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Rezensionen verfasst von
Pjotr

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Der Jesuswahn: Wie die Christen sich ihren Gott erschufen. Die Entzauberung einer Weltreligion durch die wissenschaftliche Forschung
Der Jesuswahn: Wie die Christen sich ihren Gott erschufen. Die Entzauberung einer Weltreligion durch die wissenschaftliche Forschung
von Heinz-Werner Kubitza
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bestes “Jesusbuch“, 14. September 2014
Zu den historisch bekannten Personen der menschlichen Weltgeschichte, die am meisten überschätzt wurden und werden, gehören mit Sicherheit die Religionsstifter. Deren Auftreten als eine Offenbarung Gottes darzustellen ist mit Sicherheit eine so aberwitzige Überhöhung, dass die Bezeichnung als Wahn absolut gerechtfertigt ist. Dagegen liefert Heinz-Werner Kubitza in seinem Buch eine wirkungsvolle Entzauberung des angeblichen Gottessohnes, indem er kenntnisreich und überzeugend den historischen Prozess der immer weitergehenden Vergöttlichung nach seiner Kreuzigung und angeblichen Auferstehung aufzeigt. Gleichzeitig verweist er aber auch darauf, wie sehr der historische Jesus den religiösen Vorstellungen seiner Zeit verhaftet war, wie z. B. seine immer wiederkehrenden Höllendrohungen, sowie seine Beschränkung auf die jüdische Religion zeigen. Letztendlich ergibt sich, dass Jesus einer von vielen Wanderpredigern aus dem jüdischen Kulturkreis seiner Zeit war, den eine historische Entwicklung mit vielen Unwägbarkeiten und Zufällen zu einem Stifter einer neuen Religion gemacht hat, womit sich wieder zeigt, wie treffend die Aussage von Oscar Wilde war: „Was ist Religion? Einfach die Anschauung, die übrig geblieben ist“. Dass dieses Buch bei vielen Christen auf empörte Ablehnung stoßen wird, ist kaum zu bezweifeln. Wer aber bereit ist, auch den Bereich der Religion einer kritischen Überprüfung zu unterziehen, wird mit der Lektüre mehr Informationen sowohl zur historischen Person Jesu als auch zu dem Prozess seiner Vergöttlichung erhalten, die er sonst in keinem anderen aus der unzähligen Flut der schwülstigen Jesusbücher ( z. B. auch von Ratzinger ) finden wird.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 18, 2015 11:23 AM CET


Wir sind nicht nur von dieser Welt. Naturwissenschaft, Religion und die Zukunft des Menschen
Wir sind nicht nur von dieser Welt. Naturwissenschaft, Religion und die Zukunft des Menschen
von Hoimar von Ditfurth
  Gebundene Ausgabe

