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Rezensionen verfasst von
Ananasfighter89

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Bleach
Bleach
Preis: EUR 6,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus den untiefen eines versifften Kellers..., 5. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Bleach (Audio CD)
Was kann man zu Nirvanas Debüt sagen. Sicherlich das an etwas wie "Nevermind" hier noch nicht wirklich zu denken war. Das Erstwerk "Bleach" ist DAS typische Grunge-Album. Eine junge Band aus dem Nordwesten der USA, ein dreckiger Sound als wäre dieses Album mit einem Kassettenrekorder in einer Garage aufgenommen worden (tatsächlich kostete die Produktion nicht mehr als 600 Dollar), schmutzige und halbkaputte Gitarren auf denen unsaubere Riffs und schiefe Soli geschrammelt werden, ein Sänger der mehr oder weniger singen kann, ein Drummer welcher von dem Wort "Takt" offensichtlich nicht allzu viel hält, Texte die nur selten (oder gar keinen) Sinn ergeben, Melodien die eindeutig durch den Rock der 70er Jahre geprägt wurden allerdings mit einer Mischung aus Metal und Punk verkrustet werden... Das alles macht Nirvanas Debüt meiner Meinung nach zu dem Album welches den Begriff "Grunge" am besten definiert. Eine vom Leben ziemlich frustrierte Generation, die ihre Wut, Hoffnungslosigkeit und Lustlosigkeit durch Musik ausdrücken wollte die genauso hässlich war wie sie die Gesellschaft sahen. Grunge hatte auch seine schönen glatten Seiten, was Bands wie Pearl Jam eindrucksvoll bewiesen, doch wenn man etwas richtig glaubwürdiges suchte was eben deswegen unschön klang dann stieß man früher oder später immer auf Nirvana. Dabei machte sich Kurt Cobain im Gegensatz zu später bei diesem Erstling keinerlei Gedanken über Songwriting und Messages. Hauptsache irgendwie ein Album rausschmeißen und gucken was passiert. Gerade diese Unbekümmertheit und die teilweise verstörenden Lyrics, nicht zuletzt aber die schwere Musik machen Bleach zu einem sehr düsteren und schwerverdaulichen Album.
Es fängt tief und bitterböse mit "Blew" an. Trotz der übertrieben tiefer gestimmten Gitarren hört man eindeutig die Einflüsse des 70's-Rock heraus. "Floyd the Barber" zieht einen mit den aggressiven, prügelden Drums in den Bann. "About a Girl" ist eine sarkastische Abrechnung mit Kurts damaliger Freundin und der einzige richtige Popsong der schon in Richtung Nevermind weist. "School" ist quasi eine Hymne für den deprimierenden mit Gewalt angefüllten Schulalltag. "Love Buzz" passt mit voller Absicht nicht in das Konzept des Albums, da es ein Shocking Blue-Cover ist und weder musikalisch noch textlich zum Rest der Songs passt. Eine geniale Bassline und ein Solo, welches fast nur aus Feedback besteht machen dieses Lied aber zu einem weiteren Hit. "Paper Cuts" und "Negative Creep" sind besonders hässliche, brutale Rocksongs in welchem das jeweils dargestellte Individuum sich den Frust von der Seele schreit. Ob es einige von wenigen Songs sind die Kurt über sich selbst schrieb? "Scoff" und "Swap Meet" sind sehr rhythmisch angelegte Nummern die mich persönlich ziemlich an Helmet erinnern (obwohl die erst ein wenig später so richtig aktiv wurden), das Hitpotenzial aber dennoch nicht vermissen lassen. "Mr. Moustache" ist eine zynische Abrechnung mit den von Kurt so verhassten Prolls und Machos. "Sifting" reiht sich als weiterer schwerer Rocksong daneben. "Big Cheese" ist nochmal ein Grunge-Hit, bei dem Cobain sich von Strophe zu Strophe in seiner Aggression steigert. "Downer" ist der musizierte Irrsinn und der einzige richtige Punksong auf dem Album, welcher die Verlorenheit des gesamten Album perfekt abschließt.
Letztendlich lässt sich sagen, dass "Bleach" ein wichtiges Werk war, für den aufstrebenden Grunge wie für die damalige Jugend. Wahrscheinlich sogar genauso wichtig wie Nevermind nur das dieses für die Masse zugänglicher war. Ob Cobain auch all das meinte was man in diese Platte hineininterpretieren kann lässt sich nur schwer sagen. Dennoch bleibt "Bleach" ein interessantes und wichtiges Rockalbum, welches den Nachfolgern gegenüber nicht untergeordnet werden sollte.


