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Rezensionen verfasst von
Real Name

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Kreisverkehr: Roman
Kreisverkehr: Roman
von Jan Schröter
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fulminanter Humor mit Tiefsinn, 16. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Kreisverkehr: Roman (Taschenbuch)
Gleich zu Anfang möchte ich etwas bemerken, woran ich mich sonst nie stoße: das Cover. Dieses Quietschepink verursachte mir Augenschmerzen, sodass ich lange Zeit vorerst um dieses Buch herumschlich.
Anders als das schrille Outfit finde ich den Titel »Kreisverkehr« eine grandiose Wahl.
Das Straßenverkehrsschild trägt drei gewundene Pfeile - diese symbolisieren in diesem Buch das Treffen der Generationen; von Protagonist Linus, Tochter Nele und Vater Valentin.

Die Geschichte ist eine köstliche Satire mit dramatischen Elementen, wobei diese Elemente erst im Nachhinein wirken. Der Autor übermittelt Leichtigkeit, während er das "schwere" Thema, um das es geht, fast unbemerkt unterbringt. Im Vordergrund glänzt eindeutig der Spaß, den der Leser bei dieser Lektüre erfährt. Doch die Kehrseite der Medaille behandelt den Ernst des ungeschminkten Lebens.

Zum allgemeinen Inhalt reicht die Kurzbeschreibung. Ebenso schrieben andere Rezensenten ausreichend zum Verlauf der Handlung, weswegen mein Eindruck vom Besonderen dieses Buches folgt.

Linus stellt ohne Frage eine bizarre Gestalt dar, sympathisch und spannend. Ein fesselnder Chaot, dem man gern folgt bei dem Versuch, wie er sein Leben selbstzufrieden meistern will. Oft macht er sich etwas vor, betrachtet das Leben stringent. Dadurch haut es Linus in manchen Momenten leicht aus den Socken, sodass komische und bemerkenswerte Situationen entstehen.

Neben all dem Humor, den Jan Schröter treffsicher zu formulieren vermag, zeigt sich seine große Erzählkunst. Ein unheimliches Gespür für den schriftstellerischen Balanceakt, dem Leser Unterhaltung und Kurzweil zu bieten, ohne dass der tiefere Sinn entgleitet.

Zwischen den Zeilen schimmert in Linus eine Traurigkeit, die wohl jeder Mensch kennt, der sich einmal einsam oder an irgendeinem Ort fremd fühlte. Schon auf den ersten Seiten wird dem Leser die Vielschichtigkeit des Protagonisten deutlich:
[...] »Als Linus den Eckladen betrat, begrüßte ihn die kleine Signalglocke mit einem warmen »Dingdong« und löste damit sofort ein Heimatgefühl in ihm aus, das er in dieser Intensität nicht einmal in seiner eigenen Wohnung verspürte.«

Jedoch lässt der Autor keinerlei Melancholie aufkommen. Subtil und sparsam streut er solche Sätze in den Text. Erst, wenn man das Buch nach unzähligen Lachanfällen beiseitelegte, fängt man am Ende an, nachzudenken. An der Stelle schließt sich der Kreis für den Leser.

Auf belustigende und ganz wundervolle Weise - sprachlich ein Genuss - transportiert Jan Schröter mit seinem »Kreisverkehr« eine berührende Botschaft. Über das Alleinsein, das Älterwerden, über Mut und Übermut, Akzeptanz und gegenseitigen Respekt in unserer Gesellschaft, die droht, vor lauter Spaßfaktoren das Wirkliche und Wichtige im Leben zu vergessen.


Dieser Sommer, diese Liebe
Dieser Sommer, diese Liebe
Preis: EUR 1,55

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eher ein Buch für Frauen, 1. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dieser Sommer, diese Liebe (Kindle Edition)
Franziska folgt der Einladung ihres Bruders, der in Südfrankreich wohnt. Die Zeit dort möchte sie nutzen, um nach ihrer gescheiterten Beziehung wieder auf andere Gedanken zu kommen.
Durch Zufall lernt sie Sascha kennen, ein Medizinstudent in den Dreißigern. Es dauert auch nicht lange, da macht Franziska durch ihren Bruder die Bekanntschaft mit Philipp, ein ebenso attraktiver Mann. Franziska fühlt sich zwischen beiden Männern hin und her gerissen, die ihr anfangs gleichermaßen gefallen. Für wen wird sie sich nach einer Zeit voller Turbulenzen am Ende entscheiden?

