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Rezensionen verfasst von
Jayanti "Naturwissenschaften sind-mehr als-fantastisch" (Château St. Germain, 1663 Gruyères, Schweiz)

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300: Rise of an Empire [3D Blu-ray]
300: Rise of an Empire [3D Blu-ray]
DVD ~ Lena Headey
Preis: EUR 11,67

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schade, total schlecht umgesetzt, 28. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: 300: Rise of an Empire [3D Blu-ray] (Blu-ray)
Der erste Teil war irgendwie toll und in der Tat clever umgesetzt, zwar irgendwie an äußerst vielen Stellen total unlogisch wie überhaupt in neuerer Zeit extrem gewaltverherrlichend, bot er aber über-allem hinaus: grandiose schauspielerische Leistungen, und kam dem Comic am nächsten. Dazu triefte er nur so vor Sarkasmus über. Alles in allem gesellte sich ein überragender Soundtrack mit-hinzu. Vor allem sei hierbei Gerald Butler erwähnt, der sehr sympathisch rüber kam. Solche Männer mag ich, allerdings nicht seinen Körper, denn als Frau kann ich über solch einen Mist nur lachen. Das macht mich überhaupt nicht an. Und apropo Frauen: Eva Green war einmal so sexy, jetzt aber ist Sie dermaßen unelegant, rüpelhaft, und grotesk schlecht am schauspielern, das man sich ernsthaft während des Films fragte, ob sie schlichtweg keinen Bock gehabt hat... , es war wirklich schlecht gespielt. Motivationslos eben, und zudem ist das Drehbuch ganz sicher kaum der weiteren Rede wert gewesen.

Denn ganz unter uns: Der Film war wirklich nicht nur "langweilig", "lahm" und zum Überfluss erblickte Frau bis zu rein gar nichts - originelles. Totale Enttäuschung. Warum spulen die so einen faden Film ab? Ich meine, das Budget ist ganz bestimmt sogar, feilich sehr groß gewesen, dazu genügend Material vorhanden gewesen, dennoch brachte man es fertig solch einen Mist abzudrehen. Ansätze ein gewaltiges Epos darzustellen, gab es genügend, doch übertroffen an Begrenztheit wurde deutlich, als Xerxes als Gottkönig dargeboten wurde. Nun wie es scheint, gebraucht es einfach immerzu irgendwelchen metaphysischen Kram`s, um Zuschauer in die Kinos zu locken. Ich empfand es unglaublich naiv und als geradezu grotesk wie stümperhaft manches dargezeigt wurde. Der Film hat nicht mal vier Sterne, ja nicht einmal drei Sterne verdient. Vor allem weil er unfassbar "langweilig" gewesen ist, Spannend oder wie erwähnt: Originelles kam nicht auf.

Ein Freund schrieb mir mal: Der Film ist meiner Ansicht nach die profillose Kopie von Zack Snyders "300" aus dem Jahr 2007. "Rise of an Empire" kopiert was das Zeug hält und hätte am Ende nicht einmal mehr das Potential als Stand-Alone-Film zu überzeugen. Das ist schon hart für ein Sequel. Befriedigend für Kurzweiligkeit, ohne großen Wiedersehenswert für diejenigen, die sich einen Film mit Pathos gewünscht haben.

Die 3D war ebenso schlecht, kann man sich sparen zu kaufen, und einfach irgendwo in der bekannten Videothek auszuleihen hilft den Centern dort ohnehin wesentlich mehr, als sie irgendwo für teures Geld zu erwerben.


Sind wir allein im All? Die Faszination von UFOs, Aliens und SETI (sciebooks 2)
Sind wir allein im All? Die Faszination von UFOs, Aliens und SETI (sciebooks 2)
Preis: EUR 2,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das war zu erwarten gewesen, 6. Juni 2015
Der Autor ist bekannt, hat einen SciBlog, wo er überaus fleißig schreibend tätig ist; hält des weiteren so manchen Vortrag, schreibt überdies (sehr) viel und diffamiert - AUCH - des übrigen viele Grenzwissenschaftler subtil, so dass es nicht allzu schnell auffällt, in seinem Blog, die nicht seine Thesen teilen. Und hinzu kommt, das er überhaupt keinerlei Vorstellung oder Ahnung und überhaupt Kenntnis von dem gesamten Ufo-Phänomen hat. Dieser Mensch ist grundsätzlich nicht in der Lage sich von seinem monotheistischen Illusionen zu trennen; denn den Glauben, um welchen es Hr. Dr. Blume in "Wahrheit" geht, nimmt ohnehin kein Mensch mehr ernst. Aber das er dermaßen und unglaublich "arrogant", "herablassend", "oberflächlich", "nichtssagend" und mit einer dazu-ideologisch geprägten Brille, 110 Seiten lang über die Ufo-Thematik, Außerirdische (Allgemein) sowie überhaupt über die Paläo-SETI-Theorie schreibt, ist...fatalerweise: INTOLERANT und verklärt mehr, als das es etwas - nützliches erklärt. Eine offen gesprochene Bankrotterklärung eines möchte-gern Wissenschaftlers. Obendrein ist die gängige sowie bekannte und vergleichende Religionswissenschaft keine echte Wissenschaft, sondern Pseudowissenschaft im ganz großen Stil; auch völlig gleich, was wer auch immer meint gegen die UFO-Thematik oder Außerirdische, meint besser zu wissen. Religionswissenschaft ist ähnlich der jener verwirrenden Theologie. Auch welchen Gründen auch immer die physikalischen Gesetze so und nicht anders sind, jedenfalls steht außer Zweifel, daß das Weltall so angelegt ist, daß die (gemessen an menschlichen Maßstäben) massenhafte Erzeugung von Kohlenstoff, Sauerstoff und Stickstoff eine zwangsläufige Folge der Lebenszyklen der Sterne ist und daß sich zwangsläufig um Sterne wie die Sonne Planeten wie die Erde bilden, die durch den Einschlag von Kometen mit komplexen organischen Molekülen, die ursprünglich aus interstellaren Wolken stammen, angereichert werden. Wir bestehen aus Sternenstaub, weil wir eine natürliche Folge der Existenz von Sternen sind, und wenn man sich dies klarmacht, dann kann man eigentlich nicht mehr glauben, daß wir allein im Weltall sind - und damit einzigartig.

Die Argumente, welche hier im Buch vorgebracht wurden, sind nicht ernstzunehmen, denn alles, was hier geschrieben wurde spiegelt lediglich das eigene, sehr spezielle Weltbild des völlig überschätzten Dr. Blume`s wieder. Die Vorbehalte, die er gegen alles bezüglich der Paläo-SETI-Theorie hegt, sind persönlicher Natur. Wissenschaftler suchen im All seit langem nach Belegen für Wasser, in dem sich Mikroben oder anderes Leben entwickeln könnte. Fündig wurden sie nicht nur auf Ganymed, sondern auf einer ganzen Reihe von Monden des Jupiter (Europa) und des Saturn (Titan). Auf dem Mond Enceladus könnte es sogar heiße Quellen geben, wie Wissenschaftler erst diese Woche berichteten. "Das Sonnensystem sieht inzwischen ziemlich feucht aus", sagte Jim Green, Nasa-Direktor für Planetenkunde.

Und dem Autor scheint bei seiner süffisanten Reportage entgangen zu sein, das es wohl weit über 100 Mrd. andere Galaxien im unermesslich gewaltigen Universum zu geben scheint.

Der Physiker Prof. David Bohm schreibt 1983: "Es ist also so, daß wir die Fakten schaffen, beginnend mit einer unmittelbaren Wahrnehmung entwickeln wir ein Faktum, indem wir ihm Ordnung, Form und Struktur verleihen. In der klassischen Physik wird ein Faktum im Sinne der Ordnung planetarischer Umalufbahnen - gemacht. In der allgeminen Relativitätstheorie wird ein Faktum im Sinne der Ordnung der Riemannschen Geometrie - gemacht....In der Quantentheorie wird ein Faktum im Sinne der Ordnung von Energieebenen, Quantenzahlen, Symmetriegruppen usw. gemacht." Wirklichkeit "ist" nicht, sie entsteht, erst in dem Moment, in dem wir beobachtete Vorgänge in die uns geläufigen Schemata einordnen: in der Physik, in der Biologie, wo auch immer. Tatsächlich sind es nur Erscheinungen, die wir wahrnehmen und die wir als Fakten bezeichnen, wenn sie in das bestehende Weltbild zu integrieren sind - und "pseudowissenschaftlichen Unsinn", wenn das nicht möglich ist

So wurde die Existenz von Sonnenflecken, die Galileo Galilei als erster durch sein Fernrohr entdeckt hatte, von der damals maßgeblichen wissenschaftlichen Institution, der römischen Kirche, ignoriert und als "Seehstörung" deklariert, weil sie mit den allgemein gültigen Dogmen nicht in Einklang zu bringen waren. Trotzdem existierten sie. In gleicher Weise wurde die Kugelgestalt der Erde geleugnet, wurde bestritten, daß Meteorite aus dem Weltraum auf unseren Planeten fallen ("weil es, wie jedermann weiß, im Himmel keine Steine gibt"), war die Annahme, die Lebensgeschichte könne auch durch Katastrophen kosmischen Ursprungs beeinflußt worden sein, noch bis in die beginnenden achtziger Jahre unseres Jahrhunderts ein "Hirngespinst"

Heute wissen wir es besser.

Aber LERNEN wir auch daraus? Kaum. Solange wir keine THEORIE für bestimmte Erscheinungen haben, verbannen wir sie in die nebulöse Grauzone unsinniger, unwichtiger und einer wissenschaftlichen Erforschung unwürdiger Randphänomene, die eigentlich nur störend wirken und mit denen man sich als "seriöser Forscher" nicht abgibt. Die scientific community (die wissenschaftliche Gemeinschaft) läßt weltweit durch "anerkannte Wissenschaftler" verkünden, was Fakten sind und was nicht. Ohne es zu bemerken, haben diese Propagandisten des "wahren Glaubens" jene scheinheiligen Vertreter kirchlicher Allwissenheit abgelöst, die jahrhundertelang zuvor unter dem Deckmantel christlich-verwirrender-und dazu in patriarchaler Manier- Missionsauftrags das Licht des Wissens verdunkelten. Heute sind es keine Bischöfe der Inquisition mehr, die hunderttausendfach den Schuldspruch der Ketzerei mit vom Blute Unschuldiger triefenden Federkielen unterzeichnen, heute sind es die auf ihre "Seriosität", auf ihren "Skeptizismus", so bedachten öffentlichen Speerspitzen der "rationalen Weltsicht".

Sie lassen nicht mehr auf dem Scheiterhaufen verbrennen, köpfen, hängen und vierteilen. Aber die subtile Weise, in der sie moderne Ketzer mundtot zu machen versuchen und jene die Erfahrungen vorzuweisen haben, die jenseits ihrer eigenen beschränkten Horizonte der Erkenntnis liegen, mit dem Bann belegen, steht dem in seiner Wirkung kaum nach.

Dr. Blume ist ein sogenannter Zetetiker, was das komplexe Ufo-Phänomen betrifft. Ich wette, das dieser Herr sich nie auch nur einmal ansatzweise mit den diversen Hintergründe des Phänomens befasst hat, und selbst wenn..., ja sodann nur mit entsprechenden Abweisungen,, denn: Kann nicht sein, was nicht sein darf!

Unterstützt werden sie auf dem uns interessierenden Sektor des UFO-Phänomens von einigen "UFO-Zetetikern" oder "UFO-Nehilisten", deren selbstgewählte Lebensaufgabe in der beständigen Dementierung besteht: Es gibt keine UFO`s, es gibt keine Außerirdischen, es gibt keine Entführungen. Da dies als ein Faktum gilt (bzw. von der scientific community zu einem Faktum stillisiert wurde), MÜSSEN in jedem Fall andere Erklärungen gefunden werden. Gewissermaßen standardmäßig werden daher wechselweise Wetterballone, Laserstrahl- und andere Lichtmaschinen (z.B. sogenannten Sky Tracker), Solarzeppeline, die Venus, der Jupiter und - wenn das alles nichts mehr hilft - Lug und Betrug aus der Schublade alleinseligmachender Weltbilderhaltungsnormen gezogen

Mich würde einmal interessieren, welche tiefenpsychologisch ergründbaren Ursachen bei diesen selbstgekrönten Häuptern eines majestätischen Skeptizismus dazu geführt haben, Tag für Tag und Nacht für Nacht nichts anderes zu tun, als UFO-Fälle "aufzuklären", das heißt, mit erstaunlicher Gleichförmigkeit zu simplifizieren, zu generalisieren und vor allem zu negieren. Ich kann gut verstehen, wenn sich jemand FÜR etwas einsetzt, FÜR etwas engagiert. Aber welches Motiv treibt einen Menschen dazu, sein Leben dem Einsatz GEGEN etwas zu widmen? Welchen Sinn sehen diese Jünger ihres Herrn, der etablierten Wissenschaft, in ihrem Tun? Die monotone, immer wieder mit dem Brustton der Überzeugung vorgetragene Antwort lautet, mit ihr "aufklärerischen" Tätigkeit all jene, die nicht dem blinden Skeptizismus moderner Weltsicht verfallen sind, vor den furchtbaren Irrungen und Wirrungen ihres pseudowissenschaftlichen Aberglaubens erretten zu müssen. Dafür opfern sie in selbstloser Weise nicht nur ihre gesamte Freizeit, sondern setzen zum Teil auch nicht unerhebliche eigene finanzielle Mittel ein, ja, sie nehmen es auf sich, von "unwissenden" Schar der "UFO-Gläubigen" kritisiert zu und angegriffen zu werden. Sie gleichen in diesem märtyrerhaften Gebaren jenen mittelalterlichen Flagellanten-Bruderschaften, die, sich selbst kasteiend, durch die Lande zogen, um die armen Seelen der vom wahren Glauben abgefallenen den ewigen Qualen der Hölle zu entreißen. Wirklich löblich. Nur leben wir nicht mehr im Mittelalter.

Unsere Gesellschaftsordnung erlaubt uns, das für wahr und richtig zu erachten, was wir uns selbst erarbeitet, vor allem, was wir selbst gesehen und erlebt haben. Wir benötigen dafür weder die Allwissenheit verheißenden Kommentare der scientific community noch jene ihrer unkritischen Nachplapperer die ihnen in blinder Gefolgschaft hinterdreinrennen

Sie verwenden die gleichen Argumente, die man vor knapp fünfhunderten Jahren benutzte, um Sonnenflecken als Sehstörungen zu klassifizieren oder um, entgegen allen anderslautenden Indizien, den Glauben an die Scheibengestalt der Erde aufrechtzuerhalten. In regelrechten Organisationen zusammengeschlossen, sind die Skeptiker in Wahrheit ideologische Einbahnstraßen-Fundamentalisten, die sich "wie Paraoniker skurrile und phantasievolle Systeme ausdenken", um dieses dann als "gegeben" bezeichnen zu können, wie Robert Anton Wilson es treffend schrieb. Ich möchte mit von derartigen Vertretern des völlig unkritischen Glaubens an die Allmacht menschlicher Verdrängungsmechanismen nicht vorschreiben lassen, wen oder was ich gesehen oder mit wem oder was ich konfrontiert worden bin
Es wird Zeit, daß wir uns die Erscheinungen anschauen, statt weiterhin "Fakten" zu erfinden, um sie im Weltbild unserer Ignoranz auf den Thron machtvoller Defikation zu setzen.

Natürlich ist die Erde weder in Nutzungszonen unterschiedlicher Fremdwesen aus dem All aufgeteilt (die uns, wenn wir richtig hinschauen, eigentlich gar nicht so fremd anmuten), noch sind all jene, die sie beobachten, verrückt oder in Besitz überagendr Erfindungsgabe. Der Grund ist ein ganz anderer: es wird nur das gesehen, wovon WIR SELBST GLAUBEN, ES SOLLTE GESEHEN WERDEN! Jene Intelligenz, die hinter dem Phänomen steht, paßt sich unseren jeweiligen Vorstellungen an. Das ist es, was ich als "Mimkry-Verhalten", als "Mimikry-Hypothese" in die Diskussion um extraterrestrische Besuche auf unserer Erde eingeführt habe. Und an kaum einem anderem Beispiel läßt sich dieses Verhalten so deutlich aufzeigen wie im Wandel des äußeren Erscheinungsbildes der "Anderen". Ich möchte fast wetten, daß noch kaum jemand diese "Anderen" jemals wirklich zu Gesicht bekommen hat. Von ganz wenigen Ausnahmen einmal abgesehen. Was uns gezeigt wird, ist ein Spiegelbild unserer selbst und ist die Maske hinter der "Sie" sich verbergen.

Und es wird Zeit, daß wir den Mut finden, wenigstens hinter die Ränder dieser Maske zu schauen. denn dort erwartet uns nichts anderes als das größte Abenteuer, das man sich vorstellen kann: das Abenteuer des Seins, das Abenteuer des Lebens....

