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kurt (Aachen, Germany)

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Colco 4-Kanal 2.4Ghz LAMA 5 RC HUBSCHRAUBER inkl. CRASH-SET UND SIMULATOR-SET!!! Helikopter Heli Flugfertig!!!MEGA-SET!!
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Preis: EUR 129,99

26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leicht zu beherrschendes Einsteigermodell, 3. Mai 2010
= Haltbarkeit:2.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:3.0 von 5 Sternen 
Ich besitze diesen Hubschrauber seit zwei Jahren und habe die Kaufentscheidung nicht bereut. Allerdings muss man hin und wieder in Verschleißteile investieren, um ihn flugfähig zu halten. Für optimalen Flugspaß sollte man folgendes beachten:

- Die mitgelieferten Rotorblätter brechen sehr leicht. Wesentlich stabiler sind die "Xtreme Tuningblätter", die in diversen Webshops erhältlich sind. Gerade Anfängern würde ich zu diesen Blättern raten, weil die Originalblätter einfach zu schnell kaputtgehen, vor allem, wenn man noch übt oder Spaß an riskanten Manövern hat. Außerdem ist bei den "Tuningblättern" die Gefahr des Aufeinanderklatschens des oberen und unteren Rotorkreises geringer.

- Die mitgelieferte (innere) Plastik-Rotorwelle sollte durch die vom Hersteller e-Sky erhältliche Aluwelle (EK5-0206) ersetzt werden, denn beim Einsatz der Plastikwelle fliegt die Stabilisatorstange leider leicht aus der Aufnahme am Rotorkopf.

- Der Akku (800 mAh, 7,4 V) reicht für ca. 10 Minuten Flug. Im Netz findet man zu Preisen um 10 EUR Akkupacks mit 900 mAh, die eine schnellere Entladung erlauben (15C oder mehr statt 10C beim Originalakku, d.h. maximal die 15- statt die 10-fache Kapazität als Entladestrom) und damit ein dynamischeres Flugverhalten ermöglichen. Zum Einstieg kommt man aber auch mit dem Originalakku gut zurecht. Möchte man sowieso Akkus zukaufen, sollte man sich nach solchen Akkus umsehen.

- Wenn man den Hubschrauber bruchlandet, ist oft das Zahnrad der Hauptwelle (Hohlwelle) beschädigt. Ich habe in zwei Jahren Einsatz insgesamt sechs Hauptwellenzahnräder verschlissen. Wenn ein Zahn nicht komplett ausgeschlagen ist, fliegt der Hubschrauber aber oft noch, nur eben mit unruhigerem Lauf. Es gibt seit kurzem "Tuning-Rotorwellen", deren Zahnräder angeblich aus stabilerem Plastik bestehen. Ich werde das demnächst mal testen.

- Für ruhigen Lauf sollte man die Zahnräder mit Synthetiköl schmieren (wichtig: Kein mineralisches Öl, das greift das Plastik an).

- Der Original-Heckausleger bricht sehr leicht. Es ist aber kein Problem, ihn mit handelsüblichem Sekundenkleber (Cyanacrylat) zu reparieren. Alternativ ist auch einer aus flexiblem Plastik erhältlich, der weniger schnell kaputtgeht.

- Modellhubschrauber sind kein Kinderspielzeug! Man sollte auch diesen Hubschrauber niemandem schenken, dem man nicht zutraut, das Modell komplett auseinanderzunehmen und wieder zusammenzusetzen. Wenn man viel damit spielt, wird definitiv etwas kaputtgehen, das liegt in der Natur der Sache. Man sollte einkalkulieren, im Laufe des Hubschrauberlebens nochmal den gleichen Betrag wie den Anschaffungspreis für Ersatzteile auszugeben (wenn man viel und riskant fliegt, auch mehr).

- Auch wenn da "einsteigerfreundlich" draufsteht: Es dauert eine Weile, bis man den Hubschrauber beherrscht. Und die ersten Flugversuche sollte man am besten an einem völlig (!) windstillen Tag auf einer großen freistehenden Fläche (kein Rasen!) oder, noch besser, in einer Turnhalle durchführen. Vor allem die Koordinatentransformation im Kopf (Heck zeigt in eine andere Richtung als nach hinten) will gelernt sein. Ich rate dringend davon ab, im Wohnzimmer anzufangen - die Wahrscheinlichkeit, den Hubschrauber dabei zu schrotten, ist sehr hoch. Erst mit einiger Erfahrung sollte man riskieren, in der Wohnung herumzufliegen.

