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Beiträge von Claus Speer
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Rezensionen verfasst von
Claus Speer (Heilbronn)
(REAL NAME)   

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Seelenvermächtnis: Udo W.: Mein zweites Leben (Biografien im GMEINER-Verlag)
Seelenvermächtnis: Udo W.: Mein zweites Leben (Biografien im GMEINER-Verlag)
von Udo Wieczorek
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch hat es in sich !!!, 15. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch hat es in sich! Genauer gesagt, was Udo Wieczorek ab seinem 4. Lebensjahr erlebt hat, hat es in sich. Das Buch, ein Tatsachenbericht, liest sich eher wie ein superspannender Psychoroman mit einer theaterreifen Dramaturgie. Aber schon nach wenigen Zeilen des Buches ahnt man es: Es ist tatsächlich Wahrheit und keine Fiktion. Was er zusammen mit seiner Ehefrau Daniela und Manfred Bomm so beharrlich gesucht und gefunden hat, legt allen und auch dem Leser nahe, dass Udo schon einmal gelebt hat, damals als Soldat Vinzenz.

Aufgrund der Bedeutung des Inhaltes für unser aller Weltverständnis hatte ich mir vorgenommen, erst dann eine Rezension zu schreiben, wenn ich mir von den Autoren einen persönlichen Eindruck verschaffen konnte. Dies hat sich dann auch Anfang 2016 ergeben, als diese ihr Buch in Stuttgart vorstellten. Der schon bei der Lektüre entstandene Eindruck der vollkommenen Lauterkeit beider Autoren sah ich bestätigt einschließlich dem von Ehefrau Daniela, mit der wir glücklicherweise ins Gespräch kamen, weil wir "zufällig" neben ihr Platz genommen hatten.
Als Vierjähriger begannen bei Udo Wieczorek erschreckende Alpträume, zunächst gelegentlich, dann jede Nacht. Es ging um Krieg und Berge und die Bilder wiederholten sich immer wieder, oft rasend schnell. Die Träume hörten so plötzlich wieder auf, wie sie aufgetreten waren. Vierzehn Jahre später setzten sie wieder ein, diesmal mit anderen Bildern und wiederum mit einer solchen Intensität, dass Realität und Traum nicht mehr unterscheidbar schienen. Es ging wieder um Berge, aber diesmal um eine Seilschaft, einen Adler der sein Nest verteidigte, eine feierlich besiegelte Freundschaft an einer markanten Stelle mit einem Drillingsbaum, ein Mädchen mit Zöpfen namens Marie, eine ins Holz geschnitzte Rose, eine zerbrochene Freundschaft und immer wieder um den Namen Josele. Am Ende eines jeden Traumes erschien das Gesicht eines jungen Mannes, unbekannt und doch seltsam vertraut.
Fast 4 Jahre vergehen ohne weitere Träume. In einer Nahtoderfahrung holt ihn dann alles wieder ein. Nach einem Blinddarmdurchbruch muss er lange auf die Notoperation warten. Er fällt ins Koma, Frieden und Geborgenheit umfängt ihn. Um ihn herum ist nur noch Glück und Seligkeit. Ein weißer Punkt zieht ihn magisch an, der sich auch nach ihm ausstreckt. Ein Lichtarm erreicht ihn und bildet einen strahlenden Tunnel. Das Licht verebbt, stattdessen tauchen die Bilder des grausamen Krieges wieder auf. Er wird getroffen. Er möchte aus der Situation fliehen. Das bringt ihn zurück in den strahlenden Tunnel und auf den Weg zu diesem wunderbaren Licht. Eine Silhouette löst sich dort heraus. Es ist der junge Mann, dessen Gesicht er bisher am Ende jeden Traumes gesehen hatte. Er mahnt ihn - er hätte noch eine Aufgabe zu erledigen - im Diesseits. Udo kehrt um und landet wieder in seinem irdischen Körper.

Udo Wieczorek, inzwischen verheiratet mit Daniela geht auf Spurensuche, zunächst in Büchereien und im Internet. In Südtirol tobte im ersten Weltkrieg ein solch fürchterlicher Gebirgskrieg wie er in seinen Träumen vorkommt. Dreimal fuhr er mit seiner Frau dorthin auf der Suche nach bekannten Bildern. In Wolkenstein, ihrer ersten Station blieb alles stumm in ihm. Aber dann im Hochpustertal, unweit der Drei Zinnen fand er alte Pfade, kannte Häuser und konnte auf historischen Fotos die Namen von längst verstorbenen Menschen benennen. Mühelos verstand er den einheimischen Dialekt und immer wieder kommen ihm Worte und Namen in den Sinn, die nur Südtiroler kennen, dabei war er noch nie dort gewesen.

