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Rezensionen verfasst von
Teubchen (Göttingen)

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Game of Thrones: Staffel 3 [5 DVDs]
Game of Thrones: Staffel 3 [5 DVDs]
DVD ~ Peter Dinklage
Preis: EUR 29,99

219 von 257 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wissenswertes (ohne Aussagen zur Handlung) zum vorläufige Höhepunkt der Serie, 21. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Game of Thrones: Staffel 3 [5 DVDs] (DVD)
Die dritte Staffel von Games of Thrones beschert dem Zuschauer wieder 10 Folgen, die im Vergleich zu den vorangegangenen Staffeln im Durchschnittetwas länger laufen (1-2 Minuten). Die Produzenten benötigten mehr Zeit, entschieden sich aber für längere Folgendauer und gegen eine 11.Folge. Die vorliegende 3.Staffel hatte hinter der 5.Staffel der Sopranos die bislang höchsten Zuschauerzahlen in der Geschichte des Senders HBO - das ist ein Ausdruck für die steigende Qualität und Beliebtheit der Serie.

Etwas verblüfft bin ich noch immer, wie genial die beiden Produzenten Benioff und Weiss (auch angesichts ihrer geringen Erfahrungen vor Beginn dieser Serie) die Bücher umzusetzen verstehen. Die Stimmung der Bücher, punktueller Horror, eine Atmosphäre der totalen Unsicherheit, die Visualisierung der Locations ... alles unglaublich dicht an der Geschichte; die geschliffenen Dialoge zu übernehmen ist ja noch das Einfachste, aber die Charakterzeichnungen all der Protagonisten teilweise auch mit wenigen Szenen so gut hinzubekommen - von Davos bis Stannis, vom Grandmaster Pycelle bis Hot Pie etc. (zentrale Lieblingsfiguren wie Arya und Tyrion sowieso): das war auch in der dritten Staffel wieder eine sehr sorgfältige Szenenauswahl, die die komplexe Handlung nahezu perfekt in Bilder verdichtete. Und wenn mal etwas dazugedichtet wird, passt es auch - 1x pro Season sollte ein Dialog zwischen Littlefinger und Lord Varys dazugehören ;-) Insofern sind dort Produzenten am Werke, denen die Leidenschaft und die Liebe fürs Detail wirklich anzumerken sind.

Das Produktionsbudget wurde mit dem steigenden Erfolg der Serie nun weiter aufgestockt - natürlich ist auch weiterhin nicht jede Schlacht komplett umgesetzt; diesbezüglich wären die Ansprüche an eine TV-Produktion noch zu hoch. Aber es gibt wieder dramaturgisch stark inszenierte Massenszenen, und sowohl bei den Locations als auch bei den CGI-Effekten (Stichwort Drachen) ist das zusätzliche Budget klar erkennbar! Diesbezüglich hat der Zuschauer durchaus eine Steigerung zu erwarten.

Der Score und die Musik runden die hochwertige Inszenierung ab - das Intro dürfte allen Guckern bekannt sein, aber gerade für die Endtitel wurden tolle neue Songs komponiert. Höhepunkt: Eine Folge endet rockig und im Kontrast zur Handlung irgendwie augenzwinkernd-fröhlich mit einer Version von "The Bear and the Maiden Fair"; ich empfehle einfach mal bei der Soundtrack-CD reinzuhören (Song 14). Aber auch die leisen düsteren Stücke wie "Mhysa" oder "It's alwyas summer under the sea" verstärken die jeweilige Stimmung grandios und beenden einige Folgen teilweise gänsehauterzeugend.

Inhaltlich orientiert sich die Staffel an der ersten Hälfte des dritten Buches des Liedes aus Eis und Feuer - das komplette Buch in einer einzigen Staffel zu komprimieren würde spätestens jetzt auch die Handlung zu sehr straffen. Den Kennern der Bücher wird besonderes Interesse einer zentralen Szene gelten - auch den Produzenten war diese Herausforderung frühzeitig bewusst - dazu Weiss: „Ich weiß noch, wie ich diese Szene zum ersten Mal in den Büchern las und davon umgehauen wurde. Ich weiß noch, dass ich dachte: Wenn wir es je zur dritten Staffel schaffen, können wir diese Szene auf den Bildschirm bringen.“