A Matter of Life and Death
A Matter of Life and Death
Preis: EUR 16,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gereift? Ja. Aber kein bisschen zu alt!, 2. April 2009
Rezension bezieht sich auf: A Matter of Life and Death (Audio CD)
Das Iron Maiden eine DER Metalbands schlechthin ist, wenn nicht sogar DIE Metalband, dass muss man keinem der sich in dem Genre halbwegs auskennt, erklären. Allein mit den 7 Alben der 80er verewigten sie sich in der Metalhistorie, eine kleine Schwächephase folgte in den 90ern (auch wenn da nicht alles schlecht war), und eine Wiedergeburt feierten die Jungfrauen nach der Jahrtausendwende. Während die Band bei "Brave New World" noch unter ihren Möglichkeiten blieb, schmissen sie mit dem Nachfolger "Dance of Death" ein proglastiges Feuerwerk auf den Markt welches locker mit alten Großtaten mithalten konnte. Offensichtlich war diese Band noch lange nicht am Ende angelangt. Im Gegenteil, die Band entwickelte sich sogar weiter und ging langsam vom traditionellen NWOBHM zum Progressive Metal über. Was auf dem Vorgänger schon sehr gut funktionierte wurde "A Matter of Life and Death" weitergeführt und das mindestens genauso gut. Maiden zeigen sich gereift und spielfreudig. Der Großteil der Songs geht deutlich über 7 Minuten und ist oft mit harten wie ruhigen Passagen gespickt. Ein gewisses Maß an Selbstrecycling ist zwar erkennbar (das Album wurde immerhin innerhalb von 2 Monaten geschrieben und aufgenommen), fällt aber nicht sehr Negativ ins Gewicht. Hervorzuheben ist der Gesang von Bruce. Der ist ja auch nicht mehr der jüngste singt aber genau so fantastisch wie vor 20 Jahren. Respekt!
Das Hauptthema des Albums ist Krieg. Lieder über den Krieg haben Maiden zwar schon immer und sehr oft geschrieben, aber das gehört irgendwie auch zur Band. Schaden tut es der Platte jedenfalls nicht. Es verleiht der Platte eine düstere, durchaus depressive Atmosphäre. Das liegt nicht zuletzt daran das ruhige Stücke gerade gegen Ende der Platte überhand nehmen. Langeweile lässt die Band allerdings nie aufkommen.
Die Produktion ist im Vergleich zum Vorgänger druckvoller ausgefallen, sprich besser, allerdings wirkt der Gesang an manchen Stellen etwas nach hinten gedrängt.

Different World: Die mittlerweile übliche kurze Eröffnungsnummer. Pluspunkte gibts für den Gesang und den Mittelteil. (4/5)
These Colours Don't Run: Ordentlicher Midtemposong. (4/5)
Brighter Than a Thousand Suns: Genialer und bitterböser Brecher über den Bau der ersten Atombombe. (5/5)
The Pilgrim: Gutes Lied, aber nichts besonderes. (4/5)
The Longest Day: Ein weiteres langes Stück mit klasse Riffs und fantastischem Gesang. (5/5)
Out of the Shadows: Sehr gute Halbballade. (5/5)
The Reincarnation of Benjamin Breeg: Ein ruhiger Anfang geht in einen harten Midtemposong über. (5/5)
For the Greater Good of God: Der längste Song des Albums und genau so Abwechslungsreich ist er auch gestaltet. (5/5)
Lord of Light: Eine ziemlich ungewöhnliche, fast schon psychotisch anmutende Nummer. (5/5)
The Legacy: Ein märchenhaft aufgebautes Akustikstück zum Ende. Und es hat tatsächlich etwas endgültiges, bedrückendes aber auch schönes. (5/5)

Iron Maiden lässt sich offenbar nicht klein kriegen. Dieses Album knüpft sehr gut an "Dance of Death" an und damit an die progressive Ausrichtung der Band. Das Ergebnis weiß zu gefallen und man kann durchaus gespannt sein ob die Band weiterhin in der Lage ist das hohe Niveau zu halten, aber da muss man ein neues Album abwarten, welches hoffentlich bald in Arbeit ist :).


Dance of Death
Dance of Death
Preis: EUR 11,76

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom New Wave of British Heavy Metal zum Prog Metal., 27. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Dance of Death (Audio CD)
Beim Großteil der Fans wird der Vorgänger Brave New World in den Himmel gelobt, wogegen Dance of Death relativ schlecht abschneidet. Ich sehe es eigentlich genau andersrum. Von Brave New World war ich etwas enttäuscht (obwohl auch die ziemlich gut ist), während ich Dance of Death für einen Geniestreich halte den ich den "neueren" Iron Maiden echt nicht zugetraut hätte. Doch hier schöpften die Jungfrauen endlich das volle Potenzial einer Band mit drei Gitarristen aus. Dreistimmige Gitarrenläufe sind jetzt fest in die Songs integriert und das hört sich geil an! Insgesamt ist das Songwriting wieder sehr gut geworden, keine Ausfälle im Vergleich zum Vorgänger vorhanden. Die Produktion ist sehr Gitarrenlastig geworden. Die Drums wurden zwar vernachlässigt, aber dafür hämmern sich die Riffs einem in den Kopf. Erwähnenswert ist vor allem die gesangliche Leistung von Bruce Dickinson, der hier einfach genial singt und Höhen erreicht die er seit "Seventh Son" nicht mehr versucht hat. Kurz gesagt: Maiden haben im Vergleich zum Vorgänger alles besser gemacht. Das Argument, das die Band sich nichts neues einfallen hätte zieht auch nicht und wenn, dann hätte man das der Band auch schon nach Piece of Mind vorwerfen können.
Insgesamt fällt es deutlich auf, dass die Band mehr und mehr in Prog-Metal-Gefilde steuert. Die Stücke werden immer länger, aber auch komplizierter, werden mit Strings bestückt und durch klassische Einlagen verstärkt.