Als ihn während eines weiteren Urlaubs in dem Gebirgsdorf Sexten ein neuerlicher Alptraum befiel, skizzierte er nach dem Erwachen eine markante Stelle in einem alten Schützengraben aus dem Ersten Weltkrieg. Und weil er sich die Perspektive auf die umgebende Berglandschaft eingeprägt hatte, gelang es ihm, zusammen mit seiner Ehefrau, diese Stelle ausfindig zu machen – auf dem nahen Berg Seikofel, auf dem im Sommer 1915 die Front zwischen Österreich-Ungarn einerseits und Italien andererseits heftig umkämpft war. Was er dort in jenem völlig überwucherten, kaum noch begehbaren Schützengraben hinter einer vermoosten und mit Flechten überwucherten Natursteinmauer nach Abtragen der Steine zutage förderte, ist schier unfasslich.
Sie finden ein handschriftliches Dokument, das in einer verrosteten Blechdose steckte, die wiederum in einen fast vermoderten Feldpostsack gewickelt war.
Ein Soldat, der mit „Vinz“ unterschrieb, hat nach schwerer Verwundung an zwei Tagen (13. und 14. August 1915) in der damals üblichen Kurrentschrift unter anderem festgehalten: „Seit Tagen prasselt furchtbares feindliches Feuer auf unsere Reihen. Verluste belaufen sich auf viele treue Kameraden. Wenn das so weitergeht, sind wir alle bald nicht mehr unter den Lebenden.“ Er schreibt von einer „Schandtat“, die sich an der nahen Rotwand zugetragen habe und die er offenbar nicht überwinden konnte.
In den Alpträumen Udo Wieczoreks kam sie vor, diese Schandtat: Den Tod seines einstigen Jugendfreundes Josef, der auf der gegnerischen italienischen Seite hatte kämpfen müssen, dann aber als „Überläufer“ die Fronten wechseln wollte und dabei versehentlich ausgerechnet von Vinz erschossen wurde.
Der später selber mit einem Lungenschuss im Sterben liegende Vinz hatte seinen Aufzeichnungen zufolge eine Vision, dass „jemand nach meinem Tod an dieser Stelle … vielleicht 1995, 1997 oder 1998 im August oder September seine Geschichte“ erfahren werde. Mysteriös: Genau dies sollten die Monate und Jahre sein, in denen die Wieczoreks erfolgreich auf Spurensuche gingen.
Weiter schrieb Vinz, vermutlich an den Finder seiner Botschaft gerichtet: „Doch sollte jener Mann einmal an dieser Stelle stehen und diese Zeilen noch entziffern können, so besinne er sich danach, dass dieser Gang, den ich nicht mehr tun kann, auch für ihn der Friede sein wird. So gehe er hernach, gewiss weiß er schon wohin, und gebe dem armen, einst so geliebten Josef den letzten Frieden.“

Und auch diese Ahnung des sterbenden Soldaten Vinz sollte sich erfüllen. Udo und Daniela finden die markante Stelle mit den Stümpfen des inzwischen abgesägten Drillingsbaumes, dort wo Josele und Vinz vor fast 90 Jahren ihre Freundschaft besiegelt hatten. Im Totholz einer Wurzelhöhle steckt eine metallene Schatulle, darin liegt eine eilig verfasste Botschaft von Josele an Vinz: "Was waren wir für dumme Burschen. Nicht der Geist riss unsere Freundschaft entzwei, sondern der Krieg. Es sei dir verziehen mein Freund. Werde glücklich mit ihr."
Der letzte Satz lässt ahnen, dass die zerbrochene Freundschaft wegen des Mädchens Marie ausgelöst wurde und die Beiden durch den Krieg getrennt wurden.

Ab dem Tag dieses Fundes mit der verzeihenden Botschaft von Josele waren alle Alpträume bei Udo Wieczorek verschwunden. Er hatte tatsächlich seinen Frieden wieder gefunden, so wie es Vinzenz prophezeit hatte.

An dieser Stelle könnte die Geschichte von Udo Wieczorek enden. Niemand außer seinen Angehörigen hätte aber davon erfahren, dass es Menschen wie Udo gibt, deren Trauma so penetrant bis in das nächste Leben reicht, ja dass es überhaupt die Wiedergeburt gibt - dieses Wissen das uns im Westen lange verloren gegangen ist. Ähnlich wäre es vermutlich ausgegangen, wenn sich Udo vorzeitig einer psychologischen Behandlung wegen seiner Alpträume unterzogen hätte. Das vermutlich einmalig Spektakuläre an dem Fall ist, dass er zwei versteckte Schriftstücke findet, einmal sein eigenes Tagebuch aus dem letzten Leben und das andere ein an ihn gerichtetes Schriftstück, das seinen Zweck im letzten Leben nicht mehr erfüllen konnte.
Udo Wieczorek hat seine Geschichte schreibend, in einem, als Roman deklarierten Buch, verarbeitet, aber man hätte es dann eben nur als spannenden Psychoroman gelesen. Der Journalist Manfred Bomm ahnte aber, dass hinter dem Roman eine wahre Geschichte steht und überzeugte Udo Wieczorek noch mal nach Südtirol zu fahren, diesmal um einen historischen Bezug zu finden - einen Beweis für die Existenz von Vinzenz.
Große Verdienste für das Auffinden des historischen Vinzenz hat Rudolf Holzer, der Ortschronist von Sexten und Bruder Siegfried Volgger, ein Franziskanermönch vom Kloster Bozen. Die Spur führte in das kleine Bergdorf Centa San Nicolò, südöstlich von Trient. Vinsenzo Luici Rossi war der vollständige, italienisch geschriebene Name. Ein Besuch des Dorfes lässt in Udo eine Vielzahl von Bildern und Namen aufblitzen. Er skizziert alles, was sein inneres Auge ihm zeigt. Einen seltsamen Turm, ein Bildstock, ein Opferstock, eine Kirche, einen Tunnel und immer wieder den Namen Hinterloch. Die Suche nach heutigen Spuren seiner inneren Bilder bringt Eindeutiges zutage: Eine alte Photographie zeigt jenen eigenartigen Turm. Er wurde 1915 von den Österreichern vor den heranrückenden Italienern gesprengt. Der Bildstock, der Opferstock, der Tunneleingang einer inzwischen aufgelassenen Strasse, alles war noch da. Nur der Name Hinterloch blieb lange ein Rätsel, bis sie auf einer Wandertafel bei Centa als einziges deutsches Wort das "Hinterloch" entdeckten, was vermutlich mal eine heute nicht mehr auszumachende kleine Höhle bezeichnet hat. Udo Wieczoreks heutige Vorliebe für das Klettern und die Höhlenforschung hat wohl hier seinen Ursprung gehabt.

