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Rezensionen verfasst von
Mondscheinleser

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Das Haus des Windes: Roman
Das Haus des Windes: Roman
von Louise Erdrich
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3.0 von 5 Sternen Heftige Geschichte über das Leben der Ureinwohner Amerikas in den 1980ern, 10. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Das Haus des Windes: Roman (Taschenbuch)
Zum Inhalt: 1980er Jahre, in North Dakota, auf dem Stammesland der dortigen Ureinwohner, wird die Frau des Richters vergewaltigt. Ihr Sohn, der dreizehnjährige Joe, versucht, den Täter zu fassen und seine Mutter zu rächen. Doch seine traumatisierte Mutter schweigt zum Vorfall und der Alltag geht weiter. Die Gesetzeslage für die Ureinwohner ist zu dem sehr rückständig und diskriminierend. Nebenher schlägt sich Joe mit pubertären Problemen herum und erkennt nach und nach die Gewalt, die sich auch durch den restlichen Stamm zieht...

Der Erzählstil war größtenteils in Ordnung. Was mich aber an ihm gestört hat, ist, wenn besonders grausame oder kuriose Details immer und immer wieder erzählt wurden, als Beispiel sei hier die Zeckenplage zu nennen, die die Suche Joes und seiner Freunde nach dem Täter an einem See sehr erschwert oder eine Frau, deren Kopf von Geburt an ungestaltet ist und sie somit während ihres Auftritts im Buch sehr eindringlich immer wieder als hässlich bezeichnet wird. Mir war das als Leserin zuviel. Ich hatte das auch schon beim ersten Lesen verstanden und kam mir leicht dement vor, weil dies so oft wiederholt wurde. Offenbar wollte die Autorin da besonders drauf hinweisen, weil es ihr sehr wichtig erschien (warum auch immer?). Auch für die Brüste von Tante Sonja (die ja sogar im Rückentext erwähnt werden, gilt diese Wiederholungsmanie, die mich wirklich nervte.

Die Ausarbeitung der Charaktere ist dagegen sehr gut gelungen, das fand ich gut. Besonders die zwiespältigen Gefühle Joes konnte ich gut nachvollziehen.

Die Geschichte beginnt mit einer Vergewaltigung, so dass mir schon beim Lesen der Leseprobe klar war, dass auch sehr heftige Details genannt werden könnten. Das ganze Ausmaß der Gewalt war mir aber nicht bewusst und da hätte ich einen Hinweis auf dem Rückencover gut gefunden. Dort wird doch sehr verharmlosend vom Inhalt geschrieben. Da ich nicht spoilern möchte, kann ich hier nur erwähnen, dass das Buch dadurch auf jeden Fall Psychothriller-Elemente aufwies, die mir sehr an die Nieren gingen.

Die Kultur, die Denkweise und die Probleme der Ureinwohner Amerikas wurden gut dargestellt. Man kann viel Neues erfahren, was auch wirklich interessant war.

Insgesamt war das Buch unterhaltsam und interessant zu lesen, wenn mich auch halt die Gewalt darin etwas schockiert hat und mir der Erzählstil nicht lag. Daher kann ich das Buch eingeschränkt weiterempfehlen.


Sörensen hat Angst
Sörensen hat Angst
von Sven Stricker
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Kleines Dorf mit düsterem Geheimnis und einem Kommissar mit Angststörung - super gelungen!, 8. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Sörensen hat Angst (Taschenbuch)
Zum Inhalt: Sörensen, Hauptkommissar bei der Kripo in Hamburg, lässt sich aufgrund seiner Angststörung in das idyllische kleine verschlafene Dorf Katenbüll in Nordfriesland versetzen. Dort will er sein Leben in aller Ruhe in den Griff bekommen, doch weit gefehlt: Gleich am ersten Tag seiner Ankunft wird der Bürgermeister erschossen. Ein düsteres Geheimnis scheint auf dem Ort zu liegen. Bald gibt es eine weitere Leiche und Sörensens Nerven liegen blank...