Ja, das haben sie geschafft. Alleine dafür gebührt der 3.Staffel die volle Punktzahl, die sie auch für die emotionale Achterbahnfahrt, das epische Setting und großartige Dialoge verdient hat.
Kommentar Kommentare (25) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 8, 2014 5:13 PM MEST


Boardwalk Empire - Die komplette dritte Staffel [5 DVDs]
Boardwalk Empire - Die komplette dritte Staffel [5 DVDs]
DVD ~ Steve Buscemi
Preis: EUR 20,34

33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anziehende Spannung einer weiterhin aufwendigen und großartigen Serie, 16. Oktober 2013
Steve Buscemi gehört zu den "Typen" in Hollywood, die häufig in genialen Filmen in nicht minder genialen Nebenrollen auftauchen. Ob in "Fargo", "Con Air", Reservoir Dogs", "Armageddon", "The Big Lebowski" oder "Desperado", ob unter Tarantino, den Coens, Rodriguez oder Bay: Steve Buscemis Rollen sind innerhalb der unterschiedlichsten Filme eigene kleine Perlen, unabhängig wer da auf dem Regiestuhl sitzt. In der u.a. von Martin Scorsese produzierten Serie "Boardwalk Empire" zeigt er, dass er auch ganz große Rollen souverän meistert, dass er mit seiner Hauptrolle diese aufwendige Serie tragen kann.

Und was für die ersten zwei Staffeln galt, ist in der dritten Staffel nicht anders: Buscemis Figur des "Nucky" Thompson bleibt hochinteressant, sein Charakter durchlebt in dieser Staffel eine persönliche Krise, verbunden damit gerät er in ein wahres Kreuzfeuer der Ereignisse. Viele andere Charaktere hochinteressanter Figuren werden vertieft - neben Michael Shannons "van Alden" möchte ich den von Jack Huston gespielten Veteran "Richard Harrow" hervorheben, ein Mann, dessen äußerlich erkennbaren Verwüstungen seines Körpers im krassen Gegensatz zu seiner seelischen Würde und Menschlichkeit stehen, und der einige wirklich berührende Szenen bekommt.

Das Setting bleibt - auch für heutige Serien - ausgesprochen aufwendig. Es gibt mittlerweile viele gute TV-Produktionen, aber bezüglich des Aufwands sind einige aktuelle HBO-Produktionen (neben Boardwalk Empire sei vor allem auf Game of Thrones hingewiesen) noch immer der State of the Art! Und mit der Opulenz dieser Serie kann selbst ein Großteil der Kinoproduktionen nicht mithalten.

Die FSK16-Freigabe ist mir - vor allem im Vergleich zur 18er-Freigabe der 2.Staffel - nicht verständlich, aber das sollen andere beurteilen. Ich zumindest hatte eher den Eindruck einiger Szenen gesteigerter Gewalt. Befürchtungen einer geschnittenen Version kann ich etwas entgegentreten: Ich habe mir auch die Mühe gemacht, die Laufzeiten einzelner (bzgl. des Gewaltgrads besonders relevanter) Episoden auf den Seiten der FSK, in denen die Freigabe jeder einzelnen Episode nachgesehen werden kann, mit der Originallaufzeit zu vergleichen und habe diesbezüglich keine Unterschiede feststellen können.

An inhaltlichen Ausführungen halte ich mich lieber bedeckt. Nur so viel: Im Vergleich zu den ersten 2 Staffeln zieht die Spannungsschraube deutlich an, dramaturgische Wendungen vor allem im Staffelfinale stellen den bisherigen Spannungshöhepunkt dieser ausgezeichneten Serie dar. Vielleicht sei der Hinweis gestattet, dass die historisch bekannte Figur des Al Capone, die in der Serie bisher eher ein Randcharakter war, an Bedeutung gewinnen wird - zu erwarten war das früher oder später wohl ohnehin.

Die dritte Staffel von Boardwalk Empire stellt für mich eine sowohl künstlerische und auch handlungsmäßige Steigerung zun den bisherigen Staffeln dar, 10 Emmynominierungen - prämiert wurde u.a. Bobby Cannavale in seiner großartigen Rolle als abgründiger Gegenspieler "Gyp Rosetti" - sprechen für sich. Wer sich von den ersten zwei Staffeln begeistern ließ, darf sich definitiv auf die 12 neuen Folgen freuen!!
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 26, 2014 2:56 PM MEST


Boss - Die komplette 1.Staffel [3 DVDs]
Boss - Die komplette 1.Staffel [3 DVDs]
DVD ~ Connie Nielsen
Preis: EUR 22,99

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Herausragendes Drama mit abruptem Ende, 11. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Boss - Die komplette 1.Staffel [3 DVDs] (DVD)
Der Bürgermeister von Chicago, Tom Kane (Kelsey Grammer), erfährt, unheilbar an einem tödlich verlaufendem Nervenleiden erkrankt zu sein. So lange wie möglich versucht er, dies zu verbergen - auch im Wissen darum, seine Macht faktisch zu verlieren, würde es öffentlich werden.

