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Rezensionen verfasst von
Thomas Kirschner "Thomas Kirschner" (Potsdam)
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Hitler, Buddha, Krishna - eine unheilige Allianz vom Dritten Reich bis heute
Hitler, Buddha, Krishna - eine unheilige Allianz vom Dritten Reich bis heute
von Victor Trimondi
  Gebundene Ausgabe

7 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schockierend, verstörend, irritierend. Aber wichtig., 24. August 2007
Eigentlich sind wir Deutschen doch als ganze Nation aufgefordert, uns mit unserer NS-Geschichte auseinanderzusetzen, oder etwa nicht? Warum dann also nicht auch mit den tiefgründigeren Aspekten davon? Warum nicht sogar gerade mit diesen, denn wie sollen wir das Phänomen des Nationalsozialismus je verstehen, wenn wir seine tieferen Wurzeln ignorieren?

Dieses Buch ist ein seriöser, ernstzunehmender Vorstoß in die esoterischen und oftmals okkulten Hintergründe der NS-Ideologie, und die entsetzlichen Fragen, die es aufwirft, haben mein Weltbild arg gebeutelt. Es ist jetzt nicht mehr so leicht, Hitler und seine engeren Vertrauten eindimensional als politische Verbrecher zu sehen, denn die Autoren zeigen, wie diese Menschen durch weltanschauliche Ansichten getrieben wurden, die – zumindest in ihren religiösen Aspekten – auch heutzutage noch immer bedeutsame Glaubens­themen der Menschheit darstellen.

Dass der Hinduismus und vor allem auch der Buddhismus für die intellektuelle Elite der Nazis einen Haupteinflussbereich darstellten und diese Sympathie durchaus auf Gegenseitigkeit beruht, hatte ich zwar schon vorher nebenbei erwähnt gehört, doch in der hier vorgetragenen Ausführlichkeit noch nirgends beschrieben gesehen. Ich muss sagen, dass mich dies nicht wenig erschüttert, denn es stellt für mich sehr vieles in Frage – insbesondere den Buddhismus und den Dalai Lama. Bei aller Verstörung, die ich durch dieses Buch erlebt habe, bin ich den Autoren dankbar, dass sie mir diese gedankliche Bahn geöffnet haben. Ich werde allerdings noch einige Zeit brauchen, um das Gelesene wirklich bewerten zu können. Momentan dreht mein Geist frei.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 3, 2011 9:18 AM CET


Zukunft ohne Krieg: Theorie für eine globale Heilung
Zukunft ohne Krieg: Theorie für eine globale Heilung
von Dieter Duhm
  Gebundene Ausgabe

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deutschlands unterschätzter Philosoph, 24. August 2007
Es gibt Menschen, die hätten dieser Welt viel zu sagen und viel zu geben. Nur interessiert das kaum einen. Dieter Duhm ist ein Denker, dessen Bücher ich seit über 20 Jahren schätze, und nun hat er ein neues geschrieben. Ich bin ein weiteres mal sehr beeindruckt. Dabei kommt das Buch völlig unprätentiös daher; der bleibende Eindruck entsteht hier durch die betonte Schlichtheit seiner Aussagen. Unterhaltungseffekte werden in diesem Buch weder angestrebt noch erreicht. Aber viele der Aussagen, die Dieter Duhm macht, sind halt einfach wahr. Wir sind eben wirklich am Rande des Untergangs angekommen, und wenn wir jetzt nicht bald einen anderen Weg einschlagen, wie soll es dann bitte weitergehen? Noch mehr Mord und Totschlag? Noch mehr Waffen? Noch mehr Leiden?
Dieter Duhm zeigt einen Weg auf, der die Menschheit aus dem Zeitalter der drohenden Apokalypse in eine bessere, menschlichere Zukunft führen könnte. In dieser Zukunft, wenn wir sie erreichen, wird die Menschheit eine Ethik entwickelt haben, in der klar ist, dass Tiere dasselbe Recht auf diesen Planeten haben wie wir; in dieser Zukunft bedarf es keiner Diskussion, um klarzumachen, dass der Mensch sich harmonisch in das gesamte Spektrum der Schöpfung eingliedern muss, wenn er überleben will. In dieser Zukunft wird der Kern der menschlichen Tragik, unser gestörtes Verhältnis zur Liebe in jeglicher Form, endlich geheilt worden sein.
Ich gehe mit Dieter Duhm in diesen Eckpfeilern seiner Philosophie vollkommen d‘accord. Gerne würde ich allerdings mit ihm diskutieren, ob er nicht ein Hauptproblem übersieht: Dass die Menschheit seit jeher Opfer dunkler Mächte ist, die sie immer gezielt auf Abwege führen. Dieter Duhm würde wahrscheinlich sagen: Dieses Böse machen wir selbst. Ich wäre da nicht so sicher, dafür meine ich, zuviele Spuren einer verborgenen Hand zu sehen, und in diesem Punkt kommt mir der Autor eher naiv vor. Er würde wahrscheinlich sagen: Wir müssen endlich unsere emotionalen Konflikte heilen, die wir von unseren Vorfahren übernommen haben. Ich würde sagen: Wir müssen endlich die Parasiten abschütteln, die wir uns eingefangen haben. Die Mittel, unser Ziele zu erreichen, könnten in etwa dieselben sein: Ethisches Handeln, Spiritualität, Autonomie von aufoktroierten Abhängigkeiten.
Doch möglicherweise sind solche theoretischen Auseinandersetzungen gar nicht der Punkt. Dieter Duhm redet nämlich nicht nur von einer besseren Welt. Er macht sie auch. Seit über einem Jahrzehnt arbeiten er und seine Mitstreiter daran, einen konkreten Gegenentwurf zu unserer bestehenden Gesellschaft auf die Beine zu stellen. Das Projekt heißt Tamera und befindet sich in Portugal. Hier soll eine Keimzelle entstehen, ein Modell, dessen Funken auf andere Gemeinschaften überspringen kann, ein Beispiel für eine gewaltfreie, autonome und dezentrale Form der sozialen Gemeinschaft. Ich beobachte das Projekt seit geraumer Zeit, quasi aus der Distanz. Lange schienen sie nur vor sich hin zu krautern, mit freier Liebe und endlosen Stadien der Selbstbespiegelung zu experimentieren und dabei nicht in die Pötte zu kommen. Daher gelten die Tameras sicher bei vielen Bürgerlichen eher als Freaks denn als Macher. Aber da könnte man sich täuschen: Diese Phase war wichtig, meint Dieter Duhm, um die Grundlagen klar zu machen. Mittlerweile existieren konkrete Vorhaben, zum Beispiel für den Bau eines „Solar Village“ oder für vollkommene Selbstversorgung in Bezug auf Energie und Wasserwirtschaft. Beziehungen mit Universitäten und Friedensinitiativen in aller Welt sind geknüpft und funktionieren. Sponsoren treten auf den Plan. Lernwillige kommen von weit her angereist. Und vor allem: Sie haben sich gehalten, die 150 Leute auf Tamera, und das über weit mehr als ein Jahrzehnt. Da müssen sie auch schon einiges richtig gemacht haben, bei allen Jugendsünden. Mag sein, dass sie die Probleme der Welt zu stark vereinfachen, indem sie Geheimgesellschaften, UFOs und Polit-Mafia aus ihrer Betrachtung herauslassen und alles auf die Liebe reduzieren. Aber vielleicht haben sie dabei das Kernstück der Lösung gefunden?
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 7, 2010 2:56 PM CET


