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Rezensionen verfasst von
Dr. Paul Versaeg "filmfan" (München)
(TOP 1000 REZENSENT)   

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Sennheiser MKE 600 - Kamera-Richtmikrofon
Sennheiser MKE 600 - Kamera-Richtmikrofon

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stolzer Preis - jeden Cent wert, 19. Juni 2016
Nach vergleichsweise ernüchternden Erfahrungen mit einem an der Phantomspeisung des Sony PXW-X70 (Sony PXW-X70//C Ultrakompakter Camcorder, 20 Megapixel, Exmor R XDCAM, Carl Zeiss-Optik, 12x optischer Zoom, 3G SDI, 422 10Bit XAVC-Aufzeichnung, XLR-Einheit mit Griff, 2x SD-Kartenslot, NFC/WiFi-Fernsteuerung) schwarz) penetrant rauschenden Rode NTG2 Dual Powered Directional Condenser Microphone mußte die Haushalts- pardon HOBBYkasse erneut strapaziert werden und ich griff zum hier diskutierten Sennheiser MKE 600.

In den nackten technischen Daten bestehen zwischen NTG2 und MKE 600 vergleichsweise wenig handfeste Unterschiede - leicht höherer Grenzschalldruckpegel (im Akkubetrieb gibt es Einbußen bei beiden Produkten), etwas niedrigeres Eigenrauschen und merklich höhere Empfindlichkeit (21mV/Pa gegenüber 15mV/Pa) beim Sennheiser. Das Rohde ist mit 280mm und 160g etwa 25mm länger und gut 30g schwerer als sein Konkurrent.

Kaufentscheidend allerdings noch folgende Dinge, die gerne überlesen werden:

- Betrieb mit 1.5V AA-Primärzellen UND(!) auch 1.2V Akkus (z. B. die Sany/Panasonic Eneloop) möglich.

- Vor ungewollter Betätigung gut geschützter, separater Ein-/Aus(schiebe)schalter - die Energieversorgung kann im Gegensatz zum Rohde auch im Gerät bleiben, ohne daß es zu einer schleichenden Entladung kommt (~150h).

- Bombenfeste Kontakte, da rappelt und klirrt im Betrieb nichts. Das Rohde mit seinen Kontaktfedern erzeugt gelegentlich wahrnehmbare Störgeräusche in der Aufnahme.

- Phantomspeisebetrieb funktioniert auch bei OFF, Zweifarb-LED zeigt den Betriebszustand. Grün= Phantomspeisung. Rot 1s: Batteriebetrieb. Rot permanent: Batterie fast leer. Rot kurz aufblitzend: Batterie leer.

- Low-Cut-Schiebeschalter.

- Unverlierbare, aufgeschraubte Batteriefachabdeckung mit präzisem Gewinde.

- Ein ausgedrehter und extrem maßhaltiger XLR-Anschluß an der Hinter des Mikrofons: Erst fluchte ich schon, weil die guten Neutrik NC3 FRX offenbar nicht paßten. Irrtum: Deren Gummiabdichtung schmiegt sich so paßgenau ans Mikro, daß ich einfach ein bißchen mehr Nachdruck walten lassen mußte als beim (inzwischen umgetauschten) Rohde und dem AKG C1000s MK III.

- Das Gehäuse ist aus Ganzmetall in schwarz-mattem Finish, vermutlich kratzfestes Eloxal.

- Kameraleute ohne XLR-Griff mit Mikrofonklemme oder D-SLR-Filmer werden sich über die serienmäßig beigepackte Schwinghalterung mit Blitzschuhadapter freuen. Ein sehr nützliches Accessoire!

Zu den inneren Werten: Das Sennheiser überzeugt im Praxisbetrieb voll. Am XLR-Griff der Sony PXW-X70 werden spektakuläre Empfindlichkeiten bei gleichzeitig verschwindendem Eigenrauschen erreicht. Da bleibt das durchaus nicht üble, eingebaute Stereomikro weit zurück. Auch im Handbetrieb für Interviews unter erschwerten Umgebungsbedingungen und am Galgen ist das MKE 600 wegen guter Dämpfung von Handlinggeräuschen bestens geeignet. Bei Low-Cut auf "Off" überzeugt ein sehr linearer Frequenzgang mit unverfälschtem, natürlichen Klang. Zum Akkubetrieb und in asymmetrischer Beschaltung ebenfalls keine Beanstandungen. Den Schaumwindschutz würde ich draußen quasi zur Pflicht machen, oberhalb eines lauen Lüftchens fängt sich das Sennheiser trotzdem deutliche Windgeräusche ein. Hier muß ein Windfell ("Dead Cat") oder Wind(schutz)korb her. Letzerer schlägt gerne mit dem Neupreis eines MKE 600 zu Buche. Im Regen wird es dann kritisch, das MKE ist diesbezüglich nicht abgedichtet.

Fazit: "You get what you pay for", wie der Ami so schön sagt. Ich wollte erst nicht in dieser Preisklasse einsteigen, wurde aber eines Besseren belehrt. Sennheiser hat durchaus Recht mit dem Understatement: "Professionelles Richtmikrofon für Videojournalisten". Nicht nur die werden sich über ein rundum gelungenes Produkt "Made in Germany" freuen.


4x Golebo crystal Displayschutzfolie Displayfolie für Sony PXW-X70 (Kristallklar, Blasenfreie Montage, Passgenauer Zuschnitt)
4x Golebo crystal Displayschutzfolie Displayfolie für Sony PXW-X70 (Kristallklar, Blasenfreie Montage, Passgenauer Zuschnitt)
Wird angeboten von Displayschutzfolien4u
Preis: EUR 3,29

4.0 von 5 Sternen Mit etwas Übung blasen- und einschlußfrei zu montieren, 19. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Typischerweise verwende ich für meine Display Folien von atFoliX, z. B. die atFoliX Displayschutzfolie für Nikon D300 - FX-Clear: Display Schutzfolie kristallklar! Höchste Qualität - Made in Germany! oder eine atFoliX Displayschutzfolie für Nikon D300 - FX-Antireflex: Display Schutzfolie antireflektierend! Höchste Qualität - Made in Germany!. Insbesondere die Antireflexbeschichtung der nicht(!) mattierten Folie ist praktisch.

Im konkreten Fall der Sony PXW-X70, deren Touchdisplay serienmäßig entspiegelt ist, gab es von atFoliX nichts im Angebot - ob die Variante für den AX100 paßt (3 x atFoliX Folie Sony FDR-AX100E Displayfolie - FX-Antireflex-HD Entspiegelung für hochauflösende Displays), konnte ich vorab nicht in Erfahrung bringen.

Die Golebo ist etwas dünner als FX-Folien von atFoliX, eine Entspiegelung entfällt erwartungsgemäß. Daher sind leichte Einschränkungen in heller Umgebung oder bei direktem Sonnenlicht hinzunehmen. Bei der Verarbeitung keine nennenswerten Probleme, Paßform/Maßhaltigkeit und randscharfer Zuschnitt ist gegeben, Blasen werden durch die Haftbeschichtung nach außen hin verdrängt bzw. können mit einem Mikrofasertuch leicht ausgestrichen werden. Die Entfernung (oder Justage) erfolgt idealerweise mit einem Klebeband (Tesa oder ein ähnliches Produkt, das keine Rückstände hinterläßt), das man am Rand aufklebt und damit die Folie langsam anhebt/abzieht.

Wie üblich sollte in einem zumindest staubARMEN Raum gearbeitet werden, dünne, puderfreie Nitrilhandschuhe zur Vermeidung von Fingerabdrücken und eine penibel saubere Reinigung des unbeschädigten Displays (Isopropylalkohol, Mikrofasertuch, Antistatikpinsel) sind extrem hilfreich. Der Anfänger sollte durchaus den 4er Pack kaufen, typischerweise gehen die ersten 1-2 Versuche schief.

Ich gebe der Golebo Crystal den Vorzug gegenüber 2 x Golebo Displayschutzfolie für Sony PXW-X70 Schutzfolie Folie "No Reflexion|Keine Reflektion" MATT - Entspiegelnd MADE IN GERMANY, denn unter der Mattierung leidet der Bildkontrast erheblich. Die Kratzfestigkeit der Crystal erscheint mir mittelmäßig (sicher nicht die 3H Bleistifthärte der Konkurrenz), aber brauchbar. Die Bedienung des Touchdisplays wird nicht eingeschränkt im Gegensatz zu Displayschutz aus Glas/Hybridglas oder extrem dickem Polycarbonat.

In Summe 4/5 Sterne - Punktabzug wegen nicht vorhandener Entspiegelung, das Herstellerversprechen wurde jedoch erfüllt.

Für jegliche Tips, ob die Camcorder FDR-AX100 und PXW-X70 hinsichtlich ihres Displays kompatibel sind, bedanke ich mich im Voraus.


Severin EM 3965 Elektromesser, weiß-grau
Severin EM 3965 Elektromesser, weiß-grau
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erfolgreich zweckentfremdet als Schneidwerkzeug für PU-Schaum, 19. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... nein, den Truthahn, (m)eine Sachertorte oder Tiefkühlgemüse habe ich mit dem Severin nicht geschnitten.

