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Liesa T.

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Der Duft der Wildrose: Roman
Der Duft der Wildrose: Roman
von Constanze Wilken
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Der Duft der Wildrose (Constanze Wilken), 23. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Duft der Wildrose: Roman (Taschenbuch)
Goldmann Verlag

Die Autorin

Constanze Wilken wurde 1968 in St. Peter-Ording geboren, wo sie auch noch heute lebt. Sie studierte unterdessen Kunstgeschichte, Politologie und Literaturwissenschaften in Kiel und promovierte in Wales. Als Autorin ist sie derzeit mit Frauen- wie auch historischen Romanen erfolgreich.

Der Duft der Wildrose

Als ihre Tante Birdie stark krank wird, muss Caitlin nach Wales reisen, um ihren Porzellanladen zunächst weiter zu führen. Dort lernt sie allerhand Bekannte ihrer Tante kennen, auch den attraktiven Ranger Jake. Mit ihm versteht sie sich auf Anhieb. Als es ihrer Tante schlechter geht, wird Cait mit den Schatten ihrer Vergangenheit konfrontiert, denn Birdie erzählt während ihres Krankenhausaufenthaltes über ein dunkles Familiengeheimnis. Auch Jake hat ein paar Probleme und ist einem Verbrechen im Snowdonia Nationalpark auf der Spur. Und plötzlich drohen sich die Ereignisse zu überstürzen.

Fazit

Ein unterhaltsamer Roman, der mir einige amüsante und spannende Stunden beschert hat. Cait und Birdie sind zwei angenehme Protagonistinnen und auch Jake schließt man als Leser schnell ins Herz. Weniger sympathisch erscheinen da Sean und auch Caitlins Schwester Jessica, die sich nicht wirklich um ihre Tante Birdie zu kümmern scheint. Diese liegt nun nach einer Herzoperation im Krankenhaus und es geht ihr mal besser und mal schlecht. Es liegt ihr jedoch noch eine alte Familiengeschichte auf dem Herzen, die mit ihrer Schwester Anne, der Mutter von Cait und Jessica, zusammenhängt. Diese möchte sie angesichts der Umstände noch loswerden und erzählt ihrer Nichte immer ein bisschen mehr.

Daher ist der Roman auch in einzelne Handlungsstränge aus Gegenwart und Vergangenheit konzipiert und man springt als Leser zwischen den Zeiten hin und her. Das hat zur Folge, dass man die Familie von Cait und Birdie besser kennen lernt und auch die Zusammenhänge begreift. Einige Kapitel sind zudem aus der Sicht Jakes, der einem Verbrechen auf der Spur zu sein scheint, geschrieben, was ich auch sehr erfrischend fand.

Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist ebenfalls sehr ansprechend, sodass ich das Büchlein innerhalb eines Abends durchgeschmökert hatte. Besonders gut gefallen haben mir die Landschaftsbeschreibungen der wunderschönen Umgebung. Die malerischen Berge, Gipfel und Wiesen, wie sie beschrieben werden, laden geradezu zu langen Wanderungen durch die Natur ein. Leider überschattet ein Unfall die ganze Idylle. In der Mitte des Romans musste ich mich ein paar Mal zwingen weiter zu lesen, da ich ein bisschen das Gefühl hatte, die Handlung würde stagnieren. Zwar ging es weiterhin um Caits Familie und Birdie, allerdings fand ich Jakes Bemühungen zur Aufklärung des Unfalls ein wenig anstrengend. Es gab zahlreiche Verdächtigungen, wobei ich fand, dass die Täter eigentlich auf der Hand lagen.

Trotzdem ein spannendes und interessantes Buch, welches den Leser zum Weiterlesen animiert und durch seine malerischen Landschaftsbeschreibungen besticht.

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Korallenfeuer
Korallenfeuer
von Isabel Beto
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Korallenfeuer (Isabel Beto), 20. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Korallenfeuer (Taschenbuch)
Rowohlt Verlag

Die Autorin

Isabel Beto arbeitete als Malerin bevor sie begann Bücher zu schreiben. Sie liebt es, in ihre Geschichten und Bilder einzutauchen und so fremde und vor allem exotische Welten erleben zu können. Im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen bereits Die Bucht des grünen Mondes und An den Ufern des goldenen Flusses.

