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Rezensionen verfasst von
Tammy1982 "tinab682"

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Die fiese Meerjungfrau: Roman
Die fiese Meerjungfrau: Roman
von Jim C. Hines
  Taschenbuch

3.0 von 5 Sternen Von wegen Happy End bei der Meerjungfrau, 13. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Die fiese Meerjungfrau: Roman (Taschenbuch)
Auch im zweiten Teil seiner Reihe um die Figuren Aschenputtel, Schneewittchen und Rotkäppchen nimmt Jim C. Hines ein bekanntes Märchen ("Die kleine Meerjungfrau") packt die Geschichte in eine Fantasy-Welt und wandelt sie leicht ab. Wie auch bereits bei den Schicksalen der drei Hauptfiguren wird schnell klar, dass auch dieses Märchen hier nicht mit "Ende gut, alles gut" endet, sondern eher einem Alptraum gleicht. Dort wo die Märchen eigentlich glücklich enden, macht Jim C. Hines weiter und macht aus den üblichen Märchen und ihren Figuren einen Abenteuerfilm, der teilweise richtige Kinofilm-Umfänge annimmt. Auch wieder hier im zweiten Abenteuer der drei Heldinnen hatte ich manchmal wirklich das Gefühl im Kinosessel zu sitzen und von einer Actionszene zur nächsten zu springen.

Die drei Hauptfiguren sind mir dabei schon richtig ans Herz gewachsen und ich mag ihre Schrullen und spannenden Eigenarten. Mit den zarten Geschöpfen aus den Original-Märchen haben sie nicht mehr viel gemein, trotzdem weisen sie gewisse Charaktereigenschaften auf, die aufgrund ihres Märchens entstanden sind. Gerade Aschenputtel's Putzzwang hat mich öfters schmunzeln lassen.

Die Geschichte wird rasant erzählt und eigentlich hat man als Leser kaum Zeit wirklich Atem zu schöpfen, bis es schon mit der nächsten Aktion weiter geht. Dabei geht der Autor nicht gerade zimperlich mit seinen Figuren um und fordert den Leser sehr stark, in dem man sich an die neue Umgebung und die neuen Rahmenbedingungen sehr schnell gewöhnen muss. Auch sind die Verstrickungen nicht so einfach, wie sie auf den ersten Blick aussehen und auch diesmal hat es der Autor geschafft mich ziemlich gut an der Nase herumzuführen und dann mit einigen Überraschungen aufzuwarten.

Alles in allem wieder ein spannend zu lesendes Abenteuer der drei Protagonistinnen, dass auch noch durch die Entwicklung der drei und ihrer Beziehungen zueinander die notwendige Würze erhält.

Jedoch hat sich mittlerweile bei mir die Begeisterung über diese neue Idee etwas abgenutzt und das Buch konnte mich zwar ganz gut unterhalten, aber nicht mehr wirklich begeistern. Es ist schwer zu sagen, woran genau das gelegen hat, aber vielleicht ein bisschen daran, dass die Idee ganz nett ist, aber die Geschichten dann doch immer einen ähnlichen Verlauf nehmen. Der immer spannend zu lesen ist, mich aber diesmal nicht so 100%ig überzeugt hat.


Der Turm: Geschichte aus einem versunkenen Land. Roman (suhrkamp taschenbuch)
Der Turm: Geschichte aus einem versunkenen Land. Roman (suhrkamp taschenbuch)
von Uwe Tellkamp
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schachtelsätze und Abschweifungen machen das Lesen zu einer Qual, 24. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In "Der Turm" erzählt Uwe Tellkamp über die Familie des Arztes Richard Hoffmann die letzten Jahre der DDR bis zum Mauerfall in Dresden. Über kleine Alltagsgeschichten, aber auch vor allem über das Leben von dem einen Sohn Christian, der mit dem Wehrdienst nicht zurecht kommt, wird das Leben in der DDR und auch gerade die Zuspitzung kurz vor Ende dargestellt.

