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Beiträge von Alexander Gebhardt
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Rezensionen verfasst von
Alexander Gebhardt "majorcrampas"
(TOP 500 REZENSENT)   

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The Last Stand (Limited Uncut Edition, Steelbook) [Blu-ray] [Limited Edition]
The Last Stand (Limited Uncut Edition, Steelbook) [Blu-ray] [Limited Edition]
DVD ~ Arnold Schwarzenegger
Preis: EUR 9,49

4.0 von 5 Sternen Willkommen in Sommerton Junction, 7. Februar 2016
Nach einer aufregenden Karriere bei der US-Drogenfahndung beschließt Ray Owens (Schwarzenegger), seinen Lebensabend in etwas ruhigeren Gefilden zu verleben. Als Sheriff eines kleinen Kaffs in der Nähe der Grenze zu Mexiko hat dieser Rentnertraum fast schon konkrete Formen angenommen, würde ihm nicht der Ausbruch eines mexikanischen Drogenbosses aus dem US-Gewahrsam einen Strich durch die Rechnung machen. Dieser rast in einer unglaublichen Höllenmaschine mit Höchstgeschwindigkeit auf die mexikanische Grenze zu und scheint aus unerfindlichen Gründen die äußerst unpraktische Route über die neue Heimat des Sheriffs zu nehmen. Gemeinsam mit seinen Deputys und einigen schnell rekrutierten Gehilfen macht er sich an die Arbeit, dem Drogenbaron einen heißen Empfang zu bereiten.

Das Arnold Schwarzenegger seinen Zenit eigentlich schon weit überschritten hat, will der in Ehren gealterte Äkschn-Star glücklicherweise nicht wahr haben. Neben seinen legendären Auftritten in den "Expendables"-Streifen, war "The Last Stand" so etwas wie die eigentliche Rückkehr des gebürtigen Österreichers auf die große Leinwand. Der Film bietet erwartungsgemäße eine ganze Menge bleihaltige Action, trockene Sprüche und natürlich das unnachahmliche Action-Feeling einer längst verblichenen Ära von Action-Werken, die einst wie Pilze aus dem Boden schossen. Im gleichen Zug krankt er aber an maßgeblichen Plot-Lücken, die sich inbesondere aus den wirren Zeitangaben innerhalb der Geschichte ergeben...allerdings gilt wie immer: Wenn man nicht zu sehr darüber nachdenkt, stört es kaum. Technisch ist die Blu-ray solide, aber weit weg von irgendwelchen Referenzqualitäten. Insbesondere die Bildschärfe leistet sich einige unzeitgemäße Schwächen, was allerdings auch auf die teilweise etwas schlecht gemachten CGI-Effekte zurück zu führen sein kann. Der Ton hingegen lässt mit seinen brachialen Subwoofer-Schussorgien und dennoch stets klar ortbaren Dialogen kaum zu wünschen übrig. Extratechnisch finden sich u.a. ein typisches Making-of, ein Interview mit Schwarzenegger, diverse Featurettes (z.B. zum Waffenmuseum), so wie einige erweiterte und entfernte Szenen.

Kurz noch zum Steelbook: Meiner Version lag ein Hologramm-Magnetcover bei, das Schwarzenegger mit dem im Film verwendeten "Vickers"-Maschinengewehr zeigt - da kann man nicht meckern. Die Steelbook-Hülle selbst hingegen verabschiedete sich bereits beim ersten Öffnen von jeglicher Stabilität und brach an den Scharnieren, so dass ich jetzt eher eine Blu-ray-Blechdose habe. Ich gehe aber, obwohl es das erste Mal ist, dass ich so etwas erlebe, davon aus, dass es sich um einen Einzelfall handelt und keine ganze Auflage oder auch mehr der besagten Version betroffen sein wird.


Ant-Man [Blu-ray]
Ant-Man [Blu-ray]
DVD ~ Paul Rudd
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Mikroskosmisches Kammerspiel, 30. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Ant-Man [Blu-ray] (Blu-ray)
Hank Pym, einst als legendärer "Ant-Man" als Retter der Welt unterwegs, hat sich ausgerechnet einen frisch aus dem Gefängnis entlassenen Kriminellen als Nachfolger ausgesucht. Seine Tochter Hope ist von der Idee anfangs wenig begeistert, aber als der Industriemagnat Cross dem Geheimnis hinter der Verkleinerungsmechanik Ant-Mans auf die Spur zu kommen droht, müssen die drei zusammenarbeiten, um zu verhindern, dass die Technik in falsche Hände gerät.