- Dieser Hubschrauber ist nur bei völliger Windstille draußen flugfähig. Wind macht ihn unkontrollierbar und trägt ihn schnell weg. Wenn man in größere Höhen steigen möchte, muss man sehr aufpassen, weil es weiter oben windiger sein kann!

- Bei Einsatz von Akkus, die größere Ströme als der Originalakkus liefern können (s.o.), ist das Anklinken einer Kamera (z.B. FlyCam One) möglich. Allerdings trägt der Lama schwer an der Last der Kamera, steigt nur noch langsam und fliegt damit nicht sehr lange. Macht aber trotzdem Spaß. :-)

- Es gibt von e-Sky für ca. 40 EUR einen schönen Aluminiumkoffer (EK1-T028), in dem sich der Helikopter gut transportieren lässt. Zur Not tut es aber auch eine Tasche mit Schaumstoff.


Edna bricht aus
Edna bricht aus

57 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Großartiges Retro-Adventure mit ärgerlichen technischen Mängeln, 19. Dezember 2008
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Edna bricht aus (Computerspiel)
Wer Monkey Island mochte, wird in diesem Spiel voll auf seine Kosten kommen: Endlich wieder mal ein echtes Adventure im "alten" Stil, in dem man sich wie anno dazumal auf (durchaus ansprechend) gemalten 2D-Bildschirmen bewegt und Sätze zusammenklickt. An der Story und den Rätseln gibt es nicht viel zu kritisieren: Abgesehen von zwei ziemlich unverschämten und fast unlösbaren Rätseln (WC und Zen) sind alle auftauchenden Problemstellungen logisch, und die liebevolle Detailarbeit, die aufgewandt wurde, um jede auch noch so abwegige Aktion (z.B. "Rede mit Schlüssel") mit eigenen, oft äußerst witzigen Reaktionen der Protagonistin Edna zu vertonen, weiß den Spieler durchweg zu motivieren.

Zumindest für Fans der Monkey-Island-Reihe steckt "Edna bricht aus" mühelos die zahlreichen auf Hochglanz polierten, seelenlosen und glattgeschliffenen Fließbandprodukte der "großen" Spieleschmieden in die Tasche, was umso erstaunlicher ist, wenn man bedenkt, dass es sich dabei ursprünglich nur um eine Diplomarbeit einer Einzelperson handelte.

Was mir allerdings wohl auf ewig ein Rätsel bleiben wird, ist, wie auf der technischen Seite bei einem Spiel, in dessen Handlung und Ideen soviel Herzblut floss, derart heftig geschlampft werden konnte. Wenn die Grafiken auf Papier gemalt und dann eingescannt wurden, warum hat man sie nicht in einer sehr hohen Auflösung gescannt, die dann bei Bedarf immer noch auf niedrigere Auflösungen heruntergerechnet werden kann? 800 mal 600 Punkte waren auf 15-Zoll-Bildschirmen üblich - das ist ein wenig zuviel des Retro-Charme. Auch hätte man sich schon wenigstens für die Protagonistin Edna mehr als 2 oder 3 Animationsstufen bei den doch sehr hölzern wirkenden Bewegungen gewünscht - das konnten schon die LucasArts-Adventures vor ewigen Zeiten besser, und hier kann man eben doch spüren, dass praktisch nur eine einzige Person für die meisten Inhalte des Spiels verantwortlich zeichnet.

Weitaus störender noch sind einige handwerkliche Fehler: Der Vorspann mit den beiden Herstellerlogos lässt sich nicht abbrechen, ich hatte einen Absturz im letzten Drittel des Spiels, und vor allem sind die Lade- und Speicherzeiten unter aller Kanone. Dass ein Spiel, das - vielleicht mit ein paar kleineren Abstrichen bei der Grafik - problemlos auf einem uralten Pentium-100 laufen können müsste, auf einem 3-Ghz-Core 2 Duo mit 8 GB RAM über 20 Sekunden zum Speichern oder auch Laden eines Spielstands braucht und es dabei noch nicht einmal für nötig hält, dem Spieler eine Rückmeldung über den Speicherfortschritt zu geben, so dass dieser den Eindruck gewinnt, das Spiel sei bereits abgestürzt, das ist beim besten Willen nicht einzusehen; umso mehr, als dann statt dem Einbau eines Fortschrittsbalkens einfach in der Readme darauf hingewiesen wird, dass man wegen der langen Lade- und Speicherzeiten ohne Rückmeldung des Systems nicht glauben solle, dass das Spiel abgestürzt sei.

