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Tammy1982 "tinab682"

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Das Blut der Lilie: Roman
Das Blut der Lilie: Roman
von Jennifer Donnelly
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3.0 von 5 Sternen Schwieriger Start, aber dann entwickelt sich ein Lesesog, 14. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Blut der Lilie: Roman (Taschenbuch)
Andi hat ihren Bruder auf tragische Art und Weise verloren und findet sich seitdem in ihrem Leben nicht mehr zurecht. Gemeinsam mit ihrer Mutter haben sie sich in ihrem Leid eingeschlossen und lassen niemanden mehr an sich heran. Andi's Vater zwingt sie schließlich ihn nach Paris zu begleiten. Dort angekommen, entdeckt Andi durch Zufall die Briefe einer jungen Frau Alexandrine, die zu Zeiten der französischen Revolution gelebt hat und auch verzweifelt versucht hat einen kleinen Jungen zu retten...

Der Beginn des Buches war für mich sehr zäh. Ich liebe die "*-Rosen"-Bücher von Jennifer Donnelly und ihren Schreibstil und war erstmal enttäuscht, diesen Schreibstil hier nicht vorzufinden. Nachdem ich aber erfahren habe, dass dies ein sehr frühes Buch von der Autorin ist, kann ich über gewisse Dinge hinweg sehen.

Abgesehen vom Schreibstil, war auch die Geschichte zu Beginn erstmal etwas anstrengend. Andi ist kein leichter Charakter und auch wenn ich ihre Trauer nachvollziehen konnte, fand ich ihre Art und Weise, wie sie mit anderen Menschen umgeht, ganz schrecklich. Dies ändert sich im Laufe des Buches und von dem Zeitpunkt wo Andi die Briefe von Alexandrine findet, war ich von der Handlung komplett gefangen. Dabei haben mir gerade die Szenen in der Vergangenheit sehr gut gefallen.

In der Vergangenheit entführt die Autorin den Leser nach Frankreich zu Zeiten der französischen Revolution und hier blitzt dann wieder die Kunst von Jennifer Donnelly auf, Geschichte lebendig werden zu lassen und ein Paris im Jahre 1779 vor meinem geistigen Auge auferstehen zu lassen. Gekonnt werden in dem Buch historische Begebenheiten und Fiktion miteinander verwebt und ich hatte das Gefühl, ich wäre direkt vor Ort und würde dieses Blutbad genau vor mir sehen.

Andi wurde im Verlauf des Buches auch immer sympathischer und gut gefallen hat mir, dass die Autorin das Mädchen mit einer unglaublichen Liebe und Talent zur Musik ausgestattet hat. Als i-Tüpfelchen gibt es auch noch selbstgeschriebene Lieder von Andi, die mit kompletten Text am Ende des Buches abgedruckt sind. Eine ganz tolle Idee.

Alles in allem ein Buch, dass schwierig startet, aber schließlich einen unglaublichen Sog entwickelt und die französische Revolution sehr plastisch und eindringlich vorführt. Sprachlich noch nicht ganz so ausgereift, wie die "*-Rosen"-Bücher der Autorin, aber definitiv lesenwert.
Dafür gibt es von mir 3 von 5 Sternen.


Claras Melodie: Roman
Claras Melodie: Roman
von Aurore Guitry
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

1.0 von 5 Sternen Wohl eher Drama, aber von Romantik keine Spur, 14. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Claras Melodie: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eléonore liegt im Koma. Nicolas ihr Mann versucht alles, um sie zu retten. Als er von einer geheimnisvollen Partitur erfährt, die angeblich heilende Kräfte besitzt, macht er sich auf die Suche, ohne zu ahnen, auf was er sich da einlässt.

Das Buch ist in der Form von Briefen bzw. Tagebucheinträgen geschrieben, die Nicolas an seine Frau Eléonore schreibt, während diese im Koma liegt. Diese Erzählform gefällt mir normalerweise sehr gut und auch die kleinen Rückblenden, die Nicolas dabei einbaut, haben mir gut gefallen.
Jedoch sind hier die Rückblenden zum Teil sehr verwirrend und einige Dinge werden einfach nie geklärt.