Trotz jeglicher Abwesenheit einer wahrhaft epischen Geschichte, hat der neueste Spross aus dem Marvel-Cinematic-Universe seinem krawallbetonten Vorgänger "Avengers 2" eines voraus: Eine sich sachte entwickelnde Geschichte, die den Charakteren genug Raum zur Entfaltung lässt. Die Reduzierung auf eine überschaubare Anzahl handelnder Figuren, eine klare Marschrichtung der erzählten Story und überraschend perfekt gewählte Darsteller sorgen für sympathische knapp 110 Minuten Unterhaltung. Hätte man mir vorher versucht weis zu machen, dass Paul Rudd irgendwann einen passablen Marvel-Helden abgibt, hätte ich durchaus meine Zweifel angemeldet, da ich seinen Namen zu sehr mit kitschigen Romantik-Komödien verbinde - ein typischer Fall von "denkste". Michael Douglas als Hank Pym passt wie die Faust aufs Auge und auch Evangeline Lilly, als dessen Tochter Hope, sieht dem Comic-Vorbild (auch wenn der Vergleich mit Pyms Ehefrau "Wasp" hier nicht gänzlich passt) sehr ähnlich.

Technisch erwartet uns ein perfektes HD-Bild mit exzellenter Schärfe, maximal erkennbaren Details, prima Schwarzwerten und allem anderen, wonach sich der Blu-ray-Käufer heutzutage die Finger leckt. Die deutsche Tonspur in DTS-HD 5.1 sorgt für eine ordentliche tonale Raumwirkung, insbesondere in den Szenen mit den Ameisen wimmelt es nahezu aus allen Ecken und Enden des Wohnzimmers. Als Bonus findet man neben dem obligatorischen Regiekommentar, zahlreiche erweiterte und zusätzliche Szenen, Berichte von den Dreharbeiten und eine klassische "Gag-Reel". Das macht das inhaltlich runde Paket auch von den technischen Eigenschaften zu einer gelungenen Veröffentlichung aus dem Marvel-Universum, die sich ihre fünf Sterne redlich verdient hat.


Diablo III - Ultimate Evil Edition
Diablo III - Ultimate Evil Edition
Preis: EUR 29,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nachsitzen im Höllenfeuer, 29. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Diablo 3" war auf dem PC für mich, selbst als treuen Fan der Abenteuer rund um die großen dämonischen Übel, eine absolute Enttäuschung. So sehr, dass nicht nur das Spiel selbst nach wenigen Spielstunden an den Nagel gehangen wurde, sondern auch das von der Fachpresse hoch gelobte Add-On "Reaper of Souls" nicht seinen Weg auf den heimischen Rechenknecht fand. Als ich dann von der Veröffentlichung für die aktuelle Konsolengeneration las, erwartete ich mir erneut keine Revolution und Diablo mit einem Gamepad spielen, das stinkt doch sowieso, oder?

Mitnichten. Blizzards für mich zunächst enttäuschendstes Spiel seit Existenz des Studios, mauserte sich zum süchtig machenden Dauerläufer nach Feierabend. Die Gründe dafür liegen nicht in der unspektakulären Geschichte, die sich erwartungsgemäß um die letzten auf der Welt Sanktuario verbliebenen großen Übel dreht, die man in der Gestalt eines strahlenden Paladins, eines rohen Barbaren, eines findigen Hexendoktors, eines schlachterprobten Magiers, eines hartgesottenen Mönchs oder eines grimmigen Dämonenjägers durch Wüsten und Wälder jagt. Auch die Optik, die schon auf dem PC eher zweckmäßig als schön war, trägt nur wenig Verantwortung für meine nachträgliche Begeisterung. Es sind viel mehr die endlich optimierten Spielmechanismen in Hinsicht auf die Charakterentwicklung und vor allem die schneller als gedacht in Fleisch und Blut übergehende Steuerung per Gamepad, die maßgeblich zu meiner veränderten Sicht beitragen. Sämtliche Angriffsmöglichkeiten sind so schnell verfüg- und einsetzbar, während man sich intuitiv genau so schnell wie mit einer Maus durch die Menüs und Ausrüstungsbildschirme durchhangelt. Kombiniert mit der maximalen Suchtpackung in Hinsicht auf neue Ausrüstungsgegenstände und dem schon immer suchtfördernden Aufleveln der Spielcharaktere, so wie der teils sehr unterschiedliche Spielweise der verschiedenen Charakter-Wahlmöglichkeiten, gehört die "Ultimate Evil Edition" von Diablo für mich zum Besten, was über den Bildschirm der PS4 flimmerte.

