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Viram

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Shure E2c Ohrhörer
Shure E2c Ohrhörer

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entwarnung für Brillenträger, 27. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Shure E2c Ohrhörer (Elektronik)
Zunächst zum Klang: Wie von den anderen Rezensenten immer wieder erwähnt wird, erzeugt der E2c einen unvergleichlichen Sound: perfekt durchgezeichnet und ausgewogen, mit eher dezenten Bässen, harmonischen Mitten und unaufdringlichen, aber sauberen Höhen. Zuvor nutzte ich den Apple In-Ear und muss sagen, zwischen den beiden Teilen liegen Welten!

Wo der Apple mit übertriebenen Höhen, wuchtigen Bässen und fast fehlenden Mitten aufwartet, tut der Shure den Ohren richtig gut!

Ein riesiges Plus ist der Sitz des E2c. Vom Apple war ich gewohnt, alle paar Minuten die Stöpsel nachzudrücken, und den Kopf durfte ich auch nicht zu weit drehen. Der Shure hingegen sitzt bombenfest, und man hat den Eindruck, der Sound kommt mitten aus dem eigenen Hirn.

Die immer wieder geäußerte Vermutung, das über die Ohren geführte Kabel könnte für Brillenträger von Nachteil sein, kann ich absolut entkräften: Auch mit Brille kommt man in den Genuss des vollen Tragekomforts, da gibt es keinerlei Beeinträchtigung.

Unterm Strich: Uneingeschränkte Kaufempfehlung, auch für Brillenträger!


Sämtliche Klaviersonaten Vol.3
Sämtliche Klaviersonaten Vol.3
Preis: EUR 21,99

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufstieg in die erste Liga!, 22. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Sämtliche Klaviersonaten Vol.3 (Audio CD)
Nach den zwei genialen bisher erschienenen Ausgaben der Gesamtschau von Beethoven-Sonaten mit Andras Schiff erwartete ich mit Spannung den dritten Teil. Das Warten hat sich uneingeschränkt gelohnt, die Platte ist ein echter Leckerbissen geworden. Schiff spielt hier seine große Stärke als äußerst sensibler und gefühlvoller Beethoveninterpret voll aus, und es ist eine wahre Freude, den Nuancenreichtum der G-Dur-Sonate Op. 14/2 zu erleben! Beim Schwesterwerk in E-Dur Op. 14/1 klingt die Interpretation zunächst fast einen Tick zu zaghaft, vor allem der erste Satz wirkt beim ersten Hören ein wenig träge. Bei wiederholtem Hören relativiert sich dieser Eindruck jedoch schnell, und es zeigt sich hier eine eher ungewöhnliche, aber vollgültige Interpretationsweise, die nach und nach ihre ausgeprägten Reize preisgibt. Vor allem im Kontrast zur Gulda-Interpretation von 1968 meint man fast, es mit einem völlig anderen Stück zu tun zu haben.

Andras Schiff wächst mit diesen Interpretationen über sich selbst hinaus und steigt mit diesen hervorragenden Aufnahmen meines Erachtens in die erste Liga der weltbesten Pianisten auf! Neben seiner seit Jahren anerkannten Meisterschaft in Sachen Bach legt er hier große und eigenständige Beethoveninterpretationen vor, die referenzverdächtig sind. Man darf wirklich gespannt sein, wie es mit diesem wundervollen Zyklus noch weitergeht.

Zum Klangbild ist zu sagen, dass die Tonhallenatmosphäre wieder so lebendig und plastisch rüberkommt, dass man meint, man sitzt mittendrin im Auditörium. Einfach phantastisch!