Dies alles wäre sehr interessant und hätte ich gerne gelesen. Leider neigt Uwe Tellkamp dazu sich in Schachtelsätzen zu verlieren und seitenweise über irgendwelche Nebensächlichkeiten abzuschweifen. Wenn ich nicht selber Angehörige hätte, die mir vom Leben in der DDR erzählen können, hätte ich vieles gar nicht verstanden bzw. einige der üblen Dinge, die dort passiert sind, schlicht überlesen. Die Sprache ist sehr anstrengend und oft hatte ich das Bedürfnis die Seiten einfach zu überfliegen, was ich dann aber doch nicht getan habe, da oft in einem kleinen Nebensatz oder einem kleinen Wort sich die wichtigsten Dinge versteckt haben.

Die gesamten handelnden Personen sind mir so auch nie wirklich nahe gekommen und Gefühle habe ich vergeblich gesucht. Die Personen handeln irgendwie, ergehen sich teilweise in verwirrenden Tagebucheinträgen, die ich oft gar nicht verstanden habe und die für mich im Gesamtkontext keinen Sinn ergeben haben. Daher war mir auch ihr Schicksal teilweise wirklich egal und nur immer kurz konnte ich Gefühle aufblitzen sehen oder dachte jetzt wird es emotionaler, um umso mehr auf den nächsten Seiten durch ellenlange Abschweifungen enttäuscht zu werden.

Eine Kürzung des Buches um locker die Hälfte wenn nicht noch mehr, hätte meiner Meinung nach dem Stoff sehr gut getan und das Buch zu etwas werden lassen, was wirklich die furchtbaren DDR-Zustände jedem klarmacht. Uwe Tellkamp kann das, das konnte ich sehen, aber noch mehr liebt er es wohl sich in der deutschen Sprache zu verlieren und dabei die Kernaussagen zu vergessen.

Schade, dass dieses Buch aus meiner Sicht guten Stoff so verschachtelt darstellt, dass ein Laie damit nichts anfangen kann und so ein Stück deutsche Geschichte nicht in Erinnerung bleibt, sondern man nur entnervt das Buch am Ende zur Seite legt.

Alles in allem ist dieses Buch für mich bis jetzt die erste Enttäuschung in diesem Jahr und ich vergebe noch zwei Sterne für das Festhalten wichtiger Geschichte und das teilweise Durchblitzen von doch gutem erzählerischen Können.


Revenant-Trilogie - Vom Mondlicht berührt: Band 2
Revenant-Trilogie - Vom Mondlicht berührt: Band 2
von Amy Plum
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungener 2. Teil der Revenant-Trilogie, 10. Februar 2013
Kate und Vincent sind aller Widrigkeiten zum Trotz ein Paar und Kate geht mittlerweile bei den Revenants ein und aus. Obwohl sie versuchen sich Normalität vorzugaukeln, wissen sie beide, dass ihre Beziehung nicht "normal" ist und versuchen beide auf ihre Art und Weise Wege und Mittel zu finden, wie sie "normal" zusammen sein können. Während also Vincent seine Versuche durchführt und Kate zu recherchieren beginnt, bleibt das Umfeld trotzdem weiterhin gefährlich. Die gefährlichen Numa haben sich zwar zurück gezogen, aber die gesamte Welt der Revenants wartet auf einen vernichtenden Schlag, ohne zu wissen, wann und wo.

Tatsächlich passiert rein inhaltlich in diesem Band nicht wirklich viel, dafür lernt der Leser eine Menge über die Revenants und erfährt noch einiges über ihre Eigenarten und ihre Geschichte. Und gerade diese Hintergründe, die hier vermehrt beschrieben werden, haben es geschafft mich in ihren Bann zu ziehen. Ich wollte genauso wie Kate, die Geheimnisse ergründen und fand es klasse mit ihr gemeinsam auf Spurensuche zu gehen. Auch die Fragen, welche dubiosen Experimente Vincent im Hintergrund durchführt und welchen Plan die Numa verfolgen, haben mich interessiert und gebannt habe ich die Seiten nur so verschlungen.

Dabei muss ich sagen, dass ich in diesem Teil jetzt auch endlich Zugang zu der Liebe zwischen Kate und Vincent bekommen habe und sie hier doch gut nachvollziehen konnte. Auch die Gefühle der Zugehörigkeit, die Kate zu den Revenants empfindet, konnte ich gut nachvollziehen. Außerdem hat mir gut gefallen, dass die Großeltern von Kate jetzt doch eine größere Rolle bekommen und so agieren, wie ich mir das rein gefühlsmäßig vorgestellt habe.