Wildest Dreams: Eine typische rockigere Maiden-Eröffnungsnummer. Finde ich aber gar nicht so schlecht. Geht ordentlich ab. (4/5)
Rainmaker: Und genau so hätte ein harter Song auf Brave New World klingen müssen. Die Gitarristen spielen nur geile Riffs. (5/5)
No More Lies: Ordentlicher Song, der aber große Besonderheiten vermissen lässt. (4/5)
Montsegur: Absolut geiler Metalhammer! Bruce singt so gut wie seit 1988 nicht mehr, die Gewalt von 3 Gitarren kommt hier perfekt zum Ausdruck und an Abwechslung mangelt sowieso nicht. (5/5)
Dance of Death: Einfach nur geil und der absolute Prog-Hammer. Alles ist sehr klassisch inszeniert mit Strings und fantastischen Riffs. Klassiker! (5/5)
Gates of Tomorrow: Überagende Gesangslinien von Bruce! Ansonsten ein runder Song. (4/5)
New Frontier: Härterer kurzer Metalsong, mit Ohrwurmgarantie. (5/5)
Paschendale: Wieder klassisch inszeniert und gerade deswegen eines der herausragenden Stücke auf diesem Album. Das Lied vermittelt passend zum Text eine düstere Stimmung die einen umfasst. (5/5)
Face in the Sand: Die Doublebass zieht sich durch den ganzen Song und Bruce's Gesang unglaublich. Auch dieser Song ist sehr progressiv angelegt. (5/5)
Age of Innocence: Überzeugt vor allem durch den eingängigen Chorus. (5/5)
Journeyman: Ein Akustikstück welches mit mächtig Strings bestückt ist und dadurch eine außerordentliche Atmosphäre aufbaut ohne zu kitschig zu wirken. (5/5)

Dance of Death stellt eine Besonderheit in Maidens Diskographie dar, weil hier der bei Brave New World begonnene Stilwechsel weiter ausgefeilt wird, um schließlich beim Nachfolger A Matter of Life and Death perfektioniert zu werden.
Auf jeden Fall handelt es sich um eine sehr starke Maiden-Platte, die es durchaus mit alten Klassikern aufnehmen kann.


Brave New World
Brave New World
Preis: EUR 16,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Iron Maiden nach der Jahrtausendwende..., 27. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Brave New World (Audio CD)
20 Jahre hatte die Band um Bassistengenie Steve Harris schon hinter sich gebracht (bald werdens sogar dreißig), als im Jahre 2000 mit Brave New World ihr 12. Album erschien. Das die Band der Maßstab in Sachen Metal ist darüber musste man weder damals noch heute reden, allerdings hatten Maiden in den 90ern ganz schön geschwächelt. Zunächst hatten sie nur vier Alben rausgebracht und nur zwei davon waren gut (wenn auch keine Klassiker). Nach dem Bruce Dickinson nach der Fear of the Dark die Band zum ersten mal verlassen hatte, kam Blaze Bayley mit dem man zwei nicht so tolle Platten aufnahm. Um so größer war das Aufatmen bei den Fans als Dickinson 1999 wieder zurückkehrte und den lang vermissten Adrian Smith gleich mitbrachte. Iron Maiden in ihrer klassischen Besetzung wieder vereint und das sogar mit drei(!) Gitarristen (Janick Gers durfte bleiben).
Jetzt konnte man viel von der Band erwarten: Moderner Sound, fantastischer Gesang, fette Gitarrenwände wegen der drei Gitarristen und endlich wieder geniales Songwriting. Konnte Maiden diese Erwartungen erfüllen? Teilweise. Es macht zwar echt Spaß ein Maidenalbum in zeitgemäßer Produktion zu hören, allerdings wär da noch mehr dringewesen. Das die Band drei Gitarristen hat merkt man weder an der Produktion noch am Songwriting, der zweite kleine Kritikpunkt. Steve Harris hat auf sehr viel altbewährtes gesetzt und dabei total vergessen was für neue Möglichkeiten er für dieses Album gehabt hätte. Auch Bruce, so finde ich, hängt sich nicht zu 100% rein, obwohl er zweifellos eine gute Leistung abliefert. Natürlich ist das Album nicht schlecht sondern recht gut. Ein paar sehr geile Song sind enthalten die es mit älterem Songmaterial durchaus aufnehmen können. Auffällig ist, dass viele Songs sehr lang sind und oft Richtung 8 Minuten gehen. Diese sind entsprechend progressiv aufgebaut, was auch für die späteren Maidenalben prägend sein sollte. Ruhige Stücke werden in der Musik der Band immer wichtiger was aber keineswegs negativ ist. Es zeichnet sich eine eine progressive Entwicklung der Band ab, die auf späteren Alben noch verfeinert wurde.