Eine Ehrentafel im Ort zeigt alle Gefallenen der Weltkriege mit Namen und Bildern. Das Bild von Vinsenzo Luigi Rossi war jenes Gesicht, das Udo Wieczorek immer am Ende eines jeden Traumes gesehen hatte - sein Spiegelbild aus einer anderen Zeit.

Dann kam es zum Höhepunkt der Erkundung seines früheren Lebens. Bruder Siegfried hatte die Nachkommen der Familie von Vinzenz ausfindig gemacht. Entgegen aller Befürchtungen wurden sie herzlich empfangen und der Grund ihres Besuches sofort akzeptiert. Äußerlich hatte er das Haus nicht mehr erkannt, aber im Innern wusste er um eine nicht vollendete Sonnenuhr an einer Garagenwand, die früher mal die Außenwand war. Ein Großneffe zog ein Bild mit Vinzenz hervor. Udo kamen spontan einige Namen der anderen Abgebildeten in den Sinn und dass es der Tag war bevor sie eingezogen wurden. An der Ehrentafel der Gefallenen konnte man die Richtigkeit seiner Erinnerung verifizieren.

Meines Wissens gibt es keinen zweiten Fall in der Literatur, der eine Rückerinnerung an ein früheres Leben mit so zahlreichen verifizierten Elementen enthält. Absolut einmalig dürfte das Auffinden zweier versteckter Schriftstücke aus dem früheren Leben sein. Es gibt durchaus andere sehr eindrucksvolle Erinnerungen von Kindern an ihre frühere Leben, wie der Fall James Leininger: [...] . Der Psychiater Jan Stevenson und sein Nachfolger Jim Tucker haben tausende Fälle gesammelt. Auch der kleine James hatte als erstes Alpträume mit spontanen Erinnerungen an sein früheres Leben, die dann aber im Schulalter verblassten. Der Unterschied zu allen anderen Fällen ist, dass sich bei Udo Wieczorek die Alpträume nach der Pubertät wieder neu einstellten und er ihnen selber beharrlich bis zu ihrer Auflösung nachgegangen ist.
In dieser Rezension deute ich die Erfahrungen von Udo Wieczorek ganz selbstverständlich als Reinkarnation. Im Buch werden in der Schlussbetrachtung auch andere Interpretationen erörtert. Den Autoren und jedem Leser wird klar sein, dass die Erfahrungen von Udo Wieczorek nicht zwingend als Reinkarnation interpretiert werden muss. Das Buch will einfach nur die Erfahrung von Udo Wieczorek beschreiben. Die Interpretation kann nur jeder Leser für sich selbst finden. Für die Autoren, das kann ich sicher sagen, ist die Vorstellung am plausibelsten, dass Vinzenz Rossi als Udo Wieczorek wiedergeboren wurde.


Wie wir Deutschen ticken: Wer wir sind. Wie wir denken. Was wir fühlen.
Wie wir Deutschen ticken: Wer wir sind. Wie wir denken. Was wir fühlen.
von Holger Geißler
  Broschiert
Preis: EUR 19,95

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Aberglaube??????, 27. August 2015
Das erste Stichwort "Aberglaube" verwunderte mich schon sehr. Eine solch von vorherein abwertende Überschrift hat hier nichts zu suchen. Dass die Autoren darunter auch die Möglichkeit einer Wiedergeburt verstehen ist doppelt inakzeptabel. Wer die Forschungen von Jan Stevenson und Jim Tucker von der Universität Vitrginia kennt, wird sich solcher vorverurteilenden Äusserungen schnell enthalten. Beide Forscher gingen tausenden von Fällen nach, bei den Kinder von einem früheren Leben erzählten. Die minutiösen Überprüfungen zur Verifizierung dieser Erinnerungen hält jedem wissenschaftlichen Anspruch stand. Der bekannteste Fall aus jüngster Zeit ist James Leiniger. Als kleiner Junge wollte dieser nur mit Flugzeugen spielen. In seinen sich ständig wiederholenden Alpträumen wird er immer abgeschossen, es brennt und er kann sich nicht mehr befreien. Seine Erzählungen wurden mit der Zeit immer detaillierter. Er nannte Namen von Kameraden, eines Flugzeugträgers und seinen Abschussort. Er kannte technische Details zu einem bestimmten Flugzeugtyp, dass nur Spezialisten bekannt waren. Sein Vater ging diesen Angaben nach und fand, dass es die exakte Geschichte des von Japanern Anfang 1945 abgeschossenen Bomberpiloten James Huston Jr. war. Dieser und noch hunderte von ähnlich detailierten Fällen lassen den Schluss nahe, dass Reinkarnation eine Realität ist, wie sie in einigen Religionen gelehrt wird.
Sollte das Buch "Wie wir Deutschen ticken" in eine Neuauflage gehen, sollte das Umfrageergebnis unter dem Stichwort Wiedergeburt oder Reinkarnation stehen. Das Stichwort "Aberglaube" hat dort nichts zu suchen, was nur die persönliche Weltanschauung der Autoren spiegeln kann.