Pentamagica
Pentamagica
DVD ~ Claire Plaut
Preis: EUR 8,49

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr eigenwillig, aber definitiv mal was ganz anderes, 24. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Pentamagica (DVD)
Über Roland Rebers Werk objektiv zu berichten, fällt mir schwer: Daran ist zuallererst einmal sein Schwein schuld, das er als Haustier hält und in seinen Filmen vorkommen lässt, und seit er mir persönlich davon erzählt hat, grunzt bei mir zu Hause auch eins herum. So gesehen bin ich also nicht ganz unbefangen, was eine Rezension angeht.
Dann sind da seine Filme: Das sind mit einfachen Mitteln und großem Engagement durchgeführte Produktionen, die den Zuschauer an schwerverdauliche Themen heranführen, wie etwa Okkultismus oder die Lust bzw. Last in der SM-Szene. Das Problem, das ich mit diesen Filmen habe, ist die ganz spezielle Art und Weise, in der das WTP-Team diese Themen dann aufarbeitet: Das ist sehr deutsch, angefangen beim Sound, der sehr oft nach Tonkabine klingt und bei dem die großen Geigen und Synthesizer-Flächen fehlen, die wir so gewohnt sind, und dieser Eindruck setzt sich fort bei den Dialogen, die man so eher in einer Bühnenproduktion erwarten würde. Oft wirkt mir das Ganze ein wenig dürr oder spröde, es fehlt einfach die Hollywood-Realitätsfabrik im Hintergrund, die wir alle instinktiv erwarten. Man könnte natürlich auch den Standpunkt einnehmen, dass es nicht immer Hollywood sein muss, oder dass ein guter Film auch unbequem sein darf. Ich bin da mit mir selbst im Unreinen, vielleicht ist mein Blick durch zu viel Konsum von Massenproduktionen verstellt; jedenfalls haben Roland Rebers Filme für mich etwas, das sie nicht einfach macht, weder zum Ansehen noch zum Besprechen.
Der Film, über den ich eigentlich schreiben will, ist ein humoristisch angehauchtes Stück über die spirituelle Sinnsuche fünf junger Frauen. Heraus kommt eine Art Volkshochschulkurs der Esoterik, der für meinen Geschmack stellenweise haarscharf an der Grenze zur Klamotte oder öfter auch mal schon darüber liegt. Das liegt vielleicht an dieser speziell bayrischen Art, Kultur aufzuarbeiten, die ich nur allzu gut kenne, denn ich bin ja selbst einer von da unten. Man schätzt dort eine Art von leicht überdrehtem Neo-Dirndl-Humor, der immer mal schräge Elemente enthält, die einen als Zuschauer aber gleichzeitig auch distanzieren. Die Schauspieler scheinen immer ein wenig inkongruent in ihrem Ausdruck zu sein, so als würden sie sich selbst nicht ganz ernst nehmen, und als Zuschauer stellt man sich hin und wieder die bange Frage, ob das Leben vielleicht tatsächlich eine Abfolge solcher Platitüden ist, wie sie Roland Reber hier inszeniert. Genau das ist nämlich sein Hauptstilmittel, dieses draufgängerische Rangehen an die großen Themen und dann kurz vor dem Abgrund das Abdrehen ins Flachland. In ihren Höhepunkten erinnern mich diese Filme deshalb auch irgendwie an R.'W. Fassbinder, aber dann kommt immer wieder diese notorische Wende, die mich in die Verzweiflung treibt, und ich frage mich, warum das denn so sein muss.
Man könnte vielleicht auch versucht sein zu glauben, dass da einer am Werk sei, der es nicht besser kann. Aber wenn man sich die beeindruckende Biographie Roland Rebers ansieht (der Mann hat zig Filmpreise und Auszeichnungen gewonnen), dann wird schnell klar: Der will das so, ganz genau so. Und dann kommen ja auch wieder Szenen mit einer überirdisch-transzendenten Kultigkeit, bei denen ich ihm alles vergebe, was er mir vorher angetan hat. Etwa die Szene, in der Mira, die Hauptdarstellerin, ihr Schwein als Krafttier erkennt und im Arm über eine Wiese trägt. Das hat dann urplötzlich eine epische Tiefe und ist gleichzeitig so surreal, dass ich gar nicht mehr weiß, was ich jetzt denken soll. Ja, so ungefähr ergeht es mir mit allen Roland-Reber-Produktionen. Ich würde sagen, es ist ähnlich wie mit dem Schwein: Gewiss nicht jedermanns Sache, aber wenn es einen erstmal gepackt hat, dann gibt es kein Zurück mehr.