The Wicker Man: Durchschnittlicher Opener. Hat keine großen Schwächen, allerdings eben so wenig Stärken. (3/5)
The Ghost of the Navigator: Ein ordentlicher zweiter Song. Geile Riffs und Maidentypischer Mittelteil. (4/5)
Brave New World: Das traditionell sehr gute Titelstück. Massig Abwechslung, progressive Songgestaltung und sensationeller Gesang. (5/5)
Blood Brothers: Sehr starker Stimmungssong, mit Mitsingrefrain. (5/5)
The Mercenary: Etwas härteres Lied mit sehr einseitigem Refrain. (3/5)
Dream of Mirrors: Ein längerer und genauso progressiver wie genialer Song. (5/5)
The Fallen Angel: Harte Nummer mit rollenden Riffs und walzenden Gitarren. (5/5)
The Nomad: Gutes und sehr langes Epos, welches im Mittelteil die größten Stärken hat. (4/5)
Out of the Silent Planet: Wieder gutes Stück, allerdings zu viele Choruswiederholungen. (4/5)
The Thin Line Between Love and Hate: Geiler Abschluss! Ein eingängiger Klasse-Song, der ab der zweiten Hälfte sehr ruhig und atmosphärisch wird. (5/5)

Maiden legten hier ein gutes Album hin, blieben allerdings stellenweise unter ihren Möglichkeiten. Auf der nachfolgenden Dance of Death haben Maiden sich in in sämtlichen Belangen deutlich gesteigert. Auch die Wandlung zum Progressive Metal wurde da schon deutlicher, welche ich für Iron Maiden sehr wichtig finde.


Fear of the Dark
Fear of the Dark
Preis: EUR 8,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Klassiker, aber auf jeden Fall 5 Sterne wert!, 22. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Fear of the Dark (Audio CD)
Es war 1992 und die Zeit des New Wave of British Heavy Metal war endgültig vorbei. Wer harte Musik wollte ging in den Hardcore-Bereich oder (seltener) zu den Death/Black Metallern. Das ganze interessierte Iron Maiden offensichtlich herzlich wenig, ansonsten hätten sie wohl kein Album rausgebracht welches in bester Maiden-Metal-Tradition stand. Und das obwohl der Vorgänger "No Prayer for the Dying" von Fans wie Kritikern (teils zu unrecht, teils zurecht) verrissen wurde. Doch dieses 92er Werk "Fear of the Dark" gehört meiner Meinung nach wieder zu den stärkeren Alben der Band. Sicher, einen Klassiker bekamen die Jungfrauen nicht hin, dafür ist ihnen zu wenig neues eingefallen. Allerdings liefern sie typische Maidensongs auf recht hohem Niveau. Ein paar Schwachpunkte gibt es natürlich. Bruce beispielsweise hört sich teilweise gesanglich stark unterfordert an. Man hat oft das Gefühl das er eigentlich zu mehr in der Lage wäre. Außerdem sind Steve Harris und Co. ab diesem Album auf die Idee gekommen den Chorus eines Liedes immer wieder und wieder und wieder zu wiederholen, bis man rappelig wird. Gottseidank kann das Songmaterial größtenteils überzeugen ansonsten wäre das schlimm. Die Produktion ist im Vergleich zum Vorgänger bedeutend besser, weil druckvoller. Für 90er-Verhältnisse kann man trotzdem noch etwas mehr erwarten. Trotz einiger Schwächen ist "Fear of the Dark" sehr gut geworden wenn und hat keine richtig schlechten Songs.

Be Quick or Be Dead: Ein rasanter Opener, bei welchem Bruce im Refrain zwar ziemlich rumquäkt, aber durch harte Riffs dennoch voll überzeugen kann. (5/5)
From Here To Eternity: Ordentlicher Stimmungssong mit starken Riffs. (4/5)
Afraid to Shoot Strangers: Eine für Maidenverhältnisse sehr ungewöhnliche weil ruhige Nummer, die sich wieder zum fantastischen Metalsong steigert. Bruce's Gesang ist phänomenal! (5/5)
Fear is the Key: Ein Metalsong auf gutem Niveau. (4/5)
Childhood's End: Wieder ungewöhnlich und durchaus gewöhnungsbedürftig, der gute Mittelteil entschädigt aber wieder. (4/5)
Wasting Love: Fantastische Ballade! Der Gesang, die Gitarrenarbeit, alles auf hohem Niveau. Die erste reine Rockballade von Maiden. (5/5)
The Fugitive: Guter schneller Metalsong der sich nicht ganz so gut im Ohr festsetzt. (4/5)
Chains of Misery: Starker Song mit harten Riffs und Klasse-Mittelteil. (5/5)
The Apparation: Ungewöhnliche Hardrocknummer, welche ebenfalls durch gute Riffs überzeugen kann. (4/5)
Judas Be My Guide: Schneller Metalsong mit geilen Riffs und Ohrwurmchorus. (5/5)
Weekend Warrior: Fast perfektes Lied, wegen Sehr guter Gitarrenarbeit, doch der Gesang fällt etwas ab. (4/5)
Fear of the Dark: Genialer Titeltrack! Vom ruhigen Anfang bis zum knallharten Metal ein perfekter Maidensong! (5/5)