Meine persönliche Meinung: die Geschichte ist niedlich.
Insgesamt ist sie flockig und rasant erzählt, es passiert ständig etwas.

Manche würden die Geschichte vermutlich als "Schmalz" oder "Groschenroman" bezeichen, weil sie sehr an der Realität vorbei spielt. Die Ereignisse sind zwar logisch aufgebaut, doch im wahren Leben ziemlich unwahrscheinlich.

Trotzdem ist die Figur Franziska glaubwürdig dargestellt. Eine Frau, die durch emotionale Verletzung in der nahen Vergangenheit unsicher auftritt. Was ich sehr angenehm fand, war, dass Franziska sich nicht in endlose Rückblicke und Selbstbespiegelungen verliert. Es gibt dazu nur ein paar kurze Sätze, damit der Leser Bescheid weiß, worum es geht. Der Blick richtet sich ansonsten stets vorwärts.
Und Sascha und Philipp? Traumhaft! Welche Frau würde sich nicht wünschen, diesen beiden Männern einmal zu begegnen? Oder wenigstens einem von ihnen?

Die Autorin hat sich mit ihrer Geschichte viel Mühe gemacht. Der Text ist nicht einfach so dahin gefleddert. Rechtschreibung und Grammatik sind ok. Im ganzen Text fielen mir lediglich drei Rechtschreibfehler auf, was bei der Seitenanzahl eine Quote von zwei Prozent ergibt - mehr Qualität liefern auch große Verlage nicht.
Zudem streute sie immer wieder französische Redewendungen auch für Neben- und Randfiguren ein. Das ist für mich ein weiteres Zeichen dafür, dass die Autorin nicht mal eben etwas billig heruntergeschrieben hat.

Alles in Allem kann ich dieses Buch empfehlen. Seichte Unterhaltung, die für einen kurzen Moment nach Südfrankreich entführt. Keine anspruchsvolle Literatur, aber dafür ein schöner Traum, der wohl so manches Frauenherz höher schlagen lässt.


In den Spiegeln (Teil 1, 2 & 3) - Die dunkle Stadt
In den Spiegeln (Teil 1, 2 & 3) - Die dunkle Stadt
Preis: EUR 3,56

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drei Episoden aus dem Spiegeluniversum, 13. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Schilderungen folgen zumindest in Teil I+II keiner strikten Chronologie. Mittlerweile sind vom Autor weitere Teile seines Spiegeluniversums erhältlich.
In der Produktbeschreibung steht die Zusammenfassung von Teil I. Im zweiten Teil lernt der Protagonist Evelyn kennen, eine Lebefrau aus der SM-Szene. In Teil III gelangt Jarek ins Jenseits.

Dieses Buch lässt sich in jeglicher Hinsicht nicht in einfache Unterhaltungsliteratur einordnen.
Während andere Autoren in ihren Romanen oft das Denken für den Leser übernehmen, geht es in diesem Buch zu, wie der Titel schon verrät: "mirror spicy". Durch seinen Schreibstil erreicht der Autor, dass der Rezipient mehr und mehr auch sich begegnet; sich plötzlich parallel auf Erkundungsreise eigener Ansichten über die Welt befindet.

Dadurch, dass die Gedankengänge der Figur Jan-Marek nicht immer direkt assoziativ anschließen, entsteht zwischen manchen Sätzen eine Art von Nichts. Lücken, oder auch schwarze Flecken im Spiegel, die sich während des Lesens summieren und somit eine dunkle Atmosphäre übertragen. Diese ist voller Geheimnisse, faszinierend, fesselnd und man begibt sich in ihren Sog.
Gerade durch (vermeintlichen) Nihilismus mimt der alte Ego Jarek einen Misanthrop, doch unübersehbar trägt er das Kostüm eines Gauklers. Mit seinem (Schau-) Spiel offenbart er in der Quintessenz nur eines: sein universelles Herz.

