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The Death Sculptor
The Death Sculptor
von Chris Carter
  Taschenbuch

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packender Thriller!, 17. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Death Sculptor (Taschenbuch)
In meinen Augen gibt es wenig Thriller Autoren, die im Moment besser schreiben als Carter. Er kann es einfach! Auch dieser vierte Teil lässt einem das Blut in den Adern gefrieren.

"Gut, dass du das Licht nicht eingeschaltet hast" – als die Krankenschwester das Zimmer ihres Patienten Derek Nicholson betritt, sieht sie diese Botschaft mit Blut an die Wand geschrieben, Nicholson selbst wurde auf brutalste Weise ermordet. Der Mörder hat ihm bei lebendigem Leib fast alle Gliedmaßen abgeschnitten und daraus eine bizarre Skulptur geformt, der Raum ist blutgetränkt.

Robert Hunter, Detective des Morddezernats I in LA und sein Partner Carlos Garcia werden zum Tatort gerufen, denn sie sind die Besten, wenn es um besonders brutale Verbrechen geht. Mit der Unterstützung Alice Beaumonts, einer zunächst ungewollten Hilfe, machen sie sich auf die Suche nach dem "Death Sculptor", denn wie befürchtet bleibt Nicholson nicht sein einziges Opfer.

Dieses Buch ist bisher wohl das dunkelste und brutalste Buch der Serie.
Carter Thriller sind nichts für zarte Seelchen, aber hier legt der Autor nochmal eine Schippe drauf. Die Morde sind grauenhaft und mehr als einmal bemerkte ich, wie ich mich beim Lesen innerlich wand. Nach dem Lesen des letzten Buches dachte ich zunächst, dass man schwerlich einen Killer wie diesen toppen könnte, aber Carter hat es geschafft. Die Verbrechen in “The Death Sculptor” lassen einen fast fassungslos zurück - ein Thriller wie er sein muß! Und im Gegensatz zu den Vorgängern hatte ich nicht die leiseste Ahnung, wer der Serienkiller sein könnte oder was für ein Motiv er verfolgt.

Doch die Spannung, die Geschwindigkeit, mit der die Handlung vorangetrieben wird und die tollen Hauptcharaktere sind nicht alles, was mir an diesem Buch so gut gefallen hat.
Im Laufe der Geschichte gelingt dem Autor nämlich ein kleines Kunststück, eines, dass dieses Buch besonders macht: der Leser sieht im Mörder irgendwann nicht mehr nur das verabscheuungswürdige Wesen, Carter schafft es, dass man sowohl mit den Opfern als auch mit dem Killer mitfühlt. Durch diese ambivalenten Gefühle bekommt die Geschichte einen zusätzlichen Kick. Irgendwann konnte ich das Buch einfach nicht mehr zu Seite legen und musste wissen, wie es endet.

5 Sterne für eine packende Geschichte, die mich nicht mehr losgelassen hat!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 4, 2012 5:24 AM MEST


Wo die Seele aufblüht: Warum ein Garten glücklich macht
Wo die Seele aufblüht: Warum ein Garten glücklich macht
von Doris Bewernitz
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein kleiner Schatz für Gartenbesitzer und solche, die es werden möchten., 10. August 2012
Zugegeben, der Titel des Buches sprach mich nicht wirklich an, aber ich besitze selbst einen großen Garten und war daher neugierig, was Doris Bewernitz so zu erzählen hat. Was für ein Glück! Denn was mich erreichte, war kein normales Gartenbuch, sondern eine Sammlung von Lebensmomenten, die berühren.

Wir begleiten die Autorin ein ganzes Jahr lang durch ihr grünes Paradies.
Frühling, Sommer, Spätsommer, Herbst, Spätherbst und Winter - jede Jahreszeit hinterlässt ihre ganz eigenen Spuren in der Natur und Bewernitz ist die perfekte Beobachterin.

Eigentlich wollte sie nicht wirklich einen Garten - anschauen ja - aber nur, um zu der Überzeugung zu kommen, dass sie ihn nicht braucht. Doch schon beim ersten Schritt durch die Gartentür ist es um sie geschehen - dieser Garten gehört zu ihr! Keine Frage! Und so ist Bewernitz innerhalb von nur zwei Stunden stolze Besitzerin eines kleinen Stückchens Erde mitten in Berlin.