Fear of the Dark ist für mich ein ganz besonderes Album, gehört zu meinen Lieblingsalben von Iron Maiden, obwohl es einige kleinere Schwächen aufweist. Zu den Klassikern der 80er würde ich es auf keinen Fall hinzurechnen, allerdings ist es gut genug um 5 Sterne zu verdienen, vor allem wenn man bedenkt das andere Metalbands alles dafür geben würden nur um ein einziges Metalalbum auf diesem Niveau rauszubringen. Fear of the Dark dürfte auf jeden Fall eins der besten Metalalben der 90er sein (was zugegebenermaßen auch nicht schwer war ;)). Danach verließ Bruce Dickinson bis 2000 die Band und Iron Maiden brachten daraufhin zwei nicht so tolle Scheiben mit Blaze Bayley raus. Gerade weil Fear of the Dark das stärkste Album von Maiden in den 90ern ist empfehlenswert!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 14, 2014 2:08 PM MEST


No Prayer for the Dying
No Prayer for the Dying
Preis: EUR 16,65

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht so genial wie die Vorgänger, aber noch lange nicht schlecht., 21. März 2009
Rezension bezieht sich auf: No Prayer for the Dying (Audio CD)
Iron Maiden in den 90ern ist ein ganz eigenes Kapitel in der Geschichte der Band. Angefangen bei "No Prayer for the Dying" welches das erste Album ohne Klassikerpotenzial darstellte, gefolgt von der eigentlich recht geilen "Fear of the Dark" bis hin zu den Tiefpunkten mit Blaze Bayley. Insgesamt waren die 90er kein gutes Jahrzehnt für den traditionellen Heavy Metal. Die meisten Metalbands waren ausgebrannt und brachten nicht mehr viel zustande, während andere einen Stilwechsel suchten (manche erfolgreich, manche erfolglos). Da finde ich erwähnenswert, dass sich Iron Maiden noch recht wacker in diesem Jahrzehnt schlug. Das Niveau der alten Alben erreichten sie zwar nicht mehr brachten aber immerhin zwei Alben raus die man immer noch als gut bezeichnen kann. Das gilt zum Beispiel hier bei "No Prayer for the Dying". Wenn man das Album mit älterem Material vergleicht ist natürlich ein Qualitätsabfall zu spüren, allerdings kann es diese Platte noch locker mit anderen großen Alben des Heavy Metal aufnehmen. Und das zeigt das Maiden in ihrer eigenen Liga spielen. Auf dieser Platte finden sich zum ersten mal in der Bandhistorie ein paar richtig schwache Stücke (da braucht man auch keine rosa-Fan-Brille für) und nur wenige die wirklich ganz besonders hervorragen. Für 4 Sterne dürfte es trotzdem reichen.
Steve Harris wollte nach den beiden vorherigen Alben wieder ein paar Schritte zurück zu den Wurzeln gehen. Das Songwriting fiel dementsprechend rockiger aus und die Synths und Keyboards fehlen hier größtenteils. Zudem fällt auf, dass Bruce fast durchgehend ziemlich rau und kratzig singt. Für den einen Gesangsfanatiker, welcher immer von dem klassischen Gesang Bruce's beeindruckt war sicherlich nicht so toll. Ich finde es aber ganz gut (obwohl er qualitativ Di'Anno nicht übertrumpfen kann) und der Gesang dürfte eh nicht das Hauptproblem darstellen. Vielmehr das weniger einfallsreiche Songwriting, auch wenn das jetzt nicht so schlecht ist, allerdings fehlen wie gesagt größtenteils die Hits. Erwähnenswert ist noch die grottige Produktion. Da ist kein Druck hinter. Für die Anfangneunziger sehr schlecht. Dennoch denke ich das "No Prayer for the Dying" generell etwas unterbewertet ist. Auf jeden Fall ist es kein schlechtes Album.

Tailgunner: Nettes rockiges Stück, dem es ein wenig an Abwechslung fehlt. (3/5)
Holy Smoke: Ordentliche Singleauskopplung, wieder sehr rockig. (3/5)
No Prayer for the Dying: Eine der wenigen großen Höhepunkte auf diesem Album. Leise Parts wechseln sich gut mit den lauten, schnellen Teilen ab. (5/5)
Public Enema Number One: Weiteres sehr starkes Stück. Endlich mal ein richtiger Metalbrecher. Hier stimmts auch mit dem Gesang, der im Refrain melodischer ist. (5/5)
Fates Warning: Bei diesem harten Stück kommt der Gesang von Bruce sogar noch besser zur Geltung. Sehr Abwechslungsreich gestaltet und hat Orhwurmfaktor. Sehr gut! (5/5)
The Assasin: Kein guter Song. Blöder Refrain. Kein überzeugendes Songmaterial bis auf den recht guten Mittelteil. Ansonsten schlecht. (2/5)
Run Silent Run Deep: Gutes progressives Lied mit gutem Mittelteil. (4/5)
Hooks in You: Die ziemlich gute Weiterführung der "Charlotte the Harlot"-Geschichte. Überzeugt durch ein eingängiges Riff und Refrain. (4/5)
Bring Your Daughter... To the Slaughter...: Nicht umsonst der erste Nummer 1 Hit der Band. Ein absolut geiler Song mit Atmosphäre! (5/5)
Mother Russia: Eigentlich ein klasse Song, aber die übertrieben lauten Keyboards machen einiges kaputt. (4/5)

Mit Sicherheit die schwächste Platte von Iron Maiden mit Bruce Dickinson, allerdings ist das meckern auf recht hohem Niveau da sich doch ein paar sehr starke Stücke auf dem Album befinden.
Klar, 5 Sterne wären ein Witz, aber alles andere außer 4 Sterne wäre für dieses Album zu wenig.