Wie auch im ersten Teil wartet auch dieser Teil wieder mit einem großen Finale auf. Diesmal hat mich das Ende aber wirklich überrascht und ich fand den Verlauf der Geschichte wirklich gut gemacht. Ärgerlich ist, dass es der Mittelteil ist und deswegen wohl schon fast obligatorisch mit einem Cliffhanger enden muss. Müsste ich nicht so lange auf den dritten Teil warten, wäre das gar nicht so tragisch!

Alles in allem für mich ein sehr gelungener Mittelteil und ich bin bin jetzt schon sehr gespannt auf den letzten Teil der Trilogie!


Furien-Trilogie - Im Herzen die Rache: Band 1
Furien-Trilogie - Im Herzen die Rache: Band 1
von Elizabeth Miles
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

4.0 von 5 Sternen Gelungener Trilogie-Auftakt mit gehörigem Gruselfaktor, 10. Februar 2013
Eine Kleinstadt in Maine, Ascension. Em und Chase gehen zwar auf die gleiche Schule, haben aber ansonsten kaum etwas gemeinsam. Während Em sich immer heftiger zu Zach, dem Freund ihrer besten Freundin hingezogen fühlt, lernt Chase auf einmal die geheimnisvolle Ty kennen und bläst seine sonst übliche Vorsicht in den Wind. Jedoch hat Ty noch zwei Cousinen im Gepäck, die schon bald ihr perfides Spiel mit Em und Chase spielen. Aber warum haben sie sich ausgerechnet die beiden ausgesucht und was hat es mit diesen "Cousinen" auf sich.

Als Tipp vorne weg, kann ich auch nur sagen, dass es besser ist den Klappentext vorher nicht zu lesen. Er verrät wieder einmal viel mehr, als man möchte. Doch trotz allem hat mich die schaurige Atmosphäre des Buches schnell in seinen Bann gezogen und es war wirklich schwierig das Buch noch aus der Hand zu legen. Obwohl die meiste Zeit erstmal gar nichts Schlimmes passiert, schwingt die ganze Zeit so ein leichter Horror mit und ich habe eigentlich fast auf jeder Seite damit gerechnet, dass die Bombe jetzt bald hochgeht.

Die Anzeichen verdichten sich schließlich und dann geht alles Schlag auf Schlag. Das Buch geht dabei nicht gerade zimperlich mit seinen Figuren um und man sollte sich als Leser nicht darauf verlassen, dass alle Personen das Ende erleben.

Gut, aber auch erschreckend, werden die Jugendlichen gezeichnet: Wichtig ist dazu zu gehören und das Schlimmste was passieren kann, ist als Außenseiter gebrandmarkt zu werden. Ist man einmal draußen, kommt man schwer wieder hinein und muss mit gnadenlosem Mobbing zurecht kommen. Diese Oberflächlichkeit der Schüler hat mich öfters entsetzt und ich bin nur froh, dass es zu meiner Schulzeit nicht so zuging. Außerdem hoffe ich immer noch darauf, dass das nur amerikanische Verhältnisse wiederspiegelt, wo du nur dazu gehörst, wenn du auch die richtigen Marken trägst!

Da es sich bei diesem Buch um den ersten Teil einer Trilogie handelt, wird der Leser zwar schon mit ein paar Informationen angefüttert, aber die wirklich großen Erklärungen gibt es noch nicht. Dafür ist das Ende so, dass man das Buch erstmal zur Seite legen kann. Trotzdem bin ich jetzt schon sehr gespannt auf den nächsten Teil.

Alles in allem ein gelungener Auftakt einer Trilogie, die noch einiges an Potenzial verspricht.


Was vom Tage übrigblieb. Roman
Was vom Tage übrigblieb. Roman
von Kazuo Ishiguro
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was vom Tage übrig bleibt - Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, 10. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Was vom Tage übrigblieb. Roman (Taschenbuch)
Überrascht hat mich ja zu Beginn, dass das Buch aus der Ich-Perspektive von Stevens, dem Butler geschrieben ist. So bekommt der Leser einen tiefen Einblick in Stevens' Innenleben, aber ich hatte immer das gleichzeitige Gefühl, dass Stevens nicht einmal zu sich selber wirklich ehrlich ist. Sein ganzes Leben widmet er der Arbeit und seinem Dienstherrn. Dafür verzichtet er auf alles, lässt die Chance für eine Liebe ungenutzt verstreichen und merkt erst als es zu spät ist, dass er die Chance hat verstreichen lassen. Das ist das Eine, was ich an diesem Buch bewegt und mir auch viel Stoff zum Nachdenken gegeben hat.

Gleichzeitig finde ich aber auch, dass das Buch auch zeigt, dass man sobald man seine Entscheidungen getroffen hat, zu diesen auch stehen muss und sich nicht in der Vergangenheit verlieren sollte. Natürlich lernt man aus Fehlern der Vergangenheit, aber es macht auch keinen Sinn, sich damit herum zu schlagen, dass man Entscheidungen bereut oder "Was-wäre-wenn-Überlegungen" führt. Und auch diesen Punkt zeigt dieses kleine Büchlein gut auf in Form von Stevens. Dem zwar schließlich klar wird, was hätte sein können, der aber trotzdem weiterhin im Hier und Jetzt lebt und seine Zukunft im Auge hat und sich nicht in der Vergangenheit verliert.

Ich denke gerade diese beiden Aussagen machen dieses kleine Büchlein so wertvoll. Jeder sollte sich gut überlegen, was ihm wichtig ist und was er möchte, dass am Ende des Tages übrig bleibt. Aber hat man sich entschieden, sollte man auch sein Leben nicht damit vergeuden Reue über die getroffene Entscheidung zu empfinden!

Für mich ist dieses Büchlein jetzt schon ein eindeutiges Highlight und für mich ein absoluter Buchtipp! Dafür gibt es volle 5 Sterne!


Vier Beutel Asche: Roman (Heyne fliegt)
Vier Beutel Asche: Roman (Heyne fliegt)
von Boris Koch
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

5.0 von 5 Sternen Ein sehr bewegendes Buch, 10. Februar 2013
Christoph stirbt bei einem Unfall und Jan verliert von heute auf morgen seinen besten Kumpel. Jan findet nicht mehr in den Alltag zurück und stellt schießlich fest, dass es Mike, Selina und Lena auch so geht. Gemeinsam beschließen sie schließlich Christoph's letzten Wunsch zu erfüllen und seine Asche ans Meer zu bringen und dort zu verstreuen. Dabei wird die Reise nicht nur eine Reise ans Meer, sondern auch eine Fahrt, die sie alle dazu bringt mit ihrer eigenen Trauer umzugehen.

Das Buch ist aus der Sicht von Jan geschrieben und zu Beginn wusste ich wirklich nicht, worauf ich mich bei der Lektüre von diesem Buch einlasse. Das Thema ist nicht leicht: Ein 16jähriger stirbt auf tragische Weise und wie soll das Leben für die Überlebenden weitergehen. Jeder sagt ihnen, dass sie zurück zur "Normalität" müssen, aber was ist "Normalität", wenn dein Leben so aus den Fugen gerissen wird? Auf eine sehr geschickte Art und Weise, hat sich Boris Koch dem Thema Tod, Freundschaft und Liebe angenommen und einen wunderbaren Roman geschrieben, der an Jugendliche gerichtet ist, aber von jedem gelesen werden kann.

Durch die Ich-Erzählweise von Jan, lernt der Leser vor allem sein Innenleben sehr gut kenne und auch wenn meine Pubertät schon länger her ist, denke ich, dass mit Jan wirklich gut ein pubertierender Teenager beschrieben wurde, der mit etwas zurecht kommen muss, worüber man sich in dem Alter noch keine Gedanken macht: Dem Tod. Gleichzeitig wird auch noch die Frage der Freundschaft aufgeworfen und die Frage wie gut man jemanden wirklich kennt bzw. was man glaubt zu kennen. Gerade den letzten Punkt, den ich gar nicht erwartet hatte, hat mich sehr tief berührt und finde ich sehr gut umgesetzt.