Leider ist mir Nicolas im Laufe des Buches immer unsympathischer geworden und auch die Ehe von ihm und Eléonor rückte im Verlauf der Geschichte in ein ganz anderes Licht. Durch diese Briefform hatte ich dann nur die Sicht von Nicolas und konnte aufgrund meiner Antipathie zu ihm, irgendwann nicht mehr wirklich mit ihm mitfiebern. Für mich agierte er zum Teil einfach nur noch rücksichtslos.

Die Idee mit der Partitur hat mir gut gefallen. Die "Jagd", denn so muss ich es schon nennen, von Nicolas hinter ihr weniger. Irgendwann ist das nur noch ein Hin und Her, gespickt mit irgendwelchen dramatischen Szenen, die dann aber oft unerläutert blieben und zum Teil einfach nur kurz eingeworfen wurden.

Das Buch wird mit "hinreißend romantisch" angepriesen, wobei ich sagen muss, dass meine Vorstellung von Romantik irgendwie anders ist. Für mich würde "Drama" besser als Beschreibung passen und ich kann leider keinerlei romantische Züge in diesem Buch erkennen. Es ist eher tragisch, wie Nicolas die Augen vor der Wahrheit verschließt und weiter ins Verderben rennt und andere mitzieht, obwohl auch ihm schon längst einige Wahrheiten dämmern sollten.

Gegen Ende driftet das Buch dann auch noch ins Esoterische ab, was ich irgendwie total unangemessen fand. Darüber hinaus fehlen jegliche Erklärungen für die Esoterik und daher waren für mich einige Szenen dann gar nicht mehr nachvollziehbar.

Alles in allem kein Roman, der mich wirklich überzeugen konnte. Eine schöne Idee, die für mich aber leider nicht überzeugend umgesetzt wurde und ich mich bis heute frage, inwiefern diese Geschichte romantisch sein soll?
Dafür gibt es noch 1 von 5 Sternen.


Die Frauen von Tyringham Park: Roman
Die Frauen von Tyringham Park: Roman
von Rosemary McLoughlin
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2.0 von 5 Sternen Einfach nur deprimierend. Überhaupt nicht mit Downton Abbey vergleichbar!, 14. September 2014
1917 verschwindet auf dem Anwesen Tyringham Park von Lord und Lady Blackshaw ihre jüngste Tochter Victoria und taucht nie wieder auf. Die Eltern haben sich zwar nie viel um ihre Töchter gekümmert, trotzdem trifft das Verschwinden der kleinen Victoria Lady Blackshaw doch besonders, da sie Victoria immer der älteren Charlotte vorgezogen hat. Charlotte, die ungeliebte ältere Schwester, wächst abgelehnt von der Mutter und vernachlässigt vom Vater auf und baut ihre einzige Beziehung zu dem neuen Lehrer auf, der bald auf Tyringham Park eingestellt wird. Jedoch scheint das Verschwinden der kleinen Victoria wie ein Fluch auf ihr zu liegen...

Das Buch habe ich mir gekauft, da groß die Parallelen zu der Serie "Downton Abbey" im Klappentext gezogen werden. Leider konnte ich diese Parallelen nicht wirklich erkennen und wurde von dem Buch doch sehr enttäuscht. Die Erzählweise ist zum Teil sehr anstrengend und springt gerade zu Beginn andauernd zwischen den auftretenden Personen hin und her. Dabei wird fast immer über den gleichen Zeitraum erzählt, um die Spannung zu erhöhen, aber ich fand diese ewigen Wechsel sehr anstrengend und musste viele Passagen doppelt lesen.

Zum Teil gab es Einblicke in die Vergangenheit von Lady Blackshaw, die mir sehr gut gefallen haben und trotz dieser Einschübe waren mir einige Zusammenhänge lange nicht klar und ich habe viele Verhaltensweisen von Lady Blackshaw nicht verstanden. Erst im Laufe des Buches wurde mir immer klarer, was die Beweggründe der Lady waren und konnte einiges besser nachvollziehen.