Seventh Son of a Seventh Son
Seventh Son of a Seventh Son
Preis: EUR 16,97

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Siebter und letzter Klassiker von Iron Maiden., 21. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Seventh Son of a Seventh Son (Audio CD)
1988 war noch mal ein starkes Jahr für den Heavy Metal, oder um genau zu sein für die New Wave of British Heavy Metal, danach ließ die Qualität langsam nach. Nicht nur von Iron Maiden, da konnte man viele Metalbands aufzählen. Zumindest brachten die Eisernen Jungfrauen mit ihrem siebten Album "Seventh Son of a Seventh Son" die letzte Platte raus die man als Klassiker des Heavy Metal bezeichnen kann. Danach kamen auch teilweise echt gute Sachen, aber eben keine wirklich neuen Ideen mehr. Aber bei sieben Alben(!), die man als Klassiker bezeichnen muss, kann man es der Band sehr schnell verzeihen.
"Seventh Son of a Seventh Son" ist nochmal ein ganz großer Wurf in Maidens Historie. Der bei "Somewehere in Time" eingeschlagene progressive Weg mit Hinzunahme von Gittarensynths und Keyboards wurde hier weitergeführt und noch etwas ausgereift. Die Band präsentiert sich noch progressiver und melodischer als auf dem Vorgänger, teilweise sogar düsterer. Und damit kommen wir zum Konzept des Albums. Es geht um eine Geschichte basierend auf einem Roman bei welchem es um einen westlichen Aberglauben geht, ein siebter Sohn von einem siebten Sohn hätte Heilkräfte. Jedenfalls ist das gesamte Album deswegen sehr atmosphärisch ausgefallen und hebt sich in gewisser Weise von anderen Werken der Band in besonderem Maße ab. Gerade deswegen ist es meiner Meinung nach ein heißer Kandidat für den ersten Platz in der Maiden-Diskographie.

Moonchild: Ein perfekter schneller Einstieg mit Ohrwurmrefrain. Baut die düstere Atmosphäre für das Album sehr gut auf. (5/5)
Infinite Dreams: Fantastisches, progressives Stück, welches ruhig anfängt und sich zu einem unglaublich Stimmungshaften Song wandelt. Typisch Maiden, sehr gut! (5/5)
Can I Play with Madness: Typische, poppige Mainstreamnummer die aber trotzdem das gewisse etwas hat um als genialer Ohrwurm durchzugehen. (5/5)
The Evil That Man Do: Etwas schnellere zweite Single des Albums. Fantastische progressive Melodien. Ein weiterer geiler Song. (5/5)
Seventh Son of a Seventh Son: Und hier übertreiben es Maiden meiner Meinung nach etwas mit den Effekten. Deswegen finde ich die sehr lange Nummer nicht so stark wie beispielsweise "Rime of the Ancient Mariner" obwohl sie sehr starke Riffs und Melodien aufweisen kann. (4/5)
The Prophecy: Weiterer sehr starker, zu unrecht gescholtener Song der sich perfekt in die Stimmung des Albums einfügt. Mal ruhig mal laut. Klassischer Maidensong! (5/5)
The Clairvoyant: Das Lied sprengt erneut sämtliche Superlativen. Die Keyboards werden hier genau richtig eingesetzt. Einfach Klasse. (5/5)
Only the Good Die Young: Ein schneller und dennoch progressiver Abgang. Hervorragender Abschluss eines Klassikers! (5/5)

Was für ein Abschluss einer Serie von Klassikern. Besser hätten Iron Maiden es wirklich nicht mehr machen können. Hiernach entschied Band-Oberhaupt Steve Harris, wieder etwas rauere Töne der Anfangszeit anzuschlagen und Adrian Smith verabschiedete sich. Aber ich denke das, egal in welche Richtung Miaden hiernach gegangen wären, sie dieses Album eh nicht mehr getoppt hätten. Auf jeden Fall ist Iron Maiden's "Seventh Son of a Seventh Son" zurecht als Klassiker zu bezeichnen und möglicherweise auch das beste Album der Band. Unverzichtbar!


Somewhere in Time
Somewhere in Time
Preis: EUR 13,97

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch mit Synths unübertroffen., 21. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Somewhere in Time (Audio CD)
1986 war ein großes Jahr für den Metal, gerade was den Bereich Thrash anging (man denke an Metallica, Slayer, usw.), aber auch ansonsten war das Metalgenre am Höhepunkt angelangt. Und ausgerechnet Iron Maiden waren es die ihre Fangemeinde damit erschreckten Synthesizer in ihre Musik einfließen zu lassen. Die erste Veränderung seit Jahren und dann noch (mehr) in Richtung Mainstream. Man konnte direkt sorgen bekommen. Doch als das Album schließlich rauskam war sehr schnell klar, dass sämtliche Sorgen unbegründet waren. Die Jungfrauen hatten kein schlechtes Album rausgebracht. Ganz im Gegenteil. Ich zumindest würde (und da bin ich nicht der einzige) "Somewhere in Time" als eine der besten Maidenwerke bezeichnen. Um Missverständnisse zu vermeiden: Alle Maidenalben der 80er sind Klassiker, aber darunter gibt es Alben die besser sind und welche die klitzekleine Schwachpunkte haben. Somewhere in Time hat weniger Schwächen und stellt für mich neben "The Number of the Beast" das beste Maidenalbum mit Bruce Dickinson dar (die fantastischen Platten mit Di'Anno klammere ich mal bewusst aus).
Durch Hinzunahme der Synths wird zwar die Härte der Songs gehemmt, dafür kommt der melodische Anteil optimal raus, wie auf keinem anderen Album von Iron Maiden. Auch wenn der Sound verwaschen sein mag, dass Songmaterial gleicht das wieder aus. Insgesamt wieder ein Album, bei welchem man merkt das die Band um Steve Harris auf ihrem Höhepunkt war.