Der Erzählstil ist super gelungen, witzig bis sarkastisch, mit schwarzem Humor und Selbstironie. Die Fguren sind gut ausgestaltet, besonders Sörensen. Seine Angststörung konnte ich sehr gut nachvollziehen, da ich selbst ein Familienmitglied mit einer solchen habe. Die Symptome und Gedanken sind sehr gut dargestellt!

Es hat richtig Spaß gemacht, den Krimi zu lesen, obwohl das Thema, um das es letztendlich geht, nichts für schwache Nerven ist und mir auch ziemlich an die Nieren ging (weiter gehe ich nicht drauf ein wegen Spoilergefahr). Es ist keinesfalls ein schunkeliger, ruhiger Regionalkrimi, sondern im Gegenteil, geht er in Ansätzen in Richtung Thriller mit grausamem Hintergrund, dramatischen Szenen und Gewalt. Dazwischen kann man aber immer gut Luft holen bei Dauerregen und Wind am Deich, wenn Sörensen sich mit dem geschundenen Bauershund anfreundet oder die Familie seiner Kollegin Jennifer kennenlernt. Die Mischung ist einfach perfekt gelungen, meinen großen Respekt!

Auf jeden Fall erwartet den Leser/die Leserin hier ein sehr spannender, teils brutaler, atmosphärisch dichter, interessanter, zum Ende hin auch sehr dramatischer und trauriger Krimi, den ich jedem ans Herz legen kann, der tiefgründige und gut erzählte Geschichten mag und nicht nur oberflächliche Unterhaltung.

Mein Fazit: Unbedingt lesen! Ein super gelungener Regionalkrimi, den man nicht verpassen darf! Meine vollste Leseempfehlung!

PS: Es wird laut Autor auch noch ein Hörspiel geben, mit Bjarne Mädel, darauf bin ich ebenfalls sehr gespannt (als alter Hörspielfan).


Schmale Pfade
Schmale Pfade
von Alice Greenway
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,00

5.0 von 5 Sternen Eindrucksvoll, ruhig und tiefgründig erzählte Lebensgeschichte eines Ornithologen, 6. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Schmale Pfade (Gebundene Ausgabe)
Eine Insel in Maine, 1973: Der alternde Ornithologe Jim Kennoway verkriecht sich nach der Amputation seines Beines in dem alten Ferienhaus, das sich seit jeher im Besitz der Familie befindet. Als letztes Projekt will er sich einer literarischen Arbeit widmen, welche im Zusammenhang mit dem Klassiker "Die Schatzinsel" und seiner Leidenschaft für die Ornithologie steht. Seine Ruhe wird bald gestört, indem ein alter Freund von den Salomonen, den Jim im Zweiten Weltkrieg kennengelernt hatte, seine Tochter zu Jim schickt, die bald ein Medizinstudium in den USA beginnen wird. Die unbescherte Jugend Cadillacs, ihre unschuldigen Fragen und ihre Herkunft versetzen Jim immer öfter in die Vergangenheit, in jene Zeit, als die USA gegen die Japaner kämpften und in diesem Krieg grauenvolle Dinge geschahen...

Ein außergewöhnlich gut geschriebener Roman, der mich von der ersten Seite an gepackt hatte, aber nicht durch Spannung oder besonderer Rätselhaftigkeit, sondern durch den wundervollen Schreibstil, den Beschreibungen von Land und Leuten, vom alten Sturkopf Jim und seinen Mitmenschen und auch die Rückblicke in die Vergangenheit, die langsam, nach und nach, Jims Leben entschlüsseln.

Das Buch ist von der ruhigen Sorte, sehr tiefgründig und atmopshärisch dicht. Spannung im Sinne von Action darf man nicht erwarten, eher ist es ein Puzzle, das zusammengesetzt wird.

Die Stimmung ist dabei eher gedrückt, aber nicht zu depressiv. Besonders das Ende hat mir dabei sehr gefallen, weil es das Buch gut und hoffnungsvoll abschließt.