Sorry, liebe Programmierer, Java hin oder her: Ich würde mir doch gern mal ansehen, was für Datenstrukturen Ihr Euch da zusammengefrickelt habt, denn nach meinem Dafürhalten dürfte ein Spielstand höchstens einige KB groß sein. Oder packt Ihr einfach ALLE Objekte in den Serialisierer? Rein theoretisch müssten Speicher- und Ladeoperationen bei den technischen Voraussetzungen der Spielgrafik auf aktuellen Maschinen in Sekundenbruchteilen stattfinden können.

Ein Wechsel per Alt-Tab zu Windows bei laufendem Spiel funktionierte bei mir ebenfalls nicht; auch hier nur ein lapidarer Hinweis in der Readme, anstatt dass das (bekannte) Problem behoben wird. Und wenn man die Texteinblendungen abgeschaltet hat (was angesichts der sehr guten Sprachausgabe ja sinnvoll ist), wird diese Einstellung nicht mit gespeichert - nach dem Laden eines Spielstandes sind die Einblendungen erneut aktiv und müssen wieder abgeschaltet werden. Der Einbau einer solchen Funktion dürfte einen versierten Programmierer weniger als fünf Minuten kosten! Wieso derart offensichtliche Fehler nicht korrigiert wurden, bleibt mir schleierhaft. Zudem habe ich eine Pausefunktion vergeblich gesucht, und in bestimmten Situationen (z.B. Dialoge) lässt sich das Menü nicht öffnen, d.h. das laufende Spiel nicht beenden und kein anderes laden.

Äußerst störend wirkt sich auch aus, dass einige Tonspuren mit stark schwankendem Pegel aufgenommen wurden (vor allem der "König"), so dass die Musik nicht selten die Sprachausgabe übertönt und man kaum noch etwas versteht. Dem hätte man schon durch eine einfache Dynamikkompression und Normalisierung entgegenwirken können.

Zur technischen Seite bleibt also leider festzuhalten, dass das Spiel gnadenlos ineffizient mit Ressourcen umgeht und die Implementierung der Engine laienhaft anmutet. Dem gegenüber steht eine inhaltliche Ausgestaltung des eigentlichen Spieles, die ihresgleichen sucht und langanhaltenden Spielspaß garantiert.

Abschließend sollte nicht unerwähnt bleiben, dass der heitere Tonfall in der ersten Hälfte des Spiels später einer eher melancholisch-düsteren Stimmung weicht, die auch nicht an drastischen Schockeffekten spart - und auch das Ende fällt nicht gerade positiv aus. Mir hat das sehr gefallen, weil es dem Adventure eine enorme emotionale Tiefe verleiht, aber Eltern auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken seien hiermit gewarnt: Trotz der bunten Packungsgestaltung und der - mir unerklärlichen - Freigabe ohne Altersbeschränkung gehört dieses Spiel nicht in Kinderhände. Allerdings besteht ohnehin kaum die Gefahr, dass Kinder die - mitunter recht knackigen - Rätsel lösen und bis zum düstereren Teil des Adventures gelangen, ohne vorher das Interesse an dem doch sehr auf Erwachsene zugeschnittenen Humor und den eloquenten, aber mitunter anspruchsvollen Dialogen (unter anderem liefert sich Edna an einer Stelle einen Wettstreit im Latein-Durchdeklinieren mit einem anderen Charakter) zu verlieren. Alle anderen dürften sich jedoch diebisch freuen über die eingestreuten popkulturellen Referenzen und die Seitenhiebe auf gesellschaftliche Themen wie die "Killerspiel"-Debatte.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 30, 2012 10:57 PM CET


Der goldene Kompass
Der goldene Kompass
DVD ~ Nicole Kidman
Preis: EUR 4,99

36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schöne Bilder, aber zu kindgerecht umgesetzt, 8. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Der goldene Kompass (DVD)
Leider wurde aus der kontroversen Romanvorlage von Pullman eine weichgespülte Familienunterhaltung ohne Ecken und Kanten gemacht, was sowohl die Intention des Werkes konterkariert als auch die Verständlichkeit der Handlung auf eine harte Probe stellt. Handlungsstränge des Buches wurden aus dramaturgischen Gründen umgestellt, verändert oder verkürzt, worunter die Logik mitunter leidet (warum kommt der Eisbär in der finalen Schlacht nicht auf die Idee, seine neugewonnenen Eisbärkameraden mitzunehmen? Ganz einfach, weil er die zu diesem Zeitpunkt im Buch noch gar nicht hat..).