Caught Somewhere in Time: Flotter Opener bei welchem Nicko Mcbrain die Doublebass ordentlich malträtiert. Kannte man bis dahin auch noch nicht von Maiden. Die Gitarrensynths kommen im Mainriff ebenfalls gut zur Geltung. Einer der besseren Eröffnungstracks von Maiden. (5/5)
Wasted Years: Im ersten Moment klingt es nach einer gewöhnlichen Maidensingle, allerdings setzt sich der Song in den Gehörgängen fest und verlässt diese auch nicht mehr so schnell. Perfekter Mitsingrefrain, eingängige Melodien, super Solo. Sehr Gut! (5/5)
Sea of Madness: Sehr abwechslungsreiche Nummer, bei welcher der Gesang von Bruce wieder besonders zur Geltung kommt. Nicht ganz so auf den Mainstream zugeschnitten wie "Wasted Years". (5/5)
Heaven can Wait: Weiterer sehr guter Song mit eingängigem Refrain. (5/5)
The loneliness of the Long Distance Runner: Der Song dieses Albums! In dem Song stimmt alles. Geniale Riffs, Tempowechsel und unvergleichliche Melodien. (5/5)
Stranger in a Strange Land: Gut gelungene Midtemponummer, die ebenfalls durch gut eingestetzte Effekte überzeugen kann. (4/5)
Déjà Vu: Ein Absoluter Hit! Das Mainriff erzeugt eine unheimliche Atmosphäre. Einer der wenigen harten Songs des Albums. (5/5)
Alexander the Great: Eine sehr lange Maidentypische Nummer, bei der die Synths viel Einsatz bekommen und natürlich ein Gitarrensolo nach dem anderen abgefeuert wird. Klassisch. (5/5)

Wie gesagt mit das beste was Iron Maiden je gemacht haben. Und das obwohl sie schon so viele geniale Scheiben produziert hatten. Die Band hat wirklich das optimalste aus den Synthesizern rausgeholt und ein sehr melodiereiches Album rausgebracht was natürlich damals noch ganz besonders aus der Maidendiskographie herausstach. Heute sind Synths Standard im Programm der Band und wenn man dieses Album hört weiß man auch warum. Unverzichtbar!


Powerslave
Powerslave
Preis: EUR 8,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ist diese Band überhaupt in der Lage schlechte Alben zu produzieren?, 18. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Powerslave (Audio CD)
Das war die Frage, die die Metalwelt sich stellte nach dem Iron Maiden mit ihren ersten vier Alben eindrucksvoll bewiesen wie ordentlicher Heavy Metal zu klingen hat. Und auf ihrer fünften Platte "Powerslave" machten sie nahtlos da weiter wo sie bei "Piece of Mind" aufgehört hatten. Zugegebenermaßen klingt es an einigen Stellen so, als hätte man versucht die Musik auf den Mainstream zuzuschneiden. Mindert das aber die Qualität des Albums? Nein! Denn die Powerslave donnert einem die harten Riffs sowie hervorragenden Melodien um die Ohren das man nicht im entferntesten etwas zu kritisieren hat. Das Album ist im direkten Vergleich zum Vorgänger wieder etwas härter und schneller ausgefallen, lässt aber Melodiösität zu keinem Zeitpunkt vermissen. Wie immer agieren Harris und co. auf höchstem Niveau, da braucht man weder hier noch auf den nächsten zwei Alben groß Worte drüber zu verlieren. Was natürlich auffällt ist das der auf "Piece of Mind" begonnene Trend, lange und abwechslungsreiche Stücke zu schreiben hier weiter fortgesetzt wird. Exemplarisch dafür ist das 14-minütige "Rime of the Ancient Mariner" aber auch der Titeltrack.
Iron Maiden hatten einfach ihren Stil gefunden zwischen melodischen Stücken und sehr schnellen Headbangern. Und nun taten sie nichts weiter als das Beste daraus zu machen. Powerslave ist ein Produkt aus der damaligen Hochphase der Band und damit trifft die Bezeichnung "Klassiker" hier voll und ganz zu.

