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Rezensionen verfasst von
Janine2610

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Wer weiß, was morgen mit uns ist
Wer weiß, was morgen mit uns ist
von Ann Brashares
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Rettung aus der Zukunft?, 22. Oktober 2014
Der Klappentext:

Die 17-jährige Prenna lebt mit ihrer Mutter in New York, seit sie zwölf ist.
Doch was vorher war und wo sie herkommt, darf sie niemandem erzählen.
Eine Pandemie hat Millionen Opfer gefordert, und zusammen mit wenigen
anderen ist es Prenna gelungen, in unsere Gegenwart zu entkommen. Jetzt
tun sie alles, um ihre Herkunft geheim zu halten. Deshalb gelten strenge
Regeln für Prenna: möglichst kein Kontakt zu den Mitschülern, nicht mehr
Worte als nötig. Sich mit einem Jungen aus der Schule zu verabreden, ist
selbstverständlich ausgeschlossen. Prenna hält sich daran. Bis zu dem Tag,
an dem ihr Ethan Jarves begegnet und sie sich Hals über Kopf verliebt …

Meine Meinung:

Der Anfang hat mich erst total verwirrt, weil ich mir den Klappentext vorher
nicht durchgelesen habe. Es hat aber nicht lange gedauert, bis ich
verstanden habe, wo ich hier "gelandet" bin. Dann ist die Entwicklung der
Geschichte aber auch schon rasant und spannend voran gegangen.
Prenna und Ethan, die die Hauptcharaktere darstellen, sind ein
herzerweichendes Paar, mit denen ich mitgefiebert und gehofft habe, dass
auf ihrer "Mission" alles hinhaut.

Ein bisschen hat mich dieses Jugendbuch an den Film "Zurück in die Zukunft"
erinnert. Die Autorin behandelt darin unter anderem prekäre
Zukunftsthemen, wie Klimaerwärmung und Umweltkatastrophe. Die
sogenannte Blutpest spielt darin auch eine große Rolle, diese ist nämlich
eigentlich der Hauptgrund dafür, warum 'man' in die Vergangenheit gereist
ist. 'Man' hat die Hoffnung, sie verhindern zu können...

Ob und wie das gelungen ist, möchte ich jetzt hier natürlich nicht vorweg
nehmen, aber soviel sei gesagt: spannender und rasanter Jugendroman
(oder Jugendthriller würd ich fast sagen), der nicht nur für Jugendliche
lesenswert ist!

Das einzige Manko: Das Cover passt, meiner Meinung nach, sowas von
überhaupt nicht zum Inhalt. Sehe ich so ein Cover, denke ich bestimmt nicht
an Zeitreisen, Klimakatastrophe und Blutpest...
Ach ja: und der Schluss ist zwar sehr schön, hat in meinen Augen aber auch
was Ungewisses, sodass ich das Buch nicht ganz zufrieden beiseite legen
konnte... :-/


Süden und der Straßenbahntrinker
Süden und der Straßenbahntrinker
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen "Sie verwechseln die Wirklichkeit mit Ihrer Phantasie.", 19. Oktober 2014
Das war wieder so klar, dass Süden sogar in seinem Urlaub einem Fall nachgeht, der ja eigentlich
keine Vermissung ist, denn Jeremias Holzapfel ist ja scheinbar wieder da. Irgendwas findet
Süden an Jeremias aber merkwürdig, deswegen weigert er sich (sogar bei seinem Vorgesetzten),
dem Mann nicht "nachzustellen". Südens außerordentliches Gespür der Menschenkenntnis, die er
sich großteils durchs Menschenbeobachten angeeignet hat, täuscht ihn auch diesmal nicht. Mit
Jeremias stimmt etwas nicht, und Süden ist entschlossen herauszufinden, was das ist...