Was für ein Buch! Ich bin absolut begeistert. Es ist:

rätselhaft, mysteriös, weise, fragwürdig, spannend, verrückt, albern, abenteuerlich, romantisch, intellektuell, poetisch, abscheulich, klug, nackt, animalisch, witzig, schonungslos, nihilistisch, psychedelisch, widersprüchlich, psychotisch, höllisch, irre, befremdlich, vertraut, wahnsinnig, schockierend, platonisch, lebensnah, selbstironisch, phantastisch, grandios, genial, trivial, aufklärerisch, religiös, verträumt, dynamisch, surreal, anrührend, philosophisch, intelligent, eklig, masochistisch, mitfühlend, esoterisch, naiv, bodenlos, zufällig, legendär, archivalisch, beängstigend, grenzüberschreitend, adamisch, weltumfassend, zentrierend, unglaublich, warmherzig, unperfekt, ...

zutiefst menschlich.


Kreddi trifft den Weihnachtsmann
Kreddi trifft den Weihnachtsmann

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kreddi im schillernden Wald, 12. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dies ist eine der schönsten Weihnachtsgeschichten, die ich je las. Sie ist so zauberhaft, spannend, ideenreich, farbenprächtig und liebevoll geschrieben, man muss sie einfach lesen.
Ich verrate vom Inhalt auch nicht viel, gerade mal eine kurze Zusammenfassung des ersten Viertels. Allerdings ersetzt diese lange nicht den Lesegenuss.

Am Tag vor Weihnachten wacht der kleine Waschbär Kreddi morgens in seiner Baumhöhle auf und wurde eingeschneit. Die Eule Uhulu wohnt über ihm in der alten Eiche im Kunterwald. Sie ruft Biber Ralf, der sofort zur Schneeräumung anrückt. Ralf hat an diesem Tag soviel zu tun, so dass er Kreddis Einladung zu einem Holundertee ablehnen muss.
Kreddis bester Freund, Hase Karl, taucht auf und will den kleinen Waschbären zum Eisangeln abholen. Da bemerkt er, dass Kreddi in seiner Baumhöhle Socken aufhängte: gefüllt mit Lebkuchen, Schokolade und Nüssen. Das sind Kreddis Köder: denn sein größter Wunsch ist es, dem Weihnachtsmann einmal die Hand zu schütteln. Uhulu und Karl lachen ihn daraufhin aus.
Kreddi und Karl gehen zum Teich und dort passiert mit Kreddi etwas ganz Wundersames. Als beide dann vom Eisangeln in Kreddis Hütte zurückkehren, erwartet sie eine weitere Überraschung: die Socken sind leer. Dafür liegt aber ein blauer Brief auf Kreddis Bett, darin eine Nachricht aus dem Adventswunderland.
Nachdem Uhulu für alle Beteiligten die Nachricht entschlüsselte, verzaubert sich das Papier zu ... (wird nicht verraten).
In der Nacht reisen die drei Freunde auf geheimnisvolle Weise aus ihrem Kunterwald in den Weihnachtswald. Dort erwartet sie Unglaubliches, was Kreddi und seine Freunde sich in ihren schönsten Träumen nicht wagten vorzustellen ...

Wer seinem Kind die Vorweihnachtszeit versüßen möchte, schafft es garantiert mit diesem Buch. Jungen wie Mädchen werden ihre Freude daran haben. Zwar ist diese Geschichte eher für die Kleinen gedacht, doch werden Erwachsene ebenso strahlende Augen bekommen.


Die Legende von der dummen Ente
Die Legende von der dummen Ente

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das darf doch nicht wahr sein,, 11. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Manche Leute schämen sich wirklich für nichts.

Es war einmal eine dumme Ente, die hält sich für "Germanys Next Top Ente". Sie lässt sich von einem Adler veräppeln. Dieser meint, Dieter Bohlen der Nobelpreisträger zu sein.
Und die Pointe der Geschichte? Hohler geht's kaum.

Knapp vier Seiten und der Text strotzt nur so vor Rechtschreib- und Zeichenfehlern.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 19, 2013 1:15 PM MEST


Denn sie wandeln auf unseren Wegen Teil 1
Denn sie wandeln auf unseren Wegen Teil 1
Preis: EUR 0,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langweilig, Langatmig, Laienhaft, 8. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine Vampirgeschichte der anderen Art und in alter Sprache, wie sie manchmal noch in Märchen zu finden ist. Die gesamte Atmosphäre erinnert an den Film "The Village - Das Dorf".
Dévande erzählt seine Geschichte in der Rückblende. Sie beginnt mit dem Kind Dévande und endet mit dem "ausgeschlüpften" Vampir Dévande.