Seit diesem Moment ist sie so oft wie möglich in ihrem Garten und hegt und pflegt, genießt die Farben, die Gerüche, die Tiere, einfach das Gefühl, frei zu sein. Im Garten ist es, wo sie wirklich lebt, in ihrer Wohnung wohnt sie nur.

Bewernitz führt den "Bienenfeiertag" ein ' der Tag, an dem man die erste Biene in seinem Garten sieht, sie lernt von Tom Sawyer und bietet "Mitmachtage" an. Einmal im Monat dürfen gestresste Städter ihre Hände schmutzig machen und säen und jäten und graben und werkeln und sie genießen jede Minute. Im Herbst erntet sie kiloweise Obst und Gemüse und freut sich aufs Einmachen. Auch Freunde und Nachbaren füllen ihre Körbe und Eimer. Zusammen mit ihrem Enkel baut sie Höhlen im Garten, sucht in der Nachbarschaft nach nützlichem 'Müll' und bewundert jeden Tag aufs Neue, was die Natur alles zu bieten hat. Sie nimmt sich die Zeit, Schnecken und Regenwürmer zu beobachten, verbringt Stunden im Rosenbeet und steht sprachlos vor den wuchernden Kürbissen.

Neben all diesen wunderbaren Erzählungen gibt es auch wirklich brauchbare Tipps in diesem Buch. Das Mulchen nach Bewernitz' Art werde ich sicher auch mal probieren. Und von 'Fruchtleder' hatte ich bisher nie etwas gehört ' das wird sich jetzt ändern, denn allein schon bei der Beschreibung der Herstellung lief mir das Wasser im Mund zusammen.

Was die Autorin wirklich wunderbar kann, ist erzählen.
Sie beschreibt die Situationen im Garten, die Tiere, das Wetter einfach alles auf so eine lebendige Art und Weise, dass man es direkt vor sich sehen kann. Man riecht regelrecht den Holunder zwischen den Seiten, man hört das Feuer im Ofen knistern, den Wind um die Gartenhütte pfeifen und die Igel im Kompost schmatzen.

Eines meiner Lieblingskapitel ist "Ofenfreuden" - denn genauso fühlt es sich an, wenn wir unseren Kamin anfeuern, Holzwärme ist milder und 'wärmt einen bis innen durch.'

"Draußen peitscht der Herbststurm ums Gartenhaus, aber drinnen beginnt sich nun eine wohlige Wärme auszubreiten. Im Bauch des Ofens lodert es vor sich hin, die Flammen knistern und knacken hinter der dicken Eisentür, während glühend rotes Licht durch die Luftlöcher funkelt und zuckende Muster auf Fußboden und Wände malt. Nun beginnt es zu duften. Nach Lagerfeuer, Rauch, Ferien und heißem Ofenrost. Ich stapele Ziegelsteine auf die Ofenplatte. hole drei Äpfel aus der Küche, lege sie in einen Topf und stelle den Topf auf die Ziegel. Bald kann ich meinen dicken Pullover ausziehen, Nicht lange, und die Äpfel fangen an zu singen. Süßer Bratapfelgeruch zieht durchs Zimmer und kitzelt meine Nase'"

Wer wünscht sich jetzt nicht, genau vor diesem Ofen zu sitzen und sich nach einem langen Tag im Garten aufzuwärmen und zu entspannen?

5 Sterne für ein Buch, das mich überrascht und berührt hat!


Siebzig Acryl, dreißig Wolle: Roman
Siebzig Acryl, dreißig Wolle: Roman
von Viola Di Grado
  Broschiert

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Originell, rotzfrech, ohne Grenzen, mitreißend und sprachgewaltig!, 10. August 2012
Was für ein Buch!
Originell, rotzfrech, ohne Grenzen, mitreißend und sprachgewaltig.

Ich war mir nicht sicher, was ich von diesem Buch erwarten sollte. Zuerst sprach mich der Titel an, die Zusammenfassung klang spannend und die erste Kritik las sich gut. Also wanderte es auf meine Leseliste. Einmal angefangen, konnte ich kaum wieder aufhören. Die Geschichte hat mich völlig in ihren Bann gezogen.

Die 19jährige Camelia lebt im langweiligen Leeds in England und hasst ihr Leben.