Aces High: Gleich zu Beginn einer der schnellsten und härtesten Maidentracks. Genialer Doppelgesang beim Refrain. Das erste Highlight! (5/5)
2 Minutes to Midnight: Kaum zu glauben das dieses hervorragende Stück als Single ausgekoppelt wurde. Ein harter Maidensong mit ruhigem Mittelteil. Nächstes Highlight! (5/5)
Losfer Words (Big 'Orra): Ein gutes Instrumentalstück, welches nicht das beste Mainriff aufweisen kann, trotzdem überzeugt. (4/5)
Flash of the Blade: Weiterer guter Song mit gutem Riff und minimalen Schwächen. (4/5)
The Duellists: Sehr starker Song der gerade im Mittelteil bei den Soli seine großen Momente hat. (5/5)
Back in the Village: Ein Wahnsinnsriff jagt das nächste. Ein sehr geiler, schneller Metalkracher! (5/5)
Powerslave: Starker Titeltrack mit orientalisch angehauchten Riffs und einem ruhigen Mittelteil, bei welchem man aus dem staunen nicht mehr raus kommt. (5/5)
Rime of the Ancient Mariner: 14-minütiges durchgängig geniales Epos mit vielen Facetten. Mal wieder vereint die Band alle Metalzutaten in einem einzigen Song. Fantastisch! (5/5)

Die Band war auf ihrem Zenit und aufeinander eingespielt. Kein Wunder also das wieder ein Album dabei raus kam was in Sachen Metal Maßstäbe setzte. Ich persönlich mag die Scheibe sogar noch ein bisschen mehr als die ohnehin geniale Piece of Mind. Klare Sache, wer Metal mag kommt an dieser Platte nicht vorbei. Einsteiger können mit dieser Platte auch nichts verkehrt machen.


Piece of Mind
Piece of Mind
Preis: EUR 12,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und jetzt hielt sie nichts mehr..., 17. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Piece of Mind (Audio CD)
Die ersten drei Alben waren ja schon Klassiker. Mit dem Vorgänger "Number of the Beast" fanden Iron Maiden endgültig ihren Stil den sie in den kommenden Jahren kaum veränderten. Und dieses Album "Piece of Mind" ist eine noch ausgereiftere Variante des Maiden-Stils den die Band seit dem Einstieg von Stimmwunder Bruce Dickinson pflegte. Das liegt nicht zuletzt am Neuzugang an den Drums Nicko McBrain, welcher Clive Burr mehr als nur gut ersetzte. Meiner Meinung nach ist McBrain der bessere Drummer in Sachen Metal, während Burrs Stil sehr Punklastig (wenn auch nicht schlechter) war. Dafür flogen jetzt die Fetzen in Maidens Musik. Nebst genialem Bassspiel, Gesang und Gitarrenarbeit, prügelten einem nun auch die Drums das Hirn weich. "Piece of Mind" ist nicht so hart wie "The Beast", kann dennoch durch alle Maidentypische Zutaten überzeugen. Rein Gesangstechnisch dürfte es eine der besten Leistungen von Bruce Dickinson innehaben. Sehr vielseitig präsentiert sich dieser in Songs wie Revelations, Still Life usw. Zudem finde ich die Gitarrensoli erwähnenswert. Smith und Murray spielen durchgehend auf hohem Niveau. Nicht oft hatten die Soli einen solchen Wiedererkennungswert wie auf diesem Album. Da die Band sich nun in ihrer "perfekten" Besetzung befand und dementsprechend agierte wurde die "Piece of Mind" eine weitere hervorragende Platte in der Diskographie Iron Maidens.

Where Eagles Dare: Sehr guter Auftakt, bei welchem die ganze Band ihr Können voll unter Beweis stellt. Besonders fällt hierbei der exzellente Gesang auf. (5/5)
Revelations: Eine phänomenale Metalhalbballade ist bei Iron Maiden hier noch absoluter Standart. Wie immer sehr schön abwechslungsreich gestaltet. (5/5)
Flight of Icarus: Gute, aber ziemlich typische Single. (4/5)
Die With Your Boots On: Bisher härtester und schnellster Song auf dem Album. (4/5)
The Trooper: Und das ist DER Klassiker auf dieser Platte! Saugeile Gitarren, Hammer Gesang, usw. Nicht umsonst auch heute noch bei Liveshows ein Highlight! (5/5)
Still Life: Sehr düsterer und deswegen umso besserer Song. Hebt sich in gewisser Weise von den anderen Liedern ab. (5/5)
Quest for Fire: Zuerst gewöhnungsbedürftig wegen dem zunächst ungewöhnlichen Gesang, steigert sich aber zu einem weiteren Klassiker. (5/5)
Sun and Steel: Ein weiterer guter Song, welcher aber nicht ganz mit den Vorgängern mithalten kann. (4/5)
To Tame a Land: Mit Siebeneinhalb Minuten ein langes Epos zum Abschluss des Albums. Weiß durch genug Abwechslung und hervorragender Leistung der Band zu gefallen. (5/5)

Bereits hier, ab dem vierten Album war klar, dass das Phänomen Iron Maiden unantastbar war. Allerdings war damit immer noch nicht Schluss, denn die Band produzierte bis ende der 80er (und auch später) noch fleißig Klassiker. Neben den ganzen "Number of the Beast"-Verehrern gibt es nicht wenige, die "Piece of Mind" als Highlight von Maidens Karriere feiern. Zumindest ist es ein Album, was keinem Metalfan fehlen darf, schließlich agieren Iron Maiden hier (wie eigentlich immer) auf höchstem Niveau!


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