: Paul Di'Anno, der charismatische Sänger mit der rauen Stimme wurde wegen Alkoholproblemen aus der Band geworfen. Für ihn sprang ein Mann ein, der später von den Fans ehrfurchtsvoll nur noch "Air Raid Siren" genannt wurde: Bruce Dickinson. Seine Stimme war/ist höher und vielfältiger als die von Di'Anno und ist zudem in der Klassik angelegt. Die neuen Möglichkeiten die sich daraus ergaben zwangen den Bassisten und Hauptsongwriter Steve Harris seine Songs melodischer auszulegen, was ein wenig an härte einbüßen ließ, wovon man auf diesem Album aber noch so gut wie kaum etwas merkt. Auf jeden Fall änderte sich der Maiden-Stil rapide im Vergleich zu den Vorgängern, allerdings nicht zum schlechteren. Im Laufe der Jahre wurden die Songs der Band immer länger und abwechslungsreicher, gespickt mit Gitarrenläufen und Soli und (zugegebenermaßen) operettenhaftem Gesang. Allein auf diesem Album bauten sie die neuen Möglichkeiten teilweise perfekt aus. Z.B. bei "Run to the Hills", bei welchem Dickinson Höhen erreicht, wo ein normaler Mensch einfach zusammenbricht.
Maiden fanden auf diesem Album zu ihrem neuen Stil, der ihnen nicht nur endgültig den Internationalen Durchbruch bescherte sondern auch über Jahre hinweg immer wieder Klassiker des Heavy Metals produzieren ließ. Viele meinen, dass "The Number of the Beast" schon das Beste davon sei. Diese Meinung lasse ich mal so stehen, da ich mich nicht so wirklich entscheiden kann welche ich am besten finde, weil ich eigentlich alle sehr mag und "The Beast" m.E. gar nicht so sehr unter den Klassikern heraussticht. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden, denn empfehlenswert ist diese Platte allemal.
Erwähnenswert wäre noch das dies das letzte Album mit Clive Burr an den Drums ist, welcher danach die Band aus persönlichen Gründen verließ. Danach kam bekanntlich Nicko McBrain und Maiden waren damit in ihrer "klassischen" Besetzung.

Invaders: Ein flotter und guter Beginn. Zeigt die Veränderungen der Band schonmal auf. Allerdings ist der Refrain nicht sonderlich stark. (4/5)
Children of the Damned: Eine Maidentypische, geniale Halbballade. Bruce singt unglaublich und die Band gibt einfach ihr bestes. Wandelt sich im Mittelteil zu einem sehr schnellen Metalstück mit super Gitarrensoli. Geiler Song! (5/5)
The Prisoner: Allein schon wegen den Drums und dem Zitat aus einer englischen Fernsehserie zu Anfang ein Klassiker. Dieser Song ist ein Aushängeschild für den Metal der 80er im positiven Sinne. (5/5)
22 Acacia Avenue: Braucht ein paar Anläufe, aber wenn man dem Lied die Zeit gibt erkennt man die Vielseitigkeit und die Hammerriffs die enthalten sind. (5/5)
The Number of the Beast: Dieser Song repräsentiert Heavy Metal! Geniale Riffs, genialer Gesang, geniale Songstruktur... Absoluter Klassiker! (5/5)
Run to the Hills: Das Anfangsriff ist Kult! Ansonsten eine typische Gallopprhythmusnummer von Mr. Harris. Beim Refrain übersteigt Bruce gesanglich die Grenzen des Vorstellbaren. (5/5)
Gangland: Eine schnelle Nummer die das Niveau oben hält. (5/5)
Total Eclipse: Auf dem Original nicht drauf. Guter Midtemposong der aber nicht besonders heraus sticht. (4/5) Hallowed be Thy Name: Wieder ein Lied welches den Metal repräsentiert! Die Gitarristen übertreffen sich selbst mit den Gitarrenläufen und auch ansonsten lässt der Song nichts zu wünschen übrig. Perfekter Abschluss! (5/5)

Dieses Album darf man als Sympathisant härterer Musik einfach nicht verpassen! Ein weiterer Klassiker des Heavy Metal und es sollte nicht der letzte der Band bleiben...


