Profil für Herr_von_Bödefeld > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Herr_von_Bödefeld
Top-Rezensenten Rang: 30.724
Hilfreiche Bewertungen: 47

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Herr_von_Bödefeld (Unterfranken)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4
pixel
Schweinskopf al dente: Ein Provinzkrimi
Schweinskopf al dente: Ein Provinzkrimi
von Rita Falk
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,90

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lustige Szenen, 10. Februar 2012
Das Buch ist kein Krimi. Eher ein Buch voller Episoden aus dem Leben Franz Eberhofers. Schlecht ist das nicht. Natürlich muss man einen Sinn für den speziellen Humor des Buches haben. Wenn aber dies der Fall ist, dann macht es Spaß das Buch zu lesen. Aber eben nicht als Krimi. Denn für eine solche Titulierung fehlt selbst mir der Humor.

Da muss die Autorin aufpassen. In den ersten beiden Bänden konnte noch eine Krimihandlung ausgemacht werden, die die skurrilen Erlebnisse der Hauptpersonen wie eine Klammer zusammen gehalten hat. Das fehlt in diesem Buch, so dass die Gefahr besteht, dass alles nur noch in eine Aneinanderreihung von Situationen zerfällt, von denen die Autorin glaubt, sie könnten auch noch lustig sein und ein Schenkelklopfen hervorrufen.

Deswegen bitte wieder mehr Krimi, sonst ist es, so fürchte ich, bald mit dem Erfolg der Buchreihe vorbei...

Von mir drei Sterne.

Kill Whitey
Kill Whitey
von Brian Keene
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Clou, 25. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Kill Whitey (Gebundene Ausgabe)
Larry Gibson sehnt sich nach Abwechslung in seinem eintönigen Alltag als Lagerarbeiter. Als er Sondra kennenlernt, eine Stripperin, wird sein Leben schlagartig aufregend ... zu aufregend. Von einem Tag auf den anderen sterben seine Freunde, und er ist auf der Flucht vor der Polizei, der russischen Mafia und einem scheinbar unbesiegbaren Wahnsinnigen. Will Larry überleben, muss er einen Weg finden, Whitey zu töten....

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive aus der Nachschau erzählt. Normalerweise eine interessante Perspektive, hier aber ein Problem. Die Spannung leidet nämlich darunter. Was wäre, wenn die Geschichte von David und Goliath auf diese Weise erzählt worden wäre? Wo bliebe da die Überraschung? Klar ist also von Anfang an, wie das ganze ausgehen wird. Also wartet man beim Lesen auf eine Wendung, auf einen Clou, der dem Geschehen zumindest einen überraschenden Ausgang verleiht. Aber leider fehlt der Clou. Es werden zwar mystische Andeutungen gemacht, auch ist das Schicksal einzelner Personen bleibt ungeklärt, aber mehr erfährt man leider nicht. Ein interessanter Dreh, das wäre es gewesen, denkt man sich.

Zweifellos ist der Autor einer der Besseren. Seine Variationen über das Zombie-Thema sind den Fans schon lange als Leckerbissen bekannt. Aber vorliegend scheint das alles nicht so geklappt zu haben. Man kann sich vorstellen, dass es sich bei dem Buch inhaltlich mehr um ein Gedankenspiel des Autors (wie wäre es, wenn man mal einen nur äußerst schwer zu tötenden Wahnsinnigen auf die Menschheit loslässt...") als um einen ausreichenden Romanstoff handelt. Als Kurzgeschichte ist es wohl zu lang und als Roman etwas zu kurz (s.o.). Das scheint den im Verlag Verantwortlichen aber such schon aufgefallen zu sein. Denn aus welchem Grunde muss dem Roman ein Vorwort vorangesetzt werden, in dem der Romanautor über den grünen Klee gelobt wird? Im Übrigen wäre das gar nicht nötig gewesen, denn Keene ist ja einer der besten seines Faches. Wohingegen ein Roman zunächst erst mal für sich selbst sprechen sollte.

Wenn man aber auf viel Blut und Gemetzel steht und sich weiter keine Gedanken machen will, dann ist der Roman sicher als gut zu bezeichnen. Tut man das nicht, oder will zumindest daneben noch etwas Handlung, dann bleiben nur noch übrig zwei Sterne zu vergeben.

