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Themistokeles

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Netzkiller
Netzkiller
von Oliver Wolf
  Broschiert
Preis: EUR 11,90

4.0 von 5 Sternen Netzkiller, 4. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Netzkiller (Broschiert)
Wie gefährlich einem das Internet auf vielfältige Weise werden kann, vergessen viele. Insbesondere, wenn es sich um soziale Netzwerke handelt. Die meisten Leute posten in diesen Netzwerken den Großteil der interessanten und uninteressanten intimen Dinge über sich und in ihrem Leben, so dass jeder direkt Nachverfolgen kann, wann jemand warum wo war oder etwas gemacht hat. Selbst wenn die Dinge nur mit Freunden geteilt werden, bekommen häufig auch Menschen davon etwas mit, die man gar nicht kennt, da viele so gut wie jeden als Freund annehmen, der ihnen in diesen Netzwerken eine Anfrage schickt.

In diesem Roman wird die Freizügigkeit der Menschen im Internet, vor allen Dingen auch die ungewollte, durch Anwendungen wie google-Streetview, auf eine sehr perfide Weise zu einem mörderischen Spiel genutzt. Über eine illegale Downloadseite werden die Menschen dazu verführt ihre Mail-Adresse Preis zu geben und dadurch in das mörderische Spiel verwickelt. Eine Person auf Streetview muss innerhalb weniger Tage gefunden werden, ansonsten stirbt sie.

Allein wie schwer die Suche nach einem Täter ist, der gewitzt über das Internet agiert, ist in diesem Roman richtig gut dargestellt. Neben diesen vielen Fakten im Bereich des Internets beschreibt der Roman jedoch auch sehr atmosphärisch und vielleicht manchem etwas zu ausschweifend das Gleitschirmfliegen, welches für den Fall jedoch nur bedingt relevant ist. Dadurch lockert der Kriminalfall etwas auf, jedoch wirkt es von diesem auch so weit weg, dass es mitunter auch eher Verwirrung schafft, wie viel Aufmerksamkeit dem Gleitschirmfliegen geschenkt wird.

Die Charaktere, die gezeichnet werden, vor allem die beiden Polizisten sind gut ausgearbeitet und wirken bis auf wenige Punkte auch nicht besonders stereotyp und klischeebehaftet, was eine recht deutliche Ausnahme darstellt. Auch wenn sie leichte Klischees in manchen Situationen doch deutlich zeigen, wie die Polizistin Ronda vor allen Dingen.

In manchen Situationen wirkte die Geschichte auf mich auch ein wenig überzogen und unrealistisch. Jedoch kam das seltener vor und insgesamt kann ich sagen, dass mir das Buch um die spannende Internetkriminalgeschichte sehr gut gefallen hat.


Die Muse des Mörders
Die Muse des Mörders
von Nadine d'Arachart
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Muse des Mörders, 4. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Muse des Mörders (Gebundene Ausgabe)
"Das Fräulein von Scuderi" von E.T.A. Hoffmann zählt mit zu den bekanntesten klassischen Werken, die zudem gern beim Thema Novellen in der Schule behandelt wird und als einen der erste deutschen Krimis überhaupt.

Mit "Die Muse des Mörders" haben die beiden Autorinnen diese alte Geschichte wieder zum Leben erweckt und in ein modernes Gewand gekleidet. Es ist ihnen dadurch gelungen, dass die Geschichte in die heutige Zeit transferiert wurde und aus der alten Novelle eine sehr angenehme und leicht zu lesende Geschichte, der an Spannung nicht fehlt, geworden ist.

Jedoch ist es wohl leider auch der Vorlage geschuldet, an der sich vom Ablauf her stark orientiert wurde, dass man doch etwas zu schnell und zu leicht auf den Täter in diesem Fall schließen kann, da einfach zu viele Hinweise in einem sehr frühen Stadium des Romans schon bekannt werden, die auf einen ganz bestimmten Täter schließen lassen. Doch auch wenn man den Mörder sehr schnell enttarnt, wird dieser Fakt dadurch etwas abgemildert, dass die Charaktere des Romans sehr gut gezeichnet sind und zudem auch sehr eigene Aspekte in den Roman einbringen und ihn damit schon spannend machen.

