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Beiträge von Thomas Knackstedt
Hilfreiche Bewertungen: 16114
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Rezensionen verfasst von Thomas Knackstedt "thomasknackstedt" (Delligsen)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Zuviel gewollt..., 12. Mai 2013
... hat meiner Meinung nach Dayyan Eng mit seinem -Unzertrennlich-. Der Film ist gut besetzt, hat eine schräge Idee, ein Drehbuch mit Anspruch, aber einen kapitalen Schwachpunkt; jedenfalls wenn sie mich fragen. Eng konnte sich nicht entscheiden, ob er eine Komödie, einen Actionfilm, ein Drama oder eine Superhelden-Persiflage auf die Filmrolle bannen will. Das führt dazu, dass -Untertrennlich- weder Fisch noch Fleisch ist. Leider, denn: Der Stoff hat was. Daraus hätte man eine richtig gute Produktion machen können. So nimmt -Unzertrennlich- irgendwo zwischen den Stühlen Platz. Und da gehört ein Film mit einem wirklich guten Kevin Spacey und einem starken Daniel Wu einfach nicht hin. Li(Daniel Wu) ist Entwickler in einer Firma, die Prothesen herstellt. Er soll den Börsengang der Firma präsentieren, aber Li hat Zweifel. Er weiß, dass das Produkt fehlerhaft ist. Seine Chefin Yang(Ni Yan) weist ihn jedoch an, einfach zu lügen. Auch in Lis Ehe ist es kompliziert. Nach einer Fehlgeburt ist seine Frau Pang(Beibi Gong) starken Stimmungsschwankungen unterworfen und nichts läuft mehr so wie früher. Li weiß keinen Ausweg und will sich das Leben nehmen. Da tritt urplötzlich Chuck(Kevin Spacey) in sein Leben. Der wohnt im gleichen Haus, hat einen dschungelähnlichen Garten auf dem Dach und überredet Li dazu, sich sozusagen als Superheld um ein paar Bösewichter zu kümmern. "Sauber machen" nennt Chuck das. Li willigt ein und hat endlich wieder Spaß am Leben. Doch dann bekommt er Halluzinationen. Als er, nach einem Arztbesuch, feststellen muss, dass mit seinem Freun Chuck auch etwas nicht stimmt, wird es dann wirklich kompliziert... Wie gesagt: Das Schauspiel ist Klasse, Spacey obenauf. Aber das hilft dem Zuschauer leider nicht, sich für die krude Story komplett zu erwärmen. Der Film erweckt den Anschein, als ob Dayyan Eng alles wollte und damit nichts erreicht hat. Manchmal kann zu viel auch zu wenig bedeuten. Meiner Ansicht nach wäre hier jede Menge mehr drin gewesen. Wer weiß, vielleicht versucht Eng es ja noch einmal mit Spacey und Wu. Wenn er sich dann für ein Genre und einen Plot mit rotem Faden entscheiden könnte, wäre das ganz sicher ein Spitzenfilm.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Bildgewaltig schön..., 12. Mai 2013
... hat Ang Lee Yann Martels -Life of Pi- in Szene gesetzt. Einen perfekten Romanstoff exquisit umzusetzen ist nicht immer einfach, doch Ang Lee hat genau das hinbekommen. Da sind ein paar minimale Abweichungen vom Original zu verschmerzen. Vor allem, wenn man Ang Lees Art und Weise der bildlichen Umsetzung präsentiert bekommt. Da sind Farben, Formen und Bilder, die direkt aus einem fantastischen Traum zu stammen scheinen. Nicht umsonst hat -Life of Pi- ein paar Oscars eingesammelt. Obwohl Ang Lee seinen Richard Parker fast komplett animiert hat(und man das bei genauem Hinsehen auch erkennt) schmälert das die fantastischen Bilder um keinen Deut. Der Film -Life of Pi- ist ein Märchen für Groß und Klein geworden. Martels Romanstoff wird durch Ang Lee nicht ruiniert, sondern vielmehr bildgewaltig schön dargestellt. Pi Patel(Suraj Sharma/Irfan Khan) wächst in Indien auf. Sein Vater(Adil Hussain) ist Zoodirektor. Als der Zoo verkauft wird, will Pi mit seiner Familie nach Kanada