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Beiträge von Olaf von der Heydt
Top-Rezensenten Rang: 4.062
Hilfreiche Bewertungen: 369
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Rezensionen verfasst von Olaf von der Heydt "hoerspieltipps.net" (Lollschied)
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Ein gelungener Einstand, 14. Juni 2010
Mit "Ordensschwester Amélie" setzt der Hörplanet seiner wohl erfolgreichsten Serie, Lady Bedfort, eine hauseigene Konkurrentin vor die Nase - erneut eine Krimiserie mit weiblicher Protagonistin. Wenn auch die Zielgruppe ähnlich sein dürfte, ein paar entscheidende Unterschiede gibt es schon. Auch wenn man es im ersten Moment vermutet, Amélie ist keine ältere, lebenserfahrene Nonne, die auf Miss Marples Spuren wandelt. Sie ist jung, quirlig und überzeugt - zumindest in dieser Auftaktfolge - durch das Gespür für die Situation. Sie hat Helfer, die sie unterstützen, einmal den jungen Marc Valet und den kauzigen Privatdetektiv Remy Bass. Dazu kommen noch der Polizist Hulot und die Klostervorsteherin, die auch Amélies Tante ist, Mère Dorette. Die beiden letztgenannten sind allerdings eher ein Klotz am Bein. Hulot, weil er doch recht eigenwillige Ansichten von seiner Polizeiarbeit hat und lieber den Hausmeister, denn den Gesetzeshüter spielt, Mère Dorette, weil sie auf die Einhaltung der klösterlichen Disziplin pocht, was den Ermittlungsarbeiten schon mal in die Quere kommen kann. Obwohl dieses Figurengeflecht in dieser Auftaktfolge etabliert werden muss, bleibt noch genügend Raum, einen soliden Kriminalfall einzubinden. Das Verschwinden eines Campers am Strand sorgt hier für Amélies Aufmerksamkeit. Sie vermutet ein Verbrechen, was sich bewahrheitet, als ein Schiff mit der Leiche des Mannes im Hafen einläuft. Der Plot ist recht gradlinig und bringt einen unterhaltsamen Kriminalfall, der zwar überschaubar, aber unter den besonderen Bedingungen einer Auftaktfolge durchaus ausreichend ist. Der Unterhaltungswert stimmt, da man hier ein interessantes Figurenkabinett etabliert, dass auf für zukünftige Folgen noch einiges verspricht. Dass dies so gut funktioniert, liegt auch daran, dass man die Rollen sehr gut besetzt hat. Man bringt hier das nötige Maß an Stimmklischee ein, das für eine einfache Zuordnung der Charaktere sorgt. Hinzu kommt, dass alle Sprecher ihre Figuren zu leben wissen. Sarah Riedel sorgt beispielsweise dafür, dass man Amélie gleich ins Herz schließt. Sie gibt dem Stück eine sehr angenehme Note, die schon allein dafür sorgen könnte, dass sich diese Reihe recht schnell etabliert. In Sachen Leistung steht ihr der Rest des Ensemble aber in nichts nach. Egal ob Helmut Krauss als brummeliger Detektiv, Harald Effenberg als eigensinniger Polizist oder Sascha Rotermund als der gute Freund an Amélies Seite, weder an den Figuren, noch an den Umsetzungen durch die Sprecher, gibt es etwas auszusetzen. Auch die Musik- und Geräuschkulisse hat man auf den Handlungsort abgestellt. Neue Scores mit frankophilem Touch und einige maritime Hintergrundgeräusche schaffen ein gut vorstellbares Bild einer französischen Hafenstadt. Ein gelungener Einstand - die Skepsis, die ich der Serie im Vorfeld entgegenbrachte, hat Amélie bereits mit ihrem Auftakt widerlegt. Dieae Episode besticht mit viel Flair und einem sehr interessanten Figurenkabinett, das mit dem richtigen Maß an Klischee besetzt wurde.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Ein gelungener Abschluss, 9. Juni 2010