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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen optimal, 4. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
sitzt gut trotz geringer Abmessungen,
Der Klang ist einwandfrei sauber
Das Einloggen in das SmartPhone klappt problemlos
und trotzdem ist das Headset kostengünstig


Welches Leben nach dem Tod?: Reinkarnation und christlicher Glaube
Welches Leben nach dem Tod?: Reinkarnation und christlicher Glaube
Preis: EUR 11,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Brücke, 4. Juni 2013
Der Autor stellt gleich zu Anfang seines Buches fest: "Angesichts der Tatsache, dass eine stetig wachsende Zahl kirchlich Gläubiger sich der Reinkarnationsidee zuwenden, kommen die Kirchen nicht länger herum, sich dieser Frage zu öffnen."
Gabriel Looser hat katholische und evangelische Theologie studiert und ist so in der Lage die richtigen Worte zu finden um zu zeigen, dass die Reinkarnationsvorstellung und das Christentum keine Widersprüche sind, auch wenn es oft so dargestellt wird. Der Autor zeigt, dass man aus guten Gründen Christ sein und an die Reinkarnation glauben kann, aber auch dass man Christ sein und an ein einziges Leben glauben kann. Beide Positionen kommen in seinem Buch ausführlich zu Wort. Sie sind wie die Blumen in dem wundervollen Strauss christlicher Hoffnungen, die jede ihre eigene Schönheit und Existenzberechtigung hat. Er zeigt, dass beide Positionen biblisch und theologisch begründbar sind und wir die Toleranz aufbringen sollten die andere Glaubenshaltung ebenso als gültige Alternative zu akzeptieren wie die eigene. Die bisherige einschlägige Literatur ist leider geprägt von vehement bis aggressiv vorgebrachten Behauptungen beider Seiten und nur selten findet man ausreichende Begründungen. Und die Kirchen schweigen dazu, ja es herrscht sogar eine erschreckende Sprachlosigkeit. Das ist auch nicht erstaunlich, denn das Jahrhunderte währende missbilligende Schweigen lastet lähmend auf vielen Priestern und Pfarrern. Das völlige Fehlen des Themas in deren Ausbildung tut ihr Übriges.

Der Leser erfährt den Weg der Reinkarnationsvorstellungen ausgehend von der griechischen Antike in die christlichen Gnosis und deren Einfluss auf Clemens von Alexandrien und Origenes. Der Verstummen der Reinkarnationsidee im Christentum für eine lange Zeit ist hauptsächlich auf Augustinus (354-430) und Kaiser Justinian (482-565) zurückzuführen.
Das Glaubensbild der Reinkarnation fand eine kurze Wiederbelebung bei den Katharern. Mit deren Vernichtung in den Albigenser Kriegen (1209-1229) verschwand die Vorstellung der Reinkarnation wieder aus dem Christentum.
Die Wiederbelebung im Westen setzte im 20.Jahrhundert in erster Linie durch den wachsenden Bekanntheitsgrad der östlichen Religionen ein. Als Pioniere einer christlichen Reinkarnationslehre kann der theosophische Theologe James Morgan Pryse (1859-1942) und der anglikanische Theologe Geddes MacGregor (1909-1998) gelten.
Eine weitere Annäherung geschah ganz unbeabsichtigt durch eine Veränderung innerhalb der christlichen Theologie. Die Trennung der Geschöpfe Gottes im nachtodlichen Zustand in Himmel und Hölle wurde immer mehr angezweifelt. "Nach meiner Überzeugung ist die ewige Verdammnis mit der Vorstellung des gütigen Gottes unvereinbar" fasst das Dilemma der bisherigen christlichen Theologie in einem Satz zusammen. Eine zeitgemäße kirchliche Eschatologie versteht das »Gericht« vielmehr als ein Offenbarwerden des Menschen so, wie er ist, mit seinen Sonnen-, aber auch mit seinen Schattenseiten; mit seinen liebevollen, aber auch weniger liebevollen Anteilen. Anders gesagt: »Gericht« heißt, dass alle Masken fallen. Dies aber geschieht im Antlitz des liebenden Gottes! Nun — das klingt verblüffend ähnlich wie ein zentrales Element aus der mit dem Reinkarnationsgedanken stets verbundenen Karmalehre, dass nämlich nach Abschluss eines Lebens Bilanz gezogen wird: Der Mensch erkennt, wo er wirklich steht und wer er wirklich ist — ohne Masken. Es hat offenbar, meist unbemerkt, eine erhebliche Annäherung der beiden Standpunkte stattgefunden, wenn wir von den fundamentalistischen Strömungen dabei absehen.
Einzubeziehen in die heutige theologische Diskussion sind die Forschungsarbeiten des amerikanischen Psychiaters Jan Stevenson (1918-2007) der spontanen Erinnerungen von Kindern an "früherer Existenzen" akribisch nachging.

Anmerkung des Arbeitskreises Origenes: Weitere Literatur zu diesen Forschungsarbeiten bei [...]. Einige Fälle finden sie bei [...].

Der erste katholische Theologe, der sich vorsichtig der Reinkarnationsidee näherte, war Karl Rahner (1904-1984). Die katholische Lehre kennt das Purgatorium als ein Bereich der Läuterung - ein Zwischenzustand zwischen Himmel und Hölle. Karl Rahner erkannte, dass in der katholischen Eschatologie im Bezug auf diesen Zwischenzustand wohl noch nicht alle Möglichkeiten durchdacht worden seinen, so dass die Möglichkeit einer Wiedergeburt die christliche Fegefeuerlehre durchaus ergänzen und verdeutlichen könnte.
Auf katholischer Seite hat sich Norbert Bischofberger in seiner Dissertation "Der Reinkarnationsgedanke im Westen und die Sicht der christlichen Eschatologie" ausführlich mit dem Thema und den Gedanken Karl Rahners befasst. Der Doktorvater von Norbert Bischofberger, Prof. Kurt Koch ist heute Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen und hat sich ebenfalls zum Thema geäußert.

Anmerkung des Arbeitskreises Origenes: Den Beitrag von Kurt Koch finden Sie bei [...]