Laissez-Faire Lounge 2
Laissez-Faire Lounge 2
Preis: EUR 8,50

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach nur gut, 24. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Laissez-Faire Lounge 2 (Audio CD)
Eigentlich hatte ich mir ja etwas anderes als Rezensionsexemplar bestellt. Aber dann hat mir da der Mann vom Vertrieb noch diese Remix-Compilation beigelegt, deren Titel mir zuerst nichts sagte. Na ja, dachte ich, solang's den Stromverbrauch fördert ' Also rein damit in den Player. Und welch Entzücken! Da kommt ja warmer Wohlfühl-Sound vom Allerfeinsten aus den Lautsprechern getropft! Groovige, spanisch anmutende Gitarrenriffs, morgenländisch angehauchte Balladen und allerlei anderes eher leicht Zugängliches, immer schön im Bereich fortgeschrittener Relaxation. Das ist aber nie betulich oder flach, sondern bleibt immer äußerst stilvoll. Und dann sind noch ein paar Ohrwürmer dabei, die sich als regelrechte Gewöhnungsdroge bei mir entwickelt haben. Schwer, das wieder rauszukriegen, wenn man erstmal drei Tage lang nur von einer dieser beiden CDs zur anderen gewechselt hat.


Supernatural
Supernatural

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Coole Loungemusic, 24. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Supernatural (Audio CD)
Ich bin schon lange eingefleischter Fan der elektronischen Musik, und insbesondere bekennender Fan der Saafi Brothers. Da sie sich mit ihrer neuen Produktion fast vier Jahre Zeit gelassen haben, war ich entsprechend gespannt auf das neue Werk. Und siehe da: Gabriel Le Mar, Michael Kohlbecker und Alex Azarys haben es erneut geschafft, eine Scheibe abzuliefern, die überhaupt nicht mehr aus meinem CD-Player herauswill. Das hat eine derart coole, atmosphärische Ästhetik, dass ich am liebsten nicht nur meine Dröhnzeit, sondern auch meinen Alltag auf diesem Soundteppich verbringen würde. Am liebsten in einer großzügig eingerichteten Lounge mit abgedimmtem Licht, wuchtigen Ledermöbeln und schweren Aschenbechern, einen Longdrink und ein Hochglanz-Magazin auf dem Beistelltisch. Hat nicht irgendjemand einen Job in dieser Richtung für mich?


21. Dezember 2012 - Das Ende unserer Welt: Ein neuer Blick auf die Prophezeiungen der Maya
21. Dezember 2012 - Das Ende unserer Welt: Ein neuer Blick auf die Prophezeiungen der Maya
von Adrian Gilbert
  Gebundene Ausgabe