In diesem Buch werden gleich einige Themen angeschnitten, die für sich alleine wohl schon oft ein ganzes Buch füllen könnten. Trotzdem wirkt das Buch nicht überfrachtet und stellt auf wunderbare Weise dar, wie Trauer funktionieren kann und was wirklich wichtig ist im Leben.

Ein ganz tolles Jugendbuch, dass ich gerade als Schullektüre wirklich empfehlen würde!


DÄMONENDÄMMERUNG DIE AUSERWÄHLTE
DÄMONENDÄMMERUNG DIE AUSERWÄHLTE
von Sabine Reiff
  Taschenbuch

2.0 von 5 Sternen Schöne Idee, aber die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen, 10. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dorothea arbeitet bei einem Lokalblatt in einem kleinen verschlafenen Dorf. Seit sie einen schweren Unfall hatte, ist ihr Leben nicht mehr so wie früher und die Tage hängen sich eher ziellos aneinander. Bis zu dem Moment, als sie den neu in das Dorf gezogenen Alexander Maar interviewt. Vom ersten Moment an, ist sie unwiderstehlich von ihm angezogen. Jedoch weiß sie nicht, wer sich tatsächlich hinter seinem gut aussehenden Äußeren verbirgt. Als gleichzeitig ein millionenschwerer Geschäftsmann in ihrem Ort auftaucht und die Kleinstadt nicht unbedingt zum Guten verändert, muss Dorothea erkennen, dass sie auf einmal die Hauptrolle in einem Kampf spielt, den sie erst gar nicht versteht und der nicht nur ihr Leben bedroht...

Mit Dorothea konnte ich leider bis zum Ende des Buches nicht so ganz warm werden und oft konnte ich vor allem ihre Beweggründe nicht wirklich nachvollziehen. Oft handelte sie für mich in einer nicht erklärbaren Art und Weise und sorgte bei mir öfters für Kopf schütteln. Interessant dagegen war die Figur des Alexander, der zwar lange Zeit für Verwirrung sorgte, jedoch für mich einer der spannendsten Charaktere war.

Schwierig fand ich, dass die Geschichte oft Sprünge macht und für mich gefühlt wichtige Inhalte einfach übergangen werden. Oft war ich auch erstmal verwirrt, wieso ich mich auf einmal hier befinde, wo ich doch noch einen Satz vorher einen ganz anderen Gedanken gelesen hatte. Auch wurden für mich viele Hintergründe gerade auch zu den Dämonen und ihrer Welt nicht so eindeutig erläutert, wie ich es gebraucht hätte, um der Geschichte ohne Probleme folgen zu können. Viele unlogische Handlungen seitens Dorothea oder auch der anderen Figuren erschwerten für mich dann noch zusätzlich das Verständnis.

Die Idee um den Dämon und Dorothea finde ich sehr gut und auch einige Wendungen haben mich gut überrascht. Am Ende ging es dann Schlag um Schlag und insgesamt hat mir das Ende bis auf einige unlogische Lücken gut gefallen. Jedoch konnte mich dieses Buch nicht restlos überzeugen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 14, 2013 1:24 PM CET


Die dritte Sünde: Roman
Die dritte Sünde: Roman
von Eva-Ruth Landys
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die dritte Sünde - Wollust, 10. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die dritte Sünde: Roman (Gebundene Ausgabe)
England im 19. Jahrhundert: Die verwöhnte Tochter eines Gutsherrn, Isobel, entscheidet bereits als kleines Kind, dass das Bauernmädchen Cathy ihre ständige Gefährtin werden muss. Von nun an entscheidet Isobel über Leben und Handeln von Cathy und verändert damit deren Leben auf sehr tragische Weise. Auch als die beiden Mädchen älter werden, kann sich Cathy nicht dem Würgegriff von Isobel entziehen und wird schließlich deren Zofe. Tragische Ausmaße nimmt dieses ungleiche Verhältnis schließlich an, als Isobel den Stallburschen Aaron für sich beansprucht, der aber eigentlich in Cathy verliebt ist.

