Profil für Andreas Caumanns > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Andreas Caumanns
Top-Rezensenten Rang: 970.155
Hilfreiche Bewertungen: 22

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Andreas Caumanns "UWG Berlin" (Berlin)
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Das Profil eines Mörders: Die lange Jagd nach dem BTK-Serienkiller
Das Profil eines Mörders: Die lange Jagd nach dem BTK-Serienkiller
von John E. Douglas
  Gebundene Ausgabe

2.0 von 5 Sternen Rührei, 17. März 2011
"Ich war immer davon überzeugt, dass BTK der Mörder war, sagte er mir und aß eine Gabel voll Rührei." (Zitat S.294)

In diesem Satz ist für mich der Inhalt des ganzen Buchs ausgebreitet: Überzeugung ohne zu wissen (und auch ohne zu begründen), sowie sinnloses Zusammenstellen von Behauptungen und Tätigkeiten, die mit der Sache garnichts zu tun haben (was soll die Behauptung, wenn sie nicht zu Konsequenzen führt; und warum wird das Rührei erwähnt?). - Eine Erklärung dafür liefert vielleicht der Autor des Buches, denn mit Erstaunen lese ich in den anderen Rezensionen, daß es sich dabei um John Douglas handeln soll. Das ist aber nicht der Fall, dieser Name steht nur auch auf dem Cover! Der Autor ist, wie man der Danksagung zu Beginn des Buches entnehmen kann, Johnny Dodd. Schizophrener Weise schreibt dieser aber beständig in Ich-Form und meint damit Douglas. Und diese Verwirrung schreibt sich durch das ganze Buch fort. Was soll man von einem Autor halten, der beständig auf seine Bessenheit hinweist, über den Serienmörder BTK nachzudenken, wenn mit dem Besessenen ein anderer gemeint ist? Und was soll man davon halten, wenn sich dann rausstellt, daß der angeblich Besessene nur alle paar Jahre kurzzeitig in den BTK-Fall involviert war und ihn zwischendurch glatt vergessen hat?
Was versucht Dodd einem hier aufzutischen? Nur Rührei! Man erkennt ein wenig noch den Ursprung, aber letztlich ist alles nur durcheinander. Das einzig Interessante an dem Buch ist ein guter Überblick über die Entwicklung der Kriminaltechnik in den letzten vierzig Jahren (daher 2 Sterne). Aber auch dies muß man sich aus vielen vielen Stellen zusammensuchen. Ansonsten herrschen verbogene Gedankengänge vor, die mit frappierenden Erkenntnissen gewürzt werden wie (S. 294): "Die Ermittler gaben die DNA in eine Datenbank ein (...). Sie fanden keine passenden Einträge, was sie in ihrer Überzeugung stärkte, dass der Mann, den sie suchten, in keiner DNA-Datenbank enthalten war." Wer auf diesem Niveau gerne liest, der wird mit dem Buch seine Freude haben. Alle anderen aber eher nicht.


CSI: Crime Scene Investigation - Season 3.1 (3 DVD Digipack)
CSI: Crime Scene Investigation - Season 3.1 (3 DVD Digipack)
DVD ~ William L. Petersen
Wird angeboten von dvd-schnellversand
Preis: EUR 14,87

5.0 von 5 Sternen sehr gute Unterhaltung, 11. April 2010
In dieser Folge von CSI finden sich eine Reihe guter Fälle, die das allgemein Menschliche des Alltags und seine Problematik thematisieren. Z.B. wird in der Folge "Ein kleiner Mord" anhand von kleinwüchsigen Menschen die oft verheerende Wirkung von Wünschen gezeigt, die man sich für andere erhofft. Wer kennt sie nicht, die Wünsche der Eltern bezüglich eines guten Arbeitsplatzes, den man nicht will; nach einer bestimmten Frau an der Seite, welche man nicht ausstehen kann; nach einem Studium, welches einem keinerlei Spaß bereiten wird. Hier dargestellt anhand eines bizarren Mordes.

Besonders hervorheben möchte ich aber den neunten Fall "Blutspur", weil hier "fast" Unschuldige zu Mördern werden und sehr klar wird, wie einfach bei einer entsprechenden Geisteshaltung solche Taten zwangsläufig ablaufen können. Die Mißinterpretation von Situationen wird dabei durch Vorurteile im eigenen Denken zum Todesurteil für einen anderen, was man am Ende ja nie gewollt hat (angeblich). Daß aber die Arbeit an sich selbst, die Bearbeitung der eigenen Vorurteile ein vordringliches Ziel ist, wird wohl nirgendwo so deutlich wie in dieser Folge. Herausragend!


Das Gedächtnis des Wassers. Homöopathie und ein spektakulärer Fall von Wissenschaftszensur
Das Gedächtnis des Wassers. Homöopathie und ein spektakulärer Fall von Wissenschaftszensur
von Michel Schiff
  Gebundene Ausgabe

4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Was will er?, 15. Februar 2010
Michel Schiff ist wütend und aus dieser Wut heraus schreibt er ein Buch. Das könnte zu einer guten Kritik am Wissenschaftsbetrieb führen, wird aber leider bloß zu einem wahllosen Rumprügeln in jede Richtung. Wer gerne Zeit für Schlamm-Catchen investiert, der ist hier dann genau richtig. Schiff erklärt nichts, er ist nur immer wieder empört. Er weist auf ein Fehlverhalten von jemandem hin, macht das Fehlverhalten aber nicht an einem Beispiel fest, sondern ist nur betroffen. Was ist denn das im Titel genannte "Gedächtnis des Wassers"? - In diesem Buch werden wir es nicht erfahren. Und warum will das niemand weitergehend erforschen? - Weil, so Schiff, es sich hierbei um was Neues handelt. Und Neues wird von der Wissenschaft immer abgelehnt. - So platt laufen leider fast alle Argumente in diesem Buch. Wenn er dann außnahmsweise doch mal konkret wird, dann wird jeder Schüler der 10. Klasse die Fehler seiner Argumentation z.B. bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung ohne große Probleme nachweisen können. Z.B. nennt er für drei verschiedene Versuchsergebnisse die jeweilige Wahrscheinlichkeit. Und schließt daraus, daß die Wahrscheinlichkeit für diese drei verschiedenen Versuche, wenn man sie als Einheit zusammenfaßt, gleich dem Produkt der drei Einzelwahrscheinlichkeiten ist. Das ist gefährlicher Blödsinn.
Dennoch gebe ich dem Buch einen Stern, den Michel Schiff ist Soziologe und wenn er sich auf sein Gebiet begibt, dann hat das Buch gute soziologische Stellen. Nur leider viel zu wenig. Schade.


Zehn Millionen Kinder: Die Erziehung der Jugend im Dritten Reich
Zehn Millionen Kinder: Die Erziehung der Jugend im Dritten Reich
von Erika Mann
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fast eine Innenansicht, 15. Februar 2010
Erika Manns Buch erschien zunächst auf Englisch in Amerika, später dann auf Deutsch in den Niederlanden. Aber es erschien 1938, also noch vor dem, was uns alle im Nachhinein stark geprägt hat, nämlich noch vor dem 2. Weltkrieg (aber eben schon während der Nazizeit). Und dies macht das Buch so spannend zu lesen. Erika Mann skizziert anhand der ihr vorliegenden Literatur und Gesprächen mit Menschen aus Deutschland die Veränderungen im Leben der Kinder, welche im Dritten Reich aufwachsen und eben keine andere Perspektive kennen, als die Ideologie dieses verarmten Reiches, welches noch zum Krieg hinführen möchte. Sehr anschaulich wird dabei der Keil aufgezeigt, welcher sich zwischen die Generation derjenigen, die noch eine nazifreie Ideologie denken können (Elterngeneration), und derjenigen, die nur diese Ideologie kennt (Kinder), quasi von selbst eintreibt. Meist steht man sich mit Unverständnis gegenüber, was zu Mißverständnissen führt und dann lebensgefährlich ausarten kann: Für die Eltern, weil sie als Verräter betrachtet werden können; und für die Kinder, weil sie sich für wertlose Ideen aufopfern mögen. - Daß es Erika Mann gut gelingt, in dieses feine Spiel der privaten Lebens-Weg-Findung (geprägt durch eine unverständliche Ideologie) hinein zu führen, ist für mich das wertvollste an diesem Buch. Und auch ein wichtiger Punkt, weil er bis in unsere heutige Zeit seine Schatten wirft.


Oblivion With Bells
Oblivion With Bells
Wird angeboten von Side Two
Preis: EUR 7,56

5.0 von 5 Sternen Sehr beeindruckend, 15. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Oblivion With Bells (Audio CD)
Ich bin kein Fan der Love-Parade oder der zugehörigen Musik. Aber dieses Werk überzeugt durch seine abwechslungreiche Art. Es wird nie langweilig und wenn die Gefahr eines wiederholten Refrains droht, wird dieser meist durch eine kleine Überraschung umgangen oder in ein neuartiges Kleid gehüllt. Dabei hat man es nicht mit stumpfsinnigem Gedröhne zu tun, sondern mit vielen leichten Melodien, die immer wieder mal aufscheinen, verschwinden, sich neu und anders entwickeln, so daß ein spannendes Musikwerk entsteht. Allen Techno-Hassern, denen ich das eine oder andere "zufällig" vorgespielt habe, wollten wissen, wie die Gruppe heißt. - Insgesamt für mich mal wieder ein Beweis, daß jede Musikrichtung zu ausgezeichneten Werken fähig ist. Für mich ein Erlebnis - und die Scheibe hat einen Ehrenplatz in meiner Sammlung.


Schizophrenie: Mit der Krankheit umgehen lernen: Hilfreiche Informationen für Patienten und Angehörige. Mit vielen Patienten-Geschichten
Schizophrenie: Mit der Krankheit umgehen lernen: Hilfreiche Informationen für Patienten und Angehörige. Mit vielen Patienten-Geschichten
von Hans-Jürgen Luderer
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Überblick, 3. Oktober 2009
Dieses Buch von Hans-Jürgen Luderer verschafft einen guten Überblick über das Feld der Erkrankung, mögliche Symptomatik, eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten, etc. Es ist allerdings schon über 10 jahre alt und stellt damit nicht den aktuellen Wissensstand dar. Dennoch ermöglicht es einen guten Zugang zu der Erkrankung, warnt vor Risiken der Fehldeutung (sowohl was das zu schnelle angebliche Erkennen der Erkrankung als auch das nicht wahr haben wollende Wegschieben der Diagnose betrifft) und räumt sehr sachlich mit Vorurteilen auf (durch Filme wie Beautiful mind oder auch Das weiße Rauschen ist der Bereich der Schizophrenie eben nicht abgedeckt).

Insgesamt ein gutes, leicht lesbares Buch für den Einstieg in das Thema der Schizophrenie. Allerdings scheint mir für Betroffene eine Vertiefung über anspruchsvollere Literatur dringend angeraten, denn der zweite Satz des Titels (Mit der Krankheit umgehen lernen) ist hier doch etwas sehr vollmundig und wird in weiten Teilen nicht eingelöst, weil die Erkrankung eben doch sehr individuell ist und nicht auf 143 Seiten krankheitsgerecht bearbeitet werden kann.


Krank durch Übersäuerung: So harmonisieren Sie ihren Säure-Basen-Haushalt
Krank durch Übersäuerung: So harmonisieren Sie ihren Säure-Basen-Haushalt
von Norbert Treutwein
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zum Teil gut, zum Teil schlecht, 2. Februar 2009
Norbert Treuwein hat dieses Buch über das Säure-Basen-Gleichgewicht geschrieben, in welchem er auf die Entstehung der Übersäuerung, deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper und dessen Seele hinweist, sowie Hilfestellungen anbietet, um das Gleichgewicht bei sich selbst zu prüfen und gegebenenfalls wieder herzustellen.
Sein Anliegen verpufft allerdings, wenn man Rückfragen an das Buch stellt und aufmerksam liest. Die von ihm aufgestellte Theorie wird kaum belegt, das angehängte Literaturverzeichnis ist mehr als dürftig (7 Literaturangaben). Wenn jemand ohne weitere Belege schreibt, dann sollte die Theorie zumindest nachvollziehbar sein, denn Nachlesen an anderer Stelle ist durch seine fehlenden Hinweise nicht möglich. Aber nachvollziehbar ist vieles leider eben nicht. So schreibt er z.B. daß das Trinken von destilliertem Wasser "ein klarer Unfug" ist (man beachte seinen versuchten Sprachwitz an dieser Stelle!), weil dem Körper dadurch Mineralstoffe entzogen werden. Diese Behauptung macht allerdings nur Sinn, wenn das mineralfreie Wasser in Magen und Darm nicht mit Mineralstoffen in Berührung käme, die aus der Nahrung oder der Verdauung stammen (Stichwort Magensäure). Und wenn ich nicht gerade am Fasten bin, dann wird das Wasser immer sofort mit Mineralstoffen gemischt werden. D.h. auch wenn ich destilliertes Wasser trinke, erfolgt keine Auslaugung des Körpers, weil die Nahrung aus dem mineral-freien Wasser sofort mineral-haltiges Wasser macht.
Diesem Beispiel folgen noch eine Reihe anderer, bei denen der Autor zu erkennen gibt, daß er entweder nicht genau genug nachgedacht oder gar auf Hören-Sagen reagiert und dies in seinem Buch mit verarbeitet hat. So auch seine Behauptung, daß man Pilze nicht wieder aufwärmen dürfe, da sonst schädliche Stoffe entstehen könnten. Diese Behauptung hält sich sehr hartnäckig, ist aber naturwissenschaftlich nicht zu belegen (oder hat der Autor irgendwo einen gefunden?).
Seine beiden Anfangskapitel über die Verdauungsvorgänge und die Säure im Körper sind allerdings sehr schön und gut geschrieben (auch wenn hier, wie sonst auch, fast nichts belegt wird). Mir drängt sich jedoch der Verdacht auf, daß er seine Informationen aus dem Buch von Friedrich Sander (Der Säure-Basen-Haushalt des menschlichen Organismus und sein Zusammenspiel mit dem Kochsalzkreislauf und dem Leberrhytmus) hat. Daher empfehle ich einem interessierten Leser eher dieses Buch.
Norbert Treutwein verschafft einem einen Überblick mit seinem Buch, aber für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema scheint es mir ungeeignet zu sein.


Seite: 1