Runen: Thriller
Runen: Thriller
von Elias Snæland Jònsson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen US-Fernsehkrimi, 23. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Runen: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Nazi-Gold, Wunderwaffen, geheimnisvolle Runen, ein verschwundenes U-Boot....und mittendrin eine naive Traumfrau, die sich redlich bemüht das Rätsel zu lösen. Ich gebe zu, ich habe zum Schluss nicht mehr so ganz verstanden um was es eigentlich in dem Buch ging.

Die wunderschöne Melkorka stolpert geradezu hinein in eine Art Verschwörung an der verschiedene Parteien beteiligt zu sein scheinen. Dabei handelt sie so naiv und treuherzig, dass es manchmal beim Lesen wehtut. Dann hat sie aber wieder so viel unwahrscheinliches Glück, dass man sich in einen US-Fernsehfilm versetzt sieht, in dem schöne Frauen böse Schurken zur Strecke bringen.

Als deutscher Leser ist man ja aus nachvollziehbaren Gründen immer dann etwas sensibilisiert wenn es um die Nazi-Vergangenheit geht. Da fällt einem dann schon der etwas naive Umgang mit der Geschichte auf. Man kann leicht den Eindruck gewinnen, dass die Mitgliedschaft in einer Terrorvereinigung, die so viele Verbrechen begangen hat, verharmlost wird. Denn aus welchem Grunde man in der SS auch Mitglied war, eine Bande von Verbrechern war es dennoch.

Jedenfalls haben die Nazis Gold versteckt, eine Waffe gesucht oder ein Attentat geplant, was auch immer. Melkorka findet etwas heraus und dann ist der Roman auch schon rum. Das Thema der Runen ist interessant, aber dient hier wohl nur als Beiwerk. Schade ist auch, dass man in dem Buch nicht erfährt, ob diese Nazi-Machenschaften in Island auf wahren Begebenheiten beruhen. Man hätte wenigstens hier noch etwas lernen können, so aberhat man das Buch nach zehn Minuten wieder vergessen.

Von mir 2 Sterne.

Adrenalin: Joe O'Loughlins 1. Fall
Adrenalin: Joe O'Loughlins 1. Fall
von Michael Robotham
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Psychologe auf Abwegen, 20. Januar 2012
Nach dem Fund einer Frauenleiche neben dem Grand Union Kanal wird Professor Joe O'Loughlin, einer der bekanntesten Psychotherapeuten Londons, von Detective Inspector Vincent Ruiz um Hilfe gebeten. Er soll sich die Leiche ansehen und ihm seine Eindrücke vermitteln. Bei der Frau handelt es sich jedoch nicht wie zunächst angenommen um eine Prostituierte, sondern um eine Krankenschwester aus Liverpool, die bei einem Bewerbungsgespräch vorsprechen wollte. Da das Bewerbungsgespräch bei O'Loughlin selbst erfolgen sollte und dieser zunächst verschweigt, dass er die junge Frau namens Catherine McBride von seiner früheren Tätigkeit als Arzt in Liverpool kennt, wird Ruiz misstrauisch.

Während die Ermittlungen nicht so recht voran kommen, entdeckt O'Loughlin bei seinem Patienten Bobby Moran, dass dieser Gewaltphantasien hegt, die den Verletzungen welche Catherine vor ihrem Tod zugefügt wurden auffallend ähneln. Immer mehr glaubt der Psychologe, dass sein Patient der Mörder sein könnte, doch nachdem er Ruiz einen entsprechenden Hinweis gibt, droht auf einmal O'Loughlins Leben völlig zusammen zu brechen. Es gibt nämlich keinen Bobby Moran. Stattdessen entdeckt Ruiz eine alte Anzeige von Catherine, die damals in Liverpool O'Loughlin der sexuellen Belästigung beschuldigte. Dass O'Loughlin für die Tatnacht zudem kein Alibi angibt, macht die Sache für ihn auch nicht besser. Nach einigen Tagen in Haft wird O'Loughlin freigelassen und versucht nun aus eigener Kraft, den Mörder zu finden. Aber Ruiz, der von seiner Schuld überzeugt ist, bleibt ihm auf den Fersen...

Der Roman beginnt recht flott. Man lernt die Familie von OŽLoughlin kennen und kommt sehr gut in die Geschichte hinein. Da gibt es keinen Unterschied zu vielen anderen Thrillern. Neu ist aber, dass man es hier mit einem Psychologen zu tun hat, der nicht nur mit den Neurosen seiner Patienten zu kämpfen hat, sondern auch mit sich selbst. Er leidet nämlich unter Parkinson. Gut beschrieben wird durchgehend durch den gesamten Roman, wie sich seine Krankheit auf sein Leben und auf jede seiner Handlungen physisch, aber auch psychisch auswirkt. So begeht er als er seine Diagnose erfährt voller Verzweiflung einen verhängnisvollen Fehler. Dem Autor geling es dieses menschliche Drama authentisch und nachvollziehbar zu beschreiben. Man fühlt mit den Hauptpersonen mit und kann alle Betroffenen verstehen.