Korallenfeuer

Noelle ist Sklavin der wohlhabenden Familie Hodoul, in welcher sie einige Sonderstellungen genießt. Ganz im Gegensatz zu anderen Sklaven ihrer Zeit. Sie gehört durch ihre „milchkaffee“-farbene Haut weder zu den Weißen noch zu den Schwarzen, was sie des öfteren in Konflikte bringt. Als sich ihr Onkel, der ebenfalls Sklave ist, schwer verletzt, will sie nicht den ansässigen Arzt um Hilfe bitten, da dieser im Ruf steht zu trinken, sondern bittet den Schiffsarzt Thierry Carnot um Hilfe. Doch den jungen Franzosen umgibt ein tiefes Geheimnis, welches er niemandem zu offenbaren versucht. Doch Noelle entdeckt, dass Thierry viel mehr in ihr weckt, als sie zu hoffen glaubt und die beiden nähern sich immer mehr an. Auch der junge Arzt hat einen Narren an der schönen Sklavin gefressen. Aber Noelle ahnt nicht, was Thierry verbirgt und was ihn immer wieder dazu zwingt, ein Leben ohne seine Vergangenheit zu führen.

Fazit

Ein spannendes und emotionales Buch, welches vor allem durch die wunderbaren Landschaftsbeschreibungen der Seychelleninsel Mahé besticht. Unglaublich gern würde man als Leser selbst auf dieser Insel Urlaub machen und in einigen Szenen spürt man förmlich die Sonne und das Salz des Meeres auf der eigenen Haut. Besonders gut hat mir auch das Cover gefallen, welches die ganze Schönheit der Insel einfängt.

Die beiden Hauptprotagonisten Noelle und Thierry sind beide auf ihre Weise spannend und reisen den Leser mit. Das Geheimnis um Thierrys Person, welches er tunlichst zu verheimlichen sucht, führt den Spannungsbogen durch das gesamte Buch. Erst im letzten Teil wird den übrigen Protagonisten offenbart, was es mit ihm auf sich hat. Der Leser erfährt es schon zu Beginn, da das erste Kapitel in London 1790 mit seiner Geschichte beginnt. Die Angst, die Thierry ständig mit sich herumträgt, wird dem Leser nur zu oft deutlich vor Augen geführt.

Das Thema, welches sich durch das ganze Buch zieht, ist vor allem der grausame Umgang mit den Sklaven. Nicht nur, dass sie für das kleinste Vergehen bestraft werden, es sind vor allem die harten Strafen, welche dem Leser immer wieder ins Auge springen. Sogar Noelle, die sich nur verteidigen wollte, kommt in die Gefahr einer solchen Strafe zu erliegen. Sehr oft empfand ich es als ungerechtfertig und grausam. Auch die medizinischen Kenntnisse zu der Zeit beeindrucken sehr, denn mit den wenigsten Materialen gelingt es den Ärzten, unter größten Schmerzen seitens der Patienten, sogar Nierensteine zu entfernen. Der Autorin gelingt es, diese Strapazen sehr bildhaft darzustellen.

An einigen Stellen fand ich das Buch ein wenig langwierig und auch mit den vielen Protagonisten kam ich das ein oder andere Mal durcheinander. Trotzdem ein schönes Buch, welches sich zu lesen lohnt.
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Jersey Angel - Was ist schon ein Sommer?
Jersey Angel - Was ist schon ein Sommer?
von Beth Ann Bauman
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2.0 von 5 Sternen Jersey Angel – Was ist schon ein Sommer? (Beth Ann Baumann), 11. Juli 2014
Carlsen Verlag

Die Autorin

Beth Ann Baumann hat bisher drei Bücher veröffentlicht und gibt Schreibkurse an Universitäten in New York und Los Angeles. Sie lebt ebenfalls in New York, aber in ihrem Herzen wird sie immer ein Mädchen von der Jersey-Küste bleiben.

Jersey Angel

Inggy und Angel sind die besten Freunde. Doch im Gegensatz zu Inggy hat Angel weniger gute Noten und bisher auch keinen festen Freund, auch wenn Joey das anders sieht. Er will plötzlich mehr sein, als nur ein Abenteuer und Angel ist frustriert. Doch plötzlich möchte auch Inggys Freund Cork mit Angel immer mehr Zeit verbringen und sie beginnt mit dem Feuer zu spielen. Es sind ihre letzten großen Sommerferien und es soll der Sommer ihres Lebens werden.
Eine kurze Inhaltsangabe zu einem kurzen Buch…

Fazit

Ein Buch, welches kurzlebig, frisch, aber leider ohne Tiefgang daher kommt. Angel ist oberflächlich und der Leser hat schnell das Gefühl, dass sich in ihrem Leben alles nur um Sex, Jungs und Unabhängigkeit geht. Schnell stellt sie fest, dass dieses Leben auch recht einsam ist. Als sie ihre beste Freundin Inggy ohne mit der Wimper zu zucken hintergeht, wollte ich das Buch aus lauter Langeweile schon fast aus der Hand legen. Trotzdem ist die Geschichte irgendwie spannend geschrieben.