Damit ist katholischerseits das Feld für ein aufrichtiges Gespräch bereitet, mit dem Angebot, offen auf die Reinkarnationsidee zuzugehen. Auch auf evangelischer Seite gibt es ebenfalls entsprechende Bemühungen. Hier ist u.a. Prof. Michael von Brück (*1949) zu erwähnen, sowie Prof. Helmut Obst und der Schweizer reformierte Pfarrer T.A. Mohr. Die Verteidigung der Ein-Leben Lehre wird von Prof. Denis Müller repräsentiert. Ansichten von Autoren ohne spezifischen theologischen Hintergrund, wie von Ronald Zürrer, Jan Erik Sigdell, Peter Michel oder Alexander Gosztony werden ebenso erwogen. Schließlich entwickelt der Autor eine eigene Vision, die die Gegensätze zu überwinden vermag.
Das Buch ist besonders geeignet für Christen, die sich mit dem Glaubensbild der Reinkarnation vertraut machen wollen, ohne zugleich das unangenehme Bestreben zu spüren überzeugt werden zu sollen. Man spürt von Anfang bis Ende die respektvolle Haltung des Autors vor der Freiheit der Meinungen und Achtung des Glaubens Anderer.
Looser polarisiert nie in seinem Buch, eingedenk der offenbar tief von ihm verinnerlichten Erkenntnis dass wir Menschen nur Aspekte der vollen Wahrheit erkennen können und jedem Glaubensbild zugestehen müssen, dass dessen andere Perspektive genauso berechtigt ist.

Rezension von Claus Speer
Arbeitskreis Origenes
[...]


Blick in die Ewigkeit: Die faszinierende Nahtoderfahrung eines Neurochirurgen
Blick in die Ewigkeit: Die faszinierende Nahtoderfahrung eines Neurochirurgen
Preis: EUR 8,99

38 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grenzen des naturwissenschaftlichen und christlichen Weltbildes, 3. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Über Eben Alexanders Nahtoderfahrung ist schon viel geschrieben worden und sie ist sicher ein wichtiger Meilenstein in der Nahtodforschung, auch wegen dem Gehalt der Nahtoderfahrung selbst, eher aber weil Eben Alexander als Hirnchirurg ganz aus dem materialistisch orientierten naturwissenschaftlichen Weltbild entstammt und nun vom Saulus zum Paulus geworden ist.

Mit diesem Kommentar betrachte ich sein Buch aus einem besonderen Blickwinkel, dem in den bisherigen Rezensionen kaum Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

„Nun brauchen wir noch das Pendant zu Eben Alexander". Das war mein erster Gedanke als ich am Ende des Buches angelangt war. Eben Alexander hatte eine Nahtoderfahrung, die ihn sehr weit in die transzendente Realität geführt hat. Seine Erfahrung lässt ihn deutlich die falsche Grenzziehung des heute herrschende naturwissenschaftliche Weltbildes erkennen, schubst aber den Leser mehr oder weniger subtil in das heute herrschende christliche Weltbild hinein ohne deutlich genug dessen eigene Begrenzungen zu erkennen oder zu erwähnen. Das Buch, bei dem der amerikanische Verlag vermutlich diese Färbung eingebracht hat, erzeugt den Eindruck einer evangelikalen Erweckungsliteratur, die nur ein vereinfachendes Entweder-Oder kennt. Es wird zu wenig deutlich, dass auch das christliche, ebenso wie das naturwissenschaftliche Weltbild menschengemachte Grenzziehungen hat, die es ebenfalls zu überschreiten gilt.

Jeder NTE-Erfahrene ringt mit Worten und Gleichnisse, die er nur aus der irdischen Sprache und Erfahrungswelt entnehmen kann, um das Unaussprechliche auszudrücken was er unzweifelhaft als Realität erfahren hatte. Zwangsläufig assoziiert ein Leser, der nicht selbst eine ähnliche Transzendenzerfahrung gemacht hat, jedes Wort mit seinen eigenen irdischen Erfahrungen und Vorstellungen. Das birgt besonders bei Worten aus der christlichen Tradition einen Konflikt. Solche Begriffe gründen zwar ursprünglich auf die Transzendenzerfahrungen einiger Weniger, wurden dann aber von Abermillionen Menschen, die keine solche Erfahrung hatten, „griffig" geformt und als Glaubenslehre weitergeben. In der frühen Kirchengeschichte waren die Vorstellungswelten noch sehr viel variationsreicher als heute. Die meisten davon wurden dann im Laufe der Dogmengeschichte als „falsch" definiert und nur eine dieser Deutungen zur Wahrheit erklärt. Verwendet ein Nahtoderfahrener nun einige Begriffe aus dem geltenden christlichen Weltbild, so assoziiert der glaubende Leser sie fast zwangsläufig mit dieser heutigen Glaubenslehre ohne deren transzendierende Bedeutung zu erkennen. Ja, er fühlt sich sogar gänzlich in seinem Glauben bestätigt.

Um ihre Erfahrung zu beschreiben, vermeiden die meisten Nahtoderfahrenen Worte, die eng mit einem heutigen christlichen Weltbild verbunden sind. Auch wenn Eben Alexander mit diesen Begriffen durchaus sparsam umgegangen ist, bestimmen sie doch den Eindruck auf den Leser in die christliche Kirche(n) zurückgerufen zu werden. Das Wort „Gott" wird sonst fast nie von Nahtoderfahrenen gebraucht. Eben Alexander tut es dann doch und löst damit diese genannte Assoziationskette aus. Damit macht er es unnötigerweise jenen Suchenden schwer, die auf ihrem geistigen Weg in den christlichen Kirchen keine Antworten mehr auf ihre Fragen gefunden hatten und sich nun auf die Suche außerhalb der christlichen Tradition gemacht hatten.