Ab einem gewissen Punkt ist nur noch Charlotte, die ältere Schwester von Victoria im Mittelpunkt. Charlotte hat mir wirklich das gesamte Buch über leid getan, aber irgendwann war es trotzdem schwer weiter über dieses zum Teil fremd- zum Teil aber auch selbstzerstörte Leben zu lesen. Warum Charlotte so wird und wieso sie einfach nie ihr Glück finden kann, war mir zum Teil schon von Anfang an klar und die überraschende Auflösung kam dann auch noch zum Schluss. Trotz allem habe ich das Buch irgendwann einfach nur noch als schrecklich empfunden und wollte es einfach nur zu Ende lesen, um dieses Leid nicht noch länger ertragen zu müssen.

Die Erzählweise, die zum Teil einfach Begebenheiten aneinanderreiht, hat bei mir noch dazu beigetragen, dass ich zum Teil das Gefühl hatte, ich lese einfach ein Aufzählung von Tatsachen. Auch gerade schreckliche Dinge wurden fast schon lieblos aneinandergereiht und berührten mich daher zum Teil einfach gar nicht.

Alles in allem ein Roman, der mich sehr deprimiert hat und als historisch nur deswegen eingeordnet werden kann, da er zu Beginn des 20. Jahrhunderts beginnt und auch noch den 2. Weltkrieg mit umspannt. Historische Begebenheiten sind aber größtenteils nur ganz am Rande eingebaut und werden von dieser armen gequälten Hauptfigur komplett in den Schatten gedrängt.

Am Ende war ich einfach nur froh, als ich das Buch endlich beendet hatte. Trotzdem vergebe ich noch 2 von 5 Sternen, da die Darstellung von Charlotte und die Hintergründe warum sie so geworden ist, wirklich sehr gut dargestellt worden sind. Jedoch sollte man das Buch nur lesen, wenn es einem selber sehr gut geht oder man über Menschen lesen möchte, die ein viel schlimmeres Schicksal erleiden müssen.


Alle Augen auf dich
Alle Augen auf dich
von Gina Mayer
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

3.0 von 5 Sternen Interessante Idee, aber eine sehr anstrengende Hauptkommisarin, 14. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Alle Augen auf dich (Broschiert)
Myriam Bellinger ist die Hauptfigur in einer ziemlich erfolgreichen Online-Serie, in der es um die Entführung der Hauptdarstellerin geht. Als Myriam im echten Leben entführt wird, sind gleich einige Verdächtige zur Hand: unter anderem ihr Freund Jo, der sich mehr Recht als schlecht über Wasser hält, aber auch der Produzent der Serie. Hauptkommisarin Amelie Fröhlich, die auch noch Probleme mit dem Chef und ihrem Privatleben hat, tappt sehr lange im Dunkeln, während die Entführer Videos von ihrem misshandelten Opfer posten. Wer steckt hinter der Entführung und warum?

Mit den Figuren in diesem Buch wurde ich leider bis zum Ende nicht wirklich warm. Jo ist ein ziemlicher Versager, der seinen Kummer mit Alkohol ertränkt und den ich oft am liebsten einfach geschüttelt hätte. Myriam taucht erst gegen Ende des Buches wirklich als Figur auf und am meisten genervt war ich irgendwann von der Hauptkommisarin. Die meiste Zeit kämpfte sie mit ihren eigenen Problemen, anstatt auf Zwischentöne bei den Befragungen zu achten und auch wenn ich schon bald eine Vermutung hatte, woher die Probleme kommen könnten, musste ich mich noch mehr über diese Figur aufregen, die sich einfach nicht damit befassen möchte.
Am besten hat mir noch Lily, Myriam's Mitbewohnerin, gefallen.

Gute dreiviertel des Buches dreht sich die Polizei und damit der Leser ziemlich im Kreis. Ich denke, dass das wahrscheinlich ziemlich realistisch geschildert ist, auch wenn mir diese Polizei-Arbeit doch etwas Angst macht. Trotz allem hat mir teilweise die Spannung in dem Buch gefehlt und da mir die meisten Figuren einfach nicht sympathisch waren, konnte ich auch nicht wirklich mit einer Person mitfiebern.