Natürlich ist es ein beliebtes Argument der sogenannten "Ufo-Skeptiker" (z.T. in kleinen Grüppchen organisierte Anti-Ufo-Gläubige, deren Freizeitgestaltung sich im wesentlichen darauf beschränkt, mit allen mehr oder weniger nützlichen und allen mehr oder weniger zutreffenden Argumenten das Ufo-Phänomen aus der Welt schaffen zu wollen), UFO-Entführungsberichte seien in Wirklichkeit nur bewußt oder unbewußt produzierte Kopien irgendwelcher Science-fiction-Filme oder Romane, die der betroffene irgendwann einmal gesehen oder gelesen hat

Aber das in Wahrheit ein ziemlich billiges Argument. Wenn dem tatsächlich so wäre, bliebe zu fragen, warum dann bei Entführungen "nicht beständig "ET`s" aus Steven Spielbergs gleichnamigen Film erscheinen. Meines Wissens ist dies nicht ein einziges Mal geschehen. Oder warum nicht fortlaufend maskierte Gestalten vom "Darth-Vader-Typ zeigen, der im "Krieg der Sterne" von George Lucas als der obligatorische Bösewicht auftaucht? Warum gibt es keine Beschreibungen eines landenden "Enterprise"-Äquivalents oder bei uns in Deutschland eines "Raumschiffs Orion"? Warum kommen nicht die "bösen Zylonen" aus "Kampfstern Galaktika" oder wenigstens die "Ewoks vom Planeten Endor"? Warum hat noch nie ein einziger Entführter an Bord eines solchen Schiffes Reißaus vor einem teuflischen "Alien" genommen?
Ganz einfach: Weil diese simple Scence-fciton-Hypothese (wenn es denn überhaupt eine ist) die komplexen Vorgänge bei einer Entführung nicht erklären kann. Vor allem kann sie nicht erklären, warum all die ANDEREN Elemente der Science-fiction, die sich Autoren seit Jahrzehnten in immer blühenderen Phantasien ausgedacht haben, bei den Entführungen NICHT in Erscheinung treten. Und häufig ist genau das Gegenteil von dem der Fall, was Ufo-Skeptiker behaupten. Die "Entführten", sehen nicht irgendwann einen Science-fiction- oder Entführungs-Film und erleben dann ihre eigene "Enführung", sondern andersherum: Sie sehen einen Film, der Elemente einer solchen Entführung zeigt, und erinnern sich daraufhin an eigene Erlebnisse, an Gedächtnisfragmente, die durch diese Konfrontationen mit dem Vergessenen aktiviert wurden.

Der Autor hat von gängiger und dazu seriöser Forschung im Bereich der Paläo-SETI oder der komplexen Ufo-Thematik keinen blassen Schimmer; das alles ist oberflächlich und dient nur zur Zementierung der Meinung des Autors
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 18, 2015 5:15 PM MEST


Die Macht der Meme. Oder die Evolution von Kultur und Geist
Die Macht der Meme. Oder die Evolution von Kultur und Geist
von Susan Blackmore
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 15 Jahre seit dem Erscheinen...Ich vertraue mehr auf meine Trillionen Bakterien, 27. Mai 2015
Bisher kannte ich nur drei Bücher und ein paar Interviews bei YouTube von der Psychologin und Autorin Susan Blackmore. Sie ist bekannt - das steht außer Frage, sowie es als zweifelsfrei erwiesen gilt, das sie eine gewisse Reputation vorzuweisen hat - doch wäre es nicht auch zugleich, formuliere ich`s mal: besser, man brächte das Buch nochmals neu heraus, mit einem überdies ohnehin ganz und gar anderem Titel? Denn wie bekannt sein sollte, hat die gute Fr. Blackmore ihre irrigen Ansichten bezüglich der "Meme" überdacht und auf einer dazu - wissenschaftlichen (!) Konferenz widerrufen. Das mir vorliegende Buch ist schon ganze 14 Jahre alt und nichts neues hat sich hin zu-ergeben, außer - das es nichts weiter als ein" genetischen Reduktionismus" darstellt. Vergleichbar der Stringtheorie in der Physik, wobei diese Theorie zwar interessant ist und ebenso etwas für sich hat..., doch nicht überprüfbar!, und gleiches gilt für die bereits genannt Meme, den sich selbst kopierenden Replikator. Und für alle die es noch nicht wissen, hierzu wäre es wichtig sich mal im SciLogs, dem Blog wo der bekannte Religionswissenschaftler Dr. Michael Blume schreibt, reinzulesen, in welchem es entsprechend heißt: Widerruf der Religion-Virus-Hypothese ' Wie mich Susan Blackmore beeindruckte. 18. September 2010 von Michael Blume in Personen. Die Explaining Religion-Konferenz in Bristol schlägt weiter wissenschaftliche Wellen. So räumte Susan Blackmore im britischen Guardian inzwischen ein, dass die populäre Religion-Virus-Metapher nach Kenntnis des Reproduktionsvorteils durch Religiosität nicht mehr haltbar sei. Ihr Artikel hier: Why I no longer believe religion is a virus of the mind The 'Explaining religion' conference has made me see that the idea of religious belief as a virus has had its day

Der größte Unsinn im Buch ist aber uns allen zu erklären das die "Abduction", also die gesamte Ufo-Thematik wie die Entführungen durch Außerirdische usw., alles lächerlich wäre, denn dies könne alles ganz einfach durch die Meme erklärt werden. Das ist eine Bankrotterklärung einer Wissenschaftlerin! Doch so schreibt und spricht lediglich eine Frau, die sich Zeit ihres Lebens nie sorgfältig wie überhaupt unvoreingenommen mit der GESAMTEN Thematik, die dieses komplexe beinhaltet, auseinandergesetzt hat. Darüber bin ich wirklich besorgt, und das ist genau DAS, was der Harvard Professor John E. Mack kritisierte

Ich behaupte mit meiner Kritik nicht das Gegenteil, schreibe oder erwähne hiermit dem Ganzen keinerlei - Wahrheitsgehalt - zu, doch der Anthropozentrismus ist geradezu spürbar

Natürlich ist es ein beliebtes Argument- um drauf zu sprechen zu kommen - der sogenannten "Ufo-Skeptiker" (z.T. in kleinen Grüppchen organisierte Anti-Ufo-Gläubige, deren Freizeitgestaltung sich im wesentlichen darauf beschränkt, mit allen mehr oder weniger nützlichen und allen mehr oder weniger zutreffenden Argumenten das Ufo-Phänomen aus der Welt schaffen zu wollen), UFO-Entführungsberichte seien in Wirklichkeit nur bewußt oder unbewußt produzierte Kopien irgendwelcher Science-fiction-Filme oder Romane, die der betroffene irgendwann einmal gesehen oder gelesen hat. Aber das in Wahrheit ein ziemlich billiges Argument. Wenn dem tatsächlich so wäre, bliebe zu fragen, warum dann bei Entführungen "nicht beständig "ET`s" aus Steven Spielbergs gleichnamigen Film erscheinen. Meines Wissens ist dies nicht ein einziges Mal geschehen. Oder warum nicht fortlaufend maskierte Gestalten vom "Darth-Vader-Typ zeigen, der im "Krieg der Sterne" von George Lucas als der obligatorische Bösewicht auftaucht? Warum gibt es keine Beschreibungen eines landenden "Enterprise"-Äquivalents oder bei uns in Deutschland eines "Raumschiffs Orion"? Warum kommen nicht die "bösen Zylonen" aus "Kampfstern Galaktika" oder wenigstens die "Ewoks vom Planeten Endor"? Warum hat noch nie ein einziger Entführter an Bord eines solchen Schiffes Reißaus vor einem teuflischen "Alien" genommen? Ganz einfach: Weil diese simple Scence-fiction-Hypothese (wenn es denn überhaupt eine ist) die komplexen Vorgänge bei einer Entführung nicht erklären kann. Vor allem kann sie nicht erklären, warum all die ANDEREN Elemente der Science-fiction, die sich Autoren seit Jahrzehnten in immer blühenderen Phantasien ausgedacht haben, bei den Entführungen NICHT in Erscheinung treten. Und häufig ist genau das Gegenteil von dem der Fall, was Ufo-Skeptiker behaupten. Die "Enführten", sehen nicht irgendwann einen Science-fiction- oder Entführungs-Film und erleben dann ihre eigene "Entführung", sondern andersherum: Sie sehen einen Film, der Elemente einer solchen Entführung zeigt, und erinnern sich daraufhin an eigene Erlebnisse, an Gedächtnisfragmente, die durch diese Konfrontationen mit dem Vergessenen aktiviert wurden.

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Der Evolutionsbiologe Richard Dawkins hat 1976 in seinem Buch Das egoistische Gen das Kunstwort Mem als kulturelles Pendant zum biologischen Begriff Gen entwickelt und somit einen entscheidenden Grundstein für die kulturelle Evolutionstheorie gelegt. "Meme sind nicht angeborene, sondern erworbene menschliche Ideen und Fertigkeiten, die durch den Mechanismus der kulturellen Tradition [durch den nicht- genetischen Reproduktions- bzw. Replikationsprozess der Imitation im weiten Wortsinne] reproduziert werden. Dawkins postulierte damit eine eigenständige Ebene der kulturellen Evolution, und diese Idee wurde seither von vielen bekannten Wissenschaftlern weiterentwickelt." Die Psychologin und Kognitionswissenschaftlerin Susan Blackmore baut in ihrem Buch Die Macht der Meme oder die Evolution von Kultur und Geist Dawkins Theorie zu einer eigenständigen Wissenschaft der Memetik aus - ein Unterfangen, das aus wissenschaftlicher Sicht nicht ganz unproblematisch er-scheint und von einigen Wissenschaftlern kritisiert wird. "Eine von vielen Autoren vorgetragene Kritik gilt nicht der kulturellen Evolutionstheorie im Allgemeinen, sondern der Konzeption von Memetik als eigenständigem Wissenschaftszweig." (Egoistische Gen S. XIV f.)

Die Psychologin und Kognitionswissenschaftlerin Susan Blackmore baut in ihrem Buch Die Macht der Meme oder die Evolution von Kultur und Geist Dawkins Theorie zu einer eigenständigen Wissenschaft der Memetik aus - ein Unterfangen, das aus wissenschaftlicher Sicht nicht ganz unproblematisch er-scheint und von einigen Wissenschaftlern kritisiert wird. "Eine von vielen Autoren vorgetragene Kritik gilt nicht der kulturellen Evolutionstheorie im Allgemeinen, sondern der Konzeption von Memetik als eigenständigem Wissenschaftszweig." Das egoistische Mem "Was wir bisher nicht in Betracht gezogen haben, ist, daß ein kulturelles Merkmal sich einfach deshalb so entwickelt haben mag, wie es sich entwickelt hat, weil es für sich selbst von Nutzen ist." (Dawkins, 332)

In ihrem Buch Die Macht der Meme setzt sich Susan Blackmore in den ersten fünf Kapiteln (1. Seltsame Geschöpfe; 2. Der universelle Darwinismus; 3. Die Evolution der Kultur; 4. Aus der Memperspektive; 5. Drei Probleme mit Memen) im Wesentlichen mit Dawkins Mem-Idee auseinander und übernimmt im Kern dessen Hypothesen. Im Folgenden werde ich versuchen - vorrangig auf Grund- lage dieser fünf Kapitel - Blackmores Mem-Definition in Form von Thesen und Zitaten vorzustellen: Blackmore verwendet "Mem" bewusst als einen Sammelbegriff, unter dem sie die unterschiedlichsten Mem-Formen vereint. Dazu zählen Gedanken, Ideen, Verhalten(weisen), Instruktionen, Informationseinheiten und Denkwerkzeuge ebenso wie die entsprechenden Gehirnstrukturen. Darüber hinaus bezeichnet sie Meme auch als "Anweisungen zur Ausübung von Verhaltensweisen, die im Gehirn (oder in anderen Objekten) gespeichert und per Imitation weitergegeben werden" (Blackmore, 48). Ebenfalls vielfältig sind die von der Autorin aufgeführten konkreten Mem-Beispiele. Sie reichen von Dawkins' Mem-Beispielen über Wörter, Geschichten, Fertigkeiten, Gewohnheiten, Spiele, Lieder, Verkehrsregeln, Landkarten und Rezepte bis hin zu Ohrwürmern." Glücklicherweise gibt es einen Namen. Er lautet Mem." (Blackmore, 29)

Meme sind...wer dies ganze nicht reduktionistisch nachlesen möchte, beschafft sich das Buch vom Biologen Rupert Sheldrake, das Gedächtnis der Natur

Meme sind evolutionäre nicht-genetische egoistische Replikatoren, d.h. ein durch Imitation sich selbst kopierendes, eigenständiges, nichtfassbares "Etwas" (Blackmore, 99), das in Gehirnen oder anderen Objekten gespeichert wird und "ausschließlich zum Nutzen seiner eigenen egoistischen Replikation arbeitet" (Blackmore, 66). Meme "verbreiten sich unterschiedslos, ohne Rücksicht darauf, ob sie nützlich, neutral oder eindeutig schädlich für uns sind" (Blackmore, 33). "Die egoistischen Replikatoren werden kopiert, und sie tun dies wahllos, solange sie über die Maschinerie und die Bausteine verfügen, die sie für diesen Kopierprozess brauchen. Sie sind nicht vorausschauend und sie hecken auch keine Pläne aus. Sie werden lediglich kopiert. Dabei sind einige erfolgreicher als andere-einige vernichten andere -, und auf diese Weise entwickelt sich die evolutionäre Gestaltung." (Blackmore 42) Meme werden durch Imitation - im Sinne eines Kopierprozesses - weitergegeben. Dabei grenzt Blackmore die Imitation von anderen sozialen Lernformen wie Lernen durch Zielsimulation, Reizverstärkung oder lokale Verstärkung ab; sie gehören, so Blackmore, nicht zu den sozialen Lernformen im engen Sinne eines Nachahmungslernens. (vgl. Blackmore, 93 ff.). Bei der echten Imitation geht es grundsätzlich darum, "durch Beobachtung anderer etwas über die Form eines Verhaltens [nicht über die Umwelt] zu lernen" (Blackmore, 96) und "schließt [...] die Weitergabe von Information ein, sei es durch Sprechen, Lesen, Anweisungen oder andere komplexe Fertigkeiten und Verhaltensweisen" (Blackmore, 86). An späterer Stelle ergänzt Blackmore: "[...] Nachahmung (erfordert) drei Fertigkeiten: Entscheidungen treffen, was imitiert werden soll, eine komplexe Transformation von einer Perspektive in eine andere und das Erzeugen geeigneter Körperbewegungen." (Blackmore, 134) Es herrscht ein Konkurrenzkampf bzw. Wettstreit unter den Replikatoren, d.h. zwischen Genen und Memen sowie zwischen Memen untereinander. "Wenn es aber zwei (oder mehr) Replikatoren gibt, dann wird es zwangsläufig zu Interes- senkonflikten kommen - Umstände, unter denen die Interessen der Gene in die eine und die der Meme in die andere gehen." (Blackmore, 66) Blackmore geht jedoch davon aus, dass sich im Laufe der Entwicklungsgeschichte die Meme gegenüber den Genen durchgesetzt haben und es "[m]it der Entstehung der Imitationsfähigkeit" (Blackmore, 193) zu einem "memetische[n] Antrieb" (Blackmore, 193) gekommen ist, d.h. "dass die Richtung, die von der memetischen Evolution eingeschlagen wird, die Richtung der genetischen Evolution beeinflusst" (Blackmore, 193).

"Nach der Memtheorie können die Gene sich in einen Hund verwandeln und die Meme sich zum Herrn aufschwingen - oder vielleicht haben wir das Vergnügen, zwei Hunde zu beobachten, an jedem Leinenende einen, die beide wie verrückt an der Leine zerren, um ihrer eigenen, egoistischen Replikation zu dienen." (Blackmore, 71) "Für mich - wie für Dawkins und Dennett - bedeutet die memetische Evolution, dass Menschen tatsächlich anders sind. Ihre Imitationsfähigkeit schafft einen zweiten Replikator, der im eigenen Interesse arbeitet und Verhaltensweisen hervorbringen kann, die memetisch von Vorteil (adaptiv), aber biologisch von Nachteil (maladaptiv) sind. Das ist nicht nur eine zeitweilige Abweichung, die letzten Endes wieder von den mächtigen Genen gezügelt wird, sondern sie ist von Dauer, weil Meme über genau dasselbe 'Talent' verfügen wie Gene: Sie können sich replizieren." (Blackmore, 74)

Der Mensch ist die Schöpfung der memetischen Evolution: "Statt unsere Ideen als Eigenschöpfungen anzusehen, die für uns arbeiten, müssen wir sie uns als autonome egoistische Meme ansehen, denen es nur darum geht, kopiert zu werden." (Blackmore, 34)

PURER Anthropozentrismus

"Dennett zufolge werden unser Geist und unser Selbst durch das Wechselspiel von Memen geschaffen. Meme sind nicht nur Replikatoren wie Gene (und erfüllen Dennetts Evolutionsalgorithmus perfekt), sondern das menschliche Be- wusstsein selbst ist ein Produkt der Meme. Dennett hat gezeigt, wie der Wettstreit unter Memen, in unser Gehirn zu gelangen, uns zu der Art von Geschöpfen gemacht hat, die wir sind." (Blackmore, 56)

2. Memetik als eigenständige Wissenschaft: Dawkins - wie andere Theoretiker bereits vor ihm auch - verfolgen das Programm des universellen Darwinismus, allerdings beruht - wie Blackmore betont - "der große Unterschied zwischen der Memetik und den früheren Theo- rien der kulturellen Evolution" (Blackmore, 58) darauf, "Meme als eigenständige Replikatoren zu betrachten" (Blackmore, 58). "Das ist es, was die Sonder- stellung und die Stärke der Memetik ausmacht." (Blackmore, 58). Die Memtheorie ist in Blackmores Augen ein Konzept mit geradezu revolutionärer Sprengkraft. Bereits in ihrem Vorwort schreibt die Autorin mit großer Begeisterung: "[...] plötzlich wurde mir klar, dass hinter dieser Idee viel mehr steckte. Sie könnte unser Verständnis vom menschlichen Geist transformieren [...]." (Blackmore, 22) Eine weitere Stelle lässt unschwer erkennen, welch ungeheures Erklärungspotential die Autorin der Memetik zuschreibt: "Plötzlich bedarf es keines allmächtigen Schöpfers mehr, um die Komplexität der belebten Natur zu erklären. Ein nackter seelenloser Mechanismus genügte, um uns entstehen zu lassen - wunderbar, aber erschreckend." (Blackmore, 37)

Obsoleter Schöpfergott...oder schöpferisches überhaupt!

