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Rezensionen verfasst von
J. Stahlich "hannesstahlich" (N)
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All That I am
All That I am
Preis: EUR 6,49

13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Es ist immer das Gleiche, 1. März 2006
Rezension bezieht sich auf: All That I am (Audio CD)
Supernatural ist spitze, Shaman ist gut, doch All that I am langweilt mich. Supernatural war irgendwie was Neues. Außerdem sind auf Supernatural große Hits (Smooth, Maria Maria) und musikalisch hervorragende Ausreißer nach oben (Put your lights on, Corazon Espinado) enthalten. Doch was sich auf Shaman, das sicherlich gute Lieder enthält (why don't you and I, Sideways), schon andeutet, tritt bei All that I am ein: es wird eintönig. Lateinamerikanische Instrumentals zum Tanzen und Songs mit vielen Gaststars (zumeist aus der Hip Hop und R'n B Szene).
Für Fans lateinamerikanischer Rhythmen, des neuen R'n B-Soundes und anspruchsvoller Tanz-und Partymusik ist diese Platte hervorragend. Doch ist auf der Platte nichts Unerwartetes zu hören und vor allem haben die Lieder einfach nicht mehr das Niveau der Vorgänger. Es sind alle Songs ganz schön anzuhören, aber mich reißt leider keiner vom Hocker.
Zu den besseren Songs zählen I don't wanna lose your love, Just feel better (eine von hunderten Aerosmith-Balladen). Sehr gelungen hingegen finde ich Trinity, ein gefühlvolles Instrumental mit einprägsamen und melodiösen Gitarrenlinien, bei dem Metallica-Gitarrist Kirk Hammett mitwirkt.
Der erste Hammondorgelriff des Albums bei Hermes ist genial und ich hoffte auf ein zweites Oye como va, doch leider ist der Traum nach fünf Sekunden vorbei.
Auch Santana spielt zumeist nur belanglos und uninspiriert während Gesangspausen und liefert keine einprägsamen Riffs. Die Solos haben fast immer den gleichen Stil. Dafür ist Santana zwar bekannt, doch früher spielte er meiner Meinung nach abwechslungsreicher.
Das Album ist nur Partymusik, nichts zum bewussten Anhören. Der Stil von Santana nutzt sich auf diesem Album etwas ab. Für heutige Musik nicht schlecht, aber das ist kein Maßstab. Santana passt sich zu sehr der heutigen Musik und dem Pop an. Und er verliert dabei den Blues, der einen Rocksong von einem Popsong unterscheidet.


Soul of a Man
Soul of a Man
Preis: EUR 13,99

17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein starker Eric Burdon singt starke Bluesnummern, 1. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Soul of a Man (Audio CD)
Ein sehr abwechslungsreiches und gelungenes Bluesalbum.Eric Burdon hat auf die lautstarken Forderungen seiner Fans reagiert und ein Album aufgenommen, das nur Bluesnummern enthält. Zusammen mit Schlagzeuger und Produzent Tony Braunagel ist Burdon ein abwechslungsreicher Mix aus Bluessongs der 40er und 50er Jahre und Songs von aufstrebenden jungen Bluesmusikern von heute (wie Eric Bibb) gelungen.
Burdon brilliert mit einer tollen Gesangsleistung und seine Stimme klingt sehr kraftvoll. Unterstützt wird er oftmals von einem Backgroundchor. Der Sound und die Abmischung der Platte ist perfekt. Die Instrumente klingt sehr rein, aber dennoch authentisch. Der Gitarrist Johnny Lee Schell vollbringt eine Glanzleistung mit einprägsamen, zurückhaltenden Riffs und ausgefeilten Solos. Auch die immer wieder virtuos eingesetzte Hammondorgel verfeinert die Songs.
Mein absoluter Lieblingssong ist Slow Moving Train. Ein so gefühlvoller Song mit einer herausragenden Melodie. Der Aufbau mit Klavier, dann Hammondorgel und zuletzt Slidegitarre bringt einem fast schon zum Weinen. Musikalisch und auch textlich hervoragend ist auch Feeling Blue. Doch ich muss sagen, dass für mich jeder Song auf der Platte gut anzuhören ist und kein Fehltritt darauf enthalten ist.
Ich freue mich schon auf sein nächstes Album.