Mein Fazit: Mir hat der Roman sehr gefallen. Ich mag diese unaufgeregte Art des Erzählens, die langsame Entwicklung der Geschichte, die präzise und tiefe Darstellung von Figuren. Von daher kann ich das Buch sehr weiterempfehlen!


Die sieben Tode des Max Leif: Ein Hypochonder-Roman
Die sieben Tode des Max Leif: Ein Hypochonder-Roman
von Juliane Käppler
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen Die Lebenskrise des Max Leif, 31. Januar 2016
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Zum Inhalt: Max Leif ist ein erfolgreicher Musikproduzent mittleren Alters, als sein Leben durch ein Herzinfarkt aus dem Takt gerät. Gerade als er eine Erholungsreise mit seinem besten Freund Paul plant, stirbt dieser und Max setzt sich alleine in den Flieger. Schon auf dem Rückflug treten dann die ersten Angstsymptome auf. Der Brustkorb wird eng, der Magen kneift. Turbulenzen auf dem Flug machen die Sache nicht besser. Auch zu Hause kommt Leif einfach nicht wieder in den Tritt und entwickelt sich langsam, aber sicher zu einem Hypochonder, der damit seinen Mitmenschen sehr auf die Nerven geht. Bald stellt sich heraus, wer wirklich seine Freunde sind und wer sich nur in seinem Erfolg gesonnt hatte...

Der Roman ist im Ich-Erzählstil geschrieben, so dass man Max als Figur direkt von innen und außen erlebt. Seine Gedanken und Empfindungen zusammen mit den Aktionen und Erlebnissen fand ich sehr spannend zu lesen. Dabei war mir Leif leider zunehmend unsympathischer, aber das war für mich in Ordnung, da ich sein Leben und Schicksal sehr interessant fand.

Die eine oder andere Szene zum Schmunzeln war auch gegegeben, es ist aber kein Buch zum Schenkelklopfen, sondern überwiegend sehr ernst und sogar teilweise recht tragisch. Je besser man Leif kennenlernt, desto zwiespältiger wird einem die Figur, so ging es jedenfalls mir.

Mein Fazit: Ein gelungenes, überraschend tiefsinniges und ernstes Buch über einen Menschen in einer Lebenskrise, aus der er gestärkt oder geschwächt hervorgehen kann. Sehr interessant und spannend zu lesen, daher von mir eine klare Leseempfehlung!


Sterben ist das Letzte: Ein Salzburg-Krimi
Sterben ist das Letzte: Ein Salzburg-Krimi
von Franz Zeller
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Gelungener Salzburg-Krimi mit Sozial- und Konsumkritik, 30. Januar 2016
Zum Inhalt: Maximilian Marthaler, Sohn und Nachfolger des Marthaler Imperiums von Firmen in Salzburg fühlt sich zu Recht bedroht, als im Sushi-Restaurant ein abgetrennter Finger übers Essensband fährt, Gestalten um sein Haus schleichen und dieses schließlich mit Drohungen versehen wird. Der Ermittler Franco Moll, sein Kollege Oberhollenzer und die neue Chefin, die Wienerin Pelegrini haben bald einen Fall auf der Wache, als eine Leiche in einer Mülltonne gefunden wird, eben jener Marthaler, der sich mit sozialdarwinistischen Aussprüchen und überheblichem, rassistischem und frauenverachtendem Verhalten bei vielen Leuten vorher so richtig unbeliebt gemacht hatte. So haben auch mehrere Personen ein Motiv für einen Motiv, viel Arbeit für das Ermittlerteam...

Der Krimi behandelt neben der Krimihandlung, mit dieser verflochten und auch nebenher, eine Sozial- und Konsumkritik, was dem Buch eine gewisse Tiefe gibt, ohne dabei ständig den Zeigefinger zu erheben. Besonders die Lebensmittelverschwendung und die Einstellung der Priveligierten und Reichen den Armen und sozial Schwachen werden hier behandelt, was mir sehr gefallen hat, da mich diese Themen sehr interessieren und ich sie für wichtig halte.