"Boss" gehört zu den herausragenden Serien dieses goldenen Zeitalters des TVs - exzellente Schauspieler (allen voran der Golden Globe-prämierte Grammer, doch auch Connie Nielsen als seine Ehefrau Meredith ist hervorzuheben), komplexe Charaktere, eine verwobene episodenübergreifende Handlung, Spannung - aus all diesen Gründen kann diese Serie allen, die an politischen Dramen interessiert sind, wärmstens empfohlen werden. Als Identifikationsfigur ist der von Grammer gespielte "Boss" etwas zu machhungrig und bösartig, als dass er mit Figuren wie Walter White (Breaking Bad) oder Tony Soprano in einem Atemzug genannt werden sollte; seine Rolle soll eher dem shakespearschen König Lear entsprechen, und seine Bemühungen, mit Finesse und ohne Skrupel dem drohenden Untergang zu entkommen, sieht man recht früh mit Faszination, aber überschaubarer Empathie zu. Aber wie Grammer diese Figur spielt ist wirklich herausragend.

Leichte Abstriche sehe ich vor allem darin, dass die Produzenten (handlungsmäßig mitunter etwas bemüht begründet) i.A. eine Sexszene pro Episode eingebaut haben - etwas, was seit Alan Balls "Six Feet under" offenbar einige US-Kabelsender (in diesem Falle Starz) ihren Zuschauern schuldig zu sein glauben.

Insgesamt ist es ein sehr lohnendes Drama, aber eine Warnung ist an dieser Stelle zwingend angebracht: In den USA wurde die Serie nach 2 Staffel leider viel zu früh abgesetzt. Das Ende wird abrupt sein und faktisch keine losen Fäden verbinden. Auch ein zwischenzeitlich geplanter Abschlussfilm kam nicht zustande. Daher auch einen Stern Abzug - man erlebt bis dahin eine sehr aufregende Politikserie, die einen letztlich aber - ähnlich ärgerlich wie z.B. bei Deadwood - leider leider alleine im Regen stehen läßt.


Breaking Bad - Die finale Season (3 Discs)
Breaking Bad - Die finale Season (3 Discs)
DVD ~ Bryan Cranston
Preis: EUR 19,99

170 von 186 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genialer Abschluss eines der besten Serien aller Zeiten - spoilerfreies Review, 10. Oktober 2013
Breaking Bad wurde erst im Laufe der Zeit populär. War es anfangs noch denkbar, die Serie spätestens mit der 4.Staffel zu beenden, sahen sich Vince Gilligan & Co. später sogar dem Druck ausgesetzt, die Serie über die 5. Staffel hinaus zu verlängern. Gottlob wurde dem nicht nachgegeben - so wurde die Serie mit einem Höchstmaß an Stringenz, Plausibilität und unerbittlicher Konsequenz grandios beendet.

Inhaltlich werde ich hier keinerlei Angaben machen - es war und ist schon schwer genug, sich spoilerfrei durch die Medienlandschaft zu bewegen. Nur soviel: Auch in den letzten 8 Folgen hält Breaking Bad sein unerhört hohes Niveau. Die drittletzte Folge (Ozymandias) hat mit Stand Oktober 2013 das beste Rating, das je eine TV-Einzelfolge erreicht hat - auf imdb bsp. ist sie die einzige, die die Höchstnote von 10 bei einer für Einzelfolgen zudem extrem hohen Userbeteiligung erreichen konnte. Schon jetzt dürften Bryan Cranston als Darsteller sowie Gilligan und Walley-Beckett als Autoren dieser Folge den Emmy des Jahres 2014 so gut wie in der Tasche haben.