Eins aber ist sicher: Nach länglicher Recherche in einschlägigen Heimerwerker-, Küchen- und Elektrogroßmärkten schaut es bei der Konkurrenz (Tefal 8523.31 Elektrisches Messer , weiß/greige, Clatronic EM 3062 Elektromesser, ROMMELSBACHER EM 120 - ELEKTROMESSER - 120 Watt - weiß, Kenwood KN 650 Elektromesser, zusätzlicher Klinge (geeignet für Tiefkühl-Gut, 100 Watt)) eher mau aus. Da muß man umständliche Tastenkombinationen drücken, um das Elektromesser in Betrieb zu nehmen, da sind irgendwelche stylischen Details angebracht, die die flexible Handhabung erschweren, da sind die Messerrücken (=der Abstand von der Schneide zum Rücken) länger als notwendig mithin der Kurvenschnitt erschwert, da müffelt es schon im unbenutzten Neuzustand nach Chinamotor und -plastik, usw.

Das Severin ist nicht umsonst pragmatischer Sieger in vielen Haushaltsgerätetests, für einen Preis, der z. T. 50% unter dem der Mitbewerber liegt, bekommt man ein durchaus haltbares Produkt. Ich habe es ausschließlich zum Heimwerken beim Schneiden vom PU-Schäumen zweckentfremdet, glaube aber, daß die Resultate aus mehrerlei Gründen auch für den Küchenbetrieb relevant sind:

- Zur maximalen Einschaltdauer/Nennbetriebsart (S1-S8) läßt sich die Bedienungsanleitung nicht aus. Ich habe aber sicher annähernd 60 Minuten mehr oder weniger kontinuierlich an PU herumgeschnippelt, ohne daß die Klingen nennenswert heiß geworden wären oder der Motor verbrannt gerochen hätte.

- Nur 230V-Betrieb möglich.

- Die meisten Lebensmittel sind wasserhaltig, die Flüssigkeit wirkt gewissermaßen als Kühl- und Schmierstoff. PU ist trocken. Trotz Trockenschnitt gab es dort, wo die Klingen aufeinander gleiten, nur relativ wenig Abrieb. Die - ich vermute - Verchromung hat nur ein paar Kratzer davongetragen. An einer Stelle im Bereich der Nietverbindung kam der messingfarbene Untergrund zum Vorschein. Ursache: Messer nicht ganz planparallel, leichtes Nachbiegen löste das Problem.

- Die recht zähen und gleichzeitig abrasiven PU-Schäume stellen hohe Ansprüche an die Qualität der Klingen. Wer da nicht mit einem sehr scharfen Cuttermesser oder Bandschneider rangeht, der rupft und reißt eher als daß er schneidet. Die Messer von Severin sind relativ fein gezahnt, gingen in meinem Fall durch den Block wie Butter, selbst das Abtrennen von 10mm dünnen Scheiben Weichschaum war kein Problem. Beim Thema "Pfister Sonne", steinhart gefrorenem Fisch oder Gemüse wäre vorsichtige Skepsis angebracht.

- Das schlanke Messer läßt sich vergleichsweise gut um Rundungen führen. Für den Heimwerker ein weiteres Plus und evtl. auch am Nackensteak, Halsgrat oder Geflügel hilfreich.

- Das Gerät läuft vergleichsweise leise und nach dem Abschalten kommt der Messerblock recht zügig zur Ruhe. Eine Schnellbremse (wie z. B. bei Heckenscheren) ist nicht vorhanden, daher ist Vorsicht geboten.

- Messerauswurf per Taste komplett unkompliziert, Wasser drüber zum Reinigen, fertig. Spülmaschinenfest.

- Das Gerät steht (abroll)sicher auf seiner Unterseite.

- Netzkabel (fest angebracht) ausreichend lang. Allerdings PE/PVC und kein Gummi - im Amateurbereich aber auch nicht anders zu erwarten.

- Minimalistische Verpackung ohne viel Tamtam.

In Summe ein ebenso brauchbares wie preiswertes Produkt, auch abseits der Küche.


Rode NTG2 Dual Powered Directional Condenser Microphone
Rode NTG2 Dual Powered Directional Condenser Microphone
Preis: EUR 216,00

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Vorsicht bei Camcorderbetrieb mit Phantomspeisung!, 8. Mai 2016
Der Plan war, meinem AKG C1000 MK III ein stärker gerichtetes Videomikrofon zur Seite zu stellen. Das AKG funktioniert am Computer wie auch dem Camcorder (ein semiprofessioneller Sony PXW-X70 mit XLR-Griff) vollkommen tadellos, wahlweise mit 9V Block oder Phantomspeisung.

Das Rode NTG2 zickt jedoch etwas herum. Primäres Ärgernis: Der inakzeptabel hohe Rauschpegel bei Phantomspeisung, im Vergleich der Daten nicht stichhaltig zu erklären:

AKG C1000:
- Empfindlichkeit 6 mV/Pa (-44 dBV)
- Signal-Rauschabstand: 73 dB
- Impedanz 200 Ohm

Rode NTG2:
- Empfindlichkeit 15 mV/Pa (-36.0 dBV)
- Impedanz 250 Ohm
- Eigenrauschen 18 dB-A
- Signal-Rauschabstand: 76 dB

Weitere Tests (am rauscharmen Vorverstärker) und Internetrecherche bestätigen folgende Beobachtungen:

Ausgangssituation: Sony PXW-X70, Rode NTG2, symmetrisches Verbindungskabel Cordial mit Neutrik XLR Stecker/Buchse, <0.5 Ohm pro Leitung.

1. Rode NTG2 mit Phantomspeisung: Rauscht extrem. Dabei unerheblich, ob das Mikrokabel in Input1 oder Input2 steckt, ich die Kanäle bündle, automatisch aussteure, den Low-Cut benutze oder am Camcorder dämpfe.

2. Rode NTG2 mit 1.5V Mignonzelle: Rauschen ist weg, die gewohnte Empfindlichkeit.

3. Rode NTG2 mit Phantomspeisung an Vorverstärker: Kein ungewöhnliches Rauschen.

4. Rode NTG2 mit 1.5V Mignonzelle, asymmetrische Beschaltung mit Monoklinke an Vorverstärker: Kein ungewöhnliches Rauschen.

5. AKG C1000S MK III: Rauscht weder am Camcorder noch am VV merklich, egal ob mit Phantomspeisung oder 9V Blockbatterie. Identische Verkabelung.

Ich habe momentan kein Oszilloskop zur Hand und kann daher nicht sagen, wie der Sony seine 48V generiert (vermutlich Schaltwandler), mutmaße aber, daß es genau damit etwas hat: Eine Kombination aus einer etwas zu simplem Eingangsbeschaltung im NTG2 und eine schlampig entstörte Phantomspeisung am Camcorder.

Internetfundstücke (Suchmaschinenabfrage nach Rode, NTG2, PXW-X70, Rauschen, Phantomspeisung) sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache.

Weiterer Stern Abzug für die Abwesenheit eines Betriebsschalters, d. h. man muß die Mignonzelle jedes Mal aus dem Mikrofon entnehmen um einer klammheimlichen Entladung vorzubeugen. Und, ja, richtig gelesen: Wegen der niedrigeren Spannung bitte KEINE Akkus, sondern Primärzellen nutzen.

Und nochmal -1 Stern für die Tatsache, daß man unter speziellen Betriebsbedingungen die Kontaktfeder im unbelegten Batteriefach hören kann. Auch hier kann man sich behelfen (z. B. mit einem genau passenden Rundholzstückchen oder Dübel als "Dummy"), toll ist das aber in Summe nicht, daher Rückgabe.

Meine nächster Kandidat: Ein Sennheiser MKE 600 - Kamera-Richtmikrofon.

Fazit: Prinzipiell ist das NTG2 also durchaus als hochwertiges Camcorder(richt)mikro und für externe Soundrekorder geeignet - es bedarf aber einer genauen Einzelfallprüfung, ob die Phantomspeisung auch ausreichend entstört ist.

P.S.: Die mitgelieferte, leicht gepolsterte Aufbewahrungstasche am besten gleich im Karton belassen oder sofort via Kunststoffmüll entsorgen. Ein stärker nach "Chinaplastik" riechendes Produkt habe ich im letzten Jahrzehnt definitiv nicht unter die Nase bekommen. Ersatz fertigt man sich aus einem Reißverschluß, etwas 600DEN Cordura und/oder Nadelfilz an der Nähmaschine selbst oder gibt es für ein paar Euro zum Schneider seines geringsten Mißtrauens, ohne Gesundheitsgefahr durch stinkende Weichmacher und sonstige Zusatzstoffe.


Reer 5270 Baby Light Basic Beruhigungslicht, Motiv Käfer
Reer 5270 Baby Light Basic Beruhigungslicht, Motiv Käfer
Preis: EUR 8,89

1.0 von 5 Sternen Chinesischer Plastikmüll - fernab von umweltfreundlich, da nur geeignet für Primärzellen, 8. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Reer Baby Light (Babyartikel)
Ich bekam dieses Nachtlicht als kleine Wiedergutmachung für ein nach kurzer Zeit und innerhalb der Gewährleistungsperiode defekt gegangenes Fieberthermometer SC 42 TM (Reer Art.-Nr. 9840) mit flexibler Spitze (reer 9840 Digitales Fieberthermometer mit flexibler und vergoldeter Messspitze, baugleich dem SCALA SC 42 TM FIEBERTHERMOMETER). Nach Kauf vor knapp sechs Monaten haben wir das Thermometer kaum - aber in jedem Fall bestimmungsgemäß benutzt. Irgendwann bemerkten wir ein Nach­lassen im Kontrast des LCD, einige Segmente des LCD flimmerten im Takt mit dem blinken­den °C-Symbol. Schließlich reagierte das Thermometer überhaupt nicht mehr auf den Ein­schaltknopf. Die Spannung der eingebauten LR41-Zelle habe ich mit dem Multimeter kontrolliert (1.498V), sicherer Kontakt mit den Federbügeln war gegeben.

