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Beiträge von Niclas Grabowski
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Rezensionen verfasst von
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   

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Mattel Barbie Y6858 - Barbie und ihre Schwestern im Pferdeglück, Puppe mit Pferd
Mattel Barbie Y6858 - Barbie und ihre Schwestern im Pferdeglück, Puppe mit Pferd
Wird angeboten von MB Shop
Preis: EUR 71,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Barbie-Prinzip, 13. August 2013
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Zu der allgemeinen Kritik an den langen Beinen, großen Brüsten, schmalen Hüften und generell unechten Körperproportionen sowie dem Konsumterror für Kinder kann ich nur eines sagen: Ich habe nicht mit Barbies gespielt. Und dennoch finde ich, dass elegante Kleidung im Leben etwas sehr Wertvolles sein kann. Und ich finde, dass Frauen und natürlich auch Männer gut daran tun, zumindest mit etwas Sport und gutem Essen dafür zu sorgen, dass Beine und andere Körperteile nicht zu dick werden. Kurz: Ich bin offenbar alles geworden, was die Gegner einer Produktserie wie Barbie so hassen, und das ganz ohne Barbies. Und ich wäre auch noch froh, wenn ich das mit der Eleganz und der Sportlichkeit auch an meine Kinder weitergeben könnte. Allerdings habe ich Kinder, die sich ohnehin nichts sagen lassen. Weder von mir, noch von Barbie.

Dank einer Ausstellung im Barbiehaus (derzeit in Berlin) habe ich nun gelernt, dass es durchaus sehr schöne, aber auch sehr dröge Barbies gibt. Barbies haben tatsächlich unterschiedliche Gesichter, verschiedene Proportionen, Haare und Accessoires. Und leider sind die allerschönsten Barbies - gestaltet von Designern wie Gaultier - noch nicht mal erhältlich. Diese Barbie ist nun auf den ersten Blick eine schöne Barbie mit elegantem Kostüm. Stiefel, Reiterhelm, Jacke sind gut abgestimmt und passen farblich zueinander. Nur dass die Hose hier fehlt, statt dessen die Beine hier als Hose gestaltet sind, trübt das Bild. Ich finde das eine schlechte Idee. Meine Tochter dagegen sieht das ganz pragmatisch, erklärt die Beine zur Strumpfhose und zieht einfach die Hose einer anderen Barbie darüber. Sagen wir es mal so: Hier hätte man zum sonst guten Design einfach mehr tun können. Aber möglicherweise wären Reiterhosen auch einfach zu eng, um dann noch damit zu spielen.

Das mit dem Pferd funktioniert, wenn auch nur auf glattem Boden. Allerdings funktioniert es erst nach einiger Konfusion. So sind vier Batterien, die in das Pferd eingebaut werden müssen, nicht im Lieferumfang. Das es vier sind, war der Hinweis, der mir zuerst gefehlt hat. Beim ersten Öffnen scheint nämlich nur ein Batteriefach für zwei Batterien vorhanden zu sein. Dieses lässt sich aber herausziehen, worauf man dann den Platz für zwei weitere Batterien zu sehen bekommt. Und auch, dass man das Pferd erst mit einem Druck auf den Knopf auf der Stirn aktivieren muss, war mir aufgrund der fehlenden Bedienungsanleitung nicht wirklich klar. Kurz: Vater muss erst einmal mitspielen, ehe das alles zum Laufen gebracht werden kann.

Nach dieser kleinen Herausforderung hatten aber alle viel Spaß mit der Barbie, zumindest für eine halbe Stunde. Jetzt muss ich nur hoffen, dass die Kleine nicht zu schnell auf die Idee mit dem richtigen Pferd kommt...


Panasonic ES-ST25KS803 Trocken- / Nassrasierer  schwarz/silber
Panasonic ES-ST25KS803 Trocken- / Nassrasierer schwarz/silber
Preis: EUR 99,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reizungslos, 13. August 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Immer noch etwas lauter als mein alter Rasierer ist dieses leichte und sehr handliche Gerät von Panasonic. Und da auch schon die Gebrauchsanleitung darauf hinweist, dass man das mit dem Bartsensor und der diesem folgenden automatischen Einstellung der Rasierstärke nicht immer merken wird, kann ich hier ohne Bedenken sagen, dass ich von diesem Feature nichts bemerkt habe. Egal ob an- oder ausgeschaltet, das Ergebnis und das Gefühl beim Rasieren blieb identisch.