Schließlich wird eine Leiche gefunden und natürlich dauert es nicht lange bis eine Verbindung zu OŽLoughlin hergestellt ist. Der zunächst rasante Roman wird jetzt deutlich langsamer. Während der Lektüre kann es passieren, dass man kurz aus den Augen verliert über was es jetzt eigentlich noch geht. Denn im Mittelteil des Romans wird hauptsächlich gesprochen und erzählt. Jeder redet mit jedem und arbeitet dies und das auf. Das ist teilweise nur interessant und für die Spannung nicht gerade förderlich.

Dann aber nimmt der Roman wieder an Fahrt auf. Die Spannung steigt wieder, weil nunmehr viel mehr Bewegung in die etwas festgefahrene Handlung kommt. Es scheint, dass die Polizei mit einem Male die Ermittlungen ernster zu nehmen scheint und die Schlinge um den Hals von OŽLoughlin langsam enger zieht. Aber insgesamt handelt die Polizei, allen voran Vincent Ruiz doch etwas träge und lustlos. Gegen Ende des Romans erreicht die Spannung dann ihren Höhepunkt und gipfelt im Finale.

Trotz einiger genannter Längen ist der Roman empfehlenswert. Und da es der erste Roman einer Reihe um den Psychologen OŽLoughlin ist, ist noch viel Zeit für eine Steigerung.

Von mir 4 Sterne.

Gefrorene Seelen
Gefrorene Seelen
von Giles Blunt
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine handfeste Sache, 20. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Gefrorene Seelen (Taschenbuch)
Detective John Cardinal hat es nicht leicht. Er lebt in dem verschlafenen Nest Algonquin Bay, dort wo der kanadische Winter gerade alles im Schnee versinken lässt und der See so dick zugefroren ist, dass sogar Bulldozer darauf fahren können.

Seine Frau befindet sich in der Psychiatrie, seine Tochter absolviert ihr Kunststudium an der amerikanischen Eliteuniversität Yale und er selbst muss damit leben, sich im Dienst unredlich bereichert zu haben, um das alles zu finanzieren.

Weil die Unregelmäßigkeiten auch bei der Polizei aufgefallen sind, gibt man ihm eine interne Ermittlerin zur Seite. Die attraktive Beamtin Lisa Delorme soll in seiner Vergangenheit schnüffeln und nebenher mit ihm an seinen Fällen arbeiten. Und hier kommt es gerade knüppeldick, denn in einem alten Minenschacht auf einer Insel wird die Leiche der dreizehnjährigen Katie Pine gefunden, die brutal verstümmelt in einem Eisblock eingefroren ist.
Und der Täter mordet weiter. Cardinal und Delorme suchen verzweifelt nach dem Killer und gerade jetzt verschwindet ein weiterer Jugendlicher spurlos aus einer Bar in Algonquin Bay...

Ein handfester Polizeithriller um einen Serienmörder. Die einzelnen Figuren sind sehr gut gezeichnet und handeln vor allem nachvollziehbar. Die dargestellten Abläufe innerhalb der kanadischen Polizei erscheinen zumindest korrekt dargestellt. Es macht auch Spaß über die verschiedenen kleinen Streitigkeiten und Nicklichkeiten vor allem mit dem Mounties zu lesen.

Gut ist auch die Darstellung von Detective Cardinal, der sich aus Liebe hat korrumpieren lassen und jetzt schwer daran zu tragen hat. Seine Gewissensbisse und Selbstzweifel werden gut dargestellt, ebenso wie sein ständiges Bemühen doch ein guter Polizist zu sein.

Sicherlich sind einige Gewaltszenen für den einen oder anderen etwas zu drastisch beschrieben, aber im Vergleich zu anderen Romanen hält es sich noch in Grenzen.

Man merkt dem Roman allerdings doch an, dass er schon etwas älter ist. Die Technik hat sich doch weiter entwickelt. Tonbandkassetten und piepsende Modems gehören wohl nicht mehr ganz zum technischen Standard. Aber das stört nur am Rande und weckt eher nostalgische Gefühle.

Der Roman ist für jeden Thriller-Fan absolut zu empfehlen und der Auftakt zu einer hoffentlich sehr guten Serie um John Cardinal.