Schreib- und Erzählstil der Autorin sorgen für ein schnelles Vorankommen im Text und das Buch hatte ich an einem Abend durch. Viel ist auch nicht dazu, denn es hat nur 218 Seiten. Das hat eigentlich nichts zu bedeuten, denn ich habe auch schon wunderbare Bücher mit wenigen Seiten gelesen, aber diesem Buch fehlte es irgendwie an allem. Es gab keine richtige Handlung, außer, dass es um Angel geht, die ihr letztes Schuljahr und ihren letzten Sommer in der Highschool erlebt. Das Buch ist in die verschiedenen Jahreszeiten aufgeteilt, auch wenn ich nicht verstehe wieso der Frühling fehlt und das Buch dann „Was ist schon ein Sommer?“ heißt. Inggy hatte ich als Protagonistin schon erwähnt, sie erscheint ein wenig später im Roman und ist in meinen Augen wenig interessant, nett sind Angels Geschwister, aber vor allem Joey macht einen netten und liebenswürdigen Eindruck. Er war der einzige Protagonist, welcher mir im Buch überhaupt zugesagt hat. Den Vogel abgeschossen hat dann Angels Mum, die mit einigen Handlungen in Erscheinung tritt, bei welchen ich sofort von zuhause ausgezogen wäre, würde so etwas meine Mutter tun.

Kurzum, ein Buch über ein pubertierendes junges Mädchen, mit reichlichem Kontakt an jungen Männern, welches nicht weiß, was sie aus ihrem Leben machen möchte. Ein Sommer reicht nicht aus, um sich dieser Entscheidung klar zu werden. Mehr als zwei Sterne ist das Buch in meinen Augen leider nicht wert und die gibt es für die angenehmen sommerlichen Landschaftsbeschreibungen und den Schreibstil.

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Je länger, je lieber: Roman
Je länger, je lieber: Roman
von Alexa Hennig von Lange
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Je länger, je lieber (Alexa Hennig von Lange), 3. Juli 2014
C. Bertelsmann Verlag

Die Autorin

Alexa Hennig von Lange wurde 1973 in Hannover geboren und veröffentliche 1997 ihren Debütroman „Relax“. Mit diesem Buch wurde sie über Nacht zu einer der erfolgreichsten Autorinnen Deutschlands. Es folgten einige Romane im Erwachsenen- und Jugendbereich, außerdem Theaterstücke und Erzählungen. Alexa Hennig von Lange lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Berlin.

Je länger, je lieber

Als Mimi von ihrem Mann Renè betrogen wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Hals über Kopf zieht sie zu ihrer Großmutter in das alte Haus am Rande des Waldes im Waldblütenhain. Doch ihrer Großmutter geht es nach dem zweiten Herzanfall immer schlechter. Immer in der Hand hat sie ihr kleines Holzkästchen mit einem Kompass darin, welches sie noch aus Jugendzeiten besitzt und in welches der Name Jacques eingeritzt ist. Als ihre Oma schließlich ins Krankenhaus muss und dort in ein künstliches Koma versetzt wird, macht sich Mimi auf die Suche nach dem mysteriösen Jacques, den ihre Großmutter als junges Mädchen sehr geliebt haben muss. Bald stellt sie fest, dass ihre Großmutter gedanklich wohl immer noch in der Vergangenheit lebt und auch ihr eigenes Leben von der Vergangenheit bestimmt wird…

Fazit

Ein tolles Buch voller Gefühl und Emotion, welches mich zu Beginn ein wenig abgeschreckt hat. Lange habe ich mich nicht an dieses Buch herangetraut und dann musste ich es innerhalb eines Tages durchschmökern. Ich weiß nicht, wieso es so lang im Schrank gestanden hat und darauf gewartet hat, mir seine Geschichte zu präsentieren, aber nun fand ich es umso besser.

