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Rezensionen verfasst von
JK

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Dahle 502 Hebel-Schneidemaschine, 175 x 420 mm, 320 mm, 0,8 mm, 8 Blatt, 6 Blatt
Dahle 502 Hebel-Schneidemaschine, 175 x 420 mm, 320 mm, 0,8 mm, 8 Blatt, 6 Blatt
Wird angeboten von pbs-profi
Preis: EUR 29,99

5.0 von 5 Sternen Zum Schneiden von ATC gekauft, 8. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Um meine ATC (Artist Trading Cards) zurecht zu schneiden, hatte ich bisher Cutter & Metalllineal oder einen Rollenschneider verwendet. Da ich mit beidem aber nicht zufrieden war, bin ich lange um eine Hebelschneidmaschine geschlichen. Entschieden hatte ich mich für die Dahle 502 auf Grund der Firma und des Preises (da ich mit den ATC nicht meinen Lebensunterhalt bestreite, lag der Preis noch unterhalb der Schmerzgrenze).

Zum Gerät an sich:
Ich habe Probeschnitte mit handelsüblichem Kopierpapier (80 g/qm) gemacht. Die angegeben 8 Blatt als Maximalleistung macht die Dahle 502 ohne Probleme mit, ab 9 wird es aber tatsächlich hakelig. Die Ränder sind dabei nicht ausgefranst; egal, ob die Blätter vor dem erneuten Anheben des Hebels entfernt werden oder nicht. (Klar, die Schnittkante ist nicht aalglatt wie industriell gefertigte Blätter, für meine privaten Zwecke reicht mir das aber vollkommen.) Der Hebel an sich sitzt straff, lässt sich aber gut und ohne großen Kraftaufwand führen.
Ein anderer Rezensent bemängelte den Sitz der grauen Führungsschienen: Bei mir sitzen die Schienen richtig. Dass das anklemmbare "Lineal" seinen Spielraum hat, ist bei mir allerdings genauso -- nur sehe ich das Bauteil nicht als Lineal, sondern als reine Klemmhilfe (mit besonderer Betonung auf Hilfe, eben dass ich mit meinen Fingern nicht zu nahe an das Messer komme), insofern mich das Gerutsche nicht stört. Wenn ich angemessen drücke beim Schneiden, verrutschen weder die Klemmhilfe noch die Blätter darunter.
Was mich positiv überrascht hat: Der Großteil des Korpus' besteht aus leichtem Metall. Außerdem steht die Dahle sicher auf dem Tisch, und bei vernünftigem Druck während des Schneidens rutscht sie mir auch nicht weg.

Insgesamt bin ich mit meinem Kauf vollauf zufrieden und werde den Rollenschneider einmotten.


Schöne Verhältnisse: Roman
Schöne Verhältnisse: Roman
von Edward St Aubyn
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Wahrlich schöne Verhältnisse., 19. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Schöne Verhältnisse: Roman (Taschenbuch)
Man sollte sich von Cover und Klappentext nicht täuschen lassen: So freundlich wie das Buch daher kommt, ist es nämlich nicht, erleben wir doch einen Tag diverser Mitglieder der Upper-Class, die alle nach Gegenseitiger Aufmerksamkeit und Ansehen gieren, hinter vorgehaltener Hand aber tuscheln und lästern.
Allen voran steht dabei David Melrose, sechzigjähriger Misanthrop und Arzt, dem es nicht nur eine Freude ist, Ameisen zu ertränken und zu verbrennen, sondern auch andere zu erniedrigen, sei es seine trinkende und tablettenabhängige Frau oder seinen fünfjährigen Sohn. Das Setlsame daran: Davids Freunde wissen von seinem gräulichen Charakter und buhlen dennoch um seine Gunst. Betrachtet man diese Freunde aber genau, so sind sie wie die Melroses nichts weiter als gescheiterte Existenzen, die sich in ihrer Scheinwelt aus Unbedeutbarkeiten aalen und insgesamt einen abstoßenden Eindruck der Upper-Class hinterlassen.
St Aubyn serviert das Ganze dabei mit lakonischen, bösen, beinah spöttischen Worten, die der sich nach und nach entfaltenden Abartigkeit Davids und des Ringelpitzes der Charaktere nur gerecht werden, gerade deswegen einem im Halse stecken bleiben und zuweilen sogar anwidern und die so gut übersetzt sind, dass man sich ihrer nur schwerlich entziehen kann. Zumindest konnte ich das Buch, einmal angefangen, nur schwer aus der Hand legen.

Für Menschen, die mit Abartigkeiten umgehen können, nur zu empfehlen.


