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Rezensionen verfasst von
Tammy1982 "tinab682"

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Die Königin der Weißen Rose (Die Rosenkriege, Band 1)
Die Königin der Weißen Rose (Die Rosenkriege, Band 1)
von Philippa Gregory
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2.0 von 5 Sternen Viele Fakten - leider nicht mit Leben gefüllt, 15. Februar 2015
In ihrem Buch "Die Königin der Weißen Rose" (engl. "The White Queen") lässt Philippa Gregory Elizabeth Woodville, die Frau von König Edward IV von England zu Wort kommen und ihr Leben erzählen. Wie bereits von Frau Gregory gewohnt, ist auch dieser Roman wieder in der Ich-Perspektive geschrieben und die Geschichte wird dem Leser damit direkt von Elizabeth erzählt. Sie ist die Großmutter von Heinrich VIII, was mir aber bis zu diesem Buch noch gar nicht so bewusst war. Über Heinrich den VIII habe ich bereits viele Bücher gelesen, aber über seine Vorfahren und gerade die Zeit der Kriege zwischen den Familien York und Lancaster war mir bis jetzt noch nicht so viel bekannt.

Das Buch beginnt sehr vielversprechend mit der historisch belegten Begegnung zwischen Elizabeth und Edward, die sie forciert hat und beschreibt den weiteren Verlauf ihrer Liebesgeschichte und schließlich Elizabeth's Kampf um die Krone und ihre Söhne, nach dem zu frühen Tod von Edward. Das erste Drittel des Buches konnte mich dabei noch ganz gut mitreißen, da ich ich es spannend fand von Elizabeth über ihre Familie, ihre Hoffnungen und ihre Liebe zu Edward zu lesen. Jedoch schon in dieser frühen Phase gab es viele Passagen, in denen Schlachten angekündigt, politische Ränkespiele beschrieben wurden und die Figuren stark in den Hintergrund traten.

Im Verlauf des Buches schwankte die Geschichte immer weiter zwischen wirklicher Spannung für mich und einfachem Abarbeiten von historischen Begebenheiten und gegen Ende des Buches war es für mich wirklich schwer mich dazu zu zwingen, dass ich die letzten 60 Seiten auch noch lese, da einfach keine Spannung mehr vorhanden war. Seitenweise wird beschrieben, wie der Regen immer stärker wird und damit die feindlichen Heeren nicht aufeinander treffen können und ich fand diese ausführlichen Details zum Regen und den steigenden Flüssen einfach nur noch ermüdend.

Hinzu kommt, das viel Magisches in das Buch mit eingebunden wird, da Elizabeth von sich selber behauptete von der Wassergöttin Melusina abzustammen und zu damaliger Zeit ihr Hexenkräfte nachgesagt wurden. Entsprechend wird im Buch immer wieder auf die Wassergöttin eingegangen und Elizabeth belegt andauernd irgendwelche Menschen mit Flüchen der Göttin oder lässt es tagelang wie aus Eimern schütten. Diese Elemente empfand ich als störend und die detaillierten Beschreibungen erschwerten das Lesen noch zusätzlich.

Gleichzeitig blieben die Figuren für mich sehr blass. Sogar Elizabeth, die ja eigentlich ihre Geschichte selber erzählt, ist für mich bis zum Ende des Buches einfach ein blasser Schatten geblieben und wirkte nicht wirklich lebendig. Alle weiteren Figuren wurden noch weniger beschrieben und so berührten mich auch die diversen Tode und Schicksale der einzelnen Figuren gar nicht.

Positiv empfand ich das ausführliche Nachwort der Autorin, in dem sie klar stellt, dass ihr Roman zum größten Teil auf Fakten beruht und sie nur teilweise Fiktion mit eingebracht hat. Gut gefällt mir auch, wie sie das Rätsel um das Verschwinden der beiden Söhne von Elizabeth löst und damit eine interessante Möglichkeit beschreibt.

Alles in allem hat mich dieser Roman von Philippa Gregory jedoch leider enttäuscht. So begeistert ich von ihren Büchern zu Zeiten Heinrich VIII war, so wenig konnte mich dieses Buch überzeugen. Die Fortsetzung ("The Red Queen") werde ich aller Wahrscheinlichkeit nicht mehr lesen.