Das Finale von Breaking Bad wartet mit allen Elementen auf, die diese Serie bisher auch ausgemacht haben: Stringente Charakterentwicklung bis zur Schmerzgrenze, Originalität und unerhöhte Wendungen in der Handlung, ein Showdown, der dem der 4. Staffel nicht nachsteht, aber auch die leisen, ruhigen und intensiven Momente, die gerade zum unerbittlichen Ende hin die Entwicklung Walter Whites verdeutlichen. Im Vergleich zur ersten Hälfte dieser 5. Staffel ziehen Tempo und Emotionalität in den letzten 8 Folgen zudem nochmals enorm an - dem Zuschauer steht ein Parforceritt an fast unerträglicher Spannung bevor, der durch den Quasicliffhanger in Form des Blicks "in die Zukunft", den sowohl die erste als auch die zweite Hälfte der 5.Staffel gestatten, noch verstärkt wird.

Breaking Bad zeigt in seiner Gesamtheit, was im TV heutzutage alles möglich ist. Man könnte die Serie als eine überaus gelungene Mischung von Coppolas Paten (in der Charaktertiefe seiner Protagonisten) und Scorseses Mafia-Trilogie (in der Stringenz und dem Tempo der Handlung) sehen, gewürzt mit den Überraschungen und WTF-Momenten typischer Tarantino-Filme - das alles im Gegensatz zu vielen anderen Serien eher mit zum Ende hin zunehmender Qualität, so dass überhaupt möglich war.

Staffel 5.2 liefert nun einen nahezu perfekter Abschluss einer Serie, die zurecht schon jetzt als Kultserie angesehen werden darf.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 21, 2014 2:58 PM MEST


The Wire - Die komplette dritte Staffel [5 DVDs]
The Wire - Die komplette dritte Staffel [5 DVDs]
DVD ~ Dominic West
Preis: EUR 11,99

36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weiterhin eine ganz ganz starke Serie, 18. Juli 2012
Nun endlich also veröffentlicht Warner die 3.Staffel von "The Wire"; wieso immer es so lange gedauert hat, es ist sehr zu begrüßen, dass die beiden letzten Folgestaffeln offenbar rasch dazukommen werden.

Zum Charakter der Serie möchte ich nicht nicht viel schreiben - wer die ersten zwei Staffeln gesehen hat, ist sich darüber im klaren, und wer nicht, sollte die Finger von der dritten Staffel lassen, denn "The Wire" ist definitiv zu komplex, um mittendrin einzusteigen!

Inhaltlich verlegt sich die Handlung von den Docks in Staffel 2 wieder zurück ins Drogenmilieau, wobei der Schwerpunkt der Staffel 3 nicht mehr hauptsächlich auf der Straße (bzw. in Staffel 1 in den Projects) liegt, sondern das Kaleidoskop der Akteure insbesondere um die politischen Strukturen erweitert wird. Politik, Stadtverwaltung, Polizeiführung und Straße - "The Wire" präsentiert eine immer größere Bandbreite der Strukturen Baltimores, zeigt das verwobene Netz zwischen Recht, Gesetz, Exekutive und Kriminalität, und dies in der dritten Stafel insbesondere anhand eines ziemlich verwegenen "Experiments" einer der zynischen Alltagsroutine müde gewordenen Führungskraft der Polizei, in dem es darum geht, den Drogenhandel quasi kontrolliert und lokal begrenzt an allen Institutionen vorbei informell zu legalisieren.

Dieses Experiment kommt - meine "größte" Kritik an der dritten Staffel - denn doch etwas zu gelungen rüber, wenngleich die Schattenseiten nicht unter den Tisch gekehrt werden. Offenkundig soll es sogar ganz real versucht (und rasch abgewürgt) worden sein; in jedem Fall ist faszinierend, dies in einem weiterhin sehr realistischen Rahmen dargestellt zu bekommen. Weiter ins Detail soll auch gar nicht gegangen werden, es geht schließlich eher darum, hier Vorfreude zu wecken.
Die Hauptprotagonisten sind weitgehend aus den vorangegangenen Staffeln bekannt und leisten weiterhin exzellente Arbeit. Die Charaktere gewinnen mit jeder Folge weiter an Farbe, niemand bleibt in seiner Entwicklung stehen, vollzieht aber auch keine raschen und unplausiblen Wandlungen. Die erzählerische Sorgfalt, mit der sich einer so große Zahl an schillernden Figuren genähert wird, ist in der Serienlandschaft wirklich einzigartig.

