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Rezensionen verfasst von
Langly "langly01"

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Armin Mohler. Eine politische Biographie
Armin Mohler. Eine politische Biographie

13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Politische Biographie eines unbequemen Denkers, 16. August 2011
Die politische Biographie von Karlheinz Weißmann über Armin Mohler ist eine gelungene und lange überfällige Gesamtschau des Denkens einer der prägendsten Köpfe der konservativen (Mohler hätte wohl "rechts" bevorzugt) Intelligenz der deutschen Nachkriegszeit. Weißmann zeichnet das Denken Mohlers anhand dessen Werdegangs nach, erklärt einleuchtend Entwicklungen und Widersprüche, Verbindungen zu geistigen Vätern Mohlers und Gegnern. Da ich bislang nur das recht kurze Essay "Gegen die Liberalen" von Mohler selbst kenne, war es genau der richtige Lesestoff, um mich nun in seinem Werk orientieren zu können.

Weißmann legt noch einmal im Vorwort dar, daß es sich um eine politische Biographie handelt, die folglich den weltanschaulichen Werdegang Mohlers in den Mittelpunkt stellt. So gesehen kann ich Weißmann natürlich nicht dafür kritisieren, daß ich gerne mehr über den Menschen Mohler und dessen berufliche Stationen erfahren möchte, z.B. wie das Verhältnis zu Siemens-Stiftung im Laufe der Siebziger und Anfang der Achtziger Jahre war. Denn gerade aus heutiger Sicht ist diese Konstellation doch mehr als erstaunlich: Ein Weltkonzern verfügt über eine Stiftung, deren Leitung ein dezidierter Rechtsintellektueller inne hat, der für vieles bekannt war, aber nicht für politische Korrektheit bzw. den Kotau gegenüber dem jeweiligen Zeitgeist. Aber nochmal: Viele dieser Dinge werden gestriffen, auch teilweise näher erläutert, wenn es der Erläuterung des Mohler'schen Denkens dient, doch nicht erschöpfend.

Darüber hinaus verfügt das Buch über ein ausführliches Quellenverzeichnis sowie einen informativen Fußnotenapparat.

Fazit: Klare Kaufempfehlung, natürlich nicht nur für "Mohler-Einsteiger", aber eben aus meiner Sicht gerade für diese.


Deutsche Opfer, fremde Täter. Ausländergewalt in Deutschland. Hintergrund - Chronik - Prognose
Deutsche Opfer, fremde Täter. Ausländergewalt in Deutschland. Hintergrund - Chronik - Prognose

78 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was länge währt, wird endlich gut..., 3. Juli 2011
Nach häufigem Verschieben des Erscheinungsdatums ist das Buch der Autoren Paulwitz und Kubitschek nun endlich zu erwerben. Eine solch lange Wartezeit muss für ein Buch nicht zwangsläufig etwas Gutes verheißen, aber in diesem Fall wurde ich nicht enttäuscht:

Die Autoren beschäftigen sich mit einem sehr wichtigen Thema: den zunehmenden Gewaltverbrechen von Ausländern an Deutschen. In den Massenmedien werden solche Taten in der Regel verschwiegen oder bewusst in andere Zusammenhänge gestellt und dadurch verzerrt. Wer nun ein geiferndes und wutentbranntes Werk erwartet, dass sich zeternd auf die fremden Täter stürzt und deutsche Opfer beklagt, täuscht sich allerdings und wird dem Ansinnen der Autoren nicht gerecht. Betont sachlich werden viele Verbrechen aufgearbeitet, die Quellen genannt und die Hintergründe analysiert, warum und weshalb wir in Deutschland eine Zunahme dieser verbrecherischen Gewalt zu verzeichnen haben und wie man ihr politisch am besten begegnet.

Kurzum: In Zeiten des sinnentleerten Geschwätzes von Politikern und Aktivisten jedweder Couleur (!), ist dieses Buch eine wohltuende Ausnahme. Klar und sachlich im Ton, sorgfältig in der Recherche, kompetent im Inhalt. Von meiner Seite aus ein klarer Kauf- und Lesebefehl! Nicht nur an die Bürger dieses Landes, sondern gerade auch an die Innenminister der Länder und des Bundes.