Fassen wir kurz zusammen: Solide Technik, grandiose Steuerung, aber eine wenig mitreißende Geschichte machen "Diablo 3" im Konsolenbereich zu einer absoluten Empfehlung für alle Fans unkomplizierter Hack&Slay-Spiele. Im Vergleich zum PC entfallen zudem die bekannten lästigen Online-Hindernisse, wenngleich diese vermutlich nur besser versteckt sind. Für 20-30 Euro ist Blizzards aktueller Teil der Höllenhatz auf Konsole, für mich als PC-Enthusiast, eine wahre Offenbarung - fünf Sterne!


A World Beyond [Blu-ray]
A World Beyond [Blu-ray]
DVD ~ George Clooney
Preis: EUR 11,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Träumer müssen zusammenhalten, 24. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A World Beyond [Blu-ray] (Blu-ray)
Frank Walker und Casey Newton teilen sich eine entscheidende Eigenschaft: Beide glauben daran, dass sich Dinge verbessern und zum Guten entwickeln können. Mit dem zeitlichen Abstand von immerhin gut 50 Jahren erhalten sie einen seltsamen Anstecker, der es ihnen ermöglicht einen weit entfernten Ort namens "Tomorrowland" zu sehen oder gar zu besuchen. Verantwortlich dafür ist das Mädchen Athena, die beide letztlich zusammenführen muss, um kein geringeres Ziel, als die Rettung der Menschheit vor sich selbst zu erreichen. Doch eine fremde Macht stellt sich ihren Bemühungen in den Weg und droht die Bemühungen der Drei zum Scheitern zu verurteilen.

"A World Beyond", oder "Tomorrowland, wie es im Original heißt, ist einer der Filme, der zwar rein vom inhaltlichen Abriss her 2015 meine Aufmerksamkeit erregte, aber dennoch bis heute leider an mir vorbei ging. So ganz wusste ich nicht, worauf man sich storymäßig einlassen und freuen kann und meines Eindrucks nach, wussten das die Produzenten bis zu einem gewissen Punkt vermutlich selbst nicht. Dennoch hat mich das Ergebnis gepackt und liefert einen weiteren eindrucksvollen Beweis dafür, dass Disney zwar immer wieder ähnlich an die Vermittlung der ewig gleichen "Alles wird gut, wenn du dir selbst vertraust"-Botschaft geht, aber das wenigstens unterhaltsam. Für George Clooney und Hugh Laurie hingegen sind ihre jeweiligen Rollen merklich keine sonderliche Herausforderung, was leider einen der großen Trümpfe des Streifens, nämlich seine Besetzung, ein wenig als Rohrkrepierer enden lässt. Britt Robertson (vielen hierzulande sicher am ehesten aus der TV-Serie "Under the Dome" bekannt) wirkt gar ein wenig deplatziert, da sie ihre 25 Lenze einfach nicht so ganz verheimlichen kann, wenn es darum geht, einen Teenie darzustellen. Allerdings soll das nicht bedeuten, dass der Streifen in darstellerischer Hinsicht enttäuscht, allerdings verleitet die Liste der Schauspieler zu akut überhöhten Erwartungen.
Technisch spielt die Scheibe aber durchaus in der ersten Liga: Wie man es von dem Medium erwarten kann, trumpft das Bild mit exzellenten Schärfewerten, äußerst intensiven Farben und ordentlichen Kontrastwerten. Der Ton kommt in der deutschen Version in DTS-HD HR 7.1 daher, was unterm Strich umfassende und gelungene Räumlichkeit, so wie eine gute Dynamik nebst immer klar verständlichen und direktional ortbaren Dialogen bedeutet. Die Tonspur der englischen Originalversion spielt aber definitiv noch eine Liga höher und zeigt, dass immer noch eine ganze Prise mehr machbar gewesen wäre.
Die Extras lassen hingegen kaum Wünsche offen und so findet sich von den üblichen Eindrücken während der Produktion, über zusätzliche Szenen (die sogar noch genauestens erklärt werden) bis hin zu einer sehenswerten Pseudo-Dokumentation mit Hugh Lauries Charakter in der Moderationsrolle. Ein Wendecover fehlt jedoch, was insbesondere Sammler, die dem "FSK-Flatschen" gegenüber akut allergisch reagieren, sicher nicht sonderlich erfreuen wird.