Mit anderen Worten: In den Augen Blackmores ist das Mem eine Art Universalie, die die nunmehr obsolete Vorstellung von einem Schöpfergott ersetzt.

Vor diesem Hintergrund entsteht Blackmores Überzeugung von der Notwendigkeit einer Memetik als eigenständige Wissenschaft. Auffällig ist Dawkins' metaphorischer Sprachgebrauch in Verbindung mit Schwarz-Weiß-Malerei: Während der Mensch auf die Funktion einer Maschine herabgestuft und somit geradezu zu einem seelenlosen Wesen wird, werden demgegenüber Meme personifiziert. Ausgestattet mit schöpferischen und zugleich zerstörenden Kräften führen die tyrannischen Replikatoren Krieg gegen den seelenlosen Menschen - so lange, bis dieser sich auf seine Fähigkeiten besinnt und gegen die memetischen Feinde zu rebellieren beginnt. Die Mem-Idee wird zu einer Art Kriegsszenario; Meme werden zu einem Feindbild konstruiert -Vorstellungen, die sich auch in Blackmores Memtheorie einschleichen, um nicht zu sagen einschreiben

Blackmore zeichnet folgendes Bild: Meme sind militante, nicht- menschliche, spirituelle Wesen, die sich in Gruppen zusammenfinden, um die Welt zu beherrschen. Dabei scheint ihnen jedes Mittel (jeder Trick) gerade recht zu sein. Die Macht- und Kontrollzentrale der Meme heißt Selbst. Nicht-memetische Gedanken, Empfindungen und Vorlieben spielen in diesem Szenario scheinbar keine Rolle mehr, und die eingangs von Blackmore vorgenommene Abgrenzung von Mem und Nicht-Mem erscheint angesichts dieser memetisch durchdrungenen Welt obsolet. Als überzeugte Buddhistin führt Blackmore den Buddhismus als positives Beispiel für einen erfolgreichen, nicht schädlichen Memplex an, der zu den religiösen Traditionen gehört, die die "direkte[n] spirituelle[n] Erfahrungen (betonen)" (Blackmore, 310) und dabei - im Unterschied zu anderen Religionen - "weder Gottheiten noch verborgene Mächte (kennt), weder Altruismus noch Schönheitstricks" (Blackmore, 311). Darüber hinaus kennt der Buddhismus den Weg, der zur Erlösung aus dem leidvollen Dasein führt: "Man erhält den Rat, die Wahrheit selbst zu suchen und trainiert nur, dazusitzen und den Geist zu beobachten, bis er sich erklärt." (Blackmore, 311)

Blackmore passt die drei wesentlichen Grundannahmen der buddhistischen Lehre in ihre Memetik-Konzeption ein: (1) Leben ist Leiden: Buddha lehrte: "[...] dass das Leben unbefriedigend ist, dass Leiden durch Begehren oder Festhalten entsteht und dass das Aufgeben jeden Begehrens zur Erlösung vom Leiden führt". (Blackmore, 310) "Leben ist Leiden" - diese buddhistische Auffassung ist in Blackmores Memkonzeption geradezu eingeschrieben. Der "memetische" Druck, der auf den Menschen lastet und den Geist zu einem "Schlachtfeld von Ideen" (Blackmore, 333) macht, trägt - so mutmaßt Blackmore - zum Unglücklichsein und zur Verzweiflung bei. (Blackmore, 368)

Insgesamt zeichnet die Autorin ein düsteres, geradezu apokalyptisches Bild: "Infolge des ständigem [!] memetischen Bombardements werden unser Leben und unser Selbst immer anstrengender und komplizierter. [...] Ich frage mich, wie viel memetischer Druck Selbstplexe aushalten können, bevor sie auseinan- derfliegen oder in Teile zerfallen." (Blackmore, 368)

Es gibt kein beständiges Selbst: Buddha lehrte: "dass alles bar eines Selbst [!] ist" (Blackmore, 310). Dass Blackmore das Selbst als Illusion betrachtet, wurde bereits im vorherigen Kapitel dargestellt, kommt aber im folgenden buddhistischen Erlösungsgedanken nochmals zum Ausdruck. Blackmore scheint es nicht (allein) um die Ausarbeitung eines wissenschaftlich fundierten Erklärungsmodells zu gehen; vielmehr benutzt die Autorin die Memtheorie als Bestätigungsinstanz für ihre religiöse Weltauffassung. Dabei stellt sie die Memetik in den Dienst der Lehre des Zen-Buddhismus und umgekehrt. Memetik und Zen-Buddhismus stehen in einem Wechselverhältnis zueinander, was für die Autorin kein Widerspruch ist.

Der Physiker Prof. David Bohm schreibt 1983: "Es ist also so, daß wir die Fakten schaffen, beginnend mit einer unmittelbaren Wahrnehmung entwickeln wir ein Faktum, indem wir ihm Ordnung, Form und Struktur verleihen. In der klassischen Physik wird ein Faktum im Sinne der Ordnung planetarischer Umlaufbahnen - gemacht. In der allgeminen Relativitätstheorie wird ein Faktum im Sinne der Ordnung der Riemannschen Geometrie - gemacht....In der Quantentheorie wird ein Faktum im Sinne der Ordnung von Energieebenen, Quantenzahlen, Symmetriegruppen usw. gemacht." Wirklichkeit "ist" nicht, sie entsteht erst in dem Moment, in dem wir beobachtete Vorgänge in die uns geläufigen Schemata einordnen: in der Physik, in der Biologie, wo auch immer. Tatsächlich sind es nur Erscheinungen, die wir wahrnehmen und die wir als Fakten bezeichnen, wenn sie in das bestehende Weltbild zu integrieren sind - und "pseudowissenschaftlichen Unsinn", wenn das nicht möglich ist. So wurde die Existenz von Sonnenflecken, die Galileo Galilei als erster durch sein Fernrohr entdeckt hatte, von der damals maßgeblichen wissenschaftlichen Institution, der römischen Kirche, ignoriert und als "Seehstörung" deklariert, weil sie mit den allgemein gültigen Dogmen nicht in Einklang zu bringen waren. Trotzdem existierten sie. In gleicher Weise wurde die Kugelgestalt der Erde geleugnet, wurde bestritten, daß Meteorite aus dem Weltraum auf unseren Planeten fallen ("weil es, wie jedermann weiß, im Himmel keine Steine gibt"), war die Annahme, die Lebensgeschichte könne auch durch Katastrophen kosmischen Ursprungs beeinflußt worden sein, noch bis in die beginnenden achtziger Jahre unseres Jahrhunderts ein "Hirngespinst". Heute wissen wir es besser.
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Besucher aus der Zukunft. Durch die Mauer der Zeit in die vierte Dimension.
Besucher aus der Zukunft. Durch die Mauer der Zeit in die vierte Dimension.
von Ernst Meckelburg
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das war enttäuschend, aber zu erwarten..., ich teile die Ansichten des Autors in keinster Weise, 23. Mai 2015
Ich mag ja die ganzen Bücher von Ernst Meckelburg andern für-sich, denn er hatte sich Zeit seines Lebens immer sehr bemüht, uns alle über die sogennante Parapsychologie, aufzuklären, uns also vor allem mehr davon zu erzählen. Jedoch störte mich bei ihm immer seine unreflektierten Übernahmen anderer Wissenschaftler und die Quellenangaben sind immerzu äußerst rar gesät gewesen. Nicht umsonst kritisierten ihn viele Mainstream-Wissenschaftler. Prof. Milan Ryzl, selbst gelernter Chemiker aus Tschechien, 2011 verstorben, und zudem über 45 Jahre in der Parapsychologie forschend, hatte sich wohl nicht ganz zu Unrecht über die Wissenschaftsjournalisten kritisch bekannt. Er tat gut daran, denn auch Hr. Meckelburg streute viel zu viel von seinem privaten und dazu "subjektiven" Ansichten in die Bücher hinein. So mag er ja durchaus in der "Szene" bekannt gewesen sein, aber bei zumindest einem Thema bewies er, wie so viele die solch eine Haltung dem Ganzen wegen einnehmen, woher seine Negierung in "Wirklichkeit" kam. Überhaupt störte mich bei Meckelburg die permanente Erzählung seiner "angeblich" erlebten AKE, also außerkörperlichen Erfahrung. So meine ich ganz direkt gedacht, das es keineswegs unmöglich erscheint, selbst wenn ich große Zweifel dran hege, doch Hr. Meckelburg wollte in vielen seiner Bücher keine Gegenkritik einer anders gearteten Erklärung seitens Parapsychologen wissen, die ihm also versuchten zu erläutern, das es wohl vielmehr - wenn überhaupt - eine ASW, also Außersinnliche Wahrnehmung, gleich wie bei den Nahtoderfahrungen, gewesen sein könnte. Man muss schon sämtliche Bücher von solch einem Autor gelesen haben, sich tief in Fällen der Grenzwissenschaften reinlesen, kundtun, und sich seine Objektivität versuchen zu bewahren. Hr. Meckelburg schaffte das in keinem seiner Bücher. Und lag dies natürlich an seiner ganz eigenen wie speziellen Weltanschauung.

Ich bin der festen Überzeugung, und wenn man Religionswissenschaft studiert hat, oder zumindest an der Universität viele Kurse anderer Fachbereiche mitgemacht hat, sich wie in z.B. interdisziplinärer Form der Fächer: Physik, Psychologie oder der komplexen, aber immer wieder neu aufzufrischenden (nie aktuellen) Anthropologie - kundgetan hat - so weiß ein jeder darum Bescheid, wie sehr einem die anerzogene religiöse Vorstellung ein Leben lang begleitet und einem sozusagen nie im Stich lässt. Ganz beispielhaft steht hierfür die Idee und die Überzeugungen derjenigen Forscher, die die gesamte Ufo-Situation als ein leichtes damit erklären, es alles sämtlich als dies - Zeitreisende gewesen wären. Ich persönlich empfand es als ganz und gar nicht lustig, wie Hr. Meckelburg in seinem Buch - Die Titanic wird Sinken - in manchen Kapitel oder auch in schon vorherigen Büchern, die Fälle, wo es um Ufo`s ging - vorschnell abtat, und auf Zeitreisende verwies. Für mich hatte das immerzu etwas gar spottisches an sich, als wenn er sich drüber lustig macht...ich glaube nicht, das er sich wirklich eifrig mit der Materie auseinandergesetzt hat, denn dieses Buch verdeutlicht wie sehr Er immer schon von Zeitreisen überhaupt überzeugt gewesen war und es all zu schnell aufgrund seines Weltbildes hineinintegrierte. Dabei ist den Ufo-Forschern, also zumindest den meisten und im ganz besonderen all jenen, die an Zeitreisenden denken, eines entgangen: Die neuartigen im diesem u. letzten Jahrhundert erstmalig aufgetauchten "Greys", die sogenannten Grauen sind nur ein Schema, ein Bild, eine Karrikatur eines Phänomens, das in der Tat sehr differenziert betrachtet werden muss

Doch für den Autor und andere ist das nur gängiges Materiel, also der verquerten Welt-Ansicht nach leicht zu durchschauen wie ohnehin absurd, denn einmal ist`s eine geheime Schattenregieurng, oder überhaupt wird alles nur gänzlich von Aria 51 gesteuert, die systematisch Menschen entführen und an genau diesen Experimente durchführen. Ich selbst muss zugeben, eine (klitze) kleine Spur von einer, drück ich`s mal direkt aus - Verachtung für all solcherlei Konsorten von Mensch übrig zu haben, die so oberflächlich über die Ufo-Thematik denken.

Die Menschen, die einseitig und in fast grotesker Art an der These verharren: Ufos+ Außerirdische = nur Zeitreisende, die an uns über lange Jahre und dazu großangelegte Experimente vornehmen sind offen gesprochen: Meister der Vernebler und Verschleierer! Sie preisen sich also selbst und singen ein derbes Hohelieder auf die menschliche Rasse...ein größenwahnsinniges-wie sowieso gigantisch hohl-aufgeblasener Anthropozentrismus. Hr. Meckelbrug bewies es in all seinen Büchern. Immer wieder betonte er die Ausschließlichkeit der menschlichen Rasse

Er hielt von vornherein nichts von auch anderen Leben im unermesslichen Universum. Vieles in seinen Büchern ist sehr esoterisch-christlich mit einem starken Hauch von Buddhismus. Auch wenn der Autor sich nie wirklich zu Jesus, Gott, oder anderen Göttern bekennt, so sehr vermerkt man aber seine Spiritualität. Man muss zwischen den Zeilen lesen.

Was kennt man nicht alles aus Marienerscheinungen. Hier wie dort werden unwahre Behauptungen übermittelt, unzutreffende Vorrausagen gemacht. Bertonen die „Ufonauten“, von irgendwelchen exotisch klingenden fernen Welten zu kommen, behauptet die „Mariengestalt“, mal die „heilige Jungfrau Maria“, als die „Königin des Friedens“, die „Königin des Himmels“ und der Erde“, die „unbefleckte Empfängnis“, die „Jungfrau der Offenbarung, „Maria vom Rosenkranz“, „Unsere liebe Frau vom Berg Karmel“, die „Frau aller Völker“, „Unsere Liebe Frau von den Gnaden“, „Maria von der Gesundheit“ oder sogar „diejenige, die in der göttlichen Dreifaltigkeit ist“, zu sein. Das geht sogar soweit, dass sie in Heroldsbach sagt: „Ich bin die Königin der Rosen. Verwechselt es nicht mit der Rosenkranzkönigin.“ Kurios ist auch ihr jeweiliger „Lokalpatriotismus“. Erscheint sie in Frankreich, kommt sie in „mein geliebtes Frankreich“, in Fatima nennt sich der Kommunionengel „Engel Portugals“, in Guadulupe tritt sie als indianisches Prinzessin auf. In Deutschland liegt ihr vor allem dieses Land am Herzen, was natürlich auch in Österreich gilt.
Nahezu jede Marienerscheinung ist von einer solchen Lokalfacette geprägt. Dem entspricht, dass CE-III-bis CE-V-Ereignissen in Amerika offensichtlich vorwiegend die bereits häufig erwähnten kleinen grauen Männchen gesehen werden, in England dagegen hochgewachsene nordische Typen.

Was zeigt uns alle dieses? Doch nicht mehr und nicht weniger, als dass Begegnungen mit der hinter dem Phänomen stehende Intelligenz subjektiv geprägte Ereignis sind, bei denen bewußt fehl- und Falschinformationen vermittelt werden. Natürlich ist es lächerlich zu glauben, dass Außerirdische mit einem Raumschiff auf einem Planeten von Proxima Centauri starten, eine wenige lange Reise durch das All auf sich nehmen, dann mit scheibenförmigen Objekten oder sogar – wie gegen Ende des letzten Jahrhunderts - mit skurrillen Mutterschiffen unsere Atmosphäre gemischtkaschierten, nur um einigen völlig verwirrenden Erdenmenschen Hinweis für funktionstüchtige Antigravitationsmaschinen einzublenden. Im Grunde mahnt aber genau dies die Vorstellung aus, die viele von der ETH haben – Ufo-Enthusiasten auf der einen genauso wie skeptische Wissenschaftler auf der anderen Seite. Die Schwierigkeit, die Präsenz extraterrestrische Intelligenzen im Sonnensystem und ihre Verbindung mit dem Ufo-Phänomen zu akzeptieren, beruht nach unserem dafürhalten weitgehend auf dem völligen Unvermögen, eine hochentwickelte Außerirdische Kultur und deren technologische und sonstigen Fähigkeiten imaginativ zu erfassen. Vor allem müssen wir Abschied nehmen von dem Gedanken, die Technologie sei grundsätzlich nichts anderes als eine kurzfristig in die Zukunft projizierte Erweiterung unserer eigenen Astronautik.

Wir spüren darin dem faszinierenden Geheimnis der sogenannten „Marienerscheinungen“ nach, die erstaunlicherweise verblüffende Parallelen zu dem Ufo-Phänomen zeigen: knallende, und summende Geräusche, Hitzewahrnehmung, elektromagnetische Wechselwirkungen, Blitze, Lichtstrahlen, seltsame leichflüchtige Substanzen, „tanzende Sterne“, Lichtobjekte (die physikalisch messbare Spuren auf dem Boden hinterlassen), Angstzustände des Beobachters (die bis zur Paralyse führen können), Zeitverlust und Lichtgestalten wurden weltweit in dem einen wie in dem anderen Phänomenbereich registriert. Anhand umfangreicher Studien und Fallbeispielen gelangten wir zu der Ansicht, dass beides lediglich verschiedene Facetten eines identischen Grundphänomens sein müssten. Vieles deutet darauf hin, dass hinter diesen Ereignissen eine Intelligenz steht, und vieles spricht in der Tat für eine extraterrestrische.