Die Aufmachung der DVDs selbst - nun ja, Schwamm drüber. Der Schuber ist inzwischen auch abgeschafft, die Veröffentlichung wird (so das überhaupt noch ging) liebloser geworden. 5 Sterne gibt es für die Serie, und wie schon anderswo sei der Hinweis gestattet, dass mir die Aufmachung zu wenig bedeutet, um einer solch grandiosen Serie deswegen Sterne abzuziehen (wenngleich ich anderes Wertungsverhalten absolut nachvollziehen kann).

Wer mutig (und geduldig) ist, wartet lieber darauf, irgendwann einmal einer Gesamtausgabe von "The Wire" in hochwertiger Aufmachung zu bekommen, aber diese Geduld aufzubringen kann ich nicht wirklich empfehlen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 22, 2012 2:28 PM MEST


Breaking Bad - Die komplette vierte Season (exklusiv bei Amazon.de) [4 DVDs]
Breaking Bad - Die komplette vierte Season (exklusiv bei Amazon.de) [4 DVDs]
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 34,87

124 von 141 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein absoluter Höhepunkt in der Serienlandschaft, 25. Januar 2012
"Breaking Bad" geht also nunmehr in die 4. Runde, und da sich kaum jemand über die 4.Staffel informieren wird, der nicht schon einige frühere Folgen gesehen hat, erspare ich mir Vorgeschichte, inhaltliche Ausführungen oder gar Andeutungen über den Verlauf dieser Staffel. In Kürze einige nennenswerte Punkte und mein Gesamteindruck:

-> Die 4.Staffel stellte für mich tatsächlich den bisherigen Höhepunkt von allen BB-Staffeln dar! Breaking Bad ist keine Serie, die zu schwächeln beginnt, ganz im Gegenteil: Alle Charaktere entwickeln sich weiter, die Handlung besticht sowohl durch eine immer fiebrigere Spannung, ihrer Konsequenz als auch einem immer wieder aufblitzenden genial-eigenwilligen Humor (ich fiel mitunter fast vom Sofa) - teilweise in Form feiner Situationskomik, teilweise brachial in den Wahnsinn der Geschichte einbrechend. Allen Figuren wird ausreichend Zeit gewidmet, um ihre jeweiligen Verhaltensweisen plausibel zu machen und ihre Entscheidungen nachvollziehen zu können - was auch daran liegt, dass es weiterhin eine angenehm überschaubare Zahl an Protagonisten bleibt, mit denen die Erzähler auskommen. Die Konsequenz, mit der die Entscheidungen von Walter, Jesse oder auch Skyler die nächsten Probleme schneller, ja geradezu strudelartig herauf beschwören als Alte dabei gelöst werden, kommt trotz der Absurdität der Entwicklung weiterhin erstaunlich realistisch herüber.

-> Fast schon unnötig zu erwähnen sind die brillianten Akteure - allen voran natürlich Bryan Cranston, der wohl auch den 4.Emmy in Folge gewonnen hätte, wenn Breaking Bad in den USA für diesen Filmpreis nicht zu spät ausgestrahlt worden wäre, aber kaum weniger stark Aaron Paul (Pinkman), Anna Gunn (Skyler), Dean Norris (Hank), Jonathan Banks (Mike) und Giancarlo Esposito als Drogenboss Gustavo, dessen Blick trotz minimalistischer Mimik einem die Gänsehaut über den Rücken treibt.

-> Speziell die letzten 4 Folgen bilden einen wirklich ungeahnten Höhepunkt dieser Serie - eine so dichte und spannungsgeladene Atmosphäre über mehrere Folgen hintereinander ungebrochen aufrecht zu erhalten ist wirklich selten.

-> Ob Erzählweise, Kameraperspektiven, Handlungsplots: Die Serie bleibt erfrischend originell und vielseitig, auch hier keinerlei Abstriche zu den Vorgängern.

Von mir eine uneingeschränkte Empfehlung. Der Hinweis mag gestattet sein, dass inzwischen eine 5. und definitiv letzte Staffel in Planung ist, wobei - ebenfalls in meinen Augen positiv zu vermerken - einem diesmal einer dieser übler Cliffhanger erspart bleibt - diese vierte Season schließt also wesentliche Handlungsstränge in sich etwas besser ab als zuvor. Hat auch den Vorteil, dass das Warten auf das Finale ein wenig erträglicher wird.