In Summe hat mich der Besuch in "Tomorrowland" gut zwei Stunden lang glänzend unterhalten, bietet die üblichen Disney-Gute-Laune-Zutaten und schwächelt lediglich bei der anfangs etwas unkoordinierten Storyentwicklung, die erst nach einer knappen halben Stunde genau weiß, wo es denn hingehen soll. Technisch ist die Scheibe, bis auf die genannten ansatzweisen Kritikpunkte im Tonbereich, glänzend gelungen, was mich zur Vergabe von guten vier Sternen bringt.


DC Comics Graphic Novel Collection 50: JLA - Noch ein Nagel
DC Comics Graphic Novel Collection 50: JLA - Noch ein Nagel
von Alan Davis
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Sammelwut Nr. 50: Verflixt und zugenagelt, 24. Januar 2016
Ein Jahr ist es her, seitdem die Existenz eines banalen Nagels, der nichts besseres zu tun hatte, als sich in den Reifen des Wagens der Familie Kent zu bohren, beinahe zur Vernichtung der Menschheit geführt hätte. Als am Ende des Vorgängerbandes "Der Nagel" am Ende ein gewisser Kal'El doch noch seine Kräfte erkennt, tobt in einem fernen Teil des Universums der Kampf zwischen den beiden gegensätzlichen Welten New Genesis und Apokolips und dessen mächtigen Herrschers Darkseid. Während des Kampfes droht eine Waffe eingesetzt zu werden, die nicht nur die umliegenden Raumsektoren, sondern das gesamte Gefüge von Raum und Zeit, und damit das gesamte Multiversum, vernichten könnte. Nachdem die Krise als überstanden angesehen wird, häufen sich seltsame Zwischenfälle: Die große Laterne auf Oa, der Heimat des Green Lantern Corps, verliert auf einmal beständig Energie, zahlreiche Kreaturen aus Höllendimensionen finden ihren Weg auf die Erde und selbst dem mächtigen Superman schwinden die Kräfte zusehends. Als der, von seiner Vergangenheit zermarterte, Bruce Wayne alias Batman dann auch noch während eines Routineeinsatzes gegen Poison Ivy Spuren eines tot geglaubten Erzfeindes findet, gerät die Welt einmal mehr kräftig ins Wanken.

"Noch ein Nagel" hat im Prinzip alles, was eine großartige Comic-Erzählung ausmacht. Da wäre zum einen die unbegrenzt Möglichkeiten bietende Spielwiese eines alternativen Universums, das recht lange ohne Superman zurechtkommen musste und der zudem immer noch nach seinem Platz in der menschlichen Gesellschaft sucht. Zum anderen bietet sich für zahlreiche beliebte Charaktere die Chance für ein Stelldichein und so trifft man auf so ziemlich jeden DC-Helden von Rang und Namen - wenngleich manche nur für wenige Panels auftreten. Exakt beide Elemente sind aber gleichzeitig kleine Schwächen in der Gesamtkonzeption. Obwohl wir es mit einem durchaus umwälzenden Ereignis zu tun haben, bleibt dieses ohne Auswirkungen auf das "echte" DC-Universum. Dazu werden einige spannende und interessante Aspekte der Geschichte einfach zu kurz abgetan. Während man sich recht intensiv auf den Aufbau der Krise stürzt, bleiben Batmans höllische Begegnung mit seiner Erz-Nemesis, Oliver Queens Wandel und die Hintergründe des plötzlichen Auftauchens der Helden aus verschiedenen Ebenen des Multiversums inhaltlich leider merklich auf der Strecke. Das sorgt auch hier und da für reichlich Verwirrung, zumal die Lösung des "Deus Ex Machina" (hier ja schon fast wortwörtlich zu nehmen...) irgendwie platt und fantasielos wirkt.
Künstlerisch ist der Band hingegen auf einem absoluten Top-Niveau, da die detaillierten und modernen Zeichnungen an sich keine Wünsche an einen modernen Comic-Band übrig lassen. Die Zusatzinfos sind auch in Ordnung, Rechtschreibfehler sind allerdings, wenngleich nur sehr wenige und die nicht wirklich störend (mal ein Buchstabe am Wortende hier, mal ein Buchstabendreher da...), mal wieder vorhanden.