Ansonsten gibt es hier aber kaum etwas zu meckern. Die Rasur ist gründlich, und auch an schwierigen, nicht ebenen Stellen am Hals lassen sich die Haare gut entfernen, ohne dass es zu Reizungen oder Verletzungen kommt. Der übliche Hinweis, dass sich die Haut ein paar Wochen an den neuen Rasierer gewöhnen muss, ist zwar in der Gebrauchsanweisung enthalten. Meine Haut jedoch mag den Panasonic sofort. Damit ist dies der erste der von mir getesteten Rasierer, der die Qualität des sonst von mir bevorzugten Modells von Braun erreicht, wenn nicht sogar übertrifft. Insbesondere das Problem beim Braun, dass mit zunehmender Betriebsdauer die Temperatur der Scherenblätter steigt, tritt hier nicht auf.

Im Lieferumfang fehlt übrigens eine Reisetasche oder ähnliches. Für mich ist das ein Defizit, da ich vor allem auf Reisen gut rasiert sein muss. Dafür ist hier ein kleines Fläschchen mit Öl enthalten. Dieses wird bei fast allen elektrischen Rasierern zur Wartung empfohlen, ist aber nie dabei. Dass dies hier enthalten ist, kann ich deshalb nur loben.


Nikon Aculon T51  10X24  Fernglas (10-fach, 24mm Frontlinsendurchmesser) schwarz
Nikon Aculon T51 10X24 Fernglas (10-fach, 24mm Frontlinsendurchmesser) schwarz
Preis: EUR 129,00

5.0 von 5 Sternen Opernglas, 8. August 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Dies ist ein kleines, handliches Fernglas, gerade noch in der Größe, die in eine Handtasche passt. Für die Jacketttasche ist es etwas zu groß. Für wirklich ferne Objekte ist die Vergrößerung nicht ausreichend, aber für Konzerte, Theater, Opern oder auch mal für Architekturfans, die Details hoch an Gebäuden sehen wollen, bietet das Fernglas einen guten Kompromiss zwischen Größe, Gewicht und Leistung.

Augenabstand und Schärfe sind einstellbar, dazu gibt es auch eine Funktion für die Einstellung auf Brillenträger mit unterschiedlichen Dioptrienwerten in beiden Augen. Das Fernglas lässt sich nicht direkt auf die Augen setzen, für die oben beschriebenen Anwendungen geht das aber in Ordnung.

Das Gehäuse wirkt durchaus stabil und die Verarbeitung scheint mir sehr gut zu sein. Das Fernglas fühlt sich auch einfach gut an. Es wundert mich nur etwas, dass in der Gebrauchsanleitung sowohl auf die Empfindlichkeit gegenüber Sonneneinstrahlung als auch gegenüber Feuchtigkeit hingewiesen wird. Ich muss gestehen, ich finde das Fernglas zu schön, um jetzt mit Experimenten zu beginnen. Ich kann aber nur hoffen, dass es sich im praktischen Einsatz in freier Natur als haltbarer erweist als dort angedeutet.


Nikon Aculon A211 10-22x50 Zoom-Fernglas (10- bis 22-fach, 50mm Frontlinsendurchmesser) schwarz
Nikon Aculon A211 10-22x50 Zoom-Fernglas (10- bis 22-fach, 50mm Frontlinsendurchmesser) schwarz
Preis: EUR 139,00

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine ruhige Hand, 6. August 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Sagen wir es mal so: Ein Fernglas mit besserer Optik habe ich noch nicht in der Hand gehabt - möglicherweise weil mir das mit dem Bund erspart geblieben ist. Tatsächlich ist der Effekt der Vergrößerung durchaus eindrucksvoll - eine Satellitenantenne ein paar Häuser weiter war mir vorher noch nicht aufgefallen, und der vermeintliche Blick durch ein fernes Haus hindurch stellte sich als ein Spiegel heraus. Das alles funktioniert auch durchaus gut in der Abenddämmerung, das Fernglas verstärkt kein Licht, aber die Optik scheint mir auch keines bzw. wenig zu schlucken. Jedenfalls wenn - ja wenn - man lange genug an der Einstellung gearbeitet hat.