Einige weniger schöne Anmerkungen zur Aufmachung: Die DVDs sind leider spiralartig im Schuber, was ebenso lieblos wie unpraktisch ist und damit leider traditionell für die bisherigen BB-Ausgaben; immerhin aber beinhaltet es ein Wendecover. Das Zusatzmaterial beträgt knapp 2 Stunden. Die 5 Sterne vergebe ich dennoch, weil mich Zusatzmaterial ohnehin nicht interessiert und die Serie von so überragender Qualität ist, dass ich darüber auch hinwegsehen würde, wenn ich sie in Papierhüllen zugeschickt bekäme. Möge sich Letzteres aber nicht mit zu den Herstellern rumsprechen...
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 25, 2013 3:04 PM CET


Game of Thrones - Die komplette erste Staffel (inkl. Fotobuch) [Blu-ray] [Limited Edition]
Game of Thrones - Die komplette erste Staffel (inkl. Fotobuch) [Blu-ray] [Limited Edition]
DVD ~ Sean Bean
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 101,28

15 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig gelungene Adaption einer epischen Geschichte, 12. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vorweg: Als ich vor Jahren hörte, dass HBO das Lied aus Eis und Feuer als TV-Serie angehen würde, war ich mehr als skeptisch. Das Ergebnis jedoch hat alle Erwartungen vollkommen geschlagen.
Auf den Inhalt werde ich nicht weiter eingehen, dazu ist genug geschrieben worden. Ich möchte dagegen den Fokus stichpunktartig auf einzelne Aspekte richten, die m.E. besonders erwähnenswert sind:

- Da ist die exzellente Darstellerriege zu nennen - manche bekannte, viele weniger bekannte Gesichter, aber sie sind fast ausnahmslos hervorragend für den jeweiligen Charakter besetzt - ob Sean Bean (Ed Stark), Emilia Clarke (Daenerys), Lena Heady (Cersei), Mark Addy (König Robert) ... alle liefern eine bemerkenswerte Performance. Peter Dinklage als "Gnom" Tyrion wurde für seine Leistung völlig zurecht mit einem Emmy als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Und exzellente Leistungen - Wichtig! - kommen auch von den kindlichen Darstellern, denen anderswo ja häufig mühselig zuzusehen ist. Maisie Williams, die als Arya eine Tochter von Eddard Stark spielt, stiehlt so manchem profilierten Seriendarsteller die Show. Ihre Performance eines hitzköpfigen, so gar nicht zur Damenhaftigkeit neigenden kleinen Mädchens ist grandios und auch in sehr zentralen Szenen dieser ersten Staffel absolut überzeugend.

- Das Setting ist einmalig für eine TV-Serie. Die Szenen auf der Eismauer, in King's Landing oder auch auf der Eyrie sind atemberaubend gut gemacht, die Fantasy-Kulisse braucht sich auch vor der Herr-der-Ringe-Verfilmung nicht zu verstecken! Es sei dazu aber erwähnt, das an anderen Stellen deutlich anzumerken ist, dass das Budget für eine Serie nun einmal anders aussieht als für große Kinofilme, wenn etwa auf die explizite Darstellung einer Schlacht verzichtet wird. Das dies der Qualität einer solchen Serie keinen Abbruch tut, hat HBO mit "Rome" bereits bewiesen - mir zumindest ist es auch lieber, wenn mit den vorhandenen Mitteln die Qualität der Darsteller, der Drehbücher und der Kulisse mit der eigentlichen geschichte mithalten kann, und genau das ist HBO auch gelungen!

- Die Handlung ist - das sei als spoilerfreie Warnung unbedingt erwähnt - komplex und absolut unvorhersehbar. In mancher Hinsicht ist diese erste Staffel auch ziemlich innovativ in der Entwicklung der Geschehnisse, aber mehr sollte dazu auch nicht gesagt werden. IM GEGENTEIL NOCHMALS GANZ DEUTLICH: je mehr an Rezensionen und Kritiken gelesen wird, um so größer wird die Gefahr, dass man zuviel erfahren wird, denn manche Amazon-Rezensenten (insbesondere einige, die die Serie negativ bewertet haben) scheinen geradezu ein Vergnügen daran zu finden, genau die Dinge auszuposaunen, die der neugierige Zuschauer vorher nicht wissen sollte.

Von mir nur eine absolute Empfehlung an diejenigen, die vielschichtige Handlungen mit einer Vielzahl an Protagonisten zu schätzen wissen und Geduld mitbringen, eine Geschichte sich entwickeln zu lassen. Sie werden von "Game of Thrones" nicht enttäuscht werden!