auswandern. Einen Teil der Tiere wollen sie mitnehmen. Sie stechen mit dem Frachter Tsimtstum in See und das Schiff versinkt im Pazifik. Pi findet sich nach der Katastrophe mit einem verletzten Zebra und einer Tüpfelhyäne auf einem Rettungsboot wieder. Kurze Zeit später kommt noch ein Orang Utan dazu. Eine seltsame Situation, die sich aber noch zuspitzt, als Pi erkennt, dass auch Richard Parker mit auf dem Boot ist. Jetzt muss allerdings angemerkt werden, dass Richard Parker ein drei Jahre alter, vierhundertfünfzig Pfund schwerer bengalischer Tiger ist. Damit steht für Pi fest, dass seine Überlebenschancen gleich null tendieren. Es dauert auch nicht all zu lange, bis Richard Parker und Pi allein auf dem Boot sind. Von da an entwickelt sich eine wirklich unglaubliche Geschichte. Unglaublich allerdings nur für diejenigen, die schwach im Glauben sind. Pi Patel gehört ganz sicher nicht zu diesen wankelmütigen Gesellen. Ich glaube ihm jedenfalls jedes Wort seiner Geschichte... Märchenstunde mit Himmelsaufnahmen zum Träumen und der gewaltigen See in Farben und Formen, die so überirdisch schön erscheinen, dass einem das Herz fast aus der Brust springt. Ang Lee kann genau das. Er malt die Wirklichkeit mit schillernder Schönheit und weichen Farben zu einer traumhaften Sequenz um, ohne dass sie ihre reale Aussagekraft verliert. Da zuschauen zu dürfen, ist ein Genuss. Auch in puncto Schauspiel, Kulisse und Plot lässt -Life of Pi- nichts zu wünschen übrig. Bleibt mir am Ende nur festzustellen, dass die Mädels und Jungs vom Oscar-Komitee auch richtige Entscheidungen treffen können und ihnen ans Herz zu legen: Schauen sie sich das an. Es lohnt sich!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein Teil des eigenen Lebens..., 8. Mai 2013
... war die Musik der 10.000 Maniacs für mich in den 80er und 90er Jahren. Die Band aus Jamestown lebt von einem Sound, der von Gitarren und der wunderbaren Stimme der charismatischen Sängerin Natalie Merchant getragen wird. Wer sich in diese Musik "verhört" hat, der findet so schnell keinen passenden Ersatz mehr für die Songs der Maniacs. Die DVD -Time Capsule- zeigt Facetten der Band, die hierzulande komplett unbekannt sein dürften. Die Anfänge 1982 in schrammeligen Privatvideos festgehalten, ein paar selbst produzierte Kurzfilmchen, wunderschöne Arrangements und Videos und jede Menge Privatbilder und Szenen aus dem Amerika der 40er Jahre. Als Bonus gibt es drei traumhafte Videos der Band. Einziges Manko der Produktion: DIE DVD HAT DEN LÄNDERCODE 1. DEN SPIELT NICHT JEDER PLAYER AB. IM PC KANN MAN DEN CODE UMSTELLEN. ABER DIESE FUNKTION IST BEGRENZT. Auf -Time Capsule- befinden sich echte Raritäten der 10.000 Maniacs. Für Fans ist das ein echtes MUSS. -Tension- oder -Pit Viper- zeigen eine junge Natalie Merchant, die wie ein Irrwisch über die Bühne wirbelt. Man erkennt gut, dass die Band erst nach und nach ihr Image findet. Mit Songs wie -Like the Weather- oder -What's the Matter here- zeichnet sich dann das endgültige Profil ab. Ein Liveauftritt in Glasgow, zusammen mit R.E.M.-Sänger Michael Stipe ist ein kleines Juwel auf der DVD. Zum Schluss gibt es den Bonus mit den zwei Videos -Candy Everybody Wants und These are the Days-. Zusätzlich enthalten ist die Aufnahme der MTV-Unplugged-Session mit dem Patti Smith Song -Because the Night-. Die 10.000 Maniacs und Natalie Merchant, das waren wunderschöne musikalische Zeiten. Nicht, dass ich ein Fan der Musik aus den 80ern wäre, aber die Maniacs waren eine Band, die diesem Genre heute eigentlich gar nicht zugerechnet wird, zu zeitlos ist ihr Sound. -Time Capsule- ist der absolut passende Titel für diese Zusammenstellung. Heimelig, warm, ein bisschen wehmütig und mit jeder Menge guter Erinnerungen verbunden strömen Bilder und Melodien via Bildschirm und Boxen auf den Zuschauer/Hörer ein. Nach 78 Minuten ist diese Zeitreise vorbei; aber Gott sei Dank kann man sie beliebig oft wiederholen...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
