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Beiträge von Niclas Grabowski
Top-Rezensenten Rang: 925
Hilfreiche Bewertungen: 9901

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Rezensionen verfasst von
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   

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Kingsman - The Secret Service [Blu-ray]
Kingsman - The Secret Service [Blu-ray]
DVD ~ Samuel L. Jackson
Preis: EUR 7,99

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schneider beherrschen die Welt, 17. April 2015
Nun kann man diesen Film sehen als eine großartige Parodie auf die frühen James-Bond-Filme (wobei ich dann schon eher von einer Hommage sprechen würde). Dann ist das hier ein unterhaltsamer Kinoabend, in dem alles schön aussieht, es spannende Momente und viel Action gibt. Und einen wirklich sehr witzigen Bösewicht, gespielt von Samuel L. Jackson. Weiterhin könnte man dies als eine weitere Variante des Prinzips von Karate Kid sehen. Ein alter Mann, ein verlorener Junge, der Alte übernimmt eine Mentorenrolle, dank derer der Junge Gefahren meistern und schließlich zum Held werden kann. Ach ja, war da nicht vor Karate Kid noch Luke Skywalker und Ben Kenobi in Star Wars? Ja, das haben wir schon einmal gesehen. Vielleicht ja auch bei Harry Potter. Aber auch schon mal schlechter als in den genannten Filmen.

Gibt man sich aber ganz viel Mühe, und lässt sowohl die Filmgeschichte als auch die optischen Schauwerte einfach mal außen vor, so vermittelt der Film auch eine wunderbare Idee. Nämlich, dass Reichtum zu etwas gut sein könnte, jedenfalls wenn er mit Stil, Geschmack, guten Manieren und dem Ethos eines Gentleman verbunden ist. Tatsächlich ist es dasselbe Land, das als einziges Land nach dem Imperium Romanum für ca. ein Jahrhundert den Großteil der bekannten Welt beherrscht hat, welches in derselben Zeit die moderne Herrenmode erfunden hat. Und auch wenn Großbritannien mittlerweile nicht mehr an der Spitze der Welt steht, und die Italiener bei der Herrenmode auch die Vorbildrolle der Savile Row übernommen zu haben scheinen, so bleibt da dennoch diese Idee von den selbstlosen, gebildeten und stilvollen Gentlemen, die diese Welt zu einem besseren Ort macht.

Und auch davon kündigt eben dieser Film.


Firefly - Der Aufbruch der Serenity, Die komplette Serie [4 DVDs]
Firefly - Der Aufbruch der Serenity, Die komplette Serie [4 DVDs]
DVD ~ Nathan Fillion
Preis: EUR 12,97

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Familienwerte, 17. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nein, das hier ist jetzt nicht die beste Serie aller Zeiten. Nach dem ich jetzt alle Folgen kenne, und auch den nachfolgenden Film sehen habe, bin ich jetzt von der Absetzung nicht völlig erschüttert und den Tränen nahe. Nicht hinter jedem ungeklärten, biographischen Details steht eine Erklärung voller tiefer Symbolik. Aber auch so ist das schon eine verdammt gute Serie. Vielleicht nicht so sehr wegen der Geschichte. Oder dem Setting im fernen Weltall mit Elementen des wilden Westens. Sondern vor allem wegen der Protagonisten. Und dann auch noch wegen der Dialoge.

Joss Whedon, das war der, der auch Buffy entwickelt hat. Und ganz im Ernst, das Konzept von Buffy wiederholt sich hier. Es geht um eine Gruppe von charismatischen (und mal wieder ziemlich attraktiven) Menschen, die alle besondere Fähigkeiten, aber irgendwie auch einen Schaden im Leben haben. Die sich deshalb auch nicht so richtig in die übrige Gesellschaft integrieren wollen oder können. Es ist wie bei fast allen, die ihre Schule in guter Erinnerung haben: Erst wenn sich die Außenseiter zusammen finden, plötzlich einmal gegen den drögen Rest der Klasse zusammen halten, da wird etwas draus. Eine ganz besondere Gemeinschaft, die dann sogar Verantwortung für die gesamte Schule übernehmen kann. Der amerikanische Traum einmal anders herum. Erfolg entsteht nicht aus Anpassung, aus positiven Denken oder Teamfähigkeit. Sondern weil man anders ist als andere. Für mich ist das nach wie vor das bessere Modell.

