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Rezensionen verfasst von
Mira Meyer

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Das Beste aus der veganen Küche
Das Beste aus der veganen Küche
von PeTA
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen In Deutschland wenig hilfreich, 10. Juli 2010
Dieses Buch enthält zugegebenermaßen einige Rezepte, die mir zuvor nicht bekannt waren oder die "mal was Anderes sind". Das bringt jedoch auch ein Problem mit sich: Wer diese Rezepte nachkochen will, braucht wohl eine sehr große Küche, um all die verschiedenen Zutaten (Gewürze usw.) unterzubringen - so er sie denn überhaupt irgendwo auftreiben kann. Während Shoyu, Seetang und Tahini ja durchaus in vielen veganen Küchen zu finden sind, haben mir beim Lesen viele andere Zutaten Kopfzerbrechen bereitet: Wo finde ich Ingwersaft, Garbanzobohnen, Mandarinensaft, Mandelextrakt oder Kokosnussextrakt? Auch Bohnenpaste, Dashi-Gewürz, Curryblätter, Selleriesamen und viele andere Zutaten gehören nicht unbedingt zur Standardausrüstung. Und was ist eigentlich Káhlua?
Zwar enthält das Buch hinten eine kurze Beschreibung einiger Zutaten, jedoch bei weitem nicht aller, zu denen sich zwangsläufig Fragen ergeben (etwa, wo man sie besorgen kann oder was man, sofern man sie nirgends auftreiben kann, als Ersatz verwenden kann - denn nicht jeder hat unbedingt einen gut sortierten Bioladen, ein großes Reformhaus sowie einen Asia- und einen afrikanischen Laden gleich um die Ecke). Natürlich ist bei internationalen Rezepten damit zu rechnen, dass auch unbekannte Zutaten verwendet werden; etwas weniger hätte jedoch nicht geschadet, stattdessen hätte etwas mehr "Aufklärung" hinsichtlich möglicher Bezugsquellen, Verwendung etc. gut getan. Und manche Zutaten sind zwar durchaus nicht "fremdländisch", werfen aber trotzdem zwangsläufig Fragen auf: Was ist beispielsweise der Unterschied zwischen einem normalen Puddingpulver, "Fertigpuddingpulver" und "Puddingmischung"? Auch die Formulierung lässt manchmal etwas zu wünschen übrig, den Müsli ist nun mal immer "auf Getreidebasis"...was genau die Autorin unter dieser Zutat also versteht (möglicherweise eine Mischung ohne Nüsse und Früchte?), bleibt offen. Und während beim Tortenguss extra darauf hingewiesen wird, dass er vegan sein soll, wird dies beim Kirschsaft, der ja häufig mit Gelatine geklärt wird, nicht erwähnt.
Und ob es tatsächlich Menschen gibt, die ca. 1000 verschiedene Sorten Öl und Essig (z.B. Sesam-Chili-Öl, Trüffelöl, Malzessig,...) anschaffen möchten, wage ich zu bezweifeln.
Ein weiteres Problem ergibt sich in Bezug auf die "speziell veganen" Produkte. Im Gegensatz zu manchen meiner Vorredner störe ich mich nicht an der recht häufigen Verwendung von Tofu oder Sojamilch; auch an Reismilch, Seitan oder Tempeh habe ich noch nichts auszusetzen, genauso wenig an Sojasahne oder Ei-Ersatz; und selbst vegane Mayonnaise finde ich durchaus akzeptabel (immerhin enthält das Buch auch ein Rezept, wie man selbst welche herstellen kann, was allerdings aufgrund der großen Mengen eher unpraktikabel ist). Viele Zutaten sind aber nur in sehr gut sortieren Läden oder im Versand zu beziehen, wie etwa veganes Hühnchen, Parmesan, Rinderhack, Mozzarella, Cheddar, Schinken, Speck, Blauschimmelkäse oder weiße Schokolade. Und von veganem Eierlikör habe ich noch nie gehört. Möglich natürlich, dass in den USA leichter an solche Zutaten zu kommen ist; in Deutschland wäre das jedoch mit großem Aufwand und vor allem sehr großen Kosten verbunden. Überhaupt ist das Kochbuch nicht gerade für den kleinen Geldbeutel geeignet; oft gäbe es auch billigere Alternativen (z.B. statt Ei-Ersatz Sojamehl etc.), Spartipps finden sich jedoch nirgends.
Weiterhin ist es störend, dass sehr viele Rezepte Alkohol enthalten und dass Zutaten ständig in "Tassen" angegeben werden. Das mag für Mehl oder Zucker eine Möglichkeit sein; für Pilze, Karotten oder Sellerie finde ich es jedoch ziemlich unpraktikabel.
Außerdem sind die Texte zu den Rezepten nicht sehr sorgfältig ausgearbeitet. Abgesehen von einigen Tippfehlern kommt es so beispielsweise auch vor, dass in der Beschreibung Zutaten verwendet werden, die in der Zutatenliste überhaupt nicht auftauchen.
Zu guter Letzt lässt sich noch überlegen, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, konsquent die Rezepte entweder nach Kontinenten oder nach Gängen zu sortieren - nicht aber gemischt. Und warum sich die Zimtschnecken unter den Desserts statt und "Gebäck und Kuchen" finden, wird mir wohl auch ein Rätsel bleiben...
Kurz und bündig:
- kein Buch für den kleinen Geldbeutel
- kein Buch für Sojaallergiker
- kein Buch für Singles (zu große Reste bei Gewürzen etc.)
- nicht gut für deutsche Einkaufsverhältnisse geeignet
Zwei Sterne bekommt das Buch dennoch von mir, weil es doch einige ganz interessante Anregungen enthält und weil manche Rezepte nach einigen Abwandlungen doch ganz praktikabel sind.


Macumbé
Macumbé
von Mara Kubek
  Taschenbuch

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sehr enttäuschend, 18. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Macumbé (Taschenbuch)
Beim Kauf dieses Buches hatte ich die Hoffnung, einen interessanten Bericht über Leben und Kultur in Afrika zu erhalten. Diese Hoffnung wurde leider völlig enttäuscht.
Das Buch handelt davon, wie eine Europäerin sich bei einem Workshop Hals über Kopf in einen afrikanischen Trommler verliebt ' wobei sich das 'Verlieben' wohl vor allem auf körperlicher Ebene abspielt. Es folgen 200 Seiten, die sich vor allem um das recht unreife Verhalten der Frau und ihres Geliebten drehen, das dem ständig selben Muster folgt: Er flirtet mit anderen Frauen, die sich ihm in Massen an den Hals werfen, sie bekommt hysterische Anfälle, er tröstet sie, sie haben Sex, er flirtet mit anderen Frauen, sie streiten sich, er schlägt sie, sie haben Sex, sie flirtet mit anderen Männern, er wird wütend, sie streiten sich, er schlägt sie, sie haben Sex, er flirtet mit anderen Frauen,'
Die Geschichte könnte fast genauso gut an jedem beliebigen anderen Ort angesiedelt sein, denn von Kultur und Lebensweise der bereisten Länder erfährt man so gut wie gar nichts.
Störend ist dabei zudem die sprachliche Gestaltung, die sich irgendwo zwischen blumigen Umschreibungen der Sexszenen und Gossendeutsch bewegt.
Insgesamt war dieses Buch für mich also eine herbe Enttäuschung, und wäre es nicht so dünn, hätte ich es sicher nicht zu Ende gelesen. Wer gerne ein Buch über eine Beziehung zwischen eine Europäerin und einem Afrikaner lesen möchte und dabei auch gern mehr über Land und Leute erfahren, dem möchte ich Corinne Hofmanns 'Die weiße Massai' empfehlen.


Planet der Frauen. ( Knaur Science Fiction)
Planet der Frauen. ( Knaur Science Fiction)

1 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Früher vielleicht einmal ganz okay..., 22. September 2007
Man nehme eine einfallslose Grundidee, zerpflücke die kaum existente Handlung so weit, dass es kaum möglich ist, ihr zu folgen, mische eine Prise schwer nachvollziehbaren Humor, eine Runde Selbstmitleid und einige völlig aus dem Zusammenhang fallende Sätze oder Kapitel bei, und das Ergebnis ist ein Buch, das zwar vielleicht zu seiner Entstehungszeit noch eine gewisse Aktualität besaß, mir aber mit Sicherheit auch damals schon nicht gefallen hätte. Ich vermute, dass die Autorin einen tieferen Sinn vermitteln wollte. Durch die verwirrende und langweilige Schreibweise bleibt dieser jedoch leider auf der Strecke. Wer einen spannenden Roman erwartet, sollte von diesem hier lieber Abstand nehmen. Alles in allem ist es wohl meinem Geschmack nach das schlechteste Buch, das ich je gelesen habe.


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