Auf jeden Fall macht es jedoch auch Spaß die Geschichte in diesem Gewand zu lesen, da es vor allen Dingen gelungen ist, dass durch die kurzen Kapitel, die gut gestalteten Perspektiven und Perspektiven- sowie Szenenwechsel und den tollen Schreibstil es einfach Spaß macht die Geschichte zu lesen.

Leider werden auch manche Fragen, die der Roman aufwirft nicht vollständig geklärt, was jedoch ebenfalls der Vorlage geschuldet ist, jedoch trotzdem sehr Schade bleibt. Es wäre daher schöner gewesen, wäre auf diese Punkte ein wenig näher eingegangen worden.

Insgesamt handelt es sich jedoch um eine gute Geschichte, die durch ihre Vorlage leider einfach ein wenig geschwächt wird.


Tausche Brautschuh gegen Flossen
Tausche Brautschuh gegen Flossen
von Juliane Kobjolke
  Broschiert
Preis: EUR 9,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tausche Brautschuh gegen Flossen, 4. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Tausche Brautschuh gegen Flossen (Broschiert)
Das Cover verspricht einem einen sehr sommerlichen und erfrischenden Roman, der beim Lesen auch einiges an Spaß bringt. Damit verspricht es eindeutig nicht zu viel, denn Lena und ihre Freundinnen bringen schon einmal durch ihre Charakterzüge eine lustige Truppenzusammenstellung mit.

Zunächst ist jedoch wenig eitel Sonnenschein, denn es ist Herbst, draußen regnet es und sowohl Lenas Freundinnen, als auch ihr Mann Lukas sind nicht da und Lena hat keinen bei dem sie ihren Herbstfrust loswerden kann, denn aktuell läuft nicht alles wie gewünscht in ihrem Leben. In ihrer Verzweiflung sucht sie einen Gesprächspartner im Internet und trifft dort auf Christian. Damit ist die Verwirrung für sie perfekt, denn in der Zeit, in der Lena zum Ausheulen nur ihre Internetbekanntschaft Christian hat, verliebt sich Lena extrem schnell in den auf Teneriffa lebenden Tauchlehrer Christian.

Die Verwirrung Lenas und die gespannte Situation, die zwischen ihr und Lukas entsteht, ist richtig gut dargestellt und man kann die Gefühle von beiden Seiten richtig gut verstehen und selbst Christians Gefühle wecken in einem Verständnis. Jedoch gibt es neben dem Gefühlschaos noch einige andere Dinge in dem Buch zu entdecken.
Besonders schön sind die Erlebnisse auf Teneriffa und die Darstellung Teneriffas. In den Beschreibungen der Insel und der einzelnen Orte dort, merkt man richtig, dass die Autorin diese Insel sehr gern mag. Noch toller werden die Beschreibungen für einen, wenn man Teneriffa und die Orte, die im Buch von Lena besucht werden, selbst schon kennt, da dann zum einen der Wiedererkennungsfaktor sehr groß ist und man sich zum anderen in die Szenen ganz besonders gut einfühlen und einträumen kann.

Insgesamt handelt es sich auf jeden Fall um eine sehr emotionale, aber auch lustige Geschichte, die einem spätesten, wenn die Handlung Teneriffa erreicht, in eine sehr sonnige Stimmung bringt.


Chucks: Roman
Chucks: Roman
von Cornelia Travnicek
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Chucks, 4. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Chucks: Roman (Broschiert)
Mit "Chucks" wird dem Leser die Geschichte von Mae erzählt, die nach dem Tod ihres Bruders eine Zeit lang auf der Straße lebte und nun bei der Aids-Hilfe arbeite und dort Paul kennenlernt.

Maes Erzählung wirkt in vielen Punkten sehr durcheinander geworfen, da sie beim Berichten sehr zwischen den einzelnen Stationen in ihrem Leben sprint und keine sequentielle Darstellung ihres Lebens bietet. Dieses Vorgehen unterstützt jedoch sehr stark Maes Charakterdarstellung, da die Geschichte in der Ich-Perspektive ist und ihr daher eine gewisse Spannung gegeben wird.