Unterm Strich macht das einen guten, aber nicht besonders herausragenden Band der Sammelreihe, der aber mit seiner Kurzweiligkeit und seinem Heldenpanoptikum, die Kenntnis des Vorgängers vorausgesetzt, seine Freunde finden wird.


Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung 70: Ultimate Spider-Man - Der Tod von Spider-Man
Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung 70: Ultimate Spider-Man - Der Tod von Spider-Man
von Ed Brubaker
  Comic

4.0 von 5 Sternen Sammelwahn Nr. 79: Eine ultimative Abschiedsvorstellung, 23. Januar 2016
Der Titel verrät es ja bereits mehr als deutlich: Hier steht ein Abschied bevor. Doch bevor es zum finalen Showdown zwischen Peter Parker alias Spider-Man und seiner Nemesis Norman Osborn kommt, muss die Spinne einen mächtigen Gegenstand, mit dem Kingpin die Welt nach seinen Wünschen hätte manipulieren können, vor Mysterio beschützen. Zwischendurch darf er auch noch die eine oder andere Lektion seiner Ausbilder Iron Man und Captain America genießen, die zu dem Schluss kamen, dass der junge Held eine tiefer gehende Ausbildung benötigt, um seine täglichen Einsätze effektiver und vor allem ohne große Kollateralschäden erledigen zu können. Doch als dann Doctor Octopus, der Geier, Sandman, Electro, Kraven der Jäger und Osborn alias "Green Goblin" aus dem SHIELD-Gefängnis ausbrechen, um bittere Rache an Parker zu nehmen, gerät die "Ultimate"-Welt aus den Fugen.

Um "Der Tod von Spider-Man" richtig genießen zu können, braucht man vor allem eines: Kenntnis des Marvel-"Ultimate"-Universums. Nur so ergeben einige der Storyelemente, z.B. die Abwesenheit der anderen Superhelden beim finalen Duell, ein wenig Sinn. Zwar bekommen auch die unbedarften Leser einen Eindruck der Geschehnisse andernorts (per TV-Einblendungen), aber das reicht einfach nicht aus, um alle für die Geschichte wichtigen Fragen zu beantworten. Dazu kommt, dass der anfängliche Storyzweig um den mächtigen Schlüssel Kingpins und die Auseinandersetzung Spider-Mans mit Mysterio nicht sonderlich viel zum Verlauf der Geschichte beiträgt und schon etwas wie ein Platzfüller wirkt. Die entscheidende Wendung rund um den Ausbruch der Gegnerschar und der Kampf in Tante Mays "Vorgarten" reißt das inhaltliche Spannungsruder glücklicherweise noch einmal herum. Künstlerisch besticht der Band mit modernen und schick anzuschauenden Zeichnungen, während die erneut exzellenten Begleittexte einen tieferen Einblick in die Entscheidungen, die zum Ausgang der Geschichte führten, ermöglichen. In Summe macht das zwar keinen herausragenden Band der Sammelreihe aus, aber vier Sterne lasse ich für die Kurzweiligkeit und die künstlerische Qualität dennoch sehr gerne springen.

PS: Laut Vorwort soll auch die Fortsetzung im Rahmen dieser zweiten Sammelserie erscheinen!


Call of Juarez: Gunslinger [PC Code - Steam]
Call of Juarez: Gunslinger [PC Code - Steam]
Preis: EUR 5,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Legenden des Westens, 20. Januar 2016
Silas Greaves, ein gealterter Kopfgeldjäger, besucht im Jahre 1910 einen heruntergekommenen Saloon und beginnt den anwesenden Gästen die abenteuerliche Geschichte seines Lebens zu erzählen. Er berichtet von gemeinsamen Erlebnissen mit dem legendären Billy the Kid und seinem Gegenspieler Pat Garrett, ebenso wie von seinen Kopfgeldmissionen, die ihn unter anderen mit den berühmten Dalton-Brüdern konfrontierten. Selbst Butch Cassidy und Sundance Kid begegnen ihm auf der Suche nach den Mördern seiner Brüder, die das etwas wackelige Hauptgerüst der eigentlichen Story darstellt.

