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Rezensionen verfasst von
Alf Urbschat "alf @ www.depeche-world.de" (Hamburg)
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Die Zunge Europas
Die Zunge Europas
von Backstreet Boys
  Audio CD
Preis: EUR 23,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was kann jetzt noch kommen...?, 24. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Zunge Europas (Audio CD)
Ich habe "Heinzer" geliebt. Aber Markus Erdmann bin ich verfallen. Die Hörbuchversion von "Die Zunge Europas" ist um Meilen besser als "Fleisch ist mein Gemüse".

Ein Traum der mich am Krankenbett aufgebaut hat!!!


Depeche Mode: Strangers (Op46309)
Depeche Mode: Strangers (Op46309)
von Anton Corbijn
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Corbijn, besser geht es kaum, 10. Februar 2007
Als 1990 das Buch "Strangers" auf den Markt kam, wurde es seltsamerweise unterschätzt. Ein Buch über Depeche Mode, nur in Bildern gehalten...

Dabei zeigen die sehr schönen Bilder von Anton Corbijn erstmals Depeche Mode abseits der "normalen" Pressefotos bein Bummel durch Prag, in New York, im Wilden Westen und live auf der World Violation-Tour. Corbijn versteht es genau, wie er DM in Szene setzten muss, damit auch der visuelle Schritt für DM weg von der Teenieband gemacht ist.

In den flgenden Jahren hat sich "Strangers" bei DM-Fans zu einem begherten Objekt entwickelt. Meiner Meinung nach liegt aber der angeboten Verkaufspreis von 70,-€ weit über dem zumutbaren.


Decadence & Isolation
Decadence & Isolation
Preis: EUR 13,98

18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fortschritt uns Selbstrefelxion vom "German Lord of Indie", 12. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Decadence & Isolation (Audio CD)
Wenn mich jemand in den letzten Jahren ernsthaft darauf hingewiesen hätte, dass Phillip Boa sich nun endlich und für immer auf sein Altersitz auf Malta zurück zieht und auf ewig seine Schnauze hält, wäre ich einer der letzten gewesen, die ernsthaft eine Träne verdrückt hätten.
Seit Mitte der 90er Jahre hat der einst als „German Lord of Indie" gepriesene Barde sich in unzählige Alben verloren, die von Mal zu Mal mehr bewiesen, dass es Zeit ist abzudanken. Erster Lichtblick einer Reinkarnation oder eines ablebends war die winterliche Tour „20 Years of Indieciult", die Boa mit dem Voodooclub Anfang 2005 zelebrierte. Auf der besagten Tour war Boa laut, roh, rückblickend und zeitweilig aber auch mit einer Portion Humor beladen. So z.B. bei einem ominösen Geisterkonzert irgendwo in der mecklenburgischen Pampa bei minus 10 Grad.
Boa meldet sich jetzt mit einem neuen Album zurück und schafft es tatsächlich noch, zu überraschen. Der natürliche „rohe" Klang der Wintertour wurde erstmals auf einen Tonträger gerettet. „Decadence & Isolation" klingt teilweise so, als wenn man das Album schnell mal während eines Soundchecks auf Tour eingespielt hätte. Keine sperrigen Effekte oder überladene Kompositionen. Und Melodien, welche man in denn letzten Jahren nur selten bei Boa gehört hat. Mag es an der vollkommenen Rückkehr von Gespielin Pia Lund liegen??? Oder doch an den Künsten der Produzenten Sven Meyer (u.a. Kettcar, Tomte) und Gordon Raphael (u.A. The Strokes), die wohl beide aus Boas Sicht etwas unkonventionell mit seinen Tracks gearbeitet haben.
Für mich besonders hervor zu heben ist der Titeltrack „Decadence & Isolation" mit einem Gitarrenriff, welches mich gleich beim ersten hören gefesselt hat. Keine schwer tragende Riffs oder midtempo Beats. Dafür eine Gitarre mit einer weite, die einfach gut rüber kommt. Erste Singleauskopplung wird das zuckersüße „Burn all the flags" mit einem fast schon klassischen Boa-Refrain gesungen von Pia. Kaum vorzustellen, unter welchen Umständen dieses Stück entstanden ist. Wie Phillip mir in einem Gespräch verriet, war die Grundlage mal wieder ein Zwist zwischen Pia und ihm worauf Frau Lund die komplette Produktion abbrechen wollte. Boa hat aus Frust die Stücke „Burn all the flags" und den Opener „Have you ever been afraid" verfasst und im Text seine Aggression verarbeitet.
„Making noise since `85" ist wohl die erste wirkliche musikalische Selbstreflexion welche Boa je gemacht hat. Ein lautes Stück welches ein wenig nach Proberaum in Düsseldorf irgendwann 1984/85 klingt. Bereits auf der letzten Tour angetestet, kam es auch bei den Fans gut an. Weiter Selbstanalyse betreibt Boa bei „21 years if insomnia" ein wenig getragener aber nicht überladen.
Beim Intro zu „Intrique and romance" ist ein Riff eingebaut, wo man sich drüber streiten kann. Während Phillip Boa meint, das höre sich an wie alte The Cure höre ich auch ein wenig ein Placebo-Riff. Hierbei könnte es natürlich auch sein, dass auch diese sich auch schon bei The Cure bedienten. Wobei sich Boa jetzt nicht anhört, als versuche er zu covern. Es scheint so passiert zu sein und passt auch zu dem Stück. Vor Jahren hätten wir so etwas wohl nicht zu hören bekommen.
„Decadence & Isolation" ist mit Sicherheit nicht Boa's bestes Album. Aber es ist bestimmt, das Beste was er mindestens sein der „God" (1994) vollbracht hat. Wobei man die alten Alben nicht mit dem neuen vergleichen kann. Frühe Werke wirken heute ein wenig naiv, „Decadence & Isolation" ist reif und überlegt. So freut man sich auch wieder auf neues Material.


