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Beiträge von Alexander Gebhardt
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Rezensionen verfasst von
Alexander Gebhardt "majorcrampas"
(TOP 500 REZENSENT)   

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Die Rückkehr des Dunklen Ritters
Die Rückkehr des Dunklen Ritters

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rentenverweigerung, 15. Februar 2016
Vor zehn Jahren zog sich Batman alias Milliardär Bruce Wayne von seinem Kreuzzug gegen das Verbrechen und irre Vigilanten der Marken "Joker" oder "Two Face" zurück. Letztere sitzen in Arkham ein und werden von hoffnungsvollen Doktoren diversen Resozialisierungsprogrammen ausgeliefert, während auf den Straßen neue, nicht vor Gewalt zurückschreckende, Banden Gotham City weiter terrorisieren. Einzig Jim Gordon, der mittlerweile kurz vor seiner Pensionierung stehende Polizeicommissioner, scheint eine letzte, bröckelnde Bastion der Gerechtigkeit in der Stadt zu sein. Als die Übergriffe einer der neuen Banden, der so genannten "Mutanten", zunehmend brutaler werden, sieht der Dunkle Ritter die Notwendigkeit seiner Rückkehr gekommen und löst damit eine Welle der Gewalt aus, was ihn erneut zum Gejagten der Polizei und der Verbrecher macht. Und als ob die Intensivierung der Gewaltverbrechen durch die "Mutanten" und deren Schwur, sich Gordons und Batmans Kopf zu holen, nicht ausreichen würden, wird Harvey Dent geheilt aus Arkham entlassen.
Während der Ereignisse in Gotham schwelt ein globaler Konflikt zwischen den Ost- und Westmächten vor sich hin, der in eine atomare Katastrophe auszuwachsen droht, die selbst Clark Kent alias Superman nicht unter Kontrolle zu bekommen scheint.

Frank Millers "Die Rückkehr des Dunklen Ritters" ist ein in mehrfacher Hinsicht bemerkenswertes Stück Comic-Literatur. Zum einen präsentiert er uns einen in Würde gealterten Helden, der seine fatalistische Sicht der Dinge nahezu perfektioniert hat, und zum anderen wird dies auch noch mit dem eh und je dystopischen Erzählstil Millers kombiniert. Das Ergebnis ist daher so wohl eine Art Neubeginn der Abenteuer Batmans, aber auch eine konsequente Weiterentwicklung des Helden, der in einem sich verändernden Comic-Universum neue Aufgaben braucht. Künstlerisch gefällt mir der Band besser als manch anderes Werk Millers, da sein Stil hier irgendwie detaillierter ausfällt, als ich es aus anderen seiner Werke (z.B. "Daredevil", "Batman - das erste Jahr" ) gewohnt bin. Kombiniert mit dem günstigen Preis der hier erhältlichen, teils antiquarischen, Ausgaben dieser Version, vergebe ich daher fünf Sterne für ein düsteres Abenteuer des Dunklen Ritters.


Stolen
Stolen
DVD ~ Nicolas Cage
Preis: EUR 5,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Cage, der lässt das Mausen nicht, 14. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Stolen (DVD)
Was waren das noch für goldene Filmzeiten, als Nicolas Cage binnen weniger Stunden eine Menge wertvoller Gefährte punktgenau entwenden, Gefängnisinseln infiltrieren und verrückte Gefängnisinsassen aus fliegenden Gefängnis-Festungen entfernen musste. Zumindest die kriminellen Ausflüge das umtriebigen Mimen haben es auch in "Stolen" geschafft. Cage spielt den meisterhaften Bankräuber Will Montgomery, der jedoch nach einem großen Coup von der Polizei festgenagelt wird und für acht Jahre ins Gefängnis wandert - die Beute hingegen wurde nie gefunden. Als er schließlich aus dem Gefängnis entlassen wird, haben es so wohl die Cops, als auch ein vermeintlicher alter Einbruchpartner auf die, immer noch bei Montgomery vermuteten, Millionen aus dem Bankraub abgesehen und beide Parteien lauern auf einen Fehler des alten Hasen, der sie schlussendlich doch noch zur Beute führen soll. Als dann noch Wills Tochter entführt wird, um an das besagte Geld zu kommen, greift der alternde Ex-Knacki noch einmal zu rabiateren Methoden.

"Stolen" bietet vor allem eines: Eine ganze Menge von oft Gesehenem. Im Grunde genommen ist das an für sich kein größeres Problem, aber dadurch verfängt sich der Film zu sehr in akuter Vorhersehbarkeit der Ereignisse mit einem Schuss Langeweile. Allerdings tragen die überschaubare Laufzeit von knapp 90 Minuten und die sich dadurch ergebende oberflächliche Kurzweiligkeit sehr dazu bei, dass man dennoch treudoof bei der Sache bleibt und Cage einfach machen lässt. Als inhaltlich zum Dahinschmelzen originell hingegen empfand ich die Idee seines zweiten großen Bankraubes, die ich so in noch keinem typischen Film des Genres gesehen habe...physikalische Machbarkeit hin oder her.