Nun ist das mit der Integration der Außenseiter nicht so ganz einfach, nicht in der Wirklichkeit, aber auch nicht in der Mannschaft der Serenity. Da haben wir zwei Veteranen einen verlorenen Krieges. Eine Edelprostituierte. Einen weiblichen Technikfreak. Ein Folteropfer. Einen Priester. Einen Eliteschüler, der Arzt geworden ist. Die besten Szenen der Serie bestehen nun aus Dialogen zwischen diesen Protagonisten, die versuchen, das mit dem Leben auf die Reihe zu bekommen. Und da wären wir dann bei der zweiten Stärke dieser Serie. Die Dialoge sind - selbst in der deutschen Synchronisation - einfach exzellent. Schlagfertig, witzig, tiefgründig, traurig, und für eine gute Pointe wird auch jede Form des guten Geschmacks über Bord geworfen. Das ist es, was für mich das besondere dieser Serie ausmacht.

Im Gegensatz zu vielen anderen Fernsehserien, die mehr behaupten als sie wirklich sind, ist dies hier ehrliches Handwerk. Und so geht es hier auch nicht um irgendwelche Scheinwerte wie Erfolg, Reichtum, Berühmtheit oder Bedeutung. Nein, es geht einfach darum, eine Familie zu sein in einer feindlichen Welt. Und ja, das wäre dann auch noch ein paar Folgen mehr wert gewesen.


Was ich noch sagen wollte
Was ich noch sagen wollte
von Helmut Schmidt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,95

3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hanseatisches, 17. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Was ich noch sagen wollte (Gebundene Ausgabe)
Fernsehen und Presse versuchen, Helmut Schmidt als Musterbeispiel eines Elder Statesman zu verkaufen. Alt, klug, erfahren, überparteilich, gelassen, unabhängig. Man merkt Helmut Schmidt in diesem Buch an, dass er diese Rolle auf der einen Seite schmeichelhaft, auf der anderen Seite aber auch als Einschränkung empfinden mag. Und so leistet sich Schmidt-Schnauze hier durchaus deutliche Ansprachen, insbesondere hinsichtlich vermeintlich einfacher politischer Zusammenhänge und Überzeugungen, die in Gegenwart und jüngerer Vergangenheit die Tagespolitik dominiert haben. Unangenehmes äußert er für die Befürworter des Common Sense, gerade im Verhältnis zu Russland und zu China.

Das führt dazu, dass man sich über viele der Aussagen in diesem Buch streiten kann. Das er Preußen so negativ sieht, mag den Autor dieser Rezension zum Beispiel etwas stören, dass aber ein Hanseat aus Leidenschaft dies so sehen mag, kann ich dann doch zumindest verstehen. Dieses Buch zeigt, dass Schmidt einer Generation angehört, für die Streit eben nichts negatives war. Vielmehr eine von vielen Möglichkeiten zur Erkenntnis. Und ja, gerade nach dem Lesen dieses Buches bedauere ich es, nicht mehr Menschen um mich zu haben, mit denen ich auf hohem Niveau streiten kann. Vielleicht sollte ich meinen Vater öfters sehen.