Ich möchte zwei Beispiele anführen.

Aus allen Nahtodberichten können wir schließen, dass unser individuelles Bewusstsein den körperlichen Tod überdauern kann. Die Betroffenen fühlen sich auch ohne irdischen Körper absolut vollständig und wie Eben Alexander in der Lage dem Zentrum allen Seins nahe zu sein. Die christliche Tradition hat ausgehend von ihren jüdischen Wurzeln dagegen eine komplizierte Lehre entwickelt, die zum vollkommenen Leben nach dem Tod, der Auferstehung, immer noch einen Leib benötigt. Das leere Grab Christi, als Beweis für die Verwandlung des irdischen Leibes in den Auferstehungsleib, ist auch heute immer noch eine zentrale Grundlage christlichen Glaubens. Mit der Erkenntnis der Naturwissenschaft, dass die Materie unseres Körpers in wenigen Jahren wieder vollständig in den Kreislauf der Natur zurückgegeben ist, ist eine solche Auferstehungsvorstellung nicht mehr haltbar.

Ein zweites Beispiel bezieht sich auf die Frage warum die Menschen so krass unterschiedliche Startbedingungen in das Leben haben. Während das eine Kind von beiden Eltern geliebt und gesund auf die Welt kommt, beginnt ein anderes Kind behindert und abgelehnt dieses irdische Leben. Auf die Frage nach diesem krassen Unterschied hat die heutige christliche Lehre keine Antwort, weil sie immer noch die Empfängnis als den Beginn eines individuellen Lebens ansieht. Die christliche Tradition kannte durchaus schon einmal die Vorstellung, dass jeder Mensch mit einer individuellen Vorgeschichte in das irdische Leben tritt. Diese Vorstellung wurde im Konzil von Konstantinopel 553 abgelehnt und ist seither dogmatisch verschlossen. Alle Nahtoderfahrene sind sich darin einig, dass sie aus einer ursprünglichen geistigen Heimat in das irdische Leben gekommen sind und auch nach dem Tod wieder dahin zurückkehren werden. In einigen wenigen Berichten von Nahtoderfahrenen lesen wir auch, dass sie sich bei einer Lebensrückschau in Existenzformen wiedergefunden haben die zudem ein früheres irdisches Leben nahelegen. So ist auch in diesem Punkte die christliche Lehre zu hinterfragen. Die Liste der Beispiele lässt sich noch lange fortsetzen.

Nun brauchen wir noch das Pendant zu Eben Alexander. Am Besten wäre ein Dogmatikprofessor mit einer entsprechenden Nahtoderfahrung, der analog zu Eben Alexanders Anhang B heutige Positionen der Schultheologie mit seiner Nahtoderfahrung kritisch vergleicht.

Claus Speer
Arbeitskreis Origenes
[...]
eMail: mail@origenes.de
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 16, 2014 8:10 PM MEST


Höllenfahrt Christi und Auferstehung der Toten: Ein verdrängter Zusammenhang
Höllenfahrt Christi und Auferstehung der Toten: Ein verdrängter Zusammenhang
von Felix Gietenbruch
  Broschiert

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kommentar des Arbeitskreises Origenes, 12. Dezember 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diesem Buch wünsche ich, dass jeder Theologe es liest. Dies ist durchaus kein bescheidener Wunsch, aber zu dem was uns der Autor mitzuteilen hat, ein angemessener. Von der ersten bis zur letzten Zeile spürt man den unbedingten Willen zur Wahrheit und das lässt den Autor Hürden nehmen, vor denen die meisten Theologen scheuen. Gietenbruch fragt sich selbst und auch den Leser was die seit Jahrhunderten unzählige Male wiederholten Worte über das Wirken von Jesus Christus nach seinem leiblichen Tod tatsächlich bedeuten: ...hinabgestiegen in das Reich des Todes; am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten". Im Buchtitel nimmt Felix Gietenbruch das Ergebnis fast schon vorweg: Es war eine Fahrt in die tatsächlich existierende Hölle. Diese drei Tage waren Gerichtstage, die für Bewohner dunkler Welten und für die Menschen einen Auferstehungsprozess einleiteten an dessen Ende alle wieder in das göttliche Licht zurückgeführt sein werden - dem Licht das die ursprüngliche Heimat aller ist. Die Sicherheit mit der Gietenbruch uns dies vermitteln kann, speist sich aus einer weitaus größeren Zahl von Quellen als Theologen gewohnt sind einzubeziehen. Die mystischen Erfahrungen von Menschen mit einer Nahtodeserfahrung und Erkenntnisse aus dem Bereich der Parapsychologie stellt Gietenbruch neben die vielen, sich teilweise widersprechenden Vorstellungen wie sie von der Ost- und Westkirche im Laufe der zwanzig Jahrhunderte entwickelt wurden. Das Ergebnis fällt eindeutig aus: Die Lehre des Origenes aus dem 3. Jahrhundert deckt sich mit den Erfahrungen der heutigen Mystiker. Bei dieser Eindeutigkeit fragt sich der Leser beim Studium des Buches, warum denn dies nicht schon längst Allgemeingut christlicher Theologie geworden ist. Am Ende der Lektüre versteht man dann aber die hausgemachten Hürden, die sich die christliche Theologie im Laufe der Geschichte unnötigerweise selbst gebaut hat. Auf der einen Seite der Skala steht die dogmatische Barriere von der Ablehnung der Allversöhnungslehre des Origenes durch das Konzil von Konstantinopel 553, und auf der anderen Seite die heutige Entmythologisierung der Theologie unter dem subtilen Einfluss der Naturwissenschaften mit ihrem reduktionistischen Denkansatz. Dies hat die Auswirkung, dass selbst Theologen nicht mehr an die reale Existenz jenseitiger höllischer Bereiche glauben können.