Handwerklich kann man an Simon Wests Film hingegen wenig meckern, sieht man einmal vom lahmen Drehbuch ab. Die Verfolgungsjagden sind solide inszeniert, die Schießereien nicht zu übertrieben und mit Cage als Hauptdarsteller macht man, trotz aller Unkenrufe, gerade in diesem Genre relativ wenig falsch. Danny Huston als etwas undurchsichtiger Ermittler spielt einmal mehr das, was er wirklich gut kann - was er in der deutschen Version allerdings auch der Synchronstimme von Klaus-Dieter Klebsch verdankt. Ein wenig lahm hingegen schleppt sich Malin Akerman durch den Streifen, deren Rolle sicher ein wenig mehr als das hörige Verbrecherpüppchen hergegeben hätte - aber auch das gehört irgendwie zum Genre dazu. Die DVD-Version (die Blu-ray gab es leider nicht im Grabbeltisch...) verfügt über ein angemessenes Bild, soliden Ton (Details spare ich mir) und einige mehr oder weniger brauchbare Extras, z.B. diverse Interviews mit Cage und den Produzenten, die obligatorischen Trailer und ein handelsübliches kurzes Making-of.

Unterm Strich ist "Stolen" aber lediglich ein leidlich unterhaltsamer, wenig Neues bietender "Verfolgungsthriller", der neben Cage nicht viel Gegenwert für's Fan-Geld bietet. Daher vergebe ich gut gemeinte drei Sterne, aber mehr als einen halbwegs kurzweiliger Filmabend mit viel Ungereimtheiten sollte man nicht erwarten.


DC Comics Graphic Novel Collection 51: Wonder Woman - Götter und Sterbliche
DC Comics Graphic Novel Collection 51: Wonder Woman - Götter und Sterbliche
von Len Wein
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sammelwut, die altgriechische 51, 14. Februar 2016
Als die Götter in Vergessenheit zu geraten drohen, erschaffen einige von ihnen eine äußerst gläubige Art menschenähnlicher Wesen: Die Amazonen. Treu an ihre Erschaffer gebunden, sollen sie durch ihre Taten verhindern, dass diese aus den himmlischen Gefilden verschwinden. Mit der Zeit kommt es jedoch so, wie es kommen muss und die göttlichen Herrscher des Olymp spielen in den Gedanken der Menschen eine immer geringere Rolle und verlieren ihre einst glänzende Macht und ihren titanischen Einfluss. Kriegsgott Ares hingegen spielt währenddessen sein eigenes Spiel mit der Menschheit und seinen Götterkollegen. Erst versucht er die Heimatinsel der Amazonen durch eine Atomwaffe zu vernichten, wird allerdings dabei mit einer neuen Gegnerin konfrontiert, die alles daran setzt, Ares in seine Schranken zu weisen. Darauf hin widmet er sich dem Anheizen des Ost-West-Konfliktes und bringt Raketenbasen in den USA und der Sowjetunion in seine Gewalt, die ein atomares Chaos auf dem blauen Planeten anrichten sollen. Doch wieder stellt sich ihm die neue Amazone in den Weg, deren bisherige Taten ihr bei den Menschen einen neuen Namen einbrachten: "Wonder Woman".

"Götter und Sterbliche" ist wieder einmal einer der Bände der Sammelreihe, der neue Leser für die Entstehungsgeschichte prominenter DC-Helden begeistern soll. Nachdem wir bereits mehrfach Zeugen der "Geburt" Supermans werden konnten, trifft es diesmal Diana Prince, besser bekannt als "Wonder Woman". Verantwortlich für die Wiedergeburt der Heldin im Jahre 1987 zeichnet sich, im wahrsten Sinne des Wortes, George Pérez, der bereits das umwälzende Ereignis "Crisis on Infinite Earths" für das DC-Universum geschaffen und damit einiges an Staub aufgewirbelt hatte. Ähnlich wie in seinem Monumentalwerk räumt er auch in der "Wonder Woman"-Serie ordentlich auf und rückt den Konkurrenzkampf zwischen Menschen und Göttern wieder in den Mittelpunkt. Pérez Zeichnungen bestechen, aus meiner Sicht, zwar lediglich durch eine funktionale Schönheit, wandeln aber weitab vom stilistischen Minimalismus vorangehender Comic-Epochen. Als Bonus findet sich der Nachdruck von "Wonder Woman #1" aus dem Jahre 1942, der noch einmal eine andere Sichtweise auf die Entstehung der Amazonen offenbart. Rechtschreibfehler sind mir diesmal keine aufgefallen, was die Maximalwertung von fünf Sternen für einen unterhaltsamen und kurzweiligen Band der Sammelreihe um so verdienter macht.


