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Beiträge von Thomas Knackstedt
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Rezensionen verfasst von Thomas Knackstedt "thomasknackstedt" (Delligsen)
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Liebe
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| DVD ~ Jean-Louis Trintignant |
| Preis: EUR 11,99 |
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5.0 von 5 Sternen
"Ihr habt euer Leben..., 19. Mai 2013
... lasst uns das Unsere." Darauf läuft es in Michael Hanekes, mit Preisen überhäuftem Film, -Liebe- hinaus. Das diese Produktion den Oscar, die Goldene Palme und noch andere wichtige Auszeichnungen erhalten hat, zeigt auf, dass ein inspirierter, handwerklich außerordentlich gut gemachter Film, der zudem großartig besetzt ist, noch immer punkten kann. Das ist außergewöhnlich, denn: -Liebe- kommt handlungsarm, kammerspielgleich, musiklos, realistisch, kühl und distanziert daher. Für den Freund gepflegter Blockbuster-Unterhaltung ist dieser Film ganz sicher ein zweistündiger Albtraum auf der Leinwand. Haneke schafft es jedoch, mit all diesen "Anti-Unterhaltungs-Symptomen" perfekt umzugehen. Er setzt das Ehepaar Anne(Emanuelle Riva) und Georges(Jean-Louis Trintignant) in den Focus seiner ruhigen Erzählung. Vor allem Trintignant spielt dabei den Rentner Georges mit einem ganzen Ozean voller Herzblut. Das überzeugt und beeindruckt in jeder Sekunde... Anne und Georges leben in Paris. Die Kinder sind lange aus dem Haus. Eines Tages erleidet Anne einen Schlaganfall. Der macht sich unspektakulär bemerkbar und es folgt eine Operation. Als Anne in die Wohnung zurückkehrt ist sie ein Pflegefall. Ihr einziger Wunsch an George ist: "Versprich mir, dass Du mich nie wieder in ein Krankenhaus bringst." Georges kümmert sich aufopferungsvoll um seine geliebte Frau. Doch die Krankheit nimmt ihm seine Anne jeden Tag ein Stück mehr. Die Tochter Eva(Isabelle Huppert) ist entsetzt, als sie ihre Mutter sieht. Helfen kann sie jedoch auch nicht. Anne will nur noch sterben. Georges will genau das verhindern. Das alte Paar wird auf die schwerste Prüfung seines gemeinsamen Lebens gestellt. Am Ende ist es allein Georges, der die Fäden des Schicksals noch beeinflussen kann... Brillant gespielt, tief bewegend und eindrucksvoll. Das sind die Pluspunkte von -Liebe-. Haneke versteht es Liebe, Hoffnungslosigkeit, die Freude am Leben und den Überdruss an Krankheit in eine alltägliche Geschichte zu packen. So, oder so ähnlich, spielt sich das in Tausenden Haushalten auf der Welt ab. Auch Annes Reflex, sich dem Leben komplett zu entziehen und auf gar keinen Fall ihrem Mann oder den Kindern zur Last zu fallen, wird sehr real abgebildet. Mittelpunkt der Produktion ist das Spiel Jean-Louis Trintignants. Er ist der Fels in der Brandung. Ein Mann, der jeden Schlag des Schicksals einsteckt und irgendwie reagiert. Jedenfalls vermutet man das. Aber auch Georges kommt an seine Grenzen. Das stellt Trintignant so perfekt dar, dass man ihm jede Sekunde dieser Rolle abnimmt. -Liebe- ist ein Gewinner-Film. Haneke Arbeit ist erfolgsverwöhnt und alles andere als Mainstream. Man kann das als Kunstkino oder Avantgarde empfinden, aber ich sehe das anders. Ein Regisseur, der es schafft, diesen dramatischen und doch so kühlen Stofff in zwei Stunden Spielfilm zu packen und damit die Zuschauer zu überzeugen, der versteht sein Handwerk. -Liebe- ist großes Kino, zu Recht ausgezeichnet und sehenswert. Vom radikalen Beginn des Films bis zu statischen Bildern und Stillleben nutzt Haneke alle Möglichkeiten der Kameraführung. Das muss nicht jedem Zuschauer gefallen, mich hat es in jedem Fall komplett überzeugt.
