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M. Merkle "biamich"
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The Underground Resistance
The Underground Resistance
Preis: EUR 17,99

5.0 von 5 Sternen Masters of the almighty riffs are striking back..., 20. April 2013
Rezension bezieht sich auf: The Underground Resistance (Audio CD)
Eigentlich mag ich keine solche Einleitungen aber hier trifft es zu. Riffgewitter dürfte es auch auf den Punkt bringen.

Ich werde jetzt bewusst nicht darauf eingehen ob Darkthrone irgendwen verraten haben oder nicht. Auch ob sie jetzt ihren Stil gefunden haben. Die machen einfach ihr Ding wonach es ihnen auch immer ist. Und ich denke es ist mittlerweile jedem klar das wir keine "Transilvanian hunger" mehr zu hören bekommen. Die Zeiten sind vorbei.

Nocturno Culto und Fenriz haben nach einigen eher Durchschnittlichen Alben wieder zu alter Stärke gefunden und rocken einfach drauf los. Wie bei "Panzerfaust" und wie bei "A blaze in the northern sky", wobei sich der Stil natürlich geändert hat.

"The underground resistance" ist meiner Meinung nach das beste Album der jüngeren Bandgeschichte. Schon beim Opener "Dead early" merkt man das keine Gefangenen gemacht werden sollen. Das Riffing erinnert schon etwas an eine Mischung aus Slayer, Sodom, Kreator Ende der 80er Jahre als die genannten Bands wohl ihr Zenit erreichten. Das zusammenspiel der Gitarre mit Bass und Schlagzeug ist unglaublich. Das hätte ich nicht gedacht das ich sowas noch mal zu hören bekomme.

"Valkyrie" würde ich eher als Ballade ansehen, aber der ganz starken Sorte. Sehr starke Einleitung mit der Akkustikgitarre, der tragende Gesang von Fenriz. Gerade so als hätte nun Darkthrone einen Song gefunden der zu der sehr eigenartigen (das meine ich jetzt nicht negativ, ich bin ein glühender Verehrer von Isengard) Stimme des Drummers passt.

"Lesser men" weiß durch viele Solis zu überzeugen, auch das "Hauptriff" geht gut rein.

Bei "The ones you left behind" wechseln sich dann Nocturno Culto und Fenriz ab mit dem Gesang, auch dieser Song rollt und scheint nicht aufhaltbar zu sein. Was die plötzlich für eine Durchschlagskraft entwickeln. Und immer diese genialen Riffs.

"Come warfare, the enire doom" rotzt dann wieder ohne Ende. Unglaublich, echt :) Beginnend vom ersten Riff und Solo lässt dieser Song nicht mehr so schnell los.

Und zum Abschluss der Oberhammer: "Leave no cross unturned". 13:49 (ist die Zahl eigentlich beabsichtigt?) feinste - sagen wir mal - Musik von Darkthrone.

Ich habe es schon mal erwähnt, aber ich hätte nicht gedacht das ich noch mal so ein Album hören darf, als Neuerscheinung 2013 wohlgemerkt. Nicht "Digitally Remastered" sondern echt und neu. Einer meiner Vorrezensenten hat es schon gesagt. Während Death und Black Metal starben und dem Kommerz zum Opfer fielen pfiffen Fenriz und Nocturno Culto drauf und machten IHR Ding. Die Früchte können wir jetzt ernten.

Wenn ich ehrlich bin hat mich davor "Panzerfaust" so restlos überzeugt. Die anderen Veröffentlichungen von Darkthrone danach können sich nicht damit messen lassen.


Blood & Vomit
Blood & Vomit
Preis: EUR 11,99

3.0 von 5 Sternen Nattefrost, 3. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Blood & Vomit (Audio CD)
Ich muss zugeben das ich diesem Album gegenüber sehr ambivalent gegenüberstehe. Eigentlich finde ich Caparthian Forest schon immer sehr interessant, mir gefallen vor allem die Alben "Black Shining Leather!" und "Through Chasm...".

Aber die neuen Sachen sind irgendwie nicht mehr wirklich neu. Gut, es ist natürlich schwierig das Rad neu zu erfinden aber wirkliche Innovationen findet man hier nicht wirklich, genauso wie bei den neueren Caparthian Forest Alben.