Die beiden Forscher Jerome Clark und Scott Rogo führten 1978 einen interessanten Gedanken in die Ufo-Forschung ein. Sie schrieben: „Wir wollen annehmen dass sich irgendwo im Universum eine Intelligenz oder Kraft befindet . wir nennen sie in Ermangelung eines besseren Begriffs Das Phänomen -, die Projektionen verschiedener Art in unserer Welt sendet. Wir wissen nicht, wo die letztgültige Ursache dieser Projektion oder dieser Intelligenz liegt.“ Wenn das Phänomen nun „Visionen“ in unsere Welt sendet, dann seien dies nicht einfach Träume oder Halluzinationen, denn diese hinterließen keine physikalischen Spuren oder konnten keine Menschen töten. Aber „das Phänomen ist vielleicht ein Medium durch das diese – imaginären – Entitäten (z.B. Ufos) und Kräfte unter bestimmten Umständen – Realität – annehmen können.“ Wir wissen heute, wie sich mit Hilfe von ausgefeiltester Computertechnik völlig imaginäre Welten erschaffen lassen, wie durch dreidimensionale Holographien dem menschlichen Gehirn Realität vorgespielt werden kann. Kombiniert man beides, so lässt sich für die Zukunft an eine Projektionsform denken, die über tealis selbst in die entferntesten Winkel unserer Galaxis vordringen könnte und dort mit einem Probanden „quasi-real“ vorhanden wäre. Langwierige Raumflüge werden dann erspart bleiben.

Dies würde einen nicht unwesentlichen Kritikpunkt an der Paläo-SETI-Hypothese klären können, nämlich die scheinbare Unvereinbarkeit zwischen dem anzunehmenden wissenschaftlichen – technologischen Standard einer uns besuchenden außerirdischen Zivilisation und der tatsächlich durch Überlieferungen und aktuelle Beobachtungen beschriebenen Technologie:
Wieso entspricht das Abbild in Palenque unseren Vorstellungen von einer Raumkapsel? Wieso sieht die Figur auf der Stele von EL Baul wie ein Astronaut UNSERER Tage aus? Wieso rekonstruieren wir „simple“ Motoren und Galvanisierer?

J. Fiebag hat hierzu den Gedanken der Mimikry-Hypothese entwickelt, den wir gemeinsam in bezug auf die Marienerscheinungen verifiziert haben. „Mimikry“ bezeichnet in der Biologie ein optimal angepasstes, tarnendes Verhalten von Organismen. In unserem Zusammenhang bedeutet dies:
Außerirdische Intelligenzen, die uns zu besuchen fähig sind, besitzen einen so hohen technologischen Standard, dass sie ihr Erscheinen dem jeweiligen intellektuellen Niveau der Menschen unterschiedlicher Zeiten und Kulturen anpassen können, gleichzeitig vermögen sie, künftigen Raumfahrt betreibenden Generationen - das heißt in diesem Falle uns, die wir beginnen, ihre Spuren zu entdecken und dadurch auf einen Kontakt vorbereitet werden - Hinweise auf ihre Existenz, ihre Besuchstätigkeit und ihre Möglichkeiten zu geben.

Das, was einer primitiveren Spezies anfangs wie Magie, Mystik und Wunder erscheinen muß, gelingt ihr, im Verlauf der geistige Evolution als Technologie zu interpretieren und so langsam die wahre Natur des Phänomens, der dahinterstehenden Intelligenz zu erkennen. Gleichzeitig ist sie aber so gestaltet, dass die in früheren Zeiten lebenden Menschen sie ihrem eigenen Erkenntnishorizont zuzuordnen vermochten, das heißt, sie einfach als Manifestationen überlegener, im Regalfallgöttlicher Mächte einordnen konnten. (siehe Cargo-Kulte)
Die biblischen und indischen Gotteserscheinungen, die mittelalterlichen „fliegenden“, die Luftschiffphänomene des 19. Jahrhunderts, die Marienerscheinungen und der Ufo-Komplex stellen eine hervorragende Möglichkeit dar, das „durchlässiges Embargo“ zu praktizieren und die eigene Pläne ungestört zu verfolgen. Sie wären Tarnprojektionen, die der jeweiligen Vorstellungswelt angepasst sind.
Im Bereich des mesoamerikanischen Kulturkreises würde dies auch die verwirrenden Interpretationsversuche zu den „Visions-Schlangen“ der Maya auflösen. Diese sollen von den priesterlichen Ahauob in Trance und durch Blutopfer imaginiert worden sein. Sie sollen den Weg symbolisieren, auf dem die Ahnen, aber auch die Götter aus Xibalba (der „Unterwelt“ oder der Milchstraße) in unsere Welt gelangten. Umgeben sind sie dabei häufig von Blut- oder Wolkenboluten. Rational muß sich jeder, der diese These vertritt, fragen lassen, wie es passieren kann, daß hunderte von Menschen über ganze Epochen hinweg immer die gleichen Visionsvorstellungen entwickeln und sich mit gefiederten Schlangen unterhalten. Wir haben hier denselben Modus wie bei jeder christlichen Erscheinung vorliegen. Oft auch mit denselben Vorzeichen ausgelöst: tagelanges asketisches Fasten, Selbstentäußerung, Selbstgeißelung. Gebet etc. und in beide Fällen entspricht sich um ein und dasselbe Phänomen zu handeln. DAS Phänomen?.

Die häufig diskutierte These, UFOs kämen gar nicht aus dem Weltraum, sondern wären in der menschlichen Zukunftswelt erfundene „Zeitmaschinen“, findet ebenfalls Befürworter. Beobachter der zukünftigen Welt sollten einen Blick zurück auf die eigene Vergangenheit werden dürfen. Argumente dafür könnte man in der Tatsache sehen, dass die UFO-Insassen anscheinend keine Anpassungsschwierigkeiten in unserer Atmosphäre haben, also ohne Hilfsmittel atmen können, falls sie überhaupt atmen müssen. Darüber sind mir keine Aussagen bekannt. Es würde aber Johannes Fiebags Mimikry-Hypothese sehr nahe kommen, wenn die winzigen Nasen und Ohren der „Grauen“ funktionslose nebensächliche Konstruktionsdetails wären. Zum anderen ließe sich plötzliches Auftauchen oder Verschwinden als die Übergänge zu zeitlich vor- oder zurückverschobenen Räumen erklären.

Das hieße dann aber auch, dass die seelenkalten medizinischen Experimente mit unseren gegenwärtigen Abductes die Suche unserer Nachfahren nach einer eventuell verlorengegangenen Gefühlswelt bedeuteten. Ein schrecklicher Gedanke für unsere Zukunft!
Wir dürfen allerdings die bei dieser Diskussion auch immer wieder zur Sprache gebrachten möglichen Zeitparadoxien nicht vergessen. In letzter Konsequenz können die „kleinen Grauen“ gar keine Zeitreisenden sein können. Ihre medizinischen Versuche an Menschen, die Mutilationen an Weidetieren und – wie ich vermute - vor allem das völlige Verschwindenlassen von Menschen könnten einen bestimmten Abstammungszweig ihrer Vorfahren schädigen. Dadurch würden sie eventuell ihre eigene Geburt unmöglich machen. Wer aber könnte medizinische versuche durchführen, wenn er gar nicht geboren wurde?

Betrachten wir doch einmal unseren Außenminister. Er kann seine Arbeit nur tun, weil er zwei Eltern, vier Großeltern, acht Urgroßeltern und sechzehn Urgroßeltern hatte. Rechnen wir nur vierundzwanzig Generationen (sechshundert Jahre) zurück bis zum Ausgang des Mittelalters. Zu jener Zeit wären 2 hoch 24 = 16777216 Vorfahren nötig gewesen, um den Außenminister das Leben zu schenken. Das allein ist ein besonderes Paradoxon. Wäre er in ein Zeitreisender, der ins Jahr 1396 zurückreiste, er müßte jeden Menschen mit Glacehandschuhen anfassen, weil eigentlich alle zu seinen Vorfahren zählen würden
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 24, 2015 11:03 PM MEST


Das Ende des Glaubens: Religion, Terror und das Licht der Vernunft
Das Ende des Glaubens: Religion, Terror und das Licht der Vernunft
von Sam Harris
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wirklich faszinierendes Buch, das muss man gelesen haben; vor allem den Bereich des Mystizismus, 21. Mai 2015
Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, weswegen viele das Buch von Sam Harris so schlecht bewerten. Hauptsächlich hat dies seinen vornehmlichem und allerersten Grund in einer, formuliere ich`s mal provokant: ideologischen Weltanschauung. Geht man aber Punkt für Punkt, These um These, Detail um Detail die Schriften dieser atheistischen Autoren eingehend und sorgfältig durch, dann entdeckt man zu seinem großen Erstaunen und im Gegensatz zu all dem, was auf Klappentexten und Buchrücken, auf Titelseiten in Rezensionen und Feuilltons großspurig proklamiert wird, das sie meistens problembewusst waren, Probleme hatten und diese auch, zwar nicht immer, aber doch immer wieder mal zum Ausdruck brachten; dass sie bei fast jeder These, die sie aufstellten, Möglichkeiten des Gegenteils, triftige Einwände und Einschränkungen anbrachten; das sie durchaus zugaben - die einen mehr, die anderen weniger -, vieles nicht zu wissen und für so manches noch keine Lösung zu besitzen; das sie auf jeden Fall in fast allem, was sie behaupten, weit differenzierter und vorsichtiger sind als ihre kritiklosen Bewunderer und die Verbreitungsmissionare ihrer Thesen. Auch sie sind freilich an manchen Stellen empathisch, pathetisch, großspurig, bombastisch, einen triumphaler Atheismus predigend, aber schon ein paar Seiten weiter nehmen sie vieles von dem zurück, was sie vorher als absolute Wahrheit in den Raum gestellt hatten

"Das Vertrauen auf die Autorität von Experten sowie das Zeugnis ganz normaler Menschen bilden den Stoff, aus dem Weltansschauungen gemacht werden. In der Tat ist es so, dass je gebildeter wir sind, wir desto stärker unsere Glaubensinhalte aus zweiter Hand erhalten. Jemand, der nur solchen Aussagen Glauben schenkt, für die er keine umfassende sensorische oder theorethische Rechtfertigung finden kann, wird so gut wie nichts über diese Welt wissen...unser alle Leben ist zu kurz und die Welt zu kompliziert, um erkenntnistheorethische Anforderungen im Alleingang anzugehen. Stets vertrauen wir der Intelligenz und Präzision...von fremden. (S. 74)

"Sind Sie ein Wissenschaftler? Ein Liberaler? Ein Rassist? All das sind nur bestimmte Ausformungen von Glauben in Aktion...Glaube ist ein Teil der Maschinerie unseres Geistes". (S. 8)

Es gibt "Bedürfnisse, die ein bloßes Verstehen unserer Welt, mittels Wissenschaft oder anderweitig, niemals befriedigen kann. Unser Dasein verfügt zweifellos über eine nicht weltliche Dimension". (S.12)

Es kommt nicht gerade häufig vor dass ein Student ein Buch schreibt, das sofort zum Bestseller avanciert. Bei Sam Harris aber war es so. Im Jahr 2004 veröffentlichte er das Buch "The End of Faith", das ihn nicht nur über Nacht berühmt machte, sondern ihn auch zu einem der wichtigsten Vertreter des neuen Atheismus hinaufkatapultierte, obwohl er damals noch Student der Neurobiologie war. Inzwischen aber hat er seinen Doktor in Philosophie an der Unversität Standford gemacht. Sein Buch brachte ihm den renommierten PEN/Martha Albrand Award for First on-fiction, aber auch heftige Kritik von allen Seiten ein, weil er in seinem 'Buch nicht nur die Religionen und Kirchen attackierte, sondern auch Thesen vortrug, die vielen Atheisten nicht nach dem Geschmack waren. Im Jahr 2006 veröffentlichte Harris, auch als Antwort auf seine Kritiker, ein noch polemischeres Buch mit dem Titel "Letter to a Christian Nation". Das kleine Büchlein enthält trotzdem eine Menge von Argumenten gegen konservative religiöse Positionen, insbesondere gegen Theismus und Kreationismus, gegen die Bibel und eine theonome Moral, gegen die vermeintliche totale Vernunftlosigkeit und Gewaltätigkeit der Religion usw. Selbst die Medizinethik der katholischen Kirche bezüglich Abtreibung und Stammzellenforschung wird scharf angegriffen. Beide Bücher brachten Harris aber auch wichtige Freundschaften ein. Ganz schnell etablierte sich auch auf Grund dieser beiden Puplikationen der berühmte atheistisch-angelsächsische Vierer-Club von Dawkins, Denett, Christopfer Hitchens und eben Sam Harris. Die Vier zitieren sich gegenseitig ausgiebig in ihren Werken, und "viele Menschen", vor allem in den U.S.A, "wissen die Ermutigung zu schätzen, die sie von Leuten wie Sam Harris, Daniel Denett, Christopher Hitchens und mir erhalten", schreibt Dawkins. Dawkins hat das Vorwort zu Harris` "Brief an ein christliches Land" verfasst, in dem er diesen Brief in höchsten Tönen lobt, unter anderem mit folgendem Worten: "Wer Harris` Trommelfeuer überlebt, der kann es gelassen mit der Welt aufnehmen...Harris verfehlt sein Ziel nie, nicht mit einem einzigen Satz. Deshalb ist sein Buch im Verhältnis zu seinem Umfang auch so vernichtend...Dieses Buch wird Sie mit schlagkräftigen Argumenten gegen all diejenigen versorgen, die er im Visier hat...Der Brief an ein christliches Land wird Sie aufrütteln...er wird Sie nicht unberührt lassen. Lesen Sie ihn, als sei es ihre letzte Handlung." Tatsächlich ist, wie Dawkins das in seinem Vorwort andeutet, Harris` Tonart manchmal so zynisch, dass sie kaum zu ertragen ist. Man nehme nur einen Text, der sich in seinem Buch "The End of Faith" findet:
"Für einen Menschen, die viele Überzeugungen ohne rationale Rechtfertigung haben, gibt es verschiedene Bezeichnungen. Sind ihre Überzeugungen sehr weit verbreitet, nennen wir sie - religiös -ansonsten sagt man gern, sie seien, verrückt - psychotisch - oder - wahnsinnig -...Geistliche Gesundheit liegt eindeutig in der Anzahl...religiöse Menschen sind zwar nicht generell geistesgestört, aber ihre Kernüberzeugungen sind es durchaus...religiöser Glaube bringt die Gefahr, dass er ansonsten ganz normale Menschen gestattet die Früchte des Wahnsinns zu ernten und sie für heilig zu halten....die Zivilisation ist immer noch von den Armeen des Absurden belagert. Noch heute bringen wir uns wegen antiker Literatur um. Wer hätte gedacht, dass etwas so tragisch-Absurdes möglich ist?"

Noch heftiger als gegen dass Christentum und die jüdische Religion zieht Harris gegen den Islam ins Feld. Er wirft den Politikern vor, aus opportunistischen Gründen die Weltgefahr des Islam zu verharmlosen. Die Gefahr, komme nicht von terroristischen Randgebieten des Islams, sondern sei im Herzen dieser Religionen selbst verankert: "Wir befinden uns mit dem Islam im Krieg", schreibt Harris in "Das Ende des Glaubens", und "es mag unseren unmittelbaren außenpolitischen Zielen nicht dienen, wenn unsere politischen Führer diese Tatsache offen anerkennen, aber es verhält sich unzweifelhaft so. Wir sind nicht im Krieg mit einer ansonsten friedlichen Religion, die von Extremisten gekapert wurde. Wir befinden uns im Krieg mit genau der Vision von Leben, wie sie allen Muslimen im Koran vorgeschrieben wird und wie sie den Hadithen, welche die Sprüche und Lehren des Propheten überliefern, weiter herausgearbeitet wurde...Man ziehe von muslimischen Glauben Märtyrertum und Jihad ab, und die Aktionen von Selbstmordattentätern werden völlig unverständlich...jeder, der sagt, dass die Lehren des Islam nichts mit Terror zu tun haben..., betreibt nur ein Ziel mit Worten." (S.32)

Wie weiter oben gesagt: Die Mitglieder der Vierer-Clubs vermitteln ein Bild höchster Eintracht in Bezug auf ihre atheistischen Überzeugungen. Auch von den zehn Autoren, deren Bücher Harris zu lesen empfiehlt, sind Dawkins und Denett gleich als allererste genannt. Trotzdem bin ich überzeugt, dass Dawkins, Denett und Hitchens mit einer fast schon sensationell zu nennenden Wendung in den Ansichten von Harris nicht einverstanden wären, auch wenn sie in ihren Werken nicht eigens auf diesen Punkt eingehen. Es geht kurz gesagt, darum, dass die meisten Atheisten, auch ausdrücklicherweise Dawkins, Denett, Materialisten im Sinn eines philosophischen Materialismus) sind, somit auch das Bewusstsein, den Geist des Menschen für ein Produkt des (materiellen) Gehirns halten. Harris jedoch bezweifelt ausdrücklich, dass Bewusstsein notwendig und ursächlich ein Gehirn voraussetzt, dass Bewusstsein total abhängig vom Wirken des zentralen Nervensystems ist. Er kann sich also auch vorstellen, dass es ein Weiterleben des Bewusstseins nach dem Tod gibt. Zumindest wüssten wir nicht, ob und wie es nach dem Tod weitergeht. Der Atheismus jedenfalls müsse nicht unbedingt mit dem Materialismus verheiratet bleiben, und der Atheismus dürfe durchaus ein fortleben nach dem Tod postulieren, ohne deshalb ins monotheistische Fahrwasser geraten zu müssen. Man sieht: Der Mensch Harris ist nicht nur mutig in seiner äußerst scharfen Kritik des herrschenden Theismus, Christentums, Judentums und Islams, sondern auch im ungeschützt offenen Vorbringen von Thesen, die der Mehrheit der Atheisten ebenfalls gegen den Strich gehen

Aber unabhängig von der Sympathie für oder Antipathie gegen Harris müssen ihm zwei Dinge wohl unbedingt angekreidet werden. Seine Befürwortung der Folter im Kampf gegen den islamistischen Terror, und seine negative Einschätzung auch der Gesetzmäßigkeiten in den Religionen, weil diese gemäßigten im Grunde nach ihm nur eine Alibifunktion ausüben, indem sie am meisten dazu beitragen, die fundamentalistisch und fanatischen Aspekte, die nach Harris in jeder Religion stecken, zu verschleiern. Siehe dazu v.a. das Kapitel "Das Problem mit dem Islam" auf (Seite 109 ff.)

Harris` Ablehnung von Religion, Kirche, Bibel und Monotheismus ist radikal und total. Dieser Ablehnung widmet er Hunderte von Seiten. Aber mit ihr müssen wir uns hier nicht speziell befassen, wie sie im Vergleich mit der zu dieser Thematik bereits vorhandenen Literatur nichts wesentlich neues enthält, höchstens eine aktualisiertere Formulierung bereits vorgebrachter Kritiken an Religion und Kirche darstellt. Keineswegs sieht er den Glauben nur als eine Eigenschaft bzw. Eigentümlichkeit der Religionen. Vielmehr deckt er den Glauben überall auf. Glaube sei ein fast universales Phänomen. "Das meiste von dem, was wir über die Welt glauben, glauben wir deshalb, weil andere es so wollen, das Vertrauen auf die Autorität von Experten sowie das Zeugnis ganz normaler Menschen dulden den Stoff, aus dem Weltanschauungen gemacht werden."

Ja, es ist nach Harris sogar "so, das gebildeter wir sind, wir desto stärker unsere Glaubensinhalte aus zweiter Hand erhalten. Jemand, der nur solchen aussagen Glauben schenkt, für die er eine umfassende sensorische oder theorethische Rechtfertigung binden kann, wird so gut wie nichts über die Welt wissen." Harris sieht diesen allgemeinen Glauben an sich als nichts schlimmes an: "Unser aller Leidleben ist zu kurz und die Welt zu kompliziert, und Erkenntnistheorethische Anforderungen im Alleingang anzugehen. Stets Vertrauen wir der Intelligenz und Präzision, wenn nicht sogar den Gefälligkeiten von Fremden". (S. 74)

Glaube durchdringt nach Harris alle Bereiche des menschlichen Lebens, auch alle Berufe, alle politischen Einstellungen, selbst die Wissenschaft. "Sind sie ein Wissenschaftler? Ein Liberaler? Ein Rassist? All das sind nur bestimmte Ausformungen von Glauben in Aktion. Ihre Glaubenssätze bestimmen ihre Vorstellung von dieser Welt; sie diktieren ihr Verhalten, sie legen fest, wie Sie auf andere Menschen emotional reagieren." Der Glaube scheint eine ganz tief verankerte Anlage im Menschen zu sein, ein Teil der Maschinerie unseres Geistes", der unsere Wünsche, Ängste, und Erwartungen sowie unser daraus resultierendes Verhalten bestimme. Der Glaube "ist ein Hebel, der, hat man ihn einmal betätigt, nahezu alles andere im Leben eines Menschen auch in Bewegung versetzt". Harris bezeichnet es als "Tatsache, das es bestimmte für Glaubensinhalte zuständige Gehirnpartien gibt." (S. 54)

Er sieht diesen Tatbestand als "natürliche Folge unserer Fähigkeit zum Handeln...Im Hinblick auf unsere Anpassungsfähigkeit war der Glaube stehst außergewöhnlich nützlich...Glaubensinhalte sind Handlungsgrundlagen: Egal was sie auf der Ebene des Gehirns verköpern, handelt es sich doch auf jeden Fall um Prozesse die unser Verstehen und missverstehen der Welt repräsentieren , und und sie Steuerung unseres Verhaltens ermöglichen". Es sind "kognitive Zustände höherer Art (für die der Glaube ein Beispiel darstellt)". Kein Wunder, dass der Glaube auch eine Macht über unser Gefühlsleben ausübt, und zwar eine allumfassende. "Zu jeder Emotion, die zu empfinden man fähig ist, gibt es gewiss einen Glaubensinhalt, der sie im gegebenen Moment hervorruft." (S. 51)

Selbst wissenschaftlich-theorethischen Lehrsätzen schenken wir Glauben im Sinne des Vertrauens auf ihre Wahrheit, auch wenn Karl Popper spottet, wir würden nie die Richtigkeit einer Theorie beweisen, sondern lediglich versäumen, sie zu widerlegen, und der berühmte Wissenschaftstheoretiker und ausgezeichnete Kenner der Irrtumsgeschichte der Wissenschaft Thomas Kuhn wiederholt behauptete, wissenschaftliche Theorien unterlägen in jeder neuen Generation einer umfassenden Revision, könnten somit der Wahrheit nie völlig entsprechen. Auch Harris gibt zu: "Niemand kann sagen, welche unserer gegenwärtigen Theorien sich morgen als falsch erweisen wird", weshalb er die Frage stellt: "Wieviel Vertrauen können wir wissenschaftlichen Theorien demnach entgegenbringen?" (S. 76)

Harris gibt unumwunden zu, dass es noch ein Geheimnis ist, wie der Evolutionsprozess begann", doch das lege nicht gleich zwingend die Vorstellung nahe, dass "dass am Anbeginn eine Gottheit zu finden sei...selbst wenn wir akzeptieren, dass unser Universum von einem Designer entworfen wurde, wäre damit noch nicht ausgesagt, dass dieser Designer notgedrungen der biblische Gott war oder dass dieser Gott das Christentum gutheißt." Sollte unser Universum tatsächlich ein intelligentes Design darstellen, dann könnte es nach Harris ebenso gut als eine Simulation auf dem Supercomputer einer außerirdischen Spezies laufen. Es könnte sogar das Werk eines bösartigen Gottes sein oder "auch das von zwei bösen Göttern, die gerade um einen größeren Kosmos würfeln." Aber es bleibe "die Wahrheit, dass niemand weiß wie oder warum das Universum entstand es ist nicht einmal klar, ob wir überhaupt richtig über de Erschaffung des Universums sprechen können". Jedenfalls muss nach Harris "jeder aufrichtige Geist zugeben, dass er NICHT weiß, warum das Universum existiert." ( S. 56)

Der erklärte Atheist Harris erweist sich mit solchen Äußerungen im Grunde als Agnostiker. Und er geht in dieser Hinsicht sogar noch weiter, wenn er behauptet, "dass total Folgerichtigkeit selbst in einem Gehirn mit maximal einheitlicher Ausrichtung unmöglich zu erreichen ist." Harris fragt auch nach der Wahrscheinlichkeit, "mit der wir jemals garantieren können, dass unsere Weltsicht völlig frei von Widersprüchen ist?", und er antwortet, dass die Annahme einer solchen Wahrscheinlichkeit "abwegiger ist als ein Traum, in dem einer träumt, dass er träumt."

Da die letzten Fragen und Rätsel jeder Weltsicht unbeantwortet und ungelöst bleiben muss, jede Weltansschauung, auch die atheistische, die Lücken und Leerstellen ihrer Welterklärung mit Annahmen, mit einem für wahr oder zumindest für möglich Halten, also mit einem Glauben füllen. Selbst wenn sie diese Annahmen als vermeintlich wissenschaftlich erwiesen präsentiert.

Mancher aufmerksame Leser wird sich vielleicht fragen, wieso Harris die universale Bedeutung des Glaubens derart ausführlich und nachdrücklich betont, wenn er doch sein atheistisches Hauptwerk "the End of faith" ("das Ende des Glaubens") genannt hat. Nicht zuletzt hat ja auch dieser radikale und krasse Titel des Buches zu seinem Aufstieg zum Bestseller beigetragen. Des Rätsels Lösung: Harris unterscheidet zwei Arten des Glaubens, eine höhere und eine niedere. Die niedere ist "ein Akt des Willens mir niedrigem Beweisgrad", wie er im Anschluss an Paul Tillich formuliert. Fast alle Formen religiösen Glaubens, insbesondere die monotheistischen Judentum, Christentum und Islam, steckt Harris in die Kategorie des niederen Glaubens. Er leugnet zwar nicht grundweg, dass es höhere Formen des religiösen Glaubens gibt, fern von Dogmengläubigkeit und Aberglauben und Götzenglauben, alleine dem Prinzip der Spiritualität verpflichtet. Aber er ist überzeugt, dass es tatsächlich nur sehr wenige sind, die innerhalb der bestehenden Religionen dem "spirituellen Prinzip" huldigen. Mit diesen Wenigen will sich Harris gar nicht auseinandersetzen, er hält sie für eine vernachlässigbare Größe, die zwar "über die Begeisterung von Leichtgläubigkeit hinausreicht", aber im Rahmen der großen religionspolitischen Auseinandersetzungen unserer Zeit nicht ins Gewicht fällt. "Meine Auseinandersetzung bezieht sich schließlich auf die Mehrzahl der Gläubigen in jedweder religiösen Tradition, und nicht auf...(jene) gewiss untadelige Gemeinde, die vielleicht nicht mehr als ein ein einziges Mitglied zählt", wie Harris nicht ohne bissige Ironie anmerkt. Ähnlich hatte, wie wir bereits sahen, Dawkins argumentiert.

Dabei macht es sich Harris relativ leicht, wenn er "die ungeheuerlichsten Verbrechen gegen Menschen ausnahmslos durch abstruse Glaubensinhalte inspiriert" sieht, wo er doch vorher, wir wir sahen, auch den Atheismus als Weltanschauung behandelte, die wie alle anderen Weltanschauungen nicht ohne Glaubenskomponente auskommt. Jetzt aber tut er an einer bestimmten Stelle so, als ob der Atheismus rein rational wäre und keine Verbrechen begangen habe könnte. "Man denke an die Millionen Menschen, die unter Stalin und Mao getötet wurden: obgleich jene Tyrannen in Lippenbekenntissen der Ratio huldigten, war der Kommunismus, nicht viel mehr als eine politische Religion. Im Kern seines Unterdrückungs und Terrorapparates verbarg sich eine starre Ideologie, der ganze Generationen von Männern und Frauen geopfert wurden. Obgleich die kommunistischen Überzeugungen die Grenzen der irdischen Welt nicht überschritten, hatten sie doch Kultcharakter und waren irrational...selbst wo Hitler solchen Verbrechen profane Motive standen, bedurften sie, um verübt werden zu können, der ausgesprochenen Leichtgläubigkeiten einer ganzen Gesellschaft." ( S.73)
-------------------

Das schlussendlich aber auch Harris einen Bereich höherer Gläubigkeit nicht auszuschließen vermag, liegt daran, dass es eben Dinge gibt, die unserer Ration verschlossen bleiben bzw. die sie nicht zu befriedigen vermag. Was muss beispielsweise "ein Gehirn tun, um zu glauben, dass eine vorgegebene Behauptung entweder wahr oder falsch ist? Davon haben wir im Augenblick keine Ahnung...Welches neurale Geschehen liegt diesen Prozessen zugrunde?" Wir wissen es nicht. "Die tiefsten belange von Gläubigen sind nach Harris weder "trivial" noch "der Ausdruck" von Verblendung". Denn es gibt "emotionale und spirituelle Bedürfnisse...die ein bloßes Verstehen unserer Welt, mittels Wissenschaft oder anderweitig, niemals befriedigen kann. Unser Dasein verfügt zweifellos über eine nicht-weltliche Dimension, und ein gesunder Umgang mit dieser Dimension könnte leicht zum höchsten Zweck menschlichen Daseins werden".

Harris scheut sich nicht, diese Dimension, diesen Bereich menschlicher Erfahrung als "spirituell" oder "mystisch" zu bezeichnen iund einzustufen, "Erfahrungen, die mit Sicherheit, Selbstlosigkeit und einem gesteigerten empfinden zu tun haben, die unsere beschränkte Identität als - selbst - übersteigern und sich unserem gegenwärtigen Verständnis von Geist und Gehirn entziehen." Diese Fähigkeit müsse sich sogar weiterentwickeln, wenn wir eine Zukunft haben wollen." (S.37)

Nach Harris reicht die Skala menschlichen Erfahrens weit über die normalen Grenzen unseres Ichs, unserer Subjektivität hinaus. Harris geht sogar so weit, im Prinzip jedem Menschen die Pflicht aufzuerlegen, spirituelle Praktiken für sich zu entdecken und auszuüben. Das bemühen, das eigentliche Wesen unsrer eigenen Subjektivität zu verstehen, würde nicht nur rein emotionale, sondern auch kognitive und konzeptuelle Veränderungen positiver Art in der menschlichen Persönlichkeit hervorrufen. Harris bewertet eine ganze Reihe von Techniken, "von der Mediationspraktis bis hin zum Gebrauch psychedelischer dringen", durchaus positiv, weil sie die Bandbreite und Formbarkeit menschlicher Erfahrungen bezeugen. Durch all diese Techniken könne man zu einer Komponente der Mystik, des Überbewusstseins, nämlich der Kontemplation gelangen, durch die auch ganz gewöhnliche Menschen "sich von der Empfindung, die sie ich nennen, freimachen können und sich somit des Gefühls entledigen, vom Rest des Universums abgetrennt zu sein." Nach Harris begegnet uns dieses Phänomen in allen möglichen spirituellen Traditionen der meisten Religionen, und es lässt sich auch durch eine "Fülle von Beweisen - sowohl neurowissenschaftlicher, philosophischer als auch introspektiver Art - untermauern". Harris zufolge sind diese von ihm mangels einer besseren Bezeichnung "spirituelle" oder "mystisch" genannten Erfahrungen wirklich bedeutungsvoll, "da sie echte Fakten über die Welt enthüllen...eine persönliche Transformation bewirken" und "auch eine weitaus tiefere Verbindung erkennen lassen, als die vertrauten Grenzen unserer Subjektivität es uns glauben machen wollen."
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 22, 2015 11:41 PM MEST


Tibets altes Geheimnis - Gesar - Ein Sohn des Himmels
Tibets altes Geheimnis - Gesar - Ein Sohn des Himmels
von Willi Grömling
  Gebundene Ausgabe

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ganz und gar faszinierendes Buch: und dies muss mehr Puplik gemacht werden, 17. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wow und nochmals Wow, das ist ja wirklich unglaublich was man hier alles liest (!)...und nur zu gut, das es einen Verlag in Form des Ancient Mail Verlags gibt, der sich dessen angenommen hat. Selbst hörte Ich zum ersten Mal vom Autor, als es in einer Diskussion rund um die Prä-Astronautik-Thematik heiß her ging. Und da dachte ich mir sogleich: "nun, um mitreden zu können"..., gebrauchte ich dieses Buch des mir eher unbekannten Autors Willi Grömlings. Er hat, meine ich u.a. - Geschichte, Germanistik sowie Romanistik studiert - ist also zugleich ein fachkundiger Historiker (?) -, und unterrichtete weiterhin die Fächer Deutsch, Geschichte, Sozialkunde und Ethik. Da war ich aber mal gespannt und wurde, dies sei vorab schon zugegeben - nicht enttäuscht. Überdies mache ich keinerlei Geheimnis draus, mich privat sehr stark und intensiv, so es die meinige Zeit zulässt, mit der gesamten mir zur Verfügung stehenden Prä-Astronautik-Thematik auseinanderzusetzen; eben darum, weil es verdammt aufregend ist und man immerzu auf viele auch neuartige und interessante Details stößt, wie als weiteres Beispiel die Apokryphen oder Pseudoepigraphen der patriarchalischen Bibel; oder die vedischen Schriften; oder buddhistische Erzählungen; griechische Göttermythen usw. Ich wusste ja ohnehin aus meinem damaligen religionswissenschaftlichen Studium (hauptberuflich arbeite ich aber als ausgebildete Chemikerin), das die Buddhistische, ja überhaupt die uns bekannten östlichen Philosophien, also deren zumindest - religiösen Überlieferungen - ein unsagbar spannenden Stoff großartiges zugleich in sich enthalten. Doch bemerkte ich ebenso, das es unfassbar viel ist. Sehr mühsam, da gebraucht es Geduld und massiv Zeit für, um sich damit ernsthaft sowie gewissenhaft auseinandersetzen (!)...und wer hat die schon in der unsrigen schnelllebigen Zeit? Auch und gerade als Forscher?