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3.0 von 5 Sternen
"Du bist der Schönste von allen hässlichen Männern!", 17. Mai 2013
Die Lebefrau Lupe(Penelope Cruz) weiß, wie man mit Männern umgeht. Das sorgt im Nachkriegsspanien dafür, dass der gefeierte Stierkämpfer Manolete(Adrien Brody) ihr mit Haut und Haaren verfällt. Die Entourage und Familie Manoletes versuchen Lupe von ihrem "Goldesel" fernzuhalten, doch das gelingt nicht. So unglaublich mutig, stark und geschickt Manolete in der Arena den wildesten Miura Stieren gegenüber tritt, so schüchtern und unerfahren ist er im Umgang mit Frauen. Und Lupe ist eine Frau, die all ihre Reize genau kennt. Es kommt, wie es kommen muss: Manolete konzentriert sich mehr auf Lupe als auf seinen Beruf. Im Jahr 1947 bezahlt er dafür einen hohen Preis... Stierkampf ist abscheulich. Die Geschichten, die sich um ihn ranken sind es nicht unbedingt. Wer Hemingways -Tod am Nachmittag- gelesen hat, der weiß, worum es im Kern geht. Menno Meyjes Film, der stark an das Leben des "echten" Manolete angelehnt ist, schafft es nicht, diesen Kern des Stierkampfmythos herüber zu bringen. In den ersten 45 Minuten schleppt sich der Film zäh voran, bis endlich die Story Fahrt aufnimmt und in ein gelungenes Ende fließt. Dabei überzeugen vor allem die beiden Hauptdarsteller Cruz und Brody in ihren Rollen. Dazu gesellt sich eine gut geführte Kamera und fantastische Farben und Blickwinkel. Auch die Originalaufnahmen aus den 40er Jahren haben mir gefallen. Letztendlich ist das für einen guten Film jedoch zu wenig. -Manolete- scheitert an der "Seelenlosigkeit" der Geschichte. Obwohl Meyjes oft den Vergleich zwischen Lupes Einfluss auf Manolete und dessen Kampf mit dem Stier sucht, findet er nur wenige Momente, wo ihm das auch gelingt. Alles in allem ist die Herangehensweise an eines der großen Mysterien der spanischen Lebensart, jedenfalls wenn sie mich fragen, zu oberflächlich und ungenau. Für Fans von Penelope Cruz und Adrien Brody ist -Manolete- ganz sicher keine Enttäuschung. Aber die beiden hervorragenden Mimen können aus der seichten Story auch kein Meisterwerk machen. Mit einem Hemingway als Drehbuchschreiber wäre hier sicher ein ganz anderer Film an den Start gegangen. Einer mit echter Leidenschaft, Liebe, Freude, Hass, Angst, Mut und Feigheit. Leider hat Menno Meyjes das, meiner Ansicht nach, nicht hinbekommen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Das Beste aus Frankreich..., 15. Mai 2013
... etwas anderes kommt nicht auf den Tisch! Jedenfalls wenn Hortense Laborie(Catherine Frot) Köchin des französichen Präsidenten ist. Wie es dazu kam, dass die einfache Frau aus dem Volk, die ein schlichtes Gasthaus führte, plötzlich den mächtigsten Mann des Landes bekocht, und vor allem wie die Geschichte zu Ende geht, das erzählt Christian Vincents Film -Die Köchin und der Präsident-. Der Film ist weder eine Komödie noch ein Drama, sondern viel mehr eine schlichte, gut erzählte Geschichte. Die präsentiert Vincent mit zwei Erzählsträngen. Zum einen ist da der letzte Tag der Köchin Laborie auf einer französischen Arktisstation. Von dort gehen Rückblenden in