Wie aus den Vorgängern bekannt, erlebt man auch die Western-Welt von "Gunslinger" aus der Ego-Perspektive und schiesst sich seinen Weg durch klassische Szenarien von heimeligen Westernstädten, über brackige Sumpfgebiete und durch gegnerverseuchte Züge, bis hin zu alten Goldminen. Ab und an gibt es besondere Bosskämpfe gegen berühmte Legenden des Westens, die überwiegend in Duellen Mann gegen Mann ausgetragen werden, was aber ein wenig umständlich gelöst wurde. Zum einen muss man nämlich den Gegner krampfhaft mit der Maus in einer Art Fokus behalten, während man zum anderen auch noch für eine nahe Position der Schützenhand am Pistolenholster sorgen muss, um auch beim entscheidenden Signal schnell ziehen zu können. Zwar sind die Duelle keineswegs unlösbar, aber der ein oder andere Frustmoment stellt sich schon ein, wenn man zum zehnten Mal hintereinander antritt, weil man es einfach nicht so recht auf die Reihe bekommt. Die Idee ist dabei an sich gar nicht mal so übel, aber die Umsetzung hätte steuerungstechnisch durchaus etwas ausgefuchster und spielerfreundlicher gelöst werden können.
Technisch ist "Gunslinger" zwar nicht "up-to-date", aber durch den comichaften Cell-Shading-Look fällt das gar nicht so sehr ins Gewicht. Grafisch passt das Spiel damit auch hervorragend in die märchenhaften Ausschmückungen der Heldengeschichte. Apropos "Märchen": Selten wurde das Spiel mit Realität und Fiktion besser umgesetzt, als in diesem vierten Teil der "Call of Juarez"-Reihe. So kann es passieren, dass der Erzähler (also Silas Greaves) auf bestimmte Fragen oder Einwände seiner Zuhörer ( der Saloon-Besucher) reagiert und man eine bestimmte Passage des aktuellen Levels noch einmal unter mehr oder weniger veränderten Bedingungen absolvieren muss. Aus angeblich angreifenden Indianern werden, nachdem die Zuhörer einige Widersprüche aufdecken, auf einmal normale Banditen, während man bestimmte Missionen gleich von verschiedenen Startpunkten aus erleben kann, bei denen sich die Ereignisse zwar durchaus gleichen, aber halt doch immer um eine Nuance ergänzt oder erweitert werden. Das ist ganz klar innovativ, wenngleich der Rest des Spieles eher in bekannten Bahnen verläuft. Im Vergleich zu den Vorgängern kann man aber auch einige besondere Fähigkeiten freischalten, die man sich mit Erfahrungspunkten erkauft, die man wiederum durch das Auffinden von Geheimnissen (durchaus interessante Informationen zu berühmten historischen Westernhelden oder Ereignissen der US-Geschichte) oder das schnöde Umlegen der Gegner kassiert.

Insgesamt ist "Call of Juarez: Gunslinger" somit zwar eher ein durchschnittlicher Western-Shooter, der sich aber durch seine ungewöhnliche Erzählmethode und die künstlerisch wertvolle Comic-Grafik von der Masse abhebt. Die besagten Schwächen in der Duell-Steuerung kosten jedoch einen Stern, der Rest ist aber definitiv eine Empfehlung für alle Fans des Wilden Westens und zünftiger Schießereien wert.