"Ich bin die mit der großen Nase und den langen schwarzen Haaren, die mit der Schneewittchenhaut, nein weiter rechts, ich mein die mit dem Pony und den grünen Augen, habt ihr mich jetzt endlich entdeckt? Die, die gerade in den Müllcontainer linst, ja genau die. Aber nix da von wegen Lebensgeschichte, weil mein Leben gar keine Geschichte hat, die man erzählen könnte, jedenfalls keine gescheite Geschichte, höchstens eine gescheiterte. Wo andere eine Geschichte haben, hat mein Leben tiefe Krater voller Sand, wie die auf dem Mond, von denen man als Kind noch gedacht hat, es sind die Augen, die Nase und der Mund vom Mann im Mond."

Vor einigen Jahren ist ihr Vater bei einem Unfall ums Leben gekommen - mit im Auto saß seine Geliebte, keiner wusste von dem Verhältnis. An diesem Tag war das Leben, so wie es Camelia kannte, vorbei. Ihre Mutter hörte einfach auf zu sprechen. Die früher so begabte und schöne Flötistin vegetiert jetzt nur noch vor sich hin. Sie isst nichts, sie wäscht sich nicht, sie verlässt das Haus nicht, ihre Tochter ist ihr total egal. Die einzige Beschäftigung, der sie sich hingibt, ist das Fotografieren von Löchern und Rissen in der Wohnung, es ist das einzige Zeichen, dass sie noch lebt.

"In einem Wort gesagt, meine Mutter war zum Wegschmeißen. Ich weiß, "zum Wegschmeißen" sind zwei Worte, aber umso besser: eins für sie und eins für mich, denn wenn ich sie wegschmeißen muss, kann ich mich gleich mitschmeißen."

Camelia muss die Uni aufgeben, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sie übersetzt jetzt Bedienungsanleitungen für Waschmaschinen aus dem Italienischen ins Englische.
Weil ihr mit der Zeit auch alles egal ist, redet auch sie kaum noch mit jemandem und trägt nur noch Kleidung aus dem Müll. Das Leben, die Blumen, das Sonne, die Welt kann sie mal. Als sie eines Tages wieder Klamotten aus einer Mülltonne zieht und trägt, lernt sie an einer Bushaltestelle den Chinesen Wen kennen. Aus seinem Laden stammen die verunglückten, unverkäuflichen Kleider, die sein etwas behinderter Bruder Jimmy schneidert und die Wen am Abend dann heimlich wegschmeißt.
Ganz langsam freunden sich Wen und Camelia an. Er bringt ihr bei, wie man chinesische Schriftzeichen malt und zeigt ihr, dass die Welt doch nicht so schrecklich ist, wie sie denkt. Ganz langsam macht Camelia die ersten Schritte zurück in ihr Leben.

"An einem gewissen Punkt gibt es einen Moment. Einen Moment, wie gemacht für die Depressiven, in dem der Überlebensinstinkt nicht mehr zu bremsen ist, weil es dich nervt, die einzige unbewegliche Sache im trunkenen Willenswirbel des Universums zu sein. (..) In einem Moment wie diesem kann man einfach nicht gleichgültig sein. Entweder du hilfst ihm mit einem Schlag Leben nach, oder du wäschst ihn mit deinem Blut."

Es ist eine Geschichte einer verkorksten Welt, mit verkorksten Hauptdarstellern, eine Geschichte, die zu Herzen geht.
Die bedrückende Atmosphäre des Buches, der unglaubliche Pessimismus wird durch den unorthodoxen Schreibstil aufgelockert. Manchmal erscheint einem Camelia einfach nur frech und brutal, manchmal geradezu poetisch, doch immer hat man Mitleid mit ihr. Das Leben gibt ihr mehr zu tragen als sie aushalten kann und auch wenn sie sich wehrt, wenn sie ausbricht, Freundschaften, Liebe und Sex sucht, das Leben - das Schicksal lässt sie nicht los. Es ist, als ob manche Menschen dazu bestimmt sind, unglücklich zu sein und selbst wenn sie eine Chance erhalten, aus ihrem Teufelskreis auszubrechen, nutzen sie sie nicht, denn manchmal ist die kaputte Welt tröstlicher als die angeblich normale Welt da draußen.

Die Autorin dieser bewegenden Geschichte ist erst 21 Jahre alt - eigentlich unglaublich, dass jemand, der so jung ist, so ein bildgewaltiges Werk schreiben kann.
Das Buch wird nicht jedem Leser gefallen. Man muss sich auf die Geschichte und den Schreibstil di Gardos einlassen, doch wenn man das tut, nimmt die Autorin einen mit auf eine Achterbahnfahrt und spuckt einen am Ende des Buches durchgeschüttelt, ungläubig und verstört wieder aus.