Das ist natürlich eine Abschweifung vom Thema dieser Rezension. Aber genau diese Art von Abschweifungen leistet sich dieses Buch auch. Eigentlich hat dieses Buch nämlich ein Thema, und dieses hat erst einmal wenig mit Politik oder Geschichte deutscher Kleinstaaten zu tun. Um Vorbilder soll es hier gehen, um die Menschen, die im Leben von Schmidt etwas bedeutet haben, und die er auch dem Leser ans Herz legen möchte. Neben der Politik steht hier der Bereich der Kultur, vor allem auch der Musik im Vordergrund. Das wir hier etwas über die Ehe des Herrn Schmidt erfahren, sei auch nicht verschwiegen. Zumal es gerade in diesem Punkt viel wichtigeres gibt, als die vermeintliche Entdeckung, die Pressevertreter in diesem Buch gemacht zu haben meinten. Nein, es war im Hamburg der 60er Jahre nicht völlig unbekannt, dass Schmidt eine Affaire hatte. Wie Schmidt beschreibt, dass Loyalität und Nähe in der Ehe über Jahrzehnte trotz aller Herausforderungen die Basis eines erfolgreichen Lebens sein können, das ist der Kern dieser Passage des Buches. Aber in der Reaktion der Öffentlichkeit sieht man, wie sehr sich die Welt inzwischen von der Generation Schmidt entfernt hat. Ich persönlich bezweifle, dass dies ein Fortschritt ist.

Es bleibt noch zu sagen, dass dieses Buch einfach sprachlich exzellent geschrieben ist. Es ist nicht nur gut und schnell zu lesen. Schmidt sagt Dinge sehr präzise, und es lohnt sich in einzelnen Fällen sogar, darauf zu achten, was er nicht sagt. Selbst Schweigen gehört offenbar zu der Kunst eines Staatsmanns. Jedenfalls eines hanseatischen Staatsmanns. Und ach ja, "elder" ist eben auch nicht immer ein Lob.


Der Fluch der bösen Tat: Das Scheitern des Westens im Orient
Der Fluch der bösen Tat: Das Scheitern des Westens im Orient
von Peter Scholl-Latour
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Fazit eines zornigen, alten Mannes, 17. April 2015
Der Autor stellt eigentlich eine ganz einfache Frage: Ist es ein Fortschritt, wenn statt einer stabilen Diktatur in Syrien jetzt Bürgerkrieg herrscht. War es also klug, oder wirklich moralisch geboten, gegen den Diktator Assad vorzugehen? Ist es klug, Iran als Land vor allem unter dem Gesichtspunkt des islamischen Fanatismus zu betrachten? Muss es in einem solchen Land zumindest nicht ein paar vernünftige Menschen geben? Selbst in führenden Funktionen? Lohnt sich nicht doch ein Gespräch? Lohnt es sich nicht vor allem, einmal einen Wechsel der eigenen Perspektive vorzunehmen?

Was Scholl-Latour so zornig macht, das ist, dass man das alles hätte wissen können. Das mit den Toten in Syrien, mit dem Aufstieg des IS, das war für ihn absehbar. Und eigentlich auch für jeden klugen Beobachter, jedenfalls wenn er seine Entscheidungen nicht von der vermeintlichen politischen Korrektheit des Westens und dem Horizont seiner Politiker abhängig macht. Und genauso voraussehbar war das mit dem Irak, mit Libyen, mit dem Jemen, mit Ägypten, und ob sich die Türkei in den letzten Jahren zum positiven verändert hat, das kann man auch bezweifeln. Und so nimmt der Autor, am Ende seines Lebens, eine deutliche Stellung ein. Lasst den Quatsch. Und glaubt nicht den Geschichten von Journalisten und Politikern, die entweder kein Geld oder keine Zeit für das ernsthafte Recherchieren vor Ort haben. Und so muss ich nach dem Lesen dieses Buches doch zugeben, dass ich wohl auch zu den Putinverstehern in diesem Lande gehöre. Besser jedenfalls man versteht Putin, als überhaupt nichts jenseits des eigenen Dorfes zu verstehen.