Neben einem tollen Vorwort der "Living-Legend" Erich von Däniken, gibt es - und dies ist ganz besonders, auf Seite 307 noch einen entsprechend ausführlich gestalteten Anhang: 1. Die verschiedenen Schreibweisen der Wörter. Das ist wirklich faszinierend und zugleich eine super Idee vom Autor gewesen. Daran erkennt man sein Interesse am ganzen. Es muss ihm wirklich ungemein gefesselt haben. Denn, und man kann`s nicht oft genug wiederholen, ist die ganze Thematik rund um GESAR - um den es ausschließlich im mir vorliegenden Buch geht - auch ganz außerordentlich und regt zum Nachdenken im Sinne der Paläo-SETI, also Prä-Astronautik, an

Insgesamt gibt es 14 Kapitel, die wirklich alles-in-allem ganz fantastisch und unglaublich gut zu lesen sind. Am Ende jedes (!), Kapitels gibt es eine Quellen-Angabe. Wie es ja schon in der Einleitung auf Seite. 9 sinnigerweise vermerkt ist: Wer also eine ganze Menge über Tibet, Gesar und die Entymythologie der detailreichen Bericht über den Sohn der Götter erfahren möchte, sollte sich unbedingt mit diesem Buch auseinandersetzen

Das beste am Buch ist natürlich erst einmal die en masse vorhandenen Quellen-Verweise, ganz toll, das hilft schon enorm; denn so kann man sich woanders weiter informieren und selber nachforschen. Auf (S. 226) schreibt er z.B. über die indische Götterwaffe - Der Dorje - und welche auch in Tibet benutzt wurde, zumindest allem Anschein nach! Der Autor berichtet über Querverweise- Verbindungen zum alten China (S. 235) , deren Götterkönige, über die Schmiedekünste der griechischen Götter, alles in Zusammenhang zu Gesar. Das ist schon spannend. Äußerst detailreich schreibt der Autor über die verschiedenen Waffensysteme oder Bewegungen die Gesar im Raum, der Luft usw. vollführt. Auf (S. 207) wird eine Art von...ja: Laserwaffe o.Ä. berichtet. Auf der nächsten Seite wiederum werden die Farbenvielfalt ergänzend erklärt; denn manche Systeme von Gesars's Waffen können beliebig die Farbennuancen verändern .

Passend dazu ein weiteres Beispiel. Gesars Bruder Jasa konnte aus einer Entfernung von fünf Tagen und Nächten die beiden Augen eines Riesen treffen. Wenn diese Schilderung zutraf, handelt es sich dabei ebenfalls um eine Waffe, die zielgerichtet war. Ferner wird an anderer Stelle berichtet, daß diese vermeintlichen Pfeile ein so starkes Geräusch verursachten, daß das Trommelfell platzte. Dazu kommt, daß sie Funken sprühend auf der Brust des Gegners auftrafen. So ganz nebenbei donnerte es noch aus Gesars Pfeilköchern, und es sprühten rote Blitze. Von Gesars Pfeile ist außerdem bekannt, daß er Hunderttausende durchbohrte. Dazu kam, daß Gesars Wunderwaffen offenbar nicht so leicht zu bedienen waren, wie das bei einem herkömmlichen Pfeil und Bogen der Fall ist und daß bei einem Bedienungsfehler möglicherweise etwas Unvorhergesehenes, was Unheil mit sich bringt, passieren konnte. So ist es auch verständlich, wenn die Himmlischen vor der Übergabe der Wunderwaffe Gesar belehrten.Ein Beispiel von (S. 200): Der Bogen Gesars ließ sich übrigens wie bei dem griechischen Sagenhelden Odysses nur von ihm und von niemand anderem, nicht einmal seinen Kampfgefährten, spannen. Mit Verlaub! Das, was uns das alte tibetische-Epos da berichtet, hat für mich nichts mehr mit einem herkömmlichen Pfeil oder einem Schwert zu tun sondern das klingt, um einen modernen Ausdruck zu gebrauchen, nach Massenvernichtungswaffen und Waffensysteme unserer Zeit. Man kann da z.B. an "Drohnen", "Marschflugkörper" und "cruise missiles" denken, welche ähnliche Eigenschaften aufweisen.

Der Journalist Ludwig Klemens, der sich eingehend mit Tibet beschäftigte, äußerst sich in diesem Zusammenhang. Er schreibt, daß Gesar, ein Sohn des Himmels, vom höchsten Gott auf die Erde geschickt und - ähnlich wie bei der christlichen Gottesmutter Maria - von einer Frau geboren wurde, ohne daß ein Mann seinen Beitrag dazu geleistet hätte. das ist der springende Punkt. Der "Vater" bleibt, sofern er und den verwendeten Texten überhaupt eine Erwähnung findet, weitgehend unbedeutend...usw. Lesen sie sich das alles mal durch, angefangen auf (S. 107) Die Parallelen zu der Gottesmutter sind ohnehin sehr erstaunlich, immer wieder gibt es präzise Übereinstimmungen. Wie auf (S. 92) Diese Göttermutter wird übrigens bei den Tibetern in der alten Bon-Religion ganz eindeutig mit dem Himmel verbunden. Dies kommt auch in ihrem Namen zum Ausdruck: man nennt sie die Himmels-Türkisfarbige oder die Himmelsblaue-Glänzende. Wenn wir unser Augenmerk auf die Farbe richten, ist es vielleicht interessant, daß im Christentum die Mutter Gottes oft mit einem blauen Mantel in Verbindung gebracht wird. Weiteres hierzu aufschlußreiches kann man im Buch auf den vorherigen Seiten, angefangen auf (S. 87), lesen. Auch interessant sind, wie gesagt die dauernden Querverweise auf andere Mythen, wie z.B. die uns im Westen (auch im Detail) besser bekannte griechischen Erzählungen. Dort berichtet er ausführlich von auf (S. 96)

Ebenso interessant sind die immensen Details, was das "Singen" an sich betrifft. Denn auf (S. 70-72) erläutert der Autor ganz genau, was es damit auf sich hat. Einfach eine nur spannende Thematik.

Über die Literatur, die ganze Schriften, die möglichen ersten Anfänge der Niederschrift uvm. dahingehend wird im Kapitel: Gesar - ein Monumentalwerk der Weltliteratur berichtet.

Grundsätzlich kann ich an jeden nur die Empfehlung weitergeben, das, wer sich wirklich dafür interessiert, die dazu nötige Zeit aufbringen möchte, und überhaupt ein Sympathisant/In der Paläo-SETI-Theorie ist, oder überhaupt Interesse an diesem u.a verblüffenden Thema hat, Der/Sie MUSS einfach zugreifen.


Entwirrungen
Entwirrungen
von Jo Conrad
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,00

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schon ulkig, was der Hr. Conrad da schreibt; aber Erfolg hatte er damit (Leider) gehabt, 17. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Entwirrungen (Taschenbuch)
Der Jo Conrad ist ein irgendwie zwar lustiger, mal teil`s ulkiger und "Verschwörungs-theorethisch" eingestellter Typ, welcher mitunter große Sympathien zu grenzwertigen esoterischen Themen-Komplexen hat, jedoch mit allem, was er anpackt Erfolg zu haben scheint; das muss man ihm lassen. Dahingehend scheint er zumindest etwas "drauf-zu-haben"..., das definitiv perfekte "Näschen" für zu besitzen. Die eigene "skurrile" Vermarktung kann also ebenso im esoterischen Bereichen richtiggehend "boomen"

Selber hatte ich bereits unlängst vorher - vieles von ihm und anderen bei Bewusst.Tv, auch auf Youtube gesehen - aber nachdem ich mal so einiges über ihn der reinen Neugierde wegen herausgefunden, also: recherchiert habe, muss ich im Endeffekt und zur folgend-richtigen Bewertung gelangen: NO, das geht mal gar nicht. So möchte ich ja wirklich niemanden - per se, (also generell) - unterstellen, aber Joe Conrad hat ein paar Tendenzen, welche eindeutig und evidenzbasiert - in die rechtsextremistische Richtung zeigen. Sein mir hier vorliegendes Buch ist ein weiteres gutes Beispiel hierfür. Joe Conrad ist zum Beisiel nachweislich (!), Anhänger verschiedener Verschwörungen. Dagegen ja auch rein gar nichts einzuwenden, ein aber seltsamer Kerl bleibt er dennoch, weil er, wie erwähnt, diese speziellen Gruppen-Tendenzen hat; und des öfteren wird kolportiert, das er ein Holocoust-Leugner wäre.

In diesem, seinem Buch wird vieles, sei dazu offen ausgesprochen: mehr als nur gewahr. Joe Conrad thematisiert eine geheime Weltregierung, bei der so genannte Dracos (reptiloide Außerirdische) und Reptos (reptiloide Unterirdische) am Werke seien. Auf (S. 64) Im gleichen Buch schreibt Conrad von einem '"'Einfluss von Juden auf ihre Wirtsländer". Der entsprechende Satz lautet: "Aber nicht erst in der jüngeren Geschichte gab es kritische Stimmen zum Einfluss der Juden auf ihre Wirtsländer; die Engländer verwiesen 1290 alle Juden des Landes, 200.000 Juden mussten 1492 (Kolumbus entdeckt die Neue Welt) Spanien auf ein Dekret von Isabel und Fernando verlassen, die Ausweisung aus Frankreich hatte ihren Höhepunkt 1394, die Spanier sperrten sich auch im 16. Jahrhundert wieder gegen den zunehmenden Einfluss der Juden in ihrem Land. Leopold I. vertreib sie 1670 aus Wien. Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen."

Conrad äußert sich hier also pauschal zu allen J ohne zu differenzieren. Der Begriff "Wirtsländer" erinnert an einen "Wirt", der von Parasiten befallen ist, und transportiert damit eindeutig Wertungen. Des Weiteren schreibt Conrad im gleichen Werk, dass Adolf Hitler durch jüdische Finanziers an die Macht gekommen sei. (S. 63) Das Tagebuch der Anne Frank wird indirekt mit Verweis auf den rechtsextremen Lühe-Verlag als Fälschung bezeichnet. (S. 63) Juden ständen zudem in Beziehung zur Freimaurerei: "Juden durften ursprünglich auch keine Freimaurer sein, inzwischen sitzen sie aber in den vordersten Reihen." (S.76)
Auch auf das gefälschte antisemitische Machwerk Protokolle der Weisen von Zion bezieht sich Conrad im gleichen Buch, indem er den SS-Mann Hans Werner Woltersdorf bemüht, der - so Conrad - eine "brillante Analyse" der antisemitischen Hetzschrift liefere: "Er schreibt über die Protokolle der Weisen von Zion, dass es unerheblich sei, ob sie auf ein Treffen von Zionisten zur Planung der Erringung der Weltherrschaft zurückgehen oder auf eine Streitschrift gegen Napoleon III. [...] In beiden Fällen seien es jüdische Gedanken", da auch "Joly Jude und Hochgradfreimauerer war".. (Seite 70)

In seinem Buch "Entwirrungen" ....

beruft sich Conrad außerdem auf die Publikation "Executive Intelligence Review" (EIR) des für antisemitische Äußerungen bekannten Lyndon LaRouche (LaRouche-Politsekte) sowie auf Bücher aus dem rechtsextremen Lühe-Verlag. Etliche Bücher des Verlages sind oder waren wegen volksverhetzenden Inhalts auf dem Index. So bezieht sich Conrad völlig unkritisch bis zustimmend auf den Text "Paradoxie der Geschichte" von B. Uschkujnik (Lühe-Verlag), in dem der Holocaust bestritten wird. Eine bekannte Verschwörungstheorie, die Conrad vertritt, ist die der Baphomet-Verschwörung im Zusammenhang mit deutschen Personalausweisen. Ein Idiotie sondergleichen, doch habe ich überdies die Mühe gemacht, diesen seltsame, mitunter auch wahrlich verwirrenden Blödsinn mal abzuschreiben; Zehn-Fingersystem, das geht schnell...musste ich den Unsinn nicht mal mitlesen

Jene Draco, die auf der Erde ihre finsteren Spielchen treiben, hätten sich danach diejenigen Exemplare unserer Gesellschaft ausgesucht, denen Erfolg und Profit über moralische Bedenken gehen. Und da es ja auch genügend Menschen gibt, die Anrufungen an die satanischen Kräfte machen, ist es kein Wunder, daß diese Einladungen auch angenommen wurden. So hätten sich die Skrupellosen beider Welten zusammengetan, um diesen Planeten zu einem Spielball ihrer Gelüste zu machen. Auch wenn wir es den Prominenten, die wir im Fernsehen sehen, nicht zutrauen würden, daß sie mit magischen Ritualen die finstersten Kräfte des Universums anrufen und mit ihnen in Verbindung stehen, so sind diese Kräfte demnach durchaus real. Vielleicht sollten wir darum beten, daß diese Dinge aufhören. Da uns ständig durch die Massenmedien Angst gemacht wird, Sex und Horror verkauft wird, ohne daß wir es verlangt haben, ist es schwierig, eine höhere Schwingung der Liebe zu erzeugen, in denen es diese Satanisten nicht lange aushalten würden. Diese haben natürlich genaue Kenntnisse spiritueller
Vorgänge und nutzen ganz gezielt die Energien für ihre Zwecke. Doch in den Geheimdiensten und verschiedenen Organisationen scheint es schon interne Kämpfe zu geben, da viele schon lange nicht mehr bereit sind, diese Schandtaten zu decken. Icke beschreibt auch das Ansteigen des Bewußtseins der Menschen und der Schwingung der Erde. Auch, wenn die finsteren Kräfte alles versuchen würden, uns auf einer niedrigen Schwingung zu halten, könnten sie letztlich doch nicht verhindern, daß irgendwann die Schwingung auf diesem Planeten zu hoch für sie
sein wird.

Conrad beteiligte sich auch bis zu seiner Entlassung an dem Internetprojekt Secret-TV (secret-tv). Die Werbeeinblendung zu Secret-TV auf der Startseite des Freigeistforums wurde inzwischen entfernt. Im März 2009 musste Conrad schließlich einräumen, wegen seines Engagements für das Fürstentum Germania seinen Job bei Secret-TV verloren zu haben. Eine öffentliche Erklärung der Secret TV GmbH & Co. KG bestätigt dies. Andererseits behauptete Conrad davon abweichend, nicht zu wissen, warum sich Secret-TV von ihm trennte: "...ich weiß den wirklichen Grund nicht. Es kam ein neuer Geschäftsführer, der dann neue Moderatoren suchte, der mich nach und nach ausbootete. Er hat ja z.B. auch Dr. Michael Vogt und andere rausgeschmissen. Der Grund ist unklar..." Conrad betätigte sich zeitweilig als eine Art Medienbeauftragter in Sachen Fürstentum Germania und äußerte sich dabei gegenüber der Märkischen Allgemeinen am 28. März 2009 ("Zensur im neuen Staat - Szene Fürsten grenzen unliebsame Diskussionspartner aus") kritisch über die deutsche Gesetzgebung zur Holocaustleugnung.

Schriften von Jo Conrad finden sich auch im Angebot rsradikaler Buchvertriebe (z.B. "Der Bücher-Bote", Burg). 1996 lud Conrad den Verleger des Lühe-Verlages, Harm Menkens, als Interviewpartner in seine Radiosendung beim "Offenen Kanal Bremen" ein. Menkens ist dem engsten Kreis um den inzwischen verstorbenen Holocaust-Leugner Thies Christophersen zuzurechnen. Der Altnazi Christophersen, ehemals Mitglied der Waffen-SS, war im Rang eines SS-Sonderführers Aufseher im Konzentrationslager Auschwitz-Raiska.

Das ist einfach nur zu komisch...in diesem Fall ist Frau geneigt sich zu fragen, ob hier jeder alles nur mögliche als Manuskript vorlegen kann
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 14, 2015 4:17 PM MEST


Verborgene Wahrheit, verbotenes Wissen
Verborgene Wahrheit, verbotenes Wissen
von Greer
  Broschiert

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Da hätte ich mir doch wesentlich mehr versprochen, aber es war nach seinem Film zu erwarten gewesen, 16. Mai 2015
Bevor ich meine Gedanken zum Buch wiedergebe, möchte ich zuvor zugeben ein Mensch zu sein, welche sich als ausgebildete Naturwissenschaftlerin nicht nur sehr für die Gesamte Ufo-Thematik interessiert, sondern darin wie mehr dies ganze betreffend - etwas magisch-religiöses - erkenne. Es gab schon ein paar wenige Autoren, die ähnliches postulierten, leider verblieb es bei wenigen...Den Grund dafür werden sie im Anthropozentrismus finden. Überdies ist es wirklich erstaunlich, das nicht auch Hr. Dr. Steven Greer vergleichbares mit einbezieht oder zu bedenken gibt, das evtl. magisch-religiöse Elemente mit-enthalten bzw. mit involviert sind - Schade. Liest man solches im Buch? Nein. Genau das Gegenteil ist der Fall. Hiermit sind nicht die patriarchal orientierten Hochreligionen des Christentums (oder Kirchentums?), Judentums, sowie des Islams gemeint. Ich denke bei solcherlei Gedankenvielfalt an eine Art von "kosmischer Religiosität". So nehme ich einmal frei wie ich bin - Arthur C. Clarke beim Wort: "Eine hinreichend fortgeschrittene Technologie läßt sich nicht mehr von Zauberei unterscheiden", mit dem Unterschied, das jene Wesen, welche ich mir vorstelle, gar nicht mehr auf unsere Art bzw. Vorstellung von Benutzung einer Technologie angewiesen sind. Das mag für uns schwer vorstellbar sein!, so kann man berechtigt einhaken. Ja, aber wieso nur?...aufgrund unseres Mangels spirituell zu denken! So zumindest scheint es mir. Einen Vergleich dazu kann uns ein anderer Abduktionsforscher geben. Hr. Jacobsen schrieb in diesem Zusammenhang in Bezug zu den Ufo`s: "Weshalb haben wir diesen Aspekt unseres Themas so hartnäckig außer acht gelassen? Ein Grund ist sicherlich ideologischer Natur: Einige Abduktionsforscher halten stur an der Vorstellung fest, daß die Urheber dieser Erfahrung außerirdische Wesen sind, die wie eine fortgeschrittene Version zeitgenössischer menschlicher Wesen agieren, das heißt, sie fliegen feste, stoffliche, technisch hochentwickelte Raumschiffe und führen ihre Eingriffe in menschliches Leben. Wobei es sich entweder um so etwas wie biologische Forschung oder um mit Hilfe einer fortgeschrittenen Version unserer eigenen medizinischen Technologie durch. Dieses festhalten an einem materialistischen Paradigma von Technologie und anthropomorphische Motivationstheorien schließt eindeutig die Vorstellung aus, daß magisch-religiös Wissen für diese Ereignisse von Relevanz sein könnte. Aber unser Wissenschaftsverständnis läßt sich darauf nicht reduzieren und wir müssen uns die Frage stellen, weswegen wir magisch-religiöse Traditionen in diesem Maße vernachlässigt haben. Die tieferen Wurzeln sind in unserem beruflichen und kulturellen Hintergrund zu sehen. Und dennoch erforschen wir einen Bereich, der als solcher phantastisch ist. Aus Sicht der konventionellen Wissenschaft und Technologie sind Entführungen und Nahbegegnungen ein verwirrendes Konglomerat unmöglicher, phantastischer und magischer Ereignisse. In den meisten Entführungsberichten selbst gibt es nichts, was eine Untersuchung der Relevanz magisch-religiösen Wissens für das Ereignis ausschließt."