"Siebzig Acryl, dreißig Wolle" ist keine Wohlfühliteratur, es findet keinen Ausweg und selbst der Schluss des Buches bietet für den Leser keine Erlösung, dennoch kann ich eine absolute Leseempfehlung aussprechen und gebe dieser Geschichte rund um Camelia in Leeds fünf Sterne.


Paris war eine Frau: Die Frauen von der Left Bank. Djuna Barnes, Janet Flanner, Gertrude Stein & Co
Paris war eine Frau: Die Frauen von der Left Bank. Djuna Barnes, Janet Flanner, Gertrude Stein & Co
von Andrea Weiss
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starke Frauen, 9. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es geht um faszinierende Frauengestalten im Paris der 20er und 30er Jahre, die als 'Frauen von der Left Bank' in die Geschichte eingegangen sind.
Dazu gehörten Gertrude Stein, Alice B. Toklas, Sylvia Beach, Djuna Barnes, Thelma Wood, H.D. Colette, Romaine Brooks und viele viele mehr. Aus der ganzen Welt trafen sie sich in Paris, dort, wo man ihnen die Möglichkeit gab, sich voll zu entfalten.

Der Einfluss dieses - größtenteils lesbischen bzw. bisexuellen - Frauenzirkels auf die Literatur- und Kunstszene ihrer und auch der späteren Zeit kann gar nicht hoch genug eingestuft werden und doch hört man so selten von ihnen. So war es Gertrude Stein, die eines der ersten Picasso Bilder erworben hat - für ganz 150 Franc, es war Stein, die Hemingway dazu überredet hat, den Journalistenjob an den Nagel zu hängen und Schriftsteller zu werden und es war Stein, die in ihrem Salon alle bedeutenden Künstler der Zeit um sich versammelt hat.
Sylvia Beach dagegen, die Inhaberin des berühmten "Shakespeare and Company" Buchladens in Paris, verlegte Jams Joyce' Ulysses, als kein anderer Verlag etwas von ihm wissen wollte (er hat ihr diese gute Tat übrigens nie gedankt). Dies sind nur einige Dinge, mit denen sie die Grundlage für viele Erfolge ihrer männlichen Kollegen legten, Kollegen, deren Leistungen vielleicht ohne die Unterstützung der Frauen der West Bank gar nicht möglich gewesen wären.

Andrea Weiss malt ein lebendiges Portrait der damaligen Zeit, sie beschreibt die oft lebenslangen Freundschaften der Frauen untereinander und bringt dem Leser diese unangepassten, modernen und engagierten Gestalten der Weltgeschichte durch viele Zitate, Bilder und Anekdoten näher. Sehr gut recherchiert, mit vielen Fotos und guten Quellenangaben macht die Lektüre dieses Buches wirklich Spaß. Es soll dazu einen Film geben, den ich allerdings noch nicht gesehen habe.


Ich bin eine Insel: Gefangen im eigenen Körper
Ich bin eine Insel: Gefangen im eigenen Körper
von Sandra Schadek
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewegend, 9. August 2012
Ein Buch das mich sehr berührt hat.
Sandra Schadek war eine junge, aktive und sportliche Frau, die gerade ein Wirtschaftsstudium angefangen hatte, als sie die Diagnose ALS - Amyotrophe Lateralsklerose - bekam. Es ist eine chronische Erkrankung des motorischen Nervensystems, also des Nervensystems, das sämtliche Bewegungen der Muskeln steuert. Einer der bekanntesten Menschen, der an dieser Krankheit leidet, ist das Genie Stephen Hawkins. Man kann sich also vorstellen, was so eine Diagnose für einen jungen Menschen bedeutet.

Nach und nach verliert Sandra die Kontrolle über ihre Muskeln. Sie kann nicht mehr richtig laufen, nicht mehr richtig sprechen oder kauen, sie kann bald nicht mehr alleine ins Badezimmer oder essen. Immer mehr schränkt sie diese schreckliche Krankheit ein. Sie wird zur Belastung der Familie, ihr Freund verabschiedet sich nach einiger Zeit, da er es nicht mehr aushält. Doch Sandra steckt den Kopf nicht in den Sand, mit vielen Hilfsmittel baut sie sich eine Website auf, berichtet über ihre Krankheit, hilft anderen Betroffenen, bietet Erkrankten eine Plattform und wird letztendlich mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet.