Hier kann man nicht nur die Entfernung und die Schärfe (unabhängig für beide Augen) einstellen, sondern auch den Augenabstand. Und hier fällt auf, dass auch kleine Fehleinstellungen zu hohen Einbußen bei der Sichtqualität führen. Und dann gibt es noch das Problem, dass bei entsprechender Vergrößerung es freier Sicht auf das Ziel bedarf. Das hört sich zwar selbstverständlich an, aber zumindest für mich war das Problem größer als gedacht. Es ist nämlich durchaus schwer, das Fernglas an den Augen stabil zu halten. Denn zumindest bei mir lässt sich das Fernglas nicht glatt auf die Augen aufsetzen, so dass die Hände es frei halten müssen. Und das wackelt dann schon etwas nach längerer Zeit. Und bei nicht freier Sicht stören die (extrem unscharfen) Objekte im näheren Blickfeld dann erheblich. Würde man das Fernglas direkt auf die Augen aufsetzen können, läge es ruhiger, weil der Kopf eben auch stützen kann.

Nicht zuletzt deshalb gibt es dann auch einen Adapter für ein Stativ. Möglicherweise macht das Fernglas auf einem solchen noch etwas mehr Sinn. Auch deshalb, weil mich die Abdeckungen der Objektive und Okulare etwas an der Robustheit des ganzen zweifeln lassen. Sie fallen zu leicht ab, und auch die mitgelieferte Tasche ist zwar durchaus optisch eindrucksvoll, aber nicht wirklich gepolstert. Die Bedienungsanleitung rät jedenfalls erst einmal zur Vorsicht. Für den Ausflug ins Gelände sollte man also neben der Vergrößerung der Optik also auch noch ein wenig auf Stabilität achten - hier erscheint mir das Fernglas nicht ganz so führend.


IDEAT #100
IDEAT #100
von Ideat
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 69,00

4.0 von 5 Sternen Lebensstil, sehr modern, sehr französisch, 6. August 2013
Rezension bezieht sich auf: IDEAT #100 (Gebundene Ausgabe)
Zuerst einmal erscheint das Buch wie ein überdimensionales Magazin. So etwa wie die Vogue, die auch erst mal mit einigen Seiten Werbung beginnt, wenn man sie aufschlägt. Mit so vielen Seiten, dass man das Inhaltsverzeichnis erst einmal suchen muss. Nun sehe ich das aber nicht nur negativ. Die Vogue schließlich besteht fast nur aus Werbung, diese ist aber so gut gemacht, dass ihre Lektüre eben auch ein Genuss ist, mit schöneren Photographien als in jeder anderen Zeitung, und mit schöneren Frauen als im Playboy. Es muss halt nur die richtige Werbung sein. Am besten für Dinge, die man sich ohnehin nie leisten kann. So ist denn auch die Versuchung nie so richtig groß.

IDEAT ist nun nicht die Vogue, aber immerhin fast. Nur das es hier nicht um tragbare Luxusartikel geht, sondern vor allem um Immobiles. "Idées, Design, Architecture, Tendances" dafür steht dieser Name, und ein erstes Blättern offenbart denn auch, dass sehr vieles sich hier um Innenarchitektur dreht. Und dass dieses großformatige, schwere und überhaupt aufwendig produzierte Buch nicht weniger sein soll als ein Best-Of dieser Zeitschrift, die es immerhin schon sein 1999 gibt. Alles natürlich nur auf Französisch - vielleicht auch deshalb, weil eine Übersetzung der schönen Seitengestaltung und Typographie nur schaden könnte.

