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Fine "Bücherwurm"

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Into the Deep - Herzgeflüster (Deutsche Ausgabe): Roman
Into the Deep - Herzgeflüster (Deutsche Ausgabe): Roman
Preis: EUR 8,99

3.0 von 5 Sternen Kein Vergleich zu Dublin Street/ London Road- aber für ein paar unterhaltsame Stunden reicht es, 6. April 2014
Ich habe bis jetzt jedes Buch der Autorin gelesen und war von allen begeistert. Dieser Roman schafft es leider nicht meine Euphorie zu halten.

Fazit (wer nicht so viel lesen möchte ;):
Alles in allem habe ich mich bei dem Roman gut unterhalten gefühlt. Wer nichts gegen eine etwas seichte Story und ein paar Schwächen in der schriftstellerischen Technik hat, der wird sich an den sympathischen und bestens in Szene gesetzten (Haupt- und Neben-) Protagonisten erfreuen. Für S.Y.- Fans ohnehin ein Muss.

Positiv:
S.Y. versteht es vorbildlich das Innenleben einer Figur zu beschreiben. Man leidet von der ersten Seite an mit Charly mit und kann sich unheimlich gut mit ihr identifizieren. Ich habe es genossen, dass sie eine scheinbar unüberwindliche Trennung in jungen Jahren durchmachen muss, aber im Vergleich zu anderen Romanheldinnen führt sie ein `normales' Leben. Auch Jake ist sympathisch und man kann ihn trotz allem gut leiden. Dass es sich immer um wahnsinnig (!) gut aussehende Männer handelt und Frauen, die zwar smart sind, aber gar nicht wissen wie sexy, ist ein vertrautes (und funktionierendes) Schema.
Der Schreibstil der Autorin ist wie immer leicht und eingängig. Gefallen haben mir, wie bereist oft erwähnt, die Rückblicke in die Vergangenheit, um auf diese Weise die (Vor-) Geschichte der beiden aufzuarbeiten. Wie gewöhnlich schafft es S.Y. die Nebencharaktere authentisch und differenziert darzustellen, so dass man sich nicht nur auf das Paar konzentriert. So wird dem Roman mehr Tiefe und Glaubwürdigkeit verliehen. Ebenso erwähnen möchte ich das Setting. Die Autorin versteht es auch hier geschickt die Handlungen in das (anscheinend) schöne Edinburgh einfließen zu lassen und man durchstreift förmlich mit den Charakteren zusammen die Straßen, Kneipen und auch Charlys Kleinstadt in den USA.

Negativ:
Ich habe im Rückblick das Gefühl, dass Charly die ganze Zeit nur über ihre (frühere) Beziehung zu Jake nachdenkt. Im Grunde passiert nichts anderes. Abgesehen von den `Flashbacks' (welche tatsächlich etwas ERZÄHLEN und die Geschichte voran treiben) denkt sie als Hauptcharakter nahezu nonstop über ihre Gefühle zu Jake nach. Das ist zwar nicht un- unterhaltsam, aber schade, dass sich nur bedingt ein richtiger, gegenwärtiger Erzählverlauf daraus entwickelt.
Ich trauere nicht so sehr wie andere Rezensenten um das Ende. Ich war durch andere Bewertungen bereits vorgewarnt und ich finde, dass in ungewöhnlichen Enden auch ein gewisser Reiz liegt. Hier auch. Allerdings hat man wirklich das Gefühl, dass es sich weder um ein abgeschlossenes Ende, noch um einen direkten Cliffhanger handelt, sondern das der Leser MITTEN in der Geschichte am ausgestreckten Arm verhungern muss. Das letzte Kapitel schmälert leider auch die Qualität des Romans, - Vorsicht! Ich verrate ein Detail - denn es ist aus der Sicht Jakes geschrieben und in etwa auf die Mitte des Romans datiert. Hätte die Autorin doch nur mehr Kapitel aus der Sicht Jakes eingefügt, würde ich ihr vom Fleck weg die etwas hinkende Action in der Geschichte verzeihen. Leider nimmt sie diese Gelegenheit nicht wahr, so dass man beim Ende lediglich das befriedigende Gefühl hat, dass es ihm während des Erzählens genauso ging wie Charly.
Außerdem stört mich in diesem Roman ausnahmsweise einmal das Alter der Protagonisten. Mit ihren zarten 20 Jahren sind sie ja ach so erwachsen. Für mich kam diese Erwachsenen- Attitüde etwas übertrieben rüber, zumal ich (aus persönlicher Sicht) nicht behaupten kann, dass 20- jährige sich bereits so reif geben. Dieses Schema wendet S.Y. natürlich auch auf die beiden Teenager Charly und Jake an. Man kann sich vorstellen, dass es an dieser Stelle noch weniger glaubhaft wirkt.