"Eigentlich ist alles super...", 6. Mai 2013
... eigentlich. Aber in Wirklichkeit? Wie sieht es aus, wenn man genau nach- und hinterfragt, wie die Abläufe unseres, ach so modernen, Lebens wirklich sind? Was den Faktor Zeit angeht, hat Dokumentarfilmer Andreas Opitz genau das getan. Herausgekommen ist eine Dokumentation, die sich ganz exemplarisch mit der größten "Krankheit" unserer Zeit befasst: Immer schneller und immer mehr. Dabei "dröselt" Opitz die Kernfrage seiner Reportage vom eigenen Leben her auf. Wie viel Zeit habe ich für meine Familie? Was stelle ich überhaupt mit meiner Zeit an? Laufe ich auch im Hamsterrad? Was kann ich verändern? Wo gibt es Menschen, die sich dem Kreislauf der megaschnellen Lebensführung entziehen? -Speed: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit- liefert dabei ein paar wirklich gute Denkanstöße und Lösungsmöglichkeiten. Andreas Opitz ist Journalist. Er hat schon einiges mitgemacht. Zum Beispiel saß er in Nigeria in Haft. Aber das ist eine andere Geschichte. Jetzt kümmert er sich um die Zeit. Er stellt die Frage: Wie wollen wir eigentlich leben? Dabei besucht er Zeitforscher, Wissenschaftler und ganz normale Menschen. Er spricht mit einem "Blackberry-Süchtigen" und erkundigt sich über "Digitales Fasten." Opitz wirft einen Blick auf den Motor der schnellen Zeit, den Geldhandel. Er berichtet über Drogen, die es uns ermöglichen, noch mitzuhalten und spricht mit einem Aussteiger aus der Szene. Opitz begleitet den Film mit seiner Erzählstimme und bringt dabei eine Menge interessanter Fakten zu Tage. Zum Abschluss gibt es einen kleinen Reisebericht aus Bhutan, wo es in der Verfassung ein festgeschriebenes Bruttonationalglück gibt. Könnte das die Lösung sein? -Speed: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit- ist eine gelungene Dokumentation, die zwar keine sensationellen Neuigkeiten bereit hält, aber uns in vielen Lebensbereichen den Spiegel vor's Gesicht hält. In Opitz kleinen Geschichten und den Redebeiträgen verschiedener Wissenschaftler finden wir uns selbst wieder. Mitten im Hamsterrad des "Immer schneller und immer mehr". Oft merken wir das selbst nur nicht. Andreas Opitz Film kann genau dabei helfen. Nicht nur auf die anderen schauen, sondern wieder mal einen Blick auf sein eigenes Leben zu werfen. Wenn nur ein paar Zuschauer das hinbekommen, dann war -Speed: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit- seine Produktionskosten wert. Mir hat Opitz Reportage über die Crux mit der Zeit jedenfalls gut gefallen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
"Die Kinder sind in Gefahr!", 1. Mai 2013
Da hat der Weihnachtsmann Recht. Sie sind sogar in großer Gefahr. Pitch, der Schwarze Mann, verwandelt ihre Träume in Albträume und sorgt dafür, dass alle Kinder der Erde nicht mehr an den Weihnachtsmann, den Osterhasen, die Zahnfee und den Sandmann glauben. Gäbe es eine größere Katastrophe? Niemals! Pitch ist gerissen, gefährlich, gemein und verdammt clever. Die Hüter des Lichts, das sind Weihnachtsmann, Osterhase, Zahnfee und Sandmann, kommen jedenfalls nicht gegen ihn an. Doch da ist noch Jack Frost; der eiskalte Lausebengel, der mit seinem Krummstock