den Palast des Präsidenten und gewähren uns Einblicke in Hortenses Schicksal. Hortense Laborie wird Köchin des Präsidenten. Wie das genau passierte, weiß sie selbst nicht. Auf einmal befindet sie sich im Elysee-Palast und führt dort eine kleine Küche und den Gehilfen Nicolas(Arthur Dupont). Hortense weiß genau worauf es ankommt. Schlichte Speisen, gute Zutaten und jede Menge Herzblut spielen in ihrer Küche die ersten Geigen. Das begeistert den alterenden Präsidenten(Jean d'Ormesson). Doch Hortense hat auch gegen Widerstände zu kämpfen. Die Chefs der Zentralküche im Palast hassen sie und die Bürokraten suchen und finden jedes noch so kleine Haar in der Suppe bei Hortense. Die soll Eingeständnisse genau da machen, wo es ihrer Ansicht nach niemals Eingeständnisse geben darf: Beim Essen. So scheint die Katastrophe unvermeidbar... Christain Vincent hat das clever gemacht. Er schickt seine Hortense in die Arktis und lässt uns von dort in den Elysee-Palast zurückblicken. Catherine Frot spielt ihre Hortense pragmatisch und gut. In den Nebenrollen überzeugt vor allem Arthur Dupont als Nicolas. Es gibt tiefe Einblicke hinter die Mauern des Regierungspalastes und unglaublich leckere Momente mit der französischen Küche. Wie gesagt: Keine Komödie! Kein Drama! Einfach eine Erzählung. Das mag dem einen zu viel, dem anderen zu wenig sein. Ich fand es in jedem Fall unterhaltend und lehrreich. Wenn sie sich für gutes Essen interessieren und gern eine kleine, feine Geschichte hören, dann sind sie bei -Die Köchin und der Präsident- genau richtig. Brauchen sie Action, Skandale und reichlich Wendungen im Plot, dann lassen sie den Film lieber links liegen. Mir hat er gut gefallen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
VERGEBUNG., 15. Mai 2013
Darum geht es in -Another Earth-. Gleich vorweg: Wer mit clever inszenierten Independent-Filmen, die weder einfach noch geschenkt zu "konsumieren" sind, nichts anfangen kann, der sollte erst gar nicht versuchen Mike Cahills preisgekrönten Film in den Player zu schieben. -Another Earth- fällt(mal wieder) in die Sparte "Belohnungsfilm". Wer die ersten tristen, kargen 20 Minuten "übersteht", die der Streifen einfach braucht, um die Hauptdarstellerin Rhoda(Brit Marling) ins rechte Licht zu rücken, der wird anschließend von einer gefühlvollen, überaus geschickt eingefädelten Story belohnt, deren Ende mich so richtig erst 5 Minuten nach dem Abspann erreichte. So lange brauchte ich jedenfalls, bis ich gerafft habe, was Cahill mit diesem Schluss demonstrieren wollte. Am Himmel der Erde taucht ein Planet auf, der unserer Erde absolut gleicht. Die Spekulationen schießen ins Kraut, was es damit auf sich hat. Die 17jährige Rhoda bestaunt den Planeten, der von den Wissenschaftlern Erde 2 getauft wird, während sie betrunken mit dem Wagen nach Hause fährt. Sie ist so abgelenkt, dass sie den Wagen des Komponisten John(William Mapother) rammt. Johns schwangere Frau und sein Sohn sterben bei dem Unfall. John fällt ins Koma und die leichtverletzte Rhoda wandert vier Jahre ins Gefängnis. Als sie entlassen wird, zerbricht sie fast an ihrer Schuld. Obwohl sie hochintelligent