Spawn [Blu-ray] [Director's Cut]
Spawn [Blu-ray] [Director's Cut]
DVD ~ Michael Jai White
Preis: EUR 10,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Highway to Hell, 13. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Spawn [Blu-ray] [Director's Cut] (Blu-ray)
Al Simmons, Top-Agent eines mysteriösen Geheimdienstes, möchte aus seinem Job aussteigen, stimmt aber fatalerweise einem letzten Einsatz zu. In Nordkorea steht das herrschende Regime kurz vor einem waffentechnischen Durchbruch, der das Kräfteverhältnis auf der Welt massiv beeinflussen könnte. Als jedoch etwas schief läuft, gerät Simmons in die Fänge eines Dämons, der beabsichtigt, ihn als Heerführer gegen die himmlischen Scharen einzusetzen. Da das finstere Wesen nicht in Eile zu sein scheint, gestattet es seinem zukünfitgen General auf die Erde zurück zu kehren, um sich an den Hintermännern des erlittenen Fiaskos in Nordkorea rächen zu können. Als "Spawn" wird er zur Geißel seiner Peiniger und vergisst darüber, dass seine Zeit auf Erden an ein teuflisches Abkommen gebunden ist.

"Spawn" ist absoluter Trash und das im besten Sinne. Die Geschichte, die auf dem Papier eigentlich gar nicht so unspannend klingt, ist lediglich Mittel zum Zweck und eher eine "Begleiterscheinung" zwischen diversen Actionsequenzen und dem stetigen Selbstmitleid der Hauptfigur. Die Darsteller scheinen sich der zielstrebigen Unernsthaftigkeit der Comic-Verfilmung durchaus bewusst zu sein, was die dramatische Wirkung zahlreicher Szenen nicht unbedingt zum Besseren wandelt. Wirklich schlimm ist das aber, gerade aus heutiger Sicht, in der man am Ende auch nur ähnliche Qualität mit noch mehr Brimborium drum herum serviert bekommt, nicht. Man könnte "Spawn" vielleicht sogar noch als einen recht ehrlichen Vertreter seiner Gattung ansehen, da er auch nicht vorgibt, wesentlich mehr zu sein. An Todd McFarlanes legendären Comic kommt die hektisch durch die verschiedenen Abteilungen der eigentlichen Story hetzende Umsetzung aber dennoch längst nicht heran. Kennt man diesen, fällt die Enttäuschung demnach vermutlich fast noch größer aus, als wenn man sich nur einen netten heldenhaften Abend verspricht.

Technisch passt die Blu-ray-Umsetzung zum Film, denn wirklich HD-würdig ist das Ergebnis nicht. Ob Schärfegrad, Kontrastwertung oder Detailzeichnung - nichts ist auf der Höhe der Zeit und betrachtet man sich die Möglichkeiten digitaler Überarbeitung bei Filmen aus der besagten Zeit und noch davor, wurde hier eine Menge Potential verschenkt. Ich denke hierbei z.B. an die Umsetzung des Filmes "Die Verurteilten", der gar drei Jahre älter ist und auf ein mehr als nur akzeptables HD-Level transferiert wurde. Der Ton hingegen geht in Ordnung, erreicht aber mit seiner schwächelnden Einbindung irgendwelcher Basseffekte kein sonderlich hohes Niveau. Immerhin sorgt die deutsche Dolby-Digital-5.1.-Spur für angemessene räumliche Effekte. Die Extras fallen nicht unbedingt spärlich aus, richtige Highlights findet man zwischen dem Audiokommentar von "Spawn"-Erfinder McFarlane, einem handelsüblichen Making-of, diversen Musikvideos und anderem Kleinkram jedoch nicht.

Ja, "Spawn" ist absoluter Trash und zudem mehr als unwürdig gealtert. Der Film selbst bleibt weit unter den Möglichkeiten seiner sensationellen Comic-Vorlage, nimmt sich aber im Gegenzug auch nicht sonderlich ernst, was den gewollten "Trash"-Faktor nur noch unterstützt. Wäre die Technik der Scheibe nicht dermaßen hinter dem Mond geblieben, wäre eventuell auch noch ein Stern mehr drin gewesen, aber wenn es inhaltlich schon qualitativ eher spärliche Kost gibt, muss in diesem Bereich für eine höhere Wertung halt jedes Register gezogen werden. Das wollte oder konnte man nicht, daher gibt es für die seltsame Mischung aus "Ghost Rider" (wobei dessen zweiter Kinoausflug noch mal ein Level unter "Spawn" anzusetzen ist...wer also "Spirit of Vengeance" ertrug, hat vermutlich hier gute Überlebenschancen...) und "Punisher" zwei mittelmäßige Sterne.


DC Comics Graphic Novel Collection 49: The Flash - Die Rückkehr von Barry Allen
DC Comics Graphic Novel Collection 49: The Flash - Die Rückkehr von Barry Allen
von Mark Waid
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Sammelwut Nr. 49: Der rote Blitzkrieg, 13. Februar 2016
Nachdem der erste Flash, Barry Allen, in "Crisis on Infinite Earths" (erschienen als dritter Sonderband der Sammelreihe) sein Leben ließ, um die Antimateriekanone des Anti-Monitor zu vernichten und damit unzählige Leben rettete, hat Wally West, der einstige "Kid Flash", dessen Erbe angetreten. Zwar sind seine Fähigkeiten noch längst nicht auf dem Niveau seines legendären Vorgängers und er hadert, auf Grund des schweren Helden-Vermächtnisses ständig mit sich selbst, aber als eines Tages vollkommen unerwartet Barry Allen vor der Tür steht, beginnt sich Wallys Leben zu wandeln - und zwar nicht unbedingt zum Besseren. Bereits vorher wurde er von vielen Mithelden zwar als Flash akzeptiert, aber rückte ins zweite Glied, was mit der Rückkehr des Originals nur noch einmal deutlicher wird. In allen Belangen unterlegen, muss sich Wally zudem mit dem so genannten "Kombinat" herum schlagen, einer technisch hoch gerüsteten Verbrechergruppierung, die in Central City und Keystone City diverse Überfälle verübt. Und als ob das noch nicht genug wäre, macht ihm schließlich auch noch ein offenbar von Neid und Missgunst zerfressener Barry Allen Probleme.