Killers
Killers
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Up the Hammers! - Der zweite Streich., 14. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Killers (Audio CD)
Killers - Iron Maidens zweites Album (noch) mit Paul Di'Anno. Ein Jahr zuvor hatte die Band um Bassgenie Steve Harris mit ihren selbstbetitelten Debüt schon einen Heavy Metal-Klassiker hingelegt den man eigentlich nicht mehr toppen konnte. Doch dieses Zweitwerk spielt definitiv in der gleichen Liga und brauch sich weder vor dem Debüt noch vor den Nachfolgewerken mit Bruce Dickinson verstecken. Hier sticht der punkige Anteil in Maidens Musik noch besonders heraus. Alle Songs sind wie schon beim Debüt rockig-rotzig gemein, was nicht zuletzt an der rauen Stimme Di'Annos liegt. Einzige Ausnahme bildet der Song "Prodigal Son", welcher eine (äußerst gelungene) Ballade darstellt. Insgesamt ist Killers etwas härter und stellenweise schneller als der Erstling. Gerade deswegen hat es Potential den Vorgänger zu übertrumpfen, schafft es aber nicht ganz. Dennoch ist Killers als Klassiker des Heavy Metals zu bezeichnen, da Iron Maiden, oder besser gesagt Steve Harris sein exzellentes Songwriting wieder unter Beweis stellt. Der Abwechslung schadet die Härte des Albums auch überhaupt nicht, von den sensationellen Melodien ganz zu schweigen.

The Ides of March: Ein sehr kurzes Instrumental als Intro. Baut schonmal die Stimmung für das Album perfekt auf. (4/5)
Wrathchild: Ein rotziger Song im Midtempo. Wird immer noch auf Konzerten gespielt, allerdings ziehe ich hierbei Di'Annos Stimme der von Dickinson vor. (4/5)
Murders in the Rue Morgue: Aus einem ruhigen Intro entwickelt ein sehr schneller Metalkracher. Gut. (4/5)
Another Life: Härterer, rockiger Song dem es an Abwechslung gottseidank nicht fehlt. Sehr gut! (5/5)
Genghis Khan: Fantastisches Instrumental! Hart und wild! Vor den Gitarristen muss man einfach Respekt haben, wenn man hört was die hier an geisteskranken Riffs runterdonnern. Sehr abwechslungsreich und rhythmisch wie melodisch auf allerhöchstem Niveau. (5/5)
Innocent Exile: Auch hier überzeugen die Jungfrauen mit geilen Breaks und genialer Gitarrenarbeit. Sehr gelungener Song. (5/5)
Killers: Das Titelstück ist der absolute Höhepunkt auf der CD! Der ruhige Anfang mit Di'Annos gekreische schafft erstmal eine einzigartige Atmosphäre, bis das Stück sich zu einem knallharten Metalsong steigert. (5/5)
Prodigal Son: Unglaublich schöne Ballade, die auch weitesgehend (wenn auch nicht ganz) ohne Kitsch auskommt. Passt mal so gar nicht auf dieses ansonsten harte Album, hat aber dennoch seine Daseinsberechtigung. (5/5)
Purgatory: Absoluter Nackenbrecher! Eine der härtesten und vor allem schnellsten Nummern die Maiden je aufgenommen haben. Geiles Mainriff und starker Refrain zum mitsingen. (5/5)
Twilight Zone: Auf dem Original nicht enthalten. Etwas gewöhnungsbedürftiger Gesang, aber durch das einbahnfreie Songwriting ein weiterer starker Song. (5/5)
Drifter: Ordentlicher Abschluss, der offensichtlich zum mitsingen animieren soll. (4/5)

Auch hier gilt: Nur weil dieses Album mit Paul Di'anno aufgenommen wurde und der Punk deutlicher zu spüren ist, darf es keinem Album mit Bruce Dickinson untergeordnet werden. Iron Maiden setzten mit diesem Meisterwerk wieder Maßstäbe und deswegen ist es Pflichtlektüre für alle Metal-Fans und Sympathisanten.