Den dramatischen Tod eines Kindes wollte man offenbar im Sinne der Familienfreundlichkeit ebenso wenig seinen Zuschauern zumuten wie allzu offensichtliche Religionskritik, obwohl die eigentlich den Kern von Pullmans Romanserie ausmacht. Anders als die Buchvorlage endet die Verfilmung mit einem zuversichtlichen Wohlfühl-Ende. Peter Jackson hat mit seiner Herr-der-Ringe-Verfilmung eindrucksvoll bewiesen, dass man auch mit mehr Werkstreue kommerziell erfolgreich sein kann - schade, dass die Macher dieses Films den nötigen Mut dazu nicht hatten.

Behält man im Blickfeld, dass man in Hollywood offenbar Romane mit kindlichen Darstellern zwangsläufig für Kinderbücher hält und auch für eine entsprechende Zielgruppe verfilmt, so gibt es immerhin teils wunderschöne Spezialeffekte und einen durchaus hörenswerten Score von Alexandre Desplat zu bewundern. Die Hauptdarstellerin Dakota Blue Richards agiert für ihr Alter nicht schlecht (und viel besser als ihre Kollegen in "Narnia"), fängt aber nach einer Weile an zu nerven, weil sie ca. 90% der der gesamten Screentime belegt. Daniel Craig hat nur einen kurzen Gastauftritt, während Nicole Kidman in ihrer Rolle als unterkühlte Blondine zu gefallen weiß. Eva Green ist leider viel zu selten zu sehen, überzeugt aber in den seltenen Momenten, in denen die Kamera nicht auf Richards hält, mit gewohnter visueller und schauspielerischer Klasse. Wer sich die englische Fassung ansieht, könnte übrigens unter Umständen an Richards' walisischem Dialekt verzweifeln (dankenswerterweise spricht sie in der Synchronfassung Hochdeutsch). Und ich frage mich bis heute, wie eine Tochter von zwei blauäugigen Menschen braune Augen haben kann..

Einige Schwächen der Handlung sind bereits im Buch angelegt (den ganzen Eisbär-Mist hätte man sich besser sparen können), andere haben die Drehbuchautoren verbrochen. Manche Peinlichkeiten ("Ich bin ein Panzerbär!") hätten nicht sein müssen. Vor allem aber hetzt der Film schneller durch die Handlung als ein Eisbär auf Speed, jedoch nicht ohne unnötig lange bei einzelnen Zwischenhöhepunkten wie dem Eisbärduell zu verweilen.

Unter dem Strich bleibt ein nicht überragender, aber dank seiner Schauwerte nichtsdestoweniger sehenswerter Film, der Fans der Romanvorlage eher enttäuschen dürfte, aber als Familienfilm funktioniert. Hoffen wir, dass das Ganze im zweiten Teil noch gesteigert werden kann.

Auf der technischen Seite wäre anzumerken, dass weder auf der Einzel-DVD noch auf der Sammlerausgabe rausgeschnittene Szenen zu finden sind - auf der Einzel-DVD gibt's gerade mal als Extra einen Audiokommentar vom Regisseur und Werbung für einen anderen Film, das war's. Schade, gerade angesichts der übertriebenen Kürze des "Goldenen Kompass" hätte man sich eine "Extended Edition" wie beim Herrn der Ringe erhofft, die die Lücken in der Handlung auffüllt. Da die Sammlerausgabe diesbezüglich auch nichts zu bieten hat, stehen die Chancen schlecht, dass die noch nachgeliefert wird.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 11, 2014 9:32 PM MEST


SanDisk Sansa e 280 Tragbarer MP3-Player 8 GB (mit microSD-Kartenslot, Aufnahmefunktion, Videofunktion) schwarz
SanDisk Sansa e 280 Tragbarer MP3-Player 8 GB (mit microSD-Kartenslot, Aufnahmefunktion, Videofunktion) schwarz

120 von 124 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessante Alternative zum iPod Nano, 6. Oktober 2007
Vorteile:
- Sehr viel Speicherplatz fürs Geld, attraktive Preisgestaltung
- Durch SD-Karten-Slot erweiterbar
- Akku wechselbar
- Meldet sich auf Wunsch als USB-Wechseldatenträger an: Voller Zugriff auf die gesamte Dateisystemstruktur
- Installation alternativer Firmwares (insbesondere Rockbox) möglich (Einsteigern jedoch nicht zu empfehlen)
- Preis in Deutschland nicht höher als in den USA! (Vgl. mit iPod..), d.h. vermutlich geringere Gewinnspanne für den Hersteller -> man bekommt mehr fürs Geld als bei Apple

