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Rezensionen verfasst von
Mattias Röthlein "CD-Sammler und Gitarrenenthusiast" (München, Deutschland)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   

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My Bloody Roots: From Sepultura to Soulfly and Beyond: The Autobiography
My Bloody Roots: From Sepultura to Soulfly and Beyond: The Autobiography
von Joel McIver
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,63

4.0 von 5 Sternen Eine spannende Karriere unterhaltsam erzählt!, 26. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Max Cavalera hat definitiv viel zu erzählen und in seiner von Höhen und Tiefen geprägten Karriere eine Vielzahl von spannenden Episoden erlebt. Daher macht es durchaus Sinn, dies alles in einem Buch zusammen zu fassen. Beginnend mit den Wurzeln seiner italienisch / brasilianischen Familie, seiner Kindheit in privilegierten Verhältnissen und dem traumatisierenten Tod seines Vaters bis hin zu den chaotischen Anfangstagen von Sepultura, dem beispiellosen Siegeszug der brasilianischen Metal-Pioniere und deren Zusammenbruch, dem Neuanfang mit Soulfly und den privaten und beruflichen Ups und Downs wird alles behandelt und in einem direkten und rauhen Stil erzählt.

Max Cavalera achtet auch in diesem Buch darauf, sein Image als harter und trotzdem nachdenklicher Typ zu kultivieren. Das Buch liest sich wie seine Alben sich hören - heavy, laut und extrem. Es werden aber über die eigentliche Musikerkarriere auch viele Einblicke in die private Welt von Max gewährt - viele weltanschauliche Einsprengsel und Lebensweisheiten machen das Buch zu einem deutlich interessanteren Werk als viele andere typische Musikerbiographien.

Die Lektüre ist sehr kurzweilig und am Ende des Buches hatte zumindest ich das Gefühl, es könnte noch ewig so weitergehen. Wer die Entwicklung des härteren Metal seit den Achzigern erlebt hat oder sich für diese Ära bis in die heutige Zeit interessiert, der wird an dem Buch viel Freude haben. Fans der Bands von Max werden sowieso schwerlich an diesem Werk vorbeikommen.

Ähnlich wie die Autobiographie von Lemmy hat mich dieses Buch von A - Z begeistert. Es wird auf jeden Fall in angemessener Zeit wiederholt gelesen werden. Es bleibt noch zu erwähnen, dass man mit normalen Englischkenntnissen keinerlei Probleme mit diesem Buch haben wird. Die Sprache ist gerade heraus und unverschnörkelt. Mir hat es sehr gut gefallen, daher gibt es gute vier Sterne. Warum keine fünf? Der Bildteil ist ziemlich spärlich und weitgehend mit bekannten Fotos versehen. Da wäre bestimmt noch mehr gegangen ...


Philips HP6527/00 Satin Soft Epilierer, weiß/violett
Philips HP6527/00 Satin Soft Epilierer, weiß/violett
Preis: EUR 65,94

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Gerät mit sparsamer Beschreibung, 26. August 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Da das alte Gerät meiner Frau schon deutliche Abnutzungserscheinungen zeigte, war es Zeit, sich nach einem adäquaten Ersatz umzusehen. Die Wahl fiel auf den Philips HP6527 Satin Soft, da es sich hier um ein "WET & DRY" Gerät handelt. Das bedeutet, dass man die Funktionen des Gerätes sowohl zu Lande als auch im Wasser nutzen kann. Der Epilierer ist lt. Hersteller komplett wasserdicht, kann also auch in der Badewanne risikofrei verwendet werden. Ein Vorteil hiervon ist auch die problemlose und schnelle Reinigung der Aufsätze unter fließendem Wasser.

Das Gerät ist ergonomisch geformt und kann innerhalb von 60 Minuten komplett an der Steckdose aufgeladen werden. Ein entsprechendes Kabel ist im Lieferumfang enthalten. Als Zubehör liegen ferner bei: ein Epilierkopf mit Massageaufsatz, ein spezieller Aufsatz für sensible Zonen und ein Shaver mit Trimmeraufsatz.