Es ist fast schade das Di'Anno danach wegen Alkoholeskapaden aus der Band flog. Sicherlich hätten die Jungfrauen mit ihm noch ein paar richtig geile Scheiben produzieren können, wobei ich die Genialität der Werke mit Dickinson gar nicht in Frage stellen möchte. Doch die Versuche von Harris in den Neunzigern die Band wieder zurück zu den Wurzeln zu bringen hätte mit Di'Anno wahrscheinlich besser geklungen.


Iron Maiden
Iron Maiden
Preis: EUR 8,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der erste Klassiker von Iron Maiden!, 14. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Iron Maiden (Audio CD)
Keine zwei Jahre ist es her da fing für mich die Metalwelt so richtig an zu leben. Natürlich kommt man wenn es um Heavy Metal geht an Iron Maiden unmöglich vorbei und deswegen entschied ich mich mal diese Band näher in Augenschein zu nehmen. Traditionell fing ich mit dem Debüt an, auch wenn es mit Paulo Di'Anno aufgenommen wurde und nicht mit Bruce Dickinson. Doch der Verkäufer bestärkte mich während des Kaufs mit dem Satz:"Ah, der Klassiker." Und nach dem ersten durchhören waren auch sämtliche Zweifel das dieses Werk vielleicht kein Klassiker sei beseitigt. Ich habe seitdem schon viele Metal-Alben gehört, welche als Meilensteine oder ähnliches betitelt wurden, doch nur wenige haben auch nur ansatzweise das Niveau von Iron Maiden, geschweige denn von diesem Debüt.
Dieses Album steht exemplarisch für die New Wave of British Heavy Metal-Bewegung, die bekanntermaßen traditionellen Heavy Metal mit Punk verband. Zum einen die raue Produktion (wobei zu erwähnen ist, dass das Remastering der CD einen echt geilen, bassigen Sound verpasst hat), zum anderen das rockige, punkige Songmaterial und Auftreten der Band. Ich finde auch nicht das deswegen dieses Album von den späteren, melodischeren Alben mit Bruce Dickinson abfällt. Di'Annos rauer Gesang ist nicht sehr viel schlechter, sondern viel mehr etwas ganz besonderes. Und das Songwriting ist phänomenal, da gibt es keine Zweifel, auch im Vergleich zu später (vor allem wenn man bedenkt das Maiden spätestens ab Powerslave den Recycling-Apparat anstellen). Harte Riffs wechseln sich hier mit ruhigen melodischen Parts ab. Für die damalige Zeit (1980) etwas völlig neues. Auch in Sachen Tempowechsel und Breaks setzt die Band um Steve Harris (Bass) Maßstäbe.

Prowler: Die perfekte Fusion aus Heavy Metal und Punk gleich zu Anfang. Fantastischer Opener! (5/5)
Sanctuary: Auf der Originalpressung nicht drauf. Ein richtig dreckiger, punkiger, Rock n'Metal-Song. Typisch für die Endsiebziger. (5/5)
Remember Tomorrow: Eine der absolut besten Metalballaden die es gibt! Wunderschöner ruhiger Anfang der sich im Refrain und Mittelteil zu einem harten Metalsong steigert. Damals etwas völlig neues und auch heute verfehlt der Song seine Wirkung nicht. Genial! (5/5)
Running Free: Ein typischer Rocksong für die breitere Masse, aber natürlich keineswegs schlecht. (4/5)
Phantom of the Opera: Dieser Song IST Iron Maiden!!! Und dazu noch ein Klassiker des Heavy Metal. In den 7 Minuten und 20 Sekunden, kriegt man geniale Gitarrenmelodien und Soli, Phänomenale Bassläufe, wegweisende Drumarbeit und sehr guten Gesang geboten. Mal laut, mal ruhig, schnell oder langsam, auf jeden Fall abwechslungsreich und unfassbar geil! (5/5)
Transylvania: Superbes und stimmungsvolles Instrumental, bei dem die Band noch mal all ihre Qualitäten unter beweis stellt. Unübertroffen! (5/5)
Strange World: Was für eine fantastische Ballade! Na gut, ganz ohne Kitsch kommt der Song nicht aus, aber das schadet in diesem Fall nicht, weil das Songmaterial und vor allem der Gesang Di'Annos voll überzeugen kann. (5/5)
Charlot the Harlot: Nach dem etwas melodischeren Ausflug ist dieser Song wieder ein rotzfrecher Rocker zum Abgehen. Mit ruhigem Mittelteil der dem Song wieder das Besondere verleiht. Hält das Niveau des Album weiterhin oben. (5/5)
Iron Maiden: Der knallharte, punkige Abschluss. Perfekte Endzeit-Melodien der Gitarren. Auch heute noch ein Klassiker bei Konzerten. (5/5)