Soviel zur Motivation und dem ersten Qualitätseindruck vom Hersteller.

Das Reer 5270 hat eine relativ konzentrierte Lichtabgabe, das Motiv wird eher mittig ausgeleuchtet - insgesamt so hell, daß wir es zumeist mit dem Motiv zur Wand aufstellten um das Kind nicht übermäßig zu stören. Das Motiv ist fest eingerastet und nicht wechselbar. Bei moderaten Erschütterungen haben die Zellen soviel Spiel, daß das Licht verlöscht. Die beigepackten Energiespender (noname) hielten einige Tage.

In einem Anfall von naivem Umweltschutzwahn habe ich dann die bei mir zahlreich vertretenen Sanyo/Panasonic Eneloop (Panasonic eneloop AA Ready-to-Use Mignon NI-MH Akku BK-3MCCE/4BE (1.900 mAh, 4er Pack) -) verwendet.

Im Ergebnis hat mich diese Entscheidung eben einen fast neuwertigen Satz dieser Zellen gekostet: Ganz offensichtlich gab es der Kostendämpfungsrotstift des Einkaufs bei Reer nicht her, die Made-in-China-Preziose mit auch nur dem grundlegendsten Unterspannungsschutz auszustatten; Am Morgen war das Licht aus und die Spannung einer Zelle auf ca 0.3V abgesunken, die andere hatte 0V. Tiefentladen!

Damit ist das Produkt nicht nur Pfuschdesign und eine Umweltsauerei, sondern auch nur nur für den Betrieb mit Primärzellen geeignet. Das läßt sich zwischen den Zeilen der diesbezüglich etwas verschämten Produktbeschreibung natürlich irgendwie herauslesen. Suche auf der Herstellerwebsite liefert: "[...] Alle BabyLights werden mit Batterien betrieben und sind somit unabhängig von Stromquellen überall flexibel einsetzbar. [...]".

Wo wir gerade beim Haare spalten sind: Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß es sich freilich auch in diesem Fall nicht um Batterien (die Zusammenschaltung mehrerer galvanischer Zellen) handelt, sondern um entweder Primärzellen oder eben Akkumulatoren.

Die ernüchternde Bilanz:
Gerätepreis: Knapp 5€.
Sachschaden: Gut 5€.

Nachtrag: Auf das Problem angesprochen äußerte man sich beim Reer-Kundendienst wie folgt (Wortzitat): "[...] Des Weiteren ist auf den Dokumenten und der Verpackung zum Produkt klar ausgewiesen, dass dieses Nachtlicht für eine Spannung von 3 Volt ausgelegt ist. Alkali Batterien haben eine Spannung von 1,5 Volt, (die meisten) Akkus hingegen nur 1,2 Volt. Daher kann nach Bewertung unserer Spezialisten die Entladung Ihrer verwendeten Akkus auch hier ihre Ursache haben, da beim Betrieb mit diesen zwei Akkus lediglich eine Spannung von 2,4 Volt erreicht wurde. [...]".

Jeder, der ein wenig Ahnung von den Entladekurven bei aufladbaren Zellen im Vergleich mit Primärzellen hat, möge sich seinen Teil denken und überlegen, ob er reihenweise Wegwerfware verschleißt, teure Eneloop quasi prophylaktisch vor der Zeit auflädt oder ganz die Finger von diesem enttäuschenden Produkt läßt.


Wera Zyklop Metal-Knarrensatz 8100 SA 8 mit Umschalthebel, 1/4 Zoll-Antrieb, metrisch, 28-teilig, 05004018001
Wera Zyklop Metal-Knarrensatz 8100 SA 8 mit Umschalthebel, 1/4 Zoll-Antrieb, metrisch, 28-teilig, 05004018001
Preis: EUR 58,66

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Über angebliche Qualitätsmängel, Spiel im Antrieb und zu kurze Betätigungsgriffe..., 11. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vorab: Der SA 6 Knarrensatz (Wera Zyklop Speed-Knarrensatz 8100 SA 6, 1/4 Zoll-Antrieb, metrisch, 28-teilig, 05004016001) ist ähnlich aufgebaut, ich nehme ihn daher genauso in Schutz, wie sein Brüderchen, den SA 8: Wera Zyklop Metal-Knarrensatz 8100 SA 8 mit Umschalthebel, 1/4 Zoll-Antrieb, metrisch, 28-teilig, 05004018001. Der Hintergrund dabei ist, daß ich die verlängerten Schrauberbits nicht benötige, sondern lieber das kurze, dafür zähharte Pendant in der entsprechenden Aufnahme verwende, weil dann im Falle eines Falles einfach mehr Platz ist. Für die Knarre selbst (in beiden Fällen Typ 8004) dürfte das irrelevant sein.

Also: Vorsicht - liebe Rezensenten - beim Verriß angeblich minderwertiger weil wackelnder Steckverbindungen. Ist Euch in den Sinn gekommen, daß es sich hier nicht um einen Bug sondern ein ein- und ausschaltbares Feature handelt, das in vielen Fällen einen Kardanantrieb obsolet macht? Genauer Blick auf den Vierkant der kurzen Verlängerung (Typ 8794 A) und - je nach Ausführung - auch der Knarre zeigt, daß es sich hier um eine Art "Schwalbenschwanz" handelt, die bei einer bis zum Rastpunkt aufgesteckten Stecknuß einen gewissen Schräglaufwinkel erlaubt, ohne den Knarrenmechanismus quer zur Drehrichtung zu belasten und mithin Schwergängigkeit hervorzurufen.

Ist Euch aufgefallen, daß man die Nuß mit etwas Nachdruck auch noch etwas weiter aufschieben kann, bis sie flächenbündig auf bzw. in der Vertiefung der Verlängerung/Knarre aufliegt und dann komplett spielfrei läuft, natürlich im Rahmen gewisser Zugeständnisse in Sachen Montierbarkeit?

Vermutlich nicht. Schade eigentlich.

Zum Produkt: Einen zu schweren Lauf des Knarrenmechanismus kann ich nicht bestätigen, für meinen Geschmack rastet auch der Richtungswahlhebel viel vertrauenserweckender ein, als das bei dem etwa gleichlangen Produkt von Stahlwille (Stahlwille Steckschlüssel-Garnitur 1/4 Vierkant Zoll, 40/44/17/5) der Fall ist. Dort schaltet man gerne ungewollt um oder die Sperrklinken landen in einem indifferenten Zustand, wo es Freilauf in beide(!) Richtungen gibt. Das nervt. Viel mehr als ein bißchen mehr Drehmoment, das den stärkeren Federn des Wera-Produkts geschuldet ist.

Außerdem scheint mir die Wera-Knarre vier Sperrklinken zu haben, die den etwas kleineren Zähnen des Feintriebes Rechnung tragen und vermutlich ein ebenso hohes Drehmoment erlauben, wie die Stahlwille mit ihren nur 36 Rastpositionen. Mäkeln könnte man höchstens über die Erkenntnis, daß das Innenleben der Wera nicht so ohne Weiteres zugänglich ist (keine Verschraubung wie im Falle der Stahlwille), mithin also weder zu reinigen, noch zu fetten oder zu reparieren geht. Bei dem Preis verschmerzbar.

Mir gefällt die matte Verchromung der Wera übrigens besser, da spiegelt bzw. reflektiert nichts, da platzt nichts ab, das hat man gut in der Hand und der Putzreflex entfällt - ungleich der sich offenbar epidemisch verbreitenden Klavierlackoberflächen von Unterhaltungselektronik.

Die Wera hat eine Kugelarretierung mit zentralem Auswerferknopf, der nicht nur die Kugel selbst freigibt, sondern auch noch einen Auswerferstift betätigt. Da fällt einem die Nuß förmlich in die Hand (=Einhandbedienung möglich) und bei Stahlwille muß man dafür noch extra in die Tasche greifen: Stahlwille 415QR QuickRelease-Knarre 1/4 Zoll, 117 mm, 11110020. Weiterer Pluspunkt für Wera.

Übrigens ist ein Blechkasten gut und schön - allerdings nur solange, wie die Einlage auch ihren Zweck tut. Ist das ABS-Tiefziehteil ausgenudelt, der Schaumstoff schlapp geworden oder die Verriegelungsklappe gebrochen, hat man bei jeder Benutzung ein lustiges Puzzle und ständig Ärger. In der Textilbox halten die Teile bombenfest (Gummibänder mit eingesponnenen Textilfäden, eine solide Gummileiste für die Bits und Kunststoffpfosten für die Nüsse), im Zweifel tauscht der Schuster/Schneider einen Klettverschluß und man ist wieder im Rennen. Außerdem verkratzt und rostet nichts.

In meinem Satz hatte keine der Nüsse irgendwie Untermaß (der Rezensent meinte hier wohl _ÜBERMASS_, denn sonst hätte er eine SW10-Mutter gar nicht montiert bekommen), sämtliche Betätigungswerkzeuge innerhalb ihrer Spezifikation, Surface-Drive für alle Sechskante inclusive - auch dabei muß der kleine Kasten von Stahlwille passen.