Ansonsten fiel es mir jedoch sehr schwer dem Charakter Mae näher zu kommen, da von ihren Gedanken und Gefühlen zu anderen Menschen, Themen mit denen sie konfrontiert wird sowie den Situationen in denen sich Mae befindet, nicht von ihr gegeben werden. Allein durch ihre Taten und Handlungen kann man auf ihren Charakter und ihre Gefühle schließen. Das jedoch fällt wiederum schwer, wenn man sich nicht gut in die Situationen von Mae einfühlen kann, wie es bei mir der Fall war. Weder konnte ich ihre Beziehung zu der Punk Tamara, noch zu Jakob, den sie vor Paul kennenlernt, noch zu Paul wirklich verstehen und teilweise auch nicht nachvollziehen, wie sie zu tun was sie tat, insbesondere in Bezug auf die beiden Männer in ihrem Leben. Insgesamt blieb mir einfach zu viel schleierhaft was Mae tat, wodurch das Buch für mich kein besonders Leseerlebnis war. Zudem blieben auch noch sehr viele Beweggründe und Entscheidungen Maes am Ende offen und ungeklärt und man hat nicht wirklich erfahren, warum sie damals so entschieden hat. Zumindest für mich war das so.

Ich kann mir jedoch vorstellen, dass wenn man Maes Situation besser nachempfinden kann, zum Beispiel auf der Straße zu leben bzw. dort leben zu wollen, weil das alte Leben einem nicht mehr lebenswert genug erscheint und sie versteht, da man Parallelen zwischen ihrem Charakter und sich selbst erkennen kann oder ähnliches, dass dann nicht so viel offen bleibt für einen selbst und man das Buch eventuell ganz anders empfindet.


Mandels Büro: Roman (Max Mandel, Band 1)
Mandels Büro: Roman (Max Mandel, Band 1)
von Berni Mayer
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mandels Büro, 4. Juni 2012
Glaubt man dem Cover dieses Romans, soll es sich bei dem vorliegenden Werk um einen Kriminalroman handeln. Liest man dann die ersten paar Seiten merkt man nach und nach, dass es eindeutig kein wirklicher Krimi ist, auch wenn es sich bei Mandels Büro um die Detektei von Siggi Singer und Max Mandel, zwei ehemaligen Musikjournalisten, die neuerdings als Privatermittler tätig sind, handelt.

Obwohl sich schnell ein erster Fall für die beiden auftut, hat man nur ganz am Rand das Gefühl, dass wirklich irgendwie von den beiden ermittelt wird. Insbesondere Max Mandel erweckt durchgängig den Eindruck, als sie ihm der Fall ziemlich egal. Zudem wird deutlich mehr zum Beispiel über Musikrichtungen, etwaige Bands, Sängerinnen und Sänger, sowie Musikjahrzehnte oder Musikinstrumente spekuliert und philosophiert, als über viele anders und vor allen Dingen den Fall, was ich ab einem gewissen Punkt einfach störend empfand. Es war auch einfach vollkommen losgelöst von der Geschichte und außerdem noch sehr spezifisch, so dass man als Musikkenner und stark Musikinteressierter eventuell etwas damit hätte anfangen können. Außerdem werden die Begebenheiten, in welche die beiden geraten, zum Ende hin immer absurder und wirken eher als sollten sie das Genre Kriminalroman auf die Schippe nehmen, als das noch irgendwo etwas Ernsthaftes hinter dem ganzen stünde oder auch wie etwas, das man nur verstehen kann, wenn man ein bestimmtes Vorwissen mitbringt.

Zudem war es auf den ersten paar Seiten schon sehr gewöhnungsbedürftig, dass es ganz leicht in bayrischer Mundart gehalten ist, so dass immer "Der Mandel...", "Die Malleck.." bzw. "Der Singer..." als Bezeichnung für die einzelnen Charaktere herhalten musste, obwohl der Roman in Berlin spielt. Daran konnte man sich jedoch noch gewöhnen, wobei die gesamte Geschichte aus der Perspektive Siggi Singers erzählt wird, was insbesondere in den Szenen, in denen er gar nicht anwesend ist, sehr eigenartig wirkt. Zunächst erinnerte mich diese Art der Erzählung ein wenig an Dr. Watson der in den Holmes-Romanen berichtet, jedoch bewegt sich die Art wie Siggi Singer erzählt immer weiter davon weg, während das Buch langsam voranschreitet.