Außerdem kommt mir die Covergestaltung und das ganze drumherum vor wie von diesen Gangsta-Rapper die mit allen - aber auch wirklich allen Mitteln versuchen zu provozieren.

Jetzt wird sich der geneigte Leser fragen, warum ich 3 Sterne vergebe wenn ich eigentlich kein gutes Haar an dem Album und dem Hellcommander lasse. Ich denke das es für Leute die (noch) nicht soviele Black Metal Werke genossen haben schon ein ordentliches Album ist. Wer noch nicht seit 1995 konsequent diese Musik hört wird auch in diesem Album gefallen finden sofern er die Musik mag. Solide ist das Album auf jeden Fall.

Aber für meine Meinung auch nicht mehr. Alles schon mal gehört, entweder von Caparthian Forest und Nattefrost persönlich.

Unterm Strich bleiben also 3 Sterne. Ich weiß nicht ob ich mir nochmal ein Album von diesem Künstler kaufe.


Alpha Noir (Deluxe Version Incl. Bonus Album: Omega White)
Alpha Noir (Deluxe Version Incl. Bonus Album: Omega White)

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine meiner heimlichen Lieblingsbands, 29. November 2012
Moonspell blicken auf eine lange Bandgeschichte zurück. 1989 in Bredao, Portugal gegründet lies man sich Zeit bis man 1993 die in der Szene positiv beachtete Demo "Anno Satanae" veröffentlichte. "Wolfheart" brachte dann wohl den kommerziellen Durchbruch, zurecht wie ich finde.

Danach gab es einige "Auf- und Abs" in der Bandgeschichte und obwohl ich mir heute noch gerne ihre Alben aus den frühen 90 Jahren anhöre hatte ich mich als Extrem Metal Fan gedanklich verabschiedet.

Und jetzt das: Was für ein Brett. Eine Rückkehr zu (meiner Meinung nach) besten Zeiten - bedenkt, sie sind schon sehr lange im Geschäft. Eigentlich ist das Album keine große Überraschung, nicht der Zeitpunkt damit hätte ich nicht mehr gerechnet, wenn man sich aber mal "Under Satanae" anhört erkennt man, das die Band schon mal solche Musik gemacht gemacht.

Trash angehauchter Gothic-Metal (so hat das vor 20 Jahren angefangen).

Man hält sich größtenteils im Mittempo Bereich auf und knallt die Riffs geradezu heraus. Zweistimmige Gitarrenläufe und immer wieder sehr schön anzuhörende Soli durch die Gitarristen die ihre Instrumente eindeutig beherrschen. Die Rhythmusiksektion lässt dabei nicht zu wünschen übrig. Dazu noch das unverkennliche Organ von Fernado Ribeiro.

Für mich, dessen Geschmack in den frühen 90ern hängen geblieben ist natürlich eine Offenbarung und vielleicht die beste Veröffentlichung diesen Jahres.

Natürlich sei noch dazu gesagt das Moonspell Fans der letzten Alben wohl nicht soviel damit anfangen könnten. Der Stil ist im Prinzip wie es 1994 auch war, nur mit zeitgemäßer Produktion.

Wer Moonspell wie ich schon seit der Demo "Anno Satanae" kennt und schätzt kann eigentlich getrost zuschlagen.

Anders sieht es mit "White Omega" aus. Gefällt mir nur bedingt, das es aber als Bonus-CD quasi umsonst beiliegt gibt es auch keine Abzüge.

Gut gemacht!


Hoagascht
Hoagascht
Preis: EUR 8,99

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hoagascht, 15. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hoagascht (MP3-Download)
Nach nahezu 5 jähriger Abstinenz nun also endlich wieder ein Album der Oberbayern Lunar Aurora. Ich hoffe meine Rezension wird nicht zu kompliziert, das Album ist wirklich schwierig in passende Worte zu bringen.

Für mich persönlich treffen hier gleich einige Premieren zusammen. Zunächst ist die Band bisher total an mir vorbeigegangen. Nicht weil sie mir nicht gefallen würde, eher weil ich mich noch nicht für sie interessiert habe.