Mit dem Trimmer können die Haare in der Bikinizone gekürzt werden, und zwar auf ca. 5 - 6 mm Länge. Der Aufsatz für die sensiblen Zonen funktioniert ebenfalls einwandfrei. Vor allem für Neubenutzer solcher Geräte kann es hilfreich sein, mit diesem Aufsatz zu beginnen, da der Wirkungskreis damit eingeschränkt wird und die Nutzung dadurch evtl. sanfter gestaltet wird.

Der Massageaufsatz erfüllt seinen Zweck sehr gut - die Haut wird tatsächlich geschont und das Schmerzgefühl beim Epilieren wird abgemildert. Ganz ohne Schmerzen geht es leider nicht, wobei diese absolut erträglich sind, je nach Sensibilität. Das muss jeder selbst bewerten.

Das Gerät funktioniert rundum tadellos und ist funktionell vollständig empfehlenswert.

Nachteilige Punkte sind:

Die Beschreibung der Funktionen und der Zubehörteile ist extrem sparsam und dürftig gehalten. Mit wenigen symbolischen Bildchen und dünnem Text wird hier kaum etwas erklärt. Es ist nicht zu verstehen, dass ein Hersteller von Geräten dieser Preisklasse sich nicht die Mühe macht, zumindest ordentliche Gebrauchshinweise zu geben.

Die On- / Off-Taste regelt zusätzlich zwei Geschwindigkeitsstufen. Auf der Verpackung und in der Beschreibung findet sich hierzu kein Hinweis. Diese Tatsache muss man sich im Internet suchen. Die Taste ist nicht beschriftet (in der Beschreibung im Internet ist sie das schon). Die Taste ist schwergängig, die Bedienung benötigt einige Anläufe.

Position unten = aus.
Position Mittte = Geschwindigkeitsstufe I.
Postition oben = Geschwindigkeitsstufe II.

Meine Frau hat das Gefühl, dass in der Geschwindigkeitsstufe II die Kraft zu stark wird und die Haare hier nicht ausgerissen, sondern an der Oberfläche abgerissen werden. Deshalb bevorzugt sie die Geschwindigkeit I. Ggf. empfinden das andere Anwender nicht so.

Zusammenfassend können wir feststellen: ein gutes und hochwertiges Gerät mit tadellosen Funktionen und Leistungsmerkmalen. An Beschreibung und Benutzerfreundlichkeit wurde wie so oft gespart!


Samsung Galaxy K zoom C115 Smartphone (12,2 cm / 4,8 Zoll HD Super-AMOLED-Display, 8 GB interner Speicher, 20,7 Megapixel Kamera, 10-fach optischer Zoom, Android 4.4) Charcoal-black / schwarz
Samsung Galaxy K zoom C115 Smartphone (12,2 cm / 4,8 Zoll HD Super-AMOLED-Display, 8 GB interner Speicher, 20,7 Megapixel Kamera, 10-fach optischer Zoom, Android 4.4) Charcoal-black / schwarz
Wird angeboten von Handybörse Handels Gmbh
Preis: EUR 385,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniale Kombi aus Smartphone und High-Tech-Kamera!, 25. August 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Nachdem ich die letzten fünf Jahre mit iPhones aussgestattet war, habe ich mich nun zum Wechsel auf ein Android-basiertes Phone entschieden. Beweggründe waren hierfür die individuelleren Möglichkeiten zur Anpassung der Funktionen unter Android und der App-Store, der einige für mich interessantere Angebote enthält als das Equivalent von Apple.

Zunächst kann ich sagen, dass das K zoom schon beim Auspacken einen hervorragend verarbeiteten und wertigen Eindruck macht. Trotz des Zoom-Objektivs, bei dem ich vermutet hatte, es könnte vielleicht etwas klobig wirken ist alles sehr formschön und kompakt designt, es liegt super in der Hand und wirkt trotz seiner flachen Maße stabil und robust.

Die Ersteinstellungen sind bei Android etwas aufwändiger als bei iOS, es gibt sehr viel mehr Parameter, die man einstellen und anpassen kann (und will). Letztendlich ist dies eine Grundsatzentscheidung, die man nach eigenem Geschmack selbst treffen muss. Derzeit bin ich ganz froh, mehr Möglichkeiten zu haben als zuvor.