Fazit: Ohne jeden Zweifel ein absoluter Klassiker des Heavy Metal! Und das beim Debüt! Schon hier weisen Iron Maiden geniales Songwriting und hochwertigen Gesang auf, was sich in überirdischen Songs äußert. Natürlich hat die Band im Laufe ihrer Karriere noch viele Alben rausgebracht die man als Klassiker des Metal bezeichnen kann, aber dieses Debüt ist mein persönlicher Favorit, gerade weil es so rockig, rotzig, punkig daherkommt und damit ganz besonders aus der Maiden-Diskographie heraussticht.
Pflicht-Album für alle Metalfans!


Make Believe
Make Believe
Preis: EUR 5,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Sonnenstrahlen im Herbst., 27. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Make Believe (Audio CD)
Nachdem Weezer für (die meiner Meinung nach völlig unterschätzte) Maladroit ordentlich Kritik schlucken mussten, entschlossen sich die Mannen um Rivers Cuomo wieder etwas poppiger zu werden und damit in gewohntere Gefilde zurückzukehren. Eigentlich die gleiche Geschichte wie beim grünen Album nach Pinkerton. Allerdings (und das ist der große Unterschied zwischen der grünen und Make Believe) agieren Weezer hier vielseitiger, lassen in ihren fetten Gitarrensound vielmehr Keyboards und sogar Synthesizer einfließen. Nicht selten hört sich da manches verdächtig nach 80er-Pop an, aber da Weezers Musik sowieso immer mit einem Augenzwinkern versehen ist, stört das nicht sonderlich. Manche Lieder haben gerade deswegen Hitpotential, nur wird dieses Potential selten voll ausgeschöpft. So kommt es das sich auf Make Believe jede Menge gute Songs finden, allerdings nur wenige die das Prädikat "Sehr Gut" verdient haben. Songs die dieses Prädikat auf jeden Fall verdienen sind "Hold Me" und "Freak Me Out".
Insgesamt hat das Album nicht den sonnigen Charakter, wie alle Vorgänger, sondern ist recht depressiv gehalten (und bei ner Spaß-Band wie Weezer will das was heißen), dennoch darf der ein oder andere heitere Song wie "Beverly Hills" natürlich nicht fehlen.

Fazit: Seit diesem Album sind Weezer nun auch von den Arrangements (Keyboards, Synths) her als Pop-Band zu sehen. Das das nicht schlecht sein muss beweisen sie hier. Weezer bleibt eben irgendwie Weezer, selbst bei Veränderungen. Auch wenn Make Believe durch den poppigen Sound mit Sicherheit nicht zu den stärksten Alben der Band gehört, ist es eine gute Weezer-Platte.