Fazit: Siehe oben :)


Fang des Tages
Fang des Tages
Preis: EUR 8,49

3.0 von 5 Sternen Unterhaltsame Lektüre mit Schwächen, 26. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Fang des Tages (Kindle Edition)
Fazit vorab (falls jemand nicht so viel lesen möchte ;)
Wer eine in einem gelungenen Setting sympathische Hauptprotagonistin sucht, trockenen Humor und Fettnäpfchen mag, der wird sich gut unterhalten fühlen und dabei über den wenig (!) extrovertierten, männlichen Hauptcharakter und die zum Teil übertriebene Innenschau seiner Partnerin hinweg kommen.

Ich habe im Vorfeld stark zwischen drei und vier Sternen geschwankt, mich letztlich aber für drei, aus folgenden Gründen, entschieden...

Positiv:
Maggie ist eine sympathische Frau, mit der ich mich schnell identifizieren konnte. Sie hat einen trockenen Humor. Als typische Frau :) denkt sie über die Vorkommnisse in ihrem Leben ziemlich viel und intensiv nach, so dass man sie sehr gut kennen lernt. Außerdem lässt sie wirklich so gut wie kein Fettnäpfchen aus, was definitiv einen Teil ihres Charmes ausmacht - und einige Lacher bei mir verursacht hat.
Des Weiteren lebt das Buch von den vielen Nebendarstellern, die ihm Tiefe und mehr Glaubwürdigkeit verleihen. Sowohl ihre Zwillingsschwester, ihre nörgelnde Mutter, aber auch der passive Vater und Pater Tim lassen ihr familiäres Umfeld sehr authentisch wirken. Auch das Haustier Colonel habe ich sehr gemocht und war `erfreut' wie K.H. ihn inszeniert.
Das Setting (Diner, Wohnung, Gideon's Cove) ist glaubhaft in Szene gesetzt und man kann förmlich die salzige Meerluft riechen.
Ihre Romanze mit Malone fängt aufregend an und ich habe mich auf mehr gefreut. Dass Maggie sich sehr von ihm angezogen fühlt, aber nicht weiß woran sie bei ihm ist, konnte ich als Leserin sehr gut nachvollziehen. Die Autorin versteht es hier mit ihrem lockeren und einfachen Schreibstil Spannung aufzubauen. Gerade wenn sie sich begegnen und praktisch nichts geklärt ist (siehe unten). Malone ist das Gegenteil von den üblichen charmanten Draufgängern und eher der stille, aber markante Typ- mal was anderes. Seine sehr zurückhaltende Figur wird seitens K.H. dadurch gerettet, dass sie ihn an den richtigen Stellen das richtige Tun lässt.

Negativ:
Das Buch hat mehr als 450 (eBook) Seiten und die gefühlte Hälfte davon macht sich Maggie Gedanken über ihre amourösen Neigungen zu Pater Tim, über ihre Kinder- und Partnerlosigkeit. Mit der Zeit habe ich dies als etwas ermüdend und anstrengend empfunden.
Außerdem lernt man Malone überhaupt nicht kennen (weswegen ich ihn oben kaum erwähnt habe). Ich habe es durchaus als erfrischend empfunden, dass er eher der schweigsame Typ ist. Allzu oft liest man ja von den sympathisch- verwegenen Sunnyboys. ABER die Seiten, die Malone tatsächlich spricht, belaufen sich auf....5? Sein Schweigen füllt Maggie mit mehr Gedanken ihrerseits aus. Nach den besagten 450 Seiten hatte ich nicht wirklich das Gefühl gehabt den Mann an Maggies Seite zu kennen- schade. Die bereits oben erwähnten Begegnungen erzeugen zwar Spannung und tragen zum gelungenen Setting des Buches bei, dennoch ist die Masche mit der nicht statt findenden Kommunikation irgendwann ausgereizt und man wünscht sich, dass die beiden mal eine andere Art der Auseinandersetzung ausprobieren. Auch das Ende ist zwar herbei gesehnt, aber unspektakulär.
Nicht zuletzt wird Maggies (Arbeits-) Alltag viel beschrieben und da in der Regel im Alltag nichts Spannendes passiert, habe ich solche Passagen zum Teil als überflüssig empfunden.