Ein schwerer Fehler. Das vorliegende Album ist eigentlich genau nach meinem Geschmack. Tief dunkel von der Stimmung über die Benutzung der Instrumente bis hin zur Produktion mit langgezogenen Songs. Und: Mal nicht in Norwegisch oder - noch schlimmer - in English gehalten. Die Band zeigt eindrucksvoll die nächste Premiere: Das sich auch Oberbayerische Gefilde (bei der rauhen Natur der Alpen überrascht das nicht wirklich), Oberbayerische Instrumente (überrascht auch nicht wirklich) und der Dialekt hervorragend zu einem durch Black Metal angehauchten Album passen. Wobei ich zugeben muss das Titel wie "Habergoaß", "Beaglichda" oder "Sterna" zunächst Assoziationen zur Volkstümlichen Volksmusikalischen Richtung weckten.

Als ich dann das Album startete begrüßten mich zunächst schon fast poppige Klänge, nach ca. 1,30 Minuten ist der Spuk aber zum Glück vorbei und die Künstler lassen einen ersten Blick auf das Fallen was einen erwartet. Der Rauhe beherrschende Gesang, sphärische Keyboard Teppiche die sich mit schnelleren - sagen wir mal im Verhältnis eingängigeren flotteren Riffs im Stile von Kvelertak die jedoch nicht in allzu seichte Gefilde geraten abwechseln.

Für mich ist es auch immer sehr wichtig das ein Album authentisch wirkt. Mainstream gibt es auch im Black Metal schon mehr als genug. Das haben Lunar Aurora sehr gut gelöst. So werde immer wieder Landschaftstypische Instrumente und Töne/Laute eingewoben wie z.b. Trompeten. Ganz verhalten hört man Jodler im Hintergrund (z.b. bei "Geisterwoid") aber nicht so wie man sie sich vorstellt. Holz knarzt im Wind. Wind pfeipft um die Bergspitzen. Dazu immer wieder diese Atemberaubende Gesang. Die Doublebass wummert, dann wieder langsamere Parts mit viel Athmosphäre. Ich habe selten so ein Mitreißendes Album gehört.

51:05 Gänsehaut. Diese spröde und eigenwillige Art des Alpenraums wurde sehr gewissenhaft und mit viel Liebe zum Detail nachgebaut.

Für mich als Fan von Bands wie Burzum, Wolves in the throne room und den ersten Scheiben von Behemoth kann nur sagen: Alles richtig gemacht! Sehr schön. Mit diesem Album werde ich lange Stunden verbringen können.

Aber Vorsicht: Dieses Album ist definitiv nicht für den Massenmarkt bestimmt. Es erfordert Zeit beim hören und entwickelt sich erst nach einigen Durchgängen. Fans von oben genannten Kvertelak sollten zunächst reinhören denn die beiden Bands unterscheiden sich gewaltig.

Und nur weil ich es super finde muss es nicht jedem anderen gefallen.


The Epigenesis
The Epigenesis
Preis: EUR 5,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Wohltat, 19. April 2011
Rezension bezieht sich auf: The Epigenesis (MP3-Download)
für meine Leidgeprüften Ohren.

Ich hatte ja schlimmste bedenke als ich hörte das Melechesh von Osmose zu Nuclear Blast wechselten. An diesem Schritt sind schon die Hoffnungsvollsten Projekte gescheitert, denn in meinen Augen ist Nuclear Blast ein riesiger Normalizer der jeder Band das extreme und gewisse Extra nimmt. Das letzte traurige Beispiel waren Amon Amarth, ja selbst Belphegor beganne sich offensichtlich plötzlich gedanken darüber zu machen wie ein Album für die breite Masse besser klingen könnte.

Soweit ist es bei Melechesh aber zum Glück noch nicht gekommen.

The Epigenisis ist für mich die logische Konsequenz der letzten Alben nachdem "Sphinx" und "Emissaries" immer weiter weggingen vom vorherrschenden Black Metal der beiden ersten Alben ("As Jerusalem Burns" und "Djinn") in Richtung Thrash bzw. Black-Thrash. Wobei das vorliegende Album wieder eine Spur moderner - also vom reinen Stil her - klingt und nicht mehr wie Bands alà Dew Scented oder Kreator mit Arabischem Einschlag.

Es wird auch wieder die übliche und meiner Meinung sehr gut gelungene Mischung aus wahnwitzigen Uptempo ("Defeating the Giants" - irre Nummer) und langsameren teils Midtempo teils sogar mit doomigen Passagen versehen aber auch immer wieder mit den typischen Orientalischen Rhythmen aufgepeppten (z.b. "The Epigenisis") Songs dargeboten. Dieses Konzept wird durch wunderschöne Instrumentale Folklore unterstützt ("A Greater Chain of Being").