Nachteile:
- Das Drehrad sieht etwas verschleißanfällig aus
- Bootzeit verbesserungsbedürftig (ca. 10 Sekunden)
- Oberfläche anfällig für Fingerabdrücke
- Reset (bei Absturz) nur durch Abschrauben der Rückenklappe möglich
- Navigation nicht durch die Verzeichnisstruktur möglich, nur über ID3-Tags
- Die Knöpfe neben dem Drehrad sind etwas ungünstig positioniert
- Lautstärkeregelung könnte etwas feiner abgestuft sein

Das Attraktivste an dem Sansa e280 (neben natürlich seinem Preis) ist für ambitionierte Bastler die Tatsache, dass darauf die Installation der alternativen Firmware Rockbox möglich ist. Diese ist fast beliebig erweiterbar und anpassbar: Sogar Doom kann auf dem Player gespielt werden. Insbesondere unterstützt Rockbox auf dem Sansa die Installation von Micro-HCSD-Karten, d.h. microSD-Karten mit über 2 GB Kapazität. Der Sansa könnte mit Rockbox also theoretisch um bis zu 32 GB Speicher erweitert werden, was interessant werden könnte, wenn die Flashpreise weiter so schnell fallen wie bisher. Netterweise hält Sandisk die Sansa-Plattform weitgehend offen und hat die Rockbox-Entwickler sogar bereits aktiv unterstützt. Davon könnte sich Apple eine Schreibe abschneiden, die ihren Player soweit wie möglich "vernageln". Computer-Einsteigern sei jedoch ausdrücklich davon abgeraten, Rockbox zu installieren: Sie verlieren nicht nur die Garantie, es besteht auch die Möglichkeit, dass der Player nach einer fehlgeschlagenen Installation nicht mehr erkannt wird. Es gibt dann zwar immer noch Möglichkeiten, die Original-Firmware zu restaurieren (den Player unwiderruflich zu zerstören, ist fast unmöglich), Stress können solche Experimente aber in jedem Fall verursachen.

Die von Sandisk vorinstallierte Betriebssoftware ist nichts Besonderes, dürfte aber die meisten Ansprüche erfüllen. Cover zeigt sie an, vermag aber nicht darüber zu navigieren. Wer den Sansa mit Musik betanken möchte, braucht dazu nichtmal die beigelegte Software zu verwenden: Einfach die Musik in das (versteckte) Verzeichnis "MUSIC" auf dem Player kopieren. Nach dem Abstöpseln löst der Sansa einen Reset aus und aktualisiert beim Booten die Musikdatenbank. Es ist ohne Probleme möglich, auf den Player kopierte Musikstücke auf dem gleichen Weg wieder herunterzukopieren, was man ja leider in den heutigen DRM-verseuchten Zeiten nicht mehr als selbstverständlich voraussetzen kann.

Die Navigation erfolgt ausschließlich über ID3-Tags, wahlweise nach Liedern, Alben, Interpreten oder Genres. Das kann nerven, wenn man die Navigation über eine Verzeichnisstruktur gewohnt ist. Ich habe es zum Anlass genommen, mit Hilfe des Freeware-Tools MediaMonkey endlich alle ID3-Tags meiner MP3-Sammlung auf Vordermann zu bringen - MediaMonkey kann das netterweise fast automatisch, indem es sich aus dem Amazon-Katalog bedient. Wenn die Musiksammlung ordentlich getaggt ist, funktioniert diese Form der Navigation aber recht gut.

Etwas störend ist, dass erst vier sehr filigrane Schrauben an der Rückseite entfernt werden müssen, bevor der Akku ausgetauscht werden kann. Dafür benötigt man einen passenden Schraubenzieher, den nur wenige bereits besitzen dürften. Nach einem Absturz (der mir mit der Sandisk-Firmware bislang noch nicht passiert ist) ist die einzige Möglichkeit, einen Reset auszulösen, diese Klappe abzuschrauben und den Akku herauszunehmen.

Die kleinste einstellbare Lautstärke könnte für sehr empfindliche Ohren in leisen Umgebungen immer noch zu laut klingen. In diesem Fall ist folgender Workaround zu empfehlen: Einfach im Equalizer alle Frequenzen auf -12 (minimale Reglerstellungen) stellen. Wer nicht gerade in seiner Umgebung durch Hellhörigkeit auffällt, dürfte aber wenig Probleme damit haben.

Fazit: Ein preisgünstiger Player zu einem attraktiven Preis, dessen einzige nicht behebbare Schwächen in dem schwer zugänglichen Akkufach und dem etwas klapprigen Scrollrad bestehen. Wem Sandisks Software nicht gefällt, der kann sich Rockbox installieren und dann sogar eigene Anwendungen für den Sansa schreiben - vorausgesetzt, er kann mit dem Garantieverlust leben und kennt sich gut genug aus, um etwaige auftretende Probleme selbst beheben zu können. Meinen Ansprüchen genügte aber bislang die Original-Firmware.