Die tragische Beziehung zwischen Isobel und Cathy ist dabei eingebettet eine Phase des Aufbruchs und der Veränderung in England. Gut versteht es die Autorin den geschichtlichen und politischen Kontext mit einfließen zu lassen und gleichzeitig die Schicksale von Isobel und Cathy in den Mittelpunkt zu stellen. Ganz klar wird dabei v. a. die Rolle der Frau beleuchtet, die zu diesem Zeitpunkt als nicht viel mehr als schmückendes Beiwerk angesehen wurde und außer gut auszusehen und Kinder in die Welt zu setzen, keine anderen Aufgaben zugedacht bekommen hat. Aus diesem Gefängnis versucht Isobel auszubrechen - was man verstehen kann - nur leider bedient sie sich dabei sehr skrupelloser Methoden.

Alle Charaktere sind sehr gut gezeichnet und waren für mich in ihren Handlungen, auch wenn ich oft den Kopf schütteln musste, gut nachvollziehbar. Gut hat mir v. a. die Verwandlung von Cathy gefallen, wie sie schön langsam doch endlich sich aus der Opferrolle befreit und anfängt ihr Leben sich nicht mehr von anderen vorschreiben zu lassen. Isobel macht dagegen eine Verwandlung in die extrem negative Richtung mit und ich habe jetzt schon Angst noch mehr über sie zu lesen. Jedoch wurden auch die Nebenfiguren detailliert ausgearbeitet und ich konnte mich gut in die Geschichte hinein versetzen.

Extra hervorheben, möchte ich auch hier das ausführliche Nachwort, in dem die politischen Hintergründe der damaligen Zeit, aber auch v. a. das Rollenbild der Frau sehr ausfürhlich dargelegt werden. So etwas gefällt mir immer sehr gut und rundet einen gelungenen Roman wunderbar ab.

Dieses Buch stellt den Auftakt zu einer Trilogie her und endet daher zwar nicht ganz mit einem Cliffhanger, aber doch so, dass ich jetzt schon ungeduldig auf den 2. Teil warte.

Alles in allem ein wunderbarer historischer Schmöker, wenn auch mit einem sehr schwer verdaulichen Charakter.


Töchter der Lagune: Roman
Töchter der Lagune: Roman
von Silvia Stolzenburg
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Adaption des "Othello"-Stoffes, 10. Februar 2013
Mit ihrem Roman "Töchter der Lagune" hat Silvia Stolzenburg eine neue Adaption von "Othello" geliefert. Dabei hat sie das Drama in seinen tatsächlichen historischen Kontext eingebettet und den Figuren viel Tiefe und Lebendigkeit eingehaucht. Die junge Venzianerin Desdemona und der maurische General Christoforo Moro verlieben sich unsterblich ineinander. Da eine Einwilligung zur Hochzeit seitens Desdemonas Vater nie gegeben werden würde, planen sie heimlich zu heiraten. Jedoch hat Moro einen Feind, der ihm sein Glück nicht gönnt. Gleichzeitig erfährt der Leser zusammen mit der jungen Elissa, wie das Leben als Haremsdame am Hof von Sultan Selim II ausgesehen haben könnte.

Wie bereits in ihrem Roman "Die Heilerin des Sultans" hat Silvia Stolzenburg es wieder geschafft, dass auch dieses Buch mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Die Erzählstränge um Desdemona und Elissa verlaufen parallel und die kurzen Kapitel springen immer wieder von einem Erzählstrang zum anderen. Das hat es mir teilweise gar nicht mehr möglich gemacht, das Buch aus der Hand legen zu können, da ich wissen musste, wie es weitergeht. Denn sowohl das Schicksal von Desdemona und ihrer Schwester Angelina, als auch das Los von Elissa waren sehr spannend zu lesen und haben mich beide stark mitzittern lassen.

Die Figuren sind dabei lebensecht gezeichnet und ich konnte sie alle bildlich vor mir sehen. Auch ihre Charakterzüge wurden gut dargestellt und gerade die Wandlung von Moro war gut nachvollziehbar. Ebenfalls sehr detailliert wurde die Schlacht in Zypern, aber auch das Leben am Hofe Sultan Selims beschrieben. Zu jederzeit konnte ich mir die Umgebung und Schauplätze sehr gut vor meinem inneren Auge vorstellen.