Maladroit
Maladroit
Preis: EUR 5,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weezer als Rockband!, 24. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Maladroit (Audio CD)
Der arme Rivers Cuomo. Sobald er versucht seiner Kreativität freien Lauf zu lassen kriegt er eins auffen Deckel. Bei Pinkerton war es der kommerzielle Erfolg der ausblieb, danach brachte man mit dem grünen Album wieder was für die "Buddy Holly-Fans" raus und siehe da: Erfolg! Nur ein Jahr später dachte Cuomo sich wahrscheinlich: "Hey, ich könnts ja mal wieder versuchen." Und siehe da, Weezer bringen mit Maladroit tatsächlich eine ihrer besten Scheiben raus, allerdings wird sie wieder von Kritikern und Fans verrissen. Völlig zu Unrecht wie ich finde, denn Maladroit ist nicht nur erfrischend anders als der (meiner Meinung nach ein bisschen langweilige) Vorgänger sondern auch gespickt mit Klasse-Songs und Ohrwürmern. Dabei ist das Album mit Sicherheit das härteste was Weezer je rausbrachten. Anstatt dem Weezer-typischen Alternative-Pop wird hier abwechslungsreicher Rock geboten! Jegliche Härte hindert Herrn Cuomo natürlich nicht daran fantastische Melodien zu komponieren und auch echt gute Soli zu spielen (wunderbares Beispiel: "Death and Destruction"). Hier wird nicht einfach 13 mal der gleiche Powerchord runtergespielt (wie beim grünen Vorgänger), stattdessen ist jeder Song anders und hat seine eigene Identität und Facetten die ihn zu etwas besonderem machen. Dabei vergessen Weezer nie wer sie sind, trotz deutlich rockigerer Auslegung ihres Selbst merkt man immer noch sofort: "Hey, das sind Weezer!".
Eigentlich ist das ganze Album ein Höhepunkt (wie schon beim blauen Album :)), dennoch sind ganz besondere Tracks der harte Opener "American Gigolo", "Dope Nose", natürlich der Hit "Keep Fishin", das epochale "Death and Destruction", das chillig-rockige "Burndt Jamb", "Slave", "Fall Together" und... ach dat ganze Album :). Was allerdings "Island in the Sun" am Ende nochmal soll versteh ich nicht, allerdings auch nicht schlimm da das Lied ja sehr schön ist. Aber die dreizehn Tracks vorher reichen schon alleine aus um das Album zu mögen.

Eigentlich Schade, dass Weezer sich hiernach entschieden wieder ein wenig poppiger zu werden, denn Maladroit gehört meiner Meinung nach mit zum Besten was die Jungs je aufgenommen haben. Für mich steht dieses Album auf jeden Fall auf einer Stufe mit Pinkerton und reicht schon ganz ganz stark an das blaue Album ran. Auf jeden Fall ein zu Unrecht gescholtenes Meisterwerk.

Klare Kaufempfehlung!


Weezer (The Green Album)
Weezer (The Green Album)
Preis: EUR 5,99

4.0 von 5 Sternen Wieder da..., 24. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Weezer (The Green Album) (Audio CD)
Und zwar genauso wie von Anfang an. Als hätte das geniale aber erfolglose Pinkerton nie existiert, rockten Weezer nach 5-jähriger Pause ganz im Stile des blauen Albums und schafften damit tatsächlich ihr Comeback. 28 Minuten Powerchordgekloppe, "wuhuhu" hier, "Oh Baby" da, klingt im ersten Moment nach ner ganzen Menge Spaß ist aber leider nicht im geringsten innovativ. Das grüne Album kommt wie eine gekürzte (und qualitativ keinesfalls gleichwertige) Kopie des blauen Erstlings daher und das ist genau das Problem. Wenn man die beiden Vorgänger kennt und liebt, dann ist man von Weezers drittem Werk an einigen Stellen etwas gelangweilt, weil die Jungs den Erfindungsreichtum, der zuvor geboten wurde einfach stecken lassen.
Natürlich hat das grüne Album auch seine genialen Weezer-typischen Momente. Das verhältnismäßig harte "Hash Pipe", die fantastische Ballade "Island in the Sun" und das Hitverdächtige "Photograph" gehören zu den besten Weezer-Songs. Der Rest ist auch noch gut, allerdings sehr kurz gehalten und wie gesagt nicht sonderlich erfinderisch, auch wenn Rivers Cuomo sein unglaubliches Gespür für tolle Melodien wieder mal unter Beweis stellt.

Weezers grüne Platte ist letztendlich ganz gut hat die 4 Sterne sicherlich verdient, kann aber auf keinen Fall mit dem blauen Album oder Pinkerton mithalten. Eine sehr schöne Platte für den Sommer, allerdings haben Weezer schon bewiesen dass sie zu mehr in der Lage sind.