Im Zentrum dieser Veröffentlichung steht hier aber noch etwas besonderes. Um Listen geht es hier, die besten Photos, die besten Stadthotels, die besten Grafiken, die besten Designer, die besten Designermöbel. Selbst die besten Songs aus der Sicht von IDEAT finden sich hier. Und so ergibt dieses Buch denn noch etwas mehr als nur eine Rückschau auf die vierzehn Jahre der Existenz dieser Zeitschrift. Es ist eine Sammlung des guten, französischen Geschmacks, den wir hier erläutert bekommen, und es ist beruhigend zu sehen, dass dieser sich eben nicht nur um französische Produkte dreht. Aus guten Ideen der ganzen Welt hier etwas mit französischen Charme zu machen, von dieser Kunst erzählt dieser Band - in Texten, Photos, Grafiken und Listen.


Wiedersehen mit Babylon
Wiedersehen mit Babylon
von F. Scott Fitzgerald
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Über den Kater, 5. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wiedersehen mit Babylon (Gebundene Ausgabe)
Immerhin eine der Geschichten hat ein klassisches Happy End. Zwei Liebende finden sich nach Jahren der Irrungen. Und dann gibt es auch noch diese eine Geschichte mit einem physikalischen Experiment, die man durchaus humoristisch nennen kann. Aber bei den meisten der rund zwei Dutzend Geschichten in diesem Buch geht es um anderes. Nämlich um das Aufwachen am Morgen nach der Party. Dieses ist nämlich aufgrund des feuchtfröhlichen Charakters von Parties in diesem Buch mit drastischen Kopfschmerzen verbunden. Aber es geht nicht nur um die mittel- bis langfristigen Folgen des Alkohols. Es geht auch um die Parties, die sich in gesellschaftlichem und geschäftlichen Erfolg manifestieren - kurz: Es geht um die Parties, die mit einem amerikanischen Traum verbunden sind, in dem jeder es schaffen kann, möglichst sogar schon geschafft hat. Doch der Status, der sich hier aus dem Erfolg ergibt, erweist sich als brüchig. In Wirklichkeit ist nichts stabil in dieser Welt, weil nämlich alles hohl ist. Und weil Menschen, wenn sie denn die Wahl haben, sich im Zweifel für ihr eigenes Unglück entscheiden.

Dieser Band enthält die Geschichten, die Fitzgerald zu Beginn der 30er Jahre geschrieben hat. Der Autor ist in den 20er Jahren berühmt geworden, möglicherweise mehr mit der Schilderung des Rausches der goldenen 20er als mit der Schilderung von dessen Folgen - auch wenn das mit dem hohl Sein auch schon in dessen "The Great Gatsby" von 1925 auftauchte. Hier nun - in den Geschichten dieses Bandes - ist das alles Vergangenheit, der schwarze Freitag von 1929 hat allen Reichtum in Stücke gerissen, und die Menschen versuchen, aus den Trümmern wieder ein Leben zu machen. Gerade in der Titelgeschichte will das aber einfach nicht gelingen. Gerne würde der Protagonist hier neu aufbrechen, aber die Vergangenheit hält ihn fest. Es gibt eine Form von Schulden, die man nicht abzahlen kann.

In einem Essay am Ende der Geschichten spricht der Autor davon, wie sehr ihn bestimmte Elemente aus seinem eigenen Leben verfolgen, wenn er um die Entwicklung einer neuen Erzählung kämpfen muss. Und tatsächlich scheint sich auch das Leben des Autors in diesen Geschichten in vielen Details zu spiegeln. Fitzgerald trank zu viel, nach dem Börsenkrach war er als Autor weit weniger erfolgreich als früher und seine Ehe erwies sich als immer problematischer. Ein Text der Herausgeber dieser Sammlung, der am Schluss dieses Buches steht, erläutert den Zusammenhang zwischen Fiktion und Wirklichkeit noch einmal, zitiert auch noch einmal die zentralen Passagen der Stories und setzt diese in einen Zusammenhang. So kann man dieses Buch auch im Sinn einer Biographie lesen, wo vielleicht nicht viel über die Ereignisse im Leben des Autors erzählt wird, aber doch sehr klar wird, was dieser dachte und fühlte. Und wenn man wie ich bisher nur "The Great Gatsby" gelesen hat, so ist das ein guter Einstieg in ein erweitertes Verständnis dieses Autors, und auch in das seiner Zeit.