Die Geschichte von Mimi und Clara geht dem Leser richtig ans Herz. Beide sind unglaublich rührend, die eine mehr emotional, die andere eher traurig. Anfangs fand ich das hin und her springen zwischen der Vergangenheit Claras, welche die Großmutter von Mimi ist, und Mimi, der Enkelin in der heutigen Zeit sehr gut. Später verwirrten mich die Zeiten ein wenig, da es nicht chronologisch in der Vergangenheit voran ging, sondern es immer wieder Rückgriffe gab. Gerade am Ende, als es um die Aufklärung all der Geheimnisse und Wirren ging, fand ich das etwas schwierig. Aber gerade diese Geschichte der Vergangenheit macht das Buch zu dem, was es ist, denn mit ihr hängt die gesamte Geschichte um Clara und Mimi zusammen. Der geheimnisvolle Liebhaber Jacques, Claras Mann Gustav, ihre beste Freundin Daria, Jacques Sohn Pedro, Claras Sohn Jakob, Mimis Mann René. All diese Charaktere hängen in den Geschichten zusammen und ergeben ein wunderbares Bild voller Emotion, Gefühl, Spannung und Abenteuer. Mimi entwickelt sich zu einer selbstständigen freien jungen Frau, die es schafft, ihr altes Leben hinter sich zu lassen und völlig neu zu beginnen.

Der Schreib- und Erzählstil der Autorin trägt dazu bei, dass der Leser immer den Überblick über das Geschehen behält und auch die Zusammenhänge erkennt. Alles in allem ein tolles Buch, welches sich zu Lesen gelohnt hat.

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Das Glücksarmband
Das Glücksarmband
von Holly Greene
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Glücksarmband (Holly Greene), 1. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Glücksarmband (Taschenbuch)
Rowohlt Verlag

Die Autorin

Holly Green ist das Pseudonym von Melissa Hill, welche als großartige und sehr erfolgreiche Autorin in Irland lebt. Ursprünglich stammt sie aus dem County Tipperary und lebt nun mit ihrem Mann und der gemeinsamen Tochter in der Nähe von Dublin. Weitere im Rowohl Verlag erschienen Romane von ihr sind „Glücksklee“ und „Ich schenk dir was von Tiffany‘s“.

Das Glücksarmband

Molly ist alleinerziehende Mutter, Single und arbeitet liebend gern in ihrem kleinen Vintage-Laden in New York, dem „Secret Wardrobe“. Dorthin gelangen immer wieder Designerklamotten von Spenden wohlhabender New Yorker. So auch eine wundervolle Chanel-Jacke, die Molly eines Tages in den Händen hält. In einer der Innentaschen findet sie ein Bettelarmband mit jeder Menge Anhänger. Genauso wie sie selbst seit vielen Jahren ein Glücksarmband hat, jeder Anhänger symbolisiert einen Lebensabschnitt oder ein wichtiges Ereignis. Niemals würde sie sich freiwillig von einem davon trennen, auch der Besitzerin dieses Armbands, so vermutet Molly, wird das kostbare Stück sehr fehlen. Kurzerhand macht sie sich auf der Suche und findet anhand der Anhänger immer mehr Puzzleteile zum Ganzen. Doch dabei ahnt sie nicht, dass das Armband eine Botschaft enthält, die auch ihr Leben für immer verändern wird.

Fazit

Ein charmantes und einnehmendes Buch, welches mich ab der ersten Seite gefesselt hat. Durch das für mich etwas kitschige und vor allem viel zu bunte Cover, habe ich mich an dieses Buch lange nicht herangetraut. Doch nun bin ich umso froher es endlich gelesen zu haben. Es steckt unglaublich viel Witz, Charme, Sympathie und Emotionalität in den vielen Seiten und es lohnt sich auf jeden Fall. Vielleicht ist es eher ein Buch für die Weihnachtszeit, da auch die Geschichte um Molly, Danny, Nick, Greg, Karen und Jeff im Dezember und zu Weihnachten spielt, ich konnte mich aber auch im Frühling gut in die Charaktere hineinversetzen.

Molly muss man von der ersten Seite an lieben. Sie ist sympathisch, aufopferungsvoll und unglaublich nett. Mit viel Engagement arbeitet sie in dem kleinen Laden und die Chefin Carol ist mehr eine Freundin als der Boss. Ihr Sohn Danny vermisst hin und wieder seinen Vater Nick, der überraschend wieder in der Familie erscheint. Doch Molly will von ihm eigentlich nichts mehr wissen.

Der zweite Handlungsstrang beschäftigt sich mit Greg und Karen, die ein High Society Leben führen, welches Greg zu eng wird. Kurzerhand kündigt er seinen Job in der Wallstreet, was seiner Freundin überhaupt nicht gefällt.