94 von 98 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wichtiges Thema, mittelprächtiger Autor, 24. August 2007
2012 ist ein Thema, das bisher zu selten angesprochen wurde, und natürlich gibt es in der betulichen, pseudo-rationalen Gegenwartskultur Deutschlands kaum einen Platz, in dem diesem Mega-Thema der Platz eingeräumt würde, den es heute verdient – schlappe fünfeinhalb Jahre vor Ablauf des Maya-Kalenders, der immerhin die Zeit über mehr als 5.000 Jahre hinweg misst. Warum hört er gerade am 21. Dezember 2012 auf? Und selbst wenn es so wäre: Warum war das den Mayas auch nur einen einzigen Gedanken wert?
Dementsprechend war ich zuerst sehr erfreut, als ich sah, dass sich der Kopp-Verlag der Sache angenommen hat und ein aktuelles Buch zum Thema 2012 übersetzt hat. Gleich vorweg schicken muss ich auch noch, dass ich selbst nun auch nicht gerade der große Experte für 2012 bin; das ist auch gar nicht so leicht, denn das Thema ist extrem komplex, und diejenigen, die da wirklich durchsteigen, widmen dieser Forschung ihr ganzes Leben. Aber immerhin hatte ich schon vorher genug darüber gelesen, um wenigstens zu wissen, dass es da eine Adresse im Internet gibt, die man kennen sollte, wenn man sich über 2012 wirklich kompetent informieren will: Geoff Strays „2012 Dire Gnosis“. Wer immer etwas zu 2012 zu sagen hat, dessen Publikation wird hier besprochen, und es ist nicht einfach, Geoff und seinen Kollegen hier noch etwas vorzumachen.
Nachdem ich mich also – eher mäßig fasziniert – durch das Buch von Adrian Gilbert geschleppt hatte, kam mir gegen Ende so ein Verdacht … schwer zu sagen, wo genau er herrührte, vielleicht war ich einfach auf der Suche nach einer konkreten Begründung, warum ich diesem Buch und seinem Autor nicht wirklich vertraue, obwohl er es doch recht vollgepackt hat, mit allerlei wissenswerten historischen Details und auch mit neueren archäologischen Befunden zur Kultur der Mayas. So ging ich also zu „Dire Gnosis“ im Internet und sah mich dort mal um, was Geoff Stray und Kollegen zu diesem Buch zu sagen haben. Ich wurde schnell fündig. Geoff, der selbst ein bahnbrechendes Buch zu 2012 geschrieben hat, weist dem Autor eine ellenlange Liste von Fehlern nach: Falschinterpretationen astronomischer Konstellationen, ungenaue Angaben zum Endpunkt des 13-Baktun-Zyklus, Fehler in der Begründung, warum die Mayas ihre Städte aufgaben, Fehler in der Angabe bereits publizierter und akzeptierter magnetischer Feldstärken an den Polkappen, die sich dann in seinen Graphiken zu einer irrtümlichen Zeitverschiebung von 1.000 Jahren auswachsen, und so weiter und so weiter. Und dann gibt es da auch noch John Major Jenkins, einen 2012-Forscher, an dem wirklich niemand vorbeikommt, der sich ernstlich mit der Thematik befassen will. Und auch der lässt nicht viel Gutes an diesem Buch und kritisiert, dass Gilbert nicht einmal die Fehler zur Kenntnis genommen habe, die man ihm schon bei seiner ersten Publikation vor 11 Jahren aufgezeigt hat.
Ich denke, Sie verstehen, warum ich nicht wirklich begeistert bin von diesem Buch. Gut, als Einstieg ins Thema ist es sicher ganz in Ordnung, und wie schon gesagt, gibt es in deutscher Sprache ja auch sonst nicht viel Brauchbares darüber. Aber es ist ein wenig langweilig geschrieben, und auf die Genauigkeit der Fakten würde ich nach meinem Besuch bei Dire Gnosis nun auch nichts mehr geben.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 14, 2012 3:16 PM CET


Supernatural: Meetings with the Ancient Teachers of Mankind
Supernatural: Meetings with the Ancient Teachers of Mankind
von Graham Hancock
  Taschenbuch
Preis: EUR 13,86

25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch wie eine Droge, 26. Februar 2007
Graham Hancock ist durch seine bereits ins Deutsche übersetzten Bücher auch hierzulande ein bekannter Autor im Bereich alternativer Geschichtsforschung. Sein neuestes Buch „Supernatural“ ist gerade auf Englisch erschienen. Der Einstieg war nicht gerade leicht, schon allein wegen des furchterregenden Umfangs seines neuen Werks. Außerdem wurde mir erst viel später klar, was die Schilderung seiner Drogenerfahrung mit einer Pflanze, die „dem Menschen erlaubt, die Toten zu sehen“, mit meinem viel größeren Interesse zu tun haben könnte, herauszufinden, was zum Teufel auf dieser Welt eigentlich los ist. So begann ich also eher milde interessiert von schamanischen Portalen und Heilungen durch Geistwesen zu lesen, die der Autor dem Leser gleich auf den ersten Seiten präsentiert. Danach kommt der erste Themenblock: Es geht um archäologische Funde von Höhlenmalereien in aller Welt, und ich erfahre, dass lange, lange Zeit das größte Rätsel der Archäologie darin bestand, die seltsamen Zeichnungen zu interpretieren, die rund um den Globus die frühesten Hinweise auf die aufkommende Kultur der Menschen darstellen. Dass die dort gefundenen Bilder menschlicher Gestalten und auch von Tieren oftmals nicht wirklich akkurate Abbildungen der uns bekannten Formen darstellen, war lange Zeit schwer erklärbar. Konnten die Höhlenmenschen noch nicht so gut malen? Nein, nein. Graham Hancock belegt durch eine beeindruckende Fülle graphischer Beispiele: An künstlerischer Begabung fehlte es keineswegs. Und wenn man die Ähnlichkeit der Funde weltweit bedenkt, dann kann man eigentlich nur von Vorsatz sprechen. Irgendetwas veranlasste die Alten, menschliche Körper immer mit Tierköpfen zu malen, oder mit merkwürdigen Linien, die in ihre Körper eindringen wie Lanzen. Und die Tiere, wenn es denn welche sein sollten! Oft sitzen oder stehen sie in menschlicher Haltung herum, haben lustige Muster aus Punkten auf ihren Körpern und sind meist mit ganz unbiologisch wirkenden Köpfen ausgestattet, oder auch mit zweien. Und die abgebildeten Menschen: Wenn sie überhaupt mal eine realistische Körperform aufweisen, dann nehmen sie die verrücktesten Haltungen ein: viel zu weit nach vorne gebeugt, und mit den Armen grotesk nach hinten verrenkt. Überall auf der Welt finden sich derartige Darstellungen. Was soll das?