In dieser 6. Folge schließt sich nun der Zyklus. Man gönnt der Geschichte hier deutlich mehr Spielzeit - nahezu das Doppelte des Üblichen - und hat so genügend Raum, um das Ende dieser Jagd zu erzählen. Quasi die komplette erste CD schildert das Abenteuer an sich - eine spannende und rasante Spurensuche durch Geheimnisse und Verschlüsselungen, die auf realen Gegebenheiten fußen und in sich gut kombiniert werden. Es mündet in einer sehr überraschenden Entdeckung und einem "Knallerfinale", das auch gleichzeitig den Endpunkt der ersten CD bildet. Im zweiten Teil widmet man sich der Aufarbeitung der Hintergründe des Fundes. Dies geschieht größtenteils in Monologen, was zwar hier als durchaus logische Form in Ordnung ist, aber das hohe Tempo aus dem ersten Teil nicht mehr erreicht. Sicherlich wäre das auch durch die Umsetzung in einem Rückblick in Spielszenen kaum möglich gewesen, hier hätte man aber diesen Punkt durch etwas mehr Flair wettmachen können. Inhaltlich bleibt es aber durchaus interessant. Autor G. Arentzen hat hier das Thema durchaus schlüssig aufgearbeitet und bietet einen durchaus runden Abschluss dieser Miniserie. Die Umsetzung bietet das gewohnte Bild: Gute Sprecher, die durchaus überzeugen. Probleme gibt es, wie gehabt, nur in den actionreichen Sequenzen, wo die Emotionen - insbesondere der Protagonistinnen - nicht zur Dramatik der Situation passen. Aber das sind letztlich Kleinigkeiten, die den ansonsten guten Eindruck des sehr stark besetzten Ensembles kaum trüben. Die akustische Ausgestaltung hat mir gut gefallen. Die bekannten, sehr stimmigen Musiken sorgen für das nötige Flair, die Geräuschkulisse ist solide und macht die Szenen und Handlungsorte recht plastisch. Eine gute und unterhaltsame Folge zum Abschluss, die mir insbesondere im ersten Teil sehr viel Hörspaß bereitet hat.
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Bitterböse Hörspielunterhaltung - So soll's sein...!, 9. Juni 2010
Die Ferienbande ist zurück und sorgt für die gewohnt gelungene Mischung aus Comedy, bitterböser Parodie aber auch der Verbeugung vor den Helden der Kindheit. Auch hier sorgen wieder viele verfremdete, aber bekannte Charaktere und Elemente aus Jugendhörspielen für Spaß, auch da sich der Hörer über jede entdeckte Anspielung freut. Dazu gibt es natürlich auch den typischen, etwas brachialen Ferienbande-Humor, der auch die Macher selbst nicht verschont. Natürlich sollte man schon das passende Humor-Gen mitbringen, da sich ansonsten der Unterhaltungswert in Grenzen hält. Mit Comedy-Mainstream-Geschmack allein, kommt man hier nicht weiter. Die Ferienbande muss sich in dieser Episode nicht nur mit sinkenden Schülerzahlen auseinandersetzen, sondern auch mit Terroristen und der Droge Mopsy Mops herumschlagen - ein brandgefährliches Abenteuer mit einem Ende, das gerade die eingefleischten Fans der Bande sicherlich so nicht erwartet hätten. Neben den erstklassigen Leistungen der Produzenten, Kai Schwind und Sven Buchholz, die in allerlei skurille Figuren schlüpfen, gibt es auch viele Gaststars. Mirko Reeh spielt sich gleich selbst, Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich geben agieren hier in ihren bekanntesten Rollen. Dazu gesellen sich Heikedine Körting als diskussionsfreudiger Bombencountdown, Sven Stricker als Kioskbesitzer, sowie Bernhard Hoëcker, Moritz Netenjakob und, und, und.... Wer glaubt, irgendwann sind alle Witze über Jugendhörspiele gemacht, wird in "Die Ferienbande und der kolossale Terror" eines besseren belehrt. Skurriler und gnadenloser Humor, der auch mal über Leichen geht...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