Die Auslese - Nichts vergessen und nie vergeben: Roman (Die Auslese-Trilogie, Band 2)
Die Auslese - Nichts vergessen und nie vergeben: Roman (Die Auslese-Trilogie, Band 2)
von Joelle Charbonneau
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannende Fortsetzung, die jedoch nur zur Überbrückung für den letzten Teil dient, 1. Februar 2015
Cia hat die "Auslese" überstanden und ist gemeinsam mit ihrem Freund Tomas an die Universität gekommen. Jedoch auch hier ist die Zeit der Prüfungen noch lange nicht vorbei und den Studenten wird einiges abverlangt, damit sie an der Uni bleiben dürfen. Als Cia die Möglichkeit bekommt dazu beizutragen die "Auslese" zu beenden, stürzt sie sich mit Feuereifer hinein. Jedoch gilt sie schon einigen als verdächtig und sie muss bald feststellen, dass niemand der zu sein scheint, der er vorgibt zu sein und sie sich wieder nicht sicher sein, wem sie vertrauen darf.

Dieser Band schließt nahtlos an den Vorgängerband an und zum Glück gibt es viele Rückblenden zu Teil 1, so kam ich auch wieder in die Geschichte hinein. Wie schon im ersten Teil wird auch hier das Gefühl einer latenten Bedrohung herauf beschworen und ich als Leser konnte mir nie sicher sein, ob die Figuren die nächsten "Prüfungen" überleben oder wieder jemand sterben muss.

Cia ist weiterhin eine sympathische Hauptfigur, auch wenn man manchmal neidisch werden könnte, dass ihr einfach alles gelingt und sie immer zu den Besten gehört. Andererseits hätte sie sonst in dem System auch keine Chancen und fairerweise muss man dazu sagen, dass sie auch oft Hilfe von ganz unerwarteter Stelle bekommt.

Alles in allem merkt man diesem Teil an, dass es sich um einen Zwischenband handelt: Er knüpft zwar nahtlos an Teil 1 an und führt die Geschichte auch weiter, trotzdem bleibt vieles noch im Dunkeln und das Ende ist relativ offen gehalten. Für die endgültige Auflösung und ich hoffe auch zum klären aller meiner immer noch offenen Fragen, muss ich mich wohl bis zum 3. und letzten Teil gedulden.

Trotzdem war das Buch spannend zu lesen und die Seiten flogen nur so dahin. Insgesamt war dieser Teil auch nicht so brutal wie der erste und einige Prüfungen waren sogar mal sinnvoll und nicht nur auf das Töten fokussiert. Für mich ein solider zweiter Teil, der von mir 3,5 Sterne bekommt.


Ein Akt der Gewalt: Thriller
Ein Akt der Gewalt: Thriller
von Ryan David Jahn
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Erschütternd, 30. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Ein Akt der Gewalt: Thriller (Taschenbuch)
Katrina Marino macht sich nach einer langen Nacht in der Bar, in der sie arbeitet, auf den Weg nach Hause. Sie freut sich nur noch auf ihre Badewanne und ihr Bett. Kurz vor ihrer Haustür tritt ein Mann aus dem Schatten und fängt an auf sie einzustechen. Sie befinden sich im Innenhof von einem Appartmentblock, viele Nachbarn stehen am Fenster und sehen hinaus. Sie sehen sie und den Angreifer, aber wird jemand eingreifen und helfen?

Das Buch schildert jeweils in der dritten Person aus verschiedenen Perspektiven die wenigen Stunden von ca. 4 Uhr Früh, bis kurz vor 6 Uhr. So erlebt man als Leser den Schrecken, den Katrina durchlebt mit und erfährt auch gleichzeitig, was die Nachbarn denken oder tun und wieso die Situation sich in so einen Alptraum verwandeln kann. Sogar dem Angreifer kann man als Leser kapitelweise über die Schulter gucken und erfährt somit hautnah welche Gründe ihn dazu bringen diese schreckliche Tat zu verüben.

Alle Charaktere sind dabei ziemlich intensiv beschrieben und der Autor schafft es mit wenigen Sätzen dem Leser die jeweilige Figur gut vor Augen zu führen. Ich hatte jedes Mal ziemlich schnell ein Bild von der Person und ihren Motiven und Ängsten vor Augen.