Erst in jüngster Zeit, so Hancock, wurde klar, dass die Menschen der Vorzeit genau das auf die Höhlenwände malten, was sie in ihrer eigenen, täglichen Erfahrung am meisten beeindruckte: Und das waren die Erlebnisse bei ihren regelmäßigen Reisen in Geistwelten, bei denen entweder sie selbst sich in diese Figuren verwandelten, oder mit Wesen in derartiger Gestalt interagierten. Und das wirft die Frage auf, ob diese Erlebnisse denn wirklich so vollkommen irreal waren, wie die Forscher lange Zeit annahmen. Warum sollten die Menschen zehntausende von Jahren gerade diese Erfahrungen dokumentiert haben, wenn die Grundlagen dafür rein auf Einbildung basieren? Könnte es stattdessen sein, dass diese Welten weit mehr sind als nur die Einbildung von Gehirnen im Drogenrausch?

Das wird im weiteren Verlauf des Buchs immer klarer und überzeugender. Auf einmal wechselt der Autor den Betrachtungshintergrund und wendet sich dem Thema UFOs und insbesondere den vielen von Prof. John Mack dokumentierten Fällen angeblicher „Entführungen“ durch Außerirdische zu. Man möchte die bizarren Schilderungen der Opfer zuerst als Einbildung abtun, denn wozu, bitte, sollen Außerirdische ihren Entführungsopfern den Schädel öffnen, um eine Schlange darin unterzubringen? Oder die Eingeweide herausnehmen, um Steine darin zu deponieren? Oder andere seltsame Operationen vornehmen, wie zigfach geschildert?

Dann erfahren wir im nächsten Kapitel, dass Ayahuasca-Schamanen ungefähr dasselbe berichten. Ihre Erlebnisse in Geistwelten gleichen auf frappierende Weise den Entführungsberichten, die John Mack gesammelt hatte. Nach weiteren 150 Seiten ist mir klar: Das muss alles dieselben Welten, dieselben Wesen betreffen – egal, ob die Berichte von Höhlenmenschen stammen, von UFO-Entführten, von Schamanen aus dem Urwald oder von Versuchspersonen, die in einer aufsehenerregenden, wissenschaftlichen Versuchsreihe mit der Droge DMT gewonnen wurden. Hierzu berichtet das Buch in einem weiteren Kapitel. Es geht um die Interviews, die im nachfolgend besprochenen Buch von Rick Strassman veröffentlicht wurden.

Als Leser wird mir immer klarer: Sobald sich Menschen in einen, wie auch immer erzeugten, alternativen Bewusstseinszustand bringen, in dem sie „andere Welten“ erleben können, dann treffen sie, vorhersehbar, auf Wesen anderer Realitätsebenen, die mit ihnen die merkwürdigsten Dinge anstellen. Oftmals sind die wahrlich zum Fürchten, andere Male auch lustvoll, oder zum Lachen. Eins sind sie jedoch in den allermeisten Fällen: auf eine existentiell ganz unmittelbare Art heilend und belehrend. Und nicht zu vergessen: Übernatürlich. Hancock zieht eine weitere Parallele, indem er die reichhaltige Folklore, vor allem Englands und Irlands sichtet, und verschiedene Erzählungen aufleben lässt, in denen beispielsweise Menschen zu Zeugen von Elfentänzen wurden. In anderen Märchen werden Fälle überliefert, in denen Feen den Menschen statt des eigenen Kinds einen außerirdisch wirkenden Wechselbalg in die Wiege legten, den sie dann aufziehen mussten. Auch solche Mythen haben überraschende Parallelen mit den vorangegangenen Fallberichten von John Mack über UFO-Entführungen. Denn wieder berichten Menschen von seltsamen, außerirdischen Babys mit papierähnlicher Haut, es kommt öfters auch zu sexuellen Übergriffen oder gar zur Elternschaft über Realitätsgrenzen hinweg: etwa indem eine Frau gezwungen wurde, ein außerirdisches Baby zu versorgen, oder indem jemand regelmäßig von Aliens zur Erfüllung der ehelichen Pflichten in eine andere Welt abgeholt wurde. Bitte bedenken Sie: Das sind, wie Graham Hancock zeigt, keine Einzelfälle. Es geschieht auf diesem Planeten in Serie, quer durch die Jahrhunderte.

Je weiter ich lese, desto mehr knickt mein armes „Realitäts“-Bewusstsein ein. Ach so ist das? Diese Welten sind vielleicht genauso real wie unsere? Und die „Kultur“ dieser Wesen, wenn man denn davon sprechen kann, ist vielleicht viel älter als die unsere? Und am Ende haben sie uns gar erschaffen oder verfolgen zumindest interessiert unsere Entwicklung? Das sind ja Aussichten.