Leitbegriffe
Leitbegriffe

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Licht im Dunkel des Begriffsdickicht, 9. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Leitbegriffe (Gebundene Ausgabe)
Dr. Lehnert und Dr. Weißmann legen hier eine bewusst konservativ Definition elementarer Begriffe des politischen Diskurses vor. Es handelt sich also nicht um ein rein intersubjektives lexikalisches Werk, sondern um den überlebenswichtigen Versuch, die Deutungshoheit über Sprache wieder zu erlangen. Von "Abendland" über "Mitte" bis hin zu "Zyklus" werden dem Leser über 50 Begriffe eingängig, verständlich und mit Quellen sowie Verweisen versehen näher gebracht. Und das in einer entsprechenden Knappheit, so dass sich dieses Buch wunderbar als alltägliches Nachschlagewerk und Unterstützung in politischen Auseinandersetzungen eignet.

Eine mehr als lohnende Invetition!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 9, 2011 7:30 PM CET


Die Psychologie der Niederlage: Über die deutsche Mentalität
Die Psychologie der Niederlage: Über die deutsche Mentalität
von Thorsten Hinz
  Gebundene Ausgabe

107 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der neue Hinz - ein Pflichtkauf, 9. Oktober 2010
Das neue Buch von Thorsten Hinz ist für all jene, die entweder bereits wissen oder dabei sind, es zu merken, dass etwas gehörig faul ist im Lande Deutschland, absolute Pflichtlektüre. Mit gewohnt spitzer Feder und treffsicherer Wortwahl seziert Hinz die psychologischen Auswirkungen der totalen Niederlage '45 und wie diese historische Zäsur die Mentalität eines ganzen Volkes bis in die weitesten Verästelungen seines Lebens geprägt hat.

Bevor manche OberstudienrätInnen sich jetzt aufgeregt und luftschnappend an den Kopf fassen: Hinz geht es nicht darum, begangene Verbrechen in Abrede zu stellen, dieses Buch behandelt den religiösen Schuldkult der Deutschen, der erst oktroyiert, mit der Zeit adaptiert und nun selbst höchst penibel gepflegt wird. Dieser Kult macht, wie Hinz aufzeigt, eine intersubjektive wissenschaftliche Behandlung der Geschichte und somit eine an den Fakten orientierte Aufarbeitung unmöglich und wird so zum Geschwür einer Nation, deren akute Probleme teils daher rühren, teils gerade deswegen aber nicht gelöst werden können.

Wer also offene Worte, an denen man sich natürlich reiben kann und gerade auch soll (geistige Dressur ist ja gerade das, wogegen angeschrieben wird), schätzt und einen klaren Blick auf die Geschehnisse, der im hysterischen Wissenschafts- und Medienbetrieb nicht gestattet wird, schätzt, der investiere die paar Euro - ich bin sicher, er wird es dem Autor danken.


Die deutschen Kaiser: Triumph und Tragödie der Herrscher des Mittelalter
Die deutschen Kaiser: Triumph und Tragödie der Herrscher des Mittelalter
von S. Fischer-Fabian
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltsamer Einstieg in die Thematik, 9. März 2010
Ich lese die Bücher von Fischer-Fabian immer gerne als Einstieg in die jeweilige historische Thematik, in diesem Falle die faszinierende Welt der deutschen Kaiser des Mittelalters. Fischer-Fabian pflegt eine äußerst unterhaltsame Feder, lässt die Kaiser vor dem geistigen Auge wieder auferstehen und öffnet so popularwissenschaftlich und dennoch fundiert das Tor für tiefergehende wissenschaftliche Beschäftigung. Aber nicht nur dafür sind seine Bücher, so auch dieses, geeignet, sondern ebenfalls für den Hobby-Historiker, welcher sich morgens in S- oder U-Bahn mit eingängiger Geschichtsschreibung befassen möchte. Einmal angefangen, legt man das Buch allerdings erst wieder weg, wenn man durch ist. Schränkt also in diesem Punkt die Pendlerlektüretauglichkeit wieder etwas ein...