Ich habe ja den Verdacht, dass auch wir noch ein 1929 erleben könnten, und vielleicht ist gerade dieses Buch als Vorbereitung darauf gar nicht so schlecht.


Ultrasport Herren Sport Team-T-Shirt Sporty, weiß, S, 331300000176
Ultrasport Herren Sport Team-T-Shirt Sporty, weiß, S, 331300000176
Preis: EUR 19,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurzes Sporthemd, tadellos, 14. Juli 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das Hemd trägt sich angenehm, ist sorgfältig verarbeitet und sitzt gut. Auch bei intensiverem Ausdauertraining bei wirklich gutem Wetter wird es nicht zu heiß. Insgesamt kann es mit durchaus weit teurer Markenware gut mithalten.


Pep Guardiola: So geht moderner Fußball
Pep Guardiola: So geht moderner Fußball
von Dino Reisner
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lobeshymnen, 14. Juli 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Um einen schnellen Überblick über Pep Guardiola und vor allem den Rummel um seinen Wechsel nach München zu erhalten, ist dieses Buch durchaus geeignet. Es ist kurz, liest sich in wenigen Stunden, es ist einfach geschrieben, und kundenfreundlich in viele kleine Kapitel unterteilt. Außer der Erzählung des bisherigen Lebensgang des Ausnahmetrainers enthält es auch einige kurze Interviews mit Weggefährten.

Auf der anderen Seite bleibt ein solches Buch natürlich doch recht oberflächlich. Blickt man auf den Untertitel "So geht moderner Fußball", so wird man durch das Buch kaum schlauer. Um Räume, um schnelles Kurzpassspiel soll es also gehen. Aber jenseits dieser Schlagworte kommt dann doch nur wenig. Nach dem Lesen des Buches scheint das Geheimnis von Guardiola noch am ehesten darin zu bestehen, dass er selbst ein intelligenter Spieler war, und jetzt selbst intelligente Spieler in die Mannschaft nimmt, und diese dann selbst denken - und spielen - lässt. Das ist ein guter Ansatz (von dem sich übrigens auch einige Unternehmen mal was abschneiden könnten), und tatsächlich ist das in der Praxis auch nicht so einfach, wie es hier klingt. Aus intelligenten Menschen nämlich dann auch noch eine Mannschaft zu machen, das gelingt eben nicht jedem. Hier hätte ich übrigens gerne mehr von Guardiola selbst zum Thema gehört, aber dessen eigene Stimme bleibt im Buch merkwürdig stumm. Aus zweiter und dritter Hand wird hier erzählt.

Das Problem wird auch im Quellenverzeichnis deutlich. Hier wird nicht zuletzt auf Berichte aus diversen Sportzeitungen verwiesen. Und dem entspricht dann halt auch der Stil und der Informationsgehalt des Buches. Noch einmal: Für Sportfans mag das auch dann passen. Ich als Leser suche dagegen auch im biographischen Teil des Buches nach mehr. Erwähnt werden die vor Gericht wohl widerlegten Dopinganschuldigungen aus der Zeit von Guardiola als Spieler. Im Dunkeln bliebt dann aber leider doch, was an dem Verfahren von A- und B-Probe jetzt so falsch war, dass er freigesprochen werden musste. Und auch, wie sich der politische Einsatz von Guardiola für eine Volksabstimmung in Katalonien mit seinem Einsatz für die WM in Katar verträgt, bleibt ein Geheimnis.

Das Buch zelebriert halt den Mythos um den Erfolgstrainer. Um dessen Hintergründe und Widersprüche zu verstehen, ist man dagegen wohl doch eher auf andere Lektüre angewiesen.