der das Eis in die Welt bringt. An ihn glaubt ohnehin niemand, kein Kind kann ihn sehen oder hören. Doch ausgerechnet dieser Jack Frost, der nicht weiß, woher er kommt und wohin er geht, ist die einzige Rettung für alle Kinder der Welt. Das jedenfalls hat der Mann im Mond den Hütern des Lichts gesagt. Die holen Jack Frost an ihre Seite und stellen sich gemeinsam dem schwersten Kampf ihrer Existenz. Am Ende stehen entweder glückliche Kinder oder der Tod aller Träume und Hoffnungen... Nach William Joyce -The Gurardians of Childhood- hat Dreamwork Animations unter der Regie von Peter Ramsey einen der schönsten Animationsfilme der letzten Jahre produziert. Dabei besticht -Die Hüter des Lichts- nicht nur durch exquisite Technik, sondern vor allem durch eine klassische Geschichte, die jedes Kinderherz im Sturm erobert. Die Herzen der Erwachsenen, die sich noch einen Hauch Kindheit bewahrt haben, sammelt der Film sozusagen im Handstreich nebenbei ein. Mit den klassischen Figuren unserer kindlichen Fantasie schafft Ramsey es, uns unglaublich gut zu unterhalten. Ganz ehrlich, wenn mir vorher jemand gesagt hätte, dass man so einen Film anstatt mit Shrek, dem gestiefelten Kater oder dem Superhund Bolt, mit Weihnachtsmann, Osterhase, Zahnfee und Sandmann besetzt; ich hätte zumindest gezweifelt. Für Zweifel lässt -Die Hüter des Lichts- jedoch gar keinen Spielraum zu. Zu gut ist die Geschichte, zu berührend die Charaktere der Figuren, zu clever der Einsatz von Jack Frost, der jeden losen Faden der Story zu einem magischen Geflecht von Abenteuer, Spaß und Träumen verknüpft. Egal, ob der Weihnachtsmann mit russichem Akzent spricht, der Sandmann wortlos mit Zeichensprache agiert, aus dem Bumerang werfenden Kraftprotzosterhasen ein Hoppelhäschen wird, oder aber Jack Frost für die Kinder eine Straße in eine Eisbahn verwandelt; -Die Hüter des Lichts- überrascht mit starken Wendungen und einem Berg von guten Gefühlen für Groß und Klein. Am Ende sind es Hoffnung, Glaube, Liebe und Freundschaft, die den Kampf um die Herzen der Kinder entscheiden werden. Einerseits, ist das ja nur ein Märchen, aber wer in der Lage ist, einen traumhaften Comic mit ein wenig Fantasie in die Realität zu übertragen, der wird feststellen: Ja, ganz genau darum geht es im Leben! Allein aus diesem Grund bekommt -Die Hüter des Lichts- von mir die absolute Empfehlung zum Anschauen. Viel Spaß dabei!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
"Immer gewinnt der Tod!", 29. April 2013
Damit verrät der Thanatologe Dr. Adrian King(Andy Serkis) dem krebskranken Donald(Thomas Brodie-Sangster) nichts Neues. Donald weiß, dass sein Leben zu Ende gehen wird. Der Tumor in seinem Kopf wird ihn töten. Eher auf kurz als auf lang. Donalds Eltern kämpfen um das Leben ihres Sohnes, doch der lässt sie nicht an sie heran. Gesprächstherapien boykotiert er und dem Leben steht er mit Argwohn und Ablehnung gegenüber. Keine guten Aussichten für eine erfolgreiche Therapie. Aber als Donalds Eltern den komplett unkonventionellen Adrian King einschalten, ändert sich einiges. Donald stellt sich der Krankheit und dem Leben. King schätzt vor allem Donalds unglaubliche Fähigkeit zu zeichnen. Über diese Kunst nähert sich King Donald an. Der lebt irgendwo an der Grenze zwischen Fiktion und Realität. Doch das ändert sich, als Shelly Reilly(Aising Loftus) an Donalds Schule kommt. Shelly ist fast so sonderbar wie Donald, nur auf ganz andere Art und Weise. Die beiden ungleichen Menschen finden zueinander. Als Donald den Zugang zum Leben findet, scheint sich ausgerechnet jetzt dieses Leben von