Prairie Wind
Prairie Wind
Preis: EUR 9,99

13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen So liebe ich Neil Young, 1. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Prairie Wind (Audio CD)
Immer wenn er zur Akustikgitarre greift, schreibt er wunderschöne Songs mit einprägsamen Riffs und Melodien. So auch bei Prairie Wind. Ihm ist ein toller Mix aus Blues, Country, R'nB und einfühlsamen Balladen gelungen.
Seine Platten mit Crazy Horse hingegen gefallen mir nicht so, da ich den „rockigen" Neil Young und seinen verzerrten E-Gitarrensound nicht besonders mag.
Inhaltlich ist das Album eine kleine Biographie des Songwriters. In Far From Home beschreibt er, wie sein Vater, sein Onkel und sein Großcousinen oftmals zusammen musiziert haben und ihn das beeinflusst hat. In He Was The King erzählt er von der Faszination Elvis Presley auf das Kind Neil Young.
Meine Lieblingsstücke sind Here For You (das Intro mit der Harmonika ist Gänsehaut pur), Far From Home (launemachender Bluesrag mit tollem Bläserarrangement) und When God Made Me (eine wunderschöne Melodie, gefühlvoller Chor und nur Pianobegleitung). Doch noch mehr gefällt mir an dem Album, dass die anderen Songs auch alle spitze sind und es keinen Song enthält, der gegenüber den anderen abfällt. Die Songs sind auf einem hohen Niveau sehr ausgeglichen.
Ich liebe Neil Young mit der Akustikgitarre (After the goldrush, Harvest) unterstützt von einem zurückhaltendem Schlagzeug, Bass, Dobro- und Slidegitarre und verfeinert durch schöne Streicher oder fetzige Bläser. Das Geheimnis des Albums ist die Sparsamkeit. Alle Instrumente werden sparsam und gezielt eingesetzt und drängen sich nicht auf. Der Song steht im Vordergrund.
Ein sehr gelungenes Neil Young Album mit zeitloser Musik.


A Musical History (5cd+1dvd)
A Musical History (5cd+1dvd)

20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Band ist Musikgeschichte, 1. März 2006
Rezension bezieht sich auf: A Musical History (5cd+1dvd) (Audio CD)
The Band A musical history ist eine Kombination aus 5 Cd´s, 1 DVD und einem Buch mit einem interessanten Einblick in die Geschichte der Band mit vielen tollen Bildern. Allein die äußere Aufmachung ist ein Kunstwerk. Sehr edles Material und mit sehr viel Liebe gemacht.
Diese Anthology fährt zweigleisig. Sie versucht einerseits dem eingefleischten Fan mit unveröffentlichem oder rarem Material zu begeistern, andererseits neue Hörer mit den Albumversionen ihrer größten Hits zu gewinnen.
The Band gehört zu den bedeutendsten Bands der Musikgeschichte. Sie verbinden wie keine andere Band die traditionellen Musikrichtungen Amerikas Blues, Folk, Country, Gospel, Rock´n Roll und schaffen fabelhafte Rockmusik. Mit Songs wie The weight (für mich der beste Song aller Zeiten) oder The night they drove old Dixie down haben sie zeitlose Klassiker und Meilensteine der Rockgeschichte geschrieben. Beeindruckend neben dem präzisen und nie aufdringlichen Instrumentalspiel, ist vor allem das enorme Gesangspotential der Gruppe. The Band hat drei Sänger mit einzigartigen individuellen Stimmen, die vor allem im harmonischen Gesang überzeugen, da ihre Leidenschaft und Authenzität zu spüren ist. Daneben beherrschen alle ihre Instrumente perfekt. Zu ihren größten Fans zählen Musiker wie Bob Dylan, Eric Clapton oder George Harrison.
Auf den 5 Scheiben sind alle großen Hits ihrer Studioalben enthalten (Sie können dazu meine jeweiligen Rezensionen lesen). Immer wieder eingeschoben sind über 30 bisher unveröffentliche Aufnahmen aus den Anfängen bis hin zum Ende der Band (genial: Danko´s Home ookin´),Livemitschnitte, die nur so voller Energie sprühen, und wunderschöne Liedausschnitte (song sketch), die (leider) nie zu einem kompletten Song gereift sind.
Die Highlights sind natürlich die bisher unveröffentlichten oder eher seltenen Aufnahmen. Zudem genießen wir die Anfänge der Musiker als Ronnie Hawkins & The Hawks und Levon & The Hawks, die zeigen, dass die Musiker schon damals mit einem recht harten Rythm´n Blues einzigartig waren, sowie den Beginn der Zusammenarbeit mit Bob Dylan (Basement tapes), die Hits der Klassikeralben Music from big pink und The Band und allen anderen Wahnsinnsalben bis hin zu The Last Waltz. Es ist auch der musikalische Fortschritt der Band an der chronologischen Anordnung der Songs nachzuvollziehen, wie sie nach und nach das Songschreiben und ihren Sound weiterentwickelten.
Mein Highlight ist die DVD, da es bis auf der Last Waltz kaum Liveaufnahmen der Band in originaler Besetzung gibt. Und ich hoffe, dass da nochmal was kommt. Immerhin neun Performances aus unterschiedlichen Konzerten oder aus Auftritten bei Saturday Night Live sind enthalten. Sie geben auf der Bühne einfach alles und sind musikalisch einfach top. Besonders angetan haben es mir Don´t do it, vor allem aber Rockin´ Chair und Georgia on my mind, da Richard einfach einer der besten und gefühlvollsten Sänger aller Zeiten ist.
Ich könnte noch stundenlang weiterschreiben und jeden Song einzeln loben. Da ist alles drauf, was das Musikerherz begehrt. Und es macht definitiv Lust auf die Alben. Vergesst aber auch nicht die drei Alben, die The Band nach ihrer Reunion in den 90ern (ohne Robertson) aufgenommen hat. Dem eingefleischten Fan mag vielleicht viel schon bekannt sein, aber in der neuen Zusammensetzung ist dennoch super anzuhören. Ein unbedingtes Muss.