Wie üblich bei Scholl-Latour wird hier von seinen Reisen berichtet. Manchmal sind es spannende Anekdoten, von denen man hier liest, manchmal führen sie nicht wirklich zu Erkenntnissen. Die Passagen, in denen politische Analysen im Mittelpunkt stehen, sind nicht immer methodisch sauber begründet, und so finden sich viele Dinge, über die selbst Leser streiten werden, die mit der Grundrichtung des Autors übereinstimmen. Insgesamt wirkt dieses Buch weit weniger diszipliniert geschrieben als vorherige Bücher von Scholl-Latour. Mir hat es geholfen, vorher bereits das thematisch ähnliche Bucht "Arabiens Stunde der Wahrheit" gelesen zu haben. Es erläutert ein paar Hintergründe zum Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten ausführlicher, was mit sinnvoll erscheint. Dies alles zeigt, wozu dieses Buch hier wirklich gedacht ist. Ist ist ein Buch der Empörung. Etwa 70 Jahre hat der Autor nun Politik bewusst beobachtet, und seit dem Ende des zweiten Weltkriegs ist nicht wirklich viel besser geworden.

Ich fürchte halt nur, dass die Lernbereitschaft derer, an die dieses Buch eigentlich adressiert ist, leider immer noch zu gering ist.


Nemo: River of Ghosts
Nemo: River of Ghosts
von Alan Moore
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aller guten Dinge sind drei, 17. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nemo: River of Ghosts (Gebundene Ausgabe)
Viele der großen Werke der Weltliteratur sind eigentlich Reiseberichte. Das vielleicht bekannteste Beispiel ist natürlich "Heart of Darkness" von Joseph Conrad. "The Lost World" von Arthur Conan Doyle ist ein weiteres Beispiel. Eine Gruppe von Menschen begibt sich auf eine gemeinsame Reise, und die Teilnehmer lernen dabei nicht nur ferne Länder und fremde Kulturen kennen, nein, ihr eigenes Leben wird auch durch die Reise in Frage gestellt. Und damit wären wir dann schon etwas näher am Konzept der "League of Extraordinary Gentlemen". Hier trifft man auf die Abenteuerliteratur vergangener Zeiten, deren Geschichten und Charaktere in einen neuen Zusammenhang gebracht werden, in dem sie in eine einzige, hoch komplexe Geschichte integriert werden.

Dies ist der dritte Band, der sich nun um die Nachkommen von Jules Vernes Nemo dreht (wobei man eigentlich auch noch den ersten Teil von "Century" hinzufügen kann). Und es ist der dritte Band in Folge, der ganz gradlinig eine Reise erzählt. Ging es im ersten Band in die Arktis, im zweiten Band in das Berlin der 30er und 40er Jahre, so geht die Reise diesmal in den Dschungel Südamerikas, während sich die Welt bereits in den 70er Jahren befindet. In den stärksten Szenen des Buches merkt man, dass die Hauptfigur diese Zeit als fremd empfindet. Sie ist alt geworden, und mit ihr sind auch ihre Gegner aus der Zeit gefallen. Als diese versuchen, die alte Zeit zurück zu bringen, finden sie in der Familie Nemo jedoch entschlossene Gegner.

Man darf diesen Band nicht zu ernst nehmen. Dies ist nicht ein neuen "Black Dossier", was eine ganze Bandbreite von unterschiedlichen Stimmungen und Stilen vereint. Dies hier wirkt eher wie eine kleine, gut gemachte und an einigen Stellen auch witzige Fingerübung. Ironie - sowie das Spielen mit der eigenen literarischen Schöpfung - das scheint hier das Mittel der Wahl für Alan Moore zu sein. Und erneut lohnt es sich, einige der in diesem Buch referenzierten Romane und Filme wieder zu sehen. Einige Elemente dieser Werke wird man jetzt mit anderen Augen sehen - so zum Beispiel die Frauen von Stepford.

Aller guten Dinge sind drei - aber jetzt reicht es denn auch. Wenn das mit der League of Extraordinary Gentlemen noch weiter gehen soll, dann braucht es wieder mal einen neuen Ansatz.