Der Erzählstil ist dabei dem Inhalt angemessen, leicht zu lesen, aber nicht oberflächlich. Ebenso sind die Figuren gut ausgestaltet und überzeugend in ihren Ansichten und Motivation.

Das Element des Regionalkrimis, Salzburg, kommt ebenfalls gut zur Geltung, indem die Stadt und ihre Bewohner gut beschrieben werden.

Mein Fazit: Absolut positiv, ein gelungener Krimi, der mir sehr gefallen hat und den ich daher jedem weiterempfehlen kann. :-)


Carlin kopfüber
Carlin kopfüber
von Kirsten Hinkler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

4.0 von 5 Sternen Außergewöhnliches Bilderbuch, schön gezeichnet, unterhaltsam und lehrreich zugleich, 15. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Carlin kopfüber (Gebundene Ausgabe)
Carlin, die kleine Fledermaus, hat es nicht so eilig wie die anderen. Statt endlich loszufliegen, hängt er lieber kopfüber an seinem Ast und unterhält sich mit Berga, der kleinen Motte, die ihm von der Wiese erzählt. Doch auch Carlin ist irgendwann soweit, durchzustarten...

Schön und ungewöhnlich gezeichnetes Bilderbuch mit einer niedlichen und mutmachenden Geschichte für kleinere Kinder.

Mein Sohn war mit 4 noch etwas zu klein, da er etwas Schwierigkeiten hatte, die Tiere im "Gewimmel" zu erkennen oder z. B. die Wiese bei Nacht. Aber mit Erklärungen und mehrmaligem Vorlesen hat auch er Gefallen an dem Buch gefunden. Seitdem heißt jede Fledermaus auf Bildern Carlin. Das Buch hat also Eindrücke hinterlassen.

Auch als erwachsene Vorleserin hat man seinen Spaß mit dem Buch (das ist ja leider oftmals nicht so, sondern man rauft sich die Haare über die Logik in Geschichten. Das ist hier zum Glück nicht der Fall!).

Man erfährt viel über das Leben der Fledermäuse und nebenher noch über die eigene Geschwindigkeit und Freundschaft. Im Anhang erfährt man noch Weiteres über Fledermäuse, das hätte sogar gerne noch etwas mehr sein können.

Mein Fazit: Ein ungewöhnliches, gelungenes, wunderschön gezeichnetes Bilderbuch zum Vorlesen über Fledermäuse. :-)


Mach mir den Garten, Liebling!: (K)ein Landlust-Roman
Mach mir den Garten, Liebling!: (K)ein Landlust-Roman
von Ellen Berg
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leichte Kost für kurzweilige Unterhaltung, 5. Januar 2016
Bei Luisa Fröhlich, 38 Jahre alt, Single und Workaholic, dreht sich das ganze Leben um ihre Arbeit bei der "Great Fun Connection", einer kleinen, heruntergewirtschafteten Firma, die Geschenkartikel herstellt, die keiner kaufen will. Vor dem 30jährigen Firmenjubiläum stellt ihr der Chef eine Beförderung in Aussicht, doch es kommt ganz anders: Die Firma wird umstrukturiert, die Mitarbeiter gemobbt, gegängelt und entlassen und Luisa dreht am Rad. Daneben hat sie noch ein Schrebergartenproblem zu lösen, doch von dort kommt gleichzeitig Hilfe in Form des attraktiven Italieners Eddy und der resoluten Globetrotterin Rena...

Unterhaltsame Story, die leicht zu lesen ist, mit einem einfachen Schreibstil, bei dem einem die Seiten nur so wegfliegen.

Die Figuren waren teilweise ein wenig überzeichnet. Mit der Hauptfigur bin ich nicht vollends warm geworden. Das störte aber in diesem Buch nicht, da sie sich auf jeden Fall zum Positiveren entwickelte. Die Schrebergarten-Figuren waren dafür schön skuril, besonders der kettensägende Nachbar. Die Kollegen von Luisa nervten dagegen leider sehr, vor allem aber auch der Chef mit seinem Sprachtick.