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Didaktisch gut, aber am Ende widersprüchlich, 10. September 2014
Nachdem sich Hoimar von Ditfurth in seiner Tätigkeit als Wissenschaftsjournalist sich zunächst mit der breiten Vermittlung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse befasst hatte, wandte sich er später auch Fragestellungen aus dem Verhältnis Naturwissenschaft und Religion bzw. Philosophie zu. Das Buch “Wir sind nicht nur von dieser Welt“ vermittelt sicherlich am besten seine dazu entwickelte Position.
Hoimar von Ditfurth beginnt zunächst mit der Darstellung der naturwissenschaftlichen Evolutionstheorie, die hier die Evolution des ganzen Universums umfasst und nicht nur die biologische Evolution auf der Erde. Im folgenden Teil befasst er sich mit einer Folgerung aus der naturwissenschaftlichen Evolutionstheorie, der evolutionären Erkenntnistheorie, und erläutert deren These, dass sich die menschlichen Erkenntnisstrukturen, wie z. B. das Kausalitätsprinzip, im Laufe der Evolution durch fortwährende Anpassung entwickelt haben, und damit zumindest partiell einen Ausschnitt aus der objektiven Welt liefert, der z. B. für niedrige Lebensformen noch jenseits ihrer Erkenntnismöglichkeiten liegt. Alles ist didaktisch sehr gut dargestellt und ist zweifellos hervorragender Wissenschaftsjournalismus.
In dritten und letzten Abschnitt des Buches betritt Hoimar von Ditfurth aber eindeutig den metaphysischen Bereich. Hoimar von Ditfurth vertritt die dualistische Position im Verhältnis Geist und Materie, bietet aber keine Erklärung, wie diese Auffassung mit den in den ersten beiden Kapiteln behandelten Theorien in Einklang gebracht werden könnte. Nach den ersten beiden Kapiteln stellt sich der Evolutionsprozess so dar, dass sich in deren Verlauf Lebensformen mit immer weiter ausdifferenzierten Gestalten und komplexeren Nervensystemen bzw. Gehirnen entwickelt haben. Zur Stützung der dualistischen Auffassung von Geist und Materie stellt Hoimar von Ditfurth dann aber die These auf, dass die Betrachtung der Naturvorgänge impliziert, dass es Verstand bzw. Geist ohne Gehirn gibt, wie sie sich z. B. in der Steuerung komplexer Körperfunktionen zeigt, das aber erscheint sonderbar, denn die scheinbare Intelligenz hat sich gerade nicht durch intelligente Planung, sondern durch einen Prozess aus Zufall im Zusammenwirken mit Naturgesetzen entwickelt, wie Hoimar von Ditfurth in den ersten beiden Kapiteln des Buches überzeugend dargelegt hat. Eine andere wichtige Frage im Verhältnis Naturwissenschaften und Religion wird Buch nicht behandelt. Für religiöse Menschen gehört nicht nur die Vorstellung einer jenseitigen Welt zur Religion, sondern, dass auch ethische Regeln einen göttlichen, jenseitigen Ursprung haben. Nach der Evolutionstheorie und deren neuen Zweig der Soziobiologie sind ethische Regeln aber entstanden, weil sie sich im Laufe der Zeit für das Fortbestehen der menschlichen Gesellschaft als am besten geeignet erwiesen haben. Auch Hoimar von Ditfurth hat in anderen Veröffentlichungen diese evolutionstheoretische Sicht der Ethik vertreten. Hier scheint die Möglichkeit einer Harmonisierung sehr fraglich.


Jesus, UFOs,  Aliens: Außerirdische Intelligenz als Herausforderung für den christlichen Glauben
Jesus, UFOs, Aliens: Außerirdische Intelligenz als Herausforderung für den christlichen Glauben
von Armin Kreiner
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Religion und die Außerirdischen, 2. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Unter dem etwas schrägen Titel „Jesus, Ufos, Aliens“ verbirgt sich ein seriöses Buch aus dem bisher wenig bekannten Bereich der Exotheologie. Da die Existenz außerirdischer Intelligenz nicht ausgeschlossen werden kann und es durch Fortschritte der Astronomie potenziell auch möglich ist, dass sie von den Erdbewohnern entdeckt werden, gibt es gute Gründe, sich mit den Konsequenzen für die Religion auseinander zu setzen. Allerdings muss man als Leser zunächst Geduld aufbringen, denn zum eigentlich interessanten Teil des Buches gelangt man erst, wenn man die über 100 Seiten des ersten Teils überwunden hat. Dieser befasst sich mit den Möglichkeiten der Existenz außerirdischen Lebens, neben seriösen historischen Betrachtungen und der Behandlung astrobiologischer Fragen geht er aber auch ausführlich auf obskure Berichte über Ufos, angebliche Begegnungen mit Aliens etc. ein, die man stattdessen kurz als offenkundigen Unsinn abhandeln könnte.
Dafür liefert aber der zweite Teil des Buches höchst interessante Denkanstöße, welche Implikationen sich aus der Existenz Außerirdischer für die Theologie bzw. Religion ergeben würde, man denke hier z. B. welche Konsequenzen hätte es für die christliche Auffassung der irdischen Weltgeschichte als einmalige, universale Heilsgeschichte mit dem Auftreten Jesu Christi als Erlösungsereignis für den gesamten Kosmos. Weitere rein spekulative, aber trotzdem sehr spannende Fragen dieses Teils sind, wie sich ein Kontakt mit Außerirdischen auf der Erde allgemein auf die irdischen Religionen auswirken würde, oder auch, ob Außerirdische wie auf der Erde auch eine Religion entwickelt hätten.
Der Autor enthält sich dabei einer Stellungnahme, sondern stellt die neuen Problemstellungen und bisher diskutierten Lösungsmöglichkeiten aus dem Bereich der Exotheologie vor, dieses tut er ohne jede ideologische Scheuklappen, deshalb ist es ein absolut lesenswertes Buch.