Das Display ist von herausragender Schärfe und Farbqualität. Es sieht einfach großartig aus und wirkt auf mich wesentlich intensiver als mein Vorgängergerät. Die Anordnung der Funktionstasten ist stimmig und nach sehr kurzer Eingewöhnungsphase gut zu verinnerlichen. Nach der ersten Einstellungswelle bin ich begeistert von der Bedienbarkeit und der intuitiven Anordnung der Menüs und Funktionsbereiche. Es ist schon nach wenigen Tagen so, als hätte man nie etwas anderes benutzt. Das ist aus meiner Sicht eine Kunst und daher hoch zu bewerten.

Die Kamera schlägt die typischen on-board-Lösungen um Längen. Mit einem "echten" Zoom-Objektiv hat man weitreichendere Möglichkeiten der Motivauswahl, die Handhabung ist analog zu einer hochwertigen Kompaktcamera. Der Auslöser reagiert praktisch verzögerungsfrei, was ich als sehr angenehm empfinde. Die Größe des Display ist absolut ausreichend, um die Kamerafunktion sinnvoll nutzen zu können. Das K zoom bietet eine Vielzahl von nützlichen Dienstprogrammen und Voreinstellungen, um auch Fotolaien die Chance zu geben, praktisch in jeder Situation gute Bilder in Top-Qualität zu machen. Es ist für jeden Anlaß und alle Lichtverhältnisse ein entsprechendes Unterstützungs-Tool vorhanden. Auch hier gilt: es ist einiges an Einarbeitungszeit einzuplanen, um die Fülle der Möglichkeiten erfassen zu können.

Der eingebaute Xenon-Blitz spielt in einer ganz anderen Liga als die LED-Blitze in herkömmlichen Smartphones. Hier liegt wesentlich mehr Leistung dahinter, die Aufhellung der Umgebung ist deutlich stärker, eben wie man das von einer echten Camera erwartet.

Videos habe ich bis jetzt noch keine erstellt; sicherlich wird auch das tadellos funktionieren.

Noch ein Wort zum Speicherplatz: Das Gerät verfügt in der von mir genutzten Version über 8 Gb Speicher. Das ist für Anwender, die viel fotografieren und nicht ständig zum PC oder über WLAN wegspeichern können oder wollen, natürlich recht knapp bemessen. Durch micro SD Karten kann die Kapazität aber einfach und effektiv beliebig erweitert werden. Mit einer 64 Gb Karte (kostet heute auch kein Vermögen mehr) lässt sich schon einiges anfangen. Generell finde ich die Möglichkeit, durch SD-Karten zusätzlich Speicher nutzen zu können, gegenüber meinem bisherigen iPhone eine sehr hilfreiche Neuerung.

Der Möglichkeiten und Features sind so viele, dass ich hier nur einige herausgegriffen habe, die mir als besonders hilfreich und auffällig erschienen sind. Mit der Zeit werde ich durch tägliche Nutzung bestimmt noch Unmengen weiterer Optionen auftun.

Als Fazit kann ich festhalten: das Gerät überzeugt als Smartphone UND als vollwertige Camera sowohl in punkto Bedienbarkeit, als auch in Leistung und Qualität. Ein Universum an Möglichkeiten garantiert langfristige Freude und Zufriedenheit und lässt mich hier leichten Herzens fünf Sterne vergeben!


AmazonBasics Bluetooth-Audio-Empfänger
AmazonBasics Bluetooth-Audio-Empfänger
Preis: EUR 25,99

4.0 von 5 Sternen Gutes kleines Gerät mit einwandfreier Funktion, 17. August 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die Aussicht, Musik von meinem iPhone oder meinem Computer auf die heimische Stereoanlage senden zu können, ohne einen Kabelsalat produzieren zu müsen, hat mich äußerst angesprochen. Darum habe ich mir das hier besprochene Gerät zugelegt. Mit 7 x 7 x 2 cm Abmessungen kommt hier ein sehr handliches und leichtes Kästchen ins Haus, dass kaum Platz braucht und einfach zu installieren ist. Das Gerät hat eine 3,5 mm Ausgangsbuchse zur Anbindung an die Stereoanlage. Das passende Kabel zum Anschluß an einer zweifachen Audio-In Verbindung am Amp ist im Lieferumfang ebenso enthalten wie das Netzteil. Eine blaue LED an der Frontseite des Gerätes zeigt den Connect-Status des Bluetooth-Empfängers an. Mit einer Kopplungstaste an der Rückseite (die einzige Taste am Gerät) wird das Sender-Gerät gesucht und mit akkustischem Signal die Verbindungsaufnahme gemeldet.