Bevor ich diese Rezension beende, muss ich Ihnen noch erzählen, was mich am meisten umgehauen hat in diesem ganzen Buch:

Sie haben doch sicherlich schon davon gehört, dass für mindestens 90 Prozent unserer DNS wissenschaftlich gar keine Funktion bestimmt werden kann, sondern dass lediglich den restlichen 3-10 Prozent unserer DNS irgendwelche eiweiß-kodierenden Aufgaben zugeordnet werden. Arroganterweise hat die Wissenschaft den anderen, überwiegenden Teil unseres Erbmaterials lange Zeit als „Müll“-DNS abgetan. Von wegen! Jetzt kommt nämlich der Clou. Es gibt in den Sprachwissenschaften ein merkwürdiges Gesetz. Es stammt vom Linguisten George Zipf, und es besagt, in kurzen Worten ausgedrückt, Folgendes: Nehmen Sie einen beliebigen Text in einer beliebigen Sprache in beliebiger Länge. Das kann ein Stammeslied in Kisuaheli sein, ein Gedicht in Urdu oder ein Fachartikel auf Deutsch, ganz wurscht. Bestimmen Sie in diesem Text eine Rangliste der vorkommenden Wörter, sodass Sie danach wissen, welches Wort am häufigsten vorkommt, welches am zweithäufigsten, und so weiter. Angenommen, Sie wählen die Textlänge so, dass Ihr häufigstes Wort genau 1.000 Mal vorkommt: Dann wissen Sie durch das Gesetz von Zipf, dass das zweithäufigste Wort genau 100 Mal vorkommen wird, das dritthäufigste 10 Mal, und so weiter. Es handelt sich hier anscheinend um einen präzisen Test, mit dem man eindeutig bestimmen kann, ob eine bestimmte Folge von Symbolen oder Zeichen die Eigenschaft von Sprache aufweist. Erstaunlich, aber wahr. Wenn es sich um Sprache handelt, dann muss das Zipf-Gesetz gelten.

So, und nun zurück zur DNS. Raten Sie mal, was für den sogenannten „Müll“ in unserer DNS gilt? Genau. Man weiß zwar nicht, um welche Informationen es sich handelt, aber das Zipf-Gesetz lässt sich darauf anwenden. Es handelt sich also um Sprache, die da in unsere DNS eingebettet ist. Das müssen eigentlich ganze Bibliotheken sein – in einer Sprache, die wir nicht verstehen. Oder die nur der lesen darf, der dafür würdig ist. Vielleicht erklärt dies die Aussagen einiger Entführungsopfer oder von Versuchspersonen auf DMT, die erlebten, dass Wesen aus anderen Dimensionen ihnen gewisse Bücher zu lesen gaben, deren Inhalt plötzlich in sie einströmte und wundersamen Sinn machte. Sind das vielleicht genau diese Bücher, die wir schon immer in uns tragen, und die irgendjemand dort abgelegt hat, in der Hoffnung, dass wir uns, in unserer Gesamtheit, endlich in den Zustand entwickeln, sie lesen zu können? Übrigens: Graham Hancock argumentiert, dass sich überall auf der Welt die menschliche Kultur genau dann entscheidend zu entwickeln begann, als die Menschen lernten, paranormale Bewusstseinszustände nicht nur für die Schamanen und Eingeweihten, sondern in größerem Stil auch für den Rest der Gemeinde zur Verfügung zu stellen. ;-))
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 27, 2012 11:19 PM MEST


The Singularity Is Near: When Humans Transcend Biology
The Singularity Is Near: When Humans Transcend Biology
von Ray Kurzweil
  Gebundene Ausgabe

51 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Moralfreier Techno-Fetischismus, 26. Februar 2007
Ray Kurzweil gilt als einer der führenden Zukunftswissenschaftler; seine Bücher über den kommenden Fortschritt unserer technologischen Entwicklung bieten eine atemberaubende Perspektive auf eine Welt, in der die Leistungsfähigkeit von Computern sich weiterhin alle eineinhalb Jahre verdoppelt – ganz, wie Moore’s Gesetz es seit nunmehr 40 Jahren vorausgesagt hat. Kritiker des technologischen Fortschrittsglaubens zweifeln zwar daran, dass dies noch lange so weitergehen kann, doch Ray Kurzweil gehört nicht in deren Lager; er sieht einerseits keine ernsthaften technischen Probleme für die ungebremste Fortschreibung dieses Trends und andererseits begrüßt er ihn auch. Sein „Gesetz der sich beschleunigenden Gewinne“ verspricht ungeheuren Reichtum für diejenigen, die im Besitz von Produktionsmitteln sind. Seine Berechnungen über die exponentiell zunehmende Rechenleistung von Computern sagen voraus, dass in 30 Jahren ein Computer zu haben sein wird, der für den Preis von nur 1.000 Dollar in Größe und Leistung dem menschlichen Gehirn entspricht. Die Zeitskala für umwälzende Entwicklungen wird sich immer weiter verkürzen – bis hin zur Singularität, jenem Punkt, an dem alles sofort passiert.