Die Violinsonaten (Digi-Pack)
Die Violinsonaten (Digi-Pack)
Preis: EUR 73,42

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verspieltes Potenzial - und trotzdem hörenswert!, 29. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Violinsonaten (Digi-Pack) (Audio CD)
Nach den zwei fulminanten Veröffentlichungen der Grande Dame der Geige zum Mozartjahr war man nur noch gespannt auf die Sonaten und irgendwie sicher, dass es beim dritten Srteich so grandios weiter gehen muss, wie es letzten Herbst mit den herrlichen Violinkonzerten angefangen hatte... Wer so dachte, kann sicher leicht enttäuscht werden, zumal wir von der Mutter mit ihrem Recital-Partner Lambert Orkis großartiges gewohnt sind (z.B. die Beethoven-Sonaten). Zuweilen klingen die Stücke regelrecht dahingeschludert und/oder asynchron im Zusammenspiel (Bsp.: 1. Satz der Sonate KV 301), was man von diesen Interpreten niemals erwarten würde! Andererseits muss man der Veröffentlichung zu Gute halten, dass es sich um ein ehrgeiziges Projekt handelt, alle sechzehn (!) Sonaten live binnen weniger Tage im Konzertsaal einzuspielen, und auch die Soundqualität der Aufnahmen ist hörenswert. Wer allerdings gerade die teilweise ausgeprägten "inneren Werte" dieser Musik voll erschließen will, der sei auf die Einspielung von Hilary Hahn und Natalie Zhu vom letzten Jahr hingewiesen (gerade der direkte Vergleich von besagter Sonate KV 301 spricht hier Bände!).

Das bedeutet eigentlich: drei Sterne! Der vierte Stern ist quasi ein Bonusstern dafür, dass die Mutter bei allen beschriebenen Unzulänglichkeiten in gewohnt gekonnter Manier ihre Stradivari herrlich zum klingen bringt!


Wunderlich Privat
Wunderlich Privat
Preis: EUR 16,35

19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zauberhafte Lieder in Wohnzimmeratmosphäre, 22. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Wunderlich Privat (Audio CD)
Nach der Vermarktung der sensationellen "Gulda Mozart Tapes" einige Monate zuvor scheint die Veröffentlichung verschollener Bandaufnahmen großer Interpreten Konjunktur zu bekommen. Die Witwe des wohl größten deutschen lyrischen Tenors, Eva Wunderlich, hat mit der vorliegenden CD Mitschnitte freigegeben, die der technikbegeisterte Sänger in den sechziger Jahren mit einem Tonbandgerät in seiner Wohnung aufgenommen hat. Dabei wird eindrucksvoll die Entwicklung Wunderlichs als Liedersänger deutlich, der eigentlich von der Oper her kam und sich mehr und mehr an die gänzlich anderen Anforderungen des Kunstliedes herangetastet hatte.

Der wundervolle Gesang Wunderlichs wird auf diesen Aufnahmen unverkrampft und genussvoll hörbar, wobei die Klangqualität der Aufnahmen natürlich mehr oder weniger eingeschränkt ist.

Trotzdem haben wir es mit Tondokumenten zu tun, die gerade durch die Intimität der Wohnzimmeratmosphäre einen ganz eigenen Charme verbreiten - in den drei ungeschnittenen Bonustracks sind gar Nebengeräusche wie das Dazwischenreden Wunderlichs kleiner Kinder hörbar. Kaufempfehlung!


Gulda spielt Beethoven: Klaviersonaten 1-32 + Klavierkonzerte 1 - 5
Gulda spielt Beethoven: Klaviersonaten 1-32 + Klavierkonzerte 1 - 5
Preis: EUR 29,99

29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sensationelle Neuauflage!, 26. April 2006
Friedrich Guldas Beethovensonaten sind und bleiben Meilensteine der Interpretationsgeschichte des "Neuen Testaments der Klavierliteratur" (Hans von Bülow). Der kräftig zupackende und energische Stil Guldas trifft genau den Nerv der Musik Beethovens - hier begegnen sich zwei "unruhige Geister", die in einiger Hinsicht Seelenverwandte sein dürften: als Ausnahmepianisten und große Musiker, aber auch als unbequeme Zeitgenossen, die bei ihren Mitmenschen des öfteren angeeckt sind.