Nach wenigen Sekunden steht die Verbindung und es kann losgehen: Die Übertragung der Audio-Signale funktioniert tadellos, die Qualität ist erstklassig - einfach eine funktionierende und einfache Lösung! Zu beachten ist, dass die Reichweite des Empfängers auf 9 bis 10 Meter definiert ist. Somit kann es bei weiterer Entfernung des Quellgerätes zu Rauschen oder zum Abbruch der Verbindung kommen.

Somit ist alles top - einziger Nachteil ist das Fehlen eines Power On/Off Schalters am Gerät. Will man das Kästchen nicht im Dauerbetrieb halten, dann bleibt nur das Ziehen des Stromkabels an der Geräterückseite oder an der Steckdose. Wegen dieser designerischen Schwäche gibt es "nur" 4 Sterne.


Nivea Men Sensitive Rasierschaum, 4er Pack (4 x 200 ml)
Nivea Men Sensitive Rasierschaum, 4er Pack (4 x 200 ml)
Preis: EUR 7,00

5.0 von 5 Sternen Perfekt für empfindliche Haut, 12. August 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Da ich leider eine sehr empfindliche Gesichtshaut habe, teste ich immer wieder Pflegeprodukte, die damit werben, für diesen Hauttypus entwickelt worden zu sein. So bin ich nun auf der Suche nach einem passenden Rasierschaum bei diesem Nivea-Produkt gelandet. Nach mehreren Anwendungen kann ich bestätigen, dass die Verträglichkeit und Verwendbarkeit dieses Schaums ausgezeichnet ist. Der Schaum kann gut dosiert werden, der Spender erlaubt auch die Entnahme kleinerer Mengen und portioniert genau. Der Schaum fühlt sich schon auf der Hand sehr gut an und hat einen dezenten frischen Duft. Wenn man den Schaum nach dem Auftragen auf die Gesichtshaut noch ein wenig einwirken lässt, dann gleitet der Rasierer sanft und gleichmäßig über das Gesicht. Die Rasur ist dadurch gründlich und rückstandsfrei.

Nach der Rasur fühlt sich die Naut frisch und entspannt an - es gibt (zumindest bei mir) keine roten Stellen oder gereizte Partien.

Somit habe ich denke ich den für mich passenden Rasierschaum gefunden!


Under a Pale Grey Sky
Under a Pale Grey Sky
Preis: EUR 21,18

5.0 von 5 Sternen Das Ende einer Ära, 6. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Under a Pale Grey Sky (Audio CD)
Sepultura waren 1996 definitiv auf dem Höhepunkt ihrer bis dahin immerhin schon 12-jährigen Bandgeschichte angekommen. Mit "Chaos A.D." und "Roots" hatten sie sich von einer Nischenband zu einer der größten Thrash-Bands des Planeten entwickelt, die Hallen wurden immer voller und größer, die Fangemeinde wuchs immens und wurde immer breiter. Die "Tribalism Across The World" Tour war definitiv ein Triumphzug für Sepultura. Hier in München waren sie damals beim "Rock in Park" vertreten und stießen dort auf eine gewaltige Resonanz. Wer hätte gedacht, dass diese Tour die letzte mit Max Cavalera sein würde und sich die damals noch so geschlossen und kameradschaftlich auftretende Band im Streit entzweien würde?

Obwohl ich nach etwas Gewöhnungszeit auch die "neuen" Sepultura zu schätzen weiss und Max Cavalera mit Soulfly eine ebenfalls sehr interessante und kreative Spielwiese für sich erschlossen hat, ist die Magie dieses Live-Albums doch nie wieder erreicht worden. Die Band arbeitet sich hier mit Vollgas durch ihre bisherigen Werke, wobei die beiden Alben "Chaos A.D." und "Roots" natürlich im Zentrum der Setlist stehen. Der Sound ist roh und brutal, trotzdem ist die Produktion gut und bringt die Atmosphäre damaliger Sepultura-Shows perfekt rüber. Das Publikum in der Brixton Academy London geht voll und ganz mit und verleiht dem Album den für Live-Alben so einmaligen Gänsehaut-Effekt.