Ultrasport Herren Mikrofaser-Bermuda Aerial , weiß, M, 331300000167
Ultrasport Herren Mikrofaser-Bermuda Aerial , weiß, M, 331300000167
Preis: EUR 19,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auch M ist XL, 13. Juli 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Auch bei Sporthosen für Männer ändern sich die Moden mit der Zeit. Sieht man heute sich auf Youtube Tennisspiele aus den 80er Jahren an, so fällt auf, wie viel Bein und Hintern die Sportler damals so zeigten. Enge, weiße Hosen, die mussten es damals sein. Heute dagegen sind es eher die Shorts von Charlie Harper, die die Mode bestimmen. Die Knie dürfen gerade noch frei bleiben. Die hier nun angebotenen Shorts haben bei mir schon fast das Format "Klitschko", Hosen die das Knie noch nicht ganz bedecken, aber irgendwie riesig wirken, wenn man das mit dem Sport selbst schon vor mehr als zwei Jahrzehnten begonnen hat.

Trotz dieser Größe sind die Taschen rechts und links aber für eine meiner Sportarten ein wenig unpraktisch geraten. Tennisbälle lassen sich nicht so bequem herausziehen, weil die Taschen zwar groß und tief, deren Öffnungen aber ein wenig zu eng geraten sind. Trotz der Farbe Weiß ist dies also nicht die optimale Wahl für den Tennisclub.

Ansonsten ist die Hose allerdings durchaus zu empfehlen. Durchaus dicker Stoff, ausreichend stabil und dennoch flexibel, dazu ein Bundsystem, was an der Hüfte wirklich gut hält - und auch kaum ausleiern kann, wie bei anderen, vergleichbaren Hosen. Für Leistungssportler ist die Hose vielleicht sogar etwas zu schwer, aber für Hobbysportler ist das eigentlich perfekt. Die Verarbeitung wirkt perfekt, und auch die ersten beiden Wäschen haben zu keiner Veränderung der Textilie geführt. Insgesamt kann man das also durchaus empfehlen.


Paris, ein Fest fürs Leben: A Moveable Feast. Die Urfassung
Paris, ein Fest fürs Leben: A Moveable Feast. Die Urfassung
von Ernest Hemingway
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Ein Rückblick, unvollendet, 8. Juli 2013
Gute Bücher liest man von Anfang an, versteht sie aber erst vom Ende her. Das trifft hier natürlich auch zu. Auch wenn das Ende hier aus Fragmenten besteht, aus kurzen Abschnitten mit wenigen Sätzen, die für ein Vorwort gedacht waren, welches aufgrund des Todes von Hemingway niemals fertiggestellt wurde. Um die Frage nach der Wahrheit von Dichtung geht es in diesen Fragmenten, und man kann hier lesen, wie Hemingway um eine Formulierung rang, die das gesamte Buch zwar zur Fiktion erklärte, dem Leser aber dann doch klar machte, dass alles so gewesen ist wie hier beschrieben. Nicht in den Details, die werden angepasst, wenn es dem Buch und dem Leser dient. Aber doch in einer Schilderung von Ereignissen und Personen, die im Leben des Autors eine entscheidende Rolle gespielt haben.

Viel Wahres wird also erzählt, über das Paris der 20er Jahre, über Ezra Pound, Zelda und Scott Fitzgerald, Picasso, James Joyce, und selbst Aleistair Crowley hat im Buch einen kurzen Auftritt. Im Rückblick ist es überraschend, wie viele für die Moderne wegweisende Schriftsteller und Künstler sich hier zu einer Zeit und an einem Ort zusammengefunden haben. Geld spielte dabei wohl eine Rolle. In Paris konnte man als Amerikaner nach dem 1. Weltkrieg günstig, aber dennoch gut leben. Aber vor allem ging es wohl um etwas wie Atmosphäre, um Austausch von Ideen, Gedanken, um lange Diskussionen, um Charme, um gemeinsames Trinken. Man las die Entwürfe gegenseitig, man besprach Bilder. Ein Netzwerk der Kreativität entstand. Sein Zentrum bestand aus zwei Frauen. Sylvia Beach führte "Shakespeare & Company", einen Buchladen, den es heute noch gibt, und wenn es gerade opportun war, diente dieser auch als Leihbücherei oder als Verlag. Sylvia ist die gute Seele der Amerikaner in Paris, das lernt man hier. Gertrude Stein dagegen - sie kommt nicht so gut weg. Mögen sich die Maler und Literaten dieser Stadt auch jeden Samstag bei ihr versammelt haben, so beharrt sie auf ihren Ansichten und Regeln, die Hemingway nicht nur als nervend beschreibt, sondern in einer Episode dieses Buches als hohl entlarvt. Vielleicht sollte man hier allerdings ergänzen, dass sich beide Anfangs sehr gut verstanden, die Stein dann aber Hemingway in einem vor diesem Buch erschienenen Roman auch nicht sehr freundlich behandelt hat. Auch Ford Madox Ford, ein Herausgeber und Autor wird schon sehr verletzend beschrieben.