ist, will sie nicht mehr studieren und beginnt einen Job als Hausmeisterin. Eines Tages sieht sie John und sucht sein Haus auf. Sie will ihn um Vergebung bitten, schafft es aber nicht. Nach einem Suizidversuch bietet sie sich dem völlig im Abseits gelandeten Mann als Putzhilfe an. Sie bringt Johns Haus auf Vordermann und gewinnt seine Wertschätzung. Spätestens jetzt müsste sie sich offenbaren, aber sie verpasst den richtigen Moment. Mittlerweile ist die Erde 2 so nah an unsere Erde herangerückt, dass man tatsächlich Funkverkehr aufnehmen kann. Es stellt sich heraus, dass die Erde 1 und die Erde 2 vermutlich komplett synchron verlaufen. Es gibt einen Wettbewerb, bei dem man einen Raumflug zur Erde 2 gewinnen kann. Rhoda nimmt Teil, denn sie glaubt, dass auf der Erde 2 ihr Leben vielleicht noch nicht "verpfuscht" ist. Aber dann kommt alles ganz anders... Was für ein genialer Plot! Mit einer erklärenden Erzählstimme bringt Cahill uns immer wieder auf den aktuellen Stand der Geschichte. Das die Geschichte mit zwei völlig unterschiedlichen Erzählsträngen so gut funktioniert ist ein echter Glücksgriff. Brit Marling spielt die zerrissene Rhoda mit unglaublicher Perfektion. Zu ihrem granidosen Schauspiel gesellen sich immer wieder Bilder der Erde 2, die den Himmel unserer Erde beherrscht. Das passt perfekt zueinander und ist so geheimnisvoll wie schön. -Another Earth- ist komplett anderes Kino. Kein Blockbuster, der sich von allein anschaut, sondern vielmehr ein sehr komplexes Gebilde von Film, das sich nicht unbedingt auf Anhieb dem Zuschauer erschließen muss. Aber es soll ja auch Menschen geben, die gern ein wenig mitdenken und tüfteln, wie diese Geschichte wohl zu Ende gehen wird. Mir hat das großen Spaß gemacht und am Ende war ich erst überrascht und dann überzeugt. -Another Earth- hat beim Sundance Filmfestival einen Preis gewonnen und ist mit 200.000 Dollar Produktionskosten ein echtes "Schnäpchen" für einen Spielfilm. Von mir gibt es deshalb die Empfehlung zum Anschauen, aber denken sie bitte dran: Leichte Einheitskost sieht komplett anders aus...
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4.0 von 5 Sternen
"Hier beginnt alles und hier endet auch alles.", 14. Mai 2013
Das sind die Worte, mit denen der Schafsmann den Ich-Erzählers aus Haruki Murakamis 1988 veröffentlichtem Roman empfängt. Allein in diesen Worten findet sich die Story Murakamis komplett wieder. Sie ist verworren, traumatisch, romantisch, spannend, konfus und ziemlich schräg. Sie spielt zwischen den Welten und bleibt doch ganz in der Realität. Es ist vor allem Murakamis Kunst, mit Worten zu spielen, der zu verdanken ist, dass -Tanz mit dem Schafsmann- nicht in eine krude Thriller-Story abdriftet. Der Autor aus Kyoto weiß genau, wie man einen Leser an die Geschichte bindet. Nach etlichen Jahren will unser Erzähler zurück nach Sapporo ins Hotel Delfin. Er hatte dort schöne Tage mit der Prostituierten Kiki verbracht. Er will sie wiedersehen. Aber nicht nur sie, auch das Hotel ist wie ein alter Vertrauter für ihn. Als er dort ankommt, gibt es das alte Hotel nicht mehr. Dort, wo es stand, steht jetzt das Luxushotel