Was ist Recht?: Grundfragen der Rechtsphilosophie (Beck'sche Reihe)
Was ist Recht?: Grundfragen der Rechtsphilosophie (Beck'sche Reihe)
von Norbert Hoerster
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervoragende Einführung, 16. Februar 2014
Wie in allen seinen Büchern, so nimmt Norbert Hörster auch hier prägnant und allgemeinverständlich Stellung. Norbert Hörster vertritt den Rechtspositivismus, dessen Grundthesen in den ersten sechs Kapiteln des Buches klar und deutlich dargestellt werden.
Kurz zusammengefasst kann der Inhalt der ersten sechs Kapitel so beschrieben werden:
Eine Norm ( im Sinne einer Verhaltensaufforderung zu verstehen ) ist eine Rechtsnorm, wenn sie staatlichen Ursprung ist und mit physischen Zwangsakten verbunden ist, sei es, dass die Befolgung zwangsweise durchgesetzt wird oder die Nichtbefolgung unter Strafe gestellt wird. Das Fundament einer Rechtsordnung ist die freiwillige Akzeptanz zumindest einer großen Mehrheit der wichtigsten Entscheidungsträger eines Staates, die durch ihre in der Regel nicht auf Zwang beruhenden Entscheidungen und Handlungen die Rechtsnormen auch durchsetzen, und ihnen somit erst soziale Wirksamkeit verleihen.
Das Recht erweist sich nach dieser Definition als ein soziales Phänomen, der konkrete Inhalt der Rechtsnormen ist hierbei ohne Bedeutung. Natürlich zieht eine solche inhaltliche neutrale Rechtsdefinition die entschiedene Kritik von Vertretern auf sich, die eine naturrechtliche oder religiöse Grundlage des Rechts annehmen.
Auf die Kritikpunkte am Rechtspositivismus wird im Buch in zwei gesonderten Kapiteln eingegangen. Das wichtigste Argument gegen eine fixe naturrechtliche Rechtsgrundlage ist und bleibt natürlich die historische Erfahrung. Im Laufe der Geschichte haben sich die Auffassungen über die angeblich vorgegebenen religiösen oder naturrechtlichen Bedingungen des Rechts vielfach gewandelt. Wie schnell und krass sich die von Rechtswissenschaftlern vertretenen angeblich vorpositive Rechtsgrundlagen verändern können, wird an zahlreichen Ausführungen deutscher Juristen während des 20. Jahrhundert deutlich ( konkretes Bsp. im Buch: der Zivilrechtler Karl Larenz, der während des „Dritten Reiches" als vorgegebene Bedingung für das Recht die Formel „Blut muss Geist und Geist muss Blut werden" formulierte, die er nach 1945 sicherlich nie mehr vertreten hatte, gleichwohl er unverändert dem Naturrechtsdenken verhaftet blieb und den Rechtspositivismus weiterhin entschieden ablehnte)
Inhalt der weiteren, knapper gehaltenen Kapitel sind allgemeine ethische Anforderungen an das Recht und die Gründe für den Rechtsgehorsam, sowie eher konkretere Fragen, wie die Begründung der Strafe und die Rechtsfindung im Einzelfall.
Insgesamt ist zu sagen: Wer eine klare, sachliche und fundierte Einführung in das Wesen des Rechts und seine sozialen Funktionen haben möchte, dem ist mit diesem Buch bestens gedient, auch wenn man die rechtspositivistische Grundposition dieses Autors nicht teilt.


