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riyasakaya

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Vegan for Youth. Die Attila Hildmann Triät. Schlanker, gesünder und messbar jünger in 60 Tagen
Vegan for Youth. Die Attila Hildmann Triät. Schlanker, gesünder und messbar jünger in 60 Tagen
von Attila Hildmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

96 von 108 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eine praktisch und theoretisch orientierte Reflexion von VFY, 22. Februar 2014
In dieser Rezension gehe ich anhand folgender Punkte auf meine 1-Stern-Bewertung ein:

1) Viel Text – wenig Inhalt

VFY ist ein Triät-Konzept, das nicht nur der Gewichtsabnahme dient, sondern auch gesünder und jünger machen soll. Jeder, der im Vorfeld die VFF-Challenge absolviert hat, hat genau diese drei Aspekte am eigenen Leib erlebt. Auch ich habe mit VFF abgenommen, wirke frischer und bin wesentlich fitter. Umso gespannter war ich auf VFY und die vom Autor tagtäglich angekündigten Erkenntnisse, die es mit sich bringen sollte. Wie eine Revolution wurde es angepriesen, eine alles verändernde Studie, die sich jedoch schnell in Luft auflöste.

Superfoods, makrobiotische Ernährungswissenschaften, Anti-Aging Stoffe im Gemüse … kennen wir alles schon. Auf diese aufgewärmten Floskeln folgt erst einmal ein ellenlanger Reisebericht, der sich sogar teilweise mit den VFY-Theorien widerspricht. Wie bereits in anderen Rezensionen angemerkt, stehen z.B. bei beiden langlebenden Dörfern in Japan und Italien Weizenmehl oder tierische Fette auf dem Speiseplan.

Auf mich wirkte der ganze Text wie ein Lückenfüller, um das Buch für 30 Euro auf den Markt bringen zu können. Für einen veganen Neuling vielleicht ansatzweise interessant, aber selbst da gibt es viel informativere Bücher, wie z.B. die China Study.

2) Weder fundierte noch ergebnisorientiere Erkenntnisse

Nachdem man Attilas Reiseabenteuer hinter sich gebracht hat, wird man mit wissenschaftlichen Fachbegriffen beworfen, die mit Sätzen wie „Freie Radikale sind die Gangster auf der molekularen Ebene“ (S. 49) wohl auch für die „coolen Vegangstas“ verständlich gemacht wurden. Jeder andere erkennt jedoch schnell: Hier wurde der Verjüngungseffekt, den jeder bei VFF oder überhaupt mit rohköstlicher und veganer Ernährung erlebt hat, mit viel Trara, Pauken und Trompeten verkauft. Nicht einmal einem Laien auf diesem Gebiet entgeht, dass weder Testergebnisse abgewartet wurden noch irgendwelche fundierten Beweise geliefert werden. So oder so, am Ende altern wir alle. Dass wir die Art der Alterung mit gesunder Ernährung beeinflussen können, ist kein wissenschaftlicher Durchbruch von Herrn Hildmann.

Wahrscheinlicher ist, dass das gesamte Buch ein Deal mit dem Messungsgeräte-Hersteller ist, für den sämtliche Tests überhaupt durchgeführt wurden. „Überraschenderweise“ sogar gleich mit einem Bestellschein für dieses überflüssige Gerät im Buch!

3) VFF-Gerichte leicht variiert „aufgetischt“

Nach diesen Erkenntnissen ist es dann auch nicht mehr verwunderlich, dass die Rezepte ebenso eine Enttäuschung sind. Ich selber mag Attilas Küche sehr gerne, und es ist auch die ein oder andere Bereicherung für das VFF-Konzept dabei, wie z.B. die Banana-Muffins, Ofenkartoffel 2.0, Onigiri, Coleslaw mit Kürbiscreme und Sesam-Tofu oder die schnell gemachten Suppen.

Damit hört es aber auch leider auf. Der Rest sind „originelle“ Rezepte wie Risotto mit Spinat, Gemüsenudeln mit Tomatensoße oder leicht abgeänderte VFF-Variationen. Ganz zu schweigen von den sich ewig wiederholenden Zutaten Babyspinat, Kürbis, Mandelmus und getrocknete Tomaten. Hier wäre ein günstigeres, dünnes und vor allem abwechslungsreicheres Heft mit VFF-Zusatzrezepten viel klüger gewesen und hätte die Verbraucher auch nicht derart verstimmt.