Dolfin. Der Erzähler mietet sich ein, sein Interesse für die Empfangsdame Yumiyoshi wird geweckt und er lernt Yuki, die Tochter der berühmten Fotografin Ame, kennen. Als Yumiyoshi ihm erzählt, dass sie sich nachts im Hotel plötzlich in einer anderen Welt wiederfand, wird das Interesse des Erzählers geweckt. Er weiß, wo Yumiyoshi war, denn er kennt das Zimmer des Schafmanns noch. Der Erzähler trifft ihn und erfährt, dass dieses Hotel der Knotenpunkt seines Lebens ist. Doch dann muss er abreisen. Yuki nimmt er mit, da ihre Mutter sie allein zurückgelassen hat. Sie wird eine Art Ziehkind für den Erzähler. Ihr Vater, der erfolgreiche, aber irgendwie dekadente, Autor Hiraku Makimura will ihn sogar dafür bezahlen. Doch das will der Erzähler nicht. Er sucht noch immer Kiki, findet aber nur seinen alten Schulfreund Gotanda. Der ist ein erfolgreicher Schauspieler und hatte mit Kiki in einem Film sogar eine Bettszene. Der Erzähler und Gotanda schwelgen in Erinnerungen und verbringen einen rauschhaften Abend mit Prostituierten. Doch dann gibt es Tote im Bekanntenkreis vom Erzähler und Gotanda. Alles scheint aus der Bahn zu laufen und doch ist irgendwie alles verbunden... Es ist Murakamis Klasse, die der Geschichte den Reiz gibt. Sein Humor und seine Spitzfindigkeit sind einzigartig gut. Der Einfall des Charakters Makimura ist wunderbar gelungen. Das einzige, was mir an -Tanz mit dem Schafsmann- nicht gefiel, war der Kriminalfall-Strang, der unaufgelöst im Nichts verschwindet. Ansonten hatte ich bei diesem Roman nichts zu meckern. Allerdings gebe ich zu bedenken, dass es sich mit einem Murakami-Roman wie mit einem Glas Laphroig verhält: Man mag ihn, oder man mag ihn nicht...
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3.0 von 5 Sternen
Leider viel zu leise..., 14. Mai 2013
... ist der Sony NWZB173B Walkman; jedenfalls für meinen Geschmack. Nach Lieferung der Ware war ich schon erstaunt, dass die Lautstärke des Sony durch gesetzliche Regelung stark reduziert ist und sich das auch nicht verändern lässt. Während andere Player über eine Ländereinstellung die Richtlinie umgehen können, ist der Sony dazu nicht in der Lage. Damit war der Player für mich leider nicht der Richtige. Ich war im Nachhinein verwundert, dass über dieses Manko bei den Rezensionen nichts zu lesen war, das Thema allerdings in verschiedenen Foren durchaus bekannt war und auch stark kritisiert wurde. Der Player hat die, für diese Preisklasse, notwendigen technischen Voraussetzungen. Das Display ist ein wenig klein, aber das lässt sich bei einem kleinen MP3-Player nur schlecht vermeiden. Die Clip-Funktion ist sehr gut, da sich der Clip problemlos an- und abbauen lässt. Auch die Software des Players lässt sich leicht und problemlos installieren. Insofern gibt es beim Sony nicht viel zu meckern, bis... ja bis auf die Sache mit der Lautstärke. Wer gern Hörbücher hört, der wird mit diesem Player an lauten Orten seine Probleme bekommen. Nach Recherche im Netz habe ich auch keine Möglichkeit gefunden, die Lautstärkenreduzierung auszuschalten. Daher war der Sony für mich als Player nicht akzeptabel und ich habe ihn zurückgesandt.