DC Comics Graphic Novel Collection 48: DC - Neue Horizonte Teil II
DC Comics Graphic Novel Collection 48: DC - Neue Horizonte Teil II
von Darwyn Cooke
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sammelwut Nr. 48: Eine dunkle Bedrohung, 19. Januar 2016
Während im Vorgängerband die Weichen für die finale Auseinandersetzung mit einem unbekannten, aber mächtigen, Feind gestellt wurden, bricht jene mysteriöse Kreatur nun über die Welt her und richtet erheblichen Schaden an. Einzig und allein die legendären Helden von Superman bis hin zu Green Lantern, so wie die "neuen" Heldengruppen, z.B. die "Challengers of the Unknown", scheinen tatsächlich auch nur den Hauch einer Chance gegen die riesige Entität zu haben. Doch als dann einer nach dem anderen von ihnen in seine Schranken gewiesen wird und zudem eine ominöse Regierungsorganisation Jagd auf die Helden, die eigentlich an ihrer Seite stehen, macht, gerät die Waage aus dem Gleichgewicht.

Rein inhaltlich ist der zweite Band ein wenig stärker als der Vorgänger, da die arg verschachtelten Ereignisse nun langsam ineinander übergehen und tatsächlich Sinn ergeben. Einige Wendungen, z.B. die überraschende Natur des Gegners, sorgen ebenfalls für einen gewissen "Aha"-Effekt, auch wenn der Feind insgesamt recht konturenlos bleibt und sicher nicht in die Annalen der besten DC-Widersacher eingehen wird. Daher bleibt
"Neue Horizonte" ein insgesamt eher gewöhnungsbedürftiger Zweiteiler, dessen stark über x Ebenen miteinander verzahnte Geschichte beim Leser ein hohes Maß an Aufmerksamkeit voraussetzt. Das leicht veränderte DC-Szenario, so wie dessen recht cartoonhafte künstlerische Umsetzung schaffen es spielend, eine äußerst atmosphärische Fünfziger-/Sechzigerjahre-Stimmung aufzubauen und den Helden damit tatsächlich einige neue Eindrücke abzugewinnen und quasi die Figuren aus der Moderne (wieder) in eine andere Ära (zurück) zu transportieren. Stilistisch wird auf einen recht cartoonhaften Stil zurück gegriffen (ähnlich den bereits erschienenen "Catwoman"-Bänden), der aber zu keiner Zeit grenzwertig minimalistisch wird. Während ich der Story nicht so viel Faszination abgewinnen konnte, gefielen mir persönlich allerdings die zahlreichen historischen Verweise und die hervorragende Eignung des Bandes für die von mir mehr als geliebte Comic-Didaktik. Selten gestalteten sich Verknüpfungen zu diversen Themen des Geschichtsunterrichtes so vielseitig, wie es in diesem Band der Fall ist. Ob Darstellungen des Korea- oder Indochinakonflikts oder aber auch die reine Portraitierung von Politikern der Marke Richard Nixon, hier ist für alle etwas dabei.
Auf Grund dieses für mich immensen "Nutzwertes", der gelungenen künstlerischen Umsetzung und des unnachahmlichen Flairs erhält der Zweiteiler von mir knappe vier Sterne.


DC Comics Graphic Novel Collection 47: DC - Neue Horizonte Teil I
DC Comics Graphic Novel Collection 47: DC - Neue Horizonte Teil I
von Darwyn Cooke
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sammelwut, die retromäßige 47, 19. Januar 2016
Nachdem die DC-Helden von der US-Nachkriegsregierung der 40er Jahre vor die Wahl gestellt wurden, ihre Identitäten zu enthüllen oder zu Vigilanten erklärt zu werden, beschließt ein großer Teil der ehemaligen Justice Society, den wohl verdienten Ruhestand anzutreten. Andere Helden, z.B. Vorzeige-Schmalzlocke Superman oder auch Pin-Up-Amazone Wonder Woman, arrangieren sich mit den Mächtigen und arbeiten mit ihnen zusammen. Im Zentrum der hier erzählten Geschichte steht zunächst eine von der Zeit vergessene Insel, die für einige Elitesoldaten auf einer Bergungsmission unliebsame Überraschungen bereit hält. Des weiteren erhält die Erde prominenten Besuch vom Mars, während eine geheime Organisation eine Reise zu selbigem plant und dabei auch auf einen talentierten Piloten namens Hal Jordan aufmerksam wird. Bruce Wayne, der trotz der Regierungsverordnung weiterhin in Gotham City Verbrecher jagt, stößt indessen auf einen seltsamen Kult, der von der Ankunft eines mächtigen Wesens überzeugt zu sein scheint und in finsteren Ritualen das Erscheinen jener mysteriösen Kreatur feiern möchte.