Neben der Arbeit an der Website hat sie noch genug Kraft, ein Buch über ihr Schicksal zu schreiben. Ein schonungslos ehrliches Buch, bei dem ich einige Male schlucken musste und mich immer wieder gefragt habe, wie ein Mensch so eine Krankheit bloß ertragen kann. Ich verneige mich in tiefem Respekt vor dieser Frau und ihrer Stärke und wünsche ihr für die Zukunft alles Glück der Welt.

Wenn das Buch auch seine Längen hat, so ist es trotzdem eine Leseempfehlung und sei es nur zum Aufwachen, aktiver werden, das eigene Leben zu genießen und vor allem Verständnis für die Kranken in der Gesellschaft zu haben, für die, die gerne am Leben teilhaben wollen, es aber nicht so selbstverständlich können wie wir.

"Die Zeit ist viel zu kostbar, um sie unbemerkt an sich vorbeiziehen zu lassen. Schade nur, dass die Menschen häufig erst zu solchen Erkenntnissen kommen, wenn es eigentlich schon zu spät dafür ist."


Mit Proust durch Paris: Literarische Spaziergänge (insel taschenbuch)
Mit Proust durch Paris: Literarische Spaziergänge (insel taschenbuch)
von Rainer Moritz
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Stadtrundgang der anderen Art, 9. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Proust und Paris Fan? Dann ist diese Büchlein genau das Richtige.
Anhand Prousts Leben begibt man sich auf einen literarischen Spaziergang durch die Stadt der Liebe. Von den Häusern seiner Kindheit, den Parks, die er besucht hat, die Schulen, die Bordelle, das Ritz bis zu seinem Sterbehaus in der '44 rue Hamelin' verfolgt man den Schriftsteller durch Paris.
Dazu gibt es immer wieder kleine Anekdoten, Bilder und Zitate des Künstlers. Leider kann man nur noch wenige Orte, die in dem Buch beschrieben werden, im Original besichtigen, trotzdem fand ich das Buch sehr interessant und sollte ich es mich tatsächlich doch nochmal nach Paris verschlagen, werde ich sicherlich der ein oder andere Spur Prousts nachgehen. Eine faszinierende Zeit und ein faszinierender Mann.


Jack Daniels BBQ Sauce Sweet Glaze 275g
Jack Daniels BBQ Sauce Sweet Glaze 275g
Wird angeboten von Foodstore (Preise inkl. MwSt zzgl. Versand)
Preis: EUR 7,09

5.0 von 5 Sternen LECKER!, 9. August 2012
Das BESTE für Spare Ribs.
Wer schon einmal im T.G.I Friday's gegessen hat und immer wissen wollte, welche Jack Daniels Sauce denn bei den Ribs zum Einsatz kommt. Es ist diese. Zumindest schmeckt sie genauso wie im Restaurant - rauchig, süss, einfach lecker.
Auch zu sonstigem Grillgut und als Dip ist diese sirupartige Sauce ein Genuss.

Wer einen besonders intensiven Geschmack haben möchte, mariniert das Fleisch vor der Zubereitung in dieser Barbecue Glaze.

Von allen Grillsaucen, die ich besitze, ist diese immer am schnellsten leer.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 17, 2015 5:58 PM MEST


The Future of Us
The Future of Us
von Jay Asher
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,12

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, aber ohne Tiefgang, 6. August 2012
Rezension bezieht sich auf: The Future of Us (Taschenbuch)
Wir schreiben das Jahr 1996. Emma ist 16 Jahre alt, Scheidungskind und bekommt von ihrem leiblichen Vater einen Computer geschenkt. Als ihr bester Freund Josh dann auch noch eine AOL CD-Rom mitbringt, gibt es kein halten mehr - ab ins Internet! Doch plötzlich taucht da eine blaue Website auf, die noch einmal ein Login und ein Passwort verlangt und als Emma beides angibt, öffnet sich eine völlig neue Welt für sie: Facebook.