Neutral:
Maggie scheint eine wahre Heilige zu sein. Ich finde es zwar toll, wie sehr sie sich für die Menschen ihrer Heimatsstadt engagiert, aber ob es die Autorin hier nicht ein bisschen übertrieben hat, lasse ich offen.

Fazit
Siehe oben :)

PS: Ein Tipp von mir als Laie (aber begeisterter und erfahrener Leserin dieses Genres) - ich an Kristan Higgins Stelle hätte einfach ein paar Szenen bzw. Kapitel aus der Sicht Malones geschrieben. Auf diese Weise unterläuft sie seine schweigsame Natur nicht, dennoch lernt der Leser ihn kennen.


Traumfrau ahoi: Roman
Traumfrau ahoi: Roman
Preis: EUR 6,99

3.0 von 5 Sternen Wenn man die Vernunft außen vor lässt...., 28. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Traumfrau ahoi: Roman (Kindle Edition)
Das A und O bei diesem Buch lautet: sich einlassen- denn ansonsten ist es nur solala.
Mir persönlich fiel es am Anfang schwer mich auf das Buch einzulassen, da ich diese Kombination aus Supermodel und Seal lächerlich fand. Aber da ich eine treue Rachel- Gibson- Leserin bin und ihre Bücher (in der Regel) und ihren Schreibstil mag, habe ich die kleine Stimme, die man auch gesunden Menschenverstand nennt, in meinem Kopf beiseite geschoben und tatsächlich- danach kam mir das Buch gar nicht mehr so übel vor.

Zugegeben, der Name Lola ist ein Griff ins Klo, aber ansonsten ist das ehemalige Topmodell ganz in Ordnung. R.G. gibt sich Mühe sie nicht oberflächlich oder zickig darzustellen, sondern sie sympathisch erscheinen zu lassen. Ihren Hund hat sie leider derart bescheuert getauft, dass ich Max' Lösung (B.D.) bedeutend besser fand.
Max ist natürlich ein richtiger Mann: Seal- Ausbildung, schwierige Kindheit, gutaussehend. Sieht man über die Klischees hinweg, baut die Autorin eine nette Spannung zwischen den beiden auf. Dass die Story abgedreht ist, kann man durchaus so hinnehmen. Leider lässt R.G. wie üblich Potential liegen, denn die zunächst noch ständige Bedrohung durch das Drogenkartell löst sich später in Luft auf. Hier wäre mehr Stoff (im wahrsten Sinne des Wortes :P) drin gewesen.

Weswegen mir bei dem Gedanken an das Buch nur lauwarme Gefühle hoch kommen, sind die sich speziell im letzten Drittel häufenden Gedanken über seine ach-so- lebensgefährlichen Aktivitäten und das sie damit nicht leben kann. Hier meldete sich dann doch wieder die Stimme, die seinen Job als ehemaligen Seal einfach zu abgedreht fand.

Fazit: wer die stark an Glaubwürdigkeit leidende Geschichte außen vor lässt, darf sich an zwei ganz netten Charakteren erfreuen, zwischen denen die Spannung kontinuierlich aufgebaut wird. Wer mehr erwartet (sowohl vom Buch als auch von Rachel Gibson, deren bestes Werk dieser Roman garantiert nicht ist), dem ist hiermit nicht gut gedient.


Liebe und andere Zufälle: Roman
Liebe und andere Zufälle: Roman
Preis: EUR 7,99

4.0 von 5 Sternen Witzige Wettgeschichte mit seichtem Ende, 28. Februar 2014
Für den Fall, dass jemand nicht so viel lesen möchte, hier schon einmal das Fazit :)
Wer einen wirklich humorvollen und unterhaltsamen Roman mit belebenden, sympathischen Figuren sucht, der wird über das seichte Ende und einen, zugegeben mehr als bekannten, klischeehaften Aufhänger hinweg sehen- und nichts falsch machen.