"Neue Horizonte" ist ein gewöhnungsbedürftiger Zweiteiler, dessen stark verschachtelte Geschichte beim Lesen ein hohes Maß an Aufmerksamkeit seitens des Lesers voraussetzt. Das leicht veränderte Szenario, so wie dessen recht cartoonhafte künstlerische Umsetzung schaffen es spielend, eine äußerst atmosphärische Fünfziger-/Sechzigerjahre-Stimmung aufzubauen und den Helden damit tatsächlich einige neue Eindrücke abzugewinnen und quasi die Figuren aus der Moderne (wieder) in eine andere Ära (zurück) zu transportieren. Stilistisch wird auf einen recht cartoonhaften Stil zurück gegriffen (ähnlich den bereits erschienenen "Catwoman"-Bänden), der aber zu keiner Zeit grenzwertig minimalistisch wird. Während ich der Story nicht so viel Faszination abgewinnen konnte, gefielen mir persönlich allerdings die zahlreichen historischen Verweise und die hervorragende Eignung des Bandes für die von mir mehr als geliebte Comic-Didaktik. Selten gestalteten sich Verknüpfungen zu diversen Themen des Geschichtsunterrichtes so vielseitig, wie es in diesem Band der Fall ist. Ob Darstellungen des Korea- oder Indochinakonflikts oder aber auch die reine Portraitierung von Politikern der Marke Richard Nixon, hier ist für alle etwas dabei.
Auf Grund dieses für mich immensen "Nutzwertes", der gelungenen künstlerischen Umsetzung und des unnachahmlichen Flairs erhält der Zweiteiler von mir knappe vier Sterne.


Tatort: Kopfgeld (Director's Cut) [Blu-ray]
Tatort: Kopfgeld (Director's Cut) [Blu-ray]
DVD ~ Til Schweiger
Wird angeboten von rezone
Preis: EUR 10,02

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stirb langsam, Tatort, 18. Januar 2016
Nachdem sich Kriminalhauptkommissar Nick Tschiller in "Willkommen in Hamburg" gleich in seinen ersten Dienstwochen mit dem kurdischen Astan-Clan angelegt hat, geht die Auseinandersetzung in die zweite Runde. Während der Clan ein verlockendes Kopfgeld auf die Ermordung Tschillers aussetzt, geraten mittlerweile auch dessen Freunde und Bekannte ins Fadenkreuz der kriminellen Vereinigung. Als er schließlich Wind von einem kurz bevorstehenden Drogentransport erhält, setzt Tschiller alle Hebel in Bewegung, diesen abzufangen und den Gangstern kräftig in die Suppe zu spucken. Doch ein außer Kontrolle geratender Kiez-Bandenkrieg und ein brutaler Überfall auf eine von Nicks Bekanntschaften lässt das Fass schnell überlaufen.

Der zweite "Tatort" mit Til Schweiger als hartgesottenen Ex-SEK-Mann, stellt den Vorgänger in punkto Action locker in den Schatten und rückt die Geschichte rund um Tschillers fast schon persönlicher Auseinandersetzung mit Clanchef Astan in den Mittelpunkt. Zwar entfernt man sich mit der spürbar hinter die Action zurück tretenden Kriminalgeschichte deutlich vom üblichen "Tatort"-Ablauf, aber liefert damit einen mehr als soliden deutsche TV-Actionthriller ab. Technisch liefert die Blu-ray, wie zu erwarten, hervorragende Schärfegrade, knackige Farben und eben leider auch den bereits vom Vorgänger bekannten und zwar brauchbaren, aber gerade hier eher suboptimalen DTS-HD-Master-Audio-2.0- Ton - zu gut Deutsch: Stereo. Das liegt natürlich in der Natur des TV-Films begründet, schränkt aber den Mehrwert der Blu-ray gegenüber einer Fernsehaufnahme (auch wenn diese nur in 720P und nicht in 1080P übertragen wird) deutlich ein. Extras glänzen mit Abwesenheit, was aber ebenfalls erwartbar war. Was bleibt, ist ein routinierter Tschiller-Thriller, der zwar längst kein guter Tatort, aber ein guter Beweis dafür ist, dass auch deutsche TV-Produktionen mit dem Verzicht auf Hirnschmalz richtig gut unterhalten können.


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