ihm abzuwenden... Eine kleine, feine Independent-Perle aus deutscher Produktion; das war -Death of a Superhero- für mich. Eine Geschichte, die so, oder so ähnlich, schon erzählt wurde. Aber wie Ian FitzGibbon die Umsetzung des Romanstoffs von Anthony McCarten, der auch das Drehbuch zum Film schrieb, angegangen ist, das ist schon etwas Besonderes. In einem Mix aus Comic und Realität lässt uns FitzGibbon ganz tief in Donalds Seele blicken. Der hat keine Angst zu sterben, muss aber befürchten, dass sein Tod eintritt, ohne dass er je richtig gelebt hat. Mit Hilfe von Dr. King, seiner Familie und ein paar guten Freunden will Donald genau das verhindern... -Death of a Superhero- hat mir sehr gut gefallen. Ein Klasse-Drehbuch wird von den Schauspielern sehr gut umgesetzt. Die Bilder zur Story werden teilweise mit fantastisch passender Musik unterlegt. Für mich war das Schauspiel von Andy Serkis der absolute Höhepunkt der Produktion. Wie er sich Donald nähert und ihn, ohne viele Worte, ins Leben zurückstösst, das ist wirklich hervorragend. Für Freunde von Blockbuster- und Actionkino dürfte dieser Film nicht unbedingt empfehlenswert sein. Wer jedoch auf Independent Produktionen mit Herz und Verstand steht, der sollte -Death of a Superhero- auf keinen Fall verpassen. Der Film dreht sich um den Tod. Aber wer genau hinschaut, erkennt, dass es in Wirklichkeit um etwas ganz anderes geht: Die Kunst zu leben!
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Flight
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| DVD ~ Denzel Washington |
| Preis: EUR 14,99 |
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
"Wer bist Du?", 28. April 2013
"Das ist 'ne gute Frage." So lautet der Schlussdialog nach 138 Minuten -Flight- von denen keine einzige langweilig war. Robert Zemeckis, seines Zeichens für Meilensteine des Kinofilms, wie -Forrest Gump, Zurück in die Zukunft oder Die Jagd nach dem grünen Diamanten- zuständig, zeigt hier auf eindrucksvolle Art und Weise, dass er noch immer großes Kino kann. Im Zusammenspiel mit Denzel Washington zeigt Zemeckis das Leben eines schweren Alkoholikers so real und lebensnah, wie ich es nur selten auf der Leinwand gesehen habe. -Flight- gibt sich nicht mit der ansonst üblichen "US-Wischi-Waschi-Trinkerei" eines gestürzten Helden zufrieden sondern legt den Finger ganz hart und fest auf die Wunde eines gescheitereten Menschen. Allein dafür dürfte der Film Kandidat für ein Paar Filmauszeichnungen werden. Pilot William Whitaker(Denzel Washington) hat jedes Flugzeug fest im Griff. Damit ist die Liste der beherrschbaren Dinge in seinem Leben allerdings schon abgehakt. Whitaker säuft, kokst und ist verdammt egozentrisch. Nichts klappt in seinem Leben, außer der Fliegerei. Als er, wieder einmal, betrunken im Cockpit sitzt, kommt es zur Katastrophe. Auf Grund eines technischen Defektes wird die Maschine unsteuerbar und droht abzustürzen. Allein Whitakers unglaublicher Flugkunst ist es zu verdanken, dass 96 von 102 Passagieren überleben. Kein Pilot der Welt hätte die Notlandung, die Whitaker hinlegt, geschafft. Der Ruhm des fliegenden Helden erhält jedoch Kratzer und Risse, als die Flugüberwachung feststellt, dass Whitaker zum Zeitpunkt des Absturzes sternhagelvoll war. Jetzt geht es nur noch um Schadensbegrenzung. Whitakers Freund, der Repräsentant der Pilotengewerkschaft Charlie(Bruce Greenwood) engagiert den findigen Anwalt Hugh Lang(Don Cheadle). Der sagt: "Meine Mandanten gehen nicht ins Gefängnis." Erst da wird William klar, dass ihm 12 Jahre bis lebenslänglich Zuchthaus drohen. Für die kommenden