gute und informative Unterhaltung, 24. Mai 2010
Bereits vor zwei Jahren hatte sich Autorin und Regisseurin Katharina Neuschaeffer mit dem Komponisten Richard Wagner befasst. In "Richard Wagner und der Märchenkönig" gingen die Inhalte und Musik allerdings ein wenig im unterhaltsamen Geplänkel unter. Die Reihe "Starke Stücke" setzt ja immerhin schon auf einen deutlichen Anteil an Musik - nicht nur im Hörspiel, sondern hier enthält ja die zweite CD zumindest Auszüge aus dem titelgebenden Werk. Auch die Informationen zum Komponisten und zu den behandelten Musikstücken treten hier deutlicher auf, ohne dass die Geschichte dadurch zu trocken würde. Es bleibt durchaus unterhaltsam und kurzweilig. Dabei ist es auch deutlich von Vorteil, das man nur den ersten Teil der Ring-Tetralogie behandelt. Die Mischung stimmt, so dass man auch bei dieser Episode die gelungene Ausfüllung des Begriffs "Infotainement" attestieren kann. Die Umsetzung wird vom gewohnt gut agierenden Ensemble getragen. Bereits in der Reihe erfahrene Sprecher wie Erzähler Stefan Wilkening oder Michael Schwarzmeier sind wieder mit von der Partie. Dazu gesellen sich noch weitere gestandene Schauspieler und Musiker, die dafür sorgen, dass aus dem Stück ein harmonisches Miteinander von Text und Musik wird. Auch in dieser Episode bieten BR und Igel Genius gute und informative Unterhaltung, die nicht nur junge Ohren ansprechen dürfte.
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4.0 von 5 Sternen
Deutliche Steigerung, 23. Mai 2010
Nach dem Einstand der Serie "Schrei der Angst" mit der Episode "Feeder" erscheint nun - knapp ein halbes Jahr später - die Fortführung der Geschichte mit der Folge "Feeder 2 - Spur aus Blut". Man hat die kurze Zeit gut genutzt, denn man ruhte sich nicht auf dem damals schon attestierten Potential aus, sondern man nahm sich vielmehr der Kritikpunkte an und hat diese ausgeräumt. Dabei beweisen die Macher, dass man sich als Produzent durchaus dem Feedback mal hingeben kann, ohne sein eigenes Produkt zu verfälschen oder sich zum Büttel der Fans zu machen. In der Tat kommt der zweite Teil wesentlich kompakter und dichter daher. Die Story spielt nun hauptsächlich in Russland und teilt sich dort in den düsteren Abgrund von St. Petersburg und die Szenerie der einsamen Hütte von Philip Schwarz, dem Feeder. In beiden Fällen gelingt eine sehr eindringliche Kulisse, in der die zum Teil sehr blutige Geschichte gut transportiert wird. Die Soundkulisse ist hier wieder großartig. Die sehr präsente Untermalung mit Musik und Geräuschen sorgt dafür, dass die Geschichte passend zum Handlungsverlauf atmosphärisch ausgestattet und der Spannungsfaktor unterstrichen wird. Beim Sprecherensemble gab es eine Änderung: Christian Rode übernimmt nun den Erzählerpart. Seine Stimmfarbe passt hierfür hervorragend und er löst die Aufgabe - wie zu erwarten - mit Bravour. Sehr positiv fällt diesbezüglich auf, dass man den Erzählanteil im Vergleich zur ersten Episode deutlich reduziert und mehr auf die Dialoge verteilt hat. Dass dabei dann auch mal die eine oder andere überflüssige Information den Text schon mal holprig machen kann, lässt sich angesichts der ansonsten gut erzählten Story verschmerzen. Allen Schauspielern gelingt es, die Texte glaubhaft zu transportieren, eine gute Regie- und Ensemblearbeit kann man hier durchaus attestieren. Ein