Durch die wechselnden Perspektiven und dem Hoffen als Leser, dass die Nacht vielleicht für Katrina doch nicht so schlimm endet, entwickelt das Buch einen unglaublichen Sog und ich hatte es innerhalb kürzester Zeit ausgelesen. Auch wenn es mich zutiefst erschüttert hat und ich oft gar nicht mehr wissen wollte, wie es ausgeht, konnte ich doch nicht aufhören zu lesen.

Das Buch ist erschütternd, erschreckend und beschreibt einen für mich absoluten Alptraum, von dem ich hoffe ihn nie selber erleben zu müssen. Ich fragte mich die ganze Zeit, warum keiner eingreift, warum alle sich abwenden, aber die Antwort darauf wird so weit möglich gegeben. Trotz allem blieb bei mir die absolute Fassungslosigkeit zurück, das so etwas wirklich passieren kann.

Tragisch ist dabei, dass das Buch wohl auf einer wahren Begebenheit aus dem Jahr 1963 basiert, die sich tatsächlich so zugetragen hat.

Alles in allem beschreibt das Buch einen absoluten Alptraum, streift dabei auch noch Ungerechtigkeiten und Rassismus und hat mich zutiefst erschüttert und berührt. Ein sehr gut geschriebenes Buch, das mir in seiner Eindringlichkeit keine ruhige Minute gelassen hat. Definitiv kein leichter Stoff und man kann nur hoffen, dass so ein Fall nicht nochmal passiert.

Für mich ein absoluter Buchtipp und ich vergebe volle fünf Sterne.


Wenn Engel fallen
Wenn Engel fallen
von Tracy Chevalier
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Ein Roman mit leisen Tönen, aber wichtigen Botschaften, 27. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Wenn Engel fallen (Taschenbuch)
England zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Am Tag als Queen Victoria 1901 stirbt begegnen sich zum ersten Mal die Familien Coleman und Waterhouse an ihren Familiengräbern. Erst an diesem Tag lernen sich die Familien kennen, obwohl sie ihre Gräber schon seit Ewigkeiten nebeneinander haben. Während Kitty Coleman und Getrude Waterhouse sich auf Anhieb unsympathisch finden, verbindet ihre 8jährigen Töchter Maude und Lavinia von da an eine innige Freundschaft. Zwei Jahre später wohnen die Familien direkt nebeneinander und die beiden Mädchen verbringen fast jede Minute gemeinsam. Dabei halten sie sich oft weiterhin gerne auf dem Friedhof auf, auf dem sie sich kennengelernt haben und bewundern die Engel auf den Gräbern gemeinsam mit Simon, der seinen Lebensunterhalt damit verdient Gräber zu schaufeln. Dabei sorgt der Friedhof bei Maude's Mutter Kitty zuerst für einen Ausbruch aus ihrem tristen Ehealltag und schließlich zu abgrundtiefer Verzweiflung. Aus dieser entkommt sie nur dank der Sufragetten-Bewegung, jedoch führt sie diese auch nicht zu ihrem Glück.

Das Buch ist jeweils aus unterschiedlichen Sichten geschrieben und eigentlich jede auftauchende Person erzählt auch mal aus ihrer Sicht den Ablauf der Dinge. Am Anfang fand ich das Buch eher zäh und habe mich schwer getan in einen Lesefluss zu kommen. Die verschiedenen Sichtweisen waren zwar spannend, aber gerade die erste Begegnung am Friedhof aus x-verschiedenen Perspektiven nochmal zu lesen, war zu Beginn nicht sonderlich fessselnd.

Im Laufe des Buches entwickelte die Geschichte jedoch einen Sog auf mich und ab der Hälfte des Romans musste ich dann doch wissen, wohin dieses Drama noch führen wird. Gerade die Einbindung der Suffragetten-Bewegung fand ich dann sehr spannend und auch gut in den Roman eingebettet. Viele Dinge, wie z. B. die Frage nach der richtigen Farbe für eine Beerdigung, waren für mich am Anfang ohne Belang und haben mich eher gelangweilt. Im Laufe des Romans wurde dann aber klar, warum diese Farbe und der Dresscode so explizit erwähnt wurden und ich fand die Erklärung dazu sehr interessant.