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4.0 von 5 Sternen
Familienbande..., 14. Mai 2013
... der besonderen Art präsentiert uns Alex Kurtzman mit seinem Film -Zeit zu leben-. Der Streifen ist hervorragend besetzt, hat einen ordentlichen Plot, wird am Ende vielleicht ein Stück weit zu rührselig und verfügt über einen phantastischen Soundtrack. Sam(Chris Pine) ist im hochbrisanten Lagerbestands-Tauschgeschäft angestellt. Für seine Firma kauft er Lagerbestände auf und tauscht oder verkauft sie an den Höchstbietenden. Ein Vabanque-Geschäft bei dem Chris keinerlei Skrupel kennt und von dem seine Freundin Hannah(Olivia Wilde) am besten so wenig wie möglich weiß. Als Sams Vater stirbt, verpassen Sam und Hannah es rechtzeitig zur Beerdigung zu erscheinen. Sie verpassen den Flug von New York nach L.A., weil Sam seinen Ausweis nicht dabei hat. Was wie ein Versehen scheint, spielt Sam jedoch in die Karten. Er hatte keinerlei Kontakt zu seinem Vater, dem Musikproduzenten Jerry. Und auch seiner Mutter Lilian(Michelle Pfeiffer) bleibt er lieber fern. Da Sam jedoch pleite ist und er auf Geld aus dem Erbe hofft, macht er sich auf den Weg. Als er dann erfährt, dass sein Dad ihm lediglich ein paar alte Platten vermacht hat, ist die Enttäuschung groß. Dann landet noch eine alte Rasiertasche in seinen Händen. In der befinden sich 150.000 Dollar und ein Brief des Vaters. Sam soll das Geld an den 11jährigen Josh(Michael Hall D'Addario) übergeben. Josh ist der Sohn von Frankie(Elizabeth Banks) und die ist Sams uneheliche Schwester. Sam ist wie erschlagen. Er wusste nichts von Frankie und er weiß auch nicht, ob Lilian Bescheid weiß. So macht Sam sich auf den Weg in Frankies Leben. In dem läuft so einiges schief. Sam gibt sich nicht zu erkennen und ist sich nicht sicher, ob er das Geld nicht doch lieber selbst behalten sollte... -Zeit zu leben- erfüllt einerseits einen Teil der üblichen Familienfilm-Klischees, ist aber auch ab und an auf eigenen Pfaden unterwegs. Nach etwa einer halben Stunde ist man in der Story und will wissen, wie diese Geschichte zu Ende geht. Sams Wandlung vom Saulus zum Paulus ist sehr real und gelungen dargestellt. Elizabeth Banks und Michelle Pfeiffer überzeugen ebenfalls in ihren Rollen. Am besten hat mir allerdings der Soundtrack zum Film gefallen. Die Songs passen sich perfekt in die Bilder der Handlung ein. Die Sequenz mit der Entspannungs-CD ist dafür ein wunderbares Beispiel. Für Freunde einer guten Story, die von Komödie bis Drama einiges zu bieten hat, ist -Zeit zu leben- ganz sicher eine ordentliche Wahl. Mir war es am Ende ein wenig zu rührig, aber sie wissen ja: Die Geschmäcker sind verschieden.