Problem, dass sich im Hörspiel nur schwer lösen lässt, ist das Einbinden mehrerer Sprachen. Auch hier werden zwei gesprochen, amerikanisch und russisch, wobei man letztere als Akzent anlegt, um dies unterscheiden zu können. Das funktioniert hier ganz gut, auch wenn ich mir die russichen Dialoge auch in dieser Sprache und die Vermitllung der Information auf anderem Wege gewünscht hätte. Insgesamt muss man sagen, dass man mit dieser zweiten Episode einen sehr deutlichen Qualitätssprung nach oben gemacht hat. Man konnte in nahezu allen Bereichen Verbesserungen erzielen, so dass das Hörspiel das schon vorhandene Potential viel gefälliger ans Ohr des Hörers bringt. So gibt es diesmal auch eine deutlichere Empfehlung, wobei ich auch hier diejenigen mit schwachen Nerven warnen möchte - es bleibt blutig!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Angenehme Neubelebung, 4. Mai 2010
Die Geschichte um Jim Knopf und seinen Freund, den Lokomotivführer Lukas, dürfte bei vielen recht schnell Bilder im Kopf erzeugen, die sicherlich meist von der Umsetzung der Augsburger Puppenkiste geprägt sind. Die Intension des WDR liegt vermutlich eher darin, nicht die bekannten, sondern neue Bilder im Kopf des Hörers zu erzeugen. Eine Aufgabe, die auf den ersten Blick - wenn überhaupt - nur sehr schwer lösbar erscheint. Bei der Bearbeitung hat sich Ulla Illerhaus ziemlich dicht an der ursprünglichen Vorlage bewegt. Die Geschichte bringt die große Geschichte um die Reise von Jim und Lukas in sechs Episoden, in denen einzelne kleinere Abenteuer zu bewältigen sind. Trotz der immensen Spielzeit kommt hier keinerlei Langeweile auf. es gibt spannende Erlebnisse, witzige und gut gesetzte Dialoge - am Skript gibt es nichts auszusetzen. Die Umsetzung lebt insbesondere von zwei Elementen: Einem sehr gut besetzten und agierendem Sprecherensemble, aber auch insbesondere von der Musik von Mike Herting, die hier dieser Produktion eine ganz eigentständige Kulisse verschafft. Herting untermalt nahezu jede Szene sowohl in den Hintergründen, als auch in Bezug auf die jeweilige dramatische Situation. Dazu sind einzelnen Figuren und Instrumente verknüpft, eine sehr aufwändige und liebevolle Arbeit, die rundum gelungen ist und dieser Produktion einen ganz eigenen wunderbaren Klang verleiht. Herting bringt natürlich auch eine neue Titelmelodie, die es allerdings etwas schwerer hat, das ohrwurmigere "Eine Insel mit zwei Bergen" zu verdrängen. Das schon gelobte Sprecherensemble überzeugt deshalb, weil man hier bereits in der Besetzung sehr viel Eigenständigkeit beweist. Bestes Beispiel ist die Figur des Lukas. Jörg Schüttauf bringt zwar die Figur sehr glaubhaft rüber, er unterscheidet sich aber deutlich vom gewohnten, eher behäbigen Lukas der Fernsehserie. Viel jugendlicher, viel frischer agiert hier Schüttauf, was die Geschichte noch lebendiger werden lässt. Großartig ist auch Dante Selke als Jim Knopf, der trotz seiner Jugend hier wirklich eine sehr gute Performance abliefert und damit seine Besetzung mehr als rechtfertigt. Ulricht Noethen übernimmt hier den Part des Erzählers - es gelingt ihm, den Hörer gut in die Geschichte einzubinden. Daneben gibt es viele bekannte Stimmen, die dieses Hörspiel nicht nur nominell aufwerten, sondern auch unter der Regie von Petra Feldhoff durch die Bank überzeugen können. Der WDR hat hier diesen Klassiker neu belebt und sehr angenehm vom überholten Klischees befreit. Die gelungene Produktion kann ich großen und kleinen Ohren nur empfehlen.