Die einzelnen Charaktere tauchen immer nicht lange auf, da die einzelnen Sichtweisen oft nur ein paar Seiten, zum Teil sogar nur ein paar Sätze umfassen, trotzdem konnte ich mich gut in sie hinein fühlen und bekam doch schnell ein genaues Bild der einzelnen Personen. Gerade die Charaktereigenschaften der jeweiligen Figur waren so gut erkennbar.

Alles in allem ein Roman, der zwar eher leise Töne anschlägt, mir aber trotzdem ein gutes Bild von England Anfang des 20. Jahrhunderts vermitteln konnte und es geschafft hat mich in seinen Bann zu ziehen. Ein interessanter historischer Schmöker, der durch die verschiedenen Charaktere die neue und alte Zeit geschickt gegeneinander prallen lässt.


Die Wächterin der Krone: Roman
Die Wächterin der Krone: Roman
Preis: EUR 8,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Legende von Robin Hood in neuem Gewand, 24. Januar 2015
Die junge Robin kehrt nach schönen und lehrreichen Jahren, die sie für ihre Ausbildung in einem Kloster verbracht hat, auf das Gut von ihrem Stiefvater zurück. Ihr ruhiges und sicheres Leben findet ein abruptes Ende, als König Richard als verschollen gilt und sein Bruder John die Macht in England im 12. Jahrhundert übernimmt. John und der Erzfeind von Robins Familie arbeiten gemeinsam und Robin und ihr Bruder werden von ihren Gütern vertrieben und müssen sich im Wald verstecken. Während die Geschwister ihrem Erzfeind Eward de Thorigny Rache schwören, verliebt sich Robin ohne es zu wissen in seinen Halbbruder. Hat diese Liebe jemals eine Chance und können die Geschwister gegen ihren Erzfeind bestehen?

Bei diesem Buch handelt es sich um den dritten Teil einer Trilogie mit den Vorgängerbänden "Am Hofe der Löwin" und "Die Rache der Heilerin". Obwohl ich beide Bücher noch nicht gelesen habe, hatte ich keinerlei Probleme mich in der Geschichte zurecht zu finden. Das Buch zog mich ab der ersten Seite in seinen Bann und Robin hatte ich bereits nach kurzer Zeit ins Herz geschlossen. In Rückblenden werden die wichtigsten Ereignisse der Vorgängerbände wiederholt und so war es für mich kein Problem den Hass zwischen den verfeindeten Parteien zu verstehen.

Die Idee aus der Legende "Robin Hood" eine Frau zu machen, die ziemliche viele Eigenschaften des legendären Robin Hood in sich vereint, dabei aber trotzdem auch weibliche Vorlieben hat, finde ich sehr spannend und in diesem Buch sehr gut umgesetzt. Robin's Verhalten passte jederzeit sehr gut zu ihrer gezeichneten Figur und obwohl sie gut im Bogen schießen ist, war trotzdem immer klar erkennbar, dass sie doch auch eine Frau ihrer Zeit ist.
Auch die weiteren auftretenden Charaktere sind sehr gut beschrieben und sogar die Persönlichkeiten der "Gegner" konnte ich mir gut vorstellen und ihre Handlungen auch gut nachvollziehen. Gleichzeitig besticht das Buch darüberhinaus noch mit einigen tollen Nebencharakteren, die der Handlung noch einen besonderen Charme verliehen haben.

Gut sind die historischen Begebenheiten mit in die Geschichte verwoben und besonders gut gefällt mir in diesem Buch, dass im Nachwort nochmal explizit auf historische Fakten und abweichende Fiktion eingegangen wird. Gut gefällt mir dabei auch, dass den realen historischen Persönlichkeiten Leben eingehaucht wurde und ich mir diese Charaktere sehr gut vorstellen konnte.

Die Sprache ist sehr flüssig und es wird mit schönen Bildern gearbeitet, so dass ich mir die Umgebung und die jeweiligen Örtlichkeiten sehr gut vorstellen konnte.

Alles in allem ein sehr gelungener historischer Roman, der mir einige vergnügliche Lesestunden beschert hat und mich das Buch am Ende mit einem glücklichen Lächeln hat zuklappen lassen. Dabei blieb die Geschichte bis zum Ende unvorhersehbar und konnte mich immer wieder überraschen.