Die "Flash"-Bände zählten bislang eher selten zu den Highlights der Sammelreihe. Inhaltlich waren sie entweder recht komplex und für weniger DC-Kundige eher schwer verständlich (z.B. Band 39 "Krieg der Rogues") oder quasi, auf Grund massiver Rechtschreib- und Grammatikfehler, schlichtweg unles- bzw. ungenießbar (z.B. Band 12 "Born to Run"). Der vorliegende Band 49 rückt das Bild des roten Blitzes endlich in ein besseres Licht, da die Geschichte fast durchweg nachvollziehbar ist und sich die Mängel in punkte Rechtschreibung und Schriftsatz in erträglichen Grenzen halten, wenngleich sie aber immer noch vorhanden sind. Ich empfehle aber das vorangehende Lesen der "Crisis on Infinite Earths", was das Verständnis um die Bedeutung der Wiederkehr des ersten Flash für das DC-Universum noch einmal unterstreicht.

Künstlerisch ist der Band ein Kind der neunziger, was relativ zweckmäßige Zeichnungen bedeutet, die aber nicht dem Minimalismus der 70er oder frühen 80er unterliegen. Von der Qualität moderner Stilrichtungen ist man aber meilenweit entfernt, was aber bei der fesselnden Geschichte absolut nicht ins Gewicht fällt. Als Bonus findet sich der Nachdruck von "Superman #199" aus dem Jahre 1967, in der Flash und der "Stählerne" ein für alle Mal klären wollen, wer von ihnen denn nun der schnellst ist.

Unterm Strich ist Band 49 damit ein äußerst kurzweiliger und unterhaltsamer Band der Reihe, der inhaltlich auch ohne große Vorkenntnisse erfassbar ist. Und da ich, bis auf zwei, drei Textfehler, keinen anderen Grund zum Meckern finde, vergebe ich fünf Sterne an " Die Rückkehr von Barry Allen".


Bowmore 12 Jahre Islay Single Malt Scotch Whisky (1 x 0.7 l)
Bowmore 12 Jahre Islay Single Malt Scotch Whisky (1 x 0.7 l)
Preis: EUR 29,99

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Just a little (Bow)more, 12. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nein, keine Sorge - als eigentlich recht dürftig Alkohol konsumierender Mensch, bin ich weit davon entfernt, immer ein Gläschen mehr zu verlangen. Vor einigen Jahren entdeckte ich jedoch das Feld der unzähligen Whiskysorten für mich und gegen Ende 2015 wurde es Zeit, einmal einen der angeblich "leichteren" Islay-Single-Malts zu probieren, deren etwas "schwerere" Vettern mir immer einiges an Gewöhnung abverlangt haben und daher (noch?) nicht zu meinen Favoriten zählen. Der 12 Jahre alte Bowmore erinnert zwar tatsächlich etwas an seine Islay-Anverwandten, kommt in punkto Rauch und "Torfigkeit" jedoch glücklicherweise längst nicht an diese heran. So bleiben entsprechende Rauch- und Torfaromen zwar deutlich merkbar, werden aber durch wesentlich angenehmere Zitrusaromen etwas entschärft.

Auch wenn ich keinesfalls ein großer Kenner vieler Single-Malt-Sorten bin, hat mir die "Bowmore"-Genusserfahrung insgesamt durchaus gefallen. Zwar wird dieses Islay-Kleinod Fans richtig torfiger und/oder rauchiger Tropfen nicht zufriedenstellen, dafür eignet es sich aber, meiner Meinung nach, hervorragend dazu, die Kontaktaufnahme zu den in dieser Beziehung intensiveren Rachenputzern ein wenig zu erleichtern. Dafür und den insgesamt fairen Preis von knapp 25-30 Euro gibt es von mir die klare Maximalwertung. In diesem Sinne: Slainte mhath! (Kein Schreibfehler ;) )


DC Comic Graphic Novel Collection Crisis on Infinite Earths
DC Comic Graphic Novel Collection Crisis on Infinite Earths
von Marv Wolfmann
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Maximale Sammelwut Nr. 3: Der große Frühjahrsputz, 12. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mitte der 80er Jahre wurde das DC-Universum in einer großen Krise maßgeblich verändert. Zwei uralte Wesenheiten, der allwissende "Monitor" und sein Gegenstück aus einem Antimaterie-Universum fanden sich in einem epischen Konflikt wieder, der bereits tausende von Universen und ihren Welten zerstört hatte, bevor die verschiedenen DC-Erden ebenfalls von diesem erfasst wurden. Um die Existenz ihrer verschiedenen Versionen der Erde zu bewahren, müssen nun die Helden verschiedener Dimensionen gemeinsam gegen das bedrohende Übel vorgehen und kein Preis darf zu hoch sein, um gegen den Zerstörer der Universen zu bestehen. Doch ein verhängnisvoller Plan des Gegners droht die Bemühungen des "Monitor" und der Superhelden mit einem Schwertstreich zunichte zu machen und als schließlich auch noch Brainiac seine Chance gekommen sieht, nicht nur die Kontrolle über eine Welt, sondern gleich über mehrere Erden zu übernehmen, scheinen die geringen Möglichkeiten auf den Sieg des Guten weiter zu schwinden.