Mein Fazit: Recht gelungener Roman für leichte Unterhaltung und angenehme Lesestunden. Für mich hätte es gerne noch mehr Gartenthema und weniger Jobthema sein können, wie es das Cover suggerierte.


Deserteure
Deserteure
von Roland Zingerle
  Broschiert
Preis: EUR 12,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender ungewöhnlicher Fall aus Kärnten, 23. Dezember 2015
Rezension bezieht sich auf: Deserteure (Broschiert)
Ernst Vogt, ehemaliger UN-Soldat, wurde wegen eines Vorfalls in einem Stützpunkt zur Überwachung der Truppenentflechtungszone zwischen Israel und Syrien, auf den Golanhöhen, zu jahrelanger Haft verurteilt. Nun ist er wieder frei und entdeckt einen der angeblich damals verschwundenen Soldaten, für die er u. a. verurteilt wurde, welcher nun in Kärnten, bei Bad Sankt Leonhard, einen Autounfall hatte. Besonders auffällig ist, dass er offenbar seine Identität geändert hat. Um seine Unschuld im Nachhinein zu beweisen, wendet Vogt sich an die sehr engagierte und ehrgeizige Journalistin Barbara Stromberger, die sich sogleich die Unterstützung von Hubert Pogatschnig, Ex-Detektiv und Bierführer sichert.

Was folgt, ist ein interessanter, spannender und sehr verworrener Fall, der für die Hauptfiguren schließlich sehr gefährlich wird.

Der Erzählstil ist sehr einfach gehalten. Oftmals wird Umgangssprache verwendet, was in diesem Krimi gut passt. Der Showdown wird ungewöhnlich als Nacherzählung widergegeben und somit durch eine der Figuren geprägt. Das ist ein ungewöhnliches, aber gelungenes Erzählexperiment, die ich schätze.

Interessant waren für mich vor allem die Beziehungen der Figuren untereinander (das Gemauschel ;-) ) und das langsame Entwirren der Vergangenheit.

Mein Fazit: Gelungener Krimi mit interessanten Figuren und einer ungewöhnlichen und spannenden Thematik, die ich so vorher noch nie gelesen hab. Mir hat er gefallen und daher kann ich ihn weiterempfehlen.


Du, ich und die Farben des Lebens
Du, ich und die Farben des Lebens
von Noa C. Walker
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dramatische, hoffnungsgebende und liebevoll erzählte Geschichte zum Thema Krebs, 23. Dezember 2015
Die 24jährige Janica hat in ihrem Leben schon eine Krebserkrankung überwunden und arbeitet nun ehrenamtlich neben ihrem Job als Schornsteinfegerin in einem Kinderhospiz, als sie eines Abends auf einer Brücke Steffen findet, der seinem Leben ein Ende setzen will, nachdem ein SEK-Einsatz mit einem toten Kind endete und er nicht damit klarkommt. Sie überzeugt ihn, sich in Therapie bei ihren Eltern, ausgebildeten Fürsorgern, zu begeben. Bald lernt sie auch seinen Bruder Thomas, ein Physiklehrer, kennen und lieben. Doch die Vergangenheit holt sie wieder ein, nachdem bei einer Routineuntersuchung Krebszellen gefunden werden...

Dieses Buch hat mich wortwörtlich umgehauen, sowohl sprachlich (wunderschöne Be- und Umschreibungen), von den sehr gut gezeichneten Figuren mit glaubwürdigen und tiefen Charakteren bis zu den Ereignissen, die von wundervoll romantisch bis schrecklich dramatisch und grausam reichen.

Auf jeden Fall war es keine leichte Lektüre, auch wenn die erste Hälfte des Buches sehr locker-leicht daher kommt, mit langen und ausführlichen Beschreibungen, einer Heilungs- und Liebesgeschichte und der genauen, aber auch irgendwie rührenden Erzählung zur Arbeit im Kinderhospiz. Spätestens ab der zweiten Hälfte wird das Buch dann sehr dramatisch, sehr ernsthaft, ohne zu überzeichnen.

