Profil für Der Monetarian > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Der Monetarian
Top-Rezensenten Rang: 323.364
Hilfreiche Bewertungen: 18

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Der Monetarian

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Mythos MARKT: Marktradikale Propaganda und ökonomische Theorie
Mythos MARKT: Marktradikale Propaganda und ökonomische Theorie
von Walter Ötsch
  Broschiert
Preis: EUR 29,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buches, dass jeder Marktgläubige gelesen haben muss!, 31. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Sehr wahrscheinlich aber nicht lesen wird. Zumindest nicht bis zu Ende. Würde dies doch sicherlich, das wunderschön aufgebaute Teflon-Theorie-Gebäude der neoklassisch geprägten Mainstream-Ökonomie vehement ins Wanken bringen.

Beschäftigt man sich einmal eingehender mit den einzelnen wirtschaftsliberalen Denkschulen, egal, ob nun Klassik, Neoklassik, Neoliberalismus und Austrian Economics, stellt man fest, dass diese - bei aller Unterschiedlichkeit, die an der einen oder anderen Stelle existieren - a) auf denselben Kernprämissen beruhen und infolgedessen b) im Wesentlichen dieselben falschen Ergebnisse propagieren. Es handelt sich dabei de facto nicht um Wissen und echte Wissenschaft, sondern um die hinterhältige Kreation einer Religion, die von gewissen Propheten behände propagiert werden.

Besonders aufschlussreich waren für mich die zusätzlichen Informationen und Erkenntnisse zu den Verbindungen von Mises sowie insb. Hayek zu Friedman und der Mont Pelerin Society. Diese Infos bestätigten meine bereits bisher gewonnene Erkenntnis, wonach der US-amerikanische Neoliberalismus nach Friedman und der Chicago School ein Kind der Austrians (insbesondere Hayek) ist. Das heißt, und die Konsequenz ist durchaus eklig für die sog. Libertären, es gibt keine wesentlichen Unterschiede zwischen Neoliberalismus und österreichischen Libertarismus.

Es ist im Grunde so, wie ich es schon mehrfach postulierte: Neoklassik/Neoliberalismus mit ihren ganzen mathematischen Modellen und Ableitungen, ist lediglich das, was man am Großteil der Universitäten den Studenten in die Köpfe hämmert. Die Austrian Economics sind lediglich die populäre Variante für die Straße. Im Kern postulieren bei dieselben Inhalte, basieren beide auf denselben Kernprämissen (Tauschwirtschaft, Neutralität des Geldes, I = S, Saysches Theorem; methodologischer Individualismus, Rationalität bzw. rationale Erwartungen etc.). Und beide liegen damit komplett falsch! An Zufälle möchte ich dabei allerdings nicht glauben. Es sind eben die postulierten Ergebnisse einer Auftragswissenschaft, die diese Ergebnisse auch so produzieren sollte. Die Evidenzen sind einfach zu auffällig, wenn man sie mal erkannt hat.


Wenn das so ist - Fanbox (CD+DVD+2Vinyl / exklusiv bei Amazon.de)
Wenn das so ist - Fanbox (CD+DVD+2Vinyl / exklusiv bei Amazon.de)
Preis: EUR 48,97

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In der langen Liste von Peter Maffay Alben ..., 31. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... gibt es naturgemäß bessere und schlechtere Alben. "Wenn das so ist" ist zweifelsohne bei den Besseren einzusortieren.

Kraftvolle Riffs, knackiger Rock, aber eben auch die wunderschönen, Maffay typischen Balladen. Highlights hierbei sind sicherlich "Wildnis" und "Die Geister, die ich rief".

Ansonsten lebt das Album vom Spirit des Eingangssong " Niemals war es besser", der sich im Grunde durch das komplette Album zieht. Von daher kann man es getrost umformulieren zu" Niemals war ER besser".


Die Wahrheit über Geld: Wie kommt unser Geld in die Welt - und wie wird aus einem Kleinkredit ein großer Finanzcrash?
Die Wahrheit über Geld: Wie kommt unser Geld in die Welt - und wie wird aus einem Kleinkredit ein großer Finanzcrash?
von Anton Voglmaier
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

4.0 von 5 Sternen Ein gutes Einstiegsbuch, 31. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Inhaltlich hat das Buch zwar an der einen oder anderen Stelle zwar ein Schwächen und Ungenauigkeiten. Nichts desto trotz dennoch ein gutes, weil einfach und verständlich geschriebenes Einstiegsbuch in gewichtige Problematiken unseres Geld- und Finanzsystems.