Ein toller Schmöker und wird definitiv nicht das letzte Buch für mich von Beate Sauer bleiben. Dafür vergebe ich fünf Sterne.


Bauernopfer
Bauernopfer

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein überraschend kurzweiliger, amüsanter und spannender Regionalkrimi, 24. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Bauernopfer (Kindle Edition)
Der Bauer Josef Bichler wird in einem Stadtteil von Ingolstadt erschossen in seinem Stall aufgefunden und im ersten Moment deutet alles auf einen Selbstmord hin. Der Kommissar Charly Valentin und sein Team fangen trotzdem an zu ermitteln und müssen schon bald feststellen, dass doch nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint. Dabei müssen sie sich gleichzeitig auch noch um den alltäglichen Kram kümmern, da ihr Fall erstmal als nicht wichtig eingestuft wird, den nervigen Papierkram erledigen und nebenbei auch noch dafür Sorgen, dass sie nicht zu viele Überstunden machen. Kein Wunder, dass man da manchmal einen ordentlichen Döner zu Mittag braucht, auch wenn die anderen Kollegen den Geruch nicht so gut finden.

Charly Valentin heißt eigentlich "Georg" mit Vornamen. Aber während seine Frau ihn in guter bayrischer Manier "Schorschi" nennt, haben die Kollegen erstmal die Ähnlichkeit zu "Karl Valentin" hergestellt und aus dem "Karl" schließlich einen "Charly" gemacht. Auch in guter bayrischer Manier. Sein Kollege Helmuth, der als einziger das Datenerfassungsprogramm bedienen kann, es aber deswegen trotzdem nicht mag, flucht die meiste Zeit mit "Zefix" vor sich hin und die junge Kollegin Sandra versucht immer mal wieder auf gesunde Ernährung zu Mittag umzustellen.

Ich muss gestehen, dass ich eher skeptisch an den Roman herangegangen bin, da ich eigentlich nicht so der Krimileser bin und den vielen Regionalkrimis eher skeptisch gegenüber stehe. Da Ingolstadt aber meine Heimatstadt ist, konnte ich dann doch nicht widerstehen und war ziemlich schnell von dem Buch gefangen. Charly ist ein total sympathischer Kommisar, der zum Teil sehr spannende Ermittlungsmethoden an den Tag legt und sich oft darüber freut, dass er nicht den Kommissaren aus dem Fernsehen entspricht und damit keine drogenabhängigen Kinder hat und auch nicht geschieden ist. Seine Kollegen sind auch alle herrlich sympatisch und ich konnte mir ziemlich schnell ein gutes Bild von der Polizeiarbeit und dem Kommissariat machen.

Dabei werden, wie schon erwähnt, oft herrliche Vergleiche mit TV-Serien gezogen, die dann als sehr dramatisch, aber leider im wahren Leben nicht richtig, gezeichnet werden und auch schön Ingolstädter Eigenheiten amüsant beleuchtet. Für jemanden, der aus Ingolstadt kommt, ist es eine Freude darüber zu lesen. Gleichzeitig sind die Andeutungen auch ohne Kenntnisse der Stadt gut zu verstehen und ich bin mir sicher, dass auch Nicht-Ingolstädter ihre helle Freude an dem Buch hätten.

Trotz aller Augenzwinkerei und amüsanten Einschüben, wird der Fall ordentlich aufgeklärt und ich muss gestehen, dass ich bis kurz vor Schluss keine Ahnung hatte, wer den jetzt wirklich hinter dem Mord steckt und inwiefern der kryptische Prolog irgendeinen Zusammenhang mit dem Rest der Geschichte hat. Sehr gekonnt, hat der Autor auch einige verwirrende Fährten gelegt und die Auflösung am Ende war für mich sehr überraschend.

Alles in allem ein herrlich kurzweiliger, amüsanter und dabei doch auch spannender Regionalkrimi, der mir einige vergnügliche Lesestunden beschert hat. Teil 2 "Teufelsstein" habe ich mittlerweile auch schon gelesen und bin genauso begeistert.