4) Kosten, die dich altern lassen

Da ich schon eine Vielzahl der Gerichte aus VFY nachgekocht habe, kann ich bestätigen: Der Verjüngungsprozess wird durch die Geldsorgenfältchen gehemmt, die man beim Kauf der neuen Zutaten erhält. Die Gerichte, insbesondere die Frühstückszutaten, sind derart teuer und die Zubereitung so aufwendig, dass sie zu keinem Verhältnis zu dem Geschmackserlebnis stehen. Für solche Einkaufskosten erwarte ich eine Gourmetküche, keinen Morgenmüsli.
Gesunde Küche klappt auch wesentlich kostengünstiger, wie man es am Beispiel von Brendan Brazier, Alicia Silverstone oder der Rohkostküche (z.B. Rohvulotion), alle bei Amazon erhältlich, sehen kann.

5) Verbraucher wird hinters Licht geführt

Dies ist der Punkt, der mir persönlich am meisten aufstößt. Die Vorher-Nachher-Bilder sind an visueller Heuchelei nicht mehr zu übertrumpfen. Vorher sind die Personen mit einem Grauschleier belegt, ungeschminkt und schauen traurig in die Kamera. Hinterher dieselben Personen mit Make-Up, Rasur, neuer Frisur und breitem Lächeln. Der Verbraucher wird irregeführt und getäuscht.

An dem Product Placement störe ich mich hingegen nicht, an Werbung für ein Pharmaunternehmen allerdings schon. Das Nahrungsergänzungsmittel, für das Attila wirbt, ist widersprüchlich seiner Aussage ein apothekenübliches Arzneimittel, hinter dem keine vegane Philosophie steht. In der Produktpalette dieser Firma finden sich Inhaltsstoffe wie Gelatine, Fischöl und Bienenwachs wieder. Tierversuche sind auch nicht ausgeschlossen, da diese Firma kein Vegane Blume-Siegel aufweisen kann. Auch hier rate ich eher zu rein pflanzlichen Präparaten, die man über Amazon oder vegane Anbieter erhalten kann und die entsprechend tierleidfreie Siegel aufweisen.

Mit dieser Werbung begeht Attila den größten Widerspruch an seinem Konzept: Er rät jeden Tag (!) eine Kapsel dieses Präparats einzunehmen. So jedenfalls stand es auf der Seite des Pharmabetriebs. Jeden Tag! Denn das wäre ja einfach, auf diese Weise die fehlenden Vitamine aufzunehmen. Wenn vegane Ernährung dazu führt, dass ich jeden Tag Arzneimittel in Form einer Riesenkapsel zu mir nehmen muss, dann muss ich doch schwer an dieser Art der Ernährung zweifeln! Für mich ist das eher ein Zeichen der völligen Unterernährung und des Vitaminmangels.

6) Fazit:

Dass Attila die vegane Lebensweise nicht hundertprozentig vertritt, ist spätestens seit seinen TV-Auftritten bekannt. Doch dass ich für dieses gut vermarktete Halbwissen 30 Euro hingeblättert habe, schmerzt dann doch. Inzwischen habe auch ich begriffen, dass er einen Popstar-Status anstrebt und nicht für ideologische, tierrechtliche Werte oder Umweltschutz kämpft. Seine Theorien und Ratschläge ändern sich im Sekundentakt. In der einen Minute war Agavendicksaft gesund und vollwertig, in der anderen wird es uns komplett aus dem Ernährungsplan gestrichen. Dies war auch meine erste Frage, nachdem ich VFY durchgelesen hatte: Warum wurde ich vorher mit diesem Süßungsmittel vollgestopft?

Mein Tipp also: Bleibt beim Vorgänger oder genießt die Rezepte, falls der Geldbeutel es zulässt, ohne Erwartungen. Mehr noch rate ich zu einem günstigeren und vor allem dauerhaften veganen Ernährungskonzept. Denn hier geht es nur um eines: Vegan for Cash.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 24, 2015 12:43 PM MEST


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5.0 von 5 Sternen Hübscher, als erwartet!, 17. März 2013
Ich habe die Kette gestern erhalten und bin sehr zufrieden. Sie sieht noch hübscher aus, als auf dem Bild, wirkt überhaupt nicht billig und ist sogar ein bisschen schwer. Ich würde sie wieder kaufen. Wirklich toll! Und für den Preis... Daumen hoch!


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