Wer den größten Coolness-Faktor sucht, ist wohl immer noch mit dem doppelt so teuren iPod und seiner etwas intuitiveren Bedienung sowie dem edleren Design besser bedient - aber es war eben schon immer etwas teurer, cool zu sein. (Und was ist schon noch cooler, als Doom auf dem MP3-Player zu spielen? ;-)
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 29, 2010 9:33 PM MEST


Sony Cyber-shot DSC-W50 Digitalkamera (6 Megapixel) silber
Sony Cyber-shot DSC-W50 Digitalkamera (6 Megapixel) silber

70 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gewohnte Qualität von Sony, 22. Januar 2007
Diese Kamera ist ziemlich genau das, was man von der gehobenen Einsteigerklasse erwartet: Nichts Besonderes, aber auch keine Enttäuschung. Viele Einsteiger wissen ob des ganzen Funktionswirrwarrs nicht so gut einzuordnen, was beim Fotografieren wirklich wichtig ist, deshalb hier mal eine kleine Übersicht.

Wirklich relevant sind für eine Kompakt-Digicam diese Einstellmöglichkeiten:

- Belichtungszeit: Ermöglicht Aufnahmen in Dämmerung, unter Kunstlicht oder bei Nacht, vorzugsweise mit Stativ. Problem bei Kompaktkameras: Die kleine Sensorfläche führt automatisch zu hohem Rauschanteil. Wenn nicht einstellbar, ist die Kamera nur tageslichttauglich. Dämmerungs-Automatik-Modi bauen normalerweise Mist. Bei der DSC-W50 ist die Belichtungszeit im manuellen Modus unter dem Menüpunkt "ISO" einstellbar (Modi: 80, 100, 200, 400, 800, 1000 - bei ISO 1000 schon sehr deutlicher Rauschanteil, bis 400 noch gute Qualität).

- Weißabgleich: Ermöglicht, einen Weißpunkt einzustellen. Hat meines Wissens so gut wie jede Digitalkamera. Ist relevant, weil man hinterher am PC den Weißpunkt nicht mehr ohne Verluste verschieben kann.

- Fokus: Autofokus sollte abstellbar sein, so dass man auch feste Brennweiten vorgeben kann. Bei dieser Kamera sind das: Unendlich, 7m, 3m, 1m, 0,5m. Wichtig, denn der Autofokus fokussiert nicht immer das, was man selbst fokussieren möchte.

- Optischer Zoom: Praktisch jede Kompaktkamera bietet 1-3x. Stärkere Vergrößerungen bringen ohne Stativ nichts mehr (Aufnahme verwackelt), mal abgesehen davon, dass der Rauschanteil wegen der begrenzten Sensorfläche mit der Vergrößerung steigt.

- Zeitgesteuerter Auslöser: Den braucht man, damit Aufnahmen mit langer Belichtungszeit nicht verwackeln. Drückt man nämlich den Auslöser, kann sich dadurch die Kamera bewegen, und flugs verwackelt das Bild. Das lässt sich durch eine Zeitverzögerung von z.B. 10 Sekunden zwischen Drücken und Auslösen zuverlässig verhindern. (Tipp für Nachtaufnahmen mit der DSC-W50 ohne Stativ: Kamera auf ISO800 stellen, auf Mauer oder anderen Untergrund legen, Zeitverzögerung auf 10 Sekunden stellen und auslösen.)

Unnötig wie ein Kropf ist das folgende:

- Megapixelwahn: Hohe Auflösungen funktionieren bei vernünftigem Kontrastumfang nicht ohne entsprechend große Sensorflächen. Ist leider so, das resultiert aus der zugrundeliegenden Physik, und daran können die Hersteller auch nichts ändern. Also lasst Euch nicht verschaukeln, 10 Megapixel in einer Kompaktkamera sind ungefähr so sinnvoll wie ein Porschemotor in einem Trabi - man könnte damit 200 fahren, wenn er nicht schon bei 140 auseinanderfallen würde. Etwas anderes wäre, wenn die erhöhte Sensordichte für eine Erhöhung des Kontrastumfangs eingesetzt würde - aber das ist bislang noch nirgendwo der Fall. Vielleicht wird es das in Zukunft geben, wenn sich herumgesprochen hat, das 50 Megapixel noch lange kein gutes Bild machen.

