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Rezensionen verfasst von
Frau Hurtig

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Schutzengel
Schutzengel
DVD ~ Luna Schweiger
Preis: EUR 5,97

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Soll das ein Witz sein???, 7. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Schutzengel (DVD)
Der Film ist grottenschlecht. Mit Stimmungsaufhellern kann man bestenfalls an einigen Stellen qualvoll lachen. Warum ich ihn mir zu Ende angeguckt habe? Ehrlich: Ich habe nicht den leisesten Schimmer. Es gibt dafür keinen nachvollziehbaren Grund.

So schlechte Schauspielerei ist mir selten zuvor untergekommen: Einen dem Inhalt der einzelnen Szenen angemessenen Ausdruck in den Augen sucht man vergeblich, denn: Sowohl Till als auch Luna Schweigers einziges Mienenspiel besteht in diversen Verziehungen der Lippen, als würden sie vor einer Spaßkamera für was weiß ich für Fotos posieren. Da ist kein Spaß am Dreh gewesen. Wer von beiden den anderen zu diesem FIlmprojekt überredet oder gezwungen hat, kann ich nicht beantworten, vielleicht hatten sie auch beide keine Lust.
Die Handlung entbehrt jeglicher Logik, ich will einfach nicht glauben, dass diese Story ernst gemeint ist. Mir wird schlecht, wenn ich an den Film zurückdenke, aber ich versuche dennoch einen groben Überblick zur Geschichte:
Mädchen wird Zeugin am Mord ihres Freundes durch deutsche Waffenhändler. Sie kommt ins Zeugenschutzprogramm. Max (T. Schweiger) ist ihr Aufpasser. Als ihr Versteck auffliegt, vermutet er einen "Maulfwurf" im Team und läuft auf eigene Faust mit dem Mädchen davon. Sein Freund aus dem Krieg hilft ihnen, sich zu verstecken und wird in der einzig akzeptablen Szene des Films erschossen. Anwältin des Mädchens ist gleichzeitig Exfreundin von Max (T. Schweiger), was gar nicht konstuiert ... langsam klar wird. Dutzende von unbekannten vermummten Angreifern werden quer durch den Film von Till Schweiger erschossen, in Zeitlupe und mit Echo-Hall-Effekt oder was immer das gewesen ist.

Bei den Dialogen im Film lief es mir kalt den Rücken hinunter. Ein neuer Rekord an Plattheit wurde zumindest erreicht.
Till Schweiger, bleib bei deinen Leisten!! Du bist nicht Arnold Schwarzenegger, spiel bitte nie wieder so eine Rolle!!!! Ich hab dich immer gemocht, aber dieser Film hat jegliche Erinnerung an die Gründe für diese Sympathie ausgelöscht.

Der Hammer ist übrigens die Stelle, wo die Frauen in den Wald laufen und Till im Showdown die letzten Angreifer niedermäht. An einer bestimmten Stelle erklingt zu den Zeitlupeszenen der verzerrte, hallende, krächzend abbrechende Schrei "MAAAX" aus dem Nirgendwo, das war so unglaublich, dass ich gleichzeitig lachte und heulte.

Fazit: Für diesen Film braucht man starke Nerven und selbst wenn man die hat, muss man sich auf eine mittelschwere Depression einstellen, wenn man es hinter sich gebracht hat.


Geliebter Mörder: Eine wahre Geschichte
Geliebter Mörder: Eine wahre Geschichte
von Kristin Ganzwohl
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

3.0 von 5 Sternen Interessantes Buch, mit selten gelesenem Thema, 7. Januar 2014
Der Hauptgrund, warum ich das Buch zu Ende gelesen habe, bestand in den interessanten Informationen und Statistiken über Verbrechen, Gefängnisse, Mörder, mit denen der autobiographisch anmutende Roman gespickt ist. Die Handlung der auf einer wahren Begebenheit beruhenden Geschichte ist nicht übermäßig fesselnd, aber dennoch mit subtiler Spannung und durch viele Rückblicke recht lesenswert gestaltet. Die Charaktere sind leider etwas blass, wie ich finde.
Eine Frau mittleren Alters lernt über eine Partnerbörse im Internet einen charmanten Mann kennen. Sie verlieben sich, es beginnt nach vier Monaten ernst zu werden und er breitet vor ihr ehrlich und offen seine Vergangenheit aus, mit der Frage, ob sie sich eine Beziehung mit ihm vorstellen kann. Er ist ein verurteilter Mörder, der seine Gefängnisstrafe abgesessen hat und seit einigen Jahren wieder ein freier Mann ist.

Unsere Protagonistin Kristin geht in Gesprächen mit Freundinnen, beim Lesen von einschlägiger Literatur und auf einem Besuch im Frauengefängnis ihrem Gewissen auf den Grund, um sich selbst und ihrem "geliebten Mörder" diese Frage beantworten zu können: Kann sie / will sie mit einem Mörder zusammen sein?
Alle Hintergründe und Einzelheiten, kurz, wie es dazu geführt hat, dass dieser sportliche, ehrgeizige Mann, der eine liebevolle Mutter hat, damals seine Exfreundin ermordet hat, erfährt der gespannte Leser häppchenweise.
Ein Thema, das mich über das bloße Lesen hinaus noch beschäftigt hat, über das man reden und nachdenken kann.
Hier noch ein Vorgeschmack auf einige interessante Fakten:
Bei 8 von 10 ermordeten Frauen ist der eigene Ehemann Täter.
Die gefährlichste Zeit für eine Frau: Kurz nach der Trennung vom Partner. Der gefährlichste Ort für eine Frau: Die eigenen vier Wände.

Fazit: Muss man nicht gelesen haben, es ist kein Meisterwerk. Aber auf jeden Fall mal was anderes.


Will & Will
Will & Will
von John Green
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Frisch und flüssig geschrieben mit einer hübschen Portion Humor und Kitsch, 7. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Will & Will (Taschenbuch)
Will & Will ist ein gut und schnell lesbarer Jugendroman, von zwei Autoren geschrieben, die sich kapitelweise mit der Innenperspektive zweier männlicher Teenager abwechseln, die sich zunächst nicht kennen, aber den selben Namen tragen: Will Grayson.

Auch formal verwenden die Autoren ganz unterschiedliche Stile: (der eine Will verzichtet komplett auf Großschreibung und gibt Dialoge wie in einem Theaterstück wieder:
maura: und warum sollte ich?
ich: weil ich dir dann was schulde. und du kriegst 20 $.
maura: 3fach in meiner schuld und 50 $)

Der andere Will schreibt ganz normal, aber meiner Meinung nach etwas witziger und verständlicher.

Das sorgt für Abwechslung und erfreulich ist auch, dass beide Innenperspektiven so gute Komik haben, dass ich beim Lesen des Öfteren laut auflachen musste - aber auch die Tiefe des Innenlebens und die Relevanz der Themen haben mir an der Geschichte gut gefallen.

Der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist der gigantische schwule Freund des einen Will, der später durch eine relativ tragische Aneinanderreihung von Zufällen auch den anderen Will kennenlernt, der ebenfalls schwul ist, sich aber nicht outet und Pillen gegen schwere Depressionen nehmen muss.
Die Geschichte handelt in Chicago und einem Vorort von Chicago. Auch das High-School-Leben wird schön dargestellt.

Es geht um Freundschaft, Liebe, Verrat, Familie, blind dates, ein super-schwules Musical und die Frage, ob man in der Nase eines Freundes herumpopeln darf oder nicht.

Fazit: Ein Buch, das fesselt und zum Nachdenken und Lachen anregt.


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