Positiv:
Meiner Meinung nach lebt der Roman durch seine gelungenen Hauptprotagonisten Cal und Min. Gerade zu Beginn des Romans sind die Dialoge frech, bissig und so witzig, dass mir beim Lesen der eine oder andere komische Blick zugeworfen wurde, wenn ich laut gelacht habe :) Min ist mit einem trockenen Humor ins Szene gesetzt und hat eine sympathische Art an sich. Dass sie nicht in Size Zero passt ist Balsam für die Seele der Durchschnittsleserin ;) Die Autorin macht ihr Gewicht zwar zum Thema, aber Min leidet nicht an übermäßigen Minderwertigkeitskomplexen und isst statt dessen sehr genüsslich (!) sämtliche Sachen, die ihr vorgesetzt werden. Bravo!
Cal ist schon eher eine stereotype Figur: heiß, witzig, sympathisch, schwierige Kindheit (...und natürlich entspricht seine tatsächliche Einstellung zu Frauen gar nicht seinem Ruf als Weiberheld). Nichts desto trotz mochte ich ihn. Die Anziehung, die Min auf ihn ausübt, ist glaubhaft dargestellt und er bemüht sich ein anständiger Kerl zu sein. Jennifer Crusie versteht es geschickt die anfängliche Antipathie in Sympathie umschlagen zu lassen. Ganz neu für mich war ebenso der Spannungsaufbau wann die zwei nun endlich miteinander ins Bett hüpfen (wer das Buch gelesen hat, wird wissen was ich meine).
Ein weiteres Plus sind sämtliche Nebendarsteller: Bonnie, Roger, Tony, Liza, Diana, die Ex- Freunde und Eltern. Sie verleihen dem Roman mehr Tiefe und machen ihn nicht nur zu einer schnöden Schnulze. Die Dialoge zwischen den Männern, aber besonders (!) die Wortgefechte zwischen Min und Nanette sind wunderbar in Szene gesetzt. Min versteht es ihrer Mutter geistreiche Widerworte zu geben und ich habe mich auf jede Auseinandersetzung gefreut- wenn auch mit Beigeschmack (siehe unten).

Neutral:
Auch wenn die bereits bekannte Wette hier Anlass für das Buch ist, hat J.C. sich Mühe gegeben sie anders zu inszenieren. Zum Teil gelingt es ihr vom üblichen Schema "Wette- Liebe- Streit- Liebe" abzuweichen. Allerdings ist und bleibt Ausgangspunkt eine Wette, die besonders am Ende thematisch Überhand nimmt.
Außerdem entwickelt sich die ganze Schose in 4 Wochen. Zugegeben, bei diesem Genre ist eine sich schnell entwickelnde Beziehung normal, aber na ja, es passiert alles schon in Lichtgeschwindigkeit.

Negativ:
Rollen wir das Feld von hinten auf: Das Ende hat mir ein bisschen den Roman vermiest. Der Epilog war mal was anderes, aber die letzten 30 Seiten (in etwa) sind übertrieben. Ich will niemandem das Ende vorsagen (das es ein Happy End geben wird, ist uns Leserinnen ja klar), aber meine Güte, da kann ich auch Rosamunde Pilcher lesen. Bonnie mit ihrem Märchentick nervte auch ein bisschen.
David und Cynthie haben sie nicht mehr alle und wenn eine Szene mit ihnen kam, habe ich inständig gehofft, dass sie bald wieder endet. Und auch wenn die Autorin dank einer geistreichen Min die Unterhaltungen zwischen Mutter und Tochter talentiert inszeniert, ermüden die ständigen Tiraden über Kalorienzufuhr mit der Zeit.
Leider ist es auch Liza, die ein klein wenig meine Geduld strapazierte- nämlich jedes Mal wenn sie gewalttätig wird. Aber das wird jedem Leser selber klar werden.

Fazit: Siehe oben :P


Vor Schmetterlingen wird gewarnt
Vor Schmetterlingen wird gewarnt
von Susan Andersen
  Broschiert
Preis: EUR 8,99

3.0 von 5 Sternen Nette Badewannen- Lektüre, 28. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Vor Schmetterlingen wird gewarnt (Broschiert)
Eindruck vorweg (falls jemand nicht so viel lesen möchte :)
Ich habe die 269 Seiten an einem gemütlichen Abend gelesen und habe sympathische Charaktere, eine nette Story und einen leichten, flüssigen Schreibstil vorgefunden. Wer nicht mehr verlangt, kann hier nichts falsch machen.

Positiv:
Es handelt sich um den letzten Teil einer Trilogie, was ich im Vorhinein nicht wusste- und es stört kein bisschen, dass man die anderen Bücher (über Jane und Poppy) nicht gelesen hat.
Ava ist eine sympathische Frau Anfang 30, die es einem leicht macht sie zu mögen und mitzufiebern. Dass sie Kleidergröße 40 trägt, ist Balsam für die Seele der Durchschnittsleserin, denn schließlich können wir nicht alle Models in Größe 34/36 sein. Darüber hinaus inszeniert die Autorin ihre Beziehung zu Cade sehr gut. Man freut sich auf das nächste Zusammentreffen. Cade selbst ist ebenfalls gut in Szene gesetzt. Seine Reue und Zuneigung zu Ava wirken authentisch. Die Nebenfiguren verleihen dem Buch eine gewisse Tiefe: die ständigen Konflikt mit ihrer Mutter oder der angeregte Austausch mit ihren Freundinnen lassen Ava echt wirken.
In Puncto Story baut die Autorin eine kleine Kriminalgeschichte ein (ich möchte ja nicht zu viel verraten), was ihr recht gut gelingt (siehe unten). Auf diese Weise wird die Schnulze an manchen Stellen nicht allzu schnulzig.

Negativ:
Die Autorin lässt einiges an Potential liegen: die Ursache von Avas Abneigung (der Highschool- Vorfall) wird auf gefühlten drei Seiten zusammen gefasst. Warum Frau Andersen hier nicht eine komplette Vorgeschichte entworfen hat, ist fraglich. Als Leser würde man die Figuren besser kennen lernen. Sowieso rafft sie hier und da einige Ereignisse, die dem Roman etwas Oberflächliches verleihen. Die Kriminalgeschichte gehört dazu. Der Ansatz ist gut, leider bleibt es bei nur wenigen Einschüben, die die kriminellen Gedankengänge des Wachmannes schildern, so dass es ein wenig seicht rüber kommt.
Im Nachhinein stört mich ein wenig, dass Ava scheinbar Superkräfte hat. Sie hat Kontakte für alles und muss eigentlich rund um die Uhr arbeiten; irgendwann ist es ein wenig unglaubwürdig. Außerdem sind manche Winkelzüge der Geschichte mehr als plump auf eine Ava-Cade Begegnung auslegt (aber gut, schließlich liest man es deswegen).

Alles in allem jedoch eine nette Lektüre für einen verregneten Wintertag. Wer nichts gegen eine zum Teil oberflächliche, aber durch sympathische Haupt- und Nebencharaktere bestechende, etwas seichte Story hat, kann nichts falsch machen.


Touchdown fürs Glück
Touchdown fürs Glück
Preis: EUR 3,48

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die perfekte Mischung, 5. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Touchdown fürs Glück (Kindle Edition)
Ich habe mir das Buch aufgrund der guten Bewertungen gekauft und kann den positiven Eindruck hauptsächlich bestätigen.

Positiv:
Poppy J. Andersen versteht es leicht und locker zu schreiben. Man hat sich sofort eingelesen und kann dem Geschehen ohne viel nachzudenken problemlos folgen.
Die beiden Figuren Julian und Liv sind nicht oberflächlich; sie sind sympathisch, herzlich, witzig. Die Autorin verleiht ihnen Tiefe und man leidet mit ihnen. Ich habe es genossen die beiden bei ihrer Zusammenfindung zu begleiten. Die Dialoge sind humorvoll und zum Teil frech, aber auch ernsthafte bzw. traurige Passagen versteht die Autorin zu schreiben. Das Maß und auch die Beschreibung der Liebesszenen sind für meinen Geschmack genau richtig. Auch wenn die Handlung in Bezug auf das gesamte Buch natürlich vorhersehbar ist, war ich von den Vorfällen zwischen den beiden durchaus überrascht. Die Nebendarsteller sind sympathisch und verleihen dem Roman Glaubwürdigkeit.
Poppy J. Andersen schafft es eine sehr seltene Mischung zu kreieren: ein ernsthafter Schicksalsschlag zweier Hauptdarsteller gepaart mit einer sexy, charmanten und humorvollen Story.

Neutral:
Es gab zwei Situationen im Buch, bei denen ich dachte "So, jetzt gibt's ein bisschen (Liebes-) Drama". Leider (?) war dem nicht so. Beide Szenen lässt die Autorin vernünftig und sachlich ausklingen. Der Plot an sich bietet bereits genug Drama, weswegen ich diesen Punkt nicht negativ einordnen möchte, aber nichts desto trotz, boten die beiden Szenen ungenutztes Potential.