- Automatiken, die die Bildqualität unter bestimmten Umgebungsbedingungen verbessern sollen: Besser die Finger davon lassen, meistens funktionieren sie nur halbgar, wenn überhaupt. Mit manuellem Feintuning bekommt man praktisch immer wesentlich bessere Bilder hin.

- Nachbearbeitungsmöglichkeiten: Mal ehrlich, wer bearbeitet seine Bilder auf dem Display einer fummeligen Digicam? Dafür ist der PC da. Und egal was für Gimmicks der Hersteller eingebaut hat, mit dem Funktionsumfang ausgewachsener Bildbearbeitungssoftware für Heim-PCs kann das mit Sicherheit nicht mithalten, selbst wenn man den ganzen Tand einigermaßen intuitiv bedienen könnte.

- Digitaler Zoom: Das ist wohl der überflüssigste Marketing-Trick seit der Erfindung der Digicam. "Digitaler Zoom" bedeutet nur, dass die Pixel vergrößert werden, sonst nichts. Wem das Spaß macht, der kann das am PC immer noch beliebig oft tun (und dabei beliebig verwaschene Ergebnisse herausbekommen, denn die effektive Auflösung nimmt durch die Interpolation natürlich nicht zu). Es ist völlig egal, wievielfach die Kamera "digitalen Zoom" kann - bestenfalls spart man damit ein paar Bytes auf der Speicherkarte, was bei den aktuellen Kartenpreisen nicht mehr das größte Problem sein sollte.

Nett, aber nicht wirklich für gute Digitalfotografie notwendig ist das folgende:

- Blitz: Natürlich hat jede Kamera einen, aber Aufnahmen mit Blitz sehen fast immer besch..eiden aus. Wann immer möglich, sollte auf den Blitz verzichtet werden. Besser: Mit Stativ und langer Belichtungszeit aufnehmen. Die Resultate werden wesentlich besser aussehen.

- Camcorder-Modus: Nettes Feature, Filme aufnehmen zu können (geht bei der DSC-W50 sogar mit Ton), aber natürlich kann das Resultat mit einer "hauptberuflichen" DV-Cam nicht ganz mithalten. Für ernsthafte Fotografen eher nebensächlich, denn die wollen fotografieren und nicht filmen.

Schlussbemerkung:

Was ist teuer in der Herstellung einer Digitalkamera? Sensorfläche, hochwertige Optik und Feinmechanik. Dummerweise bestimmen aber vor allem diese drei den Gebrauchswert der Kamera. Einige Hersteller setzen leider darauf, minderwertige Sensoren und Optiken einzubauen und das Bild dann durch etliche digitale Filter und Optimierer zu jagen - aber wo nichts ist, kann auch der beste Algorithmus nichts mehr herausholen. Deshalb: Auf Sensorfläche, Kontrastumfang und Güte der Optik achten und sich nicht von irgendwelchen Kunstbegriffen aus der PR-Abteilung blenden lassen. Wunder kann man von keiner Kompaktkamera erwarten; die Sony DSC-W50 ist aber ein recht solider Kompromiss und dank ihrer Größe als ständiger Begleiter geeignet.

DSC-W50 Pro:

- Belichtungszeit einstellbar

- Hochwertige Optik

- Lange Akkulaufzeit (Li-Ion)

- Abstandsmesser für Autofokus

- Geringe Auslöseverzögerung

- Großes, helles Display

- Filmaufnahmen mit Ton möglich

- Viel Zubehör verfügbar

Kontra:

- Ersatzakkus sind teuer

- Proprietäres Speicherkartenformat (Sony Memory Stick, etwas teuer als SD-Karten)

- Kaum Zubehör dabei (mitgeliefert werden: Akku, Datenkabel, Ladegerät)

- Interner Speicher von 32 MB ist winzig, Kauf einer Speicherkarte damit praktisch obligatorisch

- Bei langen Belichtungszeiten deutlich sichtbares Bildrauschen

- Geringer Kontrastumfang (Anmerkung: Ein Manko aller Kompakt-Digicams)

- Das Aktivieren irgendwelcher Spezialmodi wie "Auto-Blitz" halbiert die Refreshrate im Sucherbild des Displays

- Die Klappe, die Akku und Speicherkarte abdeckt, sieht nicht sehr haltbar aus

Gesamtbewertung:

- Guter Kauf für Einsteiger ohne besondere Ambitionen, die sich schnelle Erfolgserlebnisse wünschen.