Für mich ist "Under A Pale Grey Sky" eines der größten Live-Alben der Metal-Geschichte. Auch nach nun 18 Jahren hat dieser Meilenstein nichts an Faszination und Frische eingebüßt. Wer die Band damals noch nicht erleben konnte, bekommt hier ein authentisches Bild dieser Glanzzeit serviert. Wer dabei war, weiss sowieso, was ich meine ...


Now,Diabolical
Now,Diabolical
Preis: EUR 5,99

5.0 von 5 Sternen Schönes fieses Album jenseits aller Genre-Schubladen, 6. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Now,Diabolical (Audio CD)
Satyricon teilen mit Bands wie Darkthrone, Emperor, Enslaved etc. das Problem, auf ewig dem "wahren" Black Metal der Frühneunziger zugeordnet zu sein und somit in der Erwartungshaltung vieler Freunde dieser Stilrichtung auf ewig dazu verdammt sind, genau diese Spielart immer wieder zu reproduzieren. Erfüllen sie diese durch nichts begründbare Vorstellung nicht, wirft man ihnen gerne Ausverkauf und schlimmeres vor. Es wäre allerdings unnatürlich, wenn sich potente Musiker, die als Teenager mit ihren Bands durchgestartet sind, nicht über die Jahre und Jahrzehnte weiterentwickeln wollen würden und dürften.

Satyricon haben über die Jahre schon einige Entwicklungsstufen passiert - nicht immer haben sie dabei vollständig meinen Geschmack getroffen, aber das kann ich ihnen wohl kaum vorwerfen. Die beiden Mini-CDs "Meggido" (1997), "Intermezzo II" (1999) und die beiden nachfolgenden Alben "Rebel Extravaganza" (1999) und "Volcano" (2002) blieben bei mir nicht so wirklich hängen - zu technisch und zu unpersönlich und überproduziert kam mir das Ganze damals vor. Nach längerer Auszeit wartete ich daher 2006 nur mit mäßiger Erwartungshaltung auf "Now, Diabolical" und war dafür schon nach den ersten Hördurchläufen umso begeisterter. Jerzt - immerhin acht Jahre später - kann ich nur bekräftigen, dass dieses Album den "test of time" bei mir 100 %ig bestanden hat.

Die Produktion ist großartig - die Power der einzelnen Stücke wird perfekt transportiert. Bereits der Opener "Now, Diabolical" ist ein Übersong mit einem phantastischen Riff, die Gitarrenarbeit ist erstklassig, der stampfende Rhythmus pumpt ohne Ende und Satyrs Vocals klingen boshaft und bewegen sich eher in mittleren Lagen. Die finsteren Vibes dieser Musik haben ihre Wurzeln nach wie vor im Black Metal, Satyricon gehen aber deutlich einen Schritt weiter und beweisen auch im folgenden, dass extremer Metal trotzdem catchy und eingängig sein kann.

Mit "K.I.N.G." knallt dann auch schon der nächste Hammer aus den Boxen - ohne Qualitätsverlust geht es von Track 3 "The Pentagram Burns" (Wahnsinn!) bis zum achten und letzten Song "To The Mountains" aus einem Guß weiter. Das Album bewegt sich hauptsächlich im Midtempo-Bereich, die Songs stampfen ohne viele Schnörkel und setzen dabei auf Atmosphäre und Wucht. Das Songwriting ist überdurchschnittlich, ich kann auch nach unzähligen Durchläufen über die letzten acht Jahre keinen Durchhänger ausmachen.

Mittlerweile wurden mit "The Age Of Nero" (2008) und "Satyricon" (2013) zwei weitere Alben veröffentlicht, die dieser stilistischen Orientierung weitgehend treu bleiben. Man darf gespannt sein, was Satyricon in Zukunft entwickeln werden. Für mich sind schon immer eine großartige und authentische Band, die der Szene hoffentlich noch lange erhalten bleiben.

Die Frage, in welche Schublade man ihre Musik stecken will, finde ich einfach nur total entbehrlich.


The Beatles - Let It Be
The Beatles - Let It Be
DVD ~ The Beatles

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Historisches Dokument - leider nie offiziell veröffentlicht, 23. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: The Beatles - Let It Be (DVD)
Die Beatles waren wohl die größte Band der Musikgeschichte - es gibt kaum Superlativen, die auf den beispiellosen Erfolg der Beatles nicht zutreffen würden. Was diese Band iinerhalb von gerade mal zehn Jahren an unvergänglichen Songs veröffentlicht hat, kann man gar nicht genug anerkennen.