"Süden und der Strassenbahntrinker" war jetzt das 5. Buch der Tabor-Süden-Romane und mein
persönlich 4. Buch um den Vermisstenfahnder Tabor Süden, das ich gelesen habe. Da ich den
Hauptprotagonisten jetzt ja schon ein wenig kenne und einschätzen kann, hat mir das Lesen des
Buches gleich noch viel mehr Spaß gemacht als sonst, denn all die Eigenarten Südens und der
anderen bekannten Gestalten sind so einzigartig und ich liebe es einfach, genau das, Buch für
Buch wiederzuerkennen!
Südens coole Art als Kommissar und seine witzig, komischen Methoden, Leute zum Sprechen zu
bringen, begeistern mich immer wieder.
Der Antagonist Jeremias Holzapfel ist einer der eher Unsympathischen in diesem Buch,
nichtsdestotrotz hat mich sein Charakter höchst neugierig werden lassen. Die Entwicklung der
Geschichte, also Südens Aufdecken des eigenartigen Verhaltens von Jeremias Holzapfel war für
mich sehr spannend mitzuverfolgen.
Den Schluss finde ich wunderbar zufriedenstellend gelungen, denn es sind keine Fragen offen
geblieben. Auf alles gab es eine Antwort - und das ist mir sehr wichtig (auch für eine gute
Bewertung), denn so ein ratloses Zuklappen am Ende eines Buches finde ich immer so
unbefriedigend!

Für mich hätte das Buch gleich nochmal 200 Seiten mehr haben können. ;-) Ich denke, dass man
"den Strassenbahntrinker" bestimmt auch so lesen kann, ohne Vorkenntnisse aus anderen Tabor-
Süden-Romanen zu besitzen.
Jedenfalls war dieser Süden-Roman für mich mal wieder Lesefreude pur und ich freue mich auf
die Zeit, die ich mit dem eigensinnigen Vermisstenfahnder in Anis weiteren Büchern verbringen
darf. ☺


Hello Paris
Hello Paris
von Catharina Geiselhart
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,95

5.0 von 5 Sternen Was der Selbstzweifel alles auslösen kann..., 16. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hello Paris (Gebundene Ausgabe)
Morgan Dobernick ist ein besonderes und sehr intelligentes Mädchen, beschäftigt sie sich für ihr
Alter mit doch ungewöhnlichen Dingen: Oper, Ballett, Theater, Lyrik, Literatur, Geschichte,
Politik und anderes Weltliches. Aber auch die erste Liebe findet ihren Weg zu ihr und mit ihr ein
Junge, der dazu beigetragen hat, dass sie angefangen hat, an sich zu zweifeln.
Auch das Modeln hat in diesem Buch eine größere Rolle gespielt, denn dadurch wurde Morgans
sich langsam entwickelnde Essstörung weiter genährt. Hinzu kommen eigensinnige Eltern, vor
allem die Mutter scheint nach und nach den Verstand zu verlieren, und zwei Brüder, die
ebenfalls keine Stütze für Morgan sind.

Dieses Buch war angenehm und sehr interessant zu lesen. Ich fand's spannend Morgans Geschichte
und Entwicklung mitzuverfolgen, von den Ursachen und Auslösern ihrer Krankheit zu erfahren
und von ihrem ersten Freund Arthur und der darauffolgenden großen Liebe Raphael, mit dem sie
ein Herz und eine Seele zu sein scheint, zu lesen.
Toll skizziert waren auch die Charaktere in dem Buch, am besten gefallen haben mir Morgans
Eltern, die oftmals echt skurril rüber gekommen sind.
Dass sich aber ein so junges Mädchen für all diese weltlichen Themen interessiert, habe ich im
ersten Moment als recht unglaubwürdig empfunden, je mehr ich Morgan aber kennen gelernt
habe, desto besser hat es zu ihr gepasst. - Es mag vielleicht ungewöhnlich sein, aber sicher nicht
unmöglich.
Sowohl Morgans Mutter Esther, die in dem Buch eine ganz schöne Entwicklung durchgemacht
hat, als auch das Schicksal von Morgans Freundin Celeste, das mich nicht kalt gelassen
hat, möchte ich an dieser Stelle erwähnen.

Das Ende war für mich traurig und hoffnungsvoll zugleich. Erst habe ich den letzten Satz nicht
verstanden, nach kurzem Sackenlassen der Geschichte hat sich mir die Bedeutung aber doch
noch erschlossen, sodass ich das Buch zufrieden zuklappen konnte.