Anhörungen ist klar: William Whitaker muss nüchtern und präsentabel sein. Doch der wird die Schatten der Vergangenheit nicht los. Er fängt eine Beziehung mit der drogenabhängigen Nicole(Kelly Reilly) an. Die scheint den Weg im Entzug zu schaffen, aber William driftet rasant ab in einen Rausch ohne Ende... -Flight- ist rundum ein fantastischer Film geworden. Es ist die unglaubliche Präsenz von Washingtons Schauspiel, die alles überstrahlt. Aber auch der Rest von Zemeckis Film ist perfekt. Egal, ob es sich dabei um die Wahnsinnsaufnahmen der kapitalen Bruchlandung handelt oder die starke Darstellung einer Sucht, die einen Menschen voll und ganz in ihren Bann geschlagen hat. In 138 Minuten fällt es uns als Zuschauer schwer, unsere Sympathien zu verteilen. Washington schafft es tatsächlich, dass wir ihm gewogen sind, obwohl er eine tickende Zeitbombe ist, die alles gefährdet, was uns lieb und teuer ist. Am Ende schlägt Zemeckis ein paar Pfähle ein, die für Richtung und Orientierung sorgen. Auch da ist -Flight- kompromisslos gut. Das Leben hat schon eine Menge Geschichten geschrieben, die der von William Whitaker ähnlich sind. Wenn ein Regisseur wie Robert Zemeckis es schafft, den Kern so einer Geschichte derart brillant in Szene zu setzen, dann erwartet einen im Kino das, was man sich erhofft: Sehr gute Unterhaltung mit Anspruch und Niveau. Als Zuschauer darf man sich daür nur ausdrücklich bedanken...
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4.0 von 5 Sternen
Liebe, Geister und Kung Fu., 26. April 2013
Das ist die Kurzfassung vom Inhalt von -A Chinese Ghost Story-. Der Asia-Klassiker aus dem Jahr 1987 ist auch heute noch sehenswert. Vereint er doch die klassischen Elemente einer Abenteuererzählung in sich. Wer sich für asiatische Filme interessiert, für den geht an der -Chinese Ghost Story- kein Weg vorbei. Mittlerweile ist Siu-Ting Chings Gespenstergeschichte zum Kultfilm erhoben worden... Der Schuldeneintreiber Ling Choi Sin(Leslie Cheung) will seinem Job in der Provinz nachgehen. Aber der tollpatschige junge Mann hat im Regen sein Schuldenbuch ruiniert. Ohne Geld und Unterlagen hat er keine Chance eine Bleibe für die Nacht zu finden. So landet er im Lang Lo Tempel. Dort spukt es gewaltig. Der Kung Fu Mann(Wu Ma) warnt Ling Choi. Er muss es wissen, kämpft er doch Nacht für Nacht gegen die Geister. Doch dann entdeckt Ling Choi die wunderschöne Tsu-hsien Wang(Joey Wang) im Tempel und verliebt sich in sie. Eine tragische Entscheidung. Tsu-hsien ist ein Geist und soll in drei Tagen den Schwarzen Fürsten heiraten. Der wird seine Braut sicher nicht an einen Sterblichen abtreten. Doch Ling Choi versucht alles, um Tsu-hsien zu retten. Gegen die mächtigen Kräfte der Geister kann er nur die Liebe als Waffe einsetzen. Aber ob das ausreicht, um die Hölle zu stürmen? -A Chinese Ghost Story- ist 26 Jahre alt. Natürlich merkt man das dem Film an. Die Geschichte ist jedoch noch immer gut. Die Charaktere sind vortrefflich gewählt. Es gibt herrliche Kampfszenen und ein paar wirklich gute Lacher. Am Ende wird es ein bisschen albern, das ist jedoch auch der Tricktechnik aus den 80er Jahren geschuldet. Alles in allem ist -A Chinese Ghost Story- ein Filmklassiker, der Regisseuren späterer Filme jede Menge Anstöße und Motivation geliefert hat. Mir hat das, alt hin oder her, wirklich gut gefallen und ich kann den Film jedem Freund asiatischer Filme bedenkenlos empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
"Alter Lustmolch. Halt die Ohren steif!", 25. April 2013