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3.0 von 5 Sternen
Zuviel gewollt..., 12. Mai 2013
... hat meiner Meinung nach Dayyan Eng mit seinem -Unzertrennlich-. Der Film ist gut besetzt, hat eine schräge Idee, ein Drehbuch mit Anspruch, aber einen kapitalen Schwachpunkt; jedenfalls wenn sie mich fragen. Eng konnte sich nicht entscheiden, ob er eine Komödie, einen Actionfilm, ein Drama oder eine Superhelden-Persiflage auf die Filmrolle bannen will. Das führt dazu, dass -Untertrennlich- weder Fisch noch Fleisch ist. Leider, denn: Der Stoff hat was. Daraus hätte man eine richtig gute Produktion machen können. So nimmt -Unzertrennlich- irgendwo zwischen den Stühlen Platz. Und da gehört ein Film mit einem wirklich guten Kevin Spacey und einem starken Daniel Wu einfach nicht hin. Li(Daniel Wu) ist Entwickler in einer Firma, die Prothesen herstellt. Er soll den Börsengang der Firma präsentieren, aber Li hat Zweifel. Er weiß, dass das Produkt fehlerhaft ist. Seine Chefin Yang(Ni Yan) weist ihn jedoch an, einfach zu lügen. Auch in Lis Ehe ist es kompliziert. Nach einer Fehlgeburt ist seine Frau Pang(Beibi Gong) starken Stimmungsschwankungen unterworfen und nichts läuft mehr so wie früher. Li weiß keinen Ausweg und will sich das Leben nehmen. Da tritt urplötzlich Chuck(Kevin Spacey) in sein Leben. Der wohnt im gleichen Haus, hat einen dschungelähnlichen Garten auf dem Dach und überredet Li dazu, sich sozusagen als Superheld um ein paar Bösewichter zu kümmern. "Sauber machen" nennt Chuck das. Li willigt ein und hat endlich wieder Spaß am Leben. Doch dann bekommt er Halluzinationen. Als er, nach einem Arztbesuch, feststellen muss, dass mit seinem Freun Chuck auch etwas nicht stimmt, wird es dann wirklich kompliziert... Wie gesagt: Das Schauspiel ist Klasse, Spacey obenauf. Aber das hilft dem Zuschauer leider nicht, sich für die krude Story komplett zu erwärmen. Der Film erweckt den Anschein, als ob Dayyan Eng alles wollte und damit nichts erreicht hat. Manchmal kann zu viel auch zu wenig bedeuten. Meiner Ansicht nach wäre hier jede Menge mehr drin gewesen. Wer weiß, vielleicht versucht Eng es ja noch einmal mit Spacey und Wu. Wenn er sich dann für ein Genre und einen Plot mit rotem Faden entscheiden könnte, wäre das ganz sicher ein Spitzenfilm.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Bildgewaltig schön..., 12. Mai 2013
... hat Ang Lee Yann Martels -Life of Pi- in Szene gesetzt. Einen perfekten Romanstoff exquisit umzusetzen ist nicht immer einfach, doch Ang Lee hat genau das hinbekommen. Da sind ein paar minimale Abweichungen vom Original zu verschmerzen. Vor allem, wenn man Ang Lees Art und Weise der bildlichen Umsetzung präsentiert bekommt. Da sind Farben, Formen und Bilder, die direkt aus einem fantastischen Traum zu stammen scheinen. Nicht umsonst hat -Life of Pi- ein paar Oscars eingesammelt. Obwohl Ang Lee seinen Richard Parker fast komplett animiert hat(und man das bei genauem Hinsehen auch erkennt) schmälert das die fantastischen Bilder um keinen Deut. Der Film -Life of Pi- ist ein Märchen für Groß und Klein geworden. Martels Romanstoff wird durch Ang Lee nicht ruiniert, sondern vielmehr bildgewaltig schön dargestellt. Pi Patel(Suraj Sharma/Irfan Khan) wächst in Indien auf. Sein Vater(Adil Hussain) ist Zoodirektor. Als der Zoo verkauft wird, will Pi mit seiner Familie nach Kanada auswandern. Einen Teil der Tiere wollen sie mitnehmen. Sie stechen mit dem Frachter Tsimtstum in See und das Schiff versinkt im Pazifik. Pi findet sich nach der Katastrophe mit einem verletzten Zebra und einer Tüpfelhyäne auf einem Rettungsboot wieder. Kurze Zeit später kommt noch ein Orang Utan dazu. Eine seltsame