"Crisis on Infinite Earths" muss in seiner Erscheinungszeit ein bahnbrechendes Erlebnis für Comic-Fans gewesen sein. Viele der bekannten Helden wurden an ihre Grenzen geführt und teilweise sogar endgültig aus dem DC-Universum gerissen, da sie der dunklen Macht aus einer fremden Dimension nicht gewachsen waren oder sich heldenhaft für die Menschheit und ihre Kampfgenossen aufopferten. Gleichsam ist der Band aber auch ein medienhistorisches Spiegelbild seiner Zeit, in dem die Aufbruchsstimmung im Ost-West-Konflikt teilweise anhand der umfassenden Krise regelrecht spürbar wird - auch wenn sich "nur" eine recht zögerliche Zusammenarbeit zwischen teils uramerikanischen Heldentypen (z.B. "Uncle Sam", den ich bisher als Comicfigur nicht kannte und der schon ein wenig lächerlich wirkte...) und einst als feindlich angesehenen Sowjet-Recken ("Red Star", "Negative Woman") ergibt.

Künstlerisch ist der Band natürlich ebenfalls ein Kind seiner Zeit, die typischen 80er-Zeichnungen balancieren demnach durchgängig zwischen den arg zweckmäßigen künstlerischen Ergüssen der Ära davor und den visuell beeindruckenderen Ansätzen der moderneren Interpretationen. Bindung und Layout sind, wie so ziemlich bei jedem Band der Sammelreihe, gelungen und versprechen entsprechende Langlebigkeit. Leider haben sich einmal mehr wieder teils massive Rechtschreibfehler eingeschlichen, insbesondere die erste Hälfte der Erzählung hinterlässt somit leider keinen besonders positiven Eindruck. Für immerhin knapp 25 Euro Ladenpreis (mittlerweile höher, auch wenn Eaglemoss Nachdrucke versprochen hat, Quelle: Panini-Forum) sollte man, Hardcover hin oder her, in der Lage sein, ein solches Highlight der Sammelreihe und Comic-Geschichte in einer weitestgehend fehlerfreien Form herauszugeben. Ich kann immerhin in so fern beruhigen, als das die Fehler das Verständnis der Ereignisse nicht verzerren und man der Story problemlos folgen kann. Dennoch erachte ich persönlich so massiv auftretende Buchstabendreher und vergessene Buchstaben als ein absolutes Unding. Allein dieser Umstand sorgt im Übrigen für die Abwertung eines inhaltlich eigentlich exzellenten Bandes auf vier Sterne. Die hat sich die interdimensionale Krise mit ihren emotionalen Momenten aber auch mit den genannten Schönheitsfehlern redlich verdient.


StarCraft II: Heart of the Swarm
StarCraft II: Heart of the Swarm
Preis: EUR 13,07

5.0 von 5 Sternen Möge der Kriecher mit dir sein, 11. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem die Königin der Klingen in "Wings of Liberty" erneut eine Umwandlung erfuhr, vegetiert sie in einer terranischen Forschungseinrichtung vor sich hin und lässt geduldig zahlreiche Experimente über sich und ihre Brut ergehen. Als jedoch die Terranische Liga die Spur der menschlichen Rebellen bis in jene Einrichtung verfolgt, kommt es zur Konfrontation mit Imperator Mengsks Truppen, die für das galaktische Liebespaar Kerrigan und Raynor ein tödliches Ende nimmt. Wütend vor Rachedurst und angetrieben von der Aussicht auf eine Möglichkeit, Mengsk endgültig das Zeitliche segnen zu lassen, begibt sich die einstige Anführerin der Zerg auf eine lange Odyssee mit dem Ziel, die alte Kraft wieder zu gewinnen und den Schwarm wieder zur ultimativen Macht aufsteigen zu lassen. Dabei begibt sie sich unter anderem zurück nach Char, wo bereits General Warfield auf einen erneuten Kampf gegen die Zerg wartet und auf die mystische Heimatwelt der Zerg, die von den ursprünglichen Versionen der Bestien bewohnt wird. Als dann auch noch die bereits aus der menschlichen Kampagne bekannten Mischwesen aus Zerg und Protoss auf der Bildfläche erscheinen und die Wiederauferstehung eines alten gottgleichen Wesens vor der Tür steht, gerät das Universum erneut aus den Fugen.