Die achte Sünde
Die achte Sünde
von Philipp Vandenberg
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sündhaft langweilig., 30. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Die achte Sünde (Taschenbuch)
Malberg, Antiquar, kam auf Raten einer Schulfreundin nach Rom. Als diese zu einem Treffen nicht erscheint, sucht er sie in ihrer Wohnung auf und findet sie "oh Schreck" tot in der Badewanne. Ein Notizbüchlein mit seltsamen Abkürzungen steckt er ein bevor er aus der Wohnung stürzt.
Etwa zur gleichen Zeit, mehrere Luftkilometer weiter in Deutschland, schlängelt sich ein unscheinbares Auto das Rheintal hinauf zur Burg Layenfels. In seinem Innern drei Reisende aus Italien: seine Eminenz Kardinal Gonzaga samt seinem Privatsekretär Monsignor Soffici und Fahrer Alberto. Im Gepäck haben sie nichts Interessantes. Dafür ist es umso interessanter, was der Herr Kardinal am Körper trägt: das Turiner Grabtuch. Genau, eben jenes Tuch, in dem Jesus von Nazaret nach seiner Kreuzigung begraben wurden sein soll. Empfänger ist eine seltsame Sekte, die sich selbst Fideles Fidei Flagrantes nennt: die Getreuen, die für den Glauben kämpfen ...

Auf dem Cover des Taschenbuchs prangt ein gelber Aufkleber mit einer Aussage des Sterns: "Der deutsche Dan Brown!" Und ich frage mich: Wirklich?
Nachdem letztes Jahr die zweite Verfilmung eines Dan-Brown-Romans in den deutschen Kinos anlief, Illuminati, war ich auf den Geschmack solcher Thriller gekommen. Nicht zuletzt verstärkten Illuminati-Hörbuch und Sacrificium von Véronique Roy mein Interesse und so kaufte ich aus einer Laune heraus letzten Winter vom mir bis dato unbekannten Philipp Vandenberg seinen Roman Die Achte Sünde.
Es las sich interessant an mit einer Exorzismus-Szene. Aber dann ging es los. Was ich oben mit wenigen Sätzen zusammenfasste, erstreckt sich über ein unendlich lang erscheinendes und langweiliges Kapitel. Aber ich bin ja geduldig, also las ich weiter in der Hoffnung, dass es spannender zur Sache geht. Jedoch: Weit gefehlt. Wie Malberg seine ehemalige Schulfreundin auffindet und sich dann nach seiner Flucht am hellichten Tage auf einer belebten Straße nieder knüppeln lässt, ist ungefähr so spannend wie ebendieser Satz. Also gar nicht. Später im Krankenhaus erzählt man Malberg, er hätte einen Autounfall gehabt. Malberg, glücklicherweise nicht ganz so dumm wie Brot, aber scheinbar mit einem harten Schädel wie trocken Brot, ist das suspekt und ihm dämmert, dass da etwas faul ist.
Suspekt ist mir auch, dass es, obwohl Kardinalstaatsekretär, Gonzaga gelingt das Turiner Grabtuch erst einmal an sich zu nehmen und dann noch um seinen Leib geschlungen durch halb Europa zu transportieren, ohne dass das gute Stück am Ende zerbröselt, was ich, so es denn tatsächlich asbach-uralt sein soll, erwartet hätte.

Im Laufe der nächsten Seiten erfahren wir etwas mehr über die FFF, die das Grabtuch auf Blut und somit Genen Jesu untersuchen; Malberg trifft eine, natürlich schöne, Journalistin, in die er sich auch verliebt und mit der er nach einem unglaublich tiefgreifendem Gespräch und herausfordernd gespreizten Schenkeln seinen besten Sex auf dem Sofa der Geliebten hat (ich frage mich, wie er seine anderen fünfzehn Freundinnen liebte). Kardinal Gonzaga tut derweil etwas ziemlich Dummes: Er nimmt sich Geld aus einem furchtbar geheimen Geheimfonds des Vatikans, um damit ein trapezförmiges Stückchen Stoff mit roten Flecken darauf, das, ob seiner Form, natürlich nur das fehlende Stücken des bereits geflickten Turiner Grabtuchs sein kann, erstehen zu können. Natürlich kann das nur mit einer filmreifen Aktion über die Bühne gebracht werden. Dummerweise geht das schief, steht tagsdarauf in der Zeitung und Gonzagas Geldentnahme fällt dem Banker auf, der die Finanzen des Vatikans betreut. Der Kardinal gibt sich jedoch erhaben, wie ich allerdings finde: dümmlich.

Ich weiß nicht, was ich mit dem Buch soll. Die Sprache ist einfach, Vandenbergs Belustigung über Aspekte des Lebens sind nicht lustig, gar nervend. Der Plot kriecht vor sich hin, obwohl dann doch immer irgendwie irgendwem irgendwas passiert. Die Charaktere sind stupide über langweilig bis aberwitzig und alles in allem nicht ernst zu nehmen. Zuweilen hatte ich das Gefühl eine schlechte Thriller-Parodie zu lesen. Nicht zuletzt, weil die Spannung auch nicht nach 20 Kapiteln und 148 Seiten aufkommen wollte, weshalb ich das Buch dann zurück ins Regal stellte.