Auch wenn in dem Buch ein paar französische Sätze/Wörter geschrieben standen, die ich nicht
verstanden habe und die somit meinen Lesefluss etwas gestört haben, finde ich, dass es ein
durchaus empfehlenswerter, autobiografischer Jugendroman ist, der Brisanz und Intelligenz
wunderbar miteinander kombiniert.


Splitter
Splitter
von Sebastian Fitzek
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Es kann nie richtig sein, etwas Falsches zu tun., 14. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Splitter (Taschenbuch)
Worum geht's?

Marc Lucas hat ein Problem, und dieses Problem ist ein im wahrsten Sinn
des Wortes existenzielles. Bei einem Autounfall hat er vor kurzem, seiner
Erinnerung nach, durch eigenes Verschulden seine Frau und sein
ungeborenes Kind verloren. Und diese Erinnerung versucht er durch das
spektakuläre Experiment einer Privatklinik zu verlieren.
Aber als Lucas die Klinik wieder verlässt, ohne am Experiment überhaupt
teilgenommen zu haben, findet er sich in einem Albtraum wieder. An seiner
Wohnung sind die Schlösser und das Türschild ausgewechselt, unter seiner
Handynummer meldet sich eine fremde Person, die behauptet, er zu sein.
Und dann häufen sich auch noch die Verdachtsmomente, dass seine
schwangere Frau noch lebt. Aber: Was ist eigentlich Einbildung, was
Erinnerung und was Wirklichkeit? Marc Lucas beginnt, sich der Situation zu
stellen - und kommt einem wahrhaft außergewöhnlichen Komplott auf die
Spur ...

Meine Meinung:

Lernen zu vergessen - das soll Marc. Nur dass dieser sowieso nicht mehr weiß,
was er vergessen hätte sollen...
Damit gewisse Erinnerungen nicht wieder an die Oberfläche drängen,
versucht >man< nun Marc "verrückt" zu machen, indem man ihn
nervenaufreibenden Situationen aussetzt, die einen wahrlich den Verstand
verlieren lassen können.

"Splitter" war nach "Der Augensammler" mein zweiter Thriller von Sebastian Fitzek.
Vergleichsweise besser hat mir persönlich "Splitter" gefallen.

Das Buch ist größtenteils spannend geschrieben, phasenweise ein richtiger
Pageturner und die recht kurzen Kapiteln haben bei mir immer diesen "ein-
Kapitel-geht-noch-Effekt" ausgelöst. ;-)

Während Marc Lucas in dieser Geschichte eher die Opferrolle darstellt,
scheinen alle anderen unter einer Decke zu stecken. Die Frage, wem er nun
vertrauen kann, stellt er sich im Laufe des Buches immer öfter. Und er fragt
sich nicht nur einmal, ob er nicht schon völlig den Verstand verloren hat,
passieren ihm doch immer wieder absurde und unerklärliche Dinge. Die
Leute, die hinter diesem ganzen Irrsinn stecken, sind meiner Meinung nach
nicht ganz richtig in der Birne. Die Motivation dafür, warum sie dies alles mit
Marc anstellen, ist in meinen Augen schon verständlich, aber NICHT RICHTIG.
Und wie so ein schöner Satz in dem Buch heißt: "Es kann nie richtig sein, das
Falsche zu tun." - danach handelt Marc schlussendlich am Ende des Buches.
Erst habe ich mir nämlich gedacht, dass der Schluss anders hätte sein sollen,
je länger ich dann aber darüber nachgedacht habe, desto klarer ist mir
geworden, dass es genau so enden sollte, alles andere wäre eben "das
Falsche" gewesen.

Ein fesselnder Thriller, den ich gerne weiterempfehle. Sebastian Fitzek hat es
geschafft, nicht nur seinen Protagonisten Marc komplett zu verwirren,
sondern hat das mit Bravour auch noch bei mir als Leserin hingekriegt. ;-P
Die Botschaft zwischen den Zeilen: Das Richtige dem Falschen vorziehen. In
diesem Buch wird dies schlussendlich auf eine traurige Weise gut vermittelt.