Das letzte drittel des Buches führte dann zu einigen überraschenden Wendungen und die Auflösung am Ende hat mich wirklich komplett überrascht. Damit hatte ich nicht gerechnet und war entsprechend entsetzt, als die Wahrheit ans Tageslicht kam. Auch einige der Figuren zeigten dann gegen Ende eine richtig gute Entwicklung und konnten mich mit einigen zähen Szenen zu Beginn wieder versöhnen.

Insgesamt eine interessante Idee, für deren Umsetzung ich mir nur eine toughere Hauptkommisarin gewünscht hätte. Leider konnte mich das Buch daher nicht komplett überzeugen und ich vergebe 3 von 5 Sternen.


Feuer und Glas - Die Verschwörung: Roman (Heyne fliegt)
Feuer und Glas - Die Verschwörung: Roman (Heyne fliegt)
von Brigitte Riebe
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

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3.0 von 5 Sternen Nicht so gut wie der 1. Teil, 6. September 2014
Nachdem Milla und Luca im ersten Teil von "Feuer und Glas" erfolgreich Venedig gerettet haben, geht es in diesem 2. Teil gleich spannend weiter. Milla, das Feuermädchen und Luca, der Wasserjunge, begeben sich nach Konstantinopel, um nach Millas verschwundenem Vater zu suchen. Auch hier erwarten sie einige Gefahren und mächtige Feinde, die Milla und ihren Vater brauchen, um ihre größenwahnsinnigen Ziele in die Tat umsetzen zu können.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten, da ich den ersten Teil leider nicht mehr so intensiv in Erinnerung hatte, konnte ich mich doch wieder in die Geschichte einfinden. Milla hat mir in diesem Band einige Schwierigkeiten bereitet, da ihr Eigensinn und ihr Sturkopf sie öfters in brenzlige Situationen geführt haben und ich viele ihrer unüberlegten Aktionen nicht wirklich nachvollziehen konnte. Bei vielen Taten habe ich mich auch gefragt, ob das jetzt wirklich sein musste oder damit einfach nur die Spannung erhöht werden sollte.

Schön war es viele bereits bekannte und liebgewonnene Figuren wieder zu treffen und endlich hinter das Geheimnis von Milla's Vater zu kommen. Auch haben mir die Beschreibungen von Konstantinopel und dem Palast des Sultans inklusive Harem sehr gut gefallen und ich habe die Ausflüge durch die Stadt sehr genossen.

Die Handlung selber konnte mich diesmal leider nicht so überzeugen. Zum Teil war sie mir zu vorhersehbar und zum anderen hatte ich oft das Gefühl, dass zwar künstlich zuerst Spannung aufgebaut wurde, diese dann aber auch wieder ziemlich schnell verpuffte. Gleichzeitig wurde ich, wie schon geschrieben, mit Milla nicht warm und Luca blieb mir zum Teil ein Rätsel.

Alles in allem ein Roman mit seinen Höhen und Tiefen, der mich aber leider nicht mehr so packen konnte wie sein Vorgänger.


Das Lied des Wasserfalls: Roman
Das Lied des Wasserfalls: Roman
von Sofia Caspari
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3.0 von 5 Sternen Liebe und Tragik in Argentinien, 6. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Lied des Wasserfalls: Roman (Taschenbuch)
Im letzten Teil der Argentinien-Trilogie um Anna Weinbrenner und ihre Freundin Viktoria stehen zum einen die Enkel der beiden Frauen aus dem ersten Teil im Mittelpunkt und Clarissa, die auf tragische Weise ihren Mann verliert. Wie bereits aus den beiden ersten Bänden "Im Land des Korallenbaums" und "Die Lagune der Flamingos" gewohnt, gibt es wieder eine Menge Intrigen, Tragik, aber auch ganz große Gefühle und schöne Wendungen und Überraschungen.
Dabei forderte mich dieser Band aufgrund der Vielzahl der auftauchenden Personen teilweise ganz schön heraus. Auch die Rückblicke zu den vorhergehenden Bänden brachten bei mir nicht immer zwangsläufig die Erinnerungen zurück und ich war dankbar dafür, dass ich das Buch in einer Leserunde gemeinsam mit der Autorin gelesen habe und so wieder einige Hintergrundgeschichten geliefert bekommen habe.