Das Problem ist nur, dass Facebook noch gar nicht erfunden ist - Emma und Josh schauen in die Zukunft, genauer gesagt 15 Jahre in ihre Zukunft, denn sie finden ihre eigenen Facebook Accounts, sehen, mit wem sie verheiratet sind, was sie beruflich machen, wo sie studiert haben, ob sie Kinder haben und vieles mehr. Während Joshs Zukunft rosig ausschaut, ist Emma entsetzt darüber, dass sie scheinbar nicht glücklich wird in ihrem Leben und setzt von nun an alles dran, die Zukunft zu ändern, ohne zu wissen, was für Auswirkungen das tatsächlich haben wird....

"The Future of us" ist ein Buch, in das man schnell reinkommt und das man ebenso schnell gelesen hat. Es macht Spaß. Gerade die Generation, für die Facebook heute eine Selbstverständlichkeit ist, wird hier mit der Frage konfrontiert, wie sie denn handeln würde, wenn das alles, was sie auf Facebook entdeckt noch in der Zukunft liegt? Würden wir selbst versuchen, unsere Zukunft zu ändern? Oder hätten wir Angst, mit der Zeit zu spielen?

Auf der einen Seite kann ich Emma verstehen, dass sie ihre Zukunft nicht so einfach hinnehmen will, auf der anderen Seite finde ich ihre verbissene Art sehr unsympathisch. Ohne Rücksicht auf Verluste möchte sie vor allem "ihr" Ding durchziehen. Josh hingegen ist der tolle Typ von nebenan, offen, ehrlich, ein Kumpel, auf den man sich verlassen kann und meiner Meinung nach viel zu nachsichtig mit Emma. Die Nebencharaktere, Kellan, Cody, Sydney etc., bleiben etwas blass, passen aber gut zur Geschichte.

Die Story selbst ist gut geschrieben und nett zu lesen - es wird abwechselnd von Joshs und Emmas Perspektive erzählt - allerdings fehlt mir ein wenig der Tiefgang. Das Einzige mit dem sich die zwei Hauptcharaktere beschäftigen, ist ihr Beziehungsstatus ' wann mit wem und wie und überhaupt. Keiner von beiden kommt auf die Idee, mal nachzuschauen, wie sich die Welt so in 15 Jahre entwickelt hat. Keiner schaut nach, was politisch so passiert, wirtschaftlich, wissenschaftlich - ja nicht mal die Lottozahlen oder die Super Bowl Ergebnisse sind interessant! Nun weiß ich, dass Teenager vor allem die Liebe und das andere Geschlecht im Kopf haben, trotzdem bleibt das Buch dadurch einfach oberflächlich. Aus der Idee hätte man viel mehr rausholen können. Ich möchte einfach nicht glauben, dass Teenies wirklich so simpel sind und keinerlei Interesse an der Welt da draußen haben, wenn sie die einmalige Chance haben, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Ja, die Partnerwahl ist interessant, aber das Leben, der Job, die Welt sind doch mindestens genauso wichtig. Schade, dass Asher Jugendlichen hier nicht mehr zutraut.

Ich schwanke zwischen drei und vier Sternen.

Für die Geschichte an sich gibt es drei Sterne - ein schnelles Lesevergnügen für Zwischendurch, ohne viel Anspruch, unterhaltsam, aber sicher kein Muss. Und ich frage mich schon, wie lange der Aufbau der Facebook Seite mit einem Modem Mitte der 90er Jahre so dauern würde... ;)

Für den Nostalgiefaktor hingegen gibt es vier Sterne. Die Anfänge des Internets, Modem, VHS Kassetten, Rollerblades, die ersten Schritte auf Facebook'wer all das selbst mitgemacht hat, dem wird es viel Spaß machen, wieder in diese Zeit einzutauchen.

Insgesamt also 3,5 Sterne, die ich in diesem Fall wohl eher abrunde.


Blood Red Road (Dust Lands, Band 1)
Blood Red Road (Dust Lands, Band 1)
von Moira Young
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,95

4.0 von 5 Sternen Spannend, mitreißend, so muss Jugendliteratur sein, 6. August 2012
'"Lugh got born first. On Midwinter Day when the sun hangs low in the sky. Then me. Two hours later.
That pretty much says it all.
Lugh goes first, always first, an I follow on behind.
An that's fine.
That's right.
That's how it's meant to be.'"