Negativ (ich deute Details an):
Es mag bescheuert klingen- aber Julian ist einfach zu perfekt. Ich beziehe mich dabei vor allem auf die Vorgeschichte der beiden und die spätere Beziehung. Seine Reaktionen auf Livs Verhalten sind immer fürsorglich, bemüht, herzlich, liebevoll, besorgt. Er ist ein millionenschwerer Footballspieler, der total bodenständig geblieben ist (zugegeben, das kann es ja geben). Er tut in Bezug auf Liv immer das Richtige und das ist wenig authentisch. Während P.J.A. Liv einige Makel anhaftet, die dem Roman gut tun, lässt sie ihn unberührt. Das war mir zu viel des Guten- im wahrsten Sinne des Wortes. Seine Figur leidet insofern darunter, als dass sie weniger Ernst zu nehmen erscheint als Olivia.
Bei seinem kurzen Intermezzo mit Emma werden zwar einige Charaktereigenschaften geschildert, die man negativ auslegen könnte, aber durch den Kontext empfand ich seine Perfektion deswegen nicht geschmälert.

Fazit:
Eine schöne romantische Komödie für ein paar amüsante Stunden. Wer nach einer tollen Geschichte, sympathischen und witzigen Charakteren sucht, wird hier fündig. Klare Empfehlung!


Blick in den Abgrund
Blick in den Abgrund
von Shannon McKenna
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gefahr - Sex- Streit - Gefahr - Sex- Streit usw., 5. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Blick in den Abgrund (Taschenbuch)
Dies war mein erstes Buch von Shannon McKenna, das ich wegen der guten Rezensionen gekauft habe.

Positiv:
Die Charaktere sind sympathisch und gut geschrieben. Besonders mit Margot leidet man mit und sie bleibt keine oberflächliche Figur. Der Krimi des Romantic Thrillers ist nicht schlecht gelungen. Der Irre ist wirklich wahnsinnig irre und nur sein Bruder kann ihm bezüglich seines Geisteszustandes Konkurrenz machen. Die Story um den Abdruck ist eine gute Idee.
Es sterben einige Leute, die Protagonistin befindet sich viel auf der Flucht und gerät des öfteren Gefahr. Die Liebe kommt im Roman auch nicht zu kurz. Davy und Margot passen gut zusammen und haben ein paar nette Dialoge. Das Finale ist spannend und lesenswert.

Negativ (ich deute Details an):
Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass sich das Buch im Kreis dreht. Zwischen den Passagen, in denen es bezüglich des Thrillers vorwärts geht, legt sich dieser Leseeindruck zwar, aber sobald die Stelle vorüber war, geht es von neuem los. Die beiden haben unglaublich viel Sex und davor, dabei und danach eigentlich immer nur Streit. Danach gerät sie in Gefahr, er rettet sie und schon legen die beiden wieder los. Mir war das ein bisschen zu viel. Ich habe nichts gegen schön be-/ geschriebene Liebesszenen (sonst würde ich dieses Genre nicht lesen), aber eine Bettszene reiht sich an die nächste.
Man lernt Davy auch nicht wirklich gut kennen. Irgendwann wird gesagt, dass er Margot mehr erzählt hat als jemals jemand anderem, aber so wirklich wird hier nicht Bericht erstattet. Dass sich die Beziehungen in diesen Romanen immer sehr schnell und intensiv entwickeln, ist normal, aber hier handelt es sich um drei Tage. Zu viel Gefühl und zu viel Terror in zu wenig Zeit. Dadurch wirkt das Ende übertrieben.

Fazit:
Ein netter Zeitvertreib für ein paar Tage. Nichts für anspruchsvolle Leser, die tiefgründige Figuren und eine ausgewogene Liebes-bzw. Kriminalgeschichte erwarten.


Gatty-Das Vermächtnis der Pilgerin
Gatty-Das Vermächtnis der Pilgerin
von Kevin Crossley-Holland
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mies, 14. September 2013
Ich habe das Buch als Hörbuch erstanden und bin mehr als entgeistert.

Positiv:
Der Ansatz der Story ist nicht schlecht. Tatsächlich erscheint es mir durchaus plausibel, dass ein Mädchen per Zufall auf Pilgerfahrt geht und hier natürlich einige Widrigkeiten zu überwinden hat. Womöglich ist der Roman durch seine einfache Ausdrucksweise gerade für Jugendliche geeignet, die sich an dem Genre des historischen Romans nähern wollen.