Dennoch ist der Rückblick auf diese Zeit insgesamt positiv, vielleicht sogar verklärend, man merkt das in den Passagen, die Hemingway über die Armut seiner Familie geschrieben hat. Selbst in einer günstigen Stadt braucht man ein wenig Geld, um zu überleben, und selbst dieses war nicht immer da. Wirft man einen Blick auf die im Buch abgedruckte Photos, sieht man, dass der Autor zwischen der Anfang und dem Ende der 20er Jahre durchaus gealtert ist. Und das lag bestimmt nicht nur am häufigem Alkoholkonsum (aus heutiger Sicht wären wohl die meisten der Personen in diesem Buch schlicht alkoholsüchtig zu nennen), sondern auch daran, dass diese Zeit für Hemingway persönlich eine harte war. Und das bringt uns dann zu einer dritten Frau, die neben der Stein und der Beach im Zentrum dieses Buches steht, und vielleicht ist sie für Hemingway, der dieses Buch aus Aufzeichnungen mehr als dreißig Jahre später erstellte, sogar die wichtigste. Um Hadley geht es in diesem Buch, um des Autors erste Frau, die Mutter seines ersten Sohnes. Erscheint sie in den ersten Kapiteln noch als Beiwerk, fast inaktiv und fern der Boheme, so gewinnt sie zunehmend an Präsenz. Erst verliert sie dann die ersten Geschichten des Autors und sogar den ersten Roman. Dann aber folgt in den zusätzlich abgedruckten "Pariser Skizzen" die Geschichte, die diesem Buch die eigentliche Wendung gibt. Hemingway, der sich über den ganzen Roman hinweg als neutraler Berichterstatter geriert, der urteilt über den Wahnsinn und die Genialität der anderen, schreibt über sein eigenes moralisches Scheitern, als er seine Frau betrügt und mit deren Freundin zusammenkommt. Es ist kurz aber deutlich, was hier geschrieben steht. Und die Ereignisse, die nicht in Paris sondern in einem Skiort in den Alpen spielen, haben die schönen Tage in Paris definitiv beendet. Die Zeit der Unschuld war vorbei, endgültig. In diesem Augenblick merkt man, dass dieser Roman vor allem ein Buch des Abschieds war, des Abschieds von einer harten aber glücklichen Zeit, wie auch von vielen skurrilen aber dennoch wunderbaren Menschen. Die meisten von Ihnen waren allerdings schon in den 40er Jahren gestorben, lange bevor die Arbeit an diesem Buch begann. Und ein Abschied war es dann wohl auch, als Hemingway vor der Vollendung des Romans Selbstmord beging.

Das Überraschende: Es ist dennoch ein leichtes Buch, es ist witzig, es hat Charme, ist einfach und schnell zu lesen. Wahrscheinlich ist dieses Alterswerk die Vorlage, zumindest die Inspiration für das ebenfalls leichte und charmante Alterswerk eines anderen. Vor ein paar Jahren hat Woody Allan einen Film über dieselbe Zeit gedreht, "Midnight in Paris", der diese Zeit mit ihren besonderen Menschen ebenfalls feiert, und das Paris dieser Jahre als Paradies erscheinen lässt. Dieses leichte, wunderbare Leben in den Cafes und Salons, das findet man eben auch in diesem Buch, und allein schon das lohnt das Lesen. Das es eine liebevoll gestaltete Ausgabe ist, mit einem für das Thema passenden Cover, und auch noch ein schönes und informatives Nachwort des Enkels des Autors enthält, möchte ich auch nicht unterschlagen.


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