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Rezensionen verfasst von
Pragmatiker

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Die Schlafwandler: Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog
Die Schlafwandler: Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog
von Christopher Clark
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,99

27 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brillante Analyse, 14. Oktober 2013
Über Clarks Buch ist schon so viel Positives und Richtiges geschrieben worden, dass ich hier keine weitere Lobeshymne hinzufügen möchte. Der Ansatz des Autors, an das Thema vollkommen unvoreingenommen heranzugehen, unterscheidet sich wohltuend von deutschen Autoren. Bei denen weiß man meist schon beim Lesen der ersten Seiten, wie es endet, nämlich mit nostra culpa oder nostra maxima culpa. Außerdem stören bei diesen Autoren oftmals die schmale Basis der Untersuchung und die schlichte Analyse, was wiederum zu dem stereotypen Resümee führt. Clark hingegen hat ein erfrischend originelles und wohltuend intelligentes Buch geschrieben. Nur eines irritiert, nämlich seine Parallele zur Eurokrise. Clark fällt weder in diesem Buch noch in seinen vorherigen Schriften durch fundierten ökonomischen Sachverstand auf. Das erklärt vielleicht diesen aus meiner Sicht mehr als missglückten Vergleich.
Was ich mir in der Schlussbemerkung des Buches auch noch gewünscht hätte, wäre eine kurze Betrachtung und Bewertung dessen, was danach kam und welche Folgen dieser Krieg hatte. Auffällig ist meines Erachtens nämlich schon, dass gerade die Nationen, die vor Kriegsausbruch sehr wenig zur Deeskalation beigetragen bzw. fleißig direkt oder indirekt gezündelt haben, sich als gar nicht so standhafte Krieger erwiesen haben. Russland und Serbien schieden vorzeitig aus. Österreich brauchte ständig deutsche Unterstützung und Frankreich wäre schon bei der ersten Marneschlacht 1914 eingebrochen, wenn England und indirekt auch Russland nicht aktiv eingegriffen hätten. Und wie verhielt man sich bei den Friedenverhandlungen? Wer zeigte weder Weitsicht, noch christlichen Großmut, sondern kleinliche Rachsucht und ökonomischen Unverstand? Wer demütigte die Besiegten schon während der Sitzungen durch kindische Schikanen? Wer legte damit die Lunte für den nächsten großen Krieg? Die USA und England waren es nur insofern, als dass sie dies nicht aktiv verhinderten. Apropos USA, wenn diese sich ganz aus dem Krieg herausgehalten oder zu mindestens nicht aktiv eingegriffen hätte, wäre ein Erschöpfungsfrieden, bei dem England und Deutschland die Federführung gehabt hätten, sehr wahrscheinlich gewesen. Was wäre dann der Menschheit wohl alles erspart geblieben!


Canon EOS 6D Vollformat Digital-SLR Kamera mit WLAN und GPS (20,2 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, DIGIC 5+) nur Gehäuse
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Wird angeboten von Foto Oehlmann
Preis: EUR 1.608,00

3 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Blitzproblem, 25. Mai 2013
Canon EOS 6D Vollformat Digital-SLR Kamera mit WLAN und GPS (20,2 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, DIGIC 5+) nur Gehäuse

Ich komme von der Nikon d90 - einer fast perfekten APS-Kamera. Na ja, das Rot ist etwas zu hell, der automatische Weißabgleich ist semi; alles in RAW aber kein Problem. Für die Canon habe ich mich entschieden, weil fast alle internationalen Fotografen, die ich bei meinem letzten Urlaub in den Canyons des Südwestens der USA gesehen habe, Canon-Full-Frame-Kameras hatten und weil Canon dieses Super-Pancake-Objektiv 40/2,8 für die 6d hat. Als Immerdrauf zusammen mit dem Blitz Canon 270 ex eine tolle leichte Kombination - so dachte ich mir.

Ich habe die Kamera aber auch mit dem Standardzoom 24-105 getestet. Pancake und Zoom sind tadellos. Ob die Standard-Zooms von Nikon (24-85 und 24-120)hier mithalten können, weiß ich nicht. Ein ähnliches Pancake - so leicht, gut und preisgünstig - gibt es bei Nikon nicht. Die Kamera liegt gut in der Hand; ist auch für ehemalige Nikonbesitzer sehr leicht und logisch zu bedienen. Farben und automatischer Weißabgleich sind sehr gut. Die Nikon d600 habe ich bisher nur einmal kurz genutzt. Ich meine aber, dass die High-Iso-Qualität der Canon besser ist, obwohl sie im JPG-Bereich bei höheren Iso-Zahlen sehr schnell Feinheiten glattbügelt. Dafür hat Nikon den besseren Dynamikbereich bei niedrigen Isozahlen; eine feine Sache. Daher m.E. bei den reinen Kameras Gleichstand. Bei den Objektiven wg. des Pancakes leichter Vorteil für Canon.

Nun aber zu dem Blitz. Dass die Canon 6d keinen Bordblitz hat, ist schon sehr unangenehm, vielleicht aber zu verschmerzen, wenn Canon einen kleinen guten Zusatzblitz anbieten würde. Genau hier liegt aber das Problem. Die Blitzfolge bzw. Wiederaufladezeit des Canonblitzes 270 ex ist deutlich schlechter als die meines Nikon SB 400. Beide Blitze liegen von Göße/Gewicht/Leistung etwas in einer Klasse. Nicht aber in der Leistung bezüglich Blitzfolge. Hier kann der Canonblitz dem Nikonblitz nicht annähernd das Wasser reichen. Der noch kleinere Canon 90ex scheidet bezüglich der Blitzfolge völlig aus.

Also keinen Bordblitz an der Kamera und dann auch noch keinen wirklich schnellen, kleinen Blitz anbieten: das ist Canon unwürdig! Und natürlich für Käufer eine Zumutung.

Daher lautet mein Fazit frei nach Nörgelmann, dem genialen Tester des alten Fotomagazins: Hätte ich nicht schon eine fast perfekte Kamera, würde ich mir die Canon 6d kaufen. So aber warte auf die Canon 6d Mark II mit Bordblitz oder auf eine Nikon d600 ohne Staubprobleme.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 31, 2013 12:19 PM MEST


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