Love over Gold
Love over Gold
Preis: EUR 5,99

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Straight down the Telegraph Road..., 23. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Love over Gold (Audio CD)
Glücklicherweise wurde Love Over Gold in einer Zeit (1982) aufgenommen in der es noch nicht ganz üblich war seine Songs mit Synthesizern bis zur Unkenntlichkeit zu entstellen. Zumindest schien Mark Knopfler davon noch nichts zu halten, denn besagte Synths hört man hier zum ersten mal, allerdings kommen sie (Gott sei dank) nur sehr dezent zum Einsatz. Auf diesem Album stechen die Keyboards besonders hervor, im Vergleich zum Vorgänger Making Movies nimmt besagtes Instrument eine immer wichtigere Rolle in den Songs von Mark Knopfler ein. Deswegen erinnert die Band an vielen Stellen u.a. an Bruce Springsteen, denn den Rock'n'Roll der drei Vorgänger-Alben sucht man hier vergebens, findet ihn allerhöchstens bei dem poppigen Klamauk-Song "Industrial Disease", vielmehr ist es die erste richtige Pop-Platte der Dire Straits, hat aber im Vergleich zum (meiner Meinung nach überbewerteten) Brothers In Arms eine viel dichtere und fesselndere Atmosphäre. Love Over Gold ist meiner Ansicht nach nicht nur besser als die Brothers In Arms sondern auch mitunter eine der besten Platten die die Dire Straits je rausbrachten. Die überwiegend düstere Atmosphäre machen dieses Album zu einem außergewöhnlichen und gerade deswegen liebenswerten Stück Musik. Dabei kriegt man nur fünf Songs geboten, verteilt auf 40 Minuten. Angefangen bei dem 14-Minuten-Epos "Telegraph Road", welches einer der beeindruckensten Songs ist die Mark Knopfler je geschrieben hat, "Private Investigations", einem sehr ruhigen und düsteren Lied über Alkoholismus und Verzweiflung, bis zum Titeltrack lässt die Band keine Zweifel über ihre Klasse aufkommen. "It Never Rains" ist dann der fast schon heitere Abschluss einer für die kurze Spielzeit echt beeindruckenden Platte. Mit das Beste was die Dire Straits in ihrer Karriere eingespielt haben.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 12, 2013 2:46 PM CET


Making Movies
Making Movies
Preis: EUR 8,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die erste Veränderung..., 22. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Making Movies (Audio CD)
Zwei richtig gute Scheiben hatten die Dire Straits ja schon rausgebracht, allerdings ähnelten sich diese ein wenig. Die dringend notwendige Veränderung bzw. Erweiterung des Sounds der Band wurde hier auf Making Movies vollzogen. Zunächst schmiss Mark Knopfler seinen eigenen Bruder aus der Band und ersetzte ihn durch den Amerikaner Hal Lindes. Die deutlich hörbare Veränderung ist aber die Hinzunahme von Keyboards (gespielt von E Street Band-Mitglied Roy Bittan), die in jedem Song einen nicht unwichtigen Part übernehmen. Mark Knopfler spielt hier auch öfter mal auf der verzerrten Gitarre was sich zum Beispiel im fantastischen Opener "Tunnel of Love" besonders äußert, oder er lässt die Akkustikgitarre sprechen ("Romeo and Juliet"). Insgesamt ist Making Movies nicht nur innovativer als der Vorgänger Communique, sondern auch "flotter". Allerdings vermisse ich persönlich ein wenig diesen rauen Charme den die Band auf den ersten beiden hatte als sie noch keinen Gebrauch von Keyboards machte. Nichtsdestotrotz sind hier ein paar richtig geile Rocker vorhanden, beispielsweise "Expresso Love", "Solid Rock" und natürlich "Tunnel of Love", welches trotz 8-minütiger Spielzeit kein einziges mal Langeweile aufkommen lässt. Die Ballade "Romeo and Juliet" und das Stimmungsvolle "Hand in Hand" wissen auch zu gefallen. Einziger Schwachpunkt ist das etwas gewöhnungsbedürftige Schlussstück "Les Boys", auch wenn es nur eine Parodie ist.
Letztendlich ist Making Movies eine gute Dire Straits-Platte, die ein paar Neuheiten aufweist, welche auch in der späteren Bandgeschichte wichtige Bestandteile bleiben sollten. Mit den Vorgängern kann dieses Album zwar nicht ganz mithalten, dennoch ist es sehr empfehlenswert.