Für mich jetzt schon ein überraschendes Highlight in diesem Jahr und ein eindeutiger Buchtipp. Dafür vergebe ich fünf Sterne.


Wasser für die Elefanten. Roman
Wasser für die Elefanten. Roman
von Sara Gruen
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Ein Wohlfühlbuch und schöne Liebeserklärung an Elefanten., 6. Januar 2015
Jacob Jankowski ist mittlerweile über 90 Jahre alt und lebt in einem Altenheim. Als ein Zirkus direkt gegenüber vom Altenheim aufgestellt wird, erinnert sich Jacob zurück an seine Zeit als Tierarzt beim Zirkus. Damals in den 20er Jahren, als die Wirtschaftskrise stark in Amerika wütete und für Jacob von heute auf morgen die Welt zusammenbrach, fand er Anstellung bei einem Wanderzirkus. Dort schließt er Freundschaft mit der Elefantendame Rosie und verliebt sich in die verheiratete Artistin Marlena. Während Jacob und Marlena es schaffen, Rosie für eine Zirkusnummer vorzubereiten, nimmt das Schicksal seinen Lauf.

In Rückblenden des mittlerweilen über 90jährigen Jacob erfährt der Leser von seiner Zeit kurz vor dem Wanderzirkus, warum er dort überhaupt landete und bekommt dann Einblicke in die Welt des Wanderzirkus. Das Leben dort ist nicht immer einfach und besonders gut haben mir die Beschreibungen gefallen, wie sich Jacob nach und nach um alle Tiere kümmert und richtig enge Beziehungen zu einigen von ihnen entwickelt.

Für einige Schmunzler sorgte bei mir dann immer wieder der Sprung zurück in die Gegenwart und wie sich Jacob in dem Altenheim fühlt und verhält. Dabei finde ich es großartig, dass die Autorin schön die Sicht des 90jährigen zeigt und damit auch ein bisschen dafür eintritt, dass man älteren Menschen ruhig auch im hohen Alter den entsprechenden Respekt zukommen lassen sollte.

Die zarte Liebesgeschichte zwischen ihm und Marlena nimmt auch einen großen Teil ein und sehr gut wird die zarte Liebe einerseits und der Wahnsinn von Marlena's Mann andererseits dargestellt. Dabei sind die Figuren gut beschrieben und ich habe sie zum einen immer schön vor mir gesehen und zum anderen konnte ich mich auch gut in sie hinein versetzen.

Gut gefallen haben mir auch die Beschreibungen von der Zirkuswelt an sich. Von der Unterscheidung zwischen Arbeiter und Artist, dem Ablauf zum Auf- und Abbau der Zelte und wie in der schweren Zeit der Krise manch ein Zirkusdirektor v. a. an seinen eigenen Gewinn gedacht hat. Hilfreich ist dabei auch das Nachwort der Autorin, in dem sie noch einige Details zu den früheren Wanderzirkusen erklärt und Einblick gibt, welche Inhalte des Buches auf Tatsachen beruhen und welche nicht.

Alles in allem ein sehr schöner Roman, der mich sofort in seinen Bann gezogen hat und den ich einmal in der Hand gar nicht mehr weglegen konnte und wollte. Ein richtiges Wohlfühlbuch und eine Liebeserklärung an Elefanten. Für mich ein absoluter Buchtipp und dafür gibt es volle Sterne.


Furien-Trilogie - Im Herzen die Gier: Band 3
Furien-Trilogie - Im Herzen die Gier: Band 3
von Elizabeth Miles
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungener Abschluss der düsteren Trilogie um die drei Furien, 6. Januar 2015
Während Emily sich immer mehr in eine Furie verwandelt und verzweifelt versucht gegen das Böse anzukämpfen, beginnt auch ihre große Liebe J.D. gewisse Dinge in Ascension zu hinterfragen und kommt damit den Furien gefährlich nahe. Gleichzeitig wird Crow von dunklen Visionen geplagt und möchte Emily dringend helfen, jedoch ist auch bei ihm bald nicht mehr so sicher, auf wessen Seite er tatsächlich steht.

Im Unterschied zu den Vorgängerbänden wechselt hier die Sicht auch mal weg von Emily und hin zu J.D. Dieser Perspektivenwechsel hat mir sehr gut gefallen, da ich als Leser so auch mal in das Innere von J.D. blicken konnte und dadurch einem sympathischen Charakter folgen konnte. Gleichzeitig liefert J.D. auch mal die Außensicht auf Emily, was ich auch sehr interessant fand.