Alles in Allem spielt Melechesh vom Songwriting wieder eindeutig Königsklasse. Ich bin wirklich begeistert.

Dazu sollte noch erwähnt werden das sich das Album - auch typisch für diese Band - erst nach einigen Durchläufen entfaltet.

Wer keine Angst vor neuem hat und richtigen Metal hören möchte, sollte sich dieses Album auf jeden Fall anhören. Es lohnt sich. Ich warte jetzt eigentlich auf ein Folk-Album wie z.b. "Kvaldsanger" von Ulver.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 20, 2011 10:51 AM MEST


Fallen
Fallen
Preis: EUR 17,09

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Da ist er wieder..., 24. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Fallen (Audio CD)
... wohl einer der umstrittensten Künstler Europas - zumindest in der Szene.

Ich möchte hier aber keine alten Kamellen herausholen. Es geht hier um das Album, um nichts anderes!

Als alter Burzum Fan schon seit jeher (ich habe eigentlich nur die Elektro-Alben ausgelassen) war ich angenehm überrascht nach "Belus" erneut ein "richtiges" Album zu hören. Es ist wie immer verdammt schwierig Burzum in irgendeine Schublade zu schieben, denn was hier geboten wird ist wieder so anders, so überraschend, so überwältigend.

War Belus noch vorwiegend wie schon von meinem Vorredner beschrieben noch eher altes in neuem Gewand geht Kristof Vikernes hier einen Schritt weiter und released etwas neues, in dieser Art noch nicht gehörtes. Ist das Black Metal? Wohl eher nicht, auch nicht nach alten Maßstäben. Das stört mich aber nicht im geringsten. Die Songs sind insgesamt etwas schneller als auf dem Vorgänger. Es werden auch wesentlich mehr Riffs verwendet, hatte Vikernes z.b. das gut 11 Minütige "Glemselens Elv" mit drei bis vier Riffs gefüllt, ist diese Anzahl schon im zweiten Song erreicht.

Dennoch ist es ein eindeutiger Burzum.

Trotzdem - wie immer die Warnung an Menschen die den Künstler nicht kennen. Burzum ist nicht 1349 oder Gorgoroth. Die Songs sind für seine Verhältnisse eingängig, trotzdem sollte jeder vor einem Kauf wenigstens mal reingehört haben. Allerdings entwickeln die Songs erst nach mehrmaligem hören die Burzum-Typischen Suchtfaktor.

Ich finde das Album fantastisch - wie alle Alben mit Gitarre von Burzum.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 30, 2011 7:46 PM MEST


Sol (Ltd.Artbook)
Sol (Ltd.Artbook)

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sol, 22. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Sol (Ltd.Artbook) (Audio CD)
Irgendwie passt der knappe Titel (wenn man mal die Bezeichnungen der Einzelwerke außen vor lässt) zu diesem Album.

Nicht das es ein typisches Dunkel Ton Album wäre. Nicht das man versucht die alten Alben der Zeiten 1990-1995 - auch wenn stark beeinflusst - wiederaufleben zu lassen. Der Zweizeiler der Rezension, also nicht die Kundenrezensionen, trifft es schon genau. Das Album erinnert von der Einteilung der Songs wie sie auf den Hörer zukommen an Alben wie "Bergtatt" oder "Dark Medieval Times". Kalt, Intensiv, Kompromisslos und immer wieder durch Akustik- und/oder Mid- bis Slow-tempo-Doom-ähnlichen Passagen durchsetzt. Wobei letzere die beklemmende Atmosphäre verstärken.

Man merkt schon, wie sehr ich nach Worten ringe um das was ich höre zu beschreiben. Es ist schlicht nicht möglich, denn Helrunar haben hier tatsächlich nach so langer Durststrecke für ein ganzes Genre endlich mal wieder ein Meisterwerk abgelegt. Es ist keineswegs leicht zu hören, je öfter man es hört und je mehr man versteht Akustisch und Linguistisch desto mehr Fragen wirft das Album auf. Dieses Album benötigt schon einige Läufe im CD-Player um die volle Stärke zu entwickeln.