A Song of Ice and Fire 05. A Dance with Dragons
A Song of Ice and Fire 05. A Dance with Dragons
von George R. R. Martin
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Epos auf der Kippe .... eine SPOILERFREIE Rezension ;-), 24. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Durchschnittsbewertung der Amazon-Rezensenten macht es wohl schon deutlich: Mit "A Dance with Dragons" hat GRRM nach gut 6 Jahren eine Fortsetzung geliefert, die zwiespältig beurteilt werden kann. Wer vom Schreibstil des Autors und der rauen Welt von Westeros&Co. bislang begeistert war, macht garantiert nichts falsch mit diesem Buch. Es liest sich bei aller Komplexität wie in einem Rausch in kürzester Zeit durch, an Faszination hat die Reihe absolut gar nichts eingebüßt!

Gleichwohl: Es hat sechs Jahre gedauert, und dieser Zeitraum fließt automatisch in die Bewertung aller GRRM-Stammleser mit ein und dürfte Erklärung für so manches enttäuschende Fazit sein.

Ist das gerechtfertigt?

Ich denke schon. Die Handlung kommt durchaus voran, nach meinem Eindruck auch stärker als im vorangegangenen Buch "A Feast for Crows" (was aber auch nicht schwer sein konnte). Sowohl im Norden an der Mauer als auch im Süden bei Daenerys wird die Entwicklung vorangetrieben - jedoch stellt sich auch mir zunehmend die Frage, ob all die Handlungsstränge in den verbleibenden zwei bis ggf. drei Büchern tatsächlich aufgelöst werden können. Und wenn mal wieder einer Person, deren Entwicklung in den nunmehr 5 Büchern viel Zeit gewidmet wurde, überraschend sterben muss, stellt sich bei all den Ungeklärtheiten so langsam die Frage, warum dem Charakter so viel Raum gegeben wurde bzw. ob nicht besser manche Fäden langsam verbunden werden müssten.

Daher mein Eindruck: Wäre es eine Fantasy-Serie, die wie manche andere moderne Reihen von Jordan, Erikson,... auf mehr Bände angelegt wäre und müsste man gleichzeitig nicht mehr als ein halbes Jahrzehnt auf den jeweils nächsten Band warten, man könnte sich mit diesem Buch weit besser arrangieren, man würde nach vielleicht 600-700 Seiten nicht langsam das Gefühl bekommen, nun müsse aber endlich auch etwas geschehen, was die Handlung erkennbar vorantreibt. So erging es mir, und diese Form der Ungeduld beeinträchtigte meine Lesefreude.

Einem Aspekt eines vorgehenden Rezensenten möchte ich unterstreichend erwähnen: "A Dance with Dragons" ist im Vergleich zu den vorhergehenden Bänden bemerkenswert heterogen: Die Kapitel etwa an der Mauer oder um Theon sind straight und fesselnd geschrieben ... während ich ausgerechnet bei einer Lieblingsfigur (Tyrion, und da bin ich sicher nicht der einzige) die Kapitel mit den langatmigen und teils redundant erscheinenden Reisen und seiner weiteren Entwicklung für zäh und bisweilen unglaubwürdig halte.

Daher als Fazit: 4 Sterne - das ist vielleicht Jammern auf hohem Niveau, aber nach 6 Jahren und mit dem beabsichtigten Ende in 2-3 Büchern ist zu wenig erkennbar, dass die zerfaserten Handlungsstränge wieder stimmig zusammengeführt werden können.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 10, 2013 11:17 AM MEST


Das Lied von Eis und Feuer 01: Die Herren von Winterfell
Das Lied von Eis und Feuer 01: Die Herren von Winterfell
von George R. R. Martin
  Taschenbuch

14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS Fantasie-Epos der vergangenen (und zukünftigen) Jahre!, 6. Juni 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Welt von George R.R.Martin ist rau und ungeschlacht. Die sieben Königreiche von Westeros stehen einander in losen Bündnissen, am ehesten noch zusammengehalten durch politisch motivierte Eheschließungen unter den mächtigen Familien, und eher noch beständigem Misstrauen bis hin zu tiefen Feindschaften gegenüber. Wohlstand gibt es allenfalls unter den Lords, Sicherheit gibt es dagegen nirgends; unter der Winter naht...