Mein Herz ruft deinen Namen: Roman
Mein Herz ruft deinen Namen: Roman
von Susanna Tamaro
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Spirituell und philosophisch - ein wundervoller Roman zum Nachdenken!, 8. Oktober 2014
Völlig sprachlos habe ich das Buch zugeklappt. Was mir dann als erstes in
den Sinn gekommen ist: "Unfassbar! Was ist das für ein unglaubliches Buch?"
Soviel Lebensweisheit auf so wenigen Seiten hat mich regelrecht
"elektrisiert". Der Protagonist Matteo erzählt in diesem Buch nämlich nicht
nur von seinem fürchterlichen Schicksalsschlag, den er erlitten hat und
davon, wie er die dadurch entstandene, innere Leere und Sinnlosigkeit
versucht hat mit Alkohol auszufüllen, sondern auch, wie es ihm
schlussendlich gelungen ist, zurück ins Leben zu finden. Dabei hat er so viel
lernen und erfahren müssen. Er hat sich verirrt, um sich wiederzufinden.
Und irgendwann ist ihm dann auch klar geworden, warum sich seine Frau
Nora "zurückgezogen" hat. Diese Erkenntnis hatte für ihn etwas so
Befreiendes und Hoffnungsvolles.
Und ich bin an den Seiten gehangen und habe mit Matteo mitgelitten,
mitgetrauert und mitgeweint. Ich hatte beim Lesen ständig das Gefühl eine
Erkenntnis nach der nächsten zu haben. Dieses Buch ist so berauschend,
intelligent, logisch, einleuchtend, erkenntnisreich und philosophisch. So
voller Schmerz und Trauer, aber auch voller Liebe und versteckter Hoffnung.
Zusammenfassend kann man sagen ist es vor allem eines: Wertvoll!

Auch wenn ich jetzt hier aus dem Loben nicht mehr herauskomme... Ich
denke, dass dieses Buch jedes Lob der Welt verdient hat. So ein weises und
Hoffnung spendendes Buch mit einem derartig freudigen Ende habe ich
nämlich noch nie gelesen.
Das Innehalten währenddessen, wenn mir philosophische Sätze
untergekommen sind, und das darauf folgende darüber Nachdenken, hat
mir klar gemacht, dass das kein Buch ist, das man einfach so mal schnell
zwischendurch liest. Zeit und Ruhe sollte man sich also nehmen, dann kann,
will und werde ich "Mein Herz ruft deinen Namen" JEDEM empfehlen.


Coco Chanel & Igor Strawinsky: Roman
Coco Chanel & Igor Strawinsky: Roman
von Chris Greenhalgh
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

5.0 von 5 Sternen Mode, Musik und eine außergewöhnliche Affäre, 6. Oktober 2014
Coco und Igor treffen beide zu einem Zeitpunkt ihres Lebens aufeinander, wo sie anfällig für die
Leidenschaft des jeweils anderen sind.
Coco ist alleinstehend, hat sich gerade erst einigermaßen von dem Tod ihres Exfreundes Boy
erholt und Igors Beziehung zu seiner Ehefrau Jekaterina ist größtenteils von Bitterkeit und
Askese geprägt, sodass es dem Komponisten "leicht" gemacht wird, eine Liaison mit Coco
einzugehen. - Und das auch noch im selben Haus, in dem Jekaterina und seine 4 kleinen Kinder
leben.

Also ich muss ehrlich sagen, das fand ich schon echt dreist von den beiden. Wie konnten die
zwei nur glauben, dass niemand etwas davon mitbekommt? Sowohl Jekaterina, obwohl durch
ihre Tuberkulose geschwächt, als auch die Kinder UND das Hauspersonal besitzen genug
Einfühlungsvermögen um derartige Veränderungen wahrzunehmen. Selbst als Coco und Igor
dann ahnen, dass die anderen Hausbewohner evtl. etwas von der Affäre wissen, hören sie nicht
auf, oder werden gar vorsichtiger. Da kann man es mir wohl nicht verübeln, dass ich keine
Sympathie für die beiden aufbringen konnte.
Coco ist überhaupt eine mir unsympathische Frau. So emanzipiert und stark sie in dem Buch
auch beschrieben wird, mit ihrem kühlen, distanzierten Charakter und der Art, dass immer alles
nach ihrer Nase tanzen muss, bin ich nicht klar gekommen. Und dem Eindruck, dass sie Igor nur
als kurzzeitiges "Spielzeug" benutzt hat, konnte ich mich bis zum Schluss, wo sie dann auch
noch kurz vor ihrem Tod an die Zeit mit Igor gedacht hat, nicht erwehren.