Nach Jahren atemloser Aktivität und scheinbar unerschöpflicher Kreativität kam es dann durch die individuelle Entwicklung der Bandmitglieder, den Tod Brian Epsteins und allerhand businessüblicher Querelen zu immer deutlicheren Rissen in der Einheit, die bis 1969 immer sichtbarer wurden. Um aus den Problemen herauszufinden, hatte die Band die Idee, einen Film zu produzieren, der sie beim Einstudieren und der Entwicklung neuer Songs und eines neuen Albums zeigen sollte. Schon in der Wahl des Rahmens hierfür gab es unglückliche Entscheidungen. Die Proben in die Twickenham Studios, also in das völlig atmosphärefreie Umfeld einer nackten Fimproduktions-Halle zu legen, war mit Sicherheit ein Problempunkt des Projektes. Auch ein Umzug in die damals gerade so fertiggestellten Apple Studios konnte diese Problematik nicht auflösen.

Der Druck, der durch die dauernde Präsenz der Kameras entstand, erhöhte die Konflikte in der Band, anstatt eine neue Einheit zu schaffen. Paul McCartney war wohl noch am meisten daran interessiert, die Band auf die alte Kameradschaftsebene zurückzuführen. Er scheiterte aber sowohl an der mangelnden Motivation seiner Mitstreiter, als auch an seinem Anspruch, die Führung zu übernehmen. George Harrison ist sichtlich abgenervt, Ringo wirkt frustriert und John Lennon beschäftigt sich mehr mit der ständig anwesenden Yoko Ono als mit seiner Rolle in der Band.

Trotz dieser angespannten Lage und der sichtlich einem Ende zutaumelnden Band sind die im Film "Let It Be" zusammengefassten Sequenzen ein großartiges Dokument, ein seltener Einblick in das innere einer großen Band. Die dargebotenen und angespielten Songs sind eine Mischung aus neuen Beatles-Stücken, manche davon sind auf dem Album "Let It Be" zu hören, andere auf dem später eingespielten Meisterwerk und Schwanengesang "Abbey Road". Dazwischen werden unzählige Rock 'n' Roll Standards gespielt, oftmals nur fragmentarisch und spontan. Gerade bei diesen Schnippseln zeigt sich die Kraft und Routine dieser manchmal unterbewerteten Musiker, die ein gigantisches Repertoire aus den 50ern in ihren Köpfen herumtrugen und seit ihrer Frühgeschichte im Cavern Club und in Hamburg nichts verlernt hatten. Der für diese Aufnahmen von den Beatles hinzugezogene Billy Preston an den Keyboards strahlt größte Spielfreude aus und hält die Stimmung oftmals durch seine Präsenz über dem Nullpunkt. Vermutlich war ihm sehr bewusst, welch eine historische Ehre ihm hier zuteil wurde.

Es ist unverständlich, dass gerade dieser Film, der wirklich ein wichtiger Beitrag zur Beatles-Geschichte ist, niemals offiziell veröffentlicht wurde. Jeder noch so zweitrangige Brösel ist heute x-fach verwertet - dieser Film bleibt im Archiv. Dementsprechend ist diese DVD auch ein Bootleg, vermutlich von einer Fernsehübertragung kopiert. Die Qualität ist erträglich, aber nicht hochklassig. Der Sound ist eindimensional, aber hörbar.

In den frühen Achtzigern war dieser Film über Jahre immer wieder in Programmkinos zu sehen - seitdem ist er weitestgehend von der Bildfläche verschwunden. So weit mir bekannt ist, wurde er durch ein Veto von McCartney nie aufbereitet und zeitgemäß veredelt. Nach nunmehr 45 Jahren sollte es doch möglich sein, diesen inneren Widerstand zu überwinden und eine technisch zeitgemäße Veröffentlichung zu ermöglichen!

Es wäre schön, dieses Werk einer größeren Zahl von Beatles-Fans zugänglich zu machen; bis dahin bin ich froh, diese Version des Films zu besitzen.