Das Ende ist dann doch nicht so verhersehbar, wie ich zu Beginn gedacht hätte und hat mir sehr gut gefallen. Ein großer Pluspunkt ist auch noch das ausführliche Nachwort der Autorin am Ende, in dem sie genau aufzeigt, was Fiktion und was historische Tatsachen sind und auch noch Bezug auf Shakespeare's "Othello" nimmt.

Alles in allem ein sehr gelungener historischer Schmöker, dessen extrem kurze Kapitel, mir nur teilweise dann doch zu kurz waren. Auch wenn es die Spannung extrem gesteigert hat, hätte ich mir manchmal doch ausführlichere Kapitel gewünscht. Trotz allem ein tolles Buch und für mich eine gelungene Adaption des "Othello"-Stoffes.


Battle Royale: Roman
Battle Royale: Roman
von Stefan Rohmig
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erschreckend brutal, aber dabei erschreckend gut, 27. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Battle Royale: Roman (Taschenbuch)
In "Battle Royale" entwirft der Autor Koushun Takami ein düsteres Zukunftsszenario von Asien. Hier herrscht ein brutales Regime, dass dem Volk einige Freiheiten lässt, aber zur Abschreckung jedes Jahr die "Battle Royale" abhalten lässt. Dabei wird eine 9. Klasse per Zufallsprinzip ausgesucht, auf eine Insel geschleppt und die Schüler müssen sich so lange gegenseitig umbringen, bis nur noch ein Schüler übrig bleibt.

Dieses Jahr trifft es Hiroshi und seine Klasse. Völlig unvorbereitet wachen sie in einem "Klassenzimmer" auf und werden von ihrem neuen "Lehrer" über ihre bevorstehenden "Aufgaben" informiert. Bereits zu Beginn zeigt der neue "Lehrer" kein Mitleid und ich musste bereits zu Beginn sehr heftig schlucken.

In diesem Buch wird nicht lange gefackelt. Die Brutalität und Grausamkeiten sind teilweise echt heftig und die Anzahl der Schüler dezimiert sich innerhalb kürzester Zeit. Besonders grausam ist dabei, dass von vielen Schülern vorher ihr Leben ein bisschen beleuchtet wird und man sie so als Leser oft recht gut kennenlernt, was dann ihren Tod und gerade auch oft die Brutalität des Todes noch schlimmer macht.

Sehr gut zeigt Takami wie unterschiedlich Menschen in solchen extremen Situationen reagieren und wie alleine durch Angst und Misstrauen die schlimmsten Sachen passieren können. Einfühlsam und oft viel zu gut nachvollziehbar wird die Panik der Schüler geschildert und ich litt oft richtig mit ihnen mit.

Dieses Buch gilt als Vorgänger der "Tribute von Panem" und ich muss sagen, auch wenn es viele Parallelen gibt, sehe ich die beiden Bücher doch als zwei eigenständige Werke, die zwar einige Überschneidungen aufweisen, sich aber ganz anders lesen und in eine ganz andere Richtung entwickeln.

Das Ende hier ist überraschend, aber trotz allem auch ein bisschen offen, was ich persönlich aber als passenden Abschluss empfand. Zu keiner Zeit driftet der Autor ins Kitschige ab, was ich bei diesem Buch auch als sehr störend und komisch empfunden hätte.

Den einzigen Kritikpunkt, den ich habe, ist die übertriebene Darstellung eines Schülers, der eindeutig jedem Hollywood-Bösewicht Konkurrenz machen kann. Waren alle anderen eindeutig als Schüler und Laien im Umgang mit Waffen zu sehen, wurde dieser eine zum Ober-Bösewicht beschworen, was für mich gar nicht in die Geschichte gepasst hat.

Alles in allem aber ein Buch, dass ich einmal begonnen kaum noch aus der Hand legen konnte. Es liest sich sehr gut, jedoch ist es nichts für schwache Nerven, da die detaillierten Beschreibungen der Tode keine Gnade kennen. Erschreckend, aber dabei sehr gut.


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