Anzug und Gentleman. Von der feinen englischen Art, sich zu kleiden
Anzug und Gentleman. Von der feinen englischen Art, sich zu kleiden
von Hardy Amies
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,90

4.0 von 5 Sternen Ein kleines Plädoyer für die Klassengesellschaft, 17. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es gibt Menschen, die sind mit einem selbstverständlichen Gefühl für Stil gesegnet. Sie sehen sich im Spiegel und wissen sofort, ob die eigene Erscheinung stimmig ist. Ob sie mit der eigenen Persönlichkeit konform geht, mit dem Anlass, der Stimmung des Tages. Alle anderen Menschen allerdings, die über diese seltene Gabe nicht verfügen, die suchen nach Vorbildern, manchmal mit Glück, manchmal nicht. Hardy Amies, Schneider Ihrer Majestät, bietet in diesem Buch für das Erlangen einen persönlichen Stils jetzt noch einen weiteren Weg. Er versucht, aus der Entwicklung von Kleidung und Accessoires Kriterien systematisch abzuleiten. Der Bezug auf die Vergangenheit ist es daher, was den guten Stil ausmachen soll.

Liest man dieses Buch - selbst in seiner gelegentlich etwas unpassenden Übersetzung - so möchte man Amies bepflichten. Vor allem, wenn er Mode und damit auch Stil als etwas dynamischen begreift. Auf der einen Seite: Die Formen müssen gewahrt bleiben. Kleidung ist Botschaft, Kleidung ist ein Ausdruck eines Ideals, was nicht alle Menschen erreichen können, aber bereits der Versuch, das Ideal zu erreichen, ist es, was den Gentleman ausmacht. Dieses Ideal, was sich hier immer wieder zwischen den Zeilen findet, zeichnet sich nicht nur durch Kleidung, sondern auch durch Bescheidenheit, persönliche Effizienz Achtung für den Anderen und umfassende Bildung aus. Und damit wären wir auch bei den Einflüssen, die dafür sorgen, dass Stil nicht in der Vergangenheit erstarren darf. Der Anzug, dieses Kernstück aristokratischer und später großbürgerlicher Kleidung, ist aus Sport-, besser Reitkleidung entstanden. Und es ist eigentlich großartig, in einer Zeit zu leben, in der diese Kleidung nun weiten Gesellschaftsschichten offen steht, nicht nur den Besitzern von Landgütern mit eigenen Pferden.

Amies sieht sich als Botschafter einer Kultur, in der jeder mit etwas Wissen und Verstand ein Teil dieses europäischen Lebensgefühls werden kann, das eben auch ein guter Anzug vermittelt. Er tut das in diesem Buch mit vielen Wiederholungen und einigen Anekdoten, die nicht immer zur Sache beitragen. Aber dank einiger weniger Bilder, die aber sehr gut beschrieben sind, gelingt es ihm eben doch, Kriterien für Stil erfolgreich zu vermitteln. Und so würde es mich freuen, gerade in meiner Heimatstadt ein wenig mehr von der hier beschriebenen Kultur des englischen Gentleman beobachten zu können.


Mantona Selfy Bluetooth-Fernbedienung (Steuerung von Musik, Kamera, Bildschirm uvm.) für Apple iPhone, iPad, iMac und andere iOS Geräte
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Wird angeboten von KÖSTER MÜNSTER
Preis: EUR 27,93

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eher eingeschränkte Nutzungsszenarien, 27. Februar 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das ist ein ganz nettes, kleines Spielzeug. Es ist schwarz glänzend, eigentlich winzig, es hält jetzt beim Appledesign nicht ganz mit, aber es sieht auch nicht so hässlich aus wie vieles andere Zubehör in dieser Preisklasse. Es wird auch mit Batterie geliefert. Die Anbindung an das IPad klappt über Bluetooth auch problemlos. Bei Amazon Music klappt dann das Anhalten, Abspielen, das Vor- und Zurückspulen über die Fernbedienung, dazu kann man das Gerät auch leiser und lauter stellen. Bei Amazon Video will das Vor- und Zurückspulen nicht funktionieren, obwohl die anderen Funktionen wieder klappen.