Nein, ich kann noch nicht aus dem harten Alltagsbetrieb berichten, ich weiß auch nicht, ob die Kunststoff-, Gummi- oder Nylonoberflächen lösemittelfest sind und Mißbrauchsversuche zum maximalen Drehmoment will ich auch nicht anstellen. Was uns zurück zum Thema "Länge des Betätigungsgriffs und Geishahände" bringt:

Vorsicht - liebe Rezensenten - beim Verriß angeblich zu kurzer Griffe! Ist Euch klar, daß die maximale Gewindegröße, die man mit SW13 bedienen kann üblicherweise M8 ist? Liebe Rezensenten, laßt Euch gesagt sein: Hier rangieren wir bei Anzugs(!)momenten im Bereich von 40Nm (ich habe schon eine 12.9er Qualität vorausgesetzt, so ziemlich das Edelste/Heftigste, was sich im Hobbybereich auftreiben läßt). Dazu paßt die Knarre mit ihrem Betätigungszentrum, das bei etwa 10cm liegt, optimal. Dort müßte man (Dreisatz!) 400N aufbringen, das ist die Kraft, die 40kg an üblichen Breiten-/Längengraden ausübt. Einfach die Badezimmerwaage in der Hand quetschen und staunen.

Falls man festgebackene Gewindeverbindungen mit SW13 _lösen_ will, ist der 1/4"-Antrieb also nicht Mittel der Wahl. Da müssen Werkzeuge in 1/2" her, evtl. schlagfeste Nüsse und Schlagschrauber, zusammen mit chemischen oder thermischen Lösemitteln.

Der langen Rede kurzer Sinn: Die Qualitätsdefizite sind m. M. n. keine, mit den mechanischen Implikationen des Kardanersatzes kann man leben, die Textilbox (präzise: 183x75x40mm^3) eine gute Idee, sowas kann man sich auch ins Motorradwerkzeug tun und damit die meist haarsträubend schrottigen Serienwerkzeuge ersetzen. Ob nun zwingend die SW7, 9 und 11 im Set erforderlich sind, lasse ich dahingestellt, zur Abwertung führt diese Tatsache allerdings nicht. Ein Knarrensatz ist eben ein Knarrensatz - wer unbedingt will, tut sich einen Adapter oder Bits für kleinere Muttern an die freigewordenen Plätze oder spart ein paar Gramm, schließlich ist das Leistungsgewicht A und O.

Ein akademisches Sternchen Abwertung für den fest verbauten Antrieb, meine Kaufempfehlung gegenüber dem schmerzhaft teuren Stahlwille-Produkt schmälert das jedenfalls nicht.

Frohes Schrauben!


Wera Zyklop Speed-Knarrensatz 8100 SA 6, 1/4 Zoll-Antrieb, metrisch, 28-teilig, 05004016001
Wera Zyklop Speed-Knarrensatz 8100 SA 6, 1/4 Zoll-Antrieb, metrisch, 28-teilig, 05004016001
Preis: EUR 77,95

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ... über das angebliche Spiel im Antrieb und Anderes..., 11. Januar 2016
Vorab: Ich nehme hier nicht konkret diesen SA 6 Knarrensatz (Wera Zyklop Speed-Knarrensatz 8100 SA 6, 1/4 Zoll-Antrieb, metrisch, 28-teilig, 05004016001) in Schutz, sondern den SA 8: Wera Zyklop Metal-Knarrensatz 8100 SA 8 mit Umschalthebel, 1/4 Zoll-Antrieb, metrisch, 28-teilig, 05004018001. Der Hintergrund dabei ist, daß ich die verlängerten Schrauberbits nicht benötige, sondern lieber das kurze, dafür zähharte Pendant in der entsprechenden Aufnahme verwende weil dann im Falle eines Falles einfach mehr Platz ist. Für die Knarre selbst (in beiden Fällen Typ 8004) dürfte das irrelevant sein.

Also: Vorsicht - liebe Rezensenten - beim Verriß angeblich minderwertiger weil wackelnder Steckverbindungen. Ist Euch in den Sinn gekommen, daß es sich hier nicht um einen Bug sondern ein ein- und ausschaltbares Feature handelt, das in vielen Fällen einen Kardanantrieb obsolet macht? Genauer Blick auf den Vierkant der kurzen Verlängerung (Typ 8794 A) und - je nach Ausführung - auch der Knarre zeigt, daß es sich hier um eine Art "Schwalbenschwanz" handelt, die bei einer bis zum Rastpunkt aufgesteckten Stecknuß einen gewissen Schräglaufwinkel erlaubt, ohne den Knarrenmechanismus quer zur Drehrichtung zu belasten und mithin Schwergängigkeit hervorzurufen.

Ist Euch aufgefallen, daß man die Nuß mit etwas Nachdruck auch noch etwas weiter aufschieben kann, bis sie flächenbündig auf bzw. in der Vertiefung der Verlängerung/Knarre aufliegt und dann komplett spielfrei läuft, natürlich im Rahmen gewisser Zugeständnisse in Sachen Montierbarkeit?

Vermutlich nicht. Schade eigentlich.

Zum Produkt: Einen zu schweren Lauf des Knarrenmechanismus kann ich nicht bestätigen, für meinen Geschmack rastet auch der Richtungswahlhebel viel vertrauenserweckender ein, als das bei dem etwa gleichlangen Produkt von Stahlwille (Stahlwille Steckschlüssel-Garnitur 1/4 Vierkant Zoll, 40/44/17/5) der Fall ist. Dort schaltet man gerne ungewollt um oder die Sperrklinken landen in einem indifferenten Zustand, wo es Freilauf in beide(!) Richtungen gibt. Das nervt. Viel mehr als ein bißchen mehr Drehmoment, das den stärkeren Federn des Wera-Produkts geschuldet ist.

Außerdem scheint mir die Wera-Knarre vier Sperrklinken zu haben, die den etwas kleineren Zähnen des Feintriebes Rechnung tragen und vermutlich ein ebenso hohes Drehmoment erlauben, wie die Stahlwille mit ihren nur 36 Rastpositionen. Mäkeln könnte man höchstens über die Erkenntnis, daß das Innenleben der Wera nicht so ohne Weiteres zugänglich ist (keine Verschraubung wie im Falle der Stahlwille), mithin also weder zu reinigen, noch zu fetten oder zu reparieren geht. Bei dem Preis verschmerzbar.

Mir gefällt die matte Verchromung der Wera übrigens besser, da spiegelt bzw. reflektiert nichts, da platzt nichts ab, das hat man gut in der Hand und der Putzreflex entfällt - ungleich der sich offenbar epidemisch verbreitenden Klavierlackoberflächen von Unterhaltungselektronik.

Die Wera hat eine Kugelarretierung mit zentralem Auswerferknopf, der nicht nur die Kugel selbst freigibt, sondern auch noch einen Auswerferstift betätigt. Da fällt einem die Nuß förmlich in die Hand (=Einhandbedienung möglich) und bei Stahlwille muß man dafür noch extra in die Tasche greifen: Stahlwille 415QR QuickRelease-Knarre 1/4 Zoll, 117 mm, 11110020. Weiterer Pluspunkt für Wera.

Übrigens ist ein Blechkasten gut und schön - allerdings nur solange, wie die Einlage auch ihren Zweck tut. Ist das ABS-Tiefziehteil ausgenudelt, der Schaumstoff schlapp geworden oder die Verriegelungsklappe gebrochen, hat man bei jeder Benutzung ein lustiges Puzzle und ständig Ärger. In der Textilbox halten die Teile bombenfest (Gummibänder mit eingesponnenen Textilfäden, eine solide Gummileiste für die Bits und Kunststoffpfosten für die Nüsse), im Zweifel tauscht der Schuster/Schneider einen Klettverschluß und man ist wieder im Rennen. Außerdem verkratzt und rostet nichts.

In meinem Satz hatte keine der Nüsse irgendwie Untermaß (der Rezensent meinte hier wohl _ÜBERMASS_, denn sonst hätte er eine SW10-Mutter gar nicht montiert bekommen), sämtliche Betätigungswerkzeuge innerhalb ihrer Spezifikation, Surface-Drive für alle Sechskante inclusive - auch dabei muß der kleine Kasten von Stahlwille passen.

Nein, ich kann noch nicht aus dem harten Alltagsbetrieb berichten, ich weiß auch nicht, ob die Kunststoff-, Gummi- oder Nylonoberflächen lösemittelfest sind und Mißbrauchsversuche zum maximalen Drehmoment will ich auch nicht anstellen. Was uns zurück zum Thema "Länge des Betätigungsgriffs und Geishahände" bringt:

Vorsicht - liebe Rezensenten - beim Verriß angeblich zu kurzer Griffe! Ist Euch klar, daß die maximale Gewindegröße, die man mit SW13 bedienen kann üblicherweise M8 ist? Liebe Rezensenten, laßt Euch gesagt sein: Hier rangieren wir bei Anzugs(!)momenten im Bereich von 40Nm (ich habe schon eine 12.9er Qualität vorausgesetzt, so ziemlich das Edelste/Heftigste, was sich im Hobbybereich auftreiben läßt). Dazu paßt die Knarre mit ihrem Betätigungszentrum, das bei etwa 10cm liegt, optimal. Dort müßte man (Dreisatz!) 400N aufbringen, das ist die Kraft, die 40kg an üblichen Breiten-/Längengraden ausübt. Einfach die Badezimmerwaage in der Hand quetschen und staunen.

Falls man festgebackene Gewindeverbindungen mit SW13 _lösen_ will, ist der 1/4"-Antrieb also nicht Mittel der Wahl. Da müssen Werkzeuge in 1/2" her, evtl. schlagfeste Nüsse und Schlagschrauber, zusammen mit chemischen oder thermischen Lösemitteln.