Insgesamt durch seine ganze Art einfach gar nicht mein Buch, da mir viel zu viel Unsinniges neben der eigentlichen Handlung erwähnt wurde und ich es auch vom allgemeinen Stil her nicht wirklich berauschend fand und eventuell auch manche Anspielungen des Autors einfach nicht verstanden habe.


Unsichtbare Blicke
Unsichtbare Blicke
von Frank M. Reifenberg
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

4.0 von 5 Sternen Unsichtbare Blicke, 4. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Unsichtbare Blicke (Broschiert)
In unseren modernen Zeiten wird das Internet und vor allen Dingen die Eigenschaft über dieses mit anderen zu kommunizieren immer wichtiger. Insbesondere Chatprogramme und Chats im Allgemeinen liegen ganz weit vorn. Jedoch werden bei den Chatprogrammen in jüngerer Zeit die Funktionen zur Videotelefonie mittels Webcam deutlich wichtiger, als die Chatfunktion.

Wie gefährlich jedoch die Webcams für unbedarfte Nutzer werden können, weiß nicht jeder oder manch einer will es auch nicht wahrhaben. Auch Josie nicht, die dadurch in extreme Gefahr gerät, denn sie wird Tag und Nacht von einem Fremden über das Internet mit ihrer Webcam beobachtet wird. Jedoch ist sein Ziel nicht nur sie zu beobachten, sondern etwas viel schlimmeres.

Das Besondere an diesem Roman sind die vielen kleinen Wendungen, die man immer wieder erfährt und die die eigenen Vermutungen des Lesers zum einen anregen und zum anderen immer mal wieder ins leere laufen lassen. Zudem wird die Geschichte sehr durch ihre vielen unterschiedlichen Erzählperspektiven geprägt, da man die Geschichte aus der Sicht einiger Erzähler wahrnimmt welche außerdem von Berichten aus der Vergangenheit unterbrochen werden, wodurch man viele unterschiedliche Schauplätze, Gedanken der Charakter und ähnliches direkt kennenlernt, was ebenfalls die Spannung und Neugier, was wohl bei den anderen Charakteren passiert, stark steigert.

Jedoch blieben mir manche der Charaktere ein bisschen zu flach, wie leider ganz besonders Josies Umgebung, d.h. ihre Eltern und einige Freunde und auch manche Handlungen der Charaktere konnte ich überhaupt nicht verstehen, schon allein die Tatsache, dass Josie vermutlich ihren Laptop nie zugeklappt hat, auch bevor sie von dem Internetspanner erfährt, war für mich einfach unglaublich unverständlich. Die Polizeiarbeit hingegen war auf jeden Fall richtig gut dargestellt, auch wenn bei den Ermittlungen scheinbar öfter mal der Zufall ganz kräftig im Spiel war und den Ermittlern eindeutig in die Hände gespielt hat, da diese auch an manchen Stellen, die einfach sehr offensichtlich waren, eindeutig blind gewesen sind.

Insgesamt ein recht spannendes Buch, das zumindest einen real gefährlichen Hintergrund anspricht, auch wenn es mir in manchen Punkten einfach ein bisschen zu gestellt wirkte, insbesondere in dem Anteil der Geschichte außerhalb der Webcam.


Was uns bleibt
Was uns bleibt
von Katie Arnold-Ratliff
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Was uns bleibt, 4. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Was uns bleibt (Gebundene Ausgabe)
Das dieses Buch keine leichte Kost werden würde, war mir durch die Inhaltsangabe und auch irgendwie die Covergestaltung schon klar, denn in meinen Augen vermittelte beides, dass es sich hier um ein Buch handelt, das anstrebt tiefer zu gehen.