Arthur C. Clarke hat darauf hingewiesen, daß "entsprechend hochentwickelte Technologien nicht von Magie unterschieden werden können". Wenn wir glauben, daß wir es mit Wesen zu haben , deren Fähigkeiten, die Realität zu manipulieren, wesentlich weiter entwickelt sind als unsere, dann werden die traditionellen Unterscheidungsmerkmale zwischen Magie und Technologie so fließend, das sie nicht länger als Erklärungsmodelle ernsthaft in Betracht gezogen werden können.

Und bezüglich des Buchs. Der amerikanische Unfallchirurg und Notarzt Steven M. Greer gab seinen Beruf auf, um sich ganz darauf zu konzentrieren, die Anwesenheit Außerirdischer auf der Erde zu beweisen. Er gründete das so genannte »Disclosure Project« und will eine Technik entwickelt haben, mit der er mit Außerirdischen kommunizieren kann. Im Zuge des Disclosure-Projekts führte er Personen aus Regierungs- und Militärkreisen sowie Wissenschaftler zusammen, die selbst Augenzeugen von UFO-Vorfällen oder Alien-Kontakten gewesen sein wollen oder Kenntnisse darüber hatten, dass Regierungsstellen in UFO- und Alien-Ereignissen involviert waren. Er hielt im Mai 2001 in Washington eine zweistündige Pressekonferenz ab, in der er diese Personen aussagen ließ. Später veröffentliche er eine rund 500-seitige Dokumentation, in die er die Aussagen und seine Erkenntnisse zusammenfasste. Ziel sei es, die Regierungen der Welt dazu zu bewegen, offizielle Untersuchungen bezüglich des UFO-Phänomens einzuleiten und außerirdische Technologien freizugeben und zu nutzen. Das vorliegende Buch ist eine autobiografische Schilderung seines ufologischen Werdeganges. Greer ist zudem ein unglaublicher Verschwörungstheorethiker. Beim Lesen fühlte ich mich manchmal in die Zeit zurückversetzt, als man den Erzählungen der UFO-Kontaktler und -Medien der fünfziger Jahre noch Beachtung schenkte. So nimmt Greer per Meditation, bei der er sich nach einem bestimmten Verfahren, dem so genannten CE-VProtokoll, in einen tranceähnlichen Zustand versetzt, Kontakt mit Außerirdischen auf. Manchmal passiert das auch einfach so im Schlaf: »Während ich mich schlafend in diesem Zustand befand, kommunizierte ich fortwährend mit den außerirdischen Wesen. Mein Mitbewohner erzählte mir später, dass er monatelang nachts aufgewacht sei und gehört habe, wie ich leise im Schlaf gesprochen hätte«. Natürlich nicht in einer irdischen Sprache. (S. 28)

Mit der CE-V-Protokoll-Methode war es aber auch möglich, die Außerirdischen gezielt einzuladen. So tauchte einmal, nachdem er erwacht war, ein »halb-materialisiertes« Raumschiff auf, in das er in einem »quasi-materiellen Astralzustand« und bei vollem Bewusstsein hineinglitt (S. 72). Ein anderes Mal beginnt er einfach so zu levitieren und steigt 60 bis 90 cm in die Höhe (S. 30), oder sieht über mehrere Jahre lang abends im Bett in einem »höheren Bewusstseinszustand«, was in der Zukunft passieren wird. So sah er auch in einem Traum seine zukünftige Ehefrau und wo er sie in Israel das erste Mal treffen würde (S. 40).

Dann brachte er seinem todkranken Vater das Meditieren bei, betete für ihn zu Gott und siehe da' der todbringende riesige Tumor war, wie später eine Röntgenaufnahme es zeigte, auf wundersamer Weise plötzlich verschwunden (S. 48).

Was wirklich in dem Buch auffällt, ist die Erwähnung der erstaunlich hohen Zahl von Greers so genannten »Freunden« in Regierungskreisen oder den anonymen ranghohen Militäroffizieren, die ihn zu Besprechungen einladen. Seine »Freunde« reichen offensichtlich bis fast in die Vorzimmer des amerikanischen Präsidenten. Ob die alle davon wissen, welchen »Freund« sie haben? Ich bezweifle das mal und überprüfen lässt sich das auch nicht, da Greer so gut wie keine Namen nennt.

Immer wieder erzählt er auch, welche wichtigen Personen er über seine Erfahrungen und Ergebnisse seiner CE-V-Protokolle informiert hat, so wie »1993, bevor ich den CIA-Direktor über den Stand der Dinge in Kenntnis setzte'«. Manchmal liest sich das so, als sei er schon fast zu einem Regierungsberater für UFO-Probleme geworden. Klar' ich kann auch E-Mails an alle möglichen Personen, Behörden und militärische Stellen senden, Info-Pakete verschicken und dann behaupten, ich hätte alle wichtigen Stellen in der Regierung informiert. Die Frage ist aber: Haben die das überhaupt wirklich gelesen und welche Bedeutung haben sie den Inhalten eingeräumt? Die ausbleibenden Reaktionen führte er jedenfalls darauf zurück, »dass die Regierung der Vereinigten Staaten ' und die aller anderen Nationen ' sich im Würgegriff einer illegalen Schurkenbande befanden (S. 110), nämlich einer geheimen Schattenregierung.

Zudem erwähnt Greer dauernd, dass die geheime Schattenregierung immer wieder gerne Personen durch vorgetäuschte »Unfälle« u. ä. »beseitigt«, die mit der Wahrheit über UFOs und Aliens an die Öffentlichkeit gehen. Daher ist es für mich erstaunlich, dass er selbst, der fortwährend in den Medien präsent ist, Pressekonferenzen hält und auf Vortragstouren geht, um dort über geheime Militärprojekte und der Schattenregierung zu plaudern, noch lebt. Existieren daher diese Verschwörungstheorien nur in den Gehirnen derer, die sie propagieren?

Mit neuen paranoiden Ausführungen geht es weiter: »'denn ich hatte sie per Remote Viewing dabei beobachtet, wie sie wiederum mich durch Remote Viewing beobachteten«, oder »' lehrte mich, dass auch die Medien von Geheimdienstlern unterwandert waren, die unsere Aktivitäten überwachten« (S. 112). Dann wurde ihm von einem Mitglied einer geheimen Gruppe vorgeschlagen, seinen maximalen Kreditrahmen monatlich auszuschöpfen, 50.000 Dollar, 100.000 Dollar' egal' Man habe ja alle Supercomputer des weltweiten Banksystems unter Kontrolle und würde die Beträge jeden Monat wieder löschen (S. 114). Wie praktisch'

Einmal traf er sich mit dem damaligen US-Präsidenten Clinton. Natürlich nur auf einer astralen Ebene. Sie diskutierten die von Greer gesammelten Informationen (S. 116). Dann fühlte er sich mal während der Nachruhe »völlig paralysiert«. Ursache war wieder einmal eine Gruppe der geheimen Schattenregierung, die mittels eines gerichteten elektromagnetischen Waffensystems seinen Astralkörper von seinem physischen trennen wollte (S. 125). Später erfolgten die Attacken täglich und er wurde dadurch krank. Per Remote Viewing konnte er die Personen sehen, die das Waffensystem bedienten, und wandte sich deshalb an Gott, »Lieber Gott, vergib ihnen«, und er fühlte sogar Mitleid mit ihnen, denn durch die Tätigkeit mit dem Waffensystem mussten sie selbst oft an »Nebenwirkungen« sterben (S. 128), usw. Geradezu grotesk wird es, als Greer beschreibt, wie er den damaligen CIA-Direktor Bill Colby treffen wollte, um den Transfer eines Millionenbetrags vorzubereiten. Colby habe angeblich Zugang zu außerirdischer Technologie besessen, und was für Greer noch viel wichtiger ist, 50 Millionen US-Dollar in Geheimfonds, die Colby dem CSETI, Greers Organisation, für seine Arbeit zur Verfügung stellen wollte. Dummerweise kam es nicht zu dem Treffen, da man kurz vorher Colby tot in einem Fluss gefunden hatte (S. 150). Angeblich soll dieser Fall von der Polizei nie untersucht worden sein. Leider können wir auch Colby nicht mehr befragen, ob er überhaupt diesen vermeintlich engen Kontakt zu Greer hatte.

Richtig unterhaltsam wird es, als Greer über ein Meeting mit Geheimagenten berichtet (S. 80 ff). Die Dialoge könnten auch gut aus einem schlechten B-Movie-Film der 50er Jahren stammen. Einfach nur absurd' Dabei wird aber deutlich, mit welcher übertriebenen Selbstüberschätzung er seine vermeintliche Bedeutung in unserer Welt zum Ausdruck bringt. Er hat daneben Hinweise gefunden und ist auch der festen Überzeugung, dass die zivilen UFO-Organisationen »vollständig mit Agenten durchsetzt sind, die aus schattenhaften Geheimdienstbereichen stammen und unter dem Einfluss bizarrster Mind-Control-Techniken stehen, darunter auch harte Drogen und einem Mix aus Elektronik und sogenannten psychotronischen Waffen« (S. 96). Sie spielen auch den »sogenannten Entführungsforschern« die Betroffenen zu, die oft Opfer von Mind-Control-Experimenten sind, durchgeführt von »menschlichen Paramilitärs« (S. 100).

Absurd geht es weiter: Skrupellose Gruppen, die für die Schattenregierung arbeiten, besitzen »voll funktionsfähige Raumschiffe, die wie UFOs aussehen. Sie haben künstliche Lebensformen erschaffen, die Außerirdischen ähneln, inszenieren 'Entführungen' und verstümmeln Rinder, um den Angstfaktor zu erhöhen« (S. 222) usw. Die letzten seiner Kapitel zeigen, dass er sich zudem von esoterischem Gedankengut weitgehend lenken lässt. Seine Autobiografie ist voll von Verschwörungswahnideen und theatralischen Berichten. Er glaubt offensichtlich von sich, einer der wenigen Menschen zu sein, die die Zusammenhänge erkannt haben und die Wahrheit über Außerirdische auf der Erde verbreiten müssen. Wer ihn daran hindert oder auf seine Informationsinitiativen nicht reagiert, ist möglicherweise ein Teil der Verschwörung. Medizinische Krankheiten und Unfälle, die Mitarbeiter, ihn selbst oder Sympathisanten treffen, sind eine Folge dieser Verschwörungen.

----------------Ich selbst kann dazu nur eines sagen:

"Die Mimikri-Hypothese besagt nichts anderes, "als daß eine sehr hochentwickelte außerirdische Intelligenz sich auf unser Niveau 'herabbegeben hat', um mit uns kommunizieren zu können. Diese Kommunikation läuft dabei auf verschiedenen Ebenen ab, die wichtigste Ebene jedoch ist jene, die das kollektive Unbewußte erreicht. Die Informationen, die wie erhalten, sind dabei wiederum in bildhafte Vorstellungen 'verpackt'. (...) Auf diese Weise wird gewährleistet, daß a) es während des Kommunikationsprozesses, der letztlich schon über die gesamte Menschheitsgeschichte hin andauert, zu keinen Schockreaktionen kommt, weil das Erscheinbungsbild der Fremden uns irgendwie 'vertraut' ist, und b) uns symbolisch verschlüsselte Informationen erreichen, die wir erst zum richtigen Zeitpunkt werden 'lesen' können. Dies ist eine sehr intelligente Art der Kommunikation mit einer 'primitiven' Spezies wie der unsrigen(...) "

(Fiebag IN: Fischinger 1999, S. 150)

Ich bin überzeugt, das hinter dem Ufo-Phänomen etwas magisch-religiöses steckt; konkret als WEDER Zeitreisende noch eine Schattenregierung dahintersteckt, Wesen die mehr auf einer spirituellen Stufe agieren. Wir aber sind einfach zu blöd sind, das zu kapieren. Dr. Greer macht genau den gleichen Fehler, in dem er irgendwelche ominösen Schattengruppierungen dafür verantwortlich zeichnet. Er erzählt viele interessante Details..., doch mit intelligenten Wesen, die unsere raum-zeit verändern können, haben die nichts zu tun.
Das ist so ähnlich wie: was interessiert sich das Universum für die Rothschild-Familie? Beispiel Numero I: Eine andere weiter fortgeschrittene Zivilisation kümmert`s kein bisschen...die wischen diese Einfallspinsel in ihrer Dimension ähnlich weg, wir wir es auf dem uns allseits bereits bekannten Smartphone, tun. Zeit und Raum spielen sodann keine merklich gültige oder gar besondere Rolle mehr in deren kontrastreichen Leben. Stelle dir vor, einer dieser unsagbar mächtigen WESEN steht hinter diesen Menschen und denkt sich permanent: Weswegen tut es dies? merkt es denn nicht, WAS für eine Potenzial diese, seine eigene Rasse hat? welches Niveau - vergleichbar einem Gott es haben kann? Sie können aber nicht trauern, das sie eben NICHT auf dem Niveau dieser Primitivlinge agieren; sie empfinden es merkwürdig das man sie, die eigene Rasse geistig versklavt
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 12, 2015 3:26 PM MEST


Evolution: Stammt der Mensch von den Tieren ab?
Evolution: Stammt der Mensch von den Tieren ab?
von Armin Risi
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,50

2 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hr. Risi hat mich enttäuscht, denn seine Theorie der Involution ist sehr esoterisch, 12. April 2015
Hr. Risi präsentiert mit der Involutions-Theorie ein teilweise äußerst "esoterisch" angehauchtes" Büchlein, das mit ca. 150 bedruckten Seiten daherkommt. Und NEIN: Ich bin keine einseitig daher- argumentierende Darwin-Jüngerin oder sonstige Verteidigerin irgendwelcher mitunter: materialistisch-dogmatischer Auffassungen (denn genau solche sind`s), sondern erkenne ich als Agnostikerin in der Natur und um uns herum eine schöpferische Aktivität, in welcher der Mensch aber nur ein integraler Bestandteil darstellt. Nicht mehr und auch nicht weniger. Ich gehöre nicht mehr zu jenen, die sich aufgrund irgendwelcher anderer Ideologien - damit meine ich zuallererst einmal die verwirrenden, destruktiven und patriarchalischen Formen des religiösen Monotheismus - zu WICHTIG nimmt..., da ich mittlerweile auch schon beginnend nach 2012 und dem Film "Avatar" erkannte, das wir da als Gesamtes beurteilt - nicht weit mit kommen werden -, da wir wohl mit allem- sozusagen in Querverbindung stehen. Letztlich jedoch sind immer noch unglaublich viele Menschen religiös beeinflusst und ich bin sogar fest davon überzeugt, das, wäre von Anfang an sagen wir: keinerlei religiöse Indoktrinierung vorausgegangen, so es - wie Studien überallorts aufzeigen - zum Rückgang der Religiosität kommen würde. Hr. Risi ist ein konkretes Veranschaulichungsbeispiel! Denn Insgesamt ist es doch für ihn UNERTRÄGLICH um der Tatsache willen Bescheid zu wissen, das wir mit Affen nicht nur verwandt sind, sondern noch dazu einen gemeinsamen Vorfahren haben; das KRÄNKT ihn äußerst, und genau darum auch ist - schon das Wort EVOLUTION - wie bei Kreationisten üblich, schrecklich...es bringt ihn sicherlich zum "Rasen". -(Dringend hierzu empfehlenswert: Spektrum der Wissenschaft unter - Titelthema Menschenevolution/Menschwerdung in neuem Licht. 2015)

Nur mal so für Risi nebenbei betont, legt unser eigener Körper Zeugnis für die Launenhaftigkeit und Inkompetenz des patriarchalischen Schöpfers ab. Als Embryonen entwickeln wir Schwänze, Kiemen und eine affenartige Behaarung am ganzen Körper. Glücklicherweise verlieren die meisten von uns diesen liebreizenden Beipack noch vor der Geburt. Aus evolutionärer und genetischer Sicht lässt sich diese skurrile morphologische Sequenz voll und ganz erklären, wenn wir die Produkte eines intelligenten Designs sind, bleiben sie mysteriös. Die Harnwege beim Mann verlaufen direkt durch die Prostata. Die Prostata neigt im Verlauf eines Lebens zum Anschwellen. Infolgedessen können die meisten Männer ab etwa dem sechzigsten Lebensjahr bezeugen, dass zumindest ein Design auf Gottes schönem blauem Planten eine Menge zu wünschen übrig lässt. An Fossilien lässt sich die Entstehung unseres Auges kaum ablesen. Aber anatomische, physiologische, genetische und Entwicklungsvergleiche verschiedener Organismen geben Aufschluss über die Anfänge und frühen Stadien dieser Evolution. das Wirbeltierauge - ein Kameraauge mit einer Linse - war im Prinzip schon vor 500 Millionen Jahren bei den frühen Wirbeltieren des Kambriums fertig entwickelt. Sein Ursprung muss folglich noch weiter zurückliegen. Es begann mit einem reinen Lichtdetektor, de eine Orientierung nach der Tages- und Jahreszeit verschaffte. Eine komplexe Netzhaut und ein optischer Apparat, die Bildersehen erlaubten, kamen erst später hinzu. Diese Entwicklungen erklären etliche Unzulänglichkeiten unseres Sehorgans.