Der langen Rede kurzer Sinn: Die Qualitätsdefizite sind m. M. n. keine, mit den mechanischen Implikationen des Kardanersatzes kann man leben, die Textilbox (präzise: 183x75x40mm^3) eine gute Idee, sowas kann man sich auch ins Motorradwerkzeug tun und damit die meist haarsträubend schrottigen Serienwerkzeuge ersetzen. Ob nun zwingend die SW7, 9 und 11 im Set erforderlich sind, lasse ich dahingestellt, zur Abwertung führt diese Tatsache allerdings nicht. Ein Knarrensatz ist eben ein Knarrensatz - wer unbedingt will, tut sich einen Adapter oder Bits für kleinere Muttern an die freigewordenen Plätze oder spart ein paar Gramm, schließlich ist das Leistungsgewicht A und O.

Ein akademisches Sternchen Abwertung für den fest verbauten Antrieb, meine Kaufempfehlung gegenüber dem schmerzhaft teuren Stahlwille-Produkt schmälert das jedenfalls nicht.

Frohes Schrauben!


Midland C923.07 G9 Plus Tarnfarben Funkgerät
Midland C923.07 G9 Plus Tarnfarben Funkgerät
Wird angeboten von Hamradioshop
Preis: EUR 69,00

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel Funk für wenig Kohle, 18. Dezember 2015
Für den eiligen Leser: KAUFEMPFEHLUNG. Für knapp 70€ bekommt man hier ein wirklich zuverlässiges, robustes und vielseitiges Dualband-Funkgerät, das sich für Babies und erwachsene Spielkinder gleichermaßen eignet. Die beigelegten Akkus sind brauchbar, aber freilich keine LSD-(Low Self Discharge)-Typen.

Die Langfassung:

Entnervt von den Allüren und der Unzuverlässigkeit zweier geschenkter Alan 441 (befreundete Eltern hatten es als Babyfon angeschafft) orderte ich vor Kurzem und nach ausgiebiger Internetrecherche ein Pärchen Midland G9 Plus Funkgeräte. In der deutschen Dualbandversion sind sowohl das PMR- und auch das LPD-Band nutzbar. Die hierzulande höchstzulässige Sendeleistung an der Antenne beträgt dabei 10mW (PMR) bzw. 500mW (LPD), baugleiche Exportvarianten gehen bis 500mW (PMR) und 5W (LPD) - dazu später noch mehr.

Schon beim Auspacken fällt das robuste, dickwandige und ordentlich abgedichtete ABS-Gehäuse auf, vom Hersteller mit "wasserfest nach IPX5" beworben. Das ist nach der Norm "Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel" und wegen der umlaufenden Profildichtungen für die Gehäusehälften, das Batteriefach und für die Tasten, den Lautstärkeregler und die Antenne auch plausibel.

Zur Positionierung: Wir haben hier natürlich kein Walkietalkie vor uns, das Polizei, SEK, Behörden und Wachschutz rund um die Uhr auch bei widrigsten Bedingungen sorglos einsetzen können. Trotzdem ist das G9 im gehobenen Mittelfeld bzw. in der Preisklasse bis 100€ sehr gut aufgestellt. Auch die innere Verarbeitung überzeugt: Eine solide verankerte Platine, saubere Lötstellen, entkoppelter Vibrationsmotor, großzügige Batteriekontakte (teils Blattfedern, eine Spiralfeder). Gegen den von anderen Rezensenten beklagten Verriegelungsmechanismus der Batterieklappe habe ich überhaupt nichts, das ist ein ABS-Spritzgußteil mit Edelstahlachse, die sich in einer Bohrung des Gehäuses verankert: Schließt bombenfest, ist bei Bedarf innerhalb von wenigen Minuten austauschbar und kein Vergleich zu den windigen Schiebern und Schnappern mit Foliengelenk der man anderswo verbaut.

Das (bei Bedarf beleuchtete und kontrastreiche) Display ist wegen der großen Segmente und seiner vordefinierten Symbole gut ablesbar (d. h. kein Punktmatrix-Mäusekino), die Mikrotasten mit Gummimembran (nicht beleuchtet) haben allesamt einen guten Druckpunkt, der zentrale Ein-Aus-Lautstärkeregler rastet gut ein und läuft sauber.

Den ausreichend stabilen Gürtelclip (ebenfalls ABS, mit Stahlachse und Sicherungsclips) kann man abnehmen, eine Schutz-/Bereitschaftstasche ist nicht mit dabei.

Als Kritikpunkt möchte ich die etwas gewöhnungsbedürftige und auch frickelige Unterbringung des oberen linken Akkus erwähnen, dort befinden sich zwei übereinander und der obere Akku verschwindet in einer Art Tunnel, nur der Pluspol lugt noch hervor. Wer etwas übermaßige Mignons wie die im Lieferumfang einsetzt (dabei sind je vier Ni-MH Zellen der Marke "HPE - highpowertech.com" mit nominalen 1800mAh, die ich bei meinen realistischen Ladeversuchen mit einem Mössinger AV4m eher auf 1700mAh beziffern würde), der darf eine Spitzzange bereithalten um den letzten Akku wieder aus seinem Gefängnis zu befreien. Zugegeben: Da wackelt und klappert nichts, ein wenig Sorge macht es aber doch.

Außerdem wäre da noch die Ladeschale, die - ich habe sie testweise zerlegt - mit einer relativ simplen Konstantstromquelle (gegengekoppelter Bipolartransistor und Spannungsteiler) arbeitet, nach meinen Messungen fließen 385mA. Den serienmäßigen Akkus möchte man eine solche Ladung in Reihenschaltung über 10h evtl. noch antun (üblich sind 1/10C, d. h. 1/10 der Kapazität in Ampère über zehn Stunden, also 180mA*10h), die von mir dringend empfohlenen Eneloop behandelt man aber doch besser individuell und an einem ordentlichen Ladegerät.

Wer trotzdem selber basteln will: Das Steckernetzteil hat 230V@50Hz (leider keine Mehrbereichsversion) primär und 9V@300mA sekundär (etwas ehrgeizig bei _dem_ Ladestrom!), Leerlaufspannung 14.1V - von den 4x1.45V=5.8V Ladeschlußspannung einer Serienschaltung aus vier Ni-MH-Akkus also weit entfernt. Aber ggfs. zigarettenanzündertauglich - man benötigt lediglich ein Adapterkabel von Zigarette auf Niederspannungs-/Hohlstecker (2.1/5.5mm, Schaftlänge ~9.5mm - die Maße sind relativ unkritisch) und kann eine notfallmäßige Ladung versuchen, so die Akkukapazität zuneige geht.

In der Ladeschale ist übrigens reichlich Platz für eine bessere Lösung: Man könnte einen LT3761/3796 von Linear Technologies einsetzen und zumindest den Ladestrom und die Schlußspannung ordentlich einstellen oder gleich den LTC4060 von Linear bzw. einen DS2715/MAX712/MAX713 von Maxim nehmen, die Chips beherrschen sogar -dV-Abschaltung.

NB: Wir reden hier von einem Anschaffungswiderstand zwischen 3 und 8€ nur für den IC. Von daher ist natürlich klar, wo und warum Midland den Rotstift angesetzt hat.

Weg von der Hardware, hin zur Software: Im Praxisbetrieb geht das Menüsystem mit seinen anfangs noch recht kryptischen Abkürzungen (Kanal-CTC-DCS-Pr-VOX-Vibra-CA-rB-bP-EC-DW-Or-Pr) recht schnell in Fleisch und Blut über - einen Download der im Lieferumfang NICHT enthaltenen ausführlichen Anleitung (dabei sind: Kurzanleitung, Konformitätserklärung, Informationen über die länderspezifische Benutzung, Servicenachweis, SAR-Beileger und Werbeflyer) von der Midland-/Alan-Homepage empfehle ich aber dennoch.

Die automatische Reichweitenkontrolle (Or=ON) ist ein sehr sinnvolles Feature bei kritischen Verbindungen, dabei tauschen sich zwei kompatible Geräte alle 30s Sekunden in einem kurzen Datentelegramm aus und falls der Partner nach zwei Versuchen nicht antwortet, beginnt "OUT" im Display zu blinken, falls Pieptöne eingeschaltet sind (bP=ON) ertönt ein Warnsignal. Gleiches kann man auch manuell anfordern (Or=OFF), indem man die EMG (Emergency Call) Taste 2x kurz hintereinander drückt.

Auch sehr sinnvoll die zwei separaten PTT-Tasten, die man so konfigurieren kann, daß regulär mit niedriger, bei Bedarf aber mit hoher Leistung gesendet wird (Pr=L), dazu weiter unten noch mehr. Wer das Gerät auch gelegentlich Laien in die Hand drückt, wird den Rogerpiep (rB=ON) zu schätzen wissen, dann gibt es keine Mißverständnisse.

Das CTCSS (Continuous Tone Coded Subaudio Squelch oder Continuous Tone Coded Squelch System, Menüoption "CTC") mit seinen Pilottönen ist langsam etwas antiquiert, ich würde - wo verfügbar - DCS (Digital Coded Squelch) benutzen: Dieses Selektivrufverfahren ist flexibler, funktionssicherer und bietet deutlich mehr Kennungen.