Kurzum ein wirklich beeindruckendes Buch, welches zur locker flockigen Unterhaltung an manchen Nachmittag für Erholung und Entspannung sorgen wird.

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Grace Valley - Im Schutz des Morgens
Grace Valley - Im Schutz des Morgens
von Robyn Carr
  Broschiert
Preis: EUR 8,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Grace Valley: Im Schutz des Morgens (Robyn Carr), 16. Juni 2014
Mira Verlag

Die Autorin

Robyn Carr ist nicht nur New York Times-Bestseller-Autorin, sondern sie wurde auch mit dem RITA-Award ausgezeichnet. Sie hat mehr als 25 Romane geschrieben, darunter die von den Kritikern hoch gelobte Virgin-River-Reihe.

Im Schutz des Morgens

June wohnt schon immer in Grace Valley. Bei ihrem Vater arbeitete sie schon früh in der Praxis als Arzthelferin. Später übernimmt sie die Praxis. Grace Valley liebt sie, auf den Fensterbänken der Häuser köstliche Kuchen stehen und niemand je auch nur die Tür abschließt. Mit Herz und Seele geht sie in ihrer Arbeit auf, auch wenn einige der Bewohner von Grace Valley eine Frau als Ärztin erst akzeptieren lernen müssen. Doch June Hudson kümmert sich aufopferungsvoll um alle anstehenden Arbeiten, um jede Tages- und Nachtzeit. Als ein neuer Praxispartner im Valley auftaucht, fällt ein Teil der Arbeit ab, einfacher wird es für June jedoch nicht und nicht nur die Liebe bleibe dabei auf der Strecke. Als plötzlich ein Unbekannter in ihrer Praxis auftaucht, verliebt sie sich Hals über Kopf. Doch diese Liebe muss ein Geheimnis bleiben…

Fazit

Auf dieses Buch hatte ich mich nach dem Text auf der Rückseite des Buches sehr gefreut, allerdings wurde ich bis zum 10. Kapitel eher enttäuscht. Die richtige Spannung wollte sich nicht aufbauen und auch eine Beziehung zu June und co. konnte ich nicht so recht aufbauen. Erst als Jim auftaucht, begann das Buch für mich spannend zu werden. Allerdings blieb dem nicht lang so und einige Kapitel später, war die Langeweile wieder auf meiner Seite. Ich muss sagen, dass ich mich durch dieses Buch sehr durchgequält habe.

Die Protagonistin June Hudson, die als Ärztin im Grace Valley praktiziert, ist wirklich nett. Eigentlich hätte man sich sofort mit ihr identifizieren können, aber dieses Gefühl wollte sich bei mir leider nicht einstellen. Nun ja, nach einiger Zeit wurde unser Verhältnis jedoch besser :) John, der neue Arzt in der Praxis von June, scheint ein netter Kerl zu sein, doch dann deckt June einige dunkle Geheimnisse seiner Vergangenheit auf. Welche Figur mir im Roman wirklich gut gefallen hat, war Junes Vater Elmer, welcher ihr in jeder Lebenssituation weiter hilft.

Alles in allem ein Roman mit Potenzial, dem es meiner Meinung nach aber noch an einigen Ecken fehlt. Die Protagonisten sind ein wenig oberflächlich und ich kam nicht recht in das Geschehen hinein. Trotzdem habe ich mich aufgrund des angenehmen Schreib- und Erzählstils der Autorin durch das Buch gequält, was wiederum für den Roman spricht. Vielleicht gefallen mir andere Bücher von Robyn Carr besser.

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Sommerpest: Thriller
Sommerpest: Thriller
von Petra Schwarz
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

4.0 von 5 Sternen Sommerpest (Petra Schwarz), 11. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Sommerpest: Thriller (Taschenbuch)
dtv Verlag

Die Autorin

Petra Schwarz wurde 1969 in München geboren und schrieb dort schon als Kind Geschichten, welche sie zu Büchern binden lies. Sie studierte Marketing und war später in der Werbung tätig. Mit ihrem Mann hat Petra Schwarz 4 Kinder, zwei Hunde und schreibt schon emsig an neuen Büchern. Sie lebt in der Nähe von München.