Saba und Lugh sind Zwillinge, sie leben mit ihrem Vater und ihrer kleinen neunjährigen Schwester Emmi im gottverlassenen '"Silverlake"' mitten in der Einöde mit wenig Essen, kaum Wasser und keinen Nachbarn. Eines Tages erscheinen Reiter vor ihrer Hütte, kidnappen Lugh und töten den Vater. Saba kann es nicht fassen und verspricht ihrem Bruder, noch während die Männer ihn wegziehen, dass sie ihn suchen und befreien wird. Dann ist Saba allein mit ihrer kleinen, nervigen Schwester Emmi und ihrem Raben Nero. Nachdem sie Pa '"zurück zu den Sternen geschickt" haben', machten sie sich auf den Weg. Saba will ihr Versprechen einlösen, wenn da nur nicht dieser kleine Klotz namens Emmi am Bein wäre. Sie beschließt die Kleine bei einer Bekannten des Vaters abzugeben und sich allein auf den Weg zu machen, doch wie kleine Schwestern so sind, hören sie nicht und so sind die beiden Mädchen bald gemeinsam auf der Reise.

Auf dem Weg zu ihrem Bruder gerät Saba in Gefangenschaft, muss das ein oder andere Abenteuer bestehen, findet Freunde und vielleicht auch eine Liebe?

"Blood Red Road" ist der erste Teil einer Dystopie Trilogie - fast möchte man sagen, was sonst? Dieser Trend hält weiter an.
Schon der Buchtrailer verspricht eine mitreißende Geschichte und das Buch hält, was der Trailer verspricht, auch, wenn ich am Anfang wirklich Schwierigkeiten hatten, reinzufinden, denn der Schreibstil der Autorin ist ungewöhnlich. Sie lässt ihr Charaktere mit völlig falscher Grammatik sprechen und ändert die Schreibweise uns bekannter Wörter. Der Grund dafür ist mir nach wie vor nicht klar und es macht das Lesen zu Beginn nicht sehr einfach, doch wenn man sich einmal mit dem Stil angefreundet hat, fallen die Fehler bald nicht mehr auf.

'"I'm sorry, I says.
Fer what? he says.
Fer always bein ' you know ' so..
Ungrateful? he says.
Yeah, I says.
Ornery?
I guess so.
Rude? Pig-headed? Violent?
I ain't violent!
Oh yes, you are. Very. But I like that in a woman.
I laugh. Yer crazy, I says.
I was fine till I met you, he says.'"

Die Geschichte selbst ist spannend bis zum Schluss. Ich konnte nie vorausahnen, was als nächstes passieren wird. Saba gerät von einer ausweglosen Situation in die nächste und doch schafft sie es, sich immer weiter zu kämpfen, um ihr Versprechen einzulösen.

Sie ist auch der Grund, wieso mir das Buch so gut gefallen hat. Saba ist einfach eine starke Protagonistin. Einmal auf sich alleine gestellt, zeigt sie den Mut, der nötig ist, um aus der Einöde zu entkommen und die Männer zu jagen, die Lugh entführt haben. Sie verliert nie die Hoffnung, nie den Mut und sie kämpft für ihren Bruder, für sich und sogar für die kleine nervige Schwester. Der Vergleich mit Katniss drängt sich geradezu auf, aber Saba ist trotzdem eine eigenständige Figur. Ich muss zugeben, dass ich während der Geschichte wirklich mit ihr mitgelitten habe. Sie ist nicht perfekt, sie macht Fehler, aber das lässt sie menschlich bleiben und nicht zur Superheldin aufsteigen. Wie alle anderen Charaktere ist sie einfach realistisch gezeichnet.

Auch die anderen Charaktere, die nach und nach in der Geschichte auftauchen, können überzeugen. Die Szenen mit Jack, den Saba auf ihrer Reise kennenlernt, gehören zu den besten Szenen im Buch - ihre Dialoge sind herrlich. Jack ist der etwas undurchschaubare, zunächst machohafte und doch immer hilfsbereite männliche Gegenpart zu Saba, der sicher eine Menge weibliche Fans finden wird. Den Raben Nero habe ich ins Herz geschlossen und mal ehrlich, kann man sich bessere Freunde als Epona, Maev und Ash wünschen? Die Free Hawks tauchen immer dann auf, wenn man sie am nötigsten braucht. Neben Jack ist es vor allem Frauenpower, die die Story am Leben erhält. Wenn ihr darauf steht, wenn mal Mädels den Männern den Hintern retten, dann seid ihr hier richtig ;)