Das eingebaute Mikrofon ist für den normalen Sprechbetrieb ausreichend empfindlich, im VOX-Modus (VOX=L1,L2,L3,L4) würde ich ein G9 Plus nicht als Babyfon einsetzen wollen. Selbst auf der empfindlichsten Stufe (L1:Hoch, L2:Mittel, L3:Niedrig, L4:Wie L1 nur mit Zwangsunterbrechung nach 20s, auch als "Talk Back" bekannt) reicht mir das Ansprechverhalten nicht, die Wahl fiel auf ein Alan 5006 M Zusatzmikro (nach meinen Recherchen baugleich mit dem BM-1), das hat einen eingebauten Vorverstärker und kann in Sachen Auflösung und Empfindlichkeit auch sehr kritische Kunden zufriedenstellen. Angestöpselt wird solches Zubehör (Headset, taktische Mikros, usw. ebenfalls verfügbar) in zwei Klinkenbuchsen rechts am Gehäuse (Mikro: 2.5mm, Mono, mit Electret-Spannungsversorgung, Lautsprecher/Ohrhörer: 3.5mm, Mono), im unbenutzten Zustand gut hinter einer unverlier- aber drehbaren Gummikappe geschützt.

Die oft vollmundigen Reichweitenversprechen (Midland gibt im bebauten Gebiet 1-2km an, im Wald und auf dem Land ca. 4-6km, von Berg zu Berg 12km und mehr - das bei maximalzulässiger Leistung in Deutschland, d. h. 500mW LPD) werden nach meinem Ermessen eingehalten, dies auch dank der etwas längeren Antenne.

Wer Deutschland verläßt und/oder eine Amateurfunkerlizenz hat, dem dürfte das Midland G9 Plus auch noch aus einem anderen Grund gefallen: Nach Entfernen der fünf selbstschneidenden Kreuzschlitzschrauben (vier schwarze sind im Batteriefach verborgen), kann man den Rückdeckel des Geräts abnehmen. Hier bitte Vorsicht, da es im Bereich der Antenne noch eine Rastnase gibt und außerdem Kabel vom Batteriefach und dem Vibrationsmotor auf die Platine führen. Schnell ist da was abgerissen.

Der Blick fällt sofort auf drei mit J1, J2 und J3 beschriftete Drahtbrücken, die sich direkt neben dem Lautstärkeregler befinden. Hier kann man mit einer Kneifzange bzw. dem Lötkolben die Sendepegel "einstellen", folgende Tabelle ist hier relevant (bitte in diktengleicher Schrift wie etwa "Courier New" ansehen):

J1 J2 J3 PMR LPD PWR
------------------------
0 0 0 - X H/M
1 0 0 X - H/M
0 1 0 ? ? ?
1 1 0 X X H/M
0 0 1 - X L
1 0 1 ? ? ?
0 1 1 X X M/L (*)
1 1 1 X X M/L
------------------------
Anzeige Pr im Display: H/M

(*) Serienzustand bei meinen Funken war

0 1 1 X X M/L (*)

Wer nun also im Dualbandbetrieb die maximale Leistung abrufen können will, der brückt den bei mir im Auslieferungszustand durchgekniffenen J1, läßt J2 verbunden und trennt J3 (d. h. 1 1 0). Stellt man nun Pr=L im Menü ein, sendet das G9 mit der normalen PTT-Taste noch im erlaubten Rahmen (Display zeigt dann "L"), im Boost-Betrieb aber mit allem was geht (Displayanzeige: "H"). Nach eine Konfigurationsänderung fällt das Midland in den Serienzustand zurück, Pieptöne usw. müssen erneut deaktiviert werden.

Derartige Modifikationen natürlich auf eigenes Risiko, Garantieverlust und Ärger mit der Bundesnetzagentur inklusive.

Im Fazit ein wirklich guter Kauf, alles was des Funkers Herz begehrt.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 15, 2016 8:09 AM MEST


Midland G9E PMR Funkgerät inkl. Standlader (1800mAh, Akku, Vibrationsalarm)
Midland G9E PMR Funkgerät inkl. Standlader (1800mAh, Akku, Vibrationsalarm)
Wird angeboten von KEIMFUNK
Preis: EUR 84,50

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel Funk für wenig Kohle, 18. Dezember 2015
[Diese Rezension bezieht sich auf das G9 Plus, ein Umbau des G9E zur Nutzung des LPD-Bandes dürfte vermutlich trivial sein - mehr dazu weiter unten.]

Für den eiligen Leser: KAUFEMPFEHLUNG. Für knapp 70€ bekommt man hier ein wirklich zuverlässiges, robustes und vielseitiges Dualband-Funkgerät, das sich für Babies und erwachsene Spielkinder gleichermaßen eignet. Die beigelegten Akkus sind brauchbar, aber freilich keine LSD-(Low Self Discharge)-Typen.

Die Langfassung:

Entnervt von den Allüren und der Unzuverlässigkeit zweier geschenkter Alan 441 (befreundete Eltern hatten es als Babyfon angeschafft) orderte ich vor Kurzem und nach ausgiebiger Internetrecherche ein Pärchen Midland G9 Plus Funkgeräte. In der deutschen Dualbandversion sind sowohl das PMR- und auch das LPD-Band nutzbar. Die hierzulande höchstzulässige Sendeleistung an der Antenne beträgt dabei 10mW (PMR) bzw. 500mW (LPD), baugleiche Exportvarianten gehen bis 500mW (PMR) und 5W (LPD) - dazu später noch mehr.

Schon beim Auspacken fällt das robuste, dickwandige und ordentlich abgedichtete ABS-Gehäuse auf, vom Hersteller mit "wasserfest nach IPX5" beworben. Das ist nach der Norm "Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel" und wegen der umlaufenden Profildichtungen für die Gehäusehälften, das Batteriefach und für die Tasten, den Lautstärkeregler und die Antenne auch plausibel.

Zur Positionierung: Wir haben hier natürlich kein Walkietalkie vor uns, das Polizei, SEK, Behörden und Wachschutz rund um die Uhr auch bei widrigsten Bedingungen sorglos einsetzen können. Trotzdem ist das G9 im gehobenen Mittelfeld bzw. in der Preisklasse bis 100€ sehr gut aufgestellt. Auch die innere Verarbeitung überzeugt: Eine solide verankerte Platine, saubere Lötstellen, entkoppelter Vibrationsmotor, großzügige Batteriekontakte (teils Blattfedern, eine Spiralfeder). Gegen den von anderen Rezensenten beklagten Verriegelungsmechanismus der Batterieklappe habe ich überhaupt nichts, das ist ein ABS-Spritzgußteil mit Edelstahlachse, die sich in einer Bohrung des Gehäuses verankert: Schließt bombenfest, ist bei Bedarf innerhalb von wenigen Minuten austauschbar und kein Vergleich zu den windigen Schiebern und Schnappern mit Foliengelenk der man anderswo verbaut.

Das (bei Bedarf beleuchtete und kontrastreiche) Display ist wegen der großen Segmente und seiner vordefinierten Symbole gut ablesbar (d. h. kein Punktmatrix-Mäusekino), die Mikrotasten mit Gummimembran (nicht beleuchtet) haben allesamt einen guten Druckpunkt, der zentrale Ein-Aus-Lautstärkeregler rastet gut ein und läuft sauber.

Den ausreichend stabilen Gürtelclip (ebenfalls ABS, mit Stahlachse und Sicherungsclips) kann man abnehmen, eine Schutz-/Bereitschaftstasche ist nicht mit dabei.

Als Kritikpunkt möchte ich die etwas gewöhnungsbedürftige und auch frickelige Unterbringung des oberen linken Akkus erwähnen, dort befinden sich zwei übereinander und der obere Akku verschwindet in einer Art Tunnel, nur der Pluspol lugt noch hervor. Wer etwas übermaßige Mignons wie die im Lieferumfang einsetzt (dabei sind je vier Ni-MH Zellen der Marke "HPE - highpowertech.com" mit nominalen 1800mAh, die ich bei meinen realistischen Ladeversuchen mit einem Mössinger AV4m eher auf 1700mAh beziffern würde), der darf eine Spitzzange bereithalten um den letzten Akku wieder aus seinem Gefängnis zu befreien. Zugegeben: Da wackelt und klappert nichts, ein wenig Sorge macht es aber doch.

Außerdem wäre da noch die Ladeschale, die - ich habe sie testweise zerlegt - mit einer relativ simplen Konstantstromquelle (gegengekoppelter Bipolartransistor und Spannungsteiler) arbeitet, nach meinen Messungen fließen 385mA. Den serienmäßigen Akkus möchte man eine solche Ladung in Reihenschaltung über 10h evtl. noch antun (üblich sind 1/10C, d. h. 1/10 der Kapazität in Ampère über zehn Stunden, also 180mA*10h), die von mir dringend empfohlenen Eneloop behandelt man aber doch besser individuell und an einem ordentlichen Ladegerät.

Wer trotzdem selber basteln will: Das Steckernetzteil hat 230V@50Hz (leider keine Mehrbereichsversion) primär und 9V@300mA sekundär (etwas ehrgeizig bei _dem_ Ladestrom!), Leerlaufspannung 14.1V - von den 4x1.45V=5.8V Ladeschlußspannung einer Serienschaltung aus vier Ni-MH-Akkus also weit entfernt. Aber ggfs. zigarettenanzündertauglich - man benötigt lediglich ein Adapterkabel von Zigarette auf Niederspannungs-/Hohlstecker (2.1/5.5mm, Schaftlänge ~9.5mm - die Maße sind relativ unkritisch) und kann eine notfallmäßige Ladung versuchen, so die Akkukapazität zuneige geht.

In der Ladeschale ist übrigens reichlich Platz für eine bessere Lösung: Man könnte einen LT3761/3796 von Linear Technologies einsetzen und zumindest den Ladestrom und die Schlußspannung ordentlich einstellen oder gleich den LTC4060 von Linear bzw. einen DS2715/MAX712/MAX713 von Maxim nehmen, die Chips beherrschen sogar -dV-Abschaltung.