Kaleidoscope (Limited Deluxe Artbook)
Kaleidoscope (Limited Deluxe Artbook)
Preis: EUR 39,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein "Whirlwind", aber immer noch große Kunst, 23. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wenn sich vier Titanen des Progressive Rock alle paar Jahre zusammenfinden, um unter dem Label TRANSATLANTIC gemeinsam zu musizieren, dann steigert dies die Erwartungshaltung und den Anspruch des geneigten Genre-Freundes in schwindelnde Höhen. Nach den beiden ersten Alben "SMPTe" (2000) und "Bridge Across Forever" (2001) folgte mit "The Whirlwind" nach langer Pause 2009 dann mein individuelles Lieblingsalbum der All-Star-Truppe um Neal Morse, Roine Stolt, Mike Portnoy und Pete Trewavas. Nachdem dieses Album für mich die Krone der Schöpfung im Bereich des Prog-Rock ist, war mir schon klar, dass sich ein solches Monument nicht ohne weiteres toppen lassen wird. Trotzdem war ich natürlich schwer begeistert, als "Kaleidoscope" angekündigt wurde.

Die Aufmachung der Limited Edition ist spektakulär schön und vergleichbar mit Dream Theaters "Live At Luna Park" in der Artbook-Version. Das 3D-Cover, das LP-Format, die Gestaltung des Buches und der CD's ist schon phantastisch. Schöner geht es eigentlich kaum mehr. Aber was wäre die hübscheste Verpackung ohne adäquaten Inhalt?

Mit "Into The Blue" startet das Album in seinen ersten von zwei Longtracks. In 25:13 Minuten wird hier eine schöne Melange aller typischen Trademarks, die man mit dem Namen TRANSATLANTIC verbindet, präsentiert. Das wiederkehrende Motiv von "The Dreamer ... the Healer" ist großartig und wunderschön in Melodik und Eingängigkeit. Neal Morse hat ein scheinbar unerschöpfliches Reservoir an ergreifenden Melodien im Kopf, die er nach Belieben hervorzaubern kann. Die musikalisch höchstkompetente Aufbereitung dieser Hooklines durch seine Mitstreiter macht daraus großartige komplexe Stücke, die aber trotzdem eingängig und nachvollziehbar bleiben.

"Shine" ist eine einfach schöne Ballade mit traumhafter Melodie, schöner - weil sparsamer - Instrumentierung und genialem Gesangsarrangement. Viele Bands würden sonst etwas dafür geben, einmal in ihrem Leben mit einem solchen Song aufwarten zu können. Das dies vielen beinharten Prog-Fans eventuell zu kommerziell und einfach klingt, kann mir zwar vorstellen. Nachvollziehen kann ich es aber nicht.

Ab jetzt lässt der Zauber allerdings ein wenig nach - "Black As The Sky" ist eine gut gemachte, aber eher durchschnittliche Standard-Prog-Nummer, die man so und ähnlich schon oft und besser gehört hat. "Beyond The Sun" als introvertierte Ballade hat es schwer, nach dem großartigen "Shine" zu bestehen. Longtrack Nr. 2 ist "Kaleidoscope" - mit 31:54 Minuten Spielzeit das längste Stück auf dem Album. Auch hier gilt: toll gemacht, kompetent präsentiert, immer noch weit über dem Durchschnitt - trotzdem bleibt irgendwie zu wenig hängen. Das ist zwar Jammern auf hohem Niveau, aber mit "The Whirlwind" hat die Band eine Marke gesetzt, die zumindest für mich auf ewig das Maß aller Dinge für TRANSATLANTIC sein wird. Das ist natürlich Segen und Fluch zugleich, aber nicht zu ändern.

Die Bonus-Disc bietet wieder eine bunt gemischte Sammlung an Cover-Songs, die nach individuellen Vorlieben der Bandmitglieder aufgestellt wurden. Dabei finden sich für mich entbehrliche Stücke wie "Goodbye Yellow Brick Road" von Elton John und "Nights In White Satin" von Moody Blues ebenso wie der Yes-Klassiker "And You And I" und "Indiscipline" von King Crimson. Sinn und Unsinn solcher Cover-Aktionen sind schon immer individuell empfunden. Wegen mir müsste es nicht unbedint sein.