Futurama - Season 1 Collection (3 DVDs)
Futurama - Season 1 Collection (3 DVDs)
DVD ~ Fry
Wird angeboten von Bossversand Multimedia Movie Game and Bookstore
Preis: EUR 27,80

29 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grönings neuester Streich - schneller, schöner und witziger, 8. März 2002
Rezension bezieht sich auf: Futurama - Season 1 Collection (3 DVDs) (DVD)
"Präsident Bush hat sich darüber beklagt, dass die Simpsons ein schlechtes Vorbild für die Jugend seien", erzählt Matt Groening, und betont im Anschluss daran, wie sehr ihn das freut. Kein Zweifel: Irgendwas hat der "Simpsons"-Macher und "bekennende Alt-Hippie" (Spiegel) gegen die Republikaner, anders wären wohl auch die Szenen in seinem neuesten Streich, "Futurama", nicht zu erklären, wo Präsident Nixon, im Jahr 3000 bedauerlicherweise reduziert auf einen in Wasser eingelegten Kopf, alles daran setzt, die Welt noch ein wenig schlechter zu machen - sei es als Cyborg, der Washington in Schutt und Asche legt, als bissiges Kopfmuseumsinventar oder auch als General, der seine Truppen sehenden Auges in den Tod schickt, um eine Alien-Rasse von fliegenden Bällen von ihrem Heimatplaneten zu vertreiben.
Aber Futurama ist mehr als beißende Zeitgeistkritik am politisch korrekten, sittenstrengen Amerika von heute: Es ist die konzentrierte Lebensweisheit eines Mannes, der gelernt hat, was unsere Welt im Innersten zusammenhält. Und dabei handelt es sich - wie sollte es anders sein - um Intrigen, Sex, Gewalt, Bosheit und Gleichgültigkeit, um korrupte Regierungen, unfähige und arrogante Generäle, internationale Abkommen, an die sich niemand hält, aber auch persönliche Sticheleien und Eifersuchtsdramen, kurz: die Welt von "Futurama" kommt einem seltsam bekannt vor. Denn im Gegensatz zum politisch korrekten, positiven Zukunftbild von "Star Trek" gibt es im Leben von Fry, dem naiven, sexbesessenen Pizzajungen aus der Vergangenheit, Leela, der einäugigen Außerirdischen und Bender, dem faulen, saufenden, trinkenden und kleptomanisch veranlagten Roboter keine Helden, die alles richten, keine Regierung, die nur das Wohl aller Lebewesen im Sinn hat.
Stattdessen präsentiert Groening eine Welt, in der alles so ist, wie es vorher war - denn die Technik hat sich zwar geändert, die Menschen aber nicht. So steht man im Jahr 3000 nicht mehr im Stau - man fliegt im Stau. Frauen können immer noch nicht rückwärts einparken, außerirdische Chefs erzählen ihren menschlichen Kollegen davon, wie man die Gewerkschaften am besten übers Ohr haut, und die Fernsehwerbung erzählt von der guten alten Zeit im Jahr 2900, als man seine Roboter noch selbst ölen musste. Neu ist allerdings, dass Werbung jetzt auch in Träume projeziert werden kann: Der Fortschritt macht's möglich. Überhaupt, so scheint es, ist alles möglich im Jahr 3000 - außer all dem, wovon Optimisten träumen.
Dabei ist die Grundstimmung der Serie jedoch keineswegs düster: Trotz (oder gerade wegen) ihrer vielen uns aus eigener Erfahrung nur allzu bekannten Ecken und Kanten sind die Hauptcharaktere liebenswert - und trotz der (bei näherem Hinsehen gar nicht so) abgehobenen Rahmenhandlung findet sich jeder über kurz oder lang wieder in den Eitelkeiten und Aggressionen, aber auch Hoffnungen, Wünschen und Zuneigungen der Singles, die sich irgendwie durch ihre chaotische Umwelt zu finden versuchen.
Und so ist Groenings mit aufwendiger Animationstechnik veredelte, detailfreudige, anarchistische Zukunftsvision von allem ein wenig: eine Karikatur unserer Science-Fiction-Literatur, gespickt mit vielen Running Gags, eine Abrechnung mit der Doppelmoral des scheinheiligen Amerikas unserer Zeit, ein Seitenhieb auf die Machart vieler Soap Operas, eine Persiflage auf alles, was uns im Altag schon immer gestört hat, aber doch vor allem eines: Ein Spiegel der Gesellschaft des Jahres 2000 - oder vielmehr dessen, was wir gewöhnlich lieber darüber verschweigen. Ein echter Matt Groening eben: Entweder man liebt es oder man hasst es. Ich plädiere klar für ersteres - bessere Unterhaltung hat es im Fernsehen in den letzten Jahren nicht gegeben.


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