Situation, die sich aber noch zuspitzt, als Pi erkennt, dass auch Richard Parker mit auf dem Boot ist. Jetzt muss allerdings angemerkt werden, dass Richard Parker ein drei Jahre alter, vierhundertfünfzig Pfund schwerer bengalischer Tiger ist. Damit steht für Pi fest, dass seine Überlebenschancen gleich null tendieren. Es dauert auch nicht all zu lange, bis Richard Parker und Pi allein auf dem Boot sind. Von da an entwickelt sich eine wirklich unglaubliche Geschichte. Unglaublich allerdings nur für diejenigen, die schwach im Glauben sind. Pi Patel gehört ganz sicher nicht zu diesen wankelmütigen Gesellen. Ich glaube ihm jedenfalls jedes Wort seiner Geschichte... Märchenstunde mit Himmelsaufnahmen zum Träumen und der gewaltigen See in Farben und Formen, die so überirdisch schön erscheinen, dass einem das Herz fast aus der Brust springt. Ang Lee kann genau das. Er malt die Wirklichkeit mit schillernder Schönheit und weichen Farben zu einer traumhaften Sequenz um, ohne dass sie ihre reale Aussagekraft verliert. Da zuschauen zu dürfen, ist ein Genuss. Auch in puncto Schauspiel, Kulisse und Plot lässt -Life of Pi- nichts zu wünschen übrig. Bleibt mir am Ende nur festzustellen, dass die Mädels und Jungs vom Oscar-Komitee auch richtige Entscheidungen treffen können und ihnen ans Herz zu legen: Schauen sie sich das an. Es lohnt sich!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein Teil des eigenen Lebens..., 8. Mai 2013
... war die Musik der 10.000 Maniacs für mich in den 80er und 90er Jahren. Die Band aus Jamestown lebt von einem Sound, der von Gitarren und der wunderbaren Stimme der charismatischen Sängerin Natalie Merchant getragen wird. Wer sich in diese Musik "verhört" hat, der findet so schnell keinen passenden Ersatz mehr für die Songs der Maniacs. Die DVD -Time Capsule- zeigt Facetten der Band, die hierzulande komplett unbekannt sein dürften. Die Anfänge 1982 in schrammeligen Privatvideos festgehalten, ein paar selbst produzierte Kurzfilmchen, wunderschöne Arrangements und Videos und jede Menge Privatbilder und Szenen aus dem Amerika der 40er Jahre. Als Bonus gibt es drei traumhafte Videos der Band. Einziges Manko der Produktion: DIE DVD HAT DEN LÄNDERCODE 1. DEN SPIELT NICHT JEDER PLAYER AB. IM PC KANN MAN DEN CODE UMSTELLEN. ABER DIESE FUNKTION IST BEGRENZT. Auf -Time Capsule- befinden sich echte Raritäten der 10.000 Maniacs. Für Fans ist das ein echtes MUSS. -Tension- oder -Pit Viper- zeigen eine junge Natalie Merchant, die wie ein Irrwisch über die Bühne wirbelt. Man erkennt gut, dass die Band erst nach und nach ihr Image findet. Mit Songs wie -Like the Weather- oder -What's the Matter here- zeichnet sich dann das endgültige Profil ab. Ein Liveauftritt in Glasgow, zusammen mit R.E.M.-Sänger Michael Stipe ist ein kleines Juwel auf der DVD. Zum Schluss gibt es den Bonus mit den zwei Videos -Candy Everybody Wants und These are the Days-. Zusätzlich enthalten ist die Aufnahme der MTV-Unplugged-Session mit dem Patti Smith Song -Because the Night-. Die 10.000 Maniacs und Natalie Merchant, das waren wunderschöne musikalische Zeiten. Nicht, dass ich ein Fan der Musik aus den 80ern wäre, aber die Maniacs waren eine Band, die diesem Genre heute eigentlich gar nicht zugerechnet wird, zu zeitlos ist ihr Sound. -Time Capsule- ist der absolut passende Titel für diese Zusammenstellung. Heimelig, warm, ein bisschen wehmütig und mit jeder Menge guter Erinnerungen verbunden strömen Bilder und Melodien via Bildschirm und Boxen auf den Zuschauer/Hörer ein. Nach 78 Minuten ist diese Zeitreise vorbei; aber Gott sei Dank kann man sie beliebig oft wiederholen...
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