Dem Aufruf des Autors, den verdrängten Zusammenhang wieder neu als Wahrheit zu erkennen, wünschen wir größtmögliches Gehör, damit die erkennbar vermehrte spirituelle Suche junger Menschen nicht an den etablierten Kirchen vorbeigehen wird.

Claus Speer
Arbeitskreis Origenes
[...]


Nahtod und Transzendenz: Eine Annäherung aus Wissenschaft und Erfahrung. Tagungsbeiträge 2007
Nahtod und Transzendenz: Eine Annäherung aus Wissenschaft und Erfahrung. Tagungsbeiträge 2007
von Alois Serwaty
  Broschiert
Preis: EUR 15,00

21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausgewogenes Verhältnis von eigener Betroffenheit und wissenschaflicher Reflexion, 29. Januar 2009
Das vorliegende Buch "Nahtod und Transzendenz" beinhaltet die Vorträge einer Tagung die 2007 in Freckenhorst bei Münster/Westfalen stattfand. Der Untertitel des Buches "Eine Annäherung aus Wissenschaft und Erfahrung" zeigt die Zielsetzung des Buches. Von ihren Nahtoderfahrungen berichten drei Betroffene. Christine Stein hatte mit 19 Jahren nach einem schweren Verkehrsunfall eine Nahtoderfahrung, bei der sie ihre verstorbenen Großeltern in einer harmonischen Welt begegnete. Sabine Mehne, die während einer schweren Erkrankung eine Nahtoderfahrung hatte, beschreibt den tiefgreifenden Veränderungsprozess in ihrem weiteren Leben. Alois Serwaty sah seinen Körper während einer Herzkatheteruntersuchung von außen. Er konnte sogar Einzelheiten des Operationssaales beschreiben, die er auf normalem Wege nicht wissen konnte. In einem gesonderten Kapitel werden noch acht weitere Erfahrungsberichte vorgestellt.
Neben den Berichten derer, die selbst eine Nahtoderfahrung erlebten, kommt auch die Wissenschaft zu Wort. Der Philosoph und Theologe Dr. Joachim Nicolay geht den Fragen nach, welches Transzendenzverständnis aus diesen Erfahrungen spricht und welche ethischen Impulse wir darin finden, allen voran die Frage "Was hast du aus deinem Leben gemacht?".

Die Berliner Psychotherapeutin Mona-Elisa Sy betreut Menschen nach einer Nahtoderfahrung. Sie zieht Parallelen zwischen Nahtoderfahrungen und den Meditationserfahrungen östlicher Religionen. Die Schweizer Nahtodforscherin Evelyn Elsaesser-Valerino verweist auf den Trost, der für Kranke und Hinterbliebene aus Nahtoderfahrungen fließt. Der Mediziner Prof. Dr. Walter von Laak beschäftigt sich mit den medizinischen, psychologischen oder auch parapsychologischen Modellen, die bisher zum Phänomen der Nahtoderfahrungen entwickelt wurden. Er kommt zu dem Schluss, dass keine der Theorien ausreicht um Nahtoderfahrungen zu erklären.
Ein empfehlenswertes Buch für alle, die sich mit den verschiedenen Aspekten der Nahtoderfahrungen beschäftigen wollen.


Der Engelreigen: Antwort auf viele Fragen
Der Engelreigen: Antwort auf viele Fragen
von Rudolf Passian
  Gebundene Ausgabe

22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Engel sind anders, 14. März 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer das Buch in Händen hält und die süße kleine Daniela auf dem Einband betrachtet, dem kommt beim Lesen des Buchtitels „Engelreigen" vermutlich spontan ein Bild in den Sinn wie Kinderseelen mit elfengleichen Wesen tanzen. Wer das Buch aufschlägt, wird aber sogleich die Frage vorfinden, ob Engel nicht irgendwie anders sind - anders als nur mythologische Wesen. Rudolf Passian, von Haus aus Parapsychologe und erfahrener Autor grenzwissenschaftlicher Bücher, führt den Leser in seiner unnachahmlich eindrücklichen Weise in diese andere Realität ein. In früheren Zeiten, als die Menschen noch mehr davon wussten, hätte man ein solches Buch nicht schreiben müssen. Heutzutage aber, wo die Naturwissenschaften davon ausgehen, dass Geist sich ausschließlich aus den Gehirnfunktionen erklären lässt, ist das anders. Trotzdem, so hat eine Umfrage aus dem Jahre 1995 ergeben, steigt in Deutschland der Glaube an Engel beständig an. Jeder zweite glaubt inzwischen an deren Existenz. Warum die Wissenschaft so blind bleibt, erklärt sich relativ einfach. Das Eintreten einer Engelerfahrung ist vom Menschen weder kontrollierbar noch gar im Labor erzwingbar. Die Wissenschaft hat keine Möglichkeit zu einer beherrschbaren experimentellen Überprüfung. Nur wer die Lauterkeit von Betroffenen schon selbst erlebt hat, der kann die schier unglaublichen Berichte als Wirklichkeit akzeptieren.
Wir lernen aus den vielen vorgestellten Berichten, dass wir unterscheiden müssen zwischen dem Wirken verstorbener Menschen und dem echter Engel. Wir erfahren, dass jeder einen Schutzengel hat, der uns durch das ganze Leben und auch noch nach dem Tod weiter begleitet. Wir erfahren, dass wir uns jeden Tag viele Male zu Gutem oder Bösem entscheiden und wir damit, ohne es zu meist wissen, an unserem Schicksal stricken. Wir erfahren von Engeln, die über den Lebensplan von Familien, Völker und Landschaften wachen und von Widersachern die die göttliche Ordnung stören wollen.
Der Autor zeigt uns ein neues christliches Weltbild auf, das genau genommen ein uraltes ist, aber heute nicht mehr wahrgenommen wird. Ein Grund dazu ist der Glaube der Kirche(n), die Offenbarung hätte mit den Jüngern geendet, obwohl von Christus die Worte überliefert sind, er habe uns noch viel zu sagen, was aber seine Zuhörer noch nicht fassen könnten und zur gegebenen Zeit der Geist uns in alle Wahrheiten einführen würde.
Unter uns leben unauffällig die Menschen, die jeweils ein kleineres oder größeres Puzzleteil dieser Offenbarung in sich tragen oder es vermitteln dürfen: Menschen mit einer Nahtodeserfahrung, Hellsichtige, Medien. Jeder hat die Freiheit und Möglichkeit das Puzzle zusammenzusetzen. In jeder Zeile des Buches spürt man, wie sehr dem Autor am Herzen liegt, dass dies jedem Leser gelingen möge.
Was dem Buch noch gut getan hätte, wäre ein Literaturverzeichnis aller in den Fußnoten aufgeführten Bücher.