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4.0 von 5 Sternen
Was lange währt..., 4. Mai 2010
Lange hat es gedauert, aber er kam doch noch: Der letzte Teil der Hörspielminiserie "Sacred 2 - Der Schattenkrieger". Eine solche Abschlussfolge sollte natürlich nicht nur eine spannende Geschichte erzählen, sondern eben auch die Rahmenhandlung zu einem angemessenen Ende führen. Die erste Aufgabe erfüllt "Die Erlösung" auf gewohnt gute Weise. weirdoz* bringt hier wieder ein spannendes und temporeiches Abenteuer, in dem Garlan und Leandra mehr als einmal in Bedrängnis geraten. Langeweile kommt hier zumindest keine auf. Insoweit knüpft man mit dieser Episode an die besten Folgen der Serie an. Beim "runden" Abschluss allerdings hinterlässt man einen eher zwiespältigen Eindruck. Zum einen ist da ein merkwürdiges Happy-End, was zwar recht originell ist, da man damit wohl nicht rechnet; dieser Ausklang ist aber gleichzeitig auch ein wenig zu einfach, da es die besonderen Aspekte der Figuren kaum aufgreift. Richtig schade ist allerdings, dass man dieses Ende nicht so stehen lässt, sondern nochmals einen Cliffhanger einbaut, der die Option, ja fast schon die Pflicht zur Weiterführung mitbringt. Das wäre zwar einerseits wünschenswert, birgt dann aber auch die Gefahr, dass man die Serie verwässert. Sollte es andererseits - wie geplant - nicht weitergehen, hängt dieses offene Ende ziemlich in der Luft. Wie die Entscheidung auch ausgehen mag, die Tatsache, dass sie möglich ist, sorgt für Skepsis. Und das steht leider einem - zumindest dem persönlich empfundenen - gelungenen Abschluss im Wege. Einen deutlich positiveren Eindruck hinterlässt die Inszenierung. Wie gewohnt gibt es ein riesiges Ensemble, in dem sich bekannte als auch unbekanntere Stimmen treffen, ohne dass sich hier auffällige Diskrepanzen ergeben. Auch die Soundkulisse ist durchaus gelungen. Man erzeugt mit vielen Details im Hintergrund gut vorstellbare Welten. Wieder bietet diese Serie gute Fantasyunterhaltung mit einer guten Mischung zwischen Klischee und Eigentständigkeit. Nur in ihrer Funkton als Abschlussfolge hat mich "Die Erlösung" allerdings nicht überzeugen können.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Eigentlich gut, aber zuviel Point Whitmark, 4. Mai 2010
Nicht zum ersten Mal war das Getrommel im Vorfeld größer, als dass es das Ergebnis rechtfertigen würde. Das angekündigte "Splatter"-Hörspiel bringt zwar einige üble Szenen, den Eindruck, dass man sich diesbezüglich jetzt erwähnenswert von vorherigen Produktionen unterscheidet, hatte ich zumindest nicht. Die Serie ist ohnehin nichts für zartbesaitete Gemüter; wer die Folgen bislang nervlich durchgestanden hat, wird "Schmerz" sicherlich auch überleben. Was diese Folge deutlich mehr prägt ist die Vollendung des Crossovers mit der hauseigenen Reihe "Point Whitmark". In "Schmerz" werden die Geschehnisse aus der Folge "Die fiebrigen Tränen" aus Sicht der Protagonisten von "Gabriel Burns" geschildert. Dabei nimmt dies hier deutlich mehr Handlungsraum ein, als es bei der Jugendserie der Fall war. Auch wenn mir persönlich beide Welten zu fremd sind, um sie glaubhaft in eine Geschichte einzubinden, hat man hier wirklich das Beste draus gemacht - die