Darüber hinaus spiegelt sich die Entwicklung eines jeden neugeborenen Kindes in komprimierter Form die Abfolge der meisten Stadien seiner Vorfahren wieder, was es uns erlaubt, im alltäglichen Leben nach Zeugen unserer Evolution Ausschau zu halten. Die menschliche Sprache wird gemeinhin als jenes einzigartige Medium dargestellt, mithilfe dessen wir geistig miteinander kommunizieren können. Die Betrachtung der Evolution der Sprache zeigt jedoch, dass Sprache nichts mit einer Übertragung von Information zu tun hat, sondern vielmehr eine Form von Verhaltensabstimmung darstellt, die einen bestimmten Grad an Intelligenz und Selbstbewusstsein voraussetzt. Daraus folgt, dass auch Kultur nicht eine von der Biologie gänzlich unabhängige Tradition von rein geistigen Anschauungen, sondern ganz im Gegenteil direkter und unmittelbarer Ausdruck unserer genetischen Ausstattung ist. Woraus wiederum folgt, dass auch der überzeugteste Glaube an Gott nur als Konsequenz in unserer vielschichtigen Biologie verstanden werden kann.

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Aber zurück zum vorliegenden Buch.

Hr. Risi präsentiert wie in zuvor schon all seinen anderen Büchern und auf überdies sämtlichen Vorträgen ausführlich seine Involutions-Theorie. Nun, dagegen habe ich im Grunde auch rein gar nichts einzuwenden, doch ist diese seine Theorie nicht so wirklich passend und zielführend, wenn man denn die Entwicklungsbiologie kennt und weiß, was alles erforscht worden ist. Es mag, wie eingangs erwähnt ein schöpferisches Prinzip in der Natur geben; sollte jedoch dazu etwas auch außerhalb, also wie`s Hr. Risi argumentiert, von oben herab - also "höherdimensional" - als ebendiese schöpferische Idee fungiert haben, so muss die Marschrichtung folgendermaßen vorgegeben worden sein: eine stetige lineare Aufwärtsentwicklung zu immer komplexeren Gebilden (!), denn nichts anderes ist nun einmal, so schwer das für Risi einzusehen ist, FAKT und selbstverständlich zweifelsfrei erwiesen. Kein ernsthafter Entwicklungsbiologe der etwas auf sich hält und meint, von dem was er da macht, verstanden zu haben, wird Hr. Risi mit seiner Theorie - bezogen auf seine Involutions-Theorie, beipflichten. Denn: bei der Evolutionstheorie haben wir - ganz einfach jetzt gedacht - eine bestimmte Anzahl an Beobachtungssätzen, die wir so zu einem Modell verknüpfen können, dass Ableitungen und Vorhersagen möglich werden, die sich wiederum überprüfen lassen. Zwar gibt es Lücken und ein paar Fragen des Übergangs sind noch zu klären, aber im Großen und Ganzen ist diese Theorie doch recht gut belegt, elegant und kommt ohne Inkonsistenzen aus. Eine Freundin von mir, die Biologie studierte und dennoch sehr alternativ denkend orientiert ist, und sich dazu viel mit der Involutions-Theorie beschäftigte meinte hierzu: "Bei der Involution verstehe ich schon nicht, wie wir zu den Beobachtungssätzen über "Höherdimensionales" gelangen. Von anderen Fragen der Überprüfbarkeit einmal gänzlich ab. Insofern leistet diese Theorie sogar weniger, als die etablierte."

Und zu dem höherdimensionalen: Es existiert ja in der Physik überhaupt keine Übereinstimmung oder gar ist es faktisch bisher jedenfalls - NICHT erwiesen, das es mehr Dimensionen als die uns bekannten gibt, selbst wenn auch mutige Vordenker, wie Fr. Prof. Lisa Randall oder Prof. Briane Greene oder Prof. Michio Kaku gibt, die anderes publizieren. Auch wenn ich zugebe, dieses Konzept als spannend zu erachten. Das hat ja sehr eindeutig - und zugegeben - etwas für sich, und wer weiß. vielleicht entdecken wir noch andere Dimensionen; gänzlich auszuschließen ist`s ja nicht, oder etwa doch? I don`t think so

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Denn grob gesprochen kann man Hr. Risi nur entgegenhalten, das, also was die Entwicklung auf diesem einen Planeten - den wir NUR bewohnen, weder besitzen noch uns untertan machen sollten - es deutliche empirische Deutlichkeiten gibt, die uns vor Augen führen, das wir selbst aus der Evolution heraus entstanden sind. Wer das Gegenteil behauptet, und hiermit meine ich die Biologie, der handelt m. E. nach intellektuell unredlich.

Letzten Endes aber ist`s seitens Risi - viel zu viel esoterisches Gebrei enthalten das nicht funktioniert. Und warum? Weil er schlicht und ergreifend wie so viele Menschen, Probleme mit der faktischen Tatsache hat, das er selbst ein AFFE ist! Das ist biologisch beweisbar. Warum bitte kapieren das so viele auch mitunter ja gebildete Menschen nicht? Ich schätze mal, das es mit der religiösen Indoktrinierung zu tun hat. Denn sie alle halten sich leider immer noch für viel zu wichtig, und wenn`s nach diesen Religioten gehen würde, ja dann dreht sich die Sonne weiterhin um die Erde. Kaum zu fassen. Ich mag Hr. Risi persönlich gerne leiden, habe sogar alle seine Bücher gelesen wie dazu viele Vorträge von ihm gesehen (z.B. Regenbogentreff), und auch kann er ja gut schreiben, wie er überdem manches in sodann philosophischer Richtung - da sei als weiteres Beispiel nur seine Analyse der Matrix-Filmreihe vorgeschlagen - erklärend erhellen, doch was er hier betreibt, entspringt lediglich seinem Weltbild bzw. der eigenen äußerst subjektiven Weltanschauung. Schade irgendwie, das er sich also nicht PRO Evolution durchringen kann. Ein großer Sprung zum endgültig akzeptieren, das Evolution FAKT ist. Warum also, und dies sei als Fragestellung erlaubt, packt er`s nicht an und kontert mit allzu fadenscheinigen Antworten? Das nimmt doch KEIN ernsthafter Wissenschaftler ernst. Für viele erscheint es daher folgerichtig nur noch sämtlich als dies: pseudowissenschaftlich. Britische Wissenschaftler haben das Erbgut des Gorillas analysiert und festgestellt, dass diese großen Affen uns genetisch näher stehen als bislang angenommen. In einigen Bereichen sind sie uns sogar ähnlicher als unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen.

Aber Hr. Risi ist ja definitiv selber schuld, und macht sich nur noch lächerlich wenn er Evolution negiert. Unglaublich auch, wie er in einem Interview Zecharia Sitchin, der ja nachweislich das meiste in all seinen Büchern erfunden hat, zwar entlarvt, gleichzeitig aber selbst total pseudomäßig argumentiert und geradezu einlädt ihn selbst als solchen hinzustellen. Versteht mich nicht falsch, ich finde ihn und manches was er schreibt ja auch, wie erwähnt, ganz gut - und NEIN, ich unterliege keinerlei dogmatischen Impuls,- das er aber Evolution dermaßen verneint, ja geradezu spöttisch sich drüber äußerst, DAS befremdet mich in der Tat. Es ist in der Tat dies: unseriös. Warum macht er`s dennoch? Ist das lediglich naiv, oder ist er gar religiös verblendet? Ganz einfach: der Mann hat Probleme damit, sich aus Tierreich kommend, zu akzeptieren. Oder aber, was auch wohl wesentlich tiefliegender sitzt: er will es vereinfacht gesprochen - nicht wahrhaben - das er sein liebgewordenes Weltbild abbrechen muss bzw. aufgeben muss. Aber es gibt gar keinen zweifel, das es die Evolution gibt und das sie in genau diesem Moment stattfindet.

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Der Biologe John Burdon Sanderson Haldane soll gesagt haben: Wenn es Gott gibt, dann hat eine "zügellose Vorliebe für Käfer". Man hätte gehofft, fast eine derart vernichtende Beobachtung das Buch des Kreationismus ein für alle Mal geschlossen hätte. Die Wahrheit ist, das es inzwischen zwar an die dreihundertfünfzigtausend bekannten Käferarten gibt, Gott aber scheinbar eine noch viel größere Vorliebe für Viren hat. Biologen schätzen, dass auf jede tierische Spezies mindestens zehn Virenstämme kommen. Viele Viren sind bösartig, einige uralte Viren könnten sogar eine wichtige Rolle bei der Entwicklung komplexer Organismen gespielt haben.
Kommentar Kommentare (26) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 1, 2015 3:24 PM MEST


Tagungsband zum One-Day-Meeting der Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI Bremen 2014
Tagungsband zum One-Day-Meeting der Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI Bremen 2014
von Peter Fiebag
  Broschiert
Preis: EUR 11,50

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein schön aufgemachtes Heftchen; für die welche vor Ort zugegen gewesen sind, empfehlenswert, 7. April 2015
Meine Ex-Freundin, die Päloanthropologin ist, und gleichfalls mit vor Ort an beiden Abenden gewesen ist, schrieb darüber: Ich bin im Oktober des letzten Jahres bei dem Meeting der A.A.S in Bremen vor Ort am Freitag und am Samstag Abend gewesen (24. u. 25.10. 0`14), konnte es also zum ersten mal LIVE mit erleben und ja, so war es verständlicherweise (müsste jeder hierzu meinen) aufregend, interessant und auch gespickt mit hemmungslosen Spekulationen. Doch so gibt es wie immer Fehler die, so blind wie man zu erst ist, später, bei einer eingehenden Analyse gefunden werden. Das berühmte "Haar in der Suppe" wird also gleich im Nachhinein entdeckt. Ich bin keineswegs als solches (latent) nachtragend - möchte ich übrigens hinzugefügt wissen - doch da ich das Nachhinein ansprach, möchte ich kurz erläutern was genau ich damit versuchen möchte zu verdeutlichen

Die Veranstaltung war informativ und zugleich definitiv spannend. Ich erhielt überdies die tolle Gelegenheit mich mit auch, das sei dazu gesagt: vielen neuen mitunter interessanten Persönlichkeiten (also Menschen wie du und ich es sind) zu unterhalten (wie den fantastischen Erich von Däniken), und lauschte den Rednern aufmerksam; doch eines fiel mir immer wieder auf: Die einzigen die weit über die Paläo-SETI-Theorie dachten, waren der Grieche (Giorgio T.) und der kluge umsichtige Peter Fiebag, Bruder des leider (1999 verstorbenen) Paläo-Seti befürworters Dr. Johannes Fiebag! Der übrigens mehr als Erich von Däniken (wenn überhaupt) Recht haben könnte. Aber was ich konkret aussagen möchte IST, das die Paläo-SETI in ihrer jetzigen Form SCHEITERT; nicht weil sie zu unglaubwürdig scheint, sondern wesentlich dies, weil die sich vorgestellten Aliens NICHTS DRAUF haben; das sind keine großen Götter, das sind Idioten! Die sind keineswegs mächtig. Und genau deshalb auch wird es in Zukunft nichts neues in dieser Richtung zu erwarten geben

Die Theorie wird in 50 Jahren belächelt werden, so die überhaupt noch in den Köpfen der Menschen rumspukt. Was hierzu gedacht werden muss sind - ÜBERWESEN; die Gottgleich sind. Aber die Menschen wollen das ja nicht, daher müssen es Wesen sein, die genauso unfähig wie sie selbst es unlängst geworden sind.

So leid es mir tut, doch aus einer anfänglich guten Idee, einem geradezu am Anfang - zumindest revolutionären These des Erich von Däniken und den Fiebag Brüdern - ist genau das eingetreten, was der gute und wirklich liebenswürdige ERICH nicht wollte: eine neue religiöse ARTUNG ist auferstanden bzw. hat sich gebildet. Das ist mehr als erkennbar, und gerade auch Hr. Fischinger wie freilich ebenso alle anderen Autoren sollten schleunigst etwas dagegen unternehmen, denn die gesamte Theorie (welche gesamt betrachtet schon in gewisser Tendenz und Hinsicht Potenzial hat), wird nur noch ins lächerliche gezogen.

Übrigens ist und verbleibe ich in sogleich vielerlei Hinsicht Agnostikerin

Kurzer Nachtrag,: ich finde ja und wenn man ehrlich ist, kommt Frau nicht umhin dies zuzugeben, das Gefühl, das jene Paläo-SETI-Theorie schon selbst eine so genannten Sekte geworden ist

Nun meine Wenigkeit:

Also meine "subjektive" Ansicht der ganzen Veranstaltung wegen, war durchweg positiv, soviel dazu!, denn auch konnte man sich ja mit vielen interessanten Menschen unterhalten, und wenn sich derart viele für ein solch brisantes Thema ereifern können, stimmt es natürlich mit- an, sich zu begeistern; also sprich seinem Element zu frönen.

Hr. Fischinger`s Vortrag in Bremen war - alles-in-allem sehr gut gewesen, überaus wie ich finde: innovativ. Das des Hr. Knoll über Südkorea war freilich zwar interessant, aber dennoch war es GESAMT bwertet, genauso wie das letzte bevor EVDäniken zu Sprechen kam, also das triviale über Indonesien, gleichsam unglaublich sei hierzu formuliert, ermüdend gewesen. Alles so UN-lebhaft...wie zugleich jenes, welches der Psychologe aus Österreich vortrug. Dies war nicht wirklich und richtig gelungen. Konkret ging es doch lediglich darum, zu erwähnen wie überhaupt vor allem mit- aufzuzeigen, wie Hr. von Däniken unserer Spezies, genau wie es vorher schon Freud, Darwin, Galilei, Newton und Co., erledigten, eine weitere "Kränkung" zugefügt hat; uns letztlich also zu unbedeutenden Idioten herunterzustempeln. Auch Hr. Langbein enttäuschte sehr, denn ablesen kann ich auch. Hr. Peter Fiebag führte zwar vieles am Anfang, in äußerst ruhiger Art aus, und beantwortete mir in eben dieser ruhigen sowie überaus - freundlichen Art alle meine sämtlichen Fragen, genau wie am Abend zuvor der ulkige Grieche von AncientAliens, doch blieben Fragen haften...., denn die Redner schafften es nicht, wirklich aus - sich heraus - etwas vorzutragen; also einfach dort zu stehen und sich engagiert darüber auszulassen, vielleicht auch gern ein bisschen rumzuspinnen, einmal sich dasjenige zu wagen, welches sich selbst von den dortigen Menschen keiner so richtig getraut hat es auszusprechen

Lächerlich fand ich übrigens die Story rund um die Greys, also unglaublich dilettantisch behandelt das Ganze. Überdies empfand ich das Gebaren des sich ja so klug- gebenden sowie adrett- daherkommenden und möchte-gern Ufo-Forschers, der etwas zu den "Greys" erzählte, unsympathisch; denn auch, weil er auf keinerlei Fragen von mir eingegangen ist. Gleiches traf Abends zuvor auf den (oben erwähnten) Griechen von AncientAliens zu, denn auch dieser wich meiner Befragung in bezug zu den alten Ägyptern bzw. Echnaton und Co., aus. Am Samstag während der Mittagspause, und während ich mich mit einem dortigen Pärchen unterhielt, schlenderte der Grieche minutenlang (mitsamt seiner exotisch anmutenden Freundin) um aufgestellte Prospekthalter herum, und schaute ein paar Mal in meine Richtung; wiewohl aufgrund dessen, da er darum wusste, das dort jemand steht, der um die nicht wenigen Fehler der Prä-Astronautik Bescheid weiß, also sich in dieser geballten Thematik (die es zu besprechen gilt) genauestens auskennt.
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 2, 2015 12:57 AM MEST


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