Sommerpest: Thriller

Paulina, Silvie und Leo machen zum ersten Mal Urlaub ohne ihre Eltern. Wie toll ist das denn? Endlich einmal niemand, der einem sagt, was man zu tun und lassen hat. Ein Urlaub ganz nach ihrem Geschmack. Nichts wollen sie mehr als Sonne, Strand, Meer und süße Jungs. Auf dem Campingplatz angekommen, hat vor allem die extrovertierte Leo schon mehr als eine männliche Bekanntschaft gemacht und sich auch schon mit Calvin, einem jungen Schwarzfahrer, den sie im Zug kennen gelernt hat, verabredet. Silvie und Pauli, die sich auf einen Mädelsurlaub gefreut haben, sind alles andere als begeistert. Als Paulina dann jedoch Hannes und seinen Hund Muffin kennenlernt, die gleich nebenan zelten, sieht auch sie das ein bisschen weniger eng. Doch am Abend des Hafenfestes, auf welchem sich Leo mit Calvin verabredet hat, ist sie nicht dazu zu bringen wieder mit zurück zum Zelt zu kommen. Und am nächsten Morgen fehlt von ihrer Freundin jede Spur. Silvie und Paulina machen sich auf die Suche, doch dann wird Leos Handy im Mülleimer gefunden..

Fazit

Ein spannender Sommer-/Jugendthriller, der vor allem zu Beginn und am Ende mit großer Spannung und Gänsehautfeeling aufwartet. Die drei Mädchen sind ausgesprochen angenehme und sympathische Protagonistinnen, wobei mir Leo mit ihrer verwöhnten Art auch auf die Nerven gehen würde. Nicht nur, dass sie alle Männer ständig anflirten muss, sie ist auch verwöhnt und ein bisschen zickig. Ebenso wie Silvie, mit welcher sie regelmäßig aneinander gerät. Anders Paulina, die mir eher besonnen und angenehm erscheint. Die drei männlichen Protagonisten Calvin, Lars und Hannes sind ebenso verschieden. Calvin lernt Leo auf der Hinfahrt im Zug kennen und ist sofort hin und weg. Lars ist ein Journalist, der über die gestohlenen Ratten aus einem Labor in der Nähe des Campingplatzes berichtet und Hannes ist ein Mitcamper, der sein Zelt neben dem von Leo, Silvie und Paulina aufgebaut hat. Er ist mir von den Dreien auf Anhieb am sympathischsten.

Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist angenehm und ansprechend. Zudem hat man das Gefühl als Leser meist über alles Bescheid zu wissen. Dies ändert sich erst, als Leo plötzlich verschwindet. Das Buch selbst ist meiner Ansicht nach mehr aus der Sicht von Paulina geschrieben, was ich persönlich sehr ansprechend finde. Das Ende fand ich ein wenig verwirrend und, dass es bei der Geschichte um verschwundene Raten ging, fand ich auch nicht ganz so ansprechend. Trotzdem haben mir der Aufbau des Romans und die Umsetzung der Gegebenheiten im Buch, gut gefallen.

Alles in allem ein interessantes und spannendes Buch, welches nicht unbedingt mit einem Happy End aufwartet…

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Der Sommer der Blaubeeren: Roman
Der Sommer der Blaubeeren: Roman
von Mary Simses
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Der Sommer der Blaubeeren (Mary Simses), 30. Mai 2014
Blanvalet Verlag

Die Autorin

Mary Simses studierte Jura und Journalismus. Daher arbeitet sie zunächst als Anwältin, was sich auch im Roman wiederfindet. In dieser Zeit war es ihr nur nach Feierabend möglich, sich ganz ihrer Schreibleidenschaft zu widmen. Vor ihrem Romandebüt mit „Der Sommer der Blaubeeren“ veröffentlichte sie bereits mehrere Kurzgeschichten. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Tochter lebt die Autorin im Süden Floridas.

Der Sommer der Blaubeeren

Als ihre Großmutter stirbt, hat sie für ihre Enkelin Ellen Branford noch einen letzten Wunsch. Im abgelegenen Küstenort Beacon soll sie einen Brief überbringen. Kurz vor ihrer Hochzeit macht sich Ellen deshalb auf den Weg von der Großstadt New York in die Landidylle Beacon. Inmitten von Blaubeerfeldern entdeckt Ellen die kleinen Schönheiten des Lebens zurück. Denn nachdem sie in einen morschen Pier eingebrochen ist und von einem gut aussehenden jungen Mann, namens Roy, gerettet wurde, geht dieser ihr nicht mehr aus dem Kopf. Als sie durch ihren unfreiwilligen Badeausflug dann auch noch berühmt wird, nimmt die ganze Geschichte ihren Lauf. Ellen fügt sich ihrem Schicksal und erkennt, dass man manchmal all seine Vorsätze und Pläne über Bord werfen muss, um auf das wahre Glück aufmerksam zu werden.

