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Rezensionen verfasst von
L. Settembrini "jadako2" (Zürich)

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Diesseits des Van-Allen-Gürtels: Erzählungen
Diesseits des Van-Allen-Gürtels: Erzählungen
von Wolfgang Herrndorf
  Gebundene Ausgabe

10 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas belanglos, 29. August 2007
Im Buch hat es ein Foto des Autors. Es zeigt diesen in seiner Küche sitzend, die nicht angezündete Zigarette an der Lippe klebend und über den Rand seiner Brille hinwegguckend, dies alles ohne verpennt zu wirken, sondern kernseifensauber und ausgeschlafen. Fraglos ein Kreativer. Denkt man. Soll man das denken? Leider habe ich das Foto nicht gesehen, als ich das Büchlein bei Amazon gekauft habe, denn die Geschichten sind die vollständige Entsprechung dieses Fotos, das ein Schnappschuss sein will und keiner ist. Am besten ist noch die Titelgeschichte, wahrscheinlich darum, weil sie einigermassen spontan erzählt ist. Sie handelt von einem, der an eine Party gehen will, dann aber verpennt und in der leeren Nachbarwohnung auf einen Jungen trifft, der ihm früher Steine nachgeworfen hat, nun aber mit ihm ganz rührig pubertär die Martini-Flasche teilt, so dass man etwas über Gott und die Welt faselt. Was soll man aber von einer Geschichte halten, in welcher die zwei Worte "Dieter Bohlen" vorkommen? Nachweisliche Verankerung in der Gegenwart? Insgesamt sind diese Erählungen doch recht belanglos. "Das Scheusal hat Talent" attestiert auch der Buchrückseite jemand dem Autor. Nun ja, wenn er wenigstens ein Scheusal wäre.


Der Stechlin: Roman
Der Stechlin: Roman
von Theodor Fontane
  Taschenbuch

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein scheinbares Nichts, 15. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Stechlin: Roman (Taschenbuch)
Faszinierend wie die scheinbare Inhaltslosigkeit dieser Geschichte sich selbst erfüllt und bereichert, wie scheinbar belanglose Plaudereien, dem Lebensgefühl in seinen Pastell- (nicht Grell-) Tönen zu menschlich-pulsierender Wirklichkeit verhelfen, so dass man sich am Ende fragt, woran es liegen mag, dass man jetzt, nach dieser Lektüre von so vielen eigentümlich liebgewonnenen Figuren regelrecht umgeben ist, sie immer weiter plaudern hört.


Abspann
Abspann
von Steve Tesich
  Gebundene Ausgabe

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Oh Du Unglückseliger, 15. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Abspann (Gebundene Ausgabe)
Das ist die Geschichte eines Widerlings, der vom Schicksal gebeutelt wird, dass es kaum auszuhalten ist. Bald fasst man Sympathie zu dem Helden, dessen Leben die reine Farce ist und darin endet, dass er auf dem Damenklo verblutet und dabei nochmals die rührende Vision des "Solarseglers" erlebt, eines filigranen Weltraumgefährts, dessen Darstellung ihn in der Wissenschaftsbeilage der Times einst so beeindruckt hatte.
Die ersten ca. 50 Seiten erinnerten etwas stark an Woody Allen (dessen Konterfei jenem des Autors übrigens gleicht): Eindruck des Stadtneurotikers, z.B. die Dekadenz bei dieser Party, slapstickmässig-klischeehafte Scheidung von Powerblondine. Auf den nächsten 500 Seiten wird jedoch eine eindringliche Figur gezeichnet, wie man sie so bestimmt noch nicht erlebt hat: tieftraurig und ekelhaft-sympathisch. Im Grunde eine moralische Geschichte, nur, dass Gut und Böse hier nicht die gegeneinander antreten, sondern gemeinsame Sache machen gegen den hochsensiblen Lügner, den hartnäckig hoffnungsvollen Möchtegern-Liebenden und melodramatisch-Sentimentalen. Ich glaube, dieses zu sich selbst gesprochene "Ach Saul!" werde ich als Lebensgefühl von maximaler Traurigkeit niemals vergessen.