Die beiden DVD's enthalten zum einen das Album als 5.1 Mix, DVD 2 besteht aus einem netten Making Of sowie dem Video-Clip zu "Shine" (sehr gut) und einem okskuren Schnippsel von den Prog-Awards.


Transilvanian Dreams
Transilvanian Dreams
Wird angeboten von nagiry
Preis: EUR 12,44

5.0 von 5 Sternen Purer Black Metal at its best!, 23. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Transilvanian Dreams (Audio CD)
Das Trio aus Szeged (Ungarn) ist seit 2003 aktiv und konnte zunächst mit zwei Demoveröffentlichungen (Beginning Of The End, 2003 und Funeral Fog, 2004) punkten. Bereits auf diesen beiden Demos wurde klar, dass Freunde des traditionellen Black Metals ohne Zugeständnisse an den Zeitgeist mit TYMAH (kyrillisch für Tuman (=Nebel)) ihre wahre Freude haben werden.

Der viel bemühte Vergleich mit Mayhems Meilenstein "De Mysteriis Dom Sathanas" drängt sich in diesem Fall zurecht auf. Bereits auf dem 2004er Demo wurden zwei Mayhem-Songs von diesem Meisterwerk erfolgreich und kompetent gecovert: "Funeral Fog" und "Freezing Moon". Die Tatsache, dass es gelungen ist, diese historischen Tracks eigenständig und doch überzeugend zu präsentieren, spricht schon an sich für die Qualitäten der Band. Deren Gitarristin und Sängerin (!) Dim schafft es mit ihrer morbiden Stimme, Erinnerungen an den legendären Mayhem-Fronter Dead zu wecken (dem diese Album folgerichtig gewidmet ist). Ihre Mitstreiter Shadow (Bass) und Gelal (Drums) verstehen ihr Handwerk und sorgen dafür, dass das Charisma der Frontfrau (die auch sämtliche Stücke komponiert und getextet hat) passend transportiert wird.

Mit Transilvanian Dreams (2005) setzte die Band mit ihrer ersten Veröffentlichung beim deutschen Label No Colours ihren Marsch fort. Das Album bringt alle Qualitäten der Band, die bereits auf den genannten Demos erkennbar waren, voll auf den Punkt. Die sechs Stücke des Albums präsentieren auf knapp 43 Minuten wunderbar atmospärischen und reinen Black Metal, der ohne jeglichen Schnickschnack auskommt. Die Songs tragen sich durch intelligentes rasendes Riffing, sparsame aber wirkungsvolle Arrangements und durch eine dunkle und mystische Atmosphäre, die man vielen namhafteren Produktionen nur wünschen würde.

Unfassbar, dass eine junge Band nach nur zwei Jahren Praxis in der Lage ist, ein so durchgängiges und hochklassiges Meisterwerk zu erschaffen. Die Texte kreisen um emotionale Sichten auf die transylvanische Landschaft und die Karpaten - seit jeher dunkle Inspiration von Mythen und Legenden. Die ungarischen Lyrics sind im Booklet der CD erfreulicherweise in der englischen Übertragung enthalten. Es wäre auch sehr schade, deren Inhalt mangels ungarischer Sprachkenntnisse zu verpassen.

Die Produktion lässt Parallen zu den klassischen Einspielungen in den Grieghallen Studios zu - alte Burzum und Darkthrone lassen grüßen. Trotz der eisigen Stimmung ist der Klang kräftig und nicht wie bei vielen modernen Neo-Old-School-Bands bewusst auf schlecht getrimmt. Gerade die traditionelle Produktion hebt das Hörerlebnis auf eine höhere Ebene - man wird von der Energie und der Emotionalität der Darbietung förmlich angesaugt und in eine andere Welt entführt. Dieses Gefühl hält über die ganze Distanz an und ist für mich einer der gewichtigen Beweggründe, Black Metal zu lieben.

Mittlerweile sind mit "Loquitur Cum Algo Sathanas" (2007) und "The Past Is Alive" (2014) - beide ebenfalls auf No Colours - zwei weitere großartige Werke von TYMAH erschienen, die diesem Album in nichts nachstehen.

Für Freunde des ursprünglichen Spirits und Sounds des klassischen Black Metals ist dieses Album nichts weniger als ein absoluter Pflichtkauf und ein Glücksfall für dieses Genre.


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