Igor ist da wohl schon ein netterer Geselle, aber dass er eine Affäre mit einer Frau eingeht, die
im selben Haus wohnt, wie seine Ehefrau und seine Kinder, ist in meinen Augen trotzdem "unter
aller Sau".
Obwohl Jekaterina die hauptsächlich Leidtragende in der ganzen Geschichte ist, habe ich nicht
so richtig Mitleid mit ihr empfunden. Warum? Tja, dieses ewig kranke, jammernde Ding hatte
einfach was Abstoßendes. Selbst ihren Kindern gegenüber hat sie sich wenig herzlich
benommen...

Ziemlich interessant fand ich die Szenen ganz am Anfang und am Schluss des Buches, wo man
Coco Chanel, eigentlich Gabrielle Chanel, kurz vor ihrem Tod im Alter von 87 Jahren
kennenlernt. Interessant ist ebenfalls die Tatsache, dass Coco und Igor im selben Jahr verstorben
sind, und Igor im Alter von 88 Jahren - für jede Klaviertaste ein Lebensjahr.
Auch der Lebenslauf der beiden, ganz zuletzt, ist lesenswert!

Ich habe das Buch trotz der in meinen Augen überaus unsympathischen Charaktere gefesselt
verfolgt (denn der Schreibstil ist herrlich zu lesen) und bin eigentlich sehr dankbar, dass ich
durch diese Lektüre einen Einblick in einen wenigstens kleinen Abschnitt aus dem Leben zwei
solcher bedeutender Persönlichkeiten bekommen habe.


Die Analphabetin, die rechnen konnte: Roman
Die Analphabetin, die rechnen konnte: Roman
Preis: EUR 15,99

5.0 von 5 Sternen Das Buch muss man erlebt haben!, 1. Oktober 2014
Die Buchrückseite:

Mit fünf fing sie an zu arbeiten, mit zehn wurde sie Waise, mit fünfzehn von
einem Auto überfahren. Im Grunde deutete alles darauf hin, dass Nombeko
ihr Dasein in ihrer Hütte im größten Slum Südafrikas fristen und sehr früh
sterben würde.

Wenn sie nicht die gewesen wäre, die sie war - aber die war sie eben:
Nombeko war die Analphabetin, die rechnen konnte.

Meine Meinung:

Warum muss man das Buch erlebt haben? - Weil es ein einziges
Abenteuer ist. Zwischendurch wird immer mal wieder Politisches
eingestreut, wobei man, wenn man das positiv sehen möchte, auch noch
was dabei lernen kann.

Die Protagonistin Nombeko Mayeki hat mich allzu sehr an den
hundertjährigen Allan Karlsson aus Jonassons Debütroman erinnert. Sind die
beiden doch von ihrem Alter, Aussehen und ihrer Herkunft von Grund auf
verschieden, von ihrer Art, ihrem Verhalten und ihrem Charakter gleichen
sie sich jedoch wie ein Ei dem anderen. (Wären die beiden in einem Roman
zusammen - sie wären vermutlich das beste Team überhaupt.^^)
Naja, jedenfalls erlebt die eigentlich nicht lange Analphabetin Nombeko, die
einen scheinbar schlechten Start ins Leben hatte, auf ihrem Weg durch die
Welt wieder so einiges Unglaubliches und Zufälle, wo du dir denkst: "Das
gibt's doch nicht...". Begleitet wird das Ganze von einem Witz, der mir
unglaublich gut gefällt. Dieser freche, schwarze Humor ist absolut meins und
ich bin deshalb förmlich an den Seiten gehangen. Dementsprechend schnell
war ich durch mit dem tollen Buch. Genauso wie beim Hundertjährigen hatte
ich auch hier wieder viel zu schmunzeln und zu lachen. Nicht mal das viele
politische Zeugs, das eigentlich auch eine größere Rolle spielt, hat meinen
Lesegenuss trüben können. Für mich war jede Seite Unterhaltung pur.