Evolution und Schöpfung in neuer Sicht
Evolution und Schöpfung in neuer Sicht
von Hans Kessler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Keine neue Sicht, 3. November 2013
Mit diesem Buch will Hans Kessler für den seit der Entwicklung der Evolutionstheorie bestehenden Gegensatz zwischen Naturwissenschaft und Religion eine neue Sicht entwickeln. In den ersten beiden einleitenden Kapiteln grenzt sich er sich zunächst von der Idee des Intelligent Design ab, und befasst sich im zweiten Kapitel mit den biblischen Schöpfungstexte und wie sie wirklich" zu verstehen seien. Nach seiner Ansicht ergibt sich, dass sie weder anti-evolutionär noch anti-wissenschaftlich sind. Hiermit scheint Kessler dem Argument vorbeugen zu wollen, dass die Evolutionstheorie den biblischen Schöpfungsberichten widerspricht, was meiner Meinung nach zweifellos der Fall ist, auch wenn Theologen, wie auch Kessler in diesem Buch, durch allerlei hermeneutische und metaphorische Verrenkungen das Gegenteil darzulegen versuchen. Auch für Kessler scheint das Eingeständnis nicht möglich zu sein, dass seit der Evolutionstheorie die biblischen Texte allenfalls noch von historischem Interesse sind, so dass er überflüssigerweise diesem Themenkomplex ein ganzes Kapitel widmet, dass aber bei den meisten heutigen Lesern kaum auf großes Interesse stoßen dürfte.
In den folgenden drei Kapiteln geht es um den Kern des Problems. Kesslers Kernthese ist, dass die naturalistische Welterklärung zu kurz greift und ihre Grenzen hat, dagegen aber die christliche Religion sehr wohl weitereichende Erklärungen liefern kann. Letztendlich liefert Kessler aber keine weitergehende Erklärung sondern weicht ins Nebulöse aus, wie die folgenden im Buch vorkommenden Floskeln zeigen: Gott ist nicht erste Ursache sondern Urgrund, Urquelle, innerste Grund der Welt" oder alles durchwaltende Kraft der Welt". In Bezug auf die Evolution gibt Kessler die Begründung, die zusammengefasst durch die Formel, die Evolution ist der Weg ist, in der Gott die Welt schafft" zu charakterisieren ist. An dieser Stelle werden natürlich Religionsskeptiker, wie auch traditionell gläubige Christen völlig zu Recht eine Erklärung erwarten, warum sich Gottes Schöpfung in diesen unermesslich langen Prozess der Evolution vollzog, in dessen Verlauf es zu unzähligen Katastrophen kam, wie z. B. den immer wieder auftretenden Massenaussterben zahlloser Arten. Wie ist dieser Prozess mit der christlichen Vorstellung eines allmächtigen und allgütigen Gottes in Einklang zu bringen?
Leider erhält der Leser in diesem Buch keine Antwort auf diese schwer wiegenden Fragen, die die Evolutionstheorie für die Theologie aufgeworfen hat, Kessler bleibt auch hier in seinen Erläuterungen diffus und unbestimmt. Z. B. erwähnt er mehrfach, dass die Evolution auch ihre Eigendynamik hat und nicht alles auf Gottes Wirken zurückgeht, gleichermaßen soll Gott aber trotzdem in jedem Geschehnis der Welt präsent sein. Auch deutet er immer wieder an, dass das extrem unwahrscheinliche Fein-Tuning der Anfangsbedingungen des Universums, das erst den schmalen Korridor zur Entwicklung der Planeten, des Lebens usw. ermöglicht hat, als Hinweis auf eine fügende Hand Gottes verstanden werden kann. Aber ist das nicht auch eine smartere Form des Intelligent Design", und wäre es Gottes Hand statt dem Fein-Tuning der Anfangsbedingungen nicht auch möglich gewesen auch eine weitgehend fertig entwickelte Welt zu schaffen? Wird hiermit der Prozess der Evolution nicht noch unverständlicher?
Eine neue Sicht im Verhältnis Evolution und Schöpfung ergibt sich so natürlich nicht, Kessler scheint hier seine These nicht gefährden zu wollen, dass auch die Evolutionstheorie problemlos ohne weitere Konsequenzen mit der bisherigen christlichen Auffassung zu vereinbaren ist.
Verdienstvoll ist sicherlich seine volle Anerkennung der naturwissenschaftlichen Evolutionstheorie und die klare Absage an die kruden Thesen des Intelligent Design und des Kreationismus, deshalb als Bewertung noch zwei Sterne.