"Heart of the Swarm" setzt logischerweise genau da an, wo der Vorgänger "Wings of Liberty" endet. Statt der Terraner stehen hier allerdings die insektoid-echsenartigen (wie will man es sonst ausdrücken ^^) Schwarmwesen, die Zerg, im Mittelpunkt. Die Spielweise verändert sich demnach ein wenig, da die Kreaturen überwiegend auf dem bekannten "Kriecher" (eine Art Boden bedeckender Schleim) bauen müssen und die Einheiten in der Regel etwas verletzlicher sind, als die der Terraner oder Protoss. Dies gleichen die Zerg aber durch das schnelle parallele "Bauen" ihrer Krieger aus, was, genügend Ressourcen vorausgesetzt, durchaus ein Vorteil ist. Eine Folge dieser Eigenart ist es auch, dass man zumeist schon recht schnell über eine für den Gegner gefährliche Masse an Einheiten verfügt. Eine weitere Besonderheit der Zerg besteht in verschiedenen Evolutionsstufen der Einheiten, welche die Basiseinheiten noch einmal in eine bestimmte Richtung spezialisieren kann. Um diese Stufe zu erhalten und eine Entscheidungsgrundlage zu bekommen, in welche Richtung sich die Biester entwickeln sollen, muss man so genannte "Evolutionsmissionen" erfüllen und kann dabei die Vor- und Nachteile der Entwicklungsrichtungen in Aktion erleben und in Ruhe eine Entscheidung treffen, welche Art dem eigenen Spielstil mehr entspricht. Benötigt man z.B. eher Zerglinge, die etwas stärker sind und über Klippen hinweg springen können oder möchte man lieber, dass drei anstatt zwei dieser Kreaturen aus den Kokons schlüpfen und damit schlicht und einfach mehr Masse zum gleichen Preis prodizieren? Eine weitere Anpassungsmöglichkeit besteht in drei Mutationen, die man jeder Art mitgeben kann, so dass sich in Summe einige Kombinationsmöglichkeiten ergeben und man, nach Adam Ries, theoretisch 6 Möglichkeiten hat, eine Einheitensorte zu entwickeln. Das klingt aber komplexer, als es eigentlich ist, denn ein wirkliches "Vermutieren" ist nicht möglich, da man zwar nicht die Evolutionsstufen, aber eben die Mutationen immer wieder wechseln kann.

Die Missionen sind zwar immer noch spürbar auf Zeit getrimmt und nicht immer hat man ausreichend Zeit, sich gemütlich seine eigene Basis aufzubauen, aber im Gegensatz zum Vorgänger ist die Hektik in den Missionen wunderbar mit der erzählten Geschichte und vor allem mit dem verdammt kurzweiligen Missionsdesign in Einklang gebracht worden. Das Mikromanagement der Einheiten, sprich die Notwendigkeit des Einsatzes irgendwelcher Spezialfähigkeiten, ist gegenüber dem Vorgänger spürbar wichtiger geworden und da die Zerg-Einheiten über weite Strecken nicht unbedingt zu den robustesten Vertretern ihrer Zunft zählen (nehmen wir den mammutartigen Ultralisken aus dieser Kritik mal heraus...), muss man viel öfter jedes Ass im Ärmel nutzen, um in den höheren Schwierigkeitsgraden eine Chance auf den Sieg zu haben. Auf den beiden einfachsten Anforderungsniveaus "Moderat" und "Normal" kann man das hingegen durchaus vernachlässigen, da reicht einfach nur die pure Masse der Schwarmwesen, um den Feind mehr oder weniger schnell zu überrennen. Zwischen den Einsätzen gibt es wieder die Möglichkeit, Gespräche mit der "Crew" des Schwarmschiffes zu führen oder, wie erwähnt, Anpassungen an den Einheiten vorzunehmen.

Technisch überzeugt der zweite Teil der "StarCraft 2"-Trilogie durch das solide Grafikgerüst und vor allem wieder die schnell in Fleisch und Blut übergehende Steuerung, die Genre-Veteranen von Anfang an im Schlaf beherrschen und Anfänger recht fix erlernen können. Erneut überzeugen hollywoodreife Zwischensequenzen mit tollen deutschen Sprechern, so taucht hier z.B. Klaus-Dieter Klebsch (Synchronstimme von "Dr. House" oder auch Ian McShane, Alec Baldwin, Josh Brolin...) in einer äußerst passenden Rolle auf. Die Bindung an einen "battle.net"-Account ist selbstverständlich ebenfalls noch Pflicht, wenngleich Freunde irgendwelcher Modifikationen zur Verhinderung einer Accountsperrung immer die Möglichkeit haben, den Netzwerkstecker des Rechners zu ziehen und damit zwangsweise das Spiel auch im Offline-Modus erleben zu dürfen.

"Heart of the Swarm" gefiel mir, auf Grund der etwas mitreißenderen Geschichte und den tollen, wenngleich auch immer noch oft etwas kurzen Missionen (Zeitlimits jedweder Art lassen ab und an grüßen...), Missionen noch einmal ein ganzes Stück besser als der Vorgänger. Und da bereits den Vorgänger nur ein Hauch von der Maximalwertung von fünf Sternen trennte, sehe ich diesmal keinen ernsthaften Grund, diese erneut zu verweigern. "StarCraft 2" ist einfach nach wie vor das derzeit beste aktuelle Echtzeitstrategie-Spiel und wird es dank des neuesten Teiles, "Legacy of the Void", auch sicher noch eine ganze Weile bleiben...möge es Teil 3 sein, der diese Spitzenposition in einigen Jahren übernimmt.