Nachdem ich das Buch dann jedoch angefangen hatte, wandte sich mich Eindruck in eine ganz andere Richtung. Allein schon der Stil, in dem der Roman geschrieben wurde, ist sehr eigen, denn was mir sofort ins Auge stach, war die Darstellung und Verdeutlichung der wörtlichen Rede. Diese wurde vom restlichen Text abgehoben, indem sie in den Sätzen einfach kursiv dargestellt wurde. Um mich daran zu gewöhnen, brauchte es schon ein paar Seiten. Dazu kam dann noch, dass die Erzählung sehr stark zwischen Gegenwart und etwaigen Zeitpunkten der Vergangenheit springt, wobei die Vergangenheit jedoch nicht sinngemäß aufeinender aufeinander folgend, sondern wiederum vollkommen durcheinander erzählt wird und dies in einem wirren Mix mit der Gegenwart. Unterscheiden kann man die Zeiten nur ganz grob daran, dass die Orte leicht abweichen und in der Vergangenheit der Leser vom Erzähler plötzlich direkt in der Du-Perspektive ("Du sagtest...") angesprochen wird. Allein durch diese Aspekte wird der Roman schon sehr verwirrend.

Dazu kommt noch, dass der Erzähler Francis enorm unsympathisch ist. Nicht nur, dass er keinerlei empathische Fähigkeiten zu besitzen scheint, im Lauf des Romans bekam ich auch immer mehr den Eindruck, dass er zudem eine schwere psychische Störung zu haben scheint. Sein gesamtes Verhalten macht für mich einfach keinen Sinn, allein schon, in einer entstellten Leiche, die man nur kurz zu Gesicht bekommen und gar nicht wirklich bewusst in all ihrer Gänze wahrgenommen hat, als jemanden erkennen zu wollen, den man selbst einmal kannte und seine ganze darauf folgende Reaktion und seine Taten daraufhin, sind einfach nur unrealistisch, wirr und unverständlich.

Alle anderen Charaktere neben Francis selbst bleiben entweder enorm blass und wirken sehr naiv, wie seine Freundin Greta oder so, als wären sie psychisch labil, wie Nora, von der in den Passagen aus der Vergangenheit oft berichtet.

Irgendetwas will die Autorin mit diesem Roman wohl vermitteln und durch den Titel scheint mir, als würde es ihr darum gehen, was an Erinnerungen, Verbindungen und Gefühlen von den Menschen aus unserer Vergangenheit bei uns übrigen bleibt und wie diese und auch heute immer noch beeinflussen. Jedoch kam diese Intention bei mir nur über ganz geringe Vermutungen an, da ich die ganzen Charaktere wenig glaubwürdig fand und sie gerne geschlossen in die Psychiatrie gebracht hätte.

Eindeutig ein Buch von dem ich jedem, der nicht ganz wagemutig eine wirre Geschichte angehen will, um in ihr eventuell doch etwas positives zu finden, eindeutig abraten würde.


Flammenmond: Roman (Ein Vampirjäger-Roman, Band 2)
Flammenmond: Roman (Ein Vampirjäger-Roman, Band 2)
von Rebekka Pax
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

3.0 von 5 Sternen Flammenmond, 4. Juni 2012
An diesen zweiten Band der Vampir-Reihe von Rebecca Pax bin ich mit sehr gemischten Gefühlen gegangen, dann den ersten Band fand ich zwar nicht vollkommen schlecht, jedoch hatte ich so meine Probleme mit dem Protagonisten Julius, da mir seine Mischung aus extrem hartem Getue und sein gleichzeitig extrem weinerlicher Charakter etwas störte. Und auch gleich zu Beginn dieses Romans wurde man sofort wieder damit konfrontiert, so dass ich für mich schon das Schlimmste befürchtete. Jedoch konnte ich schnell feststellen, dass meine Befürchtungen nicht eintrafen, dann zum einen wechselte die Perspektive zwischen den Erzählenden des Romans in diesem Band deutlich häufiger als im Vorgänger, so dass man auch einiges mehr aus der Perspektive und Sicht zum Beispiel des indianischstämmigen Vampirs Brandon erfährt.