Ich liebe die Charaktere, die Jonasson in seinen beiden Büchern geschaffen
hat. Die sind schon was ganz Besonderes und ich hoffe sehr, dass es zu
diesem Buch auch wieder eine Verfilmung geben wird. ;-)

Aus meiner Sicht ist "Die Analphabetin, die rechnen konnte" sehr zu empfehlen.
Ich habe jede Seite geliebt. Manch einer würde vielleicht sagen, dass das
Buch zu sehr von Jonassons erstem Buch "abgekupfert" ist. Ich beurteile jetzt
aber AUSSCHLIEßLICH dieses Buch. Steht das Buch also nur für sich und
denkt man sich den Hundertjährigen weg, wenn man ihn denn gelesen hat,
dann gibt es nichts zu bekriteln. Ich vergebe gerne 5 Sterne!


Der Mond und das Mädchen: Roman
Der Mond und das Mädchen: Roman
von Martin Mosebach
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen War das Buch "notwendig"?, 27. September 2014
Für mich jedenfalls nicht! Ich bin auf den 191 Seiten mit der Geschichte leider nicht warm
geworden. Weder zum Banker Hans, noch zu seiner zarten, jungen Ehefrau Ina, die in Frankfurt
in eine neue Wohnung ziehen und die die Hauptprotagonisten des Buches darstellen, habe ich
einen Zugang gefunden. Das lag bestimmt nicht daran, dass das Buch nur so dünn ist, sondern
eher an der Handlung, die eigentlich nicht so richtig eine ist, zumindest keine verfolgenswerte
oder den Sinn dahinter erschließende.

Auch die Sprache war einschläfernd. Wie oft ich abgeschweift bin, kann ich gar nicht sagen...
Die Sache mit der toten Taube, von der in der Buchbeschreibung die Rede ist, ist nicht wirklich
"aufgeklärt" worden, bzw. habe ich nicht verstanden. Was der Autor mit der ganzen Situation
vermitteln wollte: keine Ahnung.

Ein Buch, das mich ziemlich ahnungslos zurücklässt, das mich nicht fesseln konnte und wo mich
die "spannende" Rechtschreibung genervt hat (Bsp.: Sofa mit ph).
Schlussendlich war ich froh, dass ich es nach 191 Seiten, die sich unendlich gezogen haben,
zuklappen konnte.
Wer sich jedoch gerne in langen, verschachtelten Sätzen verliert und auf ganz ruhige
Atmosphäre steht, völlig egal, ob die Geschichte einen Sinn hat oder nicht, dem ist dieses Buch
vielleicht doch zu empfehlen. ;-)


Seelen
Seelen
von Stephenie Meyer
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Meine Menschen hatten ein Anrecht auf ihre Welt., 23. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Seelen (Taschenbuch)
Die Seelen, die die Erde bevölkern und sich dabei die Menschen als Wirt
nehmen, sind eigentlich gute, friedliebende Wesen. Für ein paar wenige
Menschen, die den Seelen entkommen konnten, Widerstand geleistet und
sich gut versteckt haben, sind sie nichts weiter als Parasiten.
Und da ich ja selbst ein Mensch bin, stelle ich mich ebenfalls auf die Seite
der Menschen. Ich würde es schrecklich finden, wenn so etwas wie eine
fremde Seele von mir Besitz ergreift und mein Ich komplett außer Gefecht
setzt, also ganz verdrängt, sei diese Seele noch so lieb. Da kann ich die
Menschen sehr gut verstehen, dass sie einen so großen Hass hegen, und sie
Wanda in Melanies Körper zuerst gar nicht trauen wollten...

Obwohl es manchmal schon recht grob und brutal zugegangen ist, also mit
Wanda meine ich, hatte ich nie Mitleid mit ihr. (Bin ich böse?)
Mitleid hatte ich vor allem mit Melanie. Melanie ist gefangen im Kopf - mit
Wanda. Wanda hat die Macht über Melanies Körper. Ich stelle mir das
schrecklich vor.
Und immer wieder habe ich mir gedacht, dass es eine Frechheit ist, was sich
die Seelen erlauben: die Menschen auf diese Art und Weise in ihren Besitz zu
bringen. Sie quasi auszulöschen. Und dabei habe ich auch eines nicht
verstanden: wenn die Seelen doch ach so gut sind, warum haben sie kein
Mitleid mit den Menschen? Warum fangen sie sie einfach und nehmen ihnen
auf diese perverse Art ihr Leben? - Das ist mir die ganze Zeit während des
Lesens nicht eingegangen, dieser Widerspruch. - War ich froh, dass Wanda
dann scheinbar doch noch zur "Besinnung" gekommen ist.