Die Krebserkrankung und ihre Therapieversuche werden sehr genau dargestellt, dabei schonungslos ehrlich und in allen Einzelheiten. Das muss man als Leser erstmal verkraften. Mir jedenfalls viel das zuerst sehr schwer, weiterzulesen, mich der Thematik und dem Ende zu stellen. Ich glaube aber, dass mich das Buch in der Richtung weitergebracht hat. Ich denke noch oft darüber nach und trotz seiner Grausamkeit hat das Thema Krebs doch auch ein wenig von seinem Schrecken verloren.

Mein Fazit: Wahrlich kein leichtes Thema, somit auch kein leichtes Buch, das aber durch seinen Tiefgang, die Figuren und die genauen Informationen ein gutes Gleichgewicht findet und die Krankheit und ihre Folgen in allen Facetten darstellt. Gleichzeitig ist es auch ein großes Buch über das Leben, über das, was wirklich wichtig ist, über Wertschätzung, Liebe und Freundschaft. Taschentücher sollte man dennoch bereithalten und man sollte auch nicht den Fehler machen, es nachts alleine zu lesen, wenn man danach noch schlafen möchte. Mich hat das Buch gleichzeitig mitgenommen und bereichert. Das passiert mir nicht so oft. Daher super gelungen und weiterzuempfehlen!


Blauäugig. Ein Provinz-Krimi aus Niedersachsen: Kindsmord in Gifhorn. Richard Wehmeier setzt alles daran, siene Unschuld zu beweisen. Hochspannung mit einem packenden Regionalkrimi (Sutton Krimi)
Blauäugig. Ein Provinz-Krimi aus Niedersachsen: Kindsmord in Gifhorn. Richard Wehmeier setzt alles daran, siene Unschuld zu beweisen. Hochspannung mit einem packenden Regionalkrimi (Sutton Krimi)
von Beate Winter
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Gelungenes Debüt, 21. Dezember 2015
Richard Wehmeier, ehemaliger Jugendamts-Mitarbeiter, saß jahrelang verurteilt wegen Kindsmord im Gefängnis, obwohl er immer seine Unschuld beteuerte. Nun geschieht ein neuer Kindsmord und wieder ist Wehmeier in der Nähe und wird sogleich verdächtigt. Seine einzige Chance, seine Unschuld zu beweisen, ist, den Mörder zu finden. Bald ist er in Lebensgefahr, weil ein Unbekannter offenbar genau das verhindern will und Anschläge auf ihn verübt...

Gut geschriebener, kurzweilig zu lesender Krimi, der in Gifhorn in Niedersachsen spielt. Die Autorin stammt aus der Region und man merkt, dass sie Regionalkenntnisse hat, was ich gut finde (Nichts ist schlimmer als ein Regionalkrimi von Autoren, die die Region nur als Touristen besucht haben) und die Region und ihre Bewohner (die angeblich so sturen und verschlossenen Nordlichter ;-) gut beschreiben kann.

Die (Haupt-)Figuren sind super gezeichnet und in ihren Ansichten und Motivationen überzeugend.

Das Thema ansich, Kindsmord und Kindesmissbrauch, ist heftig, wird aber zum Glück nur angerissen ohne zu krasse Details (die kann man sich als Leser ja dazudenken). Hier war die Gewichtung aus Information ohne zu effektheischend oder brutal zu sein, genau richtig.

Nebenher kann man als Leser gut miträtseln, wer der Mörder ist und wie die Zusammenhänge zwischen beiden Taten sind könnten. Man kommt mit etwas Krimiefahrung auch auf einige richtig Ergebnisse.

Mein Fazit fällt daher sehr positiv aus. Mir hat der Krimi sehr gefallen und ich kann ihn jedem (Regional-)Krimifan weiterempfehlen.


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