Der letzte Gottesbeweis
Der letzte Gottesbeweis
von Robert Spaemann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,95

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Maßloser Titel, 30. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Gottesbeweis (Gebundene Ausgabe)
Der Titel ist des Buches ist eine doppelte Vermessenheit. Robert Spaemann präsentiert einen neuen Gottesbeweis, der gleichzeitig der letzte, d. h. der endgültige sein soll. Aus dem Futurum exactum" bzw. Futur II soll sich also die Existenz eines absoluten oder göttlichen Bewusstseins beweisen lassen. Über den Wert dieses Beweises haben sich verschiedene Rezensenten bereits geäußert, kurz zusammengefasst kann auch ich nur einen Kommentar wiederholen: "semantische Haarspalterei", ohne Zweifel der Schwächste im Vergleich zu den historischen Gottesbeweisen. Damit entfällt auch der letzte Grund dieses Buch zu lesen, enthalten doch die historischen Gottesbeweise wenigstens z. T. interessante philosophische Gedanken, so ist in diesem Buch in dieser Hinsicht nicht Neues zu finden. Ein schwacher Trost ist der historische Exkurs durch die bisherigen Gottesbeweise, allerdings gibt es diesbezüglich wesentliche bessere Darstellungen, deshalb als Bewertung nur ein Stern.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 12, 2013 2:26 PM CET


Abschaffung der Religion?: Wissenschaftlicher Fanatismus und die Folgen (HERDER spektrum)
Abschaffung der Religion?: Wissenschaftlicher Fanatismus und die Folgen (HERDER spektrum)
von Richard Schröder
  Taschenbuch

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Berechtigte, aber einseitige Kritik, 3. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wie Richard Schröder in der Einleitung schreibt war das Werk von Richard Dawkins "Der Gotteswahn" der Auslöser für sein Buch mit dem er "nicht bekehren, sondern über die Themen des Streits informieren will" und daran erinnern möchte, "dass auch jenseits der naturwissenschaftlichen Forschung die Sorgfalt des Denkens und des Unterscheidens unerlässlich ist".
Nun ist die Kritik an den Thesen von Richard Dawkins sicher in vielen Punkten berechtigt, insbesondere seine krude Mem-Theorie zur Erklärung der kulturellen Evolution, die man mit Fug und Recht als wilde Spekulation bezeichnen kann. Demgegenüber steht allerdings seine nahezu völlig fehlende kritische Distanz zur Religion (wie bei einem Theologen auch zu erwarten war). Z. B. verweist Richard Schröder immer wieder auf die Zeit des Nationalsozialismus und des Kommunismus als angebliche zwangsläufige Folge einer Abschaffung der Religion und des wissenschaftlichen Fanatismus. Hier sei ihm ein weiterer Blick auf die Historie empfohlen, wie kann er dann erklären, dass gerade bei den westlichen Demokratien als derzeit liberalste und sozialste Gesellschaftsform, die religiöse Prägung so stark nachgelassen wie die wissenschaftliche zugenommen hat.
Trotz ihrer Bedeutung für das Thema geht Richard Schröder auf philosophisch-theologische Fragen der Evolutionstheorie nicht weiter ein, er belässt es bei dem Hinweis dass sie von Richard Dawkins maßlos überschätzt wird, indem er sie zu revolutionären Bruch in der Geschichte erklärt, der alles was zuvor gedacht wurde nahezu wertlos gemacht hat. Auch hier kann man seiner Kritik an Richard Dawkins zustimmen, aber ist nicht die christliche These, die das vage bekannte Schicksal eines Menschen namens Jesu vor 2000 Jahren zu Gottes Offenbarung für die Menschheit erklärt, eine ebenso aberwitzige Überschätzung einer Ereignisses in der Menschheitsgeschichte.
Positiv zu bewerten an dem Buch ist, dass häufig polemische und reißerische Werk von Dawkins einer berechtigten und überzeugenden Kritik unterzogen wird, allerdings wird es nur in dieser Hinsicht seiner Einleitung gerecht, endet doch auch bei Richard Schröder, wie bei vielen Theologen, die "Sorgfalt des Denkens und des Unterscheidens", sobald es um Fragen der eigenen Religion gilt.


Odysseus und die Wiesel - Eine fröhliche Einführung in die Finanzmärkte
Odysseus und die Wiesel - Eine fröhliche Einführung in die Finanzmärkte
von Georg von Wallwitz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 20,00

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fröhlich und klug, 21. Januar 2012
ODYSSEUS UND DIE WIESEL ist kein theoretisches Fachbuch, aber auch kein praktischer Ratgeber, sondern ein geistreiches Essay über Finanzmärkte eines studierten Mathematikers und Philosophen, der als Fondsmanager aber auch über praktische Erfahrung verfügt.
Neben einem kurzen Abriss über die historische Entwicklung der Finanzmärkte seit der Entstehung in den Niederlanden im 17. Jahrhundert und knapper Skizzierung der gängigen Wirtschaftstheorien besteht der Hauptteil des Buches in der Beschreibung der an den Finanzmärkten tätigen Personen und deren Verhaltens, woraus sich auch der Titel des Buches herleitet. Kurz zusammengefasst heißt dass:
Für einen erfolgreichen Finanzakteur wären die Eigenschaften ideal, die auch den griechischen Sagenhelden auszeichnen, wie Klugheit, Zielstrebigkeit oder Vielerfahrenheit. Dem entgegengesetzt kann man aber in der Realität die meisten Akteure an den Finanzmärkten treffend mit Wieseln vergleichen, so wie diese als Raubtiere einfach zu klein sind, um große Beute zu machen, fehlt es den meisten an Kenntnissen und auch an den persönlichen Eigenschaften, um an der Börse einen großen Gewinn zu erzielen. Zu den vielen kleinen Wieseln gehören z. B. Fondsmanager angeblich aktiver Fonds, die aber in der Regel mangels besseren Wissen passiv am Vergleichsindex kleben, Analysten, deren Berichte keiner liest und deren eigentliche Funktion die des Sündenbockes ist, sollte sich eine Investition im Nachhinein als Fehler herausgestellt haben, Broker, die durch mehr oder weniger appetitliche Spielchen mit den Vorlieben der Händler und Fondsmanager, diese dazu bewegen wollen, die Transaktionen über ihr Bankhaus durchzuführen. Alles immer wieder illustriert durch kuriose bis zu teilweise haarsträubende, aber immer reale einzelne Fallgeschichten.
Am Ende des Buches zieht der Autor ein Fazit:
Die Börsen und Finanzmärkte sind nicht per se schlecht, vermutlich im Vergleich mit vielen anderen stärker reglementierten Bereichen immer noch das bessere System, durch den relativ offenen Zugang und die Möglichkeit des schnellen Auf- und Abstieges kann man ihnen sogar ein "demokratisches" Element zuschreiben. Nur ist theoretischen Wissen für den Erfolg an den Börsen allein nicht ausreichend, es ist eben auch viel Erfahrung und Intuition notwendig, denn die die größten Gewinnchancen ergeben sich gerade dann, wenn sich die Finanzmärkte gerade entgegen aller Theorie in eine eher irrationale Richtung entwickeln.
Als Leser dieses Buches erhält man auf jeden Fall ein besseres Verständnis für die Finanzmärkte, darüber hinaus ist es höchst vergnüglich zu lesen, in jeder Hinsicht eine Top-Empfehlung.


Verbrechen: Stories
Verbrechen: Stories
von Ferdinand von Schirach
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Völlig überbewertet, 19. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Verbrechen: Stories (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch nur gelesen, weil ich es als Geschenk erhalten habe. Trotz des Medienhypes um den Autor hatte ich selbst nie die Absicht eines seiner Werke kaufen, die Lektüre hat man ehemaliges Vorurteil bestätigt. Die literarische Qualität dieses Autors wird maßlos überschätzt.
Das Buch besteht aus einzelnen Geschichten, geschrieben im Stil von Zeitschriftenreportagen, durchaus unterhaltsam und die geschilderten Fälle sind nicht uninteressant, aber vor dem Kauf sollte man sich bewusst sein, dass eine einmalige Lektüre völlig ausreichend ist.
Der Erfolg dieses Buches beruht meiner Meinung nach auf der vermeintlichen Authentizität der geschilderten Ereignisse, die aber mit Sicherheit aus verschiedenen Fällen zusammengesetzt sind (nach meiner Vermutung nicht nur Fälle dieses Autors) und reichlich dramatisiert wurden. Auch die unheilvolle Geschichte seines Familiennamens hat mit großer Wahrscheinlichkeit den Verkauf gefördert.
Nun haben die Verkaufszahlen und die Lobeshymnen den Autor offenbar bewogen ein weiteres Werk ähnlicher Machart zu veröffentlichen, ich aber glaube, dass er sich bald zur Befriedigung seiner zweifellos stark ausgeprägten Eitelkeit ein anderes Gebiet als die Literatur suchen muss, denn als Schriftsteller wird er schnell wieder vergessen werden.


Der Anfang aller Dinge: Naturwissenschaft und Religion
Der Anfang aller Dinge: Naturwissenschaft und Religion
von Hans Küng
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

10 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nichts Neues zum Thema, 22. November 2010
Das Buch ist von Hans Küng in fünf Kapitel gegliedert, die sich zunächst mit verschiedenen naturwissenschaftlichen Theorien befassen, im Einzelnen sind das die folgenden Bereiche:
* Die Suche nach einer vereinheitlichten Theorie für alles
* Die Urknall-Theorie
* Die Evolutionstheorie
* Der Ursprung des Lebens
* Die Stammesgeschichte des Menschen
In den einzelnen Kapiteln werden zunächst die verschiedenen naturwissenschaftlichen Fragen kurz erläutert, gegen Ende der Kapitel unternimmt Hans Küng den Versuch einer theologischen Deutung mit der Ziel einer Überwindung der Gegensätze zwischen Naturwissenschaft und Religion.
Es gibt bei diesem Buch zwei Parallelen zu seinem bekannten Buch "Existiert Gott".
Zum Einem sind auch hier die Abschnitte, die sich nicht mit Theologie befassen, das Beste in diesem Buch, durch seine Darstellungen der naturwissenschaftlichen Fragen erhält man erhält einen kurzen allgemein verständlichen Einblick in die Aussagen der oben erwähnten Theorien.
Andererseits verwendet Küng wieder einen Gottesbegriff, der aus seinen wohlbekannten inhaltlosen rhetorischen Floskeln besteht, womit er sich jeder ernsthaften Auseinandersetzung mit den durch die Naturwissenschaften aufgeworfenen Fragen entzieht.
Um einen Eindruck davon zu gewinnen, seien hier Beispiele wiedergegeben:
Häufig werden Gott von Küng gleichzeitig widersprüchliche Eigenschaften zugeschrieben wie " Gott ist zugleich weltimmanent und welttranszendent" oder " Gott ist das Unendliche im Endlichen, das Absolute im Relativen, Gott ist der weltzugewandte-weltabgewandte Lenker der Welt"
In absurden Gegensatz dazu besteht ein eine anderes Verfahren von Küng in der Negation jeglicher möglichen Eigenschaften Gottes wie z.B. in der folgenden Aussage: " Gott ist weder innerirdisch, überirdisch noch außerirdisch" (aber aus dieser totalen Verneinung ergibt sich laut Küng aber wieder eine "Synthese", die in der Formulierung "Gott ist in diesem Universum und dieses Universum ist Gott" besteht, hiermit haben wir es wieder mal mit "Dialektik" zu tun )
Ein Gottesbegriff, mit dem man jede mögliche Eigenschaft verbinden kann, oder der andererseits aber durch keine Eigenschaft voll zu charakterisieren ist, hat natürlich durch seine völlige Beliebigkeit den Vorteil, dass er mit jeder nur möglichen neuen naturwissenschaftlichen Erkenntnis problemlos zu vereinbaren ist.
Weil man das Buch auch als erste Informationsquelle über den Inhalt wichtiger naturwissenschaftlicher Theorien verwenden kann, gibt es als Bewertung zwei Punkte, zum Verhältnis von Religion und Naturwissenschaften liefert es aber keine neuen Erkenntnisse, in dieser Hinsicht ist es ein vollkommen überflüssiges Buch.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 17, 2014 2:35 AM MEST


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