StarCraft II: Wings of Liberty
StarCraft II: Wings of Liberty
Preis: EUR 17,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das dreckige Dutzend, 9. Februar 2016
Nachdem sich die Königin der Klingen während der Ereignisse des "Brood War" (Zusatzdisk zum 1.Teil der Reihe) eine herausragende Machtposition im Koprulu-Sektor gesichert hatte, sind mittlerweile vier Jahre ins Universum gegangen. Das sich schnell erholende menschliche Dominion kann sich mittlerweile wieder behaupten, während sich die nach wie vor rätselhaften Protoss weitestgehend aus den Geschehnissen im Universum herauszuhalten scheinen. Als Jim Raynor von einem alten Bekannten auf die Jagd nach Bruchstücken eines seltsamen Artefaktes angesetzt wird, kann dieser aus finanziellen Gründen nicht "nein" sagen. Zu teuer ist die gegen den unheiligen Imperator Arcturus Mengsk angezettelte Rebellion mittlerweile geworden, so dass die Gelegenheit zum Geld verdienen mehr als gelegen erscheint. Während der Odyssey durch den Raumsektor erbeutet Raynor nicht nur ein Puzzleteil nach dem anderen, sondern muss auch die Tücken der Zerg erneut kennen lernen, die zahlreiche Welten mit ihrer Präsenz oder durch ein Virus in ihre Fittiche bekommen wollen. Seine Rache auf die Königin der Klingen, seine ehemalige Geliebte Sarah Kerrigan, entflammt von Neuem. Doch auch in den eigenen Reihen macht sich Unmut breit, da die Rebellion an einem toten Punkt angekommen zu sein scheint und man weiter von der Ablösung des ungeliebten Herrschers Mengsk entfernt ist, als man glaubt. Als dann auch noch der dunkle Templer Zeratul auftaucht und von einer weiteren Prophezeihung berichtet, die Raynor anscheinend nicht nur um seine Rache bringen wird, sondern auch noch die zu wichtige Rolle Kerrigans betont, gerät das Universum endgültig aus den Fugen.

Anno 1998 raubte mir einer der ersten richtig großen Echtzeit-Strategie-Klassiker nächtelang den Schlaf und bis zum Erscheinen des Nachfolgers Mitte 2010 blieb das Spiel Dauergast auf der Festplatte und wurde immer wieder für ein kurzes Soloabenteuer oder kurzweilige Mehrspieler-Duelle aus der Versenkung geholt. Die Fortsetzung erfindet das Rad glücklicherweise nicht neu und bleibt damit dem herrlichen Mix aus Weltraumoper auf der einen und bester spielerischer Unterhaltung auf der anderen Seite treu. Wie im Genre üblich beginnt man in der Regel mit einigen Einheiten und Gebäuden auf der taktischen Spielkarte, sammelt Ressourcen, baut die eigene Basis und die Truppen auf und wirft sie am Ende gegen den Gegner. Im Gegensatz zum Vorgänger wird mit diesem Standard-Ablauf, durch abwechslungsreiche Missionselemente wie diverse Timer oder sich fortsetzende oder in bestimmten Abständen wiederholende Ereignisse (z.B. ein gewaltiger Feuersturm auf einem von einer Supernova erfassten Planeten, was eine ständige Weiterverlegung der eigenen Basis erfordert oder aber ein Planet, dessen Kristallvorkommen regelmäßig von flüssigem Magma geflutet werden, was einen Abbau recht risikoreich macht) aufgebrochen. Zahlreiche neue Einheiten fanden zudem den Weg ins Spiel, so sind die Terraner, die im Zentrum dieser Episode stehen, mittlerweile noch mobiler geworden und haben ihr Arsenal durch zahlreiche weitere Infanterietruppen und schlagkräftige leichte Panzereinheiten ergänzt.

Technisch ist vor allem die schnell erlernbare Bedienung hervorzuheben und zu loben, die Veteranen sofort ohne irgendwelche Umgewöhnung intuitiv bedienen und Neulinge recht schnell erlernen können - in dieser Hinsicht ist "StarCraft 2" definitiv kein Komplexitätsmonster. Die Grafik ist auch nach mittlerweile knapp 6 vergangenen Jahren immer noch ausreichend schick, auch wenn die Reihe nie zu den ganz großen visuellen Leckerbissen zählte. Die Qualitäten liegen aber, wie bereits gesagt, auf ganz anderer Ebene. Die deutsche Vertonung ist schlicht und einfach als nahezu perfekt zu bezeichnen, da bekannte Sprecher (u.a. Tilo Schmitz) sich gegenseitig die Klinke in die Hand geben und die sowieso schon Hollywood-reife Umsetzung noch unterstützt wird. Der Schwierigkeitsgrad ist auf den ersten beiden Niveaus "Moderat" und "Normal" auch für Nicht-Profis insgesamt angenehm, zieht aber in den höheren Graden spürbar an. Wer also nur die Geschichte erleben und Frustmomente vermeiden möchte, ist also keineswegs verloren. Das Spiel wird während der Installation an einen battle.net-Account gebunden, der als notwendige Startplattform funktioniert. Das bringt jedoch den "Nachteil" mit sich, dass man in der Regel während des Spielens online sein muss - in so fern man Wert auf das Erreichen diverser Trophäen ist. Jedoch ist es auch möglich, das Spiel "offline" zu genießen, in so fern man schlicht und einfach das entsprechende Kabel am Rechner zieht und die ganzen Fehlermeldungen stur durchklickt. Das könnte insbesondere für die Zeitgenossen interessant sein, die gerne eventuelle Spielmodifikationen nutzen wollen, ohne dafür gleich seitens Blizzard gebannt zu werden.