Nebst seinem einmaligen Stil finde ich es immer wieder toll, wie Fischer-Fabian überzeugend versucht, dem Leser nicht nur die Fakten zu präsentieren, sondern auch eingängig das Geistes- und Gefühlsleben der jeweiligen Epoche zu schildern. Im Falle des Mittelalters (Stichworte: Idee, Empfindsamkeit uvm.) ist dies teilweise aus heutiger Betrachtungsweise heraus nicht immer sofort nachvollziehbar. Fischer-Fabian jedoch leistet, wie schon gesagt, auch hier sehr gute Arbeit.


Leyer und Schwert: Theodor Körners berühmte Gedichtsammlung
Leyer und Schwert: Theodor Körners berühmte Gedichtsammlung
von Theodor Körner
  Gebundene Ausgabe

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wortgewaltig und ergreifend, 12. Februar 2010
Körners Gedichtsammlung ist ein eindrucksvolles Dokument deutscher Geistesgeschichte aus der Zeit der Befreiungskriege. Bekannte Texte wie "Bundeslied vor der Schlacht" oder "Lützows wilde Jagd" ergreifen den Leser durch ihren wunderschönen Wortklang, ihren eingängigen Rythmus und nicht zuletzt durch überwältigende Vaterlands- und Freiheitsliebe. Zum besseren Verständnis der Geschichte der eigenen Nation sollte diese historische Perle auch wieder in den Schulen gelesen werden. "Harry Potter" oder andere Belletristik dieser Tage mögen für den ein oder andereren geeignete Literatur zur Zerstreuung sein, in den Deutschunterricht gehören sie noch lange nicht. Körner und andere Dichter und Denker sollten hingegen unbedingt wieder ihren Eingang in die Lehrpläne der Republik finden.

Einzig und allein die Textur ist für den modernen Leser anfangs einen Moment lang ungewohnt. Aber was wäre das Leben ohne die vielen kleinen und großen geistigen Herausforderungen?


Über die Deutschen: Eine kleine Kulturgeschichte
Über die Deutschen: Eine kleine Kulturgeschichte
von Alexander Demandt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

12 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Tendenziöse Kulturgeschichte, 4. Januar 2010
Ich muss dem Rezensenten zuvor in seiner Kritik an Demandts inhaltlich sowie wissenschaftlich schlichtweg abenteuerlichem Fazit zur deutschen Kultur beipflichten.

Bereits im Vorwort lässt sich erahnen, welches Ziel die kulturgeschichtliche Reise Demandts haben wird. Darüber hinaus wirkt es an manchen Stellen fast schon zwanghaft, wie Demandt versucht, nichtdeutsche kulturelle Einflüsse hervorzuheben und den jeweiligen vorherigen Kulturzustand in Deutschland als zurückgeblieben brandmarkt.

Versucht er wenigstens diese historischen Umdeutungen und Verschleierungen in einen Mantel immerhin popularwissenschaftlicher Schreibe zu hüllen, tritt an anderen Stellen unverhohlen seine politische Gesinnung hervor, z.B.: Verächtlich tut Demandt die Vergabe von militärischen Orden in Preußen und dem Deutschen Reich als Ausdruck eines angeblich alles vereinnahmenden Militarismus ab und schreibt, heutiger Ordensstolz sei nicht nur zu verurteilen sondern letztlich auch nur bei Anhängern autoritärer Systeme vorhanden. Verworrener geht es kaum.

Exzellente historische Werke zeichnen sich auch dadurch aus, dass der Autor ohne ideologische Agenda versucht, dem Leser vor dessen geistigem Auge die jeweiligen zeithistorischen Umstände wieder auferstehen zu lassen. Wertungen aus gegenwärtiger Perspektive behindern das Verständnis und verschließen uns den Zugang zu den historischen Personen und ihren Handlungen. Ein sauber arbeitender Historiker kennzeichnet seine Wertung und lässt sie nicht ständig zwischen den Zeilen (oder teilweise ganz direkt) einfließen.