Was die Schwächen des Buches angeht, so liegen diese vor allem in den Ausführungen zu Inflation und Deflation. Hier basiert das Buch noch zu sehr an Ausführungen seitens der orthodoxen Mainstream-Ökonomie.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 1, 2014 8:32 PM MEST


Trugschlüsse der Volkswirtschaftslehre: Wie Professoren mit Modellen Studenten indoktrinieren und eine krisenverschärfende Wirtschaftspolitik fordern
Trugschlüsse der Volkswirtschaftslehre: Wie Professoren mit Modellen Studenten indoktrinieren und eine krisenverschärfende Wirtschaftspolitik fordern
von Wolfgang Waldner
  Taschenbuch
Preis: EUR 5,90

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Trugschlüsse der Volkswirtschaftslehre, 16. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Man hätte dieses Buch auch z.B. Mythen und Legenden der VWL oder Falsche Dogmen und Paradigmen der Ökonomie nennen können. Sei's drum. Sicherlich mag man an der einen oder anderen Stelle die Form bemängeln. Vielleicht auch die Tatsache, dass das Buch nicht über einen renommierten Verlag erschienen ist. Inhaltlich ist es aber auf jeden Fall ein Hochgenuss!

Liest man ergänzend dazu ggf. noch Bernd Senfs "Die blinden Flecken der Ökonomie" Prof. Brodbecks "Die fragwürdigen Grundlagen der Ökonomie", dann erkennt man, denke ich, einen klaren und einfachen Tatbestand: Die herrschende ökonomische Lehrmeinung ist die Lehrmeinung der Herrschenden. Sie hat also weniger den Auftrag und den Sinn wirklich Wissen zu schaffen, sondern herrschenden (Macht)Zuständen eine ökonomische Rechtfertigung zu geben.


Der Nebel um das Geld: Zinsproblematik - Währungssysteme - Wirtschaftskrisen. Ein AufklArungsbuch
Der Nebel um das Geld: Zinsproblematik - Währungssysteme - Wirtschaftskrisen. Ein AufklArungsbuch
von Bernd Senf
  Broschiert

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grundlegend für das ein Verständnis unseres Geldsystems, 16. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer dieses Buch von Prof. Bernd Senf gelesen hat und sich ggf. ergänzend dazu, die zahlreich im Netz vorhandenen Vorträge von Bernd Senf anschaut, bekommt einen guten Einblick in die wahren, in die tieferen Ursachen der Finanz-, Staats- und Schuldenkrise. Es ist eigentlich, wenn man so will, das Standardlehrbuch der Geld(system)kritik. Bemerkenswert ist allerdings nicht nur der Inhalt, sondern vor allem, wann Bernd Senf das Buch erstmals publiziert hat. Nämlich weit vor dem Ausbruch der sog. Finanzkrise im Jahr 2008, was eindrucksvoll die Aussagen vieler sog. Top-Ökonomen widerlegt, wonach die Krise ja geradezu aus heiterem Himmel kam. Nein, kam sie nicht. Sie war geradezu zwingend mathematisch logisch.


Zu Geld und Ökonomie: Von der Erstellung eines diskutierbaren Ganzen
Zu Geld und Ökonomie: Von der Erstellung eines diskutierbaren Ganzen
von Simon Bichlmaier
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,90

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überaus detailliert und akribisch recherchiert, 1. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dem Autor kann man für sein überaus sauber und faktenreich recherchiertes Buch nur höchstes Lob aussprechen. Sehr fein, sehr detailliert, sehr akribisch wird vor allem die Rolle des Dollars als Weltleitwährung (Dollar-Hegemonie) und die damit verbundenen Implikationen beleuchtet und erläutert. Die Vorteile, die die USA daraus gezogen haben, aber auch welch gravierende Nachteile für die USA daraus entstanden sind (Stichwort: De-Industrialisierung).

Ebenfalls sehr gelungen sind die Ausführungen zu Bretton-Woods (Goldteildeckung des Dollars) hin zum durch Öl gedeckten Petro-Dollar nach dem Ende des Bretton-Woods Abkommen sowie den daraus sich ergebenden Folgen. Nämlich wie wichtig das Öl, wie wichtig der Ölpreis und wie wichtig die Tatsache für die USA ist, dass Öl nur in Dollar gehandelt wird. Auf so manchen Krieg, auf so manches geschichtliche Ereignis wirft dieses Wissen dann ein ganz anderes Licht.