Leider kann ich den Begeisterungssturm der bisherigen Rezensenten nicht nachvollziehen. Obwohl ich manchen Aussagen zustimme: gute Ausdrucksfähigkeit, keine Vampirsofties, ein wenig Kopfkino. Jedoch spannend und mitreißend vermisse ich.

Die Textprobe gefiel mir für den Anfang und machte Lust auf mehr. Aber - und das ist mein großes Aber: sie liest sich wie eine einführende Zusammenfassung. Also eher wie ein Bericht; wie eine Geschichte vor der eigentlichen Geschichte. Und dann las ich und las und wartete darauf, dass endlich die abenteuerliche Geschichte beginnt.
Doch diesen Stil zieht die Autorin von Anfang bis Ende durch. Nachdem sich dann auch noch das schiefe Gerüst der Perspektiven hinzu gesellte, wurde es mir bei spätestens 50% zu langweilig. Ich überflog die Seiten und las nur noch stellenweise, ohne einen Lichtblick zu finden.


Seiner Exzellenz Erben
Seiner Exzellenz Erben

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hauptsache, ihr seid mit eurer Wahl glücklich ..., 7. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Seiner Exzellenz Erben (Kindle Edition)
Eine nette Geschichte um Georg Riemann und seine Enkel Tanja, Tobias, Sophie und Fabian. Die Vier folgen seiner Einladung, fünf Wochen im Sommer bei ihm zu verbringen. Widerwillig, denn als sie in dem kleinen Ort in der großen Villa ankommen, haben sie nur das erhoffte Erbe von ihrem Großvater im Kopf. Der Alte versucht seinen Enkeln während ihres Aufenthalts allerlei Lehren zu erteilen und dazu lässt er sich einiges einfallen. Am Ende schafft er es, dass sich in den Erbschleichern die erhabene Menschlichkeit einschleicht.

Die Story ist lesenswert.

Was ich aber zu bemängeln habe, ist das Lektorat. Wenn die Autorin dafür Geld bezahlt hat, tut es mir aufrichtig leid. Bei Nutzung eines Schreib- und Korrekturservices dürften eigentlich keine so häufigen Rechtschreib-, Satzzeichen- und Formulierungsfehler auftreten.
Ein guter Lektor hätte auch den fehlenden Spannungsbogen zu Anfang des Subplots bemängelt. Diesen Aspekt erwähne ich, weil der Roman dadurch einiges an Potential verloren hat. Und das finde ich schade. Auch die ständigen Wiederholungen während der Bespiegelungen des Innenlebens der Figuren sind unnötig. Dafür fehlt es ihnen an Tiefe, denn Gedanken allein vermitteln diese nicht.

Eigentlich tendiere ich deshalb eher zu drei Sternen ...


Ihr Hauch in meinem Leben
Ihr Hauch in meinem Leben

1.0 von 5 Sternen abstrus, 6. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ihr Hauch in meinem Leben (Kindle Edition)
Die Geschichte ist eine sehr kurze Geschichte. Weil sie so kurz war, habe ich sie auch bis zum Ende durchgehalten. Mit anderen Worten: ich habe versucht, der an den Haaren herbeigezogenen Story vielleicht doch noch etwas abzugewinnen.

Die Autorin lügt ganz bewusst zu Anfang der Geschichte. Bei den wenigen Seiten wirkt dieser Trickbetrug besonders billig.
Zwar ist Irreführung ein durchaus legitimes, literarisches Mittel, jedoch erst ab einem ca. dreihundert Seiten Roman, weil dem Leser die Lüge dann nicht so direkt ins Gesicht bis ins Gemüt springt.
Wenn das Umfeld über lange Erzählstrecken hinweg stimmt, verzeiht man dem Autor am Ende. Aber auch das war hier unglaubwürdig gewählt.

Ein ungekonnter Einwurf eines Verdachts war auch: "Die Probleme, die Ben zu ihm geführt hatten, schienen ernsthafter Natur zu sein". Ein leidlicher Versuch, Spannung zu erzeugen, der aus heiterem Himmel unpassender gar nicht sein könnte. Vorher hätte Ben gegenüber Lorenz zumindest Besorgnis zeigen müssen.

Zudem durchschaute ich das falsche Spiel recht schnell. Spätestens, als der Name Alexandra fiel, war der Hase aus dem Sack. 33% - danach quälte ich mich durch den Text.
Bis zur letzten Zeile konnte ich dem Text nichts abgewinnen. Die Logik des Ganzen baut grundverkehrt auf. Denn nicht erst, als sich ein Klassentreffen anbahnt ...