Gut gefallen haben mir wieder die Beschreibungen von Argentinien gegen Ende des 19. Jahrhunderts und die Verknüpfungen zum Tango und der Fotografie. Gerade auch beim Tango wusste ich zwar, dass er aus Argentinien stammt, kannte aber bis dato auch noch nicht die Hintergründe dazu und hatte keine Ahnung, dass er v. a. zuerst in Frankreich sehr beliebt wurde. Diese geschichtlichen Details, die geschickt eingestreut und durch die handelnden Personen auch noch Leben eingehaucht bekommen, haben mir wieder sehr gut gefallen.

Auch die neuen Charaktere sind, wie die bereits guten Bekannten, detailliert geschildert und ich konnte ziemlich schnell einige neue Lieblinge ins Herz schließen. Ein ausführlicheres Personenregister hätte mir nur oft das Lesen noch eine Spur einfacher gemacht.

Alles in allem ist dieser letzte Teil der Trilogie ein richtiges Wohlfühlbuch und ich habe es gerne gelesen. Die Spannung ist diesmal nicht mehr so hoch, wie in den beiden Vorgängerbänden und auch die Tragik, die ich oft sogar fast erwartet hatte, blieb diesmal aus. Das war einerseits schön zu lesen, andererseits plätscherte damit die Handlung zum Teil aber auch etwas zu gemählich vor sich hin. Trotzdem ein schönes Buch, das einen gelungenen Abschluss der Trilogie bildet.


Sturmtöchter: Roman
Sturmtöchter: Roman
von Josephine Pennicott
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

3.0 von 5 Sternen Ein ungeklärter Todesfall und ein lange gehütetes Geheimnis, 24. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Sturmtöchter: Roman (Broschiert)
Der Maler Rupert Partridge führt in den 40er Jahren in einem abgelegenen Herrenhaus in Australien einen suspekten Haushalt. Zusammen mit seiner Frau und seinen Töchtern wohnen noch seine drei Musen mit im Haus, die für seine diversen künstlerischen Arbeiten zur Verfügung stehen. Als seine älteste Tochter tod in den Wäldern aufgefunden wird, wird er für den Mord an ihr schuldig gesprochen und als Mörder gehängt.
Im Jahre 2000 reist Elisabeth, die Enkelin von Rupert Partridge, zu dem Herrenhaus, um endlich die Wahrheit ans Licht zu bringen und die Hintergründe zu ihrer Familiengeschichte zu erfahren. Als einzige der drei Musen ist Ginger noch vor Ort, aber diese scheint einige ihrer Geheimnisse nicht lüften zu wollen.

Ich habe eine Schwäche für Bücher, deren Handlungen auf verschiedenen Zeitebenen stattfinden und dieses Buch konnte meine Schwäche wieder voll und ganz befriedigen. Zum einen konnte ich als Leser Elisabeth in der heutigen Zeit über die Schulter gucken und gleichzeitig an Ginger's Lebensgeschichte teilhaben. Dabei macht Ginger es richtig spannend und löst sehr langsam einen Knoten der Verwirrung nach dem anderen, bis es am Ende doch zu einem ziemlichen Knall kommt.

Mit den handelnden Personen wurde ich aber irgendwie bis auf Ginger nicht wirklich warm und zum Teil konnte ich gerade Elisabeth's Stimmungsschwankungen und Meinungsänderungen nicht wirklich nachvollziehen. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass entweder in dem Buch ein Teil gekürzt wurde, der zum Verständnis beigetragen hätte oder die Figur der Elisabeth einfach so verwirrend angelegt wurde. Die Erzählungen von Ginger hingegen waren immer geradlinig und gerade ihre Handlungen für mich jederzeit gut nachvollziehbar.

Spannend fand ich die Erklärungen zu den Bildern, die Rupert gemalt hat, die Details zu den Modellsitzungen und wie das Leben als Muse so war.

Die Auflösung am Ende war einerseits sehr überraschend, andererseits fand ich die Hintergründe zu dem Tod des kleinen Mädchens dann doch etwas seltsam. Irgendwie hätte ich mir eine andere Erklärung gewünscht und tue mich immer noch schwer mit dieser Auflösung.