Paper Monsters [Japan]
Paper Monsters [Japan]
Preis: EUR 46,11

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich bin sprachlos...!!!, 12. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Paper Monsters [Japan] (Audio CD)
Was hätte man alles von Dave Gahan's erstem Sologang erwarten können? Eigentlich nicht viel. War er doch in den letzten 20 Jahren bei Depeche Mode nicht mehr als das Sprachrohr für Martin Gore's Texte. Doch das "PaperMonsters" so überwältigend ausfallen würde, konnte keiner ahnen. Stellenweise feinster BluesRock und schöne Balladen. Kann man hier eine Verbindung zu DepecheMode herstellen? Teilweise. Der ExtremFan wird wohl enttäuscht sein. War doch über Jahre Dave das Sinnbild für die visuelle Darstellung der ausgeklügelten DM-Sounds. Jetzt kennt man sein wahres musikalisches Gesicht und man versteht auch, wie bereits auf dem letzten DM-Album "EXCITER" solche Kracher wie z.B. "The Dead Of Night" enstehen konnten. Dave setzt seine musikalische Inspiration (Iggy Pop, David Bowie, Roxy Music)) gekonnt um. Die erste Single "Dirty Sticky Floors" lädt zum grooven ein. Dazu sehr viel Gefühl bei "Hold on" oder "Stay". Dieses Album hat es nicht verdient, von s.g. Devotees herunter geredet zu werden. Im Vergleich zu Martin Gore's "Counterfeit²" hat Dave locker das Rennen gemacht und ist als Sieger ins Ziel gegangen.
Wer ein Herz für guten BluesRock hat, wird bei "PaperMonsters" voll auf seine Kosten kommen. Und wer kein Ticket für die anstehenden Konzerte im Sommer hat, wird wohl leider wirklich eine der coolsten Konzerte der letzten Jahre versäumen!!!


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