Erwartet hatte ich laut Produktbeschreibung eine Kurzgeschichte mit Romantik, doch zu lesen bekam ich ein fehlerhaftes Konstrukt der Robotik.


Mittland - Zorn der Götter - Fantasy-Novelle
Mittland - Zorn der Götter - Fantasy-Novelle
Preis: EUR 2,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wünsche, Wunder, Weltenwanderung, 3. Mai 2013
Diese Geschichte ist, wie alle Geschichten von Volker Ferkau, einzigartig. Sie spielt in Mittland, eine vom Autor erfundene Fantasy-Welt epischen Ausmaßes.
In den Mittland-Romanen befindet sich am Anfang eine Karte dieser Welt, die in diesem Buch nicht zu finden ist. Mit einhundert Seiten, im Gegensatz zu den ansonsten über eintausend Seiten langen Romanen, ist "Zorn der Götter" eher als Kurzgeschichte zu betrachten.
Wer die Welt von Mittland noch nicht kennt, kann dieser Geschichte trotzdem ohne Probleme folgen.

Auf Grund der Länge dieses Textes sind die Charaktere nicht so detailliert ausgearbeitet, wie in der großen Saga. Fans vergleichen natürlich gern. Allerdings geht dabei leicht der objektive Blick verloren. Betrachtet man diese "Kurzgeschichte" für sich allein, ohne schon von einem seiner dicken Wälzer verwöhnt worden zu sein, ist sie brillant.

In wenigen Worten haucht der Autor allen Figuren das pralle Leben ein. Was ich bei Volker Ferkau immer wieder mit Erstaunen feststelle, wie schnell er mich in die Geschichte zieht und ich alles um mich herum vergesse. Urplötzlich spielt sich meine reale Welt in Mittland ab und das hält der Autor bis zum Ende durch, mich als Leser soweit zu entführen.
Es gibt wenige Autoren, die das vermögen, und bis jetzt kann ich sie gerade mal an einer Hand abzählen.


Feenlicht und Krötenzauber (Die Sumpfloch-Saga 1)
Feenlicht und Krötenzauber (Die Sumpfloch-Saga 1)
Preis: EUR 0,99

21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Märchen, Mythen, Mutationen, 1. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch "Feenlicht und Krötenzauber" ist der Auftakt der mehrteiligen Sumpfloch-Saga von Halo Summer. Sie entwirft im Land Amuylett eine Festung Sumpfloch, die eine "Allgemeine Schule für Absonderliche Fähigkeiten" darstellt.
Im Land Amuylett kann jedes Wesen zaubern. Nur den drei Mädchen Lisandra, Thuna und Maria fehlt dafür die Begabung, da es sie aus unserer Welt einst durch einen großen Sturm in das Zauberland verschlug. Dafür besitzt jede von ihnen ein außergewöhnliches Talent, welches sie im Laufe der Geschichte erst noch herausfinden müssen.
In die Schule Sumpfloch werden die schlechtesten, ärmsten und die verwaisten Kinder des Landes abgeschoben. So auch die Drei, als sie zwölf Jahre alt sind. Schnell schließen sie am ersten Tag in der Schule Freundschaft, sowie mit den zwei anderen Mädchen Scarlett und Berry.
In einer Rückblende vor elf Jahren wird gezeigt, weshalb die böse Cruda - eine Hexe - den Sturm heraufbeschwor und welche Pläne sie mit den Erdenkindern in Amuylett verfolgt.

Das Leben an der Sumpfloch nimmt seinen Lauf und es sprudelt nur so über von guten Ideen, witzigen Namen, unvorhersehbaren Begebenheiten, ungewöhnlichen Wesen und neuartigen Zaubereien.
Sobald man die erste Hürde nach 15% geschafft hat, beginnt die wahre Geschichte und der Leser wird mit grandiosem Vergnügen belohnt.