Alles in allem ein schönes Buch, dass zum Teil aber verwirrend in seinem Erzählstil ist und dessen Auflösung am Ende mich nicht komplett überzeugen konnte. Dafür gibt es von mir 3 Sterne.


Seefeuer
Seefeuer
von Elisabeth Herrmann
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Manche Geheimnisse sollten nie gelüftet werden..., 24. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Seefeuer (Broschiert)
Marie macht ein Praktikum auf der Seehundstation in Friedrichskoog und träumt davon dort auch ihr freiwilliges soziales Jahr verbringen zu können. Nach einem Streit mit dem neuen Freund ihrer Mutter ist Marie mehr oder weniger nach Friedrichskoog geflüchtet und hofft, dass sie hier noch mehr Abstand gewinnen kann. Jedoch ereilt sie bald die Schreckensmeldung, dass ihre geliebte Großmutter im Krankenhaus liegt. Gleichzeitig taucht das Wrack der [i]Trinity[/i] auf, die in den 50er Jahren vor der Küste von Friedrichskoog gesunken ist und Marie muss bald feststellen, dass dieses Schriffswrack mehr mit ihrer eigenen Vergangenheit zu tun hat, als ihr lieb ist.

Obwohl es es sich um ein Jugendbuch handelt und derzeit ja der große Trend herrscht, Jugendbücher aus der Ich-Perspektive zu erzählen, wird dieser Thriller zum Glück nicht aus der Ich-Perspektive erzählt. Die Hauptfigur ist zwar Marie, aber der Leser erfährt auch einige Details zu den anderen handelnden Personen und verstreut gibt es ein paar Kapitel, die aus der Sicht des Täters geschrieben sind, was sehr gut zur Erhöhung der Spannung beiträgt.

Das Buch konnte mich von der ersten Seite an fesseln und irgendwann war ich so drinnen in der Geschichte, dass ich tatsächlich nichts mehr um mich herum mitbekommen habe. So intensiv ist mir das tatsächlich schon lange nicht mehr passiert und spricht eindeutig für das Buch. Die Geschichte bietet schöne Verwicklungen und Verstrickungen, denen ich als Leser gemeinsam mit Marie Stück für Stück auf die Schliche kommen durfte. Eine Verwicklung habe ich schon sehr früh geahnt und hatte schon Angst, dass auch die Auflösung um denjenigen, der Marie und ihre Familie terrorisiert so einfach sein könnte, aber dabei hat mich die Autorin gut überrascht. Mit der Auflösung am Ende hatte ich dann so nicht gerechnet.

Marie ist ein sehr sympathischer Charakter, auch wenn man ihr einfach anmerkt, dass sie doch noch recht jung ist. Trotz allem habe ich mit ihr mitgefiebert und konnte ihre Handlungen gut nachvollziehen. Die verpflochtene Liebesgeschichte ist sehr gut in die Gesamthandlung eingebaut und hat die Geschichte schön abgerundet, ohne dass die Liebelei genervt hätte oder die Protagonistin auf einmal nur noch von Hormonen gesteuert worden wäre.

Die Hintergründe zu der Seehundstation und die kurzen Erläuterungen, was genau da mit den Seehunden gemacht wird, haben mir sehr gut gefallen und fand ich auch sehr gekonnt in den Gesamthandlungsablauf eingebaut.

Alles in allem ein sehr spannender und gut aufgebauter Thriller, den ich einmal begonnen kaum noch aus der Hand legen konnte. Dafür gibt es von mir volle 5 Sterne.


Ich und die Menschen: Roman
Ich und die Menschen: Roman
von Matt Haig
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

5.0 von 5 Sternen Warum es schön ist ein Mensch zu sein, 17. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Ich und die Menschen: Roman (Broschiert)
Der Ich-Erzähler in diesem Buch ist eine außerirdische hoch intelligente Lebensform, der in den Körper des mittlerweile toten Andrew schlüpft, um sicherzustellen, dass der das Geheimnis, wegen dem er sterben musste, nicht an andere Menschen weiter gegeben hat. Hat das überlegene Ich am Anfang noch eine sehr schlechte Meinung von den Menschen, ändert sich diese im Laufe der Zeit und er fängt an seinen Auftrag immer weiter hinaus zu zögern.