Verbindung wirkt - vom reinen Inhalt gesehen - hier sogar etwas stimmiger, als bei der betreffenden Point-Whitmark-Episode. Die Folge bringt einen spannungsgeladenen und temporeichen Plot, der innerhalb der Serie recht eigenständig ist. Die Verknüpfungen zur Rahmenhandlung sind eher marginal. Insofern gibt es zum großen Gesamtzusammenhang wenig Erhellendes, andererseits tauchen aber auch keine neuen offenen Rätsel auf. Die Umsetzung kommt in der gewohnten Qualität daher. Das Team um Volker Sassenberg schafft mit dichten Geräusch- und Soundkulissen eine Atmosphäre, in der der spannende Plot gut wirken kann. Dabei passt man sich gut der Dramatik der Geschichte an, so dass man auch die Effekte nicht überreizt. Beim Sprecherensemble tauchen natürlich neben der gewohnten Burns-Crew auch die Stamm-Sprecher aus Point Whitmark auf. Obwohl sich insbesondere Letztgenannte bemühen, die Leichtigkeit von Point Whitmark herauszunehmen und dem höheren Ernst von Gabriel Burns auch stimmlich Rechnung zu tragen, gelingt das nur eingeschränkt. Dazu sind die Stimmen einfach zu sehr in den jeweiligen Reihen eingefahren, als dass hier ein vollkommen überzeugendes Ergebnis dabei herauskäme. Eigentlich ist "Schmerz" eine richtig gute Folge der Reihe. Leider nimmt das Crossover mit Point Whitmark hier zuviel Raum ein. Die Idee mag zwar gut sein und auch bei "Die fiebrigen Tränen" noch als nettes Gimmick verstanden werden, bei der weitaus ernsteren Reihe Gabriel Burns wirkt es - weniger inhaltlich, als in der Umsetzung - zu befremdlich.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Sehr "filmlastig" - aber mit Potential, 4. Mai 2010
Mit "Feeder" legt ein weiteres neues Label am Hörspielmarkt seinen Einstand vor. "Marctropolis" hat sich bislang im Bereich "Film" getummelt, was auch diesem Hörspiel hörbar einen Stempel aufdrückt. Denn gerade die Art, wie das Skript erstellt wurde, erinnert eher an ein Filmdrehbuch, denn an eine speziell auf das Medium Hörspiel zugeschnittene Vorlage. Die Figuren agieren insofern in ihren Dialogen etwas "echter", da hierin nicht noch das Umfeld erklärt werden muss. Diese Aufgabe übernimmt Erzähler bzw. Sprecher Arno Schmölke, der damit große Teile der Geschichte trägt. Ihm gelingt es gut, die Stimmung der Szenen aufzugreifen. So wirkt er, trotz des großen Umfanges seiner Aufgabe, als Teil des Hörspiels und nicht als aufgesetztes Element. Auch die Geschichte selbst erinnert eher an den Filmbereich. Die Presseankündigung weist schon auf die Nähe zu "Sieben" oder "Das Schweigen der Lämmer" hin. Das ist keine leere Phrase, in diesem Spektrum liegt auch "Feeder" tatsächlich. Obwohl der visuelle Effekt fehlt, steht dieses Hörspiel in Sachen Schock-Effekt den filmischen Umsetzungen kaum nach. Im Gegenteil, die Macher gehen schon sehr derbe mit ihren Figuren, und damit auch letztlich mit dem Hörer, um. Schonkost gibt es woanders. "Feeder" beginnt sehr stark und actionlastig, man nimmt den Hörer sofort gefangen und fesselt ihn gut an die Geschichte. Das Tempo fällt dann etwas, ma hält aber die Spannung, aufgrund der bedrohlichen Kulisse weiterhin aufrecht. Dennoch hätte man im Mittelteil die Handlung etwas straffen dürfen. Das Ende überrascht dann allerdings wieder mit