Negativ:
Gatty ist dumm. Mag sein, dass ihre Art einem mittelalterlichen Mädchen, das unten in der Bevölkerungspyramide steht, realistisch entspricht, aber ich wollte nicht wirklich von einem, anscheinend geistig zurück gebliebenen Mädchen, hören. Ihre Tour mit dem venezianischen Fürst ist derart dämlich, dass ich mir laufend die Frage gestellt habe wie man so doof sein kann. Die Charaktere sind oberflächlich und nicht wirklich gut inszeniert. Es mögen zwar einige Schwierigkeiten zu überwinden sein, dabei hat Gatty aber derart viel Glück, dass der Autor das Buch geradezu ohne diese Umwege hätte schreiben können. Sie hält sich dran dumme Fragen zu stellen und verleiht ihrer Figur dadurch einen Idiotenstatus und keinen sich fragend- entwickelten Charakter. Ihre hohlen Kommentare in Gesprächen erscheinen überflüssig.
Artus wird zwar dauernd von Gatty erwähnt, aber letztlich taucht er nur einmal kurz im letzten Kapitel auf. Das ihn auch noch MERLIN begleitet, war für mich der Gipfel der Absonderlichkeit und Unglaubwürdigkeit.

Bzgl. des Hörbuchs:
Die Sprecherin verleiht den Figuren den Eindruck von geistiger Minderbemittelbarkeit. Gatty spricht ständig so, als ob sie zu wenig Gehirnzellen hätte. Der Gesang, den man im Buch nur in Form von Buchstaben und Wörtern vor sich hat, wird tatsächlich GESUNGEN. Da die Lieder inhaltlich zu wünschen übrig lassen und die Sprecherin zwar eine klare, nette Stimme, aber definitiv sein Supertalent ist, erscheinen die Gesangseinlagen lächerlich.

Fazit:
Finger weg vom Hörbuch und zum Roman sollte man nur greifen, wenn man kein (!) annähernd tiefgründiges, differenziertes, historisches Buch erwartet. Keine Empfehlung, da simple, dumme Charaktere und eine hinkende Geschichte den (Hör-/ ) Lesespaß vermiesen.


Ein bisschen Kowalski gibt es nicht
Ein bisschen Kowalski gibt es nicht
von Shannon Stacey
  Broschiert
Preis: EUR 8,99

3.0 von 5 Sternen Ein bisschen Tiefgang gibt es nicht, 5. September 2013
Dies ist mein erster Roman der Autorin gewesen, den ich aufgrund der guten Bewertungen hier gekauft habe.
Ich bin zwischen drei und vier Sternen hin- und hergerissen. Neben einigen Kritikpunkten hat das Buch auch durchaus starke Seiten.

Positiv:
Die beiden Figuren (Kevin und Beth) sind sympathisch und witzig. Die Dialoge sind schlagfertig und es hat Spaß gemacht ihre Geschichte zu verfolgen. Die Familie Kowalski sorgt dafür, dass der Roman hinsichtlich der Nebenfiguren nicht an der Oberfläche kratzt. Die beiden Liebesszenen sind insofern einmal etwas anderes, weil nicht jedes Detail beschrieben wird, sondern manches in der eigenen Fantasie gestaltet werden muss. Erfrischend. Die Story mag so schon tausend mal erzählt worden sein, aber dennoch hatte ich nicht das Gefühl das Buch schon einmal gelesen zu haben. Die Umsetzung ist also gut.
Der Epilog ist gut gelungen. Nicht zu kitschig, aber dennoch schön zusammen fassend, sind der Autorin gute, letzte Seiten gelungen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, leicht und locker.

Negativ:
Ich kann mich einer Vorrednerin nur anschließen: Seltsamerweise ist die Geschichte trotz ihrer positiven oben genannten Aspekte nicht sehr tiefgründig. Ich hatte das Gefühl, dass Kevin und Beth, kaum dass ich ihre Nachnamen erfahren habe, bereits im Bett gelandet sind. Ihre erste Begegnung wird wenig ausgereizt. Hier wäre noch mehr drin gewesen. Bei der zweiten Begegnung widersteht sie ihm den ganzen Abend und hoppla-simsalabim- zack- bum landet sie doch mit ihm im Bett. Es ging viel zu schnell, da der Leser keinerlei Gelegenheit bekommt die Charaktere wirklich kennen zu lernen (für die Autorin musste anscheinend schnell Matratzensport her, damit die Story in Gang kommen kann). Erst der weitere Verlauf des Buches ermöglicht dies. Als der Roman dann seinem Ende entgegen steuert, ist das Drama zwischen K&B allmählich ausgereizt. Ihre ständige Abwehr nervt, die Gründe scheinen zu anfangs noch verständlich, werden aber in Anbetracht von Kevins Frustration immer weniger erträglich.
Zu guter Letzt entscheidet sich Beth nach 10 (!!!) Monaten zögern mir- nichts- dir- nichts auf einmal für ihn und alles andere. Na ja. Glaubwürdigkeit ist bei dieser Art Roman kein Thema, schon klar, aber das mehr als schnelle Ende ist dann doch mehr als seicht, oberflächlich und unauthentisch.