Die Orte, an denen die Handlung spielt, konnten mich auch überzeugen. Sie waren wie weitere Charaktere des Buches. Ich sah die Wüste regelrecht vor mir, kämpfte mit in der Arena, kämpfte gegen die Strömung des Flusses und hasste Hopetown aus ganzem Herzen. Ich liebe es, wenn Beschreibungen so gut sind, dass ich klare Bilder vor Augen habe. Moira Young hat das in diesem Buch geschafft. Einen Film brauch ich dazu gar nicht mehr, ich habe meinen eigenen im Kopf =)

Das Buch ist eine lesenswerte Mischung aus typischem "Hollywood Western", "Mad Max" und "Hunger Games" - eine Abenteuergeschichte mit wunderbaren Fantasy Elementen. Ich hatte ehrlich gesagt nicht erwartet, dass es mir so gut gefallen würde und bin absolut positiv überrascht.

4 staubige Sterne und ich freue mich auf die Fortsetzung!


Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
von John Green
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,90

584 von 612 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tragisch, lustig, lesenswert, 26. Juli 2012
"Ich erzählte Augustus die Grundzügen meines Wunders: Als ich 13 Jahre alt war, wurde bei mir Schilddrüsenkrebs im vierten Stadium diagnostiziert. (Ich erzählte ihm nicht, dass die Diagnose drei Monate nach meiner ersten Periode kam, es war wie: Glückwunsch! Du bist eine Frau. Jetzt stirb.)"

Das ist Hazel Grace, 16 Jahre alt und krebskrank. Ihre Behandlung soll nur noch ihr Leben verlängern, geheilt werden, kann sie nicht mehr. Das weiss sie, genauso wie sie weiss, dass es ein Wunder ist, dass sie überhaupt noch lebt. In einer Selbsthilfegruppe, zu der sie eigentlich gar nicht gehen will, trifft sie eines Tages Augustus. Der Krebs hat eines seiner Beine gefordert, aber er ist auf dem Weg der Besserung und obwohl Hazel sich vorgenommen hat, niemandem so nah zu kommen, dass ihn ihr Tod aus der Bahn werfen kann, verliebt sie sich.

Das ist jetzt mein vierter Versuch, meine Meinung zu diesem Buch zu schreiben. Erstaunlich, wie schwer es mir fällt, das, was ich während des Lesens empfunden habe, einfach niederzuschreiben.

John Green hat als Student einige Zeit als Seelsorger in einem Kinderkrankenhaus gearbeitet und beschreibt seine Erfahrungen selbst als herzzerreissend.
Seit dieser Zeit wollte er ein Buch über diese 'Krebs Kinder' schreiben - kein 'Hoffnung, Glaube, Stärke, alles hat auch eine positive Seite etc.- Buch', sondern ein echtes, ein wahres Buch über echte Teenager, echte Eltern, echte Sorgen und Nöte. Greens Hauptcharaktere sind keine Helden, es sind normale Menschen, die versuchen, mit einem vermutlichen Todesurteil umzugehen.

Der sarkastische Humor, den sie dabei an den Tag legen, hat mich - trotz allem - oft schmunzeln lassen. Gleichzeitig gibt es Passagen in diesem Buch, die einen auch noch nach dem Lesen der letzten Seite beschäftigen werden, es gibt Sätze, die vielleicht für immer bei einem bleiben und es gibt Abschnitte, bei denen man schlicht Rotz und Wasser heult.
Was mich dazu bewegt, dieses Buch wirklich zu empfehlen, ist seine Ehrlichkeit.

"Cancer sucks"
Es gibt keine positive Seite am Kotzen oder am ins Bett machen, nichts positives daran, das Augenlicht zu verlieren, das Gefühl zu haben, zu ertrinken, seine eigene Beerdigung zu planen, einen Menschen sterben zu sehen.

Aber obwohl das Buch so ein trauriges Thema hat, so tragisch ist, ist es gleichzeitig wunderschön, lustig, kraftvoll und lebensbejahend. Hazel und Augustus sind Teenager, deren Geschichte einen lange nicht mehr los lässt und die dazu führt, dass man selbst anfängt, nachzudenken - über das eigene Leben, die eigenen Narben, die man auf der Welt hinterlässt, ob es überhaupt wichtig ist, etwas zu hinterlassen und wenn ja, was...

"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" behandelt die schönsten und schwierigsten Abschnitte im Leben: Liebe, Freundschaft, Verlust und Tod und es macht das auf einer wunderbare Art und Weise - klare Leseempfelung und 5 Sterne!
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 20, 2015 2:52 PM MEST


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