Das sind die letzten Worte, die Funakichis(Masaru Taga) Frau zu ihrem Ehemann sagt. Danach stirbt sie. Funakichi ist 65 Jahre alt und noch immer den schönen Dingen des Lebens zugetan. Gelegentlich schläft er mit der Wirtin seiner Stammkneipe oder er hängt den Träumen an jugendliche Liebeserfahrungen nach. Bei einem Klassentreffen begegnet er Kazuko(Yasuko Minamibashi) wieder. Sie hat ihren Mann verloren und will nach Tokio ziehen. Kazuko war in der Schulzeit in Funakichi verliebt, aber der wusste nichts davon. Jetzt kommen sich die beiden Alten wieder nahe. Funakichi glaubt fest daran, mit Kazuko zusammen zu bleiben. Aber so einfach ist das nicht... Ein wirklich schöner Film ist Shinji Imacka mit -Tasogare- gelungen. Schon 2007 zeigte er, was in unserem Kulturkreis so tabubelegt ist: Sexuelle Aktivitäten im Alter. Das bringt Imacka mit Witz, Verständnis, Toleranz und jeder Menge Gefühl an den Mann/die Frau. Dazu gesellen sich hocherotische Bilder von sich liebenden Menschen und ein paar wirklich witzige Szenen. Wenn Imacka seine Protagonisten ihre Jugendträume, als alte Menschen nur mit Perücken auf "jung getrimmt" spielen lässt, ist das sehr, sehr lustig. Am Ende siegt dann aber doch der Anspruch in Imackas Film. Es geht vor allem um die Lebensfreude und die Liebe im Alter. Da darf der alte Funakichi ruhig schon mal im Supermarkt im Vorbeigehen ein paar Röcke lüpfen, man nimmt es ihm nicht übel. Er folgt nur der einen Kraft, die uns alle so unglaublich anzieht: Der Liebe.
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5.0 von 5 Sternen
Die Bandbreite eines ganz großen Musikers., 24. April 2013
-Born to Sing: No Plan B- zeigt sie auf. Der mittlerweile 67jährige Musiker aus Belfast ist seit 1964 im Geschäft. Damals noch bei Them, danach allein. "Van the Man" war dabei ganz schnell ein ganz Großer seiner Zunft. Wer die Chance hatte, ihn live zu hören, der wusste schnell, warum das so war. Van Morrisson ist ein schlichtweg genialer Musiker. Jetzt ist mit -Born to Sing- endlich wieder ein Studioalbum erschienen, das an die großen Erfolge der Vergangenheit anknüpft. Diese Musik ist zeitlos, absolut angenehm hörbar und einzigartig gut. Mit einem bestimmenden Saxophon läutet -Open the Door- die "Van Morrisson Festspiele" ein. Es folgt das lasziv, locker gestrickte -Going down to Monte Carlo-. -Born to Sing- vereint die Klasse all der Songs von Alben wie -Poetic Champion- oder -Hymnes to the Silence-. Ein waschechter Van Morrisson Song. Melodisch und gefühlvoll schmeichelt sich einem -End of the Rainbow- in die Ohren hinein. Mit -Close enough for Jazz- wird es jazzig und frei. -Mystic of the East- ist eine wunderschöne Ballade. Mit -Retreat and Review- knöpft Van Morrisson an alte Zeiten von Barmusik und herrlichem Blues an. -In money we trust- kommt acht Minuten lang verspielt, jazzig und experimentell daher. Ganz klassich dagegen wirkt -Pagain Heart-; Blues, ganz tief aus der Seele. Der Rausschmeisser -Educating Archie- passt als Background in jede Barszene. Locker und leicht spielt Van Morrisson dieses Stück runter. Ein genialer Musiker und eine Band, die mit Musikern besetzt ist, die ihr Handwerk verstehen. Mehr braucht es nicht, um ein gutes Album zu produzieren. -Born to Sing: No Plan B- ist genau das geworden. Ein hervorragendes Album eines nicht mehr ganz so jungen Musikers, das beweist: Es kommt nicht unbedingt aufs Alter an. Van Morrisson ist und war einer der ganz Großen der Zunft. Das wird sich vermutlich auch in der Zukunft nicht ändern. Ich freue mich jedenfalls schon darauf, wieder vom "Meister" zu hören.
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