Westeros wäre schon faszinierend ohne die Fantasy-Elemente, die etwas mit Magie und Unerklärlichem verbunden sind. Die Geschichte Westeros ist sagenumwoben, die Kulisse in höchstem Maße faszinierend, etwa wenn das Leben auf der gewaltigen Eismauer im Norden beschrieben wird, die himmelhohe und uneinnehmbare Eyrie erklommen wird oder Gefahren entlang der Kingsroad überstanden werden müssen. Der Prolog aber deutet schon darauf hin, dass hier weit mehr vorgeht, als es etwa eine gut geschriebene Geschichte aus dem Mittelalter auch liefern könnte. Es wird erst sporadisch im unwirtlichen, kalten Norden beginnen - im Zentrum Westeros und unter den Hohen Häusern wird man diese Gefahr nicht einmal ernst nehmen, sondern an Sagen und Ammenmärchen glauben - und sich steigern mit der (Gänsehaut erzeugenden) Beschreibung der Geburt dreier Drachen. Garantiert wird sich auch bis dahin niemand gelangweilt haben, denn ebenso wie die Kulissen sind auch die Protagonisten und ihr Leben und Sterben plastisch und einfühlsam beschrieben, der Leser wird keine Mühe haben, sich in diese gefahrenvolle, graue Welt hineinzuversetzen. Dies gelingt auch dadurch, indem der Autor die Geschichte aus der Perspektive einiger Protagonisten erzählt.

Der Autor versteht es dabei, die Handlung absolut nicht vorhersehbar zu gestalten. Zum bemerkenswert realistischen Stil George R.R. Martins gehört auch, dass sich niemand der Protagonisten in dieser Welt sicher sein kann, ob er oder sie dem Leser sympathisch oder unsympathisch sein mag, ob zentral für den bisherigen Handlungsverlauf oder nicht, ob ein Anlass zu erwarten war oder aus heiterem Himmel kommt - die Figuren leben in den unruhigen Zeiten Westeros mit einem Bein über dem Abgrund, und wen es wann erwischt, wird auch einen Vielleser der Fantasie mehr als einmal ziemlich überraschen.

Ich kann das gesamte Epos uneingeschränkt empfehlen - einziger Nachteil bleibt, das bis zum Ende noch Zeit vergehen wird. Der Autor arbeitet am 5.Werk der auf 7 Bände angelegten Geschichte (der deutsche Verlag splittet bekanntlich die Originalbände in 2 Teile, daher in Deutschland bisher 8 Bücher statt 4), und wer jetzt mit den 8 Büchern beginnt, wird - so unwahrscheinlich das einigen jetzt klingen mag - damit schneller durch sein als ihm lieb sein wird!


His Dark Materials, Band 1: Der Goldene Kompass
His Dark Materials, Band 1: Der Goldene Kompass
von Philip Pullman
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantasy mit Herz und Hirn ... und ab Dezember im Kino!, 24. Mai 2007
Es ist schwierig, diese Trilogie einzuordnen, wenn es darum geht, sie einem bestimmten Alterskreis zu empfehlen.

Kinder sind der Mittelpunkt der Handlungen, insbesondere die zwei "Helden" Lyra und (ab Band 2) Parry, aber die Handlung ist spätestens am Ende des ersten Teils weitaus tiefgehender (und behandelt auch etwas metaphysischere Aspekte des Lebens in diesen Welten) als man es bei Jugendfantasy gewohnt wäre. Wer sich auf die Bücher einläßt, sollte es nicht in der Erwartung machen, eine neue Narnia- oder Eragonwelt vorzufinden. Bei Bill Pullman sind Gut und Böse nicht immer so eindeutig zuzuordnen, und die entscheidenden Schlachten werden nicht mit Schwertern geführt. Ich empfehle, sich völlig unvoreingenommen und frei dieser Trilogie zu nähern, denn es lohnt sich! Kindern würde ich es erst dann empfehlen, wenn sie alt genug (und willens) sind, sich auch mit den Fragen von Körper und Seele und dem, was nach dem Tod passieren könnte, eingehend auseinanderzusetzen.

Hollywood hat sich übrigens dieser Bücher inzwischen angenommen und (mit Nicole Kidman und Daniel Craig) den ersten Teil verfilmt - er soll im Dezember die "Fantasy-Tradition" seit Herr der Ringe fortsetzen. Wenn die Komplexität der Bücher in etwa erhalten bleiben soll, lege ich allen, die den Film sehen wollen, sehr ans Herz, vorher das Buch zu lesen!


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