Allerdings halten sich die möglichen Nutzungsszenarien in engen Grenzen. So kann man über die Fernbedienung zwar das Gerät sperren, aber nicht wieder entsperren, dazu muss man nämlich einen Pin eingeben, und so viele Tasten sind nicht vorhanden. Auch kann man aus einer App zurück in das Menü der Apps, aber dort keine andere App auswählen. So muss man eben doch an das Gerät heran, und da das Gerät in der Regel mobil ist, wird man dann doch nur sehr selten die Fernbedienung verwenden.

Mit einem derzeit kaputten Fußgelenk hatte ich mir das irgendwie einfacher vorgestellt.


Unterwerfung: Roman
Unterwerfung: Roman
von Michel Houellebecq
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ueber die Freuden des Mittelalters, 20. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Unterwerfung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Geht es Houellebecq hier wirklich um den Islam? Oder um dessen drohende Unterwerfung Frankreichs und weiterer Laender in Zentraleuropa? Tatsaechlich kommen mir die Textpassagen ueber diese Religion und deren soziale Implikationen eher duerftig vor. Nicht nur sind die Ausfuehrungen kurz, der von mir so geschaetzte Autor macht sich hier kaum die Muehe, Religion und damit verbundene Kultur wirklich zu erfassen. Wer jetzt wiederspricht, der vergleiche bitte noch einmal Umfang und Qualitaet der Texte zum Islam mit den Texten zu den Schriftstellern des Naturalismus, des Ästhetizismus und der Decadence im Paris der zweiten Haelfte des 19. Jahrhunderts, die sich in diesem Buch auch finden. Man sieht sofort: Dieser Houellebecq kann wunderbar schreiben, aber beim Thema Islam hat er einfach keine Lust dazu. Moeglicherweise weil er dazu bereits in seinem (aus meiner Sicht herausragendem) Roman "Platform" schon alles gesagt hat.

Und nur um ganz sicherzugehen, moechte das durch zwei weitere Punkte im Text belegen. So taugt der Islam selbstverstaendlich nicht als sexuelle Utopie, die in "Unterwerfung" so schoen als kommendes Paradies fuer Intellektuelle mit Job an der Hochschule beschrieben wird, die sich dann als Ehefrauen gleich eine Koechin und eine minderjaehrige Bettgefaehrtin halten koennen. Tatsaechlich liest man in diesen Passagen mehr von Thilo Sarrazin als aus dem Koran. Hierzu lohnt es sich vielleicht, ein zweites Buch parallel zu Houellebecq zu lessen. Dass naemlich die sexuelle Trostlosigkeit in der islamischen Gesellschaft noch viel schlimmer ist als die in der neoliberalen Leistungsgesellschaft und im linksintellektuellen Pariser Kulturmillieu, das erzaehlt sehr beeindruckend Shereen El Feki in "Sex und die Zitadelle". Und das sieht wohl auch der Autor selbst so, schliesslich wechselt er auf den letzten Seiten des Buches einfach mal in den Konjunktiv. Ach waere es nicht schoen, wenn das alles so sein koennte, das scheint er hier mitteilen zu wollen. Keine Utopie lessen wir hier, keine prophetische Vorhersage einer moeglichen Zukunft, nichts. Stattdessen einfach nur einen Roman, eine schoene Geschichte, um den Verfall eines Mannes. In einer verfallenen Gesellschaft.