Dieses Buch war für mich mal eine ganz andere Lektüre. Der Ich-Erzähler stolpert zuerst trotz seiner hohen Intelligenz etwas verloren durch die Welt und muss erstmal auch lernen, sich auf der Erde zurecht zu finden. Viele Szenen und Gedanken haben mich dann aber auch zum Teil herzhaft zum Lachen gebracht, da es höchst amüsant ist viele Dinge durch die Augen von jemandem zu betrachten, der das alles nicht gewohnt ist und auch einfach nicht versteht. Wie z. B. die Tatsache, warum diese Menschen so ein Aufhebens darum machen, immer angezogen sein zu müssen. ;-)

So wie aber das Wesen vieles von den Menschen lernt, verändert sich auch seine Sichtweise auf diese und das Buch hat mir schön gezeigt, was wirklich wichtig ist im Leben und warum es sich lohnt auf dieser Erde und so ein "komischer" Mensch zu sein. Es war einfach schön zu beobachten, wie das Ich die Familie von Andrew Martin wieder zusammenbringt und dabei sehr viel über Menschlichkeit und das Menschsein selber lernt, aber auch weiter gibt. Am Berührendsten fand ich dann kurz vor Ende des Buches die Liste mit den 97 Ratschlägen für einen Menschen, die ich mir wohl immer mal wieder ansehen werde, weil sie einfach genau die richtigen Dinge anspricht.

Alles in allem ein sehr berührendes Buch, dass ich innerhalb kürzester Zeit gelesen hatte und das ich mit einem Lächeln auf dem Gesicht zugeklappt habe. Ein toller Appell an uns Menschen uns darauf zu besinnen, was wichtig ist im Leben und was uns eigentlich ausmacht.


Von den Sternen geküsst
Von den Sternen geküsst
von Amy Plum
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,95

3.0 von 5 Sternen Schöner Abschluss der romantischen Revenant-Trilogie, 17. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Von den Sternen geküsst (Gebundene Ausgabe)
Nachdem Teil 2 mit einem ganz schönen Cliffhanger aufgehört hatte, knüpft Teil 3 direkt dort wieder an. Zum Inhalt möchte ich an dieser Stelle gar nicht so viel schreiben, um diejenigen, die die Vorgängerbände noch nicht gelesen haben, nicht zu stark zu spoilern. Kate und Vincent müssen auf jeden Fall wieder einige Herausforderungen meistern und sich einigen Hindernissen stellen. Dabei gibt es einige überraschende Wendungen, obwohl ich sagen muss, dass mich die Hauptwendung nicht mehr überrascht hat. Schon nach ein paar Seiten des dritten Teiles war mir klar, worauf die Geschichte hinaus läuft, was der Spannung doch einen kleinen Abbruch getan hat.

Einige Handlungen fand ich auch nicht so ganz logisch und passten für mich nicht zusammen, aber zum Teil trugen sie dazu bei, dass die Tragik um das Liebespaar Kate und Vincent noch intensiver spürbar wurde. Trotz dieser logischen Schwächen und dem vorhersehbaren Ausgang der Geschichte, fühlte ich mich während des Lesens immer gut unterhalten und habe die Lektüre des Buches an und für sich sehr genossen.

Die Charaktere sind mir zum Teil richtig ans Herz gewachsen und es war schön zu sehen, dass noch mehr der handelnden Personen eine Verwandlung durchmachen und sich weiter entwickeln. Das Ende ist herrlich ktischig, passt aber sehr gut zu der gesamten Trilogie.

Schön ist, dass in diesem Buch noch mehr Hintergründe zu den Revenants erklärt werden und sich bei mir insgesamt ein schönes Gesamtbild ergeben hat.

Alles in allem hat mir auch dieses Buch, genau so wie beiden Vorgängerbände schöne Lesestunden beschert und ich habe auch diesen Teil der Trilogie wieder sehr gerne gelesen.

Auf Grund der erwähnten logischen Schwächen und einiger zu vorhersehbarer Dinge gibt es ein bisschen Abzug.


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