Mich beschleicht wieder dieses eigenartige Gefühl was ich hatte als Enslaved ihr "Vikingligr Vreldi" oder Satryricon ihr "The Shadowthrone" releasten, wobei diese beide Alben stark eingängig sind im Gegensatz zu Sol.

Jedenfalls lässt es mich schon lange nicht mehr los und ich hatte das schon lange nicht mehr das ein Album quasi tagtäglich mindestens einmal durchgehört wird. Und zwar ohne nebenbei was anderes zu machen. Phantastisch.

Helrunar sind zweifellos von Bands wie Satyricon, Ulver, vielleicht auch Burzum oder Drautran beeinflusst - beim Gesang fällt mir spontan Gehennas "WW" ein, aber dennoch stehen die Jungs musikalisch derart auf eigenen Beinen das sie mir glatt wie Relikte aus vergessenen Tagen vorkommen.

Bitte weiter so! Macht die Musik die ihr macht!


PES 2011 - Pro Evolution Soccer
PES 2011 - Pro Evolution Soccer
Wird angeboten von TICÁ
Preis: EUR 7,65

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der König (PES 6) ist tot, lang lebe der König..., 6. November 2010
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: PES 2011 - Pro Evolution Soccer (Videospiel)
... der PES-Reihe.

Eins vorneweg, ich bin seit Jahren ein Anhänger der PES-Reihe und habe die Vorgänger wie ISS schon auf der PSOne gespielt. Ich werde mir sämtliche Vergleiche zu FIFA verkneifen. FIFA hat sich in den letzten Jahren gemausert, gerade bei FIFA 11 kann man gut Fussball spielen, aber das ganze Setting trifft einfach meinen persönlichen Geschmack nicht. Ich spiele PES einfach lieber, aber ich werde mich nicht aus dem Fenster lehnen und schreiben welches Spiel "besser" ist. Das ist viel zu Subjektiv. Im Gegenteil, Konkurrenz belebt das Geschäft und wenn es nur eine Simulation gäben, wären die beiden nicht so gut.

Wieder zurück zum Thema: Zu meinem Missfallen ist der Sprung (PES) auf die jetzige Generation der Spielekonsolen (PS3 oder X360) noch nicht wirklich geglückt. Mit dem Wechsel der Namen der einzelnen Titel zu den jeweiligen Jahreszahlen ist auch ein Stück Qualität in den Titeln verlorengegangen. 2008 konnte nicht wirklich überzeugen, 2009 hab ich gar nicht erst gekauft und 2010 hat irgendwie auch nicht wirklich überzeugt. So blieb dann nur die PS2 herauszuholen und PES 6 zu spielen.

Einem Impuls zu Folge lud ich mir die Demo runter, ich war eigentlich nicht gewillt in diesem Jahr überhaupt ein Fussballspiel zu kaufen. Aber die Demo ließ mich aufmerken. Um noch eins Vorweg zu nehmen: Der gute Eindruck hat sich bis in die Vollversion gerettet.

Auf den ersten Blick ist PES 2011 natürlich kaum nennenswert verändert zum Vorgänger. In etwa die gleichen (mageren?) Lizensen, etwas aufgebohrte Grafik, Hansi Küpper und Wolf Fuss geben sich auf unglaubliche Art und Weise mal wieder in der Pressekabine die verbale Kante und die Präsentation ist eigentlich kaum verändert zu 2010.

Warum also den neuesten Teil kaufen?

Für mich lag es auf der Hand. Zunächst ist mir aufgefallen das während dem Spiel ALLE Slowdowns und Lags im Offline Modus verschwunden sind. Das Spiel ist wieder absolut flüssig und flott wie PES 6. Nur zum Abpfiff und zur Pause - auch wieder beim Pfiff des Schiris - konnte ich einen kleinen Hänger feststellen. Die Kamera zoomt und läuft flüssig und Elegant mit dem Ball und bietet insgesamt bessere Blickwinkel. Das kommt mir vielleicht aber auch so vor weil ich es auf einem ziemlich großen Fernseher spiele.

Der nächste Punkt ist die endlich mal wieder überzeugende Ballphysik. Das hängt natürlich auch mit den flüssigen Bildern zusammen.