Wie auch in anderen Buechern von Houellebecq geht es darum, dass sich das Leben in der modernen Gesellschaft Frankreichs nicht mehr wirklich lohnt, dass weder koeperliche noch geistige Beziehungen funktionieren, und dass die daraus resultierende Einsamkeit eigentlich unertraeglich ist. Die Leute sterben daran. Insbesondere in "Die Moeglichkeit einer Insel" hat der Autor das hervorragend beschrieben. Hier in diesem Buch kommt noch etwas dazu, naemlich ein netter Einblick in die Prinzipienlosigkeit, die Anfaelligkeit fuer Korruption einer - man muss es wohl so nennen - in Frankreich herrschenden Klasse, die fuer genau diese Entwicklung einer kalten, sterbenden Gesellschaft die Verantwortung traegt. Eine tragische Komoedie fuehrt Houellebecq hier auf, natuerlich wieder einmal ohne eine Loesung fuer die ganze Chose aufzuzeigen. Nur ganz am Rande faellt dann auf, dass er wieder einmal zwei Frauenfiguren in die Handlung einbaut, die haetten die Rettung sein koennen - wenn der Protagonist nur etwas weniger autistisch von vergangenen Zeiten traeumen wuerde.

Und damit kommen wir zu den eindringlichsten Stellen dieses Buches. Weit mehr als den Weg zum Islam beschreibt Houellebecq hier die Begeisterung fuer ein mittelalterliches Verstaendnis der menschlichen Existenz, fuer ein einfaches Leben in einer ueberschaubaren Welt, fuer eine direkt wirkende, inspirierende und eben auch geistliche Kunst. Vermittelt wird das ganze durch den Autor Huysman, der auch schon vor ueber hundert Jahren eine Begeisterung fuer das Leben im Kloster entwickelt hat. Dies kann man nun so lesen, dass mit dem Islam auch sein christliches Gegenstueck eine religioese Renaissance erfaehrt. Oder so, dass ein wenig weniger Moderne doch eine gute Idee waere. Es gehoert jedenfalls zu den Staerken des Autors, dass er ein Gespuer fuer gesellschaftliche Entwicklungen hat. Und tatsaechlich, in der selben Woche, in denen ich diesen Roman lese, wird in Berlin ueber Einschraenkungen des Alkoholverkaufs und ueber die Schaedlichkeit von Nacktheit diskutiert. Vor 40 Jahren waren die Pfaffen noch allein mit diesen Ansinnen.

Und warum dann doch nur drei Sterne? Na ja, fuer Houllebeqc ist das einfach ein durchschnittlicher Roman. Er wirkt einfach ein wenig blutleer, wenn man zuvor "Platform", "Die Moeglichkeit einer Insel" oder "Ausweitung der Kampfzone" gelesen hat. Letztendlich hat sich hier einer der spannensten Autoren mit Huysman und der Kulturentwicklung Frankreichs ein Thema fuer Spezialisten gesucht. Nett zu lesen, aber auch nicht mehr.


BEEM Germany Dynamic i-Power V2, Dampfbügeleisen mit CERASLIDE BIO-LON CERAMIC Antihaftversiegelung, Mambagrün-Metallic
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Glatte Hemden, 21. Januar 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Wieder einmal will mich die Werbung mit dem Argument Energiesparen nicht so recht überzeugen. Mein Verdacht ist, dass dieses Gerät weder das Weltklima noch meine Stromrechnung retten wird. Dazu ist der Trend zu immer größeren Flatscreens zu deutlich und sorgt für eine Überkompensation der Einsparungen der meisten anderen Elektrogeräte.

Ansonsten ist dieses Gerät vor allem deshalb gelungen, weil es gegenüber seinen Vorgängern kaum etwas ändert.


Philips HR1641/05 Speed Touch Stabmixer (700 Watt, 0,35 Liter) weiß/rot
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Preis: EUR 43,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Saubere Arbeit, 21. Januar 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Dieses Produkt leistet exzellente Arbeit. Nahm ich bisher für das Pürieren von Suppen eine Küchenmaschine, so reicht jetzt auch dieser Stabmixer, der mit wenig Aufwand, auch weniger Reinigungsaufwand, die selben Ergebnisse erreicht. Das Gerät ist einfach zu bedienen, hat ein brauchbares Design, wesentliche Teile bestehen hier aus Metall und nicht aus Plastik. Das Zubehör ist praktisch, und die Messer zum Zerkleinern sind scharf. Es handelt sich also um ein rundum empfehlenswertes Produkt.


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