Lange Zeit hat man diese legendären Einspielungen von 1968 auf CD vergeblich gesucht und teure Zufallsfunde im Marketplace oder bei eBay in Kauf nehmen müssen. Nun sind sie wieder da, zum sensationellen Preis und mit wundervollen Interpretationen der Klavierkonzerte mit den Wiener Philharmonikern unter Horst Stein angereichert, unter dessen Stabführung das Orchester herrlich kraftvoll mit Gulda harmoniert. Vor allem das Vierte und das Fünfte Klavierkonzert beeindrucken tief durch ihren interpretatorischen Glanz.

Fünf Sterne und uneingeschränkte Kaufempfehlung!


Sämtliche Klaviersonaten Vol.2
Sämtliche Klaviersonaten Vol.2
Preis: EUR 21,37

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwelgerische Interpretation, fulminanter Sound, 14. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Sämtliche Klaviersonaten Vol.2 (Audio CD)
Beethoven mit viel Herz und Schmelz! Nach dem klanglich und interpretatorisch hoffnungsvollen ersten Teil der Kompletteinspielung übertrifft András Schiff im zweiten Teil die hochgesteckten Erwartungen nochmal. Der Tonhalle-Sound ist höchst beeindruckend: glasklar, mit einem perfekten Ton zum Anfassen in allen Frequenzen! Für mich haben diese seelenvollen Interpretationen das Zeug zur Referenz - fünf Sterne für diesen Beethoven!


Sämtliche Klaviersonaten Vol.1
Sämtliche Klaviersonaten Vol.1
Preis: EUR 26,99

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sanft und nuancenreich, 12. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Sämtliche Klaviersonaten Vol.1 (Audio CD)
Andràs Schiff zeichnet sich unter den zeitgenössische Pianisten durch sein betont weiches Spiel aus, welches trotzdem immer so dynamisch ist, dass es "nach Beethoven" klingt. In dieser Einspielung hat sich der Pianist selbst übertroffen, indem er die ersten Beethovensonaten derart nuancenreich spielt, dass man sich nicht satthören kann! Man kann gespannt sein auf die nach und nach erscheinenden weiteren Sonateneinspielungen, zumal die Tonhalle Zürich einen klanglich idealen Rahmen für die Konzerte liefert, die live mitgeschnitten werden.
Das wären fünf Sterne für Interpretation und Klang!
Einziges "Wermutströpchen": Es ist unnötig, die Sonate Op. 7 bei einer Dauer von ca. einer halben Stunde alleine auf eine CD zu pressen und das ganze als Doppel-CD zu verkaufen - so etwas nennt man Beutelschneiderei!


Bullshit
Bullshit
von Harry G. Frankfurt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 10,00

52 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine Vorrede für ein ungeschriebenes Buch..., 9. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Bullshit (Gebundene Ausgabe)
Philosophieprofessor Frankfurt unternimmt hier über fast 70 Seiten eine schlüssige, aber langatmige Begriffsbestimmung des Wortes "bullshit", seiner Gemeinsamkeiten mit "Humbug", seiner Herleitungen aus allen möglichen Begriffen der Wortfamilie "bull"; lässt sich aus über die möglichen Motive Ludwig Wittgensteins, sich bei einem Krankenbesuch über eine übertriebene Metapher zu entrüsten; zitiert in extenso Definitionen aus dem Oxford Dictionary... derweil wartet der Leser, dass der Autor tatsächlich das Phänomen des Bullshit-Redens an sich unter die Lupe nimmt. Endlich, fünf Seiten vor Schluss, wirft Frankfurt eine erste spannende Frage auf (S. 69): "Warum gibt es so viel Bullshit?" Die Antwort bleibt er uns leider schuldig. Die interessante Frage, ob der Einzelne die Wahrheit eher in sich selbst oder in der ihn umgebenden Welt erkennen kann, hat zwar eigentlich nichts mit dem Gegenstand der Erörterung zu tun, wird aber auf den letzten zwei (!) Seiten diskutiert und ohne nährere Herleitung einseitig beantwortet. Für mich entsteht das Gefühl, dass dieser Aufsatz, der in bibliophiler Aufgeblasenheit (Leineneinband, Fadenheftung) dem Schicksal einer unbedeutenden Broschüre zu entgehen versucht, vielleicht eine nette Einleitung oder Vorrede zu einer gründlichen Untersuchung des Phänomens Bullshit sein könnte.
Mein Fazit: Die Abhandlung selbst kommt in den Ruch, Bullshit zu sein, folgt man der Definition des Autors: "Es ist ihm gleichgültig, ob seine Behauptungen die Realität korrekt beschreiben." (S. 63).