Zum anderen ist Julius vom Charakter her in diesem Teil eindeutig etwas härter geworden und er wirkt weitaus weniger weinerlich. Statt Julius war es dann jedoch Amber, die ich während des Lesens gerne mit Freude an die Wand geklatscht hätte, da ihre Art, die einerseits von enormer Sturheit gekennzeichnet ist, sich andererseits aber auch noch mit einem großen Grad naiver Dummheit mischt, einfach immer unerträglicher wurde. Allein der Umgang mit fremden Kulturen, wie derjenigen der Vampire ist von ihr extrem negativ und engstirnig, bedenkt man, was sie alles kritisiert und wie abweisend sie so gut wie allem über gestimmt ist, was nicht mit ihrer Moral und kulturellen Vorstellung zu verbinden ist und auch, dass sie versucht ihnen ihre Kultur zu verbieten bzw. verbieten lassen will. Und das nicht nur bei derjenigen der Vampire.

Neben Amber, die das Buch in meinen Augen ehrlich etwas heruntergezogen hat, ging mir die Handlung einfach viel zu schnell auf den gefühlten Höhepunkt zu, so dass danach einfach noch viel zu viel Geschichte kam, obwohl die Spannung aus ihr eigentlich schon raus war. Es kam dann entweder so, dass das Folgende entweder nur Berieselung war oder man sicher wusste, was noch kommen wird. Ich musste jedoch auch sagen, dass dieser Teil insgesamt einem noch ein paar interessante Dinge beigebracht hat, nur hat es sich für meinen Teil einfach zu sehr nach dem gefühlten Ende des Romans gezogen. Auch der Ausflug in Brandons Kultur der Indianer ist mir ein wenig zu ausschweifend gewesen, als dass es dem Buch gut getan hätte.

Insgesamt hatte dieser Teil daher einige positive Veränderungen zu seinem Vorgänger, jedoch wurden leider auch manche Dinge in meinen Augen durchaus schlechter gemacht. Alles in allem kann ich zwar behaupten, dass ich diesen zweiten Band und das nicht allein wegen des ansprechenden Covers, schon besser fand als den Vorgänger, auch wenn ich gespannt bin, ob in einem weitern Roman dieser noch deutliche Verbesserungen aufzeigen könnte, da er leider immer noch nicht richtig gut war.


Fünf
Fünf
von Ursula Poznanski
  Broschiert

4.0 von 5 Sternen Fünf, 4. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Fünf (Broschiert)
Geocaching, ein Hobby, bei dem man mit Hilfe von GPS-Koordinaten und GPS-Geräten auf Schatzsuche geht, fand ich seit dem ersten Mal bei dem ich davon gehört hatte irgendwie interessant. Jedoch wäre ich nie auf die Idee gekommen dieses Hobby selbst auszuüben, denn irgendwo ganz allein in der Wildnis wäre mir dann doch ein bisschen zu gefährlich, besonders, da die Caches, Behältnisse, die man am mit den Koordinaten bezeichneten Ort suchen muss, meist sehr gut versteckt sind, da mit sie nicht ausversehen von anderen Personen, als den gezielt suchenden Geocachern gefunden werden und man nie weiß, wer oder was einem dort begegnen kann.

Als Idee für einen Krimi oder Thriller eignet sich das Geocaching jedoch aus genau diesem Grund einfach vortrefflich. Nicht nur, dass man einen einzelnen Geocacher leicht unbemerkt ermorden könnte, sondern vielmehr auch, die Möglichkeit die Caches zu nutzen und über das Geocaching eventuell auch mit den Ermittlern zu kommunizieren und zu spielen, mach die Idee, dass Geocaching in diesem Zusammenhang zu nutzen so interessant und spannend.

Ursula Poznanski hat es mit diesem Roman richtig gut bewerkstellig dieses Thema spannend in einem Thriller umzusetzen. Das auf eine Weise, dass selbst denen Geocaching verständlich näher gebracht wird, die den Begriff vorher noch nie gehört haben und vollkommene Neulinge auf dem Gebiet sind. Allein die Rätsel rund um das Geocaching mach das Buch extrem spannend, zudem immer die Frage besteht, was die nächste Cache enthält und wo sie sich bloß befindet.

Jedoch nicht nur dadurch ist ein guter Roman gelungen, sondern vor allen Dingen auch durch die beiden sehr überzeugenden Ermittler, die mir extrem schnell sympathisch wurden, ich es aber auch sehr schade fand, dass der Charakter der weiblichen Ermittlerin Beatrice Kaspary so in den Vordergrund getreten ist und ihren Partner Florin, an dessen Namen ich mich ehrlich erst gewöhnen musste, in den Hintergrund gedrängt hat.