Eine Hürde deshalb, weil mir der erste Teil dieser Geschichte viel zu rasant erzählt wurde. Der Text liest sich, als wäre das ein erster Entwurf, der nicht überarbeitet wurde. Auch der Schreibstil ändert sich nach diesem Abschnitt.
Anfangs spricht die Autorin die Leser in den Kapiteln sogar direkt an, was in keinem modernen Roman mehr üblich ist. Zudem streut sie immer wieder sprachliche Patzer ein, die höchstens in einem Entwurf etwas zu suchen haben.
>>So erreichte sie (Viperia) das Land außerhalb und erlebte viele Abenteuer, die uns jetzt nicht zu interessieren brauchen. Bedeutsam ist nur, dass sie einen Ritter kennenlernte, ...<<
Das ist mal schön dahingewischt. Wenn die vielen Abenteuer gerade nicht interessieren, braucht das nicht extra erwähnt werden. Ein einfacher Anschlusssatz hätte es auch getan.
>>Aber der Ritter hatte von einer großen Gefahr gesprochen und darüber, welch überaus wichtigen Dienst Viperia ihrem Land erweisen würde und so weiter und so fort, bis Viperia so geschmeichelt gewesen war, ...<<
Und so weiter und so fort - schreibt man, wenn einem im Moment nichts einfällt. Später werden solche Textstellen aber überarbeitet. Das kann man in der Art keinem Leser anbieten.

Darauf folgt ein gravierender Logikfehler im Hinblick zur Konfliktauflösung am Ende des Buches. Es wird erklärt, dass die böse Cruda ihre eigene Welt nicht verlassen kann: >>weil es eine zu schwierige und zu gefährliche Sache war<<. Das werden die Wenigsten im Leserausch bemerken, nur ein Lektor deckt äußerst genau auf.
Kapitel 3 beginnt mit: >>Das schönste an Sumpfloch war - du erinnerst dich vielleicht - der Garten.<<
Das ist das letzte Mal, dass der Leser in der Geschichte lehrerhaft direkt angesprochen wird. Zum Glück, denn sonst hätte ich das Buch bald zur Seite gelegt.
Allerdings hatte ich bei dem sprunghaften Schnelldurchlauf wirklich Schwierigkeiten mich zu erinnern, welcher Herkunft jedes Mädchen entsprang. Dafür musste ich zurück blättern, wer denn nun die Waise war, wer bei reichen Eltern groß wurde und wer beim geizigen, mürrischen Morgul lebte. Denn der Hintergrund ist für einen Charakter ziemlich wichtig, da man dadurch seine Handlungen besser nachvollziehen kann.

Jedoch tritt nach diesen Punkten eben eine Wende ein, was Stil und Tempo anbelangt, und es lohnt sich wirklich, weiterzulesen.
Die Perspektiven springen von Figur zu Figur innerhalb dieser fünfer Mädchenbande. Mich hat es nicht gestört, im Gegenteil, so erhält man einen Einblick von allen. Bei diesem kurzen Text ist das zwar hart an der Grenze zum Comic, doch diesen Balanceakt hat die Autorin erzählerisch gut gemeistert.

Insgesamt kommt es mir so vor, als wollte die Autorin vorerst testen, ob ihre Geschichte überhaupt Anklang findet und stellte ihren Text eben in einer Rohfassung ein. Ich vermute, die Mängel an diesem Text sind der Autorin bewusst, weshalb sie den Preis wohl nochmals gesenkt hat. Das finde ich eine großartige Geste.

Man kann den Auftakt der Saga nicht mit Harry Potter vergleichen, nur weil Sumpfloch ein Internat ist. Internatsromane und Filme gibt es öfter, ebenso das Thema Zauberschule, noch bevor Harry Potter berühmt wurde. Das Thema Zaubersturm ist auch nicht neu, ich erinnere da an "Der Zauberer von Oz". Themen finden stets vielfältige Verwendung - sogar die Dementoren im "Der Gefangene von Askaban" entstammen keiner Idee der J.K. Rowling, sondern die hatte lange vor ihr schon J.R.R. Tolkien mit seinen Nazgûl erfunden.

Halo Summer erschuf etwas Neues mit unverbrauchten und keinen abgekupferten Ideen. Sicher, es gibt Feen, Hexen und Halbvampire, doch in ihrer Welt sind sie etwas Besonderes, wie sie in der Art noch nie zur Darstellung gelangten. Die Welt von "Feenlicht und Krötenzauber" ist so neu, wie damals die Welt von Michael Ende in "Die unendliche Geschichte".
Allein die anfangs sprachliche Schludrigkeit hält mich davon ab, für diesen Band fünf Sterne zu vergeben.

Ab Band 2 liefert die Autorin von vorne bis hinten Qualität und die Sumpfloch-Saga gehört zu den schönsten und originellsten Kinderbüchern überhaupt.


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