Was mich aber am stärksten beeindruckt ist das Passystem und die KI des Computers. Bei den PES auf der PS2 war es eigentlich immer so das ich einige Spiele gebraucht habe um ein Tor zu erzielen. Bei 2008-2010 konnte ich auf bestimmte Spielzüge zurückgreifen die im Normalfall zu einem Tor führten. Bei 2011 wird es mir nicht mehr so leicht gemacht, es genügt nicht mehr einfach nur auf die Flügel auszuweichen, die werden nun richtig zugestellt. Überhaupt ist die KI um einiges fixer auf der Platte, das merkt man vor allem wenn man in der Meister Liga mit dem Original Meister Liga Kader und nicht mit den Original Club Kadern spielt. Das ist schon sehr anspruchsvoll, vor allem ab Schwierigkeitsgrad "Profi".

Das Passystem lässt nun alles möglich zu was ich mir schon lange Wünsche. Vor allem wurde der unsäglich schlechte Pass in den freien Raum endlich verbessert und der Spieler erhält wieder etwas mehr Kontrolle über die Feldspieler. Die Torhüter spielen nun von alleine etwas besser mit, die Winkel werden Sinnvoller verkürzt. Es sind zwar noch einige Klöpse dabei, das ist aber kein Vergleich mehr zum Vorgänger. Mir gefällt auch gut wie nun der lange Pass und der Heber in den freien Raum gelöst wurden.

Dazu kommt noch das man endlich mal wieder auch den besten Konter oder den besten Spielzug so gründlich in den Sand setzen kann - wahlweise beim letzten Pass oder Torschuss - dass ich am liebsten meinen Controller aus dem Fenster werfen würde. Endlich wieder eine Herausforderung im Offline Modus.

Auch habe ich das Gefühl das es nicht mehr solche "Supermannschaften" gibt wie in 2010 die jeder im Online-Modus spielt etwa Barcelona oder Brasilien. Das kann ich aber noch nicht genau sagen da ich noch nicht Online spiele. Deswegen kann ich zum Online-Modus auch keine Angaben machen. Aber Meister Liga Online hört sich sehr interessant an.

Fazit: Endlich haben die Entwickler sich mal wieder zu ihren Wurzeln begeben welche das Spiel für mich so stark machten: Der Mut zu neuem. Meiner Meinung nach wieder ein guter Teil der Serie, ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Mal schauen wie es sich mit der Langzeitmotivation verhält, aber ich bin eigentlich guter Dinge da mich das Passystem wirklich fesselt. Klar, es kann nicht jedem gefallen aber jeder der Spass am Fussball und vor allem an der neuen Deutschen (oder sollte ich lieber Spanischen?) Art Fussball zu spielen hat sollte sich dieses Spiel mal ansehen.


Axioma Ethica Odini
Axioma Ethica Odini
Preis: EUR 17,63

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Axioma Ethica Odini, 14. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Axioma Ethica Odini (Audio CD)
Ich möchte den Platz für eine kurze Zusammenfassung nutzen:

Enslaved sind wohl eine der wenigen Bands die den Black-Metal Boom in Skandinavien angeheizt haben, jetzt noch aktiv sind und eigentlich ohne jemals wirklich ihre Wurzeln zu verlassen kein Album wiederholen. Meiner Meinung nach ist Enslaved wohl (lassen wir mal Ulver beiseite) eine der Wandlungsfähigsten Norwegischen Bands die in den Gefilden des Svartemetals dümpeln.

Vikingligr Vreldi - Frost - Eld - Blodhemn um nur einige der mittlerweile 11 Longplayern zu nennen - waren stets im krassen Unterschied. Stets wurden die engen Grenzen ausgelotet, wandelte man immer im Bereich des "Szeneverrats" und riss Schlussendlich alle Zäune ein.

Mit Madraum - Beyond The Within oder Isa ging es dann teils in Richtung Death Metal, teils in Richtung Prog-Rock, teils ganz und gar an die Grenzen modernen Metals. Und erarbeitete sich trotz Unkenrufen der "Experten" seiner Zeit einen immer größer werdenden Fanstamm.

Im ersten Anspielen fällt bei Axioma Ethica Odini auf, das einerseits wieder mehr Wert auf eine einfachere - oder besser gesagt mit weniger Melodien und weniger Klangfarben getränkte Musik - Stilrichtung gelegt wird aber andererseits keineswegs auch nur ein Schritt in Richtung eines der geliebten Alben aus der Gründerzeit gegangen wird.