NB: Wir reden hier von einem Anschaffungswiderstand zwischen 3 und 8€ nur für den IC. Von daher ist natürlich klar, wo und warum Midland den Rotstift angesetzt hat.

Weg von der Hardware, hin zur Software: Im Praxisbetrieb geht das Menüsystem mit seinen anfangs noch recht kryptischen Abkürzungen (Kanal-CTC-DCS-Pr-VOX-Vibra-CA-rB-bP-EC-DW-Or-Pr) recht schnell in Fleisch und Blut über - einen Download der im Lieferumfang NICHT enthaltenen ausführlichen Anleitung (dabei sind: Kurzanleitung, Konformitätserklärung, Informationen über die länderspezifische Benutzung, Servicenachweis, SAR-Beileger und Werbeflyer) von der Midland-/Alan-Homepage empfehle ich aber dennoch.

Die automatische Reichweitenkontrolle (Or=ON) ist ein sehr sinnvolles Feature bei kritischen Verbindungen, dabei tauschen sich zwei kompatible Geräte alle 30s Sekunden in einem kurzen Datentelegramm aus und falls der Partner nach zwei Versuchen nicht antwortet, beginnt "OUT" im Display zu blinken, falls Pieptöne eingeschaltet sind (bP=ON) ertönt ein Warnsignal. Gleiches kann man auch manuell anfordern (Or=OFF), indem man die EMG (Emergency Call) Taste 2x kurz hintereinander drückt.

Auch sehr sinnvoll die zwei separaten PTT-Tasten, die man so konfigurieren kann, daß regulär mit niedriger, bei Bedarf aber mit hoher Leistung gesendet wird (Pr=L), dazu weiter unten noch mehr. Wer das Gerät auch gelegentlich Laien in die Hand drückt, wird den Rogerpiep (rB=ON) zu schätzen wissen, dann gibt es keine Mißverständnisse.

Das CTCSS (Continuous Tone Coded Subaudio Squelch oder Continuous Tone Coded Squelch System, Menüoption "CTC") mit seinen Pilottönen ist langsam etwas antiquiert, ich würde - wo verfügbar - DCS (Digital Coded Squelch) benutzen: Dieses Selektivrufverfahren ist flexibler, funktionssicherer und bietet deutlich mehr Kennungen.

Das eingebaute Mikrofon ist für den normalen Sprechbetrieb ausreichend empfindlich, im VOX-Modus (VOX=L1,L2,L3,L4) würde ich ein G9 Plus nicht als Babyfon einsetzen wollen. Selbst auf der empfindlichsten Stufe (L1:Hoch, L2:Mittel, L3:Niedrig, L4:Wie L1 nur mit Zwangsunterbrechung nach 20s, auch als "Talk Back" bekannt) reicht mir das Ansprechverhalten nicht, die Wahl fiel auf ein Alan 5006 M Zusatzmikro (nach meinen Recherchen baugleich mit dem BM-1), das hat einen eingebauten Vorverstärker und kann in Sachen Auflösung und Empfindlichkeit auch sehr kritische Kunden zufriedenstellen. Angestöpselt wird solches Zubehör (Headset, taktische Mikros, usw. ebenfalls verfügbar) in zwei Klinkenbuchsen rechts am Gehäuse (Mikro: 2.5mm, Mono, mit Electret-Spannungsversorgung, Lautsprecher/Ohrhörer: 3.5mm, Mono), im unbenutzten Zustand gut hinter einer unverlier- aber drehbaren Gummikappe geschützt.

Die oft vollmundigen Reichweitenversprechen (Midland gibt im bebauten Gebiet 1-2km an, im Wald und auf dem Land ca. 4-6km, von Berg zu Berg 12km und mehr - das bei maximalzulässiger Leistung in Deutschland, d. h. 500mW LPD) werden nach meinem Ermessen eingehalten, dies auch dank der etwas längeren Antenne.

Wer Deutschland verläßt und/oder eine Amateurfunkerlizenz hat, dem dürfte das Midland G9 Plus auch noch aus einem anderen Grund gefallen: Nach Entfernen der fünf selbstschneidenden Kreuzschlitzschrauben (vier schwarze sind im Batteriefach verborgen), kann man den Rückdeckel des Geräts abnehmen. Hier bitte Vorsicht, da es im Bereich der Antenne noch eine Rastnase gibt und außerdem Kabel vom Batteriefach und dem Vibrationsmotor auf die Platine führen. Schnell ist da was abgerissen.

Der Blick fällt sofort auf drei mit J1, J2 und J3 beschriftete Drahtbrücken, die sich direkt neben dem Lautstärkeregler befinden. Hier kann man mit einer Kneifzange bzw. dem Lötkolben die Sendepegel "einstellen", folgende Tabelle ist hier relevant (bitte in diktengleicher Schrift wie etwa "Courier New" ansehen):

J1 J2 J3 PMR LPD PWR
------------------------
0 0 0 - X H/M
1 0 0 X - H/M
0 1 0 ? ? ?
1 1 0 X X H/M
0 0 1 - X L
1 0 1 ? ? ?
0 1 1 X X M/L (*)
1 1 1 X X M/L
------------------------
Anzeige Pr im Display: H/M

(*) Serienzustand bei meinen Funken war

0 1 1 X X M/L (*)

Wer nun also im Dualbandbetrieb die maximale Leistung abrufen können will, der brückt den bei mir im Auslieferungszustand durchgekniffenen J1, läßt J2 verbunden und trennt J3 (d. h. 1 1 0). Stellt man nun Pr=L im Menü ein, sendet das G9 mit der normalen PTT-Taste noch im erlaubten Rahmen (Display zeigt dann "L"), im Boost-Betrieb aber mit allem was geht (Displayanzeige: "H"). Nach eine Konfigurationsänderung fällt das Midland in den Serienzustand zurück, Pieptöne usw. müssen erneut deaktiviert werden.

Derartige Modifikationen natürlich auf eigenes Risiko, Garantieverlust und Ärger mit der Bundesnetzagentur inklusive.

Im Fazit ein wirklich guter Kauf, alles was des Funkers Herz begehrt.
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Midland G9E Plus PMR Funkgerät mit ausgezeichneter Leistung und doppelter Sendetaste schwarz
Midland G9E Plus PMR Funkgerät mit ausgezeichneter Leistung und doppelter Sendetaste schwarz
Preis: EUR 87,50

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel Funk für wenig Kohle, 18. Dezember 2015
[Diese Rezension bezieht sich auf das G9 Plus - falls das G9E nur im PMR-Band funkt, dürfte ein Umbau vermutlich trivial sein, mehr dazu weiter unter.]

Für den eiligen Leser: KAUFEMPFEHLUNG. Für knapp 70€ bekommt man hier ein wirklich zuverlässiges, robustes und vielseitiges Dualband-Funkgerät, das sich für Babies und erwachsene Spielkinder gleichermaßen eignet. Die beigelegten Akkus sind brauchbar, aber freilich keine LSD-(Low Self Discharge)-Typen.

Die Langfassung:

Entnervt von den Allüren und der Unzuverlässigkeit zweier geschenkter Alan 441 (befreundete Eltern hatten es als Babyfon angeschafft) orderte ich vor Kurzem und nach ausgiebiger Internetrecherche ein Pärchen Midland G9 Plus Funkgeräte. In der deutschen Dualbandversion sind sowohl das PMR- und auch das LPD-Band nutzbar. Die hierzulande höchstzulässige Sendeleistung an der Antenne beträgt dabei 10mW (PMR) bzw. 500mW (LPD), baugleiche Exportvarianten gehen bis 500mW (PMR) und 5W (LPD) - dazu später noch mehr.

Schon beim Auspacken fällt das robuste, dickwandige und ordentlich abgedichtete ABS-Gehäuse auf, vom Hersteller mit "wasserfest nach IPX5" beworben. Das ist nach der Norm "Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel" und wegen der umlaufenden Profildichtungen für die Gehäusehälften, das Batteriefach und für die Tasten, den Lautstärkeregler und die Antenne auch plausibel.

Zur Positionierung: Wir haben hier natürlich kein Walkietalkie vor uns, das Polizei, SEK, Behörden und Wachschutz rund um die Uhr auch bei widrigsten Bedingungen sorglos einsetzen können. Trotzdem ist das G9 im gehobenen Mittelfeld bzw. in der Preisklasse bis 100€ sehr gut aufgestellt. Auch die innere Verarbeitung überzeugt: Eine solide verankerte Platine, saubere Lötstellen, entkoppelter Vibrationsmotor, großzügige Batteriekontakte (teils Blattfedern, eine Spiralfeder). Gegen den von anderen Rezensenten beklagten Verriegelungsmechanismus der Batterieklappe habe ich überhaupt nichts, das ist ein ABS-Spritzgußteil mit Edelstahlachse, die sich in einer Bohrung des Gehäuses verankert: Schließt bombenfest, ist bei Bedarf innerhalb von wenigen Minuten austauschbar und kein Vergleich zu den windigen Schiebern und Schnappern mit Foliengelenk der man anderswo verbaut.

Das (bei Bedarf beleuchtete und kontrastreiche) Display ist wegen der großen Segmente und seiner vordefinierten Symbole gut ablesbar (d. h. kein Punktmatrix-Mäusekino), die Mikrotasten mit Gummimembran (nicht beleuchtet) haben allesamt einen guten Druckpunkt, der zentrale Ein-Aus-Lautstärkeregler rastet gut ein und läuft sauber.