Communiqué
Communiqué
Preis: EUR 10,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut unterbewertet!, 22. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Communiqué (Audio CD)
Die zweite Platte der Dire Straits "Communique" erschien schon ein Jahr nach dem Überraschungserfolg ihres selbstbetitelten Debüts. Es ist das letzte Album mit David Knopfler (Marks Bruder) und ohnehin das letzte Album, welches ohne Gastmusiker aufgenommen wird (außer dem Titelsong: Klavier). Hier kommt die Band größtenteils noch mit der traditionellen Rock-Band-Instrumentierung aus, was aber wie schon beim Debüt dem Album den gewissen Charme verleiht.
Im Vergleich zum genialen Vorgänger ist Communique entspannter und ruhiger, die Stücke dauern länger, was ja durchaus gut sein kann und hier auch ist, allerdings fehlen Stellenweise die Innovationen. Der ein oder andere Song hört sich recyclet an (deutlich zu spüren bei Lady Writer welches Sultans of Swing dann doch sehr ähnelt), dennoch weiß dieses Album zu überzeugen. Songs wie "Once upon a Time in the West", "Communique", das traurige "News" (mein Favorit), "Lady Writer" und "Where Do You Think You're Going?" gehören zum besten was die Dire Straits je auf Platte gepresst haben. Bei letzterem Song gefällt mir allerdings die Demoversion (welche später auf der Money For Nothing-Best Of erschien) besser da diese nicht so glatt und deswegen glaubwürdiger ist. Ein ganz besonderer Song ist dann noch "Follow Me Home". Hier schafft die Band es, abendliche Strandatmosphäre auf eine wunderschöne Weise aufzunehmen. Ruhige entspannte Gitarrenklänge die einen in eine andere Welt entführen.
Wenn man sich Communique anhört kann man nicht nachvollziehen warum dieses Album so viel negative Kritik einstecken musste. Es ist zwar nicht so stark wie das Debüt, aber kommt im Vergleich zu späteren Alben noch am ehesten ran. Das Argument Langeweile zieht bei diesem Album nicht, da es Dire Straits-Alben gibt, welche noch ruhiger sind aber dennoch gefeiert werden. Für mich hat Communique die Höchstwertung auf jeden Fall verdient. Ein tolles und völlig unterbewertetes Album der Dire Straits.


So  Low
So Low
Wird angeboten von Disco100
Preis: EUR 17,00

5.0 von 5 Sternen Feinster Bluesrock!, 30. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: So Low (Audio CD)
Schwierig über eine Band zu schreiben über die man nichts weiß und die auch ziemlich unbekannt ist. Aber ist ja auch egal schließlich gehts hier ja vorrangig um die Musik und die ist richtig gut. Big Bones (wobei ich keinen Schimmer hab ob das der Name der Band oder des Sängers sein soll) spielen schmutzigen Südstaaten-Bluesrock und fürchten sich nicht davor auch mal Elemente des Funks und des Soul in ihre Musik aufzunehmen. Die Arrangements lassen auch keine Wünsche offen: Drums, Bass, zwei Gitarren, Trompeten, Keyboards und eine Mundharmonika dürfen natürlich nicht fehlen. Darüber legt der Sänger seine tiefe, für Blues geborene, Stimme. Gerade bei "The Ghetto" wird man von seinem urtiefen Gesang weggepustet.
Hier wird ehrlicher klarer Blues geboten, der zu keinem Zeitpunkt aufgesetzt oder Klischeehaft rüberkommt. Wenn man sich ruhige Lieder wie "I think she's pretty" und "Date with the Blues" anhört sieht man sich förmlich in einer verrauchten, schwach beleuchteten Kneipe in der es nichts anderes gibt als zuhören und genießen. Andere recht flotte Bluesrocker wie "Put you down baby" und "The Place" schicken einen dagegen auf den Highway. Es gibt nur wenig Musik, die einem Geschichten erzählen kann aber Big Bones "So Low" gehört definitiv dazu.

Für Fans des Bluesrock durchaus empfehlenswert. Das ist echter Blues der berührt. Ich zumindest werde nicht vergessen wie mich das Album in der Segelschule begleitet hat.


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