Mindestens ebenso gelungen sind dann die Überleitungen und Übertragungen der Thematik "Dollar als Reservewährung" auf den Euro als Reservewährung sowie der heutigen - angeblich alternativlosen - Euro-Rettung. "Lokomotiventheorie", "Theorie des optimalen Wärhungsraumes" etc. werden dargelegt und mittels dieser Theorien eindrucksvoll ausgezeigt, wieso, weshalb, warum der Euro - ökonomisch betrachtet - von Anfang an ein zum Scheitern verurteiltes Projekt war und ist. Ebenso wie die aktuelle Euro-Rettung, durch die sich die kriselnden südeuropäischen Länder immer tiefer in die Krise sparen und kürzen und wahrscheinlich eher in einer Revolution und Bürgerkrieg landen als in wirtschaftlicher Prosperität.

Der Autor lässt die Leser aber mit seiner Analyse nicht allein und zurück. Vielmehr zeigt er in den letzten Kapitel des Buches auch Möglichkeiten für eine sinnvolle Neuordnung, insbesondere zur Reformierung unseres Geld- und Finanzsystems auf.

Insgesamt kann man dem Autor für den Inhalt, für seine akribische Fleißarbeit, für seine faktenreiche Analyse nur ein großes Kompliment Lob aussprechen. Ein absolut lesenswertes Buch. Allerdings, wenn ich einen Wunsch an den Autor äußern dürfte: Das Ganze noch ein wenig mehr verdichten, noch mehr auf den Punkt formulieren und als zweite Auflage mit max. 250 bis 300 Seiten herausbringen. Mehr als 500 Seiten Lesestoff können den einen oder anderen Interessierten schon vom Kauf und Lesen des Buches abschrecken. Was schade ist. Etwas dichter, etwas kürzer, etwas kompakter hätte das Buch das Zeug zum Bestseller


Der größte Raubzug der Geschichte: Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden
Der größte Raubzug der Geschichte: Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden
von Matthias Weik
  Broschiert
Preis: EUR 19,90

9 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die tieferen Ursachen bleiben unbeleuchtet, 10. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Der größte Raubzug der Geschichte - Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden" so der reißerische Titel des Buches. Fakten- und Quellenreich werden dann auch die Geschehnisse der sog. Finanzkrise ab 2007 dargelegt, Missstände angeprangert, Symptome und Symptomatiken geschildert. Dieser Teil macht im Grunde fast 2/3 des Buches aus und im Ergebnis landet man bei der auch vom Mainstream gerne kolportierten These, wonach maßlose Gier, maßloses Streben nach immer noch mehr Profit sowie fehlende Regulierung die wesentlichen Ursachen der Krise darstellen. Der Schuldenkrise müsste man eigentlich sagen, denn die spiegelbildlich explodierenden Vermögen werden doch im Wesentlichen ausgeblendet und stattdessen das Mantra gepflegt, wonach wir über unsere Verhältnisse gelebt haben und unseren Kindern nur Schulden hinterlassen.

Auch wird die explodierende Staatsverschuldung beklagt, in Teilen auch deren Ursache dargestellt, wieso, weshalb, warum aber die Staatsverschuldung zwangsläufig immer mehr anwachsen muss, das bleibt außen vor. Ebenso wie Erkenntnisse der Saldenmechanik von Prof. W. Stützel. Zumindest würde dies erklären, warum man auf die übliche Art und Weise auf die gesetzliche Rentenversicherung schimpft, die volkswirtschaftliche Schädlichkeit des Sparens bei der kapitalgedeckten Vorsorge aber nicht erkennt.

Ohnehin ist es der Öffentlichkeit leider nicht klar, dass in beiden Systemen immer das verteilt werden kann, was vorher erwirtschaftet wurde. Entscheidend ist also nicht das Verhältnis von Beitragszahlern zu Leistungsempfängern (Wie ist das eigentlich bei der kapitalgedeckten Vorsorge???), sondern die volkswirtschaftliche Produktivität.

Erst im letzten Drittel des Buches werden dann, zumindest ansatzweise, letztlich aber doch nur rudimentär, tiefere Ursachen der Krise beleuchtet. Wobei beleuchtet eigentlich zu viel gesagt ist, sie werden kurz angerissen. Das war es aber auch schon. Eine wirklich tiefergehende Analyse der Ursachen findet leider nicht statt. Damit fehlt dem Buch im Grunde, das, was das Buch verspricht. Nämlich eine wirkliche Erklärung dafür, warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden.

Fazit:
Wer sich nochmal den zeitlichen Ablauf der Finanzkrise vergegenwärtigen will, sich nochmal anschauen will, was da wann wie stattgefunden hat, der erhält hierfür ein faktenreiches Nachschlagewerk. Wer sich allerdings wirklich mit den tieferen Ursachen der Krise beschäftigen will - und die liegen letztlich ausnahmslos im Geldsystem an sich begründet - dem sei eher Bernd Senf's "Der Nebel um das Geld", Dirk Müller's "Crashkurs" oder auch Holger Lang's "Geld(r)evolution" empfohlen.


Seite: 1