Fazit: Weder interessante Charaktere, noch ein interessanter Plot, keine Spannung, langweiliges bis nerviges Gefasel des Autors. Kann man lesen, wenn man auf unfreiwillige Komik steht. Die restliche Menschheit kann getrost einen Bogen darum machen. Und: Dan Brown schreibt zwar auch nicht viel exquisiter, bringt aber dann doch Spannung (und kann sich über gute Filmschauspieler als auch Hörbuchsprecher freuen).

1 von 5 Sternen wegen des netten Einbandes.


45 Master Characters
45 Master Characters
von Victoria Lynn Schmidt
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,04

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Äußerst hilfreich., 18. September 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 45 Master Characters (Taschenbuch)
Ich hatte bisher immer so meine Probleme bei der Erschaffung von Charakteren. Das lag nicht zuletzt am RPG-Spieler-Syndrom: Aussehen, Alter, Art, Geschlecht, bisschen Hintergrund, bisschen Vorlieben und Abneigungen und los gehts. Die Spielfigur erhält ihren Charakter erst durchs Spielen. Zwar kann ich mit 45 Master Characters nicht auf Anhieb ausgefeilte Charaktere erstellen, aber sie sind mir gegenüber nun viel gesprächiger als zuvor.

Aber zum Buch selbst:
Es hält, nach Geschlechtern getrennt, je acht Typen für unsere Heronen bereit, jeweils als zwei Seiten einer Medaille. Macht also insgesamt 2x16, also 32 Typen. Daneben gibt es noch Typen für Supporting Characters, also der Zirkus an Helferlein (oder Feinden), die unser Held hinter sich her zieht. Derer sind es dann drei (Freunde, Feinde, Symbole), die nochmals unterteilt sind und somit die restlichen dreizehn Typen ergeben, damit wir auf unsere 45 kommen.
Daneben hält das Buch noch ein Kapitel zur weiblichen wie männlichen Reise bereit - wo dann letztlich klar wird, dass Mann und Frau doch zwei verschiedene Wesen sind. Praktisch sind in dem Zusammenhand die Worksheets zum Plotten beider Reisen, die das vorher gesagte als Art Checkliste wider geben und somit zum praktischen Arbeiten taugen.
Vor Klischees muss man sich dabei aber nicht fürchten. VLS unterscheidet deutlich zu Beginn des Buches zwischen Stereotypen und Archetypen: Stereotypen sind für sie nur oberflächliche Imitationen von Menschen, sie sagen nichts über ihre Ängste, Wünsche/Ziele und Motive, sie sind nur "general ideas". Archetypen hingegen ziehen sich durch die gesamte Mythologie (sie entstammen daher "der gesamten Menschheit" und nicht nur dem vorurteilbelasteten Einzelnem; daher wurden repräsentativ in dem Buch die alt-gr. Gottheiten gewählt), haben genaue Ängste, Ziele, Motive.
So sind dann auch die beschrieben Reisen für Weiblein und Männlein verschieden: Die Heldin muss tief in sich gehen und während der Geschichte eine Wandlung durchmachen. Sie "erwacht" dabei in Akt1 und geht dann auf die "Wiedergeburt" zu; d.h., sie fällt am Ende von Akt1 (nachdem sie ihre perfekte Welt als nicht-perfekt wahrgenommen hat) eine Entscheidung, die ihr ganzes Leben ändern wird und die nicht rückgängig zu machen ist, das ist der Punkt, wo ihre Reise beginnt (und der Plot einsetzt), das auslösende Moment sozusagen. Die Wiedergeburt ist dann der Punkt, an dem sich die Heldin gewandelt hat. Allerdings ist das nicht das Ende der Geschichte, vielmehr ist es die Voraussetzung, dass die Heldin den finalen Schritt tun kan, um zu bekommen, was die ganze Zeit über ihr Ziel war. Hingegen der Held widersteht der inneren Wandlung bis Akt3. Dann kann er zwei Wege wählen: entweder er wählt das Erwachen und siegt oder er verweigert weiterhin die Wandlung und verliert. Die männliche Reise ist, mehr oder minder finde ich, das, was wir unter der Heldenreise (nach Vogler) verstehen.
VLS fußt dabei die Reisen auf dem Mythos um die Göttin Inanna (für die weibliche Reise) und auf dem Gilgamesh-Epos (für die männliche Reise). Wichtig ist auch, dass nicht nur Frauen und Männder die Reisen durchmachen müssen wie Inanna und Gilgamesh. Als Beispiel nennt sie dabei den Film American Beauty, in dem Protagonist Lester eigentlich all das durchmacht, was als Frauenreise zu sehen ist. (Wobei Lester letztlich keine Unterstützung erhält sich zu ändern und vor dem Punkt der Wiedergeburt stirbt. Die holt er erst nach, indem er die Geschichte erzählt.)

Mein Fazit also: Wer sich bei der Charaktererschaffung schwer tut oder an mythologischen Archetypen interessiert ist, kann sich das Buch ruhigen Gewissens kaufen.


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