Origenes: Eine Einführung in Leben und Denken
Origenes: Eine Einführung in Leben und Denken
von Christiana Reemts
  Broschiert
Preis: EUR 14,80

20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Origenes - ein begeisternder Christ, 14. März 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es ist erfreulich dieses Buch zu lesen. Die Begeisterung der Autorin für Origenes wirkt ansteckend, denn Origenes selbst war ein begeisterter und auch heute noch begeisternder Christ. Beim Lesen spürt man nicht nur die profunden historischen Kenntnisse der Autorin und ihr eigenes Ringen um Wahrheit sondern auch ihre Begeisterung für diesen großen Theologen des frühen Christentums, vielleicht sogar des größten, den die Kirche je hatte.
Das Buch hat zwei Teile. Im ersten wird die Lebensgeschichte des Origenes erzählt. Es wird berichtet von seiner Jugend in Alexandrien Ende des 2.Jahrhundert, der Einbruch als sein Vater, ein bekennender Christ, der Christenverfolgung zum Opfer fällt. Der Leser spürt geradezu den schier grenzenlosen Bildungsdrang des Origenes, wie er zeitlebens Lehrer und Schüler zugleich sein wollte. Wir erleben die Dankbarkeit derer, die seine Schüler sein durften und wie er unter seinen Zeitgenossen zur Autorität schlechthin in Fragen des christlichen Glaubens wurde. Wir erleben aber auch mit, wie seine visionären Gedankenausflüge anderen zu weit gingen. Besonders seine Vorstellung erregte Unmut, dass durch die Erlösungstat Christi alle gefallenen Wesen, also auch die schlimmsten Höllenbewohner wieder zu Gott zurückgeführt werden. Der Leser erlebt mit, wie sich das Verhältnis Origenes zu seinem Bischof verschlechterte und er schließlich nach Cäsarea zog, wo er hochwillkommen war und dort seine produktive Arbeit fortsetzen konnte. Schließlich muss der Leser miterleben wie Origenes selbst von einer neu einsetzenden Welle der Christenverfolgung erfasst wird. Nach seiner Freilassung stirbt schließlich Origenes bald an den Folgen der Folterungen ohne weitere Schriften hinterlassen zu haben.
Die Autorin hat es geschickt verstanden die Lebensgeschichte Origenes mit dessen Gedanken anzureichern und so entsteht im Leser ein deutliches Bild dieser kraftvollen Persönlichkeit.
Im zweiten Teil des Buches möchte die Autorin dem Leser die Theologie des Origenes auch einem Nichttheologen näher bringen und greift dabei auf die in der Antike beliebte Form des Dialoges zurück. In 9 Gesprächen erklärt Origenes einem Mensch von heute, einem Schüler von damals und einem Freund seine Theologie. Der Leser muss allerdings in diesen Dialogen auf eine Darlegung der umstrittenen Aussagen von Origenes verzichten. Gedanken wie "Der Grund für die Existenz der materiellen Welt liegt in einem Sündenfall der reinen Geister" oder das oben erwähnte Thema "Durch die Erlösungstat Christi werden alle gefallenen Wesen, also auch die schlimmsten Höllenbewohner zu Gott zurückgeführt werden" hat die Autorin nicht in die Dialoge einbezogen. Zumindest gestreift wurde das Thema "Auch Menschen sind gefallene Engel" das wiederum mit dem Thema der "Präexistenz und Wiedergeburt" eng zusammenhängt.
Dem Buch tut dieses Nicht-Einbeziehen der visionären Origenesaussagen einen gewissen Abbruch. Man sollte aber dabei wissen, dass diese umstrittenen Gedanken des Origenes in seinem Werk "peri archon" stehen, das im Original nicht mehr vorhanden ist. Die Textrekonstruktion konnte nicht immer die vielleicht ursprünglich klaren und nachvollziehbaren Gedankengänge wieder hervortreten lassen, so dass eine Darlegung durch die Autorin notwendigerweise ein gut Teil subjektive Spekulation beinhalten müsste.
So sehr uns die Autorin Origenes als Person näher bringen kann, so kann sein wirkliches Denken nicht umfassend erschlossen werden, nicht nur wegen der erwähnten Quellenlage, sondern vielleicht auch weil er seiner damaligen und selbst unserer heutigen Zeit schon weit voraus war.


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