Der arme Verschwender: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Der arme Verschwender: Roman (suhrkamp taschenbuch)
von Ernst Weiß
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,00

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Arztroman der Extraklasse, 28. Januar 2007
Die Geschichte besticht durch ihre unprätentiöse Erzählweise, die den Leser an der Seite des Ich-Erzählers durch dessen Leben führt, das von der ersten Seite an von einem beklemmenden Drang gekennzeichnet ist, es allen recht zu machen. Allen voran dem Vater, Urheber einer lebenslangen Bringschuld, der ein pathologischer Geizkragen, ein medizinisches Genie und ein Tyrann und Betrüger zugleich ist. Undankbarkeit ist wohl das treffendste Wort für das, was dem armen Verschwender (der Vater: "Du willst Christus sein, aber nicht ans Kreuz!") entgegenschlägt; aber man muss es selbst gelesen haben, um die eigentümliche Melancholie und Lebensdichte dieser Erzählung zu erfassen.


Das Hotel New Hampshire
Das Hotel New Hampshire
von John Irving
  Sondereinband
Preis: EUR 12,90

1 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 50 Seiten, 11. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Das Hotel New Hampshire (Sondereinband)
Die ersten 50 Seiten sind ein Feuerwerk an Spass. Ein Bär, der in ein altes Motorrad verliebt ist, an dessen Auspuff sein verbranntes Fell klebt, und der fürchterlich auf Trab kommt, wenn jemand glaubt, mit dem Motorrad eine Runde drehen zu können, ohne ihn mitzunehmen. Und jetzt kauft ein junger Mann diesen Bären (der angeblich zu blöde ist, als dass man mit ihm Geld verdienen kann. O-Ton: "Du dummer Bär!") samt Motorrad von einem Typen namens Freud (natürlich nicht DER Freud). Das und die Schilderung einer Grossfamilie, die eigentlich gar nicht besonders schräg ist, sondern nur konsequent in der Verwirklichung ihrer Lebenspläne: Erfrischend, komisch und durchaus bewegend. 50 ganz tolle Seiten. Dann aber: STOPP! Der Rest ist wie endlos aufgebrühter Tee. Der Rest fällt unheimlich ab - fast als hätte ihn jemand anders geschrieben. Es geht nur noch um Klamauk am Laufmeter, mittelmässigen Slapstick, die schnelle Lache. Beispiel: Ein halbes Dutzend Mal muss ein armer Hund herhalten, der infolge krankhafter Flatulenz eingeschläfert werden musste und sodann von einem der Kinder ("im Biologielabor") heimlich ausgestopft worden ist (natürlich in "Angriffspose"). Und in dieser Angriffspose kommt er sodann ein halbes Dutzend mal zur Anwendung: aus dem Schrank in Opas Zimmer purzelnd (wobei der alte Bodybuilder natürlich vor Schreck abdankt), unter dem Kinderbett, aufgequollen in der Badewanne. Das zu lesen ist sehr öde. Komisch - der Anfang war WIRKLICH komisch.


Die Glut: Roman
Die Glut: Roman
von Sándor Márai
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,00

9 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Find ich nicht so gut, 13. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Glut: Roman (Taschenbuch)
Mein dreijähriger Sohn sagt manchmal "find ich nicht so gut", wenn ihm etwas nicht gefällt, und so will ich es nun auch halten. Hab das Buch in die Hand genommen, an ein paar Stellen aufgeschlagen und schliesslich gekauft, weil das Photo des Autors eine eigenartig melancholische, tieftragische Visage zeigt, die einiges zu hoffen verspricht.
Fand die Story dann aber nicht so gut, da ereignislos, abgeschmackt und vor allem (vor allem!) total verkrampft und klischeehaft. Reicher alter Mann trifft armen alten Mann, der genaugenommen inzwischen auch reich geworden ist, aber damals war er mausearm; damals man hatte sich ein törichtes Gelübde geleistet: keine Frauengeschichten, ein Rencontrée Jahrzehnte später fördert einen an Unglaubwürdigkeit nicht zu überbietenden Mordversuch zu tage - natürlich in Sachen Nebenbuhlerschaft. Teilweise sind Ansätze eines erzählerischen Talents zu erkennen, das aber nie richtig zum Tragen kommt; und vielleicht hat es auch damit zu tun, wie Goethe sagte: Getretener Quark wird breit, nicht stark.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 11, 2013 8:54 PM CET