Die nervöse Großmacht 1871 - 1918: Aufstieg und Untergang des deutschen Kaiserreichs
Die nervöse Großmacht 1871 - 1918: Aufstieg und Untergang des deutschen Kaiserreichs
von Volker Ullrich
  Taschenbuch

52 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wenn's aus dem Subtext immer lauter ruft..., 19. November 2009
Leider kann ich die ausnahmslos sehr guten Kritiken der anderen Rezensenten nicht nachvollziehen. Ullrich liefert mit diesem Werk einen intellektuell bemantelten Abgesang auf das Kaiserreich, das zunächst vor allem im Subtext eine vorgefertigte negative Grundeinstellung gegenüber dem Kaiserreich erkennen lässt.

Bei aller berechtigten Kritik an bestimmten politischen Entscheidungen, sowohl unter Wilhelm I. als auch Wilhelm II., und der gesellschaftlichen Zustände, hat doch gerade die neuere Geschichtsforschung einen differenzierten Blickwinkel auf das Kaiserreich geschaffen. Leider berücksichtigt Ullrich solche Erkenntnisse nicht und singt wie viele andere die ewige Leier des angeblich rundherum rückständigen Kaiserreichs, das aus seiner Sicht quasi als historisches Brückenelement zwischen Preußen und dem Dritten Reich fungiert. Dies wiederum muss man gar nicht erst zwischen den Zeilen herauslesen, das wird dem Rezipienten explizit serviert.

Erfrischende und vor allem weitgehend wertneutrale Geschichtsschreibung wie bei Clark oder Osterhammel, Herren vom Fach, vermag Ullrich nicht zu liefern.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 4, 2013 6:00 PM MEST


Die Verwandlung der Welt: Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts
Die Verwandlung der Welt: Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts
von Jürgen Osterhammel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,90

13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meilenstein der Geschichtsschreibung!, 19. November 2009
Im Grunde genommen könnte ich mir diese Rezension sparen, denn meine Vorredner haben über dieses monumentale Werk von Prof. Osterhammel bereits alles gesagt.

Prof. Osterhammel hebt mit dieser Globalgeschichte des 19. Jahrhunderts die Meßlatte in diesem speziellen und ohnehin äußerst anspruchsvollen Bereich der Geschichtsschreibung um ein großes Stück an: Ein einnehmender und eleganter Sprachstil, angenehmes Unterlassen von einseitig subjektiver Wertung, sorgsam recherchierte Fakten in wahrlicher Hülle und Fülle. Und für die Ästheten: Wunderschön gebunden und auf qualitativ hochwertiges Papier gedruckt.

Kurzum: So sieht die geschriebene Vermittlung historischen Fachwissens auf höchstem Niveau aus. Glasklare Kaufempfehlung!


Geschichte der politischen Ideen: Von der Antike bis zur Gegenwart
Geschichte der politischen Ideen: Von der Antike bis zur Gegenwart
von Hans Fenske
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,95

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstklassiges Überblickswerk, 19. November 2009
Den Autoren ist mit "Geschichte der politischen Ideen" ein sehr gutes Überblicks- und Nachschlagewerk für die relevantesten Ideen, Strömungen und Köpfe der politischen Theorie gelungen. Es bringt das Wesentliche kompakt auf den Punkt und erfüllt somit seinen zugedachten Sinn und Zweck mit Bravour.

Ich muss im Übrigen meinem Vorredner widersprechen: Wenn das Niveau dieser Schrift die Aufnahmefähigkeit von Einsteigern in die politische Philosophie übersteigt, liegt das aus meiner Sicht nicht an einer vermeintlich unverständlichen Sprache, ganz im Gegenteil. Vielmehr ist dies einem zu beobachtenden sinkenden Niveau an den Universitäten geschuldet.


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