unerwarteten und heftigen Wendungen und einem bitterbösen Cliffhanger, der Freunde eines harmonischen Finales sicherlich nicht schmecken dürfte. Aber genau wie das Leben, ist auch "Feeder" nunmal kein Ponyhof. Auch in der Umsetzung ist "Feeder" ein sehr ordentlicher Erstling. Kleinere Schwächen bei den Sprecherleistungen gibt es zwar; gerade bei einigen emotionalen Ausbrüchen hätte die Regie nochmal hätte nachfassen müssen, um etwas mehr Authentizität zu schaffen. Gelungen ist die Soundkulisse, die der Produktion eine eigenständige und stimmige Farbe verleiht. Der Inhalt wird hier mit guten Hintergründen versehen, der für plastische Bilder sorgt und so Spannung, sowie Grusel- und Schockelemente gut unterstützt. Hier und da lässt man sich zwar noch etwas Luft nach oben, aber insgesamt ist "Feeder" ein gelungener Einstieg. Ein Thriller-Hörspiel der härteren Gangart, das nicht gerade rücksichtsvoll mit den Nerven der Hörer spielt - Davon hätte ich gerne mehr!
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Für sich genommen gut, im Serienkontext etwas zu wenig, 1. Mai 2010
Nachdem die Fans geraume Zeit auf diese neue Folge warten mussten, erzählt man mit "Ich weiß, was Angst ist" ein neues Kapitel, bei dem man gleich mit einer Besonderheit startet. Der sonst losgelöste Erzähler kündigt an, sich in die Geschichte einzubringen. Eine durchaus interessante Entwicklung. Aber man muss nach den Erfahrungen der Episoden in der Post-Weber-Ära diese Entwicklungen leider mit Vorsicht, beziehungsweise Zurückhaltung betrachten. Zu oft folgten solch vielversprechenden Ansätzen keine adäquaten Ergebnisse, die die Reihe wirklich vorangebracht hätten. In dieser Folge greift man auch wieder viele Aspekte der Rahmenhandlung auf, deutet aber hier auch wieder deutlich mehr an, als letztlich greifbar wird. Natürlich darf man im Mystery-Genre durchaus so verfahren, fraglich ist allerdings, ob es - insbesondere in der aktuellem Situation des Marktes und dem derzeit extrem weiten Veröffentlichungsrhythmus - sinnvoll ist, die Serie immer weiter aufzublasen und von Folge zu Folge mehr Gräben aufzureißen, als man zuschütten kann. Immerhin, die Geschichte, die hier erzählt wird, ist durchaus spannend und dürfte zumindest bei den überzeugten Fans auf großen Gefallen stoßen. Sie ist gut konstruiert und überzeugt auch insbesondere in der gelungenen Umsetzung. Für die indische Kulisse schafft man eine ganz eigenen, angenehm klischeefreien Sound, der gut zur düsteren Aufstellung passt. Die Episode endet zudem mit einem sehr ordentlichen Cliffhanger, der den Appetit auf die nächste Folge ordentlich anheizt. Das wäre durchaus ein positiver Aspekt, wäre da nicht die derzeitige Veröffentlichungsrealität, die hier wenig Hoffnung, auf die gewünschte baldige Fortsetzung macht. Betrachtet man diese Episode allein, so kann man durchaus von einem wirklich gut erzählten und inszenierten Hörspiel sprechen. Fans der Reihe sollten daher auf jeden Fall weiter am Ball bleiben. Im Serienkontext ist diese Folge aber immer noch nicht der große Wurf. Sie widmet sich zwar deutlich der Rahmenhandlung, führt diese auch weiter, ist aber diesbezüglich letztlich zu wenig konkret.
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