Fazit

Ein frisches, sommerliches Buch, in welchem die steife Priese in Beacon die junge Anwältin Ellen Branford aus New York wachrüttelt. Diese genießt eigentlich ihr Großstadtleben in New York, ihren Spitzenberuf und ihren Verlobten Hayden, den sie in einigen Monaten heiraten will. Als sie im beschaulichen Beacon ankommt, um den letzten Wunsch ihrer Großmutter zu erfüllen, geht alles drunter und drüber. Ist das Leben in dem kleinen Küstenort doch so ganz anders als in New York.

Mary Simses hat mit Ellen eine sympathische Hauptprotagonistin geschaffen, welche dem Leser zunächst mit Sturheit, Großstadtfeeling und jeder Menge Eitelkeit entgegenschlägt. Als sie Roy kennen lernt, gerät all das ein bisschen aus den Fugen und man beginnt Ellen richtig gern zu haben, denn Roy ist von Anfang an sympathisch.

Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ermöglichen es, das Buch als Unterhaltungslektüre nebenbei und zum entfliehen aus dem Alltag zu nutzen und ihm jede Menge Frische, Sommer, Sonne und Meer abzugewinnen. Denn schon der Titel und das Cover bestechen durch unverwechselbaren Sommercharme. Besonders gut gefällt mir das Rezept der Blaubeer-Muffins, die Ellen in ihrem Cafè in Beacon so mochte. Nun kann man selbst nachvollziehen, wie diese geschmeckt haben werden.

Ein angenehmes Buch, welches durch Wärme, Sympathie, Sommer, Witz und Charme besticht.

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Bäume reisen nachts: Roman (insel taschenbuch)
Bäume reisen nachts: Roman (insel taschenbuch)
von Aude Le Corff
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Bäume reisen nachts (Aude Le Corff), 28. Mai 2014
Suhrkamp Insel Verlag

Der Autor

Aude Le Corff wurde 1977 in Tokio geboren und studierte Psychologie und Wirtschaft. 2009 begann sie ihr mit dem Prix ELLE ausgezeichnetes Blog „Nectar du Net“. Bäume reisen nachts ist ihr Debütroman. Aktuell lebt sie mir ihrer Familie im französischen Nantes.

Bäume reisen nachts

Manon fühlt sich einsam und allein. Seit ihre Mutter sie und ihren Vater verlassen hat, sitzt sie unter einer riesigen Birke im Garten. Ihr Vater Pierre kümmert sich um nichts mehr und verwahrlost zusehends. Sie sitzt unter dem Baum, wippt vor und zurück, liest Bücher und spricht mit den Ameisen. Der mürrische Rentner Anatole, der seit einigen Monaten ebenfalls in Manons Haus wohnt, beobachtet sie dabei und fühlt sich seltsam berührt. Eines Tages gesellt er sich zu ihr und beginnt ihr den „kleinen Prinzen“ vorzulesen. Manon blüht immer mehr auf. Als eines Tages Briefe von ihrer Mutter aus Marokko eintreffen, bricht Pierre zusammen mit seiner Tochter Hals über Kopf auf und macht sich auf eine abenteuerliche Reise quer durch Europa. Die Reisenden erleben jede Menge Höhen und Tiefen, während sie dem Ziel ihrer Reise immer näher kommen.

Fazit

Ein wahnsinnig emotionales und berührendes Buch, welches den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zieht. Manon und Anatole geben ein wunderbares Protagonistenpaar ab. Die ruhige und zutief traurige Manon, die ihre Freizeit nur noch mit Zangsneurosen, Büchern und Tieren verbringt und dabei darauf bedacht ist, ihrem Vater möglichst aus dem Weg zu gehen. Und Anatole, der den ganzen Tag mürrisch vor sich hinredet und keinen Sinn mehr für die Schönheiten des Lebens hat. Die beiden Nebendarsteller sind der verlassene Ehemann Pierre, der im Leben keinen Sinn mehr sieht, seit ihn seine Frau Anais in einer Nacht und Nebelaktion verlassen hat und Sophie, die Schwester von Anais. Zu viert geben sie ein ungleiches Quartett ab, welches sich nun auf eine Reise quer durch Europa macht. Jeder einzelne von ihnen ein Unikat auf seine Weise.
Während sich Sophie und Pierre gegenseitig hochschaukeln und Manon den Kopf einzieht, wird Anatole immer mehr zum beruhigenden Mittelpunkt, der in jeder Situation einen kühlen Kopf bewahrt und die Gemüter immer wieder beruhigen kann.
Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist sehr angenehm und lässt den Leser schnell ins Geschehen einsteigen. Schon ist man mittendrin in der zerütteten Gefühlswelt von Pierre und Manon. Die Reise quer durch Europa wird nicht nur von vielen amüsanten Situationen untermalt, sondern zeigt auch die Entwicklung von Manon und vor allem von Anatole, der immer mehr zu seiner früheren Jugend zurück findet.