Die Vermessung der Welt. Roman
Die Vermessung der Welt. Roman
von Daniel Kehlmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Unterhaltung, 10. Juli 2006
Habe mich bestens unterhalten. Die Idee, zwei geniale Exzentriker "kollidieren" zu lassen, die ja tatsächlich Zeitgenossen waren und tatsächlich mit ziemlich unterschiedlichen Mitteln den Naturgeheimnissen zu Leibe rückten - grossartig. Das Ganze ist in lockerem Slapstick-Stil gehalten, die indirekte Rede kommt hier so ungewohnt drollig und virtuos zum Einsatz, dass man sich frägt, warum nicht öfter. Natürlich kann man immer was nörgeln, das Ganze bleibt natürlich psychologisch etwas an der Oberfläche, aber bitte, wer schrieb in letzter Zeit etwas Besseres. Allein die Szene, wo Humbold en passant ein paar halbverweste Leichen aus einer Grabstätte mitlaufen lässt, zu privaten Studienzwecken; eine herrliche Schilderung panerotischer Wissenswut!


Wo ist Carlos Montúfar?: Über Bücher
Wo ist Carlos Montúfar?: Über Bücher
von Daniel Kehlmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,00

9 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Bitte nicht..., 15. Juni 2006
Hab das Buch aus Neugier gekauft, bin aber recht enttäuscht. Im Stil eines belesenen, pädagogisch wohlwollenden Conférenciers streift Kehlmann durch eine (nicht ganz nachvollziehbare) Auswahl von Büchern. Wäre ja schön und gut, wenn dabei nicht permanent die Absicht des Beeindrucken-Wollens durchschimmert, einmal durch nerviges Namedropping, das eine enzyklopädische Belesenheit suggeriert, zum anderen durch allzu pfiffikushaft-klugsch'erisches An-die-Hand-Nehmen des Lesers, der offenbar überzeugt werden muss, dass auch ein Buch wie "Herr der Ringe" grosse Literatur ist.


Illuminati
Illuminati
von Dan Brown
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,00

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tohuwabohu im Vatikan, 7. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Illuminati (Taschenbuch)
D-Day im Vatikan: das historisch geglaubte Komplott der Illuminati ruft sich mit reichlich Pathos in Erinnerung (im Cern gestohlene Antimaterie versteckt in den heiligen Gewölben, ein US-Kunsthistoriker, der im Minutentakt symbolische Rätsel löst, dämonische Brandzeichen, nervöse Pfaffen und Schweizergarde ausser Rand und Band...). Da gibt es nichts zu sagen, es ist gut gemacht, sprachlich besser als Simmel und vor allem nicht ganz todernst, sondern mit zarten Anflügen von Ironie.


Die Korrekturen
Die Korrekturen
von Jonathan Franzen
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

14 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wenig bewegend, 23. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Korrekturen (Taschenbuch)
Ich schliesse mich meinem Vorgänger Lukas Schaub vollständig an. Die Konstellation - drei exzentrische, mit dem Leben hadernde Kinder, jedes auf seine Weise hoffnungslos, die Eltern, die in friedfertiger Resignation miteinander auskommen, die tragische geistige Auflösung des alzheimerkranken Vaters, der Herzenswunsch der Mutter eines letzten gemeinsamen Weihnachtens: das wäre durchaus ein lohnender Stoff.
Doch Franzen bringt es nicht zustande, seine Figuren als menschliche Wesen darzustellen. Über die ganzen Längen des Buches hinweg bleiben sie leblose Karikaturen des Trübsinns, und da hilft es wenig, wenn man ihre Gemütslage über die aktuellen Pegel an neurochemischen Botenstoffe schildert. Was einfach fehlt ist die Authentizität dieser Menschen, die nur möglich ist, durch eine gewisse Empathie in ihrer Darstellung. So viele Müsterchen, Histörchen und Anektötchen werden einem detailversessen und mit umfassenden Anspruch auf Modernität, Obszönität und Originalität entgegengeschleudert, dass einem manchmal übel wird. Denn all diese Aufgebot an durchaus vorhandener Wortgewalt und Witz macht die Figuren nicht lebendiger, zahllose Schilderungen machen noch keine Erzählung und farblos bleibt auch im grellsten Licht der Effekthascherei noch farblos.


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