Von mir 4,5 Punkte.

Unitec 77032 Innen-/Außenthermometer mit Digitalanzeige
Unitec 77032 Innen-/Außenthermometer mit Digitalanzeige
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Gut, 19. Januar 2012
Das Gerät tut genau das, für was es gedacht ist. Es misst die Temperatur präzise und ist vor allem schnell, wenn sie sinkt oder steigt. Zu Bemängeln ist nur, dass das Thermometer etwas schwierig zu befestigen ist. Aber trotzdem absolut empfehlenswert.

4 Sterne von mir

Kältestarre: 13 Krimis aus Franken zum Frösteln
Kältestarre: 13 Krimis aus Franken zum Frösteln
von Tommie Goerz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schön, 17. Januar 2012
Eine schöne Sammlung von spannenden Kurzgeschichten aus Franken. Qualitativ befinden sie sich ungefähr auf einem Niveau, das aber durchaus als hoch anzusehen ist. Natürlich gibt es den einen oder anderen Ausreißer nach unten (man sollte ab der zweiten Geschichte lesen), aber das ist bei solchen Sammlungen schon normal. Da sollen wohl schwächere zwischen besseren Geschichten versteckt werden.

Erfreulich ist auch, dass die Sammlung nicht als Weihnachtskrimisammlung" bezeichnet wurde um das Weihnachtsgeschäft mitzunehmen. Denn sämtliche Beiträge sind zwar in der dunklen Jahreszeit angesiedelt, haben aber mit Weihnachten höchstens am Rande etwas zu tun. Hier ist es wirklich gelungen eine schöne abgerundete Sammlung von Kurzgeschichten zusammenzutragen, die besser ist, als so manchem mit bekannteren Schriftstellern. Absolut lesenswert, auch für Nichtfranken.

4,5 Sterne

Das Blut: Roman
Das Blut: Roman
von Guillermo Del Toro
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Action, 16. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Blut: Roman (Taschenbuch)
Action, Action, Action. Um etwas anderes geht es bei dem Buch nicht. Klar besteht auch dieser Teil der Trilogie wieder aus Versatzstücken bekannter Vampirromane- und Filme. Von Dracula" bis Blade" ist alles dabei. Aber diese Melange macht ja auch den Reiz aus. Vergleichbar mit einem Eintopf. Sämtliche Zutaten sind geschmacklich bekannt, aber das Zusammenspiel erst gibt den Kick. Unter diesen Voraussetzungen sollte man das Buch lesen. Übertriebene Erwartungen vergessen und einfach das Schlachten der Vampire genießen.

Nun soll aber auch ein neuer wissenschaftlicher Ansatz für das Vampirentstehen und deren Beseitigung dargestellt werden. Das führt dann schon zu etwas skurrilen Aussagen. So sind z. B. Knoblauch und Weihwasser zur Bekämpfung von Vampiren gänzlich ungeeignet, ja sogar pseudo-wissenschaftlich" und nur was für Naivlinge. Dass aber Vampire fließendes Wasser nicht überqueren können, ist scheinbar wissenschaftlicher Standard. Vampire sind aber auch schlau. Wenn sie nicht drüber können, dann gehen sie halt untendurch durch die U-Bahn-Schächte. Das war mal eine erheiternde Note im ernsten Weltuntergangsszenario.

4 Sterne

Still Missing - Kein Entkommen: Thriller
Still Missing - Kein Entkommen: Thriller
von Chevy Stevens
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nichts für Zartbesaitete, 16. Januar 2012
Annie findet sich in einem Albtraum wieder: Nachdem sie einem Psychopathen bei einer Open-House-Besichtigung nur kurz den Rücken zugewandt hatte, war sie auch schon überwältigt, betäubt und verschleppt worden. Sie wacht in einer Holzhütte auf, die Schränke allesamt verschlossen, die Fensterläden ebenfalls. Ihr Entführer stellt Regeln auf, die nach seinem Zeitplan penibel eingehalten werden müssen. Hält Annie sich daran, wird sie belohnt, widersetzt sie sich, wird sie körperlich brutal bestraft. In etwa ein Jahr dauert Annies persönliche Hölle. Dann gelingt es ihr den Psycho umzubringen und zu entkommen.

Wieder zurück in Clayton Falls ist Annie völlig traumatisiert. Sie löst sich nur langsam von den Regeln, nach denen sie in Gefangenschaft leben musste. Nach mehreren gescheiterten Versuchen, macht sie nun endlich eine Therapie um ihr Leben wieder zurückzugewinnen. Es gilt noch die Identität des Täters aufzuklären, dabei hilft ihr der Polizist Gary, der auch an den Ermittlungen in ihrem eigentlichen Entführungsfall beteiligt war...