Produktion und die einzelnen Instrumente sind wieder etwas rauher und heben sich nicht mehr so stark von Grutle Kjellsons Gesang ab, dafür aber der verstärkte Einsatz von Cleanen Vocals die teils von helleren Gitarren untermalt werden. So wird der typische Enslaved Kontrast neuerdings konstruiert wenn auch deutlich weiniger auffällig als bei Isa oder Ruun.

Es ist schon richtig, gerade der unglaublich eingängige Opener zieht sofort in den Bann und lässt so schnell nicht los aber gerade die Stücke im Mittelteil entwickeln erst bei mehrmaligem abspielen ihr volles Potential. Das liegt vor allem daran das die Songs im Ganzen bei weitem nicht mehr so eingängig sind wie sie in älteren Alben waren.

Es ist insgesamt extrem schwer das gehörte in Objektive Worte zu fassen so beliebt Enslaved auch sind, sie polarisieren auch wenn sie insgesamt wohl einen für BlackMetal Bands hohen Kommerziellen Erfolg haben. Ohne je Mainstream gespielt zu haben wie z.b. Cradle Of Filth oder Dimmu Borgir. Ohne je typischen Norwegischen Svartemetal wie Taake, Darkthrone oder Watain gespielt zu haben.

Enslaved gehören schon seit jeher zu meinen liebsten Bands. Ich besitze alle Alben und jedes Album zieht mich aufs neue in seinen Bann. Für Menschen die gerne verträumte Musik gepaart mit ordentlichen BlackMetal einflüssen hören sollten hier mal reinhören. Ich habe vor einigen Jahren mal einen (musikalischen!) Vergleich mit Burzum gelesen, Axioma Ethica Odini ist tatsächlich nicht allzu weit entfernt.

Wobei ich zum Schluss betonen möchte, das Enslaved sich wohl in keine Schublade schieben lassen, oder sich mit irgendeiner Band die es gibt vergleichen lassen. Sie haben immer ihr Ding durchgezogen haben ihren Entwicklungen immer freien Lauf gelassen.

Mir persönlich gefällt das vorgestellte Album sehr gut. Wirklicher BlackMetal wird hier zwar nicht gespielt, aber das weiß man ja mittlerweile. Wer lieber den guten alten Svartemetal hören möchte, sollte zu Frost oder Vikingligr Vrelde greifen.


Xbox 360 - Konsole Elite mit 120 GB Festplatte
Xbox 360 - Konsole Elite mit 120 GB Festplatte

24 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Elite also..., 25. September 2007
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
irgendwie liegt mir das ganze ein wenig schwer im Magen.

Jetzt hab ich endlich nach drei Wochen Reperatur meine X360 wieder (RROD) und muss sehen, während die Konkurrenz sich auf je ein neues Gerät beschränkt, das Microsoft die Konsole nun schon zum dritten Mal überarbeitet hat.

Viele werden jetzt sagen: Na ist doch nicht schlecht, da tut sich was.

Ja das stimmt, es tut sich was, aber hätte man die tollen Featurese wie HDMI und WLAN (musste ich teuer nachrüsten) nicht schon gleich mit einbauen können? Muss ich jetzt in Zukunft alle 10-12 Monate damit rechnen, das eine neuere, tollere Version der X360 rauskommt mit neuen Features, die ich auch gerne gehabt hätte?

Ja, es stimmt auch, das man mal genug haben muss und man muss ja nicht immer alles kaufen, was neu rauskommt aber irgendwie will das leise Stimmchen mit dem Wort "Kalkül" nicht schweigen.

Zweilfelsohne, die X360 ist eine klasse Konsole und wer noch keine hat, kann es sich ja überlegen ob er sich nicht eine zulegen will, bei dem Preis allerdings liegt die Überlegung nahe nicht doch noch 150€ drauf zu legen und die PS3 zu holen... Zudem finde ich mich als Kunde schon ein wenig vor den Kopf gestossen.

Fazit: Keine Frage, die X360 ist eine super Konsole und wer genug Kleingeld hat, kann sich auch eine zweite oder dritte Konsole kaufen, allerdings finde ich die Unternehmenspolitik von Microsoft mehr als fragwürdig. Ich werde das Gefühl nicht los, das genau das das Ziel ist (mehrer XBoxen pro Kopf).


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