Muss man sich da Sorgen machen, dass die Maschinen irgendwann entlang dieser beinahe senkrecht verlaufenden Entwicklungskurve diesen Planeten übernehmen? Nein, nein, Sorgen sollte einem das nicht bereiten. Denn erstens wird es ohnehin so kommen, meint Ray Kurzweil, und zweitens werden diese Maschinen ihre Schöpfer heiligen, bzw. mit ihnen verschmelzen. Das ewige Leben wartet. Wer sich heute so fit erhält, dass er die nächsten 10, 20 Jahre noch überlebt, den werden die Maschinen der nahen Zukunft wieder verjüngen und ihm ab da den Tod für alle Ewigkeit vom Leib halten.

Größere Gefahren scheinen mit diesen Entwicklungen nicht verbunden zu sein, von turbulenten Übergangsphasen mal abgesehen. Aber alles in allem, meint Ray Kurzweil, sei der Trend zu mehr Humanität doch schon jetzt zu erkennen: Als Beispiel führt er an, wie sehr die Zahl der militärischen Todesopfer bei Auslandseinsätzen der USA schon jetzt durch den Einsatz „smarter“ Waffen gesunken sei. Vielleicht sollte er mal eine Lesereise durch den Irak starten … aber solch defätistische Äußerungen würden mich in Augen Ray Kurzweils bestimmt zu einem „Ludditen“ machen, einem bemitleidenswerten Ewiggestrigen, der vergeblich versucht, den Zug der Zeit aufzuhalten, so wie damals die Mannen um Thomas Ludd, die in England die Webstühle stürmten. Ich habe übrigens nachgeschlagen: Sie taten es wohl kaum, weil sie prinzipiell gegen den Fortschritt waren. Sie hatten nur erkannt, dass die wenigen, denen die Maschinen gehörten, sich keinen Deut um jene kümmern würden, die den Rest der Bevölkerung bildeten. Dass dies in der Zukunft anders sein wird, hat mir Ray Kurzweil auch in seinem neuen Buch nicht wirklich glaubhaft machen können.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 2, 2014 5:58 PM CET


Das Kaali-Patent!: Sieg über Krebs und Aids?
Das Kaali-Patent!: Sieg über Krebs und Aids?
von Sigmund Arnim
  Taschenbuch

54 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich deutsche Infos über Dr. Beck!, 26. Februar 2007
Ein Mensch wird krank, und sein Körper schafft es alleine nicht, mit der Krankheit fertig zu werden. Deshalb begibt er sich in die Hände von Ärzten, die den Patient nach allen Regeln ihrer Kunst diagnostizieren, an immer neue Apparate anschließen, ihn mit einer kaum zu glaubenden Zahl von Medikamenten voll stopfen ihn dann an Kollegen verweisen, bis er schließlich – „austherapiert“, aber um nichts gesünder – als chronischer Fall gilt. So weit, so deprimierend. Geschichten wie diese gibt es überall, und wir hören sie eigentlich gar nicht so gern, denn sie erinnern uns daran, dass es uns selbst eines Tages genauso gehen könnte.

Doch in dieser speziellen Geschichte passiert nun das Ungewöhnliche: Der Mann hat einen Nachbarn, der mit obskuren Heilungs-Geräten experimentiert, und der gibt ihm eines Tages ein kleines Kästchen zur Blutreinigung nach Dr. Beck. (Genau dieses Gerät hatte ich in der letzten NEXUS-Ausgabe vorgestellt.) Nun wendet sich das Schicksal: Der Mann wird von Stund’ an gesünder, beginnt nach und nach auch die anderen Komponenten des Beck-Protokolls für sich zu erschließen, und einige Zeit später schreibt er mit seinem Nachbarn sogar ein Buch über diesen Dr. Beck und alles, was man sonst noch findet, wenn man sich in den höchst erstaunlichen Bereich der Elektro-Medizin begibt.

Was als Erfahrungsbericht aus erster Hand beginnt, mausert sich im Verlauf des Buchs zu einem regelrechten Kompendium der Elektro-Medizin, in dem kaum ein Detail zu kurz kommt. Dies und die Tatsache, dass es auf weiter Flur kein anderes Buch gibt, das ihm bei dieser Thematik das Wasser reichen könnte, macht „Das Kaali-Patent!“ zu einem Werk, das ich jedem nur wärmstens empfehlen kann. Erstens, weil die im Buch beschriebenen Technologien für jeden verfügbar sind und im Zeitalter der globalen Epidemien vielleicht noch einmal unsere letzte Hoffnung darstellen könnten. Zweitens, weil man bei der Sichtung des Themas nur allzu schnell wieder auf den bekannten roten Faden von behördlicher Gängelung hart am Rande des staatsbürgerlich Vorstellbaren stößt.Mittlerweile scheint mir dies ein Anzeichen dafür zu sein, dass wir es mal wieder mit mit einer Reihe von Erfindungen zu tun haben, die so gut sind, dass gewisse Mächte sie lieber schleunigst in der Versenkung verschwinden lassen würden. Dr. Beck, der vielfach andeutete, man „sei hinter ihm her“, starb dann auch tatsächlich unter dubiosen Umständen, und daher gebührt es ihm nicht nur wegen seiner Erfindungen, sondern auch wegen dieses eigentümlichen Schicksals, dass wir seinen Namen in einer Reihe mit anderen Erfindern Aufsehen erregender Heilungstechnologien erwähnen: Royal Rife, Wilhelm Reich, Ruth Drown, Nikola Tesla, Hulda Clark und so weiter.