The Gulda Mozart Tapes: 10 sonatas and a fantasy
The Gulda Mozart Tapes: 10 sonatas and a fantasy
Preis: EUR 24,33

40 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gulda in Bestform in bescheidener Klangqualität, 25. Januar 2006
Gulda spielt die Mozart-Sonaten so, wie man es erwartet: flüssig, akzentuiert, voller Leidenschaft. Es ist fürwahr ein besonderes Kleinod, was hier auf 25-jährigem Umweg die Plattenläden erreicht hat. Allein: die Klangqualität kann freilich bei ebenso alten Kassettenaufnahmen nicht besser sein als bescheiden. In den Höhen durchaus einigermaßen brillant, nimmt sich das Klangerlebnis in den Mitten und vor allem in den tieferen Lagen recht mager aus. Dabei ist es wohl von Vorteil, dass Gulda bei diesen in einem winterlich einsamen Hotel am Attersee gemachten Aufnahmen die Mikrofone sehr nah am Instrument platziert hat und somit nicht noch unnötige Verzerrungen über den Raum entstanden sind. Dadurch wirken die vorliegenden Einspielungen im Klang sehr trocken, was mit der Gulda'schen Handschrift durchaus nicht ohne Reiz ist. Auf Dauer jedoch besteht die Gefahr, dass die magere Klanglichkeit "nervt". Das Ganze ist also ein Leckerbissen, den man sich in kleineren Häppchen zu Gemüte führen sollte - dann hat man es allerdings mit einer echten Delikatesse zu tun!


Klavier Trios KV 548,542,502 (Limited Edition)
Klavier Trios KV 548,542,502 (Limited Edition)
Wird angeboten von der_Bibliothekar
Preis: EUR 19,98

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spielfreude und Innigkeit - ein besonderer Livemitschnitt!, 25. Januar 2006
Die Mutter in kammermusikalischer Dreisamkeit mit Ehemann André Previn am Klavier sowie dem Jungcellisten Daniel Müller-Schott, das ganze auch noch live in Concert - eine Einspielung, die Neugier weckt.
Anne-Sophie Mutter spielt erwartungsgemäß souverän und leicht auf, und wenn man ihren cantabilen und dynamischen Stil mit viel Vibrato und Schmelz zu schätzen weiß, sind die drei hier ausgewählten Trios ein echter Leckerbissen. Previns Klavierspiel kommt heiter und perlend wie bester Champagner daher, so dass man sich künftig mehr Pianistisches wünscht von diesem vor allem als Dirigenten berühmten Künstler.
Daniel Müller-Schott weiß seine Chance durchaus zu nutzen, sich an der Seite seiner großen Förderin zu profilieren. Abgesehen von ein paar Überbetonungen, etwa bei der sensiblen Stimmführung im Seitenthema des 1. Satzes von KV 542 (Track 4), fügt sich der Cellist gekonnt und mit der von Mozarts Trios verlangten Dezenz in das Klangbild ein.
Ihr ganz großes Können entfalten die Drei im B-Dur-Trio KV 502, wo die Ecksätze (Tracks 7 und 9) nur so vor Spielfreude strotzen und der langsame Satz (Track 8) in einer nie gehörten Innigkeit interpretiert wird.
Das Klangbild der Aufnahme ist hervorragend, die Konzertatmosphäre ist auch ohne Applaus positiv spürbar.
Unterm Strich stellt die Veröffentlichung ein echtes Highlight in der Diskographie Anne-Sophie Mutters dar, und es wäre wünschenswert, mehr von dem Trio zu hören - vielleicht eine Neueinspielung der Beethoventrios...?


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