Die Hauptperson Annie erzählt die Geschichte ihrer Therapeutin als zusammenhängender Monolog aus der Ich-Perspektive. Ich hatte zunächst meine Zweifel, ob das gut gehen kann. Ich gehe davon aus, dass die Autorin die geschilderten Ereignisse nicht selbst erlebt hat. Bei der Ich-Perspektive ist es aber wichtig, dass die Gefühle und das Denken der beschreibenden Person möglichst realistisch und nachvollziehbar geschildert werden.

Der Autorin ist dies gut gelungen. So gut, dass man sich in Annies Leid so hineinversetzen kann und manchmal gar nicht mehr weiter lesen mag. Dann tröstet aber wieder, dass man ja weiß, dass sie auf jeden Fall überleben wird.
Überhaupt ist das Buch sehr spannend geschrieben. Es ist zwar klar, dass hinter der Entführung noch mehr stecken muss, als das offensichtliche. Aber die Auflösung ist fast genauso erschütternd wie die Entführung. Hier ist es der Autorin leider nicht mehr ganz so gut gelungen, Annies Stimmungslage realistisch darzustellen. Kaum ein Mensch wir dies alles zusammen genommen so wegstecken können.

Als Fazit bleibt, dass man es hier mit einem äußerst spannenden Buch zu tun hat, das absolut lesenswert ist. Zartere Gemüter, sollten es aber besser meiden, da es auch sehr erschütternde Szenen enthält.

4 Sterne

Die Opferstätte: Roman
Die Opferstätte: Roman
von Patrick Dunne
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 4,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die ??? und die Opferstätte, 10. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Opferstätte: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich interessierte sich die Archäologin Illaun Bowe nur für die Geschichte eines Unglück bringenden christlichen Kreuzes, das auf einer heidnischen Opferstätte errichtet wurde. Aber da entdeckt sie am Strand des irischen Städtchens Kilkee die Überreste eines Mordopfers...

Plötzlich befindet sie sich mitten in einer Jahre alten Verschwörung des Schweigens. Ging es bei dem Mord wirklich nur um ein riesiges Immobiliengeschäft, das vor Jahren auf dubiose Weise zustande kam, oder steckt mehr dahinter?
Schließlich wurden die Häuser auf einer uralten Kultstätte errichtet. Da begehen die Verschwörer einen weiteren Mord...

Als ich ein Kind war, war ich ein sehr großer Fan der ??? - Serie. Diese Kinderkrimis waren (und sind) ja so aufgebaut, dass es immer z.B. einen möglichst gruseligen Schauplatz gibt, z. B. eine Teufelsinsel oder ein Geisterschloss, gibt. Dort geschehen dann rätselhafte und scheinbar gruselige Dinge, die aber in Wirklichkeit gar nicht so rätselhaft und gruselig sind. Vielmehr nutzten gewiefte Verbrecher die Angst der Menschen aus um in Ruhe ihren Aktivitäten nachgehen zu können. Das waren z. B. Schmuggel oder Diebstahl. Natürlich wurde dies bald durch die ??? aufgedeckt und die bösen Männer der Gerechtigkeit zugeführt.

Bei der Lektüre des Buches Die Opferstätte" habe ich mich sofort in meine Kinderzeit zurückversetzt gefühlt und an die gute alte Zeit der ???-Bücher und -Hörspiele gedacht. In dem beschriebenen Küstenstädtchen treiben einige Schurken ihr Unwesen, bis sie von der Hauptperson zur Strecke gebracht werden. Da geht es um krumme Immobiliengeschäfte, um verbotenen Hummerfang, um Drogenhandel und natürlich auch um Mord. Ist ja dann doch kein ???-Roman. Aber zumindest ähnlich spannend.

Liest man das Buch unter den genannten Voraussetzungen, dann ist es gut. Geht man da aber ernsthaft ran, dann ist es mangelhaft. Viel zu viel auf einmal wird da gewollt, viel zu offensichtlich ist die Auflösung. Ich denke der Autor hat nicht so recht gewusst, was er wollte als er das Buch schrieb. Leider merkt man das beim Lesen. Vielleicht dachte er, das Buch entwickelt sich von selbst....wer weiß? Justus Jonas hätte es gewusst...

2 Sterne

Seite: 1 | 2 | 3 | 4