Beim Lesen bin ich gut damit zurecht gekommen, bzw. war nicht verwirrt,
wenn Melanie und Wanda ihre Zwiegespräche im Kopf geführt haben. Ich
dachte mir, dass das anstrengend werden könnte. - War's aber nicht.
Überrascht war ich unter anderem von der Entwicklung mancher
Protagonisten, so z. B. von Ian, die mir anfangs gar ein bisschen schnell und
somit unglaubwürdig erschienen ist.
Das Ende war zufriedenstellend für mich, gut, ein kleines bisschen anders
hätte es ruhig ausgehen dürfen, denn wie man vielleicht schon vermuten
mag, habe ich die Seelen, völlig egal welche, nicht so richtig ins Herz
schließen können.

4 Sterne für ein dickes, fantasievolles Buch, das durchaus spannend und
mitreißend geschrieben ist, in meinen Augen jedoch auch Widersprüche
enthält.


Frettsack: Roman. Jetzt verfilmt als »Vaterfreuden«
Frettsack: Roman. Jetzt verfilmt als »Vaterfreuden«
von Murmel Clausen
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Beschert einem den ein oder anderen Lacher!, 20. September 2014
Klingt ganz schön bescheuert, die Kurzbeschreibung, nicht? - Ist sie auch!

Jens Fischer ist tatsächlich kein Glückspilz, vor allem was Frauen anbelangt. Derweil ist er doch
echt ein ganz lieber, humorvoller Typ mit gutem Charakter. Ich kann mir da schon vorstellen,
was der Grund ist, warum er Keine abbekommt: er geht keinem "gescheiten" Beruf nach. Ich
denke, dass er deswegen bei den Frauen einen eher flatterhaften Eindruck hinterlässt. - Frauen
haben wohl Angst, dass er nicht dauerhaft für sie sorgen kann. Und hinzu kommt, dass Jens mit
37 Jahren noch in einer WG wohnt, und die, ich drücke es mal nett aus, wie ein Drecksloch
aussieht... Soviel dazu. ;-P

"Frettsack" ist ein in meinen Augen gut gelungenes Debüt. Die meiste Zeit doch recht witzig
geschrieben, hat es mir den ein oder anderen Lacher abringen können. Nur Grinsen kam jedoch
wesentlich öfter vor.^^ Klar, hin und wieder hab ich mir auch wegen der niveaulosen, dämlichen
Szenen, vor allem mit Hondo (ein wirklich minderintelligenter, der deutschen Sprache nicht
mächtiger Prolet) und/oder Sven (Jens Mitbewohner und Killerfrettchenbesitzer), ein
Augenverdrehen nicht verkneifen können (deswegen auch ein Stern weniger), aber im Großen
und Ganzen war es sehr unterhaltsam und hat Spaß gemacht zu lesen. - Und das ist es ja
eigentlich, was ein Buch können soll, oder? ;-)
Erwähnen möchte ich an der Stelle noch, dass es durchaus auch ernste Szenen gab und da ich ja
generell eine aufmerksame "zwischen-den-Zeilen-Leserin" bin, habe ich da auch ein paar kluge,
zum Nachdenken bringende Zitate entdeckt, die ihr auf meinem Blog nachlesen könnt:
[...]

Dafür, dass das Buch "Frettsack" heißt und ein großes Frettchen am Cover zu sehen ist, habe ich
mir doch noch ein bisschen mehr Frettchen in der Hauptrolle erwartet, als tatsächlich war. - Kleines
Kritikpünktchen noch am Rande. ;-P
Aber sonst: Empfehle ich gerne weiter. Und auch den Nachfolgeroman "Frettnapf", wo noch ein
viel süßeres Frettchen am Cover ist^^, werde ich bestimmt lesen.


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