Cream - Royal Albert Hall [2 DVDs]
Cream - Royal Albert Hall [2 DVDs]
DVD ~ Martyn Atkins
Wird angeboten von Obsessed-Records GmbH inkl-MwSt-Widerrufsbelehrung-AGB-unter-Verkäufer-Hilfe
Preis: EUR 16,88

17 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Großartige Musiker � mittelmäßige Songs, 22. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Cream - Royal Albert Hall [2 DVDs] (DVD)
Eric Clapton, Jack Bruce und Ginger Baker galten in den 60er Jahren als die Supergroup. Was die Beherrschung ihrer Instrumente und ihre Virtuosität betrifft, stimme ich dem zu. Doch als Songschreiber sind sie meinem Geschmack nach nur mittelmäßig.
Der Höhepunkt dieser DVD ist zweifelsohne die Disc Two: White room, Sunshine of your love zählen wegen ihrer Genialität zu den besten Rocksongs aller Zeiten. Dazu die gecoverten Bluesklassiker Crossroads und Sitting on top of the world sowie ein siebenminütiges Schlagzeug-Solo Bakers in TOAD, das keine Wünsche übrig lässt. Jedoch enttäuscht mich Disc one doch ein wenig. Die meisten der restlichen Eigenkompositionen wie N.SU., Politician, Sleepy time time usw. sind „Psychodelic-Blues-Songs", die zwar anspruchsvoll zu spielen sind, aber gesanglich doch recht unmelodiös sind und mit der Zeit eintönig werden. Klassiker wie Badge und Spoonful leiden ein wenig daran, dass sie live im Gegensatz zur Studioversion recht dünn klingen.
Cream hat das Problem, dass sie live eben nur zu dritt sind. Dadurch klingen einige Lieder in meinen Augen teilweise etwas leer. Doch das weiß man natürlich im vornherein. Bemerkenswert finde ich es daher, wie sie diesen Mangel, dem sie sich selbst bewusst sind, durch hervoragendes Instrumentalspiel größtenteils kompensieren. Clapton spielt schnelle Soli mit vielen Tönen, um die Lücken, die die fehlende Rhythmusgitarre hinterlässt, zu füllen. Und obwohl mir dieser Stil normalerweise nicht so behagt, sind Claptons Soli großartig. Auch Jack Bruce überzeugt durch abwechslungsreiches Bassspiel und an der Bluesharp, ist aber etwas zu leise und kommt oft nicht so durch. Ginger Baker zeigt, dass man auch mit dem Schlagzeug virtuos und mehr als nur Rhythmusmaschine sein kann. Und Cream übertreibt nicht wie befürchtet mit endlosen Improvisationen.
Die Interviews sind teilweise interessant, teilweise schmieren sie sich dann doch etwas zu viel Honig um den Mund, aber was sollen sie auch sagen.
Mein Fazit: Cream hat mit White room, Sunshine of your love und Badge Klassiker der Rockgeschichte geschrieben. Die übrigen Songs sind Geschmackssache. Wem die ganze Musik von Cream gefällt, für den ist diese DVD ein Highlight. Mir gefällt sie eben nur teilweise. Und leider fehlen Strange Brew und Tales of brave Ulysses.
Aufmachung und Qualität der DVD sind überragend.
Subjektiv 3 Sterne, objektiv 4 Sterne.


A Bigger Bang
A Bigger Bang
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 7,05

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen It's only Rock'n Roll..., 20. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: A Bigger Bang (Audio CD)
...and we still like it. Acht Jahre nach dem brillianten Bridges to Babylon schenken uns die Rolling Stones endlich ein neues Studioalbum mit sechzehn Songs. Dabei haben die Stones ein sehr rockiges und Album mit ihrem typisch ungeschliffenen und fetzigem Gitarrensound in kleiner Besetzung geschaffen und auf eine aufwendige Produktion mit vielen Effekten oder Instrumenten verzichtet.
Es rocken zumeist wirklich nur die Stones. Dabei klingen Mick (der mit einer kraftvollen Stimme überzeugt und wieder die hohen Töne erreicht und eine Menge Instrumente spielt), Keith (der Riffmaster mit dem einmaligen dirty rockigen Gitarrensound), Charlie (hält nach seiner überstandenen Krebskrankheit wie eh und je die Stones rhythmisch zusammen) und Ronnie (der eine tolle Slide-Gitarre spielt, aