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Rezensionen verfasst von
Cab

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MUC: Roman
MUC: Roman
von Anna Mocikat
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitreißende und grandiose Dystopie, 20. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: MUC: Roman (Taschenbuch)
Story & Idee:
Eine Dystopie, die in Deutschland und dazu noch in München spielt, ist auf jeden Fall eine neuartige (zumindest nicht so bekannte) Idee. Ich war super neugierig auf das Buch und wurde in keiner Weise enttäuscht. Die Hintergründe des großen Sterbens sind zwar schon bekannt, wurden hier aber sehr gut umgesetzt.

5/5

Charakter:
Der Hauptcharakter in MUC ist Pia, eine Außenseiterin aus einem kleinen Alpendorf. Man merkt ziemlich schnell, dass Pia keineswegs eine Frau ist, die sich kommentarlos unterordnet; ganz im Gegenteil. Sie hat ihren eigenen Kopf, ist etwas waghalsig und taff. Mir hat Pias Charakter sehr gut gefallen, da ich generell taffe Frauen interessanter finde, als die passiven Vertreterinnen. Neben ihrer Art konnte mich aber auch ihre Geschichte und ihr Charakter überzeugen. Pia setzt ihre Hoffnungen auf MUC, da sie in ihrem Dorf nicht glücklich ist, ihre Reise dorthin, die Gefühle und Gedanken, die sie begleiten und ihre Enttäuschung, als sie endlich in MUC ankommt waren sehr authentisch und überzeugend beschrieben und haben mich als Leser einfach mitfiebern lassen. Auch ihre Momente, in denen sie nicht so klar denken konnte, waren trotzdem überzeugend beschrieben und haben sie für mich als Charakter noch überzeugender gemacht.
Die übrigen Charaktere waren für mich nette Nebencharaktere, viel mehr aber auch (noch) nicht. Insgesamt könnte das Buch gut der Beginn einer Reihe sein, weshalb ich mir für folgende Bände zumindest bei einigen Charakteren eine tiefere Entwicklung gut vorstellen kann. Ansonsten haben die Nebencharaktere die Story gut ergänzt.

5/5

Genre:
MUC ist eine recht klassische Dystopie mit einer bekannten Katastrophe, die aber sehr überzeugend umgesetzt wurde.

5/5

Schreibstil:
Der Schreibstil von Anna Mocikat hat mir sehr sehr gut gefallen. Ihre Beschreibungen von München waren so bildhaft, dass ich keinerlei SChwierigkeiten hatte, die Orte wiederzuerkennen und zusammen mit Pia durch die Straßen zu ziehen. Zudem fand ich die Spannung in MUC sehr angenehm. Zum einen gibt es natürlich die klassische Spannung, die im Verlauf der Geschichte immer weiter ansteigt, bis sie im Finale gipfelt. Zum anderen gibt es die Spannung, die einfach durch interessante Passagen umgesetzt wird, welche mich als Leser fesseln konnte. Dazu gehören zum Beispiel die Szenen, in denen Pia Dinge aus der alten Welt wie Konservendosen entdeckt. Die Sprache ist sehr bildlich und mitreißend, weshalb ich das Buch innerhalb weniger Tage durchgelesen hatte.

5/5

Carina’s Meinung:
MUC hat mich absolut begeistert und mitgerissen. Pia als Charakter konnte mich voll überzeugen, das Setting war super und sehr bildlich beschrieben und endlich mal eine deutsche Dystopie zu lesen hat mir großen Spaß gemacht. Vor allem für Ortskundige ist MUC ein sehr interessantes Buch, aber auch für alle Dystopiefans kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen.


Schwarzer Winter: Roman
Schwarzer Winter: Roman
Preis: EUR 12,99

4.0 von 5 Sternen Atmosphärischer und überzeugender Roman, 4. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Schwarzer Winter: Roman (Kindle Edition)
Story & Idee:
Als ich das Buch angefangen habe, was ich zuerst etwas verwirrt, da ich das Jahr, in dem die Handlung spielt, überlesen hatte. Erwartet hatte ich also eigentlich einen Krimi, der in der heutigen Zeit spielt, jedoch war ich positiv überrascht, wieviel Spaß ein historischer, skandinavischer Krimi machen kann. Die Idee der Story hat mir somit ziemlich gut gefallen: es geht um eine finnische Familie, die nach Schweden auswandert. Kurz nach ihrer Ankunft wird eine Leiche gefunden. Natürlich begegnen die Dorfbewohner den Neuen durchaus misstrauisch. Und in Zeiten, in denen die Hexenverfolgung noch nicht lange her ist und die Kirche noch eine allmächtige Stellung hat, müssen Maija und ihre Familie umso mehr aufpassen, was sie sagen und tun.

5/5

Charaktere:
Die Charaktere haben mich sehr begeistert. Als Hauptpersonen treten vor allem Maija und ihre älteste Tochter Frederika auf. Maija macht seinen sehr vernünftigen und für die damalige Zeit einen sehr modernen Eindruck. Klar, dass sie damit bei einigen Dorfbewohnern aneckt. Sie ist bemüht, den Tod ihrer Nachbarn aufzuklären und je mehr Fragen sie stellt, desto misstrauischer werden die Dorfbewohner. Zwischendurch kommt man auch als Leser nicht umhin sich zu fragen, ob sie sich da nicht in etwas verrennt. Ihr Charakter wurde sehr ausführlich ausgearbeitet und je weiter das Buch voran schreitet, desto mehr Tiefe entwickelt sie.
Auch Frederika ist sehr gut ausgearbeitet. Hier hat mir vor allem der Zwiespalt gefallen, in dem sie sich befindet: kein kleines Mädchen mehr, aber auch noch keine Frau.
Die Nebencharaktere waren alle sehr unterschiedlich. Teilweise fand ich sie sehr interessant, weil viele von ihnen ganz persönliche Geheimnisse haben, jedoch gab es auch den ein oder anderen, mit dem ich nicht viel anfangen konnte. Alle für die Handlung wirklich wichtigen Personen waren jedoch ausreichend ausgearbeitet und authentisch.

4,5/5

Genre:
“Schwarzer Winter” ist eine gut gelungene Mischung zwischen historischem Roman und Krimi. Vordergründig wird das Leben im 18 Jahrhundert in Nordschweden beschrieben. Trotzdem ist der Kriminalfall zu jeder Zeit präsent und wird schlussendlich aufgeklärt.

Schreibstil/Spannung:
Das ganze Buch ist sehr atmosphärisch; ich konnte mir als Leser ein sehr gutes Bild vom Leben in Nordschweden machen. Die beißende Kälte, der permanente Hunger, kein Sonnenlicht und das Misstrauen in dem kleinen Dorf wurden von der Autorin sehr beklemmend beschrieben.
Ich hatte leider ein paar Schwierigkeiten in das Buch hineinzufinden. Zu Beginn finden Frederika und Dorotea die Leiche ihres Nachbarn. Und dann? Genau das habe ich mich gefragt. Irgendwie wollte es nicht so recht weiter gehen. Mir haben konkrete nächste Schritte gefehlt, die zumindest zu erahnen schön gewesen wäre.
Ich habe trotzdem weiter gelesen und es nicht bereut. Nachdem diese etwas schwierige Anfangsphase überwunden ist, nimmt das Buch unheimlich an Fahrt auf und hat mich als Leser nicht mehr losgelassen. Das merkwürdige Verhalten der Dorfbewohner, viele offene Fragen und Häppchenweise Antworten haben eine unheimliche Spannung aufgebaut, die bis zur letzten Seite gehalten hat.
Das Ende wiederum hat mich etwas ratlos zurück gelassen. Irgendwie kam es sehr aus der Luft gegriffen und abrupt.

3,5/5
Meinung:
“Schwarzer Winter” war ein wirklich unterhaltsamer Roman, der gerade im Winter eine mitreißende Lektüre ist. Einige Schwächen am Anfang und ein merkwürdiges Ende, welches nicht so recht zum Rest der Geschichte passen wollte, führen leider zu einem Stern Abzug. Insgesamt kann ich das Buch jedoch absolut empfehlen, weil es nicht zu letzt durch interessante Charaktere und eine grandiose Atmosphäre überzeugt.


Der Lauf-Guide für Frauen: Das maßgeschneiderte Trainingskonzept
Der Lauf-Guide für Frauen: Das maßgeschneiderte Trainingskonzept
von Doreen Reymann
  Broschiert
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Übersicht für Anfänger, 28. September 2014
Ich laufe zwar einigermaßen regelmäßig, bin aber weder sonderlich schnell, noch laufe ich lange Strecken. Um mich mal etwas mehr über Laufen als Sport und die Möglichkeiten zu informieren, beschloss ich mir mal ein Laufbuch anzuschauen. “Der Lauf-Guide für Frauen” versprach genau das, was ich meinte zu suchen: eine gute Übersicht über alle Themen rund ums Laufen, zugeschnitten speziell auf Frauen. Meine Erwartungen wurden auch nicht enttäuscht, jedoch muss ich zugeben, dass ich vieles schon wusste (entweder aus eigener Erfahrung, oder durch Beratung im Geschäft). Ich kann es daher vorrangig Laufanfängerinnen empfehlen, die eine kompakte Übersicht über alle wichtigen Themen haben möchten.
Das Buch ist strukturiert und klar aufgebaut. Bevor es auf Laufspezifische Themen eingeht, wird erst einmal die Frage geklärt, warum man Laufen gehen sollte, wie man sich motivieren kann, und welche positiven Effekte Laufen bzw. Ausdauersport im Allgemeinen hat. Man darf diese Grpnde natürlich nicht verallgemeinern, jedoch wird hier deutlich der Fokus auf klischee-Themen wie “Abnehmen” und “Gesünder leben” gelegt. Mich persönlich hat es nicht gestört, da die gegebenen Tipps eigentlich auf jedes Ziel, welches man sich vorgenommen hat, angewendet werden können.
Weiter gehts mit Kapitel über die passende Laufbekleidung. Hier gibt es viele hilfreiche Tipps, welche Ausrüstung man als Läuferin dringend braucht, was eher zusätzlicher Schnickschnack ist und worauf man sonst achten soll (z.B. was zieht man bei unterschiedlichen Temperaturen an, etc.). Grundsätzlich gilt auch bei diesem Thema, dass viele hilfreiche Tipps gegeben werden. Im Endeffekt muss aber jede Läuferin für sich selbst entscheiden, welche Laufausrüstung sie dringend braucht, und was nicht. Ich z.B. halte nicht wirklich viel von Pulsuhren, andere schwören darauf!
Die nächsten Kapitel beschäftigen sich mit Lauftechnik, Aufwärmübungen, Dehnen und den verschiedenen Laufstilen. Die Übungen waren alle gut und klar beschrieben, sodass man sie leicht nachmachen konnte. Auch Übungen aus dem Lauf-ABC wurden hier vorgestellt, was mir sehr gut gefallen hat. Nebenbei gab es immer noch einige biologische Aspekte, die die einzelnen Übungen erläutert haben. So konnte man sehr gut verstehen, was hinter den Übungen steckt, anstatt sie einfach stur nachzumachen.
Das Buch bietet außerdem einige Trainingspläne, die verschiedene Ziele verfolgen (z.B. Laufen für Einsteigerinnen, Abnehmen, 10 km, Schneller werden,…). Ich habe mich an dem Trainingsplan für 10 km versucht und bin bis auf 9 km in einer Stunde gekommen, bevor ich wegen einer Verletzung leider abbrechen musste. Qualität der anderen Trainingspläne kann ich nicht beurteilen, jedoch sind sie mit Sicherheit eine gute Alternative wenn man von den Massen an Plänen erschlagen wird, die man online finden kann.
Zum Abschluss gibt es noch ein kurzes Kapitel über Ernährung, welches jedoch auch nur einen groben Überblick gibt. Für Leute, die absolut keine Ahnung haben, finden sich hier wertvolle Informationen. Da ich mich schon etwas länger mit Ernährung beschäftige, konnte ich hier nichts neues lernen.
Insgesamt betrachtet, bietet das Buch einen wirklich guten, klarstrukturierten und leicht verständlichen Überblick und ist deshalb besonders für Einsteigerinnen geeignet. Wer schon länger läuft, wird viele Themen schon durch eigene Erfahrungen gelernt haben, und wird hier nicht viel neues finden. Von mir gibt es trotzdem 4 Sterne, weil das Buch eben einen sehr guten Überblick mit den wichtigsten Infos bietet, ohne den Leser mit zuvielen Details zu erschlagen.


GLAMOURSEX
GLAMOURSEX
Preis: EUR 2,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unterhaltsam für Zwischendurch, 14. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: GLAMOURSEX (Kindle Edition)
Ich habe ein lockeres Buch für eine Zugfahrt gesucht und bin zufällig über Glamoursex gestolpert. Die Geschichte handelt von Mila, einer anfangs etwas naiven Künstlerin, die ein gewagtes Projekt startet: um ihrer Kreativität wieder auf die Sprünge zu helfen, wird sie Escort-Girl. Mila war mir von Anfang an sympatisch und hat mich mir ihrer direkten, unkomplizierten Art oftmals zum schmunzeln gebracht. Es hat Spaß gemacht, ihr in die Welt der Schönen und Reichen zu folgen. Männlicher Gegenspieler ist Paul. Mit ihm wurde ich leider nicht ganz warm. Anfangs ein ziemlicher Macho, später ein handzahmes Schoßhündchen, fand ich ihn irgendwie sehr berechenbar. Lediglich gegen Ende konnte er mich zieemlich überraschen, was aber auch nicht positiv war.
Die Story an sich war leicht und unterhalsam erzählt. Es gab durchaus spannende Szenen und der Schreibstil war angenehm flüssig zu lesen. Die erotischen Szenen hielten sich in Grenzen, wurden aber ansprechend und schön geschrieben. Im Gegensatz zu anderen Rezensenten konnte ich mich über die Schrift nicht beklagen. Das Problem scheint von der Autorin also behoben worden zu sein.
Glamoursex ist ein unterhaltsames Buch für Zwischendurch. Mila hat mich oftmals zum Lachen gebracht und für eine lange Zugfahrt war die Story genau das richtige. Ich bin leider mit dem männlichen Protagonisten nicht richtig warm geworden, wer aber eine leichte Sommerlektore sucht, kann hier ruhig zugreifen. Insgesamt vergebe ich 3 Sterne.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 15, 2014 9:13 AM MEST


Rabenblut: Nur einen Flügelschlag entfernt
Rabenblut: Nur einen Flügelschlag entfernt
Preis: EUR 3,99

5.0 von 5 Sternen Gestaltenwandler erfrischend anders, 23. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
„Rabenblut drängt“ ist der Debütroman der Autorin Nikola Hotel. Es ist zugleich Auftakt einer mehrbändigen Reihe. Die Geschichte handelt von Isa und Alexej, welche sich durch Zufall im Wald kennen lernen. Isa absolviert ein Praktikum bei einer Forschungsstation in Tschechien, als sie eines Abends Schüsse hört. Im Wald findet sie den schwer verletzten Alexej umringt von toten Tieren. Obwohl Alexej sehr zurückhaltend und verschlossen ist, fühlt sich Isa zu ihm hingezogen. Als es den Anschein macht, dass auch Alexej sich für sie zu interessieren beginnt, verschwindet ihr urplötzlich. Statt dessen taucht ein Rabe in Isas Leben auf, der sich offensichtlich für sie und die Forschungseinrichtung interessiert. Warum, scheint niemand zu wissen, doch Isa vermutet eine absurde Verbindung zwischen dem Raben und dem verschwundenen Alexej.

Die Idee der Geschichte hat mich absolut neugierig gemacht. Gestaltwandler-Romane gibt es haufenweise, aber meistens sind es ja doch eher majestätische Wesen, um die es geht. Ein Rabe war für mich erst mal unscheinbar und zu Beginn des Buches habe ich diese Tiere auch irgendwie als ‘unschön’ empfunden, doch ich wurde eines besseren belehrt. Natürlich sind die klassischen Elemente üblicher Fantasy Romane enthalten: ein gut aussehender mysteriöser Mann mit geheimen Fähigkeiten, eine etwas naive Protagonistin, ein bisschen Dramatik, ein bisschen kitschige Romantik. Nikola Hotel schafft es jedoch diese Elemente erfrischend anders rüber zu bringen, was wohl nicht zuletzt ihrem tollen Schreibstil zu verdanken ist.
Nikola Hotel beschreibt ihre Umwelt sehr lebendig und bildlich. Auch wenn es Stellen gab, in denen keine klassische Spannung vorhanden war, so gab es doch genug nebenbei zu entdecken. Viele Kleinigkeiten wurden unterschwellig betont, trotzdem wirkte das Buch keineswegs überladen. Ich kann es einfach nur als absolut „rund“ bezeichnen, eine sehr gelungene Mischung zwischen Umweltbeschreibungen und Handlung, sodass man als Leser das Gefühl hat, man ist direkt dabei, statt nur ein stiller Beobachter. Das Buch war zudem sehr spannend geschrieben, streckenweise sogar ziemlich actionreich. Wechselnde Erzählperspektiven haben ihr übriges dazu getan und waren hier sehr gut umgesetzt. Besonders gefallen hat mir daran, dass man so die beiden Charaktere gleich gut kennen lernen konnte.

Die Hauptcharaktere haben mir gut gefallen. Im Mittelpunkt steht Isa, eine Studentin aus Deutschland, welche ein Praktikum in Tschechien macht. Isa ist ein sehr angenehmer Charakter mit Stärken und Schwächen. Sie steht mit beiden Beinen im Leben und obwohl sie manchmal tollpatschig und zickig wirkt, ist sie im Grunde sehr taff. Bücher über jammernde Püppchen nerven mich eher, aber Isa war sehr interessant, sowohl in ihrem Auftreten als auch in ihrer Entwicklung.
Auch Alexej war sehr interessant. Ganz besonders hat mich sein Hang zur klassischen Musik begeistert und die Stücke, die die Autorin immer mal wieder geschickt einfließen lässt. Dafür habe ich sogar das Buch unterbrochen, um mir das passende Stück selbst anzuhören. Alexej ist im Grunde ein klassischer Romantasy Held: gut aussehend, unnahbar und mysteriös. Der Unterschied zu den typischen 0 8 15 Helden besteht jedoch darin, dass sein Auftreten in jeder Hinsicht authentisch rüber kommt. Seine Unnahbarkeit hat Gründe, die man als Leser sehr gut nachvollziehen kann. Trotzdem wird daraus keine hochtragische Sache gemacht. Zudem ergänzt er sich mit seiner Tiergestalt wirklich hervorragend. Ich habe in „Rabenblut drängt“ viel über Raben und ihr Leben gelernt, und man konnte als Leser viel davon in Alexejs menschlichem Verhalten wieder finden, jedoch ohne dass es überladen gewirkt hat. Genau darin liegt die große Stärke der Autorin: die gesamte Geschichte ist konstant glaubwürdig. Es werden so viele Details erwähnt, dass es plausible klingt, jedoch wird keine Szene überladen oder ins übertriebene gezogen.
Auch die Nebencharaktere haben mir ausgesprochen gut gefallen. Sie waren sind ein unverzichtbarer Teil der Geschichte und sehr abwechslungsreich und detailliert ausgearbeitet. Vor allem die anderen Mitglieder des Rabenschwarms bilden eine interessante Mischung aller möglichen Charakterzüge.

Das Buch ist als Indie-Projekt erschienen und qualitativ sehr hochwertig. Auch das Cover hat mir super gefallen, nicht nur weil es die Thematik des Buches aufgreift, sondern auch weil mich die Gestaltung an sich anspricht.

Fazit:
„Rabenblut drängt“ ist ein erfrischend anderer Gestaltenwandler-Roman, der mit interessanten Charakteren, einer spannenden Story und einem tollen Schreibstil überzeugen kann. Von mir gibt es 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.


BookLess.Gesponnen aus Gefühlen (BookLessSaga Teil 2)
BookLess.Gesponnen aus Gefühlen (BookLessSaga Teil 2)
Preis: EUR 3,99

5.0 von 5 Sternen Grandiose Fortsetzung, 16. Dezember 2013
Inhalt:
Nach Nathans großem Verrat möchte Lucy nichts mehr mit ihm zu tun haben. Gar nichts. Sie wird die Bücher alleine retten, egal wie, und notfalls mit der Hilfe ihrer Freunde. Auch als Nathan immer wieder versucht, mit ihr zu reden, lässt sie sich nicht erweichen. Erst als sich die ganze Lage dramatisch zuspitzt, ist sie gezwungen sich mit Nathan und der Bedrohung durch seinen Großvater auseinander setzen. Lucy kann nur hoffen, dass es für die Bücher noch nicht zu spät ist … .

Meinung:
BookLess – Gesponnen aus Gefühlen ist der zweite Teil der BookLess-Trilogie von Marah Woolf. Da ich nicht zu viel verraten möchte, werde ich keine weiteren Details zum Inhalt geben und komme deshalb direkt zur Bewertung.

Die Handlung der Geschichte knüpft direkt an Teil 1 an, was mir sehr gut gefallen hat. So ist ein spannender Einstieg gegeben, der auch direkt einige offene Fragen aus Band 1 beantwortet. Nach dem Einstieg flacht die Spannung kurz etwas ab, was dem Lesefluss jedoch keinen Abbruch tut. Man hat als Leser Zeit, sich in der Geschichte wieder zurecht zu finden und erfährt weitere Details über die Geschehnisse am Ende von Band 1. Schon nach kurzer Zeit nimmt die Geschichte wieder an Fahrt auf, was auch bis zum Ende zu bleibt. Nachdem ich die letzte Seite gelesen hatte, was ich regelrecht erschöpft, weil Marah Woolf ihren Lesern hier wirklich keine ruhige Minute gönnt. Nachdem Lucy im ersten Teil herausgefunden hat, was Nathans Großvater mit Büchern anstellt, setzt sie im zweiten Teil alles daran, weitere Details zu sammeln und einen Weg zu finden, wie sie die Bruderschaft stoppen kann. Diese Thematik hat mir gut gefallen, oftmals empfinde ich zweite Teile einer Trilogie als bloße Lückenfüller zwischen Anfang und dem großen Finale, in BookLess – Gesponnen aus Gefühlen ist Handlung aber sehr spannend, actionreich und informativ gelungen. Wieder einmal gefällt mir auch das Ende des Buches sehr gut. Ich habe nichts gegen spannende Enden, aber ich hasse es, wenn die Handlung mitten drin einfach aufhört, und man Monate lang auf die Fortsetzung warten muss. Marah Woolf ist hier wieder eine grandiose Mischung gelungen: die Haupthandlung des Buches ist abgeschlossen, der Handlungsstrang zufriedenstellend beendet. Trotzdem schürt das Ende noch mal unglaublich die Neugier auf Teil 3. Somit möchte ich zwar auch unbedingt wissen, wie es weiter geht, die Handlung des Buches ist aber in sich abgeschlossen.

Die Charaktere entwickeln sich auch in diesem Band kontinuierlich weiter, was sie trotz ihrer Ecken und Kanten sehr interessant macht.
Lucy ist nach Nathans Verrat sehr verletzt und blockiert erst mal jeglichen Kontakt zu ihm. Auch wenn ich ihre Sturheit teilweise etwas anstrengend empfand, so konnte ich Lucys Verhalten jedoch sehr gut nachvollziehen. Nach wie vor bleibt sie für mich ein schwieriger Charakter, weil sie teilweise doch noch sehr naiv und kindisch stur ist. Ich mag sie trotzdem gerade wegen ihrer kleinen Macken. Zudem finde ich ihr Verhalten konsequent und glaubwürdig umgesetzt. Es ist spannend, ihre Entwicklung und ihre Geschichte zu verfolgen. Gerade gegen Ende erscheint es mir, dass Lucy etwas erwachsener wird. Zu sagen, sie macht den Schritt vom Mädchen zur jungen Frau, ist noch etwas früh, aber vielleicht wird das Teil ihrer Entwicklung in Teil 3.
Nathan hat mir im ersten Band ja sehr gut gefallen und das konnte sich auch in Band 2 so fortsetzen. Er besitzt viele Facetten; manchmal finde ich ihn unausstehlich, manchmal würde ich ihn am liebsten Ohrfeigen und manchmal bin ich einfach unglaublich überrascht, wie emotional es eigentlich in seinem Inneren aussieht. Insgesamt hat auch er viele Ecken und Kanten, was ihn aber unglaublich authentisch wirken lässt. Auch der innere Konflikt, den er zwischen seinem Erbe als Perfecti und seinen Gefühlen ausfechten muss, ist durchweg glaubwürdig geschildert. Man kann ihn nicht immer durchschauen, was die Spannung zusätzlich erhöht.
Die Gefühle zwischen Lucy und Nathan haben mir auch sehr gut gefallen. Sie waren glaubwürdig umgesetzt, aber nicht zu kitschig! Ich konnte als Leser gut nachvollziehen wie Lucy und Nathan hin und her gerissen sind, zwischen Verstand und Gefühlen, ein ständiges auf und ab, ein für und wieder. Die Beziehung der Beiden zueinander ist ein wichtiger Bestandteil des Buches, nimmt aber trotzdem nicht zu viel Platz ein und wirkt auch keinesfalls überladen.

Die Nebenfiguren konnten mich wie schon in der MondLicht-Saga total überzeugen, wobei Jules meine absolute Favoritin ist. Ich mag ihre Art von Humor einfach unglaublich gerne. Insgesamt betrachtet, gefallen mir aber alle von Lucys Freunden. Ebenso sind die Gegenspieler allesamt sehr interessant ausgearbeitet, und ich denke, wir können uns noch auf einige Überraschungen in Teil 3 gefasst machen.

Die Sprache ist erfrischend locker und flüssig durchzulesen. Mir sind keine Rechtschreib- oder Grammatikfehler aufgefallen. Zudem gefallen mir die kurzen Zitate zu Beginn jedes Kapitels, welche auch schon in Band 1 zu finden waren.

Das Cover ist vom Motiv her identisch zu dem von BookLess – Wörter durchfluten die Zeit und hat mir da schon unglaublich gut gefallen. Ich finde, dass sich die grüne und pinke Farbe zwar etwas mit dem Blau und Rot von Teil 1 beißt, für sich betrachtet ist das Cover jedoch wieder wunderschön.

Fazit:
„BookLess – Gesponnen aus Gefühlen“ ist eine grandiose Fortsetzung, die ich jedem Liebhaber von Jugend-Fantasy Büchern ans Herz legen möchte. Man findet jede Menge Action, etwas zarte Romantik und einen unglaublich fesselnden Plot. Von mir gibt es hier 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.


Nicht mein Märchen
Nicht mein Märchen
von E. M. Tippetts
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,69

4.0 von 5 Sternen Nicht mein Märchen, 7. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Nicht mein Märchen (Taschenbuch)
Inhalt:
Chloe Winters sieht das Leben sehr nüchtern. Nach einer wenig erfreulichen Kindheit geht sie die Dinge eher pragmatisch an. Deshalb flippt sie auch nicht direkt aus, als auf einmal Jason Vanderholt vor ihr steht. Jason ist der Hollywood-Schauspieler schlecht hin und gerade für einen Dreh in der Stadt. Eigentlich will Chloe ihn nur schnell wieder los werden, immerhin ist sie davon überzeugt, dass er sie sowieso bald wieder vergessen hat. Zudem kann sie ihn auch nicht gerade als ihren Traummann bezeichnen. Doch Jason scheint seinen eigenen Willen zu haben und legt es deshalb immer wieder auf Treffen mit Chloe an, die aber ihrerseits gar kein Interesse daran hat. Noch weniger will sie Jasons unangenehme Fragen beantworten… .

Meinung:
Nicht mein Märchen ist eine locker leichte Lektüre aus der Feder von E. M. Tippetts. Das Buch handelt von Chloe Winters, einer relativ normalen und dabei sehr bodenständigen Studentin. Als sie dem berühmten Schauspieler Jason Vanderholt begegnet, interessiert sie das auch herzlich wenig. Anders ergeht es Jason selbst, der von Chloe umso mehr fasziniert ist.

Als mich der Übersetzer der Geschichte anschrieb, um nach einer Rezension zu fragen, habe ich spontan zugesagt, weil ich Chloe schon vom Klappentext her sympathisch fand. Dieses ganze Gekreische wegen irgendwelcher Stars ist eben nicht so meins (und Chloes auch nicht). Ich hatte mich auf eine lockere und unterhaltsame Lektüre eingestellt und wurde nicht enttäuscht. Zwar kann man hier keine neuartigen Ideen erwarten, aber die Autorin hat es geschafft, das doch schon etwas ausgelutschte Thema „Megastar trifft Vorstadtmädel“ interessant und unterhaltsam aufzubereiten. Es macht Spaß Chloes Leben zu verfolgen und auch die Annäherungsversuche von Jason haben mir gut gefallen. Vor allem fand ich es auch im Gegensatz zu vergleichbaren Büchern sehr gut, dass die Sympathie zwischen Chloe und Jason erst langsam wächst, bis sie den Status einer guten Freundschaft erreicht hat. Dabei war das Tempo keinesfalls zu langsam, aber eben doch recht gemächlich, was die Annäherung zwischen den beiden sehr authentisch und glaubwürdig gemacht hat. Der Einstieg in die Geschichte fand über die Statistenrollen statt, welche Chloe und ihre Freunde angenommen haben. Man findet sich als Leser also direkt im Geschehen wieder, was ich bei Büchern immer sehr zu schätzen weiß. Spannung in dem Sinne war hier kaum vorhanden, was dem Buch aber auch keinen Abbruch tut. Es ist eben kein Krimi. Trotzdem habe ich das Buch sehr zügig durchgelesen, weil mein Interesse an der Geschichte durch die Charaktere und die Handlung selbst gefesselt wurde. Gerade Chloes Leben birgt die ein oder andere Überraschung. Was ihre schlimme Kindheit angeht, die sie gehabt hat, so muss ich sagen, dass mich der Punkt nicht überzeugen konnte. Es ist natürlich schon schlimm, ich empfand es aber irgendwie als an den Haaren herbei gezogen. Da die Hintergründe aber relativ kurz beschrieben und nicht überstrapaziert worden sind, ist dies kein großer Störfaktor. Die Sprache ist locker und leicht und lässt sich sehr gut lesen. Die Dialoge sind witzig gestaltet, und trotzdem werden auch ernste Themen behandelt, welche man gerade in Chloes Charakter wiederfinden kann.

Die beiden Hauptcharaktere sind Chloe und Jason. Wie ich ja schon erwähnt habe, hat mir Chloe schon vom Klappentext her gefallen, und das ist auch das ganze Buch über so geblieben. Ich mag vor allem ihre bodenständige Art und wie sie die Dinge angeht. Des Öfteren hat sie mich mit ihren bissigen Bemerkungen zum Schmunzeln gebracht. Besonders gerne lese ich immer von Charakteren, sie dich innerhalb eines Buches irgendwie weiterentwickeln. Diese Entwicklung war auch bei Chloe zu beobachten. Sie tut sich anfangs ganz schön schwierig damit, Jason etwas an sich heran zu lassen, was eventuell auch durch ihre Vergangenheit zu begründen ist. Nach und nach merkt man aber, wie sie sich öffnet, obwohl ihr das sehr schwer fällt. Trotz allem bleibt sie sich das ganze Buch über selbst treu, was mir auch sehr gut gefallen hat. Vor allem wirkte sie bis zum Ende hin überzeugend.
Jason hat mich anfangs etwas genervt, ich musste jedoch schnell feststellen, dass er nicht der obercoole abgehobene Star ist, für den ich ihn fälschlicher Weise gehalten habe. Eigentlich war Jason erschreckend sozial, womit ich bei einem Hollywood-Schauspieler einfach nicht gerechnet habe. So ist er äußerst kreativ, wenn es darum geht Chloes Interesse zu wecken und dabei durch und durch hilfsbereit und freundlich. Irgendwie mochte ich ihn, wobei er mir teilweise etwas zu lieb war.

Das Cover sieht aus, wie das eines alten Märchenbuches. Es passt also sehr gut zum Titel und birgt eine gewisse Ironie. Meinen persönlichen Geschmack trifft es rein von der Gestaltung her jedoch nicht. Zu der Übersetzung kann ich nicht viel sagen, da ich das englische Original nicht kenne. Wie ich jedoch schon erwähnt habe, ist der Schreibstil sehr angenehm zu lesen, weshalb ich finde, dass der Übersetzer einen guten Job gemacht hat.

Fazit:
Ich vergebe 4 Sterne für Nicht mein Märchen. Die Geschichte ist zwar nicht neu, aber doch sehr unterhaltsam geschrieben. Zudem hat mir vor allem Chloe als Hauptperson ausgesprochen gut gefallen. Für eine leichte Lektüre zwischendurch und Fans von Liebesgeschichten ist das Buch wirklich sehr gut geeignet.


BookLess. Woerter durchfluten die Zeit (BookLessSaga)
BookLess. Woerter durchfluten die Zeit (BookLessSaga)
von Marah Woolf
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungener Auftakt mit grandioser Thematik, 4. Dezember 2013
Inhalt:
Lucy kann ihr Glück kaum fassen, als sie einen Job in der Londoner Nationalbibliothek ergattert. Schon immer fühlte sie sich zu Büchern besonders hingezogen und sieht in ihnen eher eine Art Freunde. Als sie im Archiv der Bibliothek leere und zu Staub zu verfallene Bücher findet, will sie dem Rätsel unbedingt auf den Grund gehen. Als sie dann noch herausfindet, dass sich niemand an die leeren Bücher erinnert und das Mal an ihrem Handgelenk verrückt spielt, ist Lucy sich ganz sicher, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Hoffentlich kann Nathan ihr helfen, denn auch er scheint sich sehr für Bücher zu interessieren.

Meinung:
BookLess – Wörter durchfluten die Zeit ist der erste Teil der BookLess-Trilogie, der zweiten Trilogie von Marah Woolf. Nach dem ich schon von der MondLicht-Saga so begeistert war, musste ich natürlich auch dieses Buch lesen.

Die Geschichte handelt von Lucy, einer Literaturstudentin aus London, welche glücklicherweise einen Studentenjob in der Nationalbibliothek ergattern konnte. Dort im Archiv macht sie jedoch eine ungewöhnliche Entdeckung: in einigen Büchern fehlt der Text, wieder andere sind gar zu Staub zerfallen, dabei sind die Bücher eigentlich angemessen gelagert, sodass ihnen nichts passieren dürfte. Und es kommt noch merkwürdiger, kein Mensch scheint sich an die verlorenen Texte zu erinnert. Als Lucy Nathan, den Enkel eines renommierten Literaturprofessors kennen lernt, hofft sie, dass er ihr bei der Lösung des Rätsels helfen kann. Nichts ahnend, dass sie Teil einer immensen Verschwörung ist, beginnt Lucy nachzuforschen.
Die Geschichte an sich gefällt mir total gut. Ich bin großer Fan von Verschwörungstheorien und dergleichen, sodass mir die Thematik von BookLess sehr gut gefällt. Eine vergleichbare Handlung ist mir nicht bekannt, sodass Marah Woolf hier etwas für mich gänzlich neues erschaffen hat. Wie auch schon von der MondLicht-Saga gewohnt, ist der Spannungsverlauf konstant auf einem guten Niveau gehalten. Die Autorin findet ein gelungenes Mittelmaß zwischen detaillierten Beschreibungen und spannenden, rasanten Szenen, was für mich die perfekte Mischung darstellte. Gerade weil ich die Thematik des Buches so interessant finde, waren Beschreibungen an den passenden Stellen sehr gut und haben mein Interesse weiter entfacht. Dieser Punkt half auch, das Buch in einem Rutsch durchzulesen, weil ich einfach möglichst schnell erfahren wollte, was es mit der seltsamen Situation denn genau auf sich hat und wie es weiter geht. Der generelle Aufbau des Buches war nicht neu, das Schema hat sich für mich allerdings bewährt, deshalb bin ich auch in diesem Punkt voll zufrieden. Es gab einen spannenden Prolog, der den Leser unmittelbar in das Geschehen wirft und direkt zu fesseln weiß. Dann geht es mit einer etwas ruhigeren Einführung weiter, was ich auch als sehr angenehm empfand. So konnte man sich als Leser erst mal orientieren und die Personen kennen lernen. Ab dann steigt die Spannung eigentlich kontinuierlich weiter, bis sie kurz vor Ende des ersten Bandes ihren Höhepunkt erreicht. Besonders gut fand ich auch, dass man im Epilog nicht im Regen stehen gelassen wird. Die Handlung ist in sich abgeschlossen, trotzdem gibt es aber genug Anknüpfungspunkte für den zweiten Band, sodass die Neugier auf Teil 2 schon da angefacht wird.

Sprachlich bin ich von Marah Woolfs Bücher sowieso begeistert. Sie schafft es immer wieder locker und leicht zu schreiben, aber trotzdem ein gewisses sprachliches Niveau zu halten.

Die Hauptcharaktere in BookLess sind Lucy und Nathan. Nathan als männlicher Protagonist hat mir total gut gefallen, sogar besser als Calum, aus der MondLicht-Saga. Er war sehr gut ausgearbeitet, was seinem Charakter eine gewisse Tiefe verliehen hat. Klar, er ist gut aussehend und geheimnisvoll, aber er hat trotzdem seine Macken und ist keinesfalls so perfekt, wie man das aus anderen Jugendbüchern kennt. Mit seinen Ecken und Kanten wirkte er menschlicher und ich fand es zwar nicht immer toll, wie er sich verhalten hat, aber ich konnte es als Leser immerhin nachvollziehen. Nathan ist mir also nicht direkt sympatisch, aber seine Beweggründe sind gut zu verstehen, was ihn sehr glaubhaft rüber kommen lässt. Ich denke, dass er auf jeden Fall noch für einige Spannung sorgen wird.
Lucy ist etwas naiv, es hält sich aber meiner Meinung nach in Grenzen und ich finde es auch eher passend. Sie ist ‘erst’ 17 und zu dem irgendwo in einem Vorort aufgewachsen. Da kann das Studentenleben in einer Großstadt noch für etwas Unsicherheit sorgen. Zudem kann man bereits im ersten Band eine deutliche Entwicklung bei ihr erkennen, was mir sehr gut gefallen hat. Auch ihr Charakter hat Ecken und Kanten und wirkt dadurch glaubhaft und in sich konsistent.

Nebenrollen fallen vor allem Lucys Freunden und Nathans ‘Familie’ zu. Hier sind durchweg sehr interessante Persönlichkeiten zu finden. Vor allem Colin als ein guter Freund von Lucy hat mir sehr sehr gut gefallen. Er ist irgendwie witzig, und man merkt, dass er eventuell eine durchaus wichtige Rolle einnehmen wird. Eine klassische Dreiecksbeziehung zwischen Nathan, Lucy und Colin bahnt sich bis jetzt aber nicht an, was ich auch sehr gut so finde. Gegen etwas unklassisches im zweiten Teil hätte ich aber nichts einzuwenden.

Das Cover ist der absolute Hammer. Ich habe selten ein Cover gesehen, was mir so gut gefallen hat. Abgesehen von dem Bezug zum Buch, durch die Hand mit dem Mal, finde ich es auch so einfach wunderschön gestaltet.
Auch dieses Buch ist von der Autorin selbst veröffentlicht worden und ist qualitativ sehr hochwertig. Ich habe keine Rechtschreibfehler gefunden, die Formatierung ist gelungen und auch sonst merkt man, mit wie viel Liebe zum Detail Marah Woolf ihr Buch geschrieben und veröffentlicht hat.

Fazit:
BookLess – Wörter durchfluten die Zeit ist wieder ein grandioser Auftakt zu einer neuen Trilogie. Handlung, Spannungsverlauf und Charaktere konnten mich absolut überzeugen. Zudem ist die Thematik wirklich neuartig und absolut fesselnd. Ich vergebe deshalb 5 Sterne.


Dance of Shadows: Tanz der Dämonen
Dance of Shadows: Tanz der Dämonen
von Yelena Black
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

3.0 von 5 Sternen Tolle Idee mit schwacher Umsetzung, 8. März 2013
Inhalt:
Als Vanessa an der New Yorker Ballettakademie aufgenommen wird, kann sie es wie viele andere ihrer Mitschüler kaum erwarten, endlich dort anzukommen. Doch etwas unterscheidet sie: Vanessa hat sich an der Akademie nicht beworben, um zu tanzen, sondern um ihre verschwundene Schwester Margaret zu suchen. Diese ist von eben jener Schule verschwunden und Vanessa will die fadenscheinigen Gründe der Polizei nicht einfach akzeptieren. Während des Trainings merkt sie zunächst nicht, dass ihr Talent, sich einem Tanz vollkommen hinzugeben, sie für einige Leute sehr interessant macht. Da ist zum einen der hervorragende Tänzer Zep, der ein Auge auf sie geworfen hat. Aber auch der Choreograph Joseph und ihr Mitschüler Justin scheinen sich auf sonderbare Weise für Vanessa zu interessieren. Als Vanessa dann auch noch die Hauptrolle im Feuervogel bekommt, hat sie es schon bald mit unheimlichen Kräften zu tun.

Rezension:

„Dance of Shadows – Tanz der Dämonen“ ist der erste Teil einer neuen Fantasy-Trilogie von Yelena Black und zugleich das Debüt der Autorin.
Das Buch handelt von der jungen Vanessa, welche an der New Yorker Ballettakademie angenommen wurde. Erstaunlicherweise will sie dort aber gar nicht an einer Karriere als Primaballerina arbeiten, sondern das Verschwinden ihrer Schwester Margaret klären. Seit diese vor drei Jahren dem Druck an der Akademie angeblich nicht mehr standhalten konnte, fehlt von ihr jede Spur. Doch Vanessa hat ein besonderes Talent: wenn sie sich einem Tanz vollkommen hingibt, scheint ihre Welt zu verschwimmen. Ihr selbst ist diese Gabe eher unheimlich, aber es scheint so, als wüssten andere an der Akademie ziemlich genau, wie man sie nutzen kann.
Das Buch hat mich total neugierig gemacht. Ich selbst bin absolut tanzbegeistert, wenn auch nicht im Bereich Ballett, deshalb habe ich mir in Kombination mit den Hochleistungssport an einer Ballettakademie ein sehr spannendes Buch erhofft. Dass man sich beim Tanzen vergessen kann, weiß ich aus eigener Erfahrung, deshalb hat mich die Idee, durch eine totale Hingabe an einen Tanz ein Tor zu einer anderen Bewusstseinsebene/Dimension zu öffnen sehr begeistert und ich war auf die Umsetzung gespannt.
Die Grundidee des Buches hat mir also absolut gefallen und ich finde sie auch nach wie vor sehr gut, trotzdem gab es leider ziemliche Schwächen bei der Umsetzung. Aufgrund des Klappentextes hatte ich eine Mischung aus Thriller im Bereich Hochleistungssport mit körperlichem sowie psychischem Leistungsdruck und Fantasy erwartet. Irgendwie wurde aber beides nicht ganz erfüllt.
Der Anfang war meiner Meinung nach gut gelungen. Man erfährt als Leser etwas über Vanessa als Hauptperson und deren Vergangenheit, was sehr hilfreich ist, um ihre Beweggründe besser zu verstehen. Auch ihre Ankunft an der Ballettakademie hat mir als Einführung gut gefallen, die ersten Trainingsstunden waren anschaulich beschrieben und obwohl ich keinerlei Ballettkenntnisse habe, waren die Beschreibungen für mich sehr bildlich (wobei ich natürlich nicht weiß, ob meine Vorstellungen auch technisch richtig waren). Die Situation um Margaret wird eingeführt und hat mich wirklich neugierig gemacht. Doch dann passiert erst mal nichts. Vanessas ganze Leben dreht sich nur noch um Proben für eine Ballettaufführung und um Zep, in den sie sich verguckt hat. Von Margaret ist ziemlich lange überhaupt nicht mehr die Rede, womit der Thriller-Part zwischenzeitlich fast komplett wegfällt. Die Stimmung während des Trainings war wirklich sehr gut beschrieben. Ich konnte den Leistungsdruck, welcher auf Vanessa lastete gut nachvollziehen und verstehen, dass sie sich keine Fehler im Tanz erlauben darf. Trotzdem konnte diese grandiose Stimmung eben doch die fehlende Handlung nicht ersetzen. Auch die zaghafte Romanze mit Zep war eher langweilig und frustrierend, weil es einfach zu offensichtlich war, dass mit dem Typ was nicht stimmt. Die Fantasygeschichte, mit der ich noch gerechnet habe, wurde im Prinzip auf den letzten 20 Seiten abgehandelt und hätte meiner Meinung nach nicht mehr auftauchen müssen. In einer anderen Rezension (von Christine Elinor ) wurde es als „häßlicher Beigeschmack des Überwürzten“ beschrieben, und ich finde treffender kann man es nicht formulieren.
Obwohl ich den Fantasypart überflüssig fand, konnte mich das Ende begeistern. Im Gegensatz zum Rest des Buches ging es hier spannend und aktionreich zur Sache. Es ist zudem in sich abgeschlossen, macht aber deutlich, dass es einen weiteren Teil geben wird.
Kommen wir nun zu den Charakteren.
Vanessa als Hauptfigur hat mir relativ gut gefallen, wenn gleich sie doch sehr naiv und scheinbar vom Glück geküsst ist. Sie tanzt unglaublich gut, fast schon herausragend, es macht ihr auch eigentlich Spaß, aber wirklich 100% begeistert ist sie nicht. Warum nimmt sie dann die Qualen des täglichen Trainings auf sich, übt verbissen ihren Solopart im Feuervogel und redet von schmerzenden Füßen, wenn sie eigentlich gar keine professionelle Tänzerin werden will? Das war auf jeden Fall ein Part, den ich überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Das gleiche gilt für ihre Schwärmerei für Zep. Man hat öfters den Eindruck, dass man ein kleines Mädchen vor sich hat, welches gerade die erste Liebe erfährt und sich dabei total zum Affen macht. Ansonsten muss ich aber sagen, dass sie charakterlich gut ausgearbeitet ist, auch wenn diese Tiefe eben nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat.
Alle anderen Charaktere hätte man sich getrost sparen können. Kein einziger , außer vielleicht Justin, konnten mich überzeugen oder gar begeistern. Irgendwie wirkten sie alle sehr farblos und flach. Dabei war durchaus Potential für interessante Charaktere Vorhanden. Vanessas Freundin Steffi zum Beispiel schien teilweise mehr zu wissen/ahnen, als andere und wirkte auch sonst schon sehr erwachsen, aber diese Andeutungen wurden alle fallen gelassen und wurden dann nie mehr erwähnt.
Die beiden männlichen Charaktere waren sehr unterschiedlich. Mit Zep konnte ich mich gar nicht anfreunden, und ich weiß auch nicht, was Vanessa an ihm gefunden hat. Das Bild, welches ich von ihm hatte lässt sich gut mit „Pantoffel(held) in Strumpfhose“ beschreiben. Justin hingegen war mir auch nicht sonderlich sympathisch, er hat aber durch seine zahlreichen Geheimnisse mein Interesse geweckt, und ich hoffe, dass man im nächsten Teil mehr über ihn erfährt.
Der Schreibstil war locker und flüssig zu lesen. Stimmungsmäßig hat mir das Buch wie gesagt sehr gut gefallen, leider fehlte es jedoch an der Umsetzung. Dafür ist das Cover, welches Vanessa zeigt, wunderschön gestaltet, und es kann mich absolut überzeugen.

Fazit:
„Dance of Shadows – Tanz der Dämonen“ ist für Tanzbegeisterte zu empfehlen. Mir hat es von der Atmosphäre her sehr gut gefallen, weshalb ich auch auf jeden Fall den zweiten Teil lesen werde. Die Handlung hat leider große Schwächen und die Charaktere konnten mich auch nicht wirklich überzeugen. Ich vergebe 3 Sterne, weil man das Buch gut lesen kann, aber eben nicht muss. Zudem ist die Idee wirklich erfrischend anders, und mir so noch nicht untergekommen.


GezeitenZauber - Die Bestimmung (Band 1)
GezeitenZauber - Die Bestimmung (Band 1)
Preis: EUR 3,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Fantasysaga über irische Mythologie, 27. Februar 2013
Inhalt:
Nilah lebt in Hamburg zusammen mit ihrem Vater in einem hübschen Haus direkt am Wasser. Eigentlich führt sie ein ganz normales Leben doch in letzter Zeit gibt es immer wieder seltsame Zwischenfälle. So sieht sie z.B. Leichen im Fluss hinter ihrem Haus, die aber im nächsten Moment verschwunden sind. Als sie dann mit ihrem Vater zur Beerdigung ihrer Großmutter Edda nach Irland fährt, häufen sich die Zwischenfälle. Ehe sie sich versieht, steckt Nilah mitten in einem Krieg zwischen Gut und Böse, der seine Ursprünge vor hunderten von Jahren hatte und in dem ihr Blut eine wichtige ja sogar die entscheidende Rolle spielt.

Meinung:
"GezeitenZauber - Die Bestimmung" ist der erste Teil einer Fantasy-Trilogie aus der Feder von Erik Kellen.

Das Buch handelt von Nilah, welche mit ihrem Vater in Hamburg lebt. Sie kriegt dort erst nichts von den dunklen Mächten, welche aus ihrer Verbannung zurückkehren, mit. Doch als sie zur Beerdigung ihrer Großmutter nach Irland reißt, kann sie sich den merkwürdigen Zwischenfällen nicht mehr entziehen. Nilah muss sich gegen das Böse stellen, denn sie trägt ein uraltes Erbe in sich.
"GezeitenZauber - Die Bestimmung" hat mir sehr gut gefallen, obwohl ich anfangs etwas skeptisch war. Von einem Buch, welches Irland als Haupthandlungsort hat, erwarte ich in der Regel sehr viel, da Irland vor Mythologie und Sagen ja nur so strotzt. Da sich zudem die Handlung anfangs nach wenig Neuem anhörte, war ich mir nicht sicher, ob Erik Kellen meinen Ansprüchen gerecht werden kann. Um so erleichterter war ich, als ich immer mehr in den Bann der Geschichte gezogen wurde. Der Autor hat es sehr überzeugend geschafft Irland mit seiner mystischen Atmosphäre einzufangen und dem Leser nahe zu bringen. Vor allem, da ich dieses Land bereits mehrmals bereisen konnte und somit die reale Atmosphäre dort kenne, war das bei mir sicher keine leichte Aufgabe. Die Handlung war ebenso sehr gut an das Land angepasst, was sich nicht zuletzt dadurch bemerkbar gemacht hat, dass man das gesamte Buch über eine tiefe für irische Sagen typische Naturverbundenheit spüren konnte. Zudem konnte mich die Handlung und die damit verbundene Spannung überzeugen, obwohl es einige wenige Stellen gab, die ich als etwas langatmig empfunden habe. Mit einer Szene konnte ich überhaupt nichts anfangen, hier hoffe ich aber einfach auf den zweiten Teil dieser Trilogie.

Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet und haben mich größtenteils überzeugen können. Als Hauptperson tritt hier vor allem Nilah auf, ein 17-jähriges Mädchen aus Hamburg, welches mit ihrem Vater direkt am Wasser lebt. Zu Beginn ist sie eigentlich noch ein Teenager, irgendwo gefangen zwischen dem Leben einer Jugendlichen und dem Beginn des Erwachsenwerdens. Deshalb ist es auch ganz natürlich, dass sie sich mit den normalen Problemen dieses Altes auseinander setzt, ihre Ängste überdenkt und mit aufkommenden Liebesgefühlen zuerst nicht so recht umzugehen weiß. All diese Probleme sind realistisch beschrieben und nehmen gerade soviel Platz ein, um Nilah ein authentisches Auftreten zu geben, ohne dabei zu nerven oder störend zu wirken. Nebenbei muss sie sich mit der Magie Irlands auseinander setzen, wobei sie sich etwas schwer tut. Dabei ist es total nachzuvollziehen, denn vermutlich alle würden mit anfänglicher Ablehnung reagieren. Es dauert relativ lange, bis sie die seltsamen Begebenheiten als Realität anerkennt, was mir sehr gefallen hat, denn all zu oft trifft man auf Protagonisten, die keineswegs überrascht oder verängstigt sind, wenn man ihnen Magie vorsetzt und so ein Verhalten finde ich einfach nur unrealistisch. Mir haben Nilahs Charakter und die Nachvollziehbarkeit ihrer Handlungen sehr gut gefallen.
Der männliche Hauptcharakter ist Liran, ein keltischer Krieger, der vor 2000 Jahren gelebt hat. Da das Böse in Form des „Einzigen“ zurückgekehrt ist, wurde auch Liran in unsere heutige Zeit gerufen, um Nilah zu schützen und den Einzigen zu besiegen. Über ihn erfährt man nicht ganz so viel, da er generell sehr schweigsam und in sich gekehrt ist. Trotzdem fand ich ihn sympathisch und sehr interessant, da er einige innere Konflikte zu lösen hat, und man immer mal wieder Häppchen-weise etwas über seine Vergangenheit erfährt. Zudem verbirgt er einige interessante Charakterzüge oder Ähnliches, über die ich hoffentlich im zweiten Teil noch mehr erfahren werde. Bis zum Schluss war mir nicht ganz klar, wer oder was Liran denn nun eigentlich ist, und was er für Fähigkeiten hat.
Die weiteren Charaktere standen eher im Hintergrund, wobei hier Nilahs Vater und der Rätselfinder Tok eine etwas größere Nebenrolle inne hatten. Wo mir Nilahs Vater jedoch sympathisch in Erinnerung geblieben ist, kann ich Tok mit seiner irgendwie schmierigen Art nicht leiden. Ich bin gespannt, ob sich das vielleicht noch ändern wird. Der „Einzige“ scheint eine wichtige Rolle zu haben, da er als der zentrale Bösewicht dargestellt wird, allerdings wurde über ihn nicht viel verraten, was ich irgendwie schade finde.

Der Schreibstil war sehr erfrischend und abwechslungsreich. Erik Kellen verwendet eine sehr bildliche Sprache, was ich hier absolut fesselnd fand. Man konnte sich förmlich vorstellen, selbst in Irland zu sein und das hat der ganzen Atmosphäre im Buch nochmal etwas magisches verliegen. Die Sprache war ansonsten flüssig und gut zu lesen.
Bis auf einige wenige Szenen war kontinuierlich Spannung vorhanden, weshalb man das Buch sehr schnell durchlesen kann. Leider hat mir das Ende nicht so gefallen, da es ziemlich abrupt und irgendwie mitten drin endet.
Das Cover hat mir sehr gut gefallen, es spiegelt das Mystische wieder und auch von den Farben her passt es meiner Meinung nach sehr gut zur Geschichte. Auch die innere Aufmachung des Buches ist super schön. Immer wieder gibt es wunderschöne Zeichnungen, die zur aktuellen Handlung passen, und auf die sich auch ein genauer Blick lohnt.
Das Buch ist als Taschenbuch und als eBook erschienen. Vor allem das eBook für 99 Cent ist ein absolutes Schnäppchen!

Fazit:
"GezeitenZauber - Die Bestimmung" ist ein wirklich tolles Fantasy-Buch mit überzeugenden Charakteren und einem tollen Handlungsort, für das ich 4,5 Sterne vergebe. Für einige etwas langatmige Szenen und das abrupte Ende ziehe ich einen halben Stern ab. Zudem hätte ich mir mehr Informationen über den "Einzigen" gewünscht. Trotzdem gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.


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