Positiv hervorzuheben ist auch, dass in diesem Teil der gesamte "Highschool-Teenager"-Kram, darüber welcher Nagellack verwendet wird, welche Creme aufzutragen ist, der in den Vorgängerbänden teilweise echt anstrengend war, in den Hintergrund rückt und die Suche nach einer Lösung gegen die Furien endlich in den Vordergrund gestellt wird. Schließlich werden auch endlich Parallelen zu den anderen Morden und den früheren Geschichten um die Furien hergestellt und somit die Lösung immer weiter vorangetrieben.

Leider bleibt die genaue Geschichte der Furien weiterhin im Dunkeln und auch am Ende des Buches ist immer noch nicht klar, wieso sie eigentlich zu Furien geworden sind und was genau in der Vergangenheit passiert ist. Dieses Fehlen ist durch die Spannung in diesem Band und die für mich zufriedenstellende Auflösung, nicht so tragisch, hätte aber die gesamte Reihe noch schön abgerundet.

Insgesamt hat mir dieser Band jetzt von allen drei Romanen am Besten gefallen und konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln. Ich denke jetzt ist es auch praktisch, wenn man die Teile einfach hintereinander weglesen kann und nicht mehr auf das Erscheinen des nächsten Bandes warten muss.

Insgesamt vergebe ich vier Sterne für den gelungenen Abschluss einer spannenden Trilogie.


Queen of Clouds: Die Wolkentürme
Queen of Clouds: Die Wolkentürme
von Susanne Gerdom
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender Fantasy-Roman, der magische und Science-Fiction Elemente miteinander verbindet, 6. Januar 2015
Elster lebt in den Schluchten zwischen den Türmen und muss schwer arbeiten, um die Forderungen der Türmer erfüllen zu können. Als sie eines Tages bei einem brutalen Überfall zweier königlicher Türmer eingreift, befürchtet sie schon ihr Leben verspielt zu haben. Jedoch wird sie nicht getötet, sondern auf eine gefahrvolle Reise geschickt, um den sogenannten Turm Null zu finden und den Ewigen König zu befreien, wie es eine Legende besagt.
Zusammen mit ihr wird der junge Türmer Valentin mit auf die Reise geschickt. Valentin soll die Nachfolge des herrschenden Panarchen antreten und vorher noch auf dieser Reise seinem Volk einen großen Dienst erweisen.
Bei der ungleichen Reisegesellschaft fliegen schon bald die Fetzen, aber auch bei den Zurückgebliebenen brodelt es gehörig. Denn das ungerechte System wird von immer mehr "Schluchtern" hinterfragt und nicht mehr geduldet. Schaffen es Elster und Valentin Turm Null zu finden und die Legende zu erfüllen?

Susanne Gerdom schafft in diesem Fantasy-Roman eine spannende Welt, die zwischen absolutem Hightech und tiefstem Mittelalter schwankt. Gleichzeitig gibt es ein extrem ungerechtes Sozialsystem, dass den "Türmern" erlaubt in Saus und Braus zu leben, während die "Schluchter" immer kurz vor dem Verhungern stehen. Die Legende vom Ewigen König schafft ein Bindeglied zwischen den beiden Fraktionen und doch stellt sich schließlich heraus, was sich tatsächlich hinter der Legende und diesem ungerechten System verbirgt.

Die Erzählweise wechselt dabei zwischen der Sicht von Elster und der Sicht von Valentin und auch noch einigen anderen Charakteren. Durch diesen stetigen Wechsel kommen die Ungerechtigkeiten noch besser zu tragen und gleichzeitig erhöht der Wechsel immer von einer Figur zur anderen stetig die Spannung.

Alle auftretenden Figuren werden dabei sehr detailliert und intensiv beschrieben und ich konnte mich in alle Figuren, sogar den Panarchen, gut einfühlen. Schön ist dabei auch zu beobachten, wie die Figuren sich weiter entwickeln und im Laufe des Buches ganz andere Seiten an ihnen zum Vorschein kommen.