Den Mörder und Täter zu entlarven viel mir als Leser auch nicht unbedingt leicht, durch manchen kleinen Hinweis jedoch, kann man sich nach und nach langsam an die Lösung herantasten, wobei das Motiv die größte Herausforderung bei dem Rätsel um den Täter darstellte. Das Ende dann hat mich in einigen Punkten vollkommen überrascht und in einigen davon gefiel es mir auch nicht so wirklich, da es mir doch sehr unrealistisch im Gesamtzusammenhang vorkam.

Auf einen weiteren Roman mit diesen beiden Ermittlern, die mir schon irgendwie ans Herz gewachsen sind, würde ich mich aber auf jeden Fall freuen, da der Fall trotz dem seltsamen Ende sehr spannend war.


Misfit: Jael und das Amulett der Dämonen
Misfit: Jael und das Amulett der Dämonen
von Jon Skovron
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

3.0 von 5 Sternen Misfit, 4. Juni 2012
Jael muss damit leben, dass sie zur Hälfte ein Dämon it und zwar mütterlicherseits, jedoch hat sie bisher mit diesem Erbe nur sehr wenig zu tun, denn zum einen äußert es sich nicht und zum anderen wächst sie nur bei ihrem Vater auf. An ihrem sechzehnten Geburtstag ändert sich jedoch alles für sie, denn ihre dämonische Seite tritt langsam in ihr Leben und sie muss lernen, damit umzugehen.

Die Idee hinter der ganzen Geschichte um Dämonen, die Hölle und Halbdämonen, wie Jael, und deren Leben unter und zwischen den Menschen und ihre Beziehungen zu unserer Welt ist eindeutig sehr interessant und einfach eine klasse Idee. Jedoch hatte ich auch das Gefühl, dass die Geschichte von Jael an vielen Ecken nicht sonderlich gut und tief durchdacht wurde, so dass an vielen Punkten einfach etwas fehlte und man von der ganzen Idee und Hintergrundgeschichte um die Dämonen und anderes nur oberflächliche Eindrücke erhält. Das äußert sich insbesondere in der Szene, in welcher die Magie und ihr Auftreten und ihre Anwendung in der erdachten Welt erläutert wird und eindeutig nur sehr knapp auf manches eingegangen wird und nähere Erläuterungen gar nicht auftauchen, so wie alles ein wenig zu leicht wirkt. Jedoch ist gerade die Idee hinter der Magie eine der schönsten in dem ganzen Roman, denn in Jaels Welt bedeutet Magie anzuwenden die Elemente davon zu überzeugen, dass sie sich so verhalten, wie man es gerade von ihnen gebrauchen könnte.

Über den genauen Kampf, den Jael durch ihre Rolle als Halbdämon ausfechten muss, erfährt man leider auch nur wenig ganz am Rande, ebenso wie über ihre Gegner, die man zwar in Rückblicken in die Vergangenheit ihrer Eltern etwas kennenlernt, jedoch auch wieder nur ganz oberflächlich. Grundsätzlich ist in meinen Augen die Einleitung in die Geschichte einfach ein wenig zu lang geraten, so dass für die eigentliche Haupthandlung nicht mehr wirklich viel Platz übrig blieb.

Einen Pluspunkt erhält das Buch jedoch für seine amüsanten Stellen, an welchen auch nicht selten ein Dämon namens Dagon nicht gerade unbeteiligt war, der mir auch sehr ans Herz gewachsen ist, wie auch einige andere kreative Ideen, die man so von Dämonen bisher auch nicht kannte, die aber in diesem Roman recht stimmig umgesetzt waren, aber auch einen sehr überrascht haben, wie natürlich, die schon erwähnte Magie.

Allerdings ging mir wie der ganze Teil der Handlung nach der Einführung auch das Ende einfach zu schnell und es war zudem auch deutlich zu einfach und zu leicht am Schluss, da hätte ich mir einfach deutlich mehr erwartet. Insgesamt ist es ein Buch mit vielen guten Ideen, aus denen man einiges hätte machen können, jedoch wurde die ganze Sache leider nicht besser umgesetzt.


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