Was haben alle diese Forscher gemeinsam? Dass sie von der staatlich kontrollierten, „wissenschaftlichen“ Medizin zuerst ins gesellschaftliche Abseits und dann in den Untergang getrieben und daraufhin vom Rest der Welt vergessen wurden, obwohl sie in ihren Hochzeiten unglaubliche Heilerfolge vorweisen konnten. Mir gibt dies sehr zu denken. Doch es ist müßig, hier „Verschwörung“ zu rufen, solange wir selbst unser Schicksal nicht selbst in die Hand nehmen, diese Methoden wieder ausgraben, an uns selbst ausprobieren und anderen davon erzählen.

„Take back your power,“ sagte Dr. Beck, und ich hoffe, dass genug von uns das hören und umsetzen. Für mich ist dieses Buch ein konkreter Schritt dahin.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 30, 2013 1:20 PM CET


Mythos Informationsgesellschaft. Was wir aus den Medien nicht erfahren
Mythos Informationsgesellschaft. Was wir aus den Medien nicht erfahren
von Viktor Farkas
  Gebundene Ausgabe

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nachdenkenswert, 26. Februar 2007
Von Viktor Farkas hatte ich bisher trotz seiner vielen Veröffentlichungen noch nichts gelesen. Schade eigentlich, kann ich jetzt sagen, denn sein neues Buch enthält durchaus Fakten, die mich zum Nachdenken bringen, um nicht zu sagen, aufrütteln. Und das wollte er ja auch erreichen, wie er schon im Vorwort schreibt.

Gerade die Kapitel über das Voranschreiten der Neuen Weltordnung in Europa und Deutschland finde ich wirklich sehr, sehr wichtig. Vor lauter Global-Katastrophen könnte man nämlich leicht übersehen, dass auch hierzulande das Geschehen mit eiserner Hand vorangetrieben wird. Was ich in Viktor Farkas’ Buch über die neue EU-Gesetzgebung oder beispielsweise über die neue Realität des Arbeits- bzw. Arbeitslosenmarkts gelesen habe, müsste eigentlich schon ausreichen, um jeden auf die Barrikaden zu treiben.

Doch irgendwie verpufft der Eindruck bei mir dann auch wieder schnell und weicht einem allgemein-laschen Gefühl von „Es ist aber auch gar nichts mehr in Ordnung“. Das mag an meiner individuellen oder auch einer typisch menschlichen Eigenschaft liegen; vielleicht liegt es aber auch ein bißchen an der Art, wie Viktor Farkas dieses Buch geschrieben hat: Manches Mal hätte ich gerne noch mehr in die Tiefe geschaut, hätte gerne noch ein paar Seiten mehr dazu gelesen und lieber die ganze Geschichte erfahren, als gleich wieder ins nächste Thema gehetzt zu werden. Aufgefallen ist mir dies beispielsweise bei der Geschichte um den Genozid, den die Hutus an den Tutsis begingen. Hier weiß ich aus eigener Lektüre, dass die Fakten weit komplexer (und auch noch weit beeindruckender) sind, als der Autor sie darlegt.

Dabei ist Viktor Farkas eigentlich jemand, der sich durchaus ums Kleingedruckte kümmert – gelegentlich hat man sogar den Eindruck, dies sei sein eigentliches Metier: das zähe Nachverfolgen der großen Meldungen und das Ans-Tageslicht-Zerren dessen, was sie eigentlich bedeuten. Das kann er und das tut er auch in diesem Buch. Nur schade, wenn ich als Leser mit Quellenangaben abgespeist werden, die lauten: „Ende des ausführlichen Zitats aus einem interessanten Buch mit starken Worten.“ Ich kriege da den Eindruck, dass der Autor mir nicht zutraut, das auch selber zu lesen, was er da gerade studiert hat. Oder vielleicht sind ihm seine Quellen manches Mal so „heiß“ erschienen, dass es ihm sicherer schien, sich nicht direkt auf sie zu beziehen? So, als wollte er, um sein Buch salonfähig zu halten, es lieber damit bewenden lassen, das Thema zwar zu nennen, aber die schlimmsten Aspekte davon dann doch lieber unerwähnt zu lassen.

Ein Blick in die Bibliographie zeigt, dass Viktor Farkas umfangreiches Material gesichtet hat und seine Themen bestimmt weitaus besser kennt, als er im Buch zeigt.

Vielleicht sollte ich es noch einmal anders zu sagen versuchen: Ich finde dieses Buch wichtig, keine Frage. Jeder sollte die vom Autor dort zusammengetragenen Themen kennen. Aber ich würde Viktor Farkas durchaus zutrauen, beim nächsten Mal ein noch besseres Buch zu schreiben; vielleicht müsste er nur sowohl sich als auch seinen Lesern mehr vertrauen, um seine Themen noch tiefer „unter die Haut“ gehen zu lassen. Ich jedenfalls würde ihm dann als Leser erst recht treu bleiben.


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