Ein toller Roman über die tiefe Freundschaft ungleicher Menschen, über Familie und den Mut eines kleinen Mädchens Träume in Wirklichkeit zu verwandeln. „Der Roman, der ganz Frankreich verzaubert hat“, hat auch mich verzaubert und wird sicherlich noch viele weitere Leser faszinieren. Ein wunderbarer Roman, der von mir 5 von 5 goldenen Büchern verdient hat.

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Wenn die Liebe hinfällt: Roman
Wenn die Liebe hinfällt: Roman
von Luisa Buresch
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Wenn die Liebe hinfällt* (Luisa Buresch), 24. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Wenn die Liebe hinfällt: Roman (Taschenbuch)
KiWi Verlag

Die Autorin

Luise Buresch wurde 1969 geboren und ist Literaturwissenschaftlerin und Publizistin. Sie arbeitete unter anderem als freie Autorin für Zeitungen und Drehbuchprojekte. Mit „Wenn die Liebe hinfällt“ veröffentlicht sie ihr erstes Debüt. Aktuell lebt sie mir ihrer Familie in Berlin.

*steht sie wieder auf

Als ihr Freund Leander sie für eine andere nach zehn gemeinsamen Jahren verlässt, bricht für Alia eine Welt zusammen. Es ist doch ihr Leander, wie kann er eine andere lieben? Nichts ist mehr wie es war, Alia verliert kurzzeitig den Verstand, schafft ihre Prüfungen an der Universität nicht und lebt kurzerhand nur noch für ihre Tochter Katie. Leander scheint das alles nicht zu interessieren. Doch dann wacht Alia auf und beginnt ihr Leben zusammen mit ihren Freundinnen Majken, Stef, Nina und Bianca neu zu ordnen. Denn nicht immer läuft alles so wie geplant, aber vor allem für Alias kleine Tochter Katie ist ein geregelter Alltag wichtig. Dabei hilft ihr vor allem auch ihr liebenswürdiger Nachbar Kolja.

Fazit

Ein witziger, charmanter Roman voller Liebe, Schmerz, Gefühl und Leben. Alia ist eine interessante Protagonistin, die lange Zeit nicht verstehen kann, wie ihr Freund und Lebensgefährte sie so verletzen konnte. Leander war sich zwar der Schuld bewusst, nicht aber des Ausmaßes an Schmerz, den Alia nun ertragen musste. Diese Darstellung der Wut, des Zorns, der Eifersucht und des Schmerzes ist es allerdings auch, was mich am Roman ein wenig stört. Der Liebeskummer von Alia wird so extrem, dass sie sogar zum Psychologen und Arzt muss, Antidepressiva und Beruhigungspillen schluckt und Leanders neue Wohnung zerstört. Ich finde, dass der Schmerz natürlich nachzuvollziehen ist, dass Alia aber auch eine erwachsene Frau mit Kind ist und sich entgegen ihres immer wieder erwähnten sachlichen Charakters, sehr gehen lässt. Leander wiederum ist ihr Gegenpart, er nimmt das alles eher gelassen hin und kommt erst spät zur Besinnung.

Majken und Bianca sind die tollsten Freundinnen, die man sich vorstellen kann. Sie kümmern sich rührend um Alia. Und auch ihr Nachbar Kolja, der ihren Schmerz hören kann, ist ebenso sympathisch wie eigensinnig, zudem hat er die schönste Freundin der Welt, Lichtgestalt Kim.

Hervorheben möchte ich vor allem den Schreib- und Erzählstil der Autorin. Er ist ausgesprochen witzig, charmant und humorvoll. Aus der Sicht von Alia sind die Dinge oft noch schlimmer, als von Leander und sie schreibt es auf amüsante Art und Weise.

Ein gelungenes Buch, welches es meine Ansicht nach an einigen Stellen übertreibt, aber trotzdem den Nagel auf den Kopf trifft.
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