Warum dann aber "nur" vier Sterne? Dafür ist weniger die etwas nervige Online-Geschichte verantwortlich, sondern die wenig ausufernden Spielmissionen. Selten braucht man zum Erreichen der Ziele wesentlich länger als eine Stunde, was nicht unbedingt an zu wenig herausfordernden Schwierigkeitsgraden liegt, sondern an irgendwelchen Zeitvorgaben, die man zum Erfüllen vieler Missionen einhalten muss. Während man sich bei Teil 1 in den meisten Missionen Zeit zum Aufbau einer wirksamen Defensive und dem fast schon gemütlichen Aufrüsten der eigenen Truppen widmen konnte, bleibt hier selten Zeit für derartige Dinge. Verstehen sie mich nicht falsch, "StarCraft 2" ist selten wirklich hektisch, aber man ist zu oft ein Gehetzter der Zeit, um teilweise wirklich den Spielfluss genießen zu können. Das mag ein sehr subjektiver Betrachtungswinkel sein, für mich ist er aber durchaus entscheidend, zumal sich auch die Gesamtspielzeit diesen schnellen Missionsphasen unterordnen muss. So kann man am Ende zwar durchaus knapp 30 Stunden Spaß an der ersten Episode haben, aber das ist nichts zu den hunderten Stunden, die mich "StarCraft" seinerzeit auch jenseits der Kampagnen zu fesseln wusste.


Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung Classic II: Thor - Geschichten aus Asgard
Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung Classic II: Thor - Geschichten aus Asgard
von Stan Lee
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Sammelwahn, die nordisch-konservative 80, 9. Februar 2016
Um ihrer "neuen Liebe" Thor Raum für Entwicklungen geben zu können, gaben die Comic-Götter Stan Lee und Jack Kirby in den 60er Jahren einige Geschichten heraus, die den sagenhaften Hintergrund des Göttersohnes ausbauen und seinem kometenhaften Aufstieg ein Fundament bieten sollten. Einige dieser Geschichten sind im aktuellen Band der "Offiziellen Marvel-Comic-Sammlung" enthalten und sie präsentieren uns einen Abriss von der Entstehung des Göttergeschlechtes der Asen, über die Eroberungen Odins, über die Jugendzeit der beiden ungleichen Brüder Thor und Loki bis hin zu einigen Abenteuern, die der Donnergott und seine Freunde bestreiten müssen. Die Reise führt die kühnen Recken dabei in alle Ecken des Kontinents Asgard und sie müssen zahlreiche ruhmreiche und epische Schlachten überstehen, um der ewigen Suche nach dem Guten gerecht werden zu können.

Erzählerisch trägt der Band den üblichen "Makel" der "Classic"-Ausgaben mit sich herum, der in der typischen Erzählweise seiner Erscheinungszeit besteht. Diese erscheint, unter heutigen Maßstäben im Zeitalter intensiv miteinander verwobener und bahnbrechender Geschichten, einfach nur primitiv und gar ein wenig unbeholfen. Andererseits kann man den Abenteuern einen gewissen blinden "Kultcharakter" nur schwerlich absprechen, zumal diese ja lediglich als oft nur lose zusammenhängende grundlegende Erzählungen um die Mythologie der Asen und ihrer Denkweise dienen - eben als Basis für eine weitaus größere Geschichte. Der künstlerische Aspekt hingegen ist (leider?) weitaus weniger ein Kind jener Comic-Hochzeit, da die Ausgabe nicht etwa die Originalgeschichte, sondern deren kreatives Update enthält, das mit moderner digitaler Koloration auftrumpft und daher äußerlich eben nicht mehr jenen unnachahmlich antiken Charme transportiert. In meinen Augen macht das die vergleichsweise simpel aufgebauten Geschichten, aus heutiger Sicht, ein ganzes Stück erträglicher, wenngleich der eine oder andere zu Recht den damit fehlenden "Charakter" der Erzählungen kritisieren könnte.

Absolut lobenswert hingegen sind die Extras in Form diverser Kartenabbildungen und Querschnitten durch die Welt von Asgard, aber auch der Infotext rund um die "Geschichten aus Asgard" ermöglicht weitere Einblicke in Lees und Kirbys Ambitionen rund um den Hammer schwingenden Helden. Abzüglich der inhaltlichen Längen und der für echte Fans vermutlich inakzeptablen Neukoloration erhält der insgesamt kurzweilige und beim Lesen gut einzuteilende Band vier Sterne in der Gesamtwertung.


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