Die magischen Elemente sind spannend beschrieben und einige Ideen, fand ich sehr faszinierend. Die Hintergründe zur Entstehung der Türme werden auch beleuchtet und auch wenn nicht alles im Detail beschrieben wurde, konnte ich mir doch ein gutes Bild machen, wie es zu ihnen kam und auch was es mit dem Ewigen König auf sich hat. Faszinierend fand ich auch, dass in diesem Roman Fantasy- und Science-Fiction-Elemente miteinander kombiniert werden, was mir sehr gut gefallen hat.

Alles in allem ein spannender und gut erzählter Fantasy-Roman, der mich schnell in seinen Bann gezogen hat. Das Ende ist in sich abgeschlossen, bietet trotzdem noch genug Spielraum für einen weiteren Teil, ohne dabei offen zu enden. Tolles Buch, für das ich gerne 4ratten vergebe und es wird definitiv nicht mein letztes Buch von Susanne Gerdom bleiben!


Die Tochter des letzten Königs: Ein Geraldines-Roman 1 - Historischer Roman
Die Tochter des letzten Königs: Ein Geraldines-Roman 1 - Historischer Roman
von Sabrina Qunaj
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbarer historischer Schmöker über das Leben der walisischen Fürstentochter Nesta, 6. Januar 2015
1092: Die 8-jährige Nesta, eine walisische Fürstentochter muss mit ansehen, wie ihre Familie getötet, ihrem Bruder die Hand abgehackt wird und sie selber schließlich in Gefangenschaft landet. Als sie ins heiratsfähige Alter kommt, besucht zu ihrem Glück der englische König zusammen mit seinem Bruder ihren Gefängnismeister und ihre Schönheit und ihre Wichtigkeit im Kampf um die Krone führen dazu, dass sie an den englischen Hof geholt wird. Sie wird die Geliebte von König Henry und gebährt ihm einen Sohn. Doch nach der Geburt ist nichts mehr, wie es vorher war und Nesta wird zum Spielball der politischen Interessen und muss denjenigen heiraten, den sie auf keinen Fall ehelichen wollte.

Kaum hatte ich die erste Seite gelesen, war ich schon mitten drin in der Geschichte um die Fürstentochter Nesta und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Bei Nesta handelt es sich um eine tatsächliche historische Figur, über die verschiedene Geschichten zum Teil auch Verleumdungen im Umlauf sind. Sabrina Qunaj hat ihr Leben eingehaucht und ihre Geschichte so geschrieben, wie sie vielleicht sogar - ich hoffe es zum Teil für sie - tatsächlich stattgefunden hat.

Nesta ist mir dabei sofort ans Herz gewachsen und ich habe mit ihr gelitten, gefiebert und geliebt. Auch allen anderen sowohl historisch belegten wie auch erfundenen Figuren haucht die Autorin unglaublich viel Leben ein und es war schön König Henry zu verfolgen und sich vorzustellen, dass er vielleicht sogar wirklich so agiert hat. Spannend war für mich auch die Entwicklung der Figuren zu sehen und über die Jahre, die ich die Charaktere begleiten konnte, mitzuerleben, wie sie sich sowohl zum Guten, wie auch zum Schlechten entwickeln.

Dabei werden die Figuren und auch die Umgebung so lebensecht und mit so vielen Emotionen beschrieben, dass ich mich in dem Buch verloren habe und das Gefühl hatte, ich wäre mit dabei. Würde im Schloss flanieren, überfallen werden... Ein Roman, der mich sofort mitgerissen hat.

Nebenbei habe ich dabei auch noch einiges über die Geschichte von England und Wales gelernt. Viele Dinge waren mir bislang noch gar nicht bekannt und ich finde es sehr gut, wie die historischen Begebenheiten und Details in diesen Roman eingearbeitet worden sind. Sehr gut gefällt mir dabei auch, dass es ein ausführliches Nachwort gibt, in dem die Autorin nochmal darauf eingeht, was Tatsachen und was Fiktion entspricht.

Alles in allem ein wunderbarer historischer Schmöker, der mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugen konnte und mir bildhaft das Leben der walisischen Fürstentochter Nesta näher gebracht hat. Für mich ein absoluter Buchtipp und bekommt volle fünf Sterne.


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