Den ausreichend stabilen Gürtelclip (ebenfalls ABS, mit Stahlachse und Sicherungsclips) kann man abnehmen, eine Schutz-/Bereitschaftstasche ist nicht mit dabei.

Als Kritikpunkt möchte ich die etwas gewöhnungsbedürftige und auch frickelige Unterbringung des oberen linken Akkus erwähnen, dort befinden sich zwei übereinander und der obere Akku verschwindet in einer Art Tunnel, nur der Pluspol lugt noch hervor. Wer etwas übermaßige Mignons wie die im Lieferumfang einsetzt (dabei sind je vier Ni-MH Zellen der Marke "HPE - highpowertech.com" mit nominalen 1800mAh, die ich bei meinen realistischen Ladeversuchen mit einem Mössinger AV4m eher auf 1700mAh beziffern würde), der darf eine Spitzzange bereithalten um den letzten Akku wieder aus seinem Gefängnis zu befreien. Zugegeben: Da wackelt und klappert nichts, ein wenig Sorge macht es aber doch.

Außerdem wäre da noch die Ladeschale, die - ich habe sie testweise zerlegt - mit einer relativ simplen Konstantstromquelle (gegengekoppelter Bipolartransistor und Spannungsteiler) arbeitet, nach meinen Messungen fließen 385mA. Den serienmäßigen Akkus möchte man eine solche Ladung in Reihenschaltung über 10h evtl. noch antun (üblich sind 1/10C, d. h. 1/10 der Kapazität in Ampère über zehn Stunden, also 180mA*10h), die von mir dringend empfohlenen Eneloop behandelt man aber doch besser individuell und an einem ordentlichen Ladegerät.

Wer trotzdem selber basteln will: Das Steckernetzteil hat 230V@50Hz (leider keine Mehrbereichsversion) primär und 9V@300mA sekundär (etwas ehrgeizig bei _dem_ Ladestrom!), Leerlaufspannung 14.1V - von den 4x1.45V=5.8V Ladeschlußspannung einer Serienschaltung aus vier Ni-MH-Akkus also weit entfernt. Aber ggfs. zigarettenanzündertauglich - man benötigt lediglich ein Adapterkabel von Zigarette auf Niederspannungs-/Hohlstecker (2.1/5.5mm, Schaftlänge ~9.5mm - die Maße sind relativ unkritisch) und kann eine notfallmäßige Ladung versuchen, so die Akkukapazität zuneige geht.

In der Ladeschale ist übrigens reichlich Platz für eine bessere Lösung: Man könnte einen LT3761/3796 von Linear Technologies einsetzen und zumindest den Ladestrom und die Schlußspannung ordentlich einstellen oder gleich den LTC4060 von Linear bzw. einen DS2715/MAX712/MAX713 von Maxim nehmen, die Chips beherrschen sogar -dV-Abschaltung.

NB: Wir reden hier von einem Anschaffungswiderstand zwischen 3 und 8€ nur für den IC. Von daher ist natürlich klar, wo und warum Midland den Rotstift angesetzt hat.

Die Ladeschale ist übrigens noch aus einem weiteren Grund eine Frechheit: Der Hersteller wollte nett sein und hat hinten eine Art Rastnase angebracht, die das Funkgerät am Herausfallen hindern soll. I. d. T. muß man schon zum Einstecken in Ladeposition deswegen relativ viel Kraft aufwenden und beim Herausziehen öffnet sich der Schnapper von Batteriefachdeckel gleich mit. Fehlkonstruktion. Ich habe die Schale zerlegt, die Rastnase herausgebrochen und lasse so der Schwerkraft den Vortritt.

Weg von der Hardware, hin zur Software: Im Praxisbetrieb geht das Menüsystem mit seinen anfangs noch recht kryptischen Abkürzungen (Kanal-CTC-DCS-Pr-VOX-Vibra-CA-rB-bP-EC-DW-Or-Pr) recht schnell in Fleisch und Blut über - einen Download der im Lieferumfang NICHT enthaltenen ausführlichen Anleitung (dabei sind: Kurzanleitung, Konformitätserklärung, Informationen über die länderspezifische Benutzung, Servicenachweis, SAR-Beileger und Werbeflyer) von der Midland-/Alan-Homepage empfehle ich aber dennoch.

Die automatische Reichweitenkontrolle (Or=ON) ist ein sehr sinnvolles Feature bei kritischen Verbindungen, dabei tauschen sich zwei kompatible Geräte alle 30s Sekunden in einem kurzen Datentelegramm aus und falls der Partner nach zwei Versuchen nicht antwortet, beginnt "OUT" im Display zu blinken, falls Pieptöne eingeschaltet sind (bP=ON) ertönt ein Warnsignal. Gleiches kann man auch manuell anfordern (Or=OFF), indem man die EMG (Emergency Call) Taste 2x kurz hintereinander drückt.

Auch sehr sinnvoll die zwei separaten PTT-Tasten, die man so konfigurieren kann, daß regulär mit niedriger, bei Bedarf aber mit hoher Leistung gesendet wird (Pr=L), dazu weiter unten noch mehr. Wer das Gerät auch gelegentlich Laien in die Hand drückt, wird den Rogerpiep (rB=ON) zu schätzen wissen, dann gibt es keine Mißverständnisse.

Das CTCSS (Continuous Tone Coded Subaudio Squelch oder Continuous Tone Coded Squelch System, Menüoption "CTC") mit seinen Pilottönen ist langsam etwas antiquiert, ich würde - wo verfügbar - DCS (Digital Coded Squelch) benutzen: Dieses Selektivrufverfahren ist flexibler, funktionssicherer und bietet deutlich mehr Kennungen.

Das eingebaute Mikrofon ist für den normalen Sprechbetrieb ausreichend empfindlich, im VOX-Modus (VOX=L1,L2,L3,L4) würde ich ein G9 Plus nicht als Babyfon einsetzen wollen. Selbst auf der empfindlichsten Stufe (L1:Hoch, L2:Mittel, L3:Niedrig, L4:Wie L1 nur mit Zwangsunterbrechung nach 20s, auch als "Talk Back" bekannt) reicht mir das Ansprechverhalten nicht, die Wahl fiel auf ein Alan 5006 M Zusatzmikro (nach meinen Recherchen baugleich mit dem BM-1), das hat einen eingebauten Vorverstärker und kann in Sachen Auflösung und Empfindlichkeit auch sehr kritische Kunden zufriedenstellen. Angestöpselt wird solches Zubehör (Headset, taktische Mikros, usw. ebenfalls verfügbar) in zwei Klinkenbuchsen rechts am Gehäuse (Mikro: 2.5mm, Mono, mit Electret-Spannungsversorgung, Lautsprecher/Ohrhörer: 3.5mm, Mono), im unbenutzten Zustand gut hinter einer unverlier- aber drehbaren Gummikappe geschützt.

Die oft vollmundigen Reichweitenversprechen (Midland gibt im bebauten Gebiet 1-2km an, im Wald und auf dem Land ca. 4-6km, von Berg zu Berg 12km und mehr - das bei maximalzulässiger Leistung in Deutschland, d. h. 500mW LPD) werden nach meinem Ermessen eingehalten, dies auch dank der etwas längeren Antenne.

Wer Deutschland verläßt und/oder eine Amateurfunkerlizenz hat, dem dürfte das Midland G9 Plus auch noch aus einem anderen Grund gefallen: Nach Entfernen der fünf selbstschneidenden Kreuzschlitzschrauben (vier schwarze sind im Batteriefach verborgen), kann man den Rückdeckel des Geräts abnehmen. Hier bitte Vorsicht, da es im Bereich der Antenne noch eine Rastnase gibt und außerdem Kabel vom Batteriefach und dem Vibrationsmotor auf die Platine führen. Schnell ist da was abgerissen.

Der Blick fällt sofort auf drei mit J1, J2 und J3 beschriftete Drahtbrücken, die sich direkt neben dem Lautstärkeregler befinden. Hier kann man mit einer Kneifzange bzw. dem Lötkolben die Sendepegel "einstellen", folgende Tabelle ist hier relevant (bitte in diktengleicher Schrift wie etwa "Courier New" ansehen):

J1 J2 J3 PMR LPD PWR
------------------------
0 0 0 - X H/M
1 0 0 X - H/M
0 1 0 ? ? ?
1 1 0 X X H/M
0 0 1 - X L
1 0 1 ? ? ?
0 1 1 X X M/L (*)
1 1 1 X X M/L
------------------------
Anzeige Pr im Display: H/M

(*) Serienzustand bei meinen Funken war

0 1 1 X X M/L (*)

Wer nun also im Dualbandbetrieb die maximale Leistung abrufen können will, der brückt den bei mir im Auslieferungszustand durchgekniffenen J1, läßt J2 verbunden und trennt J3 (d. h. 1 1 0). Stellt man nun Pr=L im Menü ein, sendet das G9 mit der normalen PTT-Taste noch im erlaubten Rahmen (Display zeigt dann "L"), im Boost-Betrieb aber mit allem was geht (Displayanzeige: "H"). Nach eine Konfigurationsänderung fällt das Midland in den Serienzustand zurück, Pieptöne usw. müssen erneut deaktiviert werden.

Derartige Modifikationen natürlich auf eigenes Risiko, Garantieverlust und Ärger mit der Bundesnetzagentur inklusive.

Im Fazit ein wirklich guter Kauf, alles was des Funkers Herz begehrt.
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