Fazit:
Wer einen Nachmittag lang ein schnell zu lesendes, seichtes Buch mit sympathischen Charakteren und einer netten Story sucht, der kann nichts falsch machen. ABER man sollte sich auf eine sich (zu) rasant und oberflächlich entwickelnde Story mit Nervpotential hier und da vorbereiten.


Wer zuletzt lacht, küsst am besten
Wer zuletzt lacht, küsst am besten
Wird angeboten von Audible GmbH
Preis: EUR 19,50

3.0 von 5 Sternen Wer bis zuletzt liest, erfährt nicht das Beste, 20. August 2013
Ich habe bereits einige Romane von R.G. gelesen und kann diesen dementsprechend gut in ihr Gesamtwerk einordnen.

Positives:
Die Idee der Geschichte ist gut gewählt. Ein ehemaliger Navy- Seal mit Alpträumen und eine lebenslustige Frau, die jedoch massive Probleme mit ihrem strengen, distanzierten Vater hat, bieten an sich genügend Potential, um daraus einen lesenswerten Roman zu machen. Ich habe mich gefreut etwas über Vince zu lesen, da ich von seiner Schwester Autumn (und Sam) absolut begeistert war. Das Städtchen Lovett wird recht gut in Szene gesetzt, da Nebencharaktere beschrieben bzw. mit einbezogen werden, so dass hier Tiefe kreiert wird. Das Schicksal von Sadys Vater hat mich in Anbetracht des Genres `positiv' überrascht.
RGs Schreibstil ist wie immer locker und leicht zu lesen.

Negatives:
Ich kann mich meinen Vorrezensenten nur anschließen, dass das Buch eigentlich eine Aneinanderreihung von Liebesszenen ist, mit sehr wenig MITeinander der beiden Hauptfiguren. Sady schafft es nicht den Konflikt mit ihrem Vater aufzuarbeiten, so dass dieser Erzählstrang mehr oder weniger ins Leere läuft. Vince berichtet ihr einmal über das Erlebte und ist schwups-die-wups `geheilt', dabei leidet er anscheinend an einer posttraumatischen Belastungsstörung. (Mir fällt es sowieso schwer Berufe wie den eines Navy- Seals in solcher Art von Literatur zu akzeptieren. Mir erscheint die Kragenweite hier immer ein bisschen zu groß, fiktiv hin oder her.)
Das Ende kommt schnell, fasst alle wichtigen Gefühle zusammen und zack- bum ist das Happy End da. Der über den ganzen Roman hinweg recht distanzierte Vince liebt auf einmal inniglich; Sady weiß, was sie will und schon ist Friede, Freude, Eierkuchen. Unglaubwürdig.
Nebenbei: So mancher Bewohner kann mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg halten, dass Sady bereits viel zu alt für ein lediges und kinderloses Leben ist- langweilig, nervig und zu viel.

Fazit: Wer RG- Fan ist, kann sich das Buch durchaus anschaffen. Was man hier jedoch als Leser vorfindet: einen recht langweiligen, schnell gelesenen Roman, mit ganz netten Protagonisten, vielen Sexszenen und einem seichten Abgang. 1. Stern: für die gut angedachte Story; 2. Stern: für die (Haupt-) Charaktere und 3. Stern: RG- Bonus

PS: Ich habe das Hörbuch gehört und muss an dieser Stelle noch die Sprecherin kritisieren. Sie scheint im Vorhinein einen Sprachkurs in Texanisch gemacht zu haben und spricht sämtliche Namen übertrieben betont aus. Für das durchschnittliche, nicht mit amerikanischem Texanisch vertraute, deutsche Ohr. TOO MUCH!


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