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Ophely "Soap"

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Artpop
Artpop
Preis: EUR 5,98

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Reizlos, 20. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Artpop (Audio CD)
Bevor ich über das Album schreibe, eine kleine simple Frage... Wie viel komponiert Gaga denn wirklich selbst? Irgendwo und irgendwie war sie bestimmt am Prozess beteiligt, aber ich frage mich wie groß ihr Input tatsächlich ist, wenn bei den Songcredits ungefähr 20 verschiedene Namen aufgelistet sind... Schaut man aber auf andere Singer/Songwriter, wie z.B. Tori Amos, findet man nur ihren Namen, sonst keinen anderen. Und wieso muss man jedes Mal groß betonen, dass Gaga selbst an ihren Songs (mit)arbeitet? Ist zwar in der Radiopopwelt nicht immer selbstverständlich, ist aber auch kein ultimativer Beweis ihrer in den Himmel gelobten Kreativität...

Ach ja, zum Album... Ich fand es weder hörenswert noch "ART". Eigentlich eher bisschen peinlich und unangenehm, so ungefähr wenn man die Schwiegermutter in der Dusche singen hört. Klingt für mich nach überproduzierter, zu angestrengter Popmusik, nicht mehr oder weniger. Wenn ich "ART" will, höre ich Zappa, Captain Beefheart oder The Residents, und wenn ich gut geschriebenen, intelligenten "POP" will, dann Pulp, Bowie, The Cardigans oder auch Florence & The Machine. Gaga versucht zu sehr etwas zu sein was sie nicht ist, und das Resultat ist verworren und uninteressant. Dabei hat sie in der Vergangenheit zumindest paar eingängige Hymnen veröffentlicht.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 1, 2014 7:48 AM MEST


Lindt Hello Strawberry Cheesecake
Lindt Hello Strawberry Cheesecake
Wird angeboten von XclusiV
Preis: EUR 4,38

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Cheesecake? LOCKERE Quarkcreme?, 9. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Lindt Hello Strawberry Cheesecake (Misc.)
Die Schokolade, die die angebliche Quarkcreme unhüllt, ist nicht so zart schmelzend wie ich es sonst von dieser Qualitätsmarke kenne. Noch schlimmer: Der versprochene Geschmack nach Käsekuchen wird 100% NICHT eingehalten. Die Füllung ist nichts weiter als eine harte, zuckrige, Masse, die in keinster Weise an Käsekuchen erinnert - nicht einmal entfernt! Die fruchtige Komponente, die "Erdbeeren", besteht aus winzigen, knusprigen, chemisch eingefärbten Stückchen, die der weißen, ziemlich geschmackfreien Masse beigemischt wurden.

Fazit:
- die Werbung vermittelt ein komplett falsches Bild des Produktes - keine Creme, der Erdbeergeschmack ist chemisch
- viel zu hoher Preis
- von Lindt bin ich deutlich Besseres gewohnt
- die deutlich günstigere Diskounter-Erdbeerschokolade kann locker mithalten


Der Hobbit - Eine unerwartete Reise [Blu-ray 3D + Blu-ray]
Der Hobbit - Eine unerwartete Reise [Blu-ray 3D + Blu-ray]
DVD ~ Cate Blanchett
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 59,88

34 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mittelerde-Feeling nicht vorhanden, 21. Dezember 2012
Ich war relativ jung als die Herr der Ringe-Filme ins Kino kamen, aber trotz der Komplexität der Geschichte und paar weniger kinderfreundlichen Kriegs- und Kampfszenen, traf mich jeder Film der Trilogie mitten ins Herz; und auch heute zähle ich sie zu meinen absoluten Lieblingsfilmen, und habe bisher nichts annähernd (!!!) Vergleichbares gesehen.
Deshalb war ich selbstverständlich aufgeregt als ich mich mit einer Riesenflasche Cola und einer gut befüllten Tüte Süßigkeiten auf den Kinosessel niederließ - leider verließ ich den Kinosaal tief enttäuscht.
Wieso? Hier die Gründe:

1.) KEIN Mittelerde-Feeling.
Ich hatte gehofft, dass der Film mein quälendes "Heimweh" nach Mittelerde lindern könnte. Stattdessen fühlte ich mich so, als würde ich einen x-beliebigen Fantasyfilm ansehen. Vom Charme, von der Magie von "Herr der Ringe" habe ich nichts gespürt. Mir ist klar, dass man den "Hobbit" als eine eigene Filmreihe betrachten und bewerten sollte, aber es bleibt nichts als eine bittere Enttäuschung wenn man weiß, dass Peter Jackson es deutlich besser kann.

2.) Szenen wie aus einem Computerspiel.
Schön und gut, die Technologie hat sich seit "Herr der Ringe" permanent mit riesigen Schritten entwickelt und verbessert. Aber viele Szenen aus dem Film wirkten für mich wie Stellen aus einem Fantasy-Computerspiel. Den bleichen Ork zum Beispiel, fand ich in keinem Moment irgendwie bedrohlich oder furchterregend, obwohl er perfekt animiert wurde - eher mehr unfreiwillig komisch. Und von der geschmacklosen und maßlos übertriebenen Trollszene will ich nicht mal reden.

3.) Sehr unpersönliche Figuren.
Wenn man schon einen einzigen, nicht mal so langen Roman auf drei epische, überlange Filme auswälzt, sollte man sich doch Zeit nehmen, die handelnden Figuren dem Zuschauer näher vorzustellen. Ihnen eine eigene Persönlichkeit einhauchen, sympathischer und plastischer gestalten. Während des Filmes waren sie für mich keine Gruppe von Individuen mit eigener Geschichte, Vorlieben, Talenten, Fehlern und Charakterzügen, sondern nur ein unpersönliches "Zwergenpack", mit dem ich mich in keinster Weise irgendwie verbunden fühlte oder identifizieren konnte.
Bei "Herr der Ringe" habe ich dagegen mit jedem der Gefährten mitgefiebert, mitgelitten, mitgefreut, jeden so richtig ins Herz geschlossen.

Fazit: Ich bleibe lieber bei der Buchvorlage, die ich zwei Mal gelesen habe, und gönne mir eine weitere Runde "Herr der Ringe", um die Enttäuschung über den "Hobbit" zu vergessen.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 9, 2013 6:48 PM CET


Darklands
Darklands
Preis: EUR 10,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen With barbed wire kisses and her love..., 2. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Darklands (Audio CD)
Wenn die schmutzige Schneekruste taut, die Sonnenstrahlen wieder die Haut wärmen, und die Bäume ihre Kronen mit den ersten Blüten schmücken, dann ist Zeit für "Darklands". So melancholisch, melodisch und poetisch, man möchte gar nicht aufhören, die Lieder zu hören. Mit "Happy When It Rains" und "April Skies" sind zwei der absoluten Klassiker der Band und der Alternativ-Szene der 80er Jahre vertreten, aber auch der Rest verdient es, entdeckt zu werden. Pop-Perlen für die Ewigkeit.

Anspieltipps: Happy When It Rains, Down On Me, Nine Million Rainy Days, April Skies, Cherry Came Too


In die Wildnis. Allein nach Alaska
In die Wildnis. Allein nach Alaska
von Jon Krakauer
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Rest in Peace, Chris, 25. September 2010
Jemand, der von der rauen Schönheit Alaskas fasziniert ist wie ich, kommt an dieses Buch nicht vorbei.
Die Geschichte dieses ungewöhnlich intelligenten, belesenen und liebenswürdigen jungen Mannes, der wegen kleinen Anfängerfehlern ohne einer Chance oder einem Gefährten in der gnadenlose Kälte Alaskas verhungert ist, und auch die Verbreitung vieler Unwahrheiten und die daraus folgenden harten Kritik nach seinem Tod, hat mich aufgewühlt.

Zutiefst angewidert vom Reichtum seiner Familie und den Lügenkonstrukten der Gesellschaft und angetrieben von einer zu unserer Zeit ungewöhnlich fiebrigen Abenteuerlust machte er sich ohne Bargeld und unter einem falschen Namen auf eine beschwerliche und gefährliche Reise quer durch Amerika, unter deren harten Bedingungen er körperlich litt aber gleichzeitig seelisch gänzlich aufblühte. Dann kam das große Alaska-Abenteuer - welches er zu seinem letzten erkoren hatte und anfangs hervorragend lief und von welchem er beinahe erfolgreich zurückgekehrt wäre - wäre er bloß nicht in die eine heimtückige Falle der launischen Natur geraten.
Diese Odysee, wie Chris es nannte, sollte ein einsames, grausames Ende nehmen.

Das Bemerkenswerteste ist wohl, dass er seine gewagte Reise nicht einmal bereute, als er bis auf die letzte Faser erschöpft gegen den Hungertod kämpfte. Denn als er spürte, dass er nicht gerettet werden würde, verabschiedete er sich mit einem selbstgeschossenen Foto, auf dem er dem Betrachter friedlich zulächelt und mit einer Nachricht, in der er sich für sein glückliches Leben bedankt.

Krakauers Erzählungen über andere Abenteuer (unter anderem von Waterman, Ruess und auch seine eigenen), die sich über ca. vier Kapiteln erstrecken, wurden mehrfach kritisiert, aber ich habe auch die mit viel Interesse gelesen.

Dennoch gab es etwas, das mich klein wenig störte: McCandless' Reise wurde nicht chronologisch sondern fast schon in einem Durcheinander erzählt. Trotzdem gibt es keinen Punktabzug, weil mich schon lange kein Buch derart berührte. Ich werde an Joni Mitchells "Rainy night house" erinnert:

"So you packed your tent and went to live out in the Arizona sand
You are a refugee from a wealthy family
You gave up all the golden factories
To see who in the world you might be"


4:13 Dream
4:13 Dream
Preis: EUR 10,98

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Und Robert enttäuscht wieder, 5. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: 4:13 Dream (Audio CD)
... und hoffentlich zum letzten Mal. Mit einer knackigen, sauberen Produktion hätten sich vielleicht die teilweise sogar gelungenen Melodienideen (wie zum Beispiel "Sleep when I'm dead") herauskristallisieren und das Album retten können, aber so verschmelzen sich die Songs zu einer eher ungelungenen, undefinierbaren Masse.
Roberts Stimme ist mit ihm merklich seit dem (wunderschönen und dem letzten hörenswerten The Cure-Album) "Bloodflowers" (2000) gealtert; die weichen, glatten, jugendlichen Elemente seines Gesangs sind aber seit "The Cure" (2004) beinahe vollständig verglüht und an deren Stelle hat sich eine bereits vorhandene Kratzigkeit zum charakteristischsten Merkmal seines Gesangstils etabliert.
Man könnte auch sagen, dass das Nervpotenzial dramatisch gestiegen ist.
Beim neuesten Werk der legendären Post-Punk/Popband aus Crawley sind Einfallslosigkeit, Monotonie und Melodiearmut die vorherrschenden Eigenschaften plus die nervenaufreibende Stimmenbakrobatik Roberts (wie ein Rezensent treffend bemerkt hat), die das Hörerlebnis noch zusätzlich erschwert.
Herausgekommen ist ein Album, das ich einfach nicht gerne anhöre.


Scarlet's Walk
Scarlet's Walk
Preis: EUR 7,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Delikater Artistic Pop zum Träumen, 9. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Scarlet's Walk (Audio CD)
Tori Amos konnte ich erst vor einigen Monaten für mich gewinnen. Meine erste Platte von dieser Künstlerin (die man tatsächlich noch so bezeichnen kann) war "The beekeeper". Ich war so begeistert, dass ich gleich am folgenden Tag mir zwei weitere CDs erwarb: "From the choirgirl hotel" und eben "Scarlet's walk".

Dieses Album klingt mehr nach Mainstream als man von Tori gewohnt ist, wenn man es mit früheren, zäheren Werken wie "Little earthquakes" oder "Boys for Pele" vergleicht. Es mag vielleicht an der makellosen Produktion liegen, aber diese unglaubliche Kompositionen und Melodien, die einen entzückt aufhören lassen! Beim ersten Hören musste ich mit einer kleinen Enttäuschung kämpfen. Denn die 18 (!) Stücke sind wie oben bereits erwähnt etwas mehr mainstream-angehaucht, aber flutschen noch lange nicht so buttrig in die Gehörgänge wie der Nachfolger "The beekeeper", sodass sich die meisten Songs Anfangs sehr ähnlich anhören. Die Länge (Tori geizt nicht mit Songs, dafür gibt es neben den wohlverdienten fünf Sternen noch einen dicken Pluspunkt) macht es einem auch nicht unbedingt leichter. Aber beim dritten oder vierten Versuch, als ich schon mitsummen und hier und da mitsingen konnte, war ich wie verzaubert. Ich kann einige negative Rezensionen nicht nachvollziehen. Wie viele Alben mit 18 Liedern und keinem Schwachpunkt gibt es noch am Musikmarkt zu kaufen? Der einzige entbehrliche Track meiner bescheidenen Meinung wäre vielleicht "Virginia", obwohl es Leute gibt, die ihn als ihren Liebling nennen.

Meine absolute Favoriten:

Amber waves
A sorta fairytale
Your cloud
I can't see New York
Mrs. Jesus
Scarlet's walk
Gold dust


The Downward Spiral
The Downward Spiral
Preis: EUR 5,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der wichtigsten und besten Alben der 90er, 9. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: The Downward Spiral (Audio CD)
Das hier ist Trents zweitbestes Album direkt nach dem epischen Meisterwerk (diese Bezeichnung ist mittlerweise leer gelutscht, doch treffender ließe es sich kaum beschreiben) "The fragile". (1999) Während Trent auf seinem 1989 erschienenen Debütalbum "Pretty hate machine" seinen Hass gegen die Welt und die Menschheit sprühend vor jugendlicher Energie und auch Naivität musikalisch vertont, richtet sich nun dieser Hass vorallem gegen sich selbst. Die Abwärtsspirale trägt den Hörer an einen dunklen und unerforschten Ort. Zuerst mag man sich dort nicht wohlfühlen; manche mögen auch Angst und Abscheu zugleich in sich regen spüren. Doch legt sich erstmal der erste Schock, bemerkt der Hörer all die wundersamen Schätze, die man finden kann, wenn man die Augen (oder in diesem Fall Ohren) offen hält. Und bei seiner Suche nicht aufgibt.

Trent weiß gekonnt wahre Brutalität und Schmerz in seine Musik einzubinden, ohne dass es jemals gespielt-dramatisch wirkt. Die Thrash Metal-Bands, die die lautesten Gitarren und die lautesten Brüller haben, mögen einem direkt in den Magen prügeln, aber Trent trifft mit diesem Werk den empfindlichsten Nerv der gequälten, menschlichen Seele. Schade, dass heutzutage solche qualitativ hochwertige, ehrliche Musik rar geworden ist. "The downward spiral" wird oft der Industrial-Schublade zugewiesen, aber es ist ein eigenes Genre. Auf jeden Fall fernab des Mainstreams und absolute Geschmacksache, aber über die Brillianz und das unglaubliche Talents des Mannes lässt sich nicht streiten. Wer anderes behauptet, hat sowieso keine Ahnung. ;)

Anspieltipps (Obwohl man das Album AM STÜCK genießen sollte):

March of the pigs (Trocken, brutal)
Closer (Sexy, melodiös)
Ruiner (Melodiöser Lärm, genial!)
The becoming (Verstörend, weniger eingängig)
A warm place (Warm, sehnsüchtig)
Reptile (Erotisch, sehr langsam)
Hurt (berührend, aufwühlend, depressiv)


The Fragile
The Fragile
Preis: EUR 6,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erdrückend schwer und doch so zerbrechlich wie dünnes Glas, 13. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: The Fragile (Audio CD)
Ich hatte Angst davor, diese Rezension zu schreiben, da ich gefürchtet habe, nicht alle Eindrücke hineinarbeiten zu können.

Die besten auf "Left":

1. Somewhat damaged
2. The day the world went away
3. The frail
4. The wretched
5. We're in this together
6. The fragile
7. Just like you imagined
9. No, you don't
11. The great below

Die besten auf "Right":

13. Into the void
14. Where is everybody?
16. Please
17. Starfuckers, Inc.
19. I'm looking forward to joining you, finally
20. The big come down
21. Pilgrimage

Von Fans und von Kritikern gleichermaßen hochgelobt, genießt das Doppelalbum "The fragile" einen unbestreitbar guten Ruf unter Musikkennern, und das völlig berechtigt. Es gilt sogar als das Beste, was der "Anti-Bon Jovi", Trent Reznor jemals produziert hat, aber darüber kann man sich streiten. Auf jeden Fall ist es mein persönliches Lieblingsalbum überhaupt.

Die Reise in die verstörende, tiefschwarze Gedankenwelt des Masterminds beginnt mit dem düsteren "Somewhat damaged". Bestimmt keine leichte Kost, aber wer sowas sucht, ist mit diesem Album sowieso falsch. Der Track kracht und kreischt wütend um die Ohren, dass man bald nicht mehr weiß wo oben und wo unten ist. Vielen wird er wie ein unverdaulicher Klumpen im Magen liegen, aber für mich eines der vielen Highlights.
"The day the world went away", kommt mit einem schweren, melancholischen Melodie daher und zieht den Hörer tiefer in die Abwärtsspirale. Allerdings braucht man so einige Anläufe, bis man Gefallen daran findet.
"The frail", ein reines Instrumentalstück mit zerbrechlich klingenden Klaviertönen, die sanft um die Ohren schmeicheln, ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Der disharmonische "The wretched", bestimmt einer der schwierigeren Songs auf dem Album, weiß mit einem powervollen Refrain zu überzeugen. "We're in this together" ist das Sahnehäubchen auf dem "The fragile"-Kuchen. Kraftvoll wie hundert prügelnde Fäuste aber gleichzeitig schmerzlindernd wie Balsam auf einer blutenden Wunde. Erst nach mehrmaligen gescheiterten Versuchen, mich NIN näher zubringen, hat dieser Song es letztendlich geschafft.
"Just like you imagined", ein weiteres Instrumentalstück und der Soundtrack aus dem Film "300", ist aufgrund der beeindruckenden und epischen Klängen perfekt zur Unterstreichung einer Kampfszene. In "No, you don't" wird wieder kräftig gerockt und geht im Vergleich mit dem Rest leichter ins Ohr.
"The great below" drückt eine schmerzhafte, beinahe greifbare Sehnsucht aus, wie ich bisher in keinem anderen Song erleben durfte. Nur in diesem einen Stück Musik steckt so viel atmosphärische Dichte und Schönheit, die für manch anderen Künstler für zwei Alben reichen dürfte.
Die Reise geht weiter auf der zweiten CD, "Right" betitelt. In "Where is everybody?" wird sogar Gebrauch von Hip Hop-Elementen gemacht, was für eine willkommene Abwechslung sorgt.
"The mark has been made" ähnelt "Just like you imagined" und steht dem in nichts nach. In "Starfuckers, Inc." zeigt der Großmeister seine zynische Seite und zeigt dem Celebrity-Wahn (und sich) den vertonten Mittelfinger. Roh, trocken und 100% NIN. Passt allerdings nicht in das Konzept, aber war eben zu großartig, um als unbeachtete B-Side zu enden. Den Song "I'm looking forward to joining you, finally" widmet Trent seiner verstorbenen Großmutter, bei der er aufwuchs. Verspielte Töne vermischen sich mit einem grandiosen Songtext, schwermütig getragen von seiner in Reue getränkten Stimme. Insgesamt eine gelungene Symbiose, aber Geschmackssache.
In großartigen "The big come down" wird uns wieder Wut und Verzweiflung in bester NIN-Manier entgegen geschrien. Mit dem sechseinhalb Minuten langen Instrumental "Ripe (With decay)" verabschiedet sich Herr Reznor von uns und lässt uns alleine und verwirrt in der wüsten Landschaft seines musikalischen Schaffens stehen. Findet man einmal den versteckten Eingang in das Labyrinth, kommt man hier nicht mehr so schnell raus!

Fazit: Depressionen, Hass, Verzweiflung, Sehnsucht, aber auch Liebe wurden perfekt mit elektronischen Lärm und Talent gepaart und das Ergebnis präsentiert uns Trent Reznor auf zwei Silberlingen. Manchen mag der Geschmack von "The fragile" zu bitter und giftig schmecken, doch andere entdecken hinter diesem Stracheldrahtzaun so vieles mehr als nur Musik. Ein Album, das im CD-Geschäft beim Probehören zweifellos versagen wird, da es viel Zeit braucht, um seine Genialität zu entblößen. Insgesamt ein Werk, das vollsten Respekt verdient, egal ob es jemandes Geschmack trifft oder nicht.

Wie David Bowie einmal gesagt hat: "Trent Reznor ist ein geradezu perfekter Musiker, er ist kolossal. Er ist einer der herausforderndsten Künstler unserer Zeit."


P.S. Ich liebe Dich: Roman
P.S. Ich liebe Dich: Roman
von Cecelia Ahern
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Geht es noch schlechter?, 16. August 2007
Rezension bezieht sich auf: P.S. Ich liebe Dich: Roman (Taschenbuch)
Die Antwort auf die Frage - ja. Es geht noch schlechter. Das rechtfertigt aber noch lange nicht, dass man sich mit so einem grottigen Buch der dritten Klasse rumschlagen muss.

Man merkt schon nach zweieinhalb Seiten, dass Cecelia Ahern noch in einem sehr jungen Alter sein muss. Der Schreibstil ist recht primitiv und viel zu "locker" um eine dichte Atmosphäre zu erzeugen, wie die Autorin es bestimmt gerne gehabt hätte. Einige Passagen im Buch sind so schmerzhaft dämlich, dass sich die Augen wie von selbst zur Decke hochrollen.

Die Witwe Holly und ihre Freundinnen benehmen sich wie alberne 15-Jährige, dabei sollten sie angeblich 30 sein - es muss einfach ein Druckfehler sein! In jeder zweiten Zeile wird gekichert, gekreischt und rumgeblödelt, als ob sie eine gigantische Menge an Aufputschmittel geschluckt hätten. Ständig muss man den Kopf schütteln über so viel Naivität und Dummheit. Und von wegen der traurige Teil überwiegt! Ich habe keine einzige Stelle finden können, die dem Leser Tränen in die Augen treiben könnte. Dafür hat die Autorin höchstpersönlich mit ihrem Volksschüler-Schreibstil gesorgt.

Cecelia Ahern hat weder genügend Lebenserfahrung gesammelt, um aus so einem Thema eine überzeugende Geschichte zu schreiben, noch besitzt sie ein Fünkchen an Verstand und Talent. In Zukunft sollte sie ihre Freizeit mit was anderem vertreiben als gruselige Groschenromane auf den Markt zu bringen. Eindeutiger Fehlkauf meinerseits. Jeder Mensch, der irgendetwas von geschmackvoller Literatur versteht, sollte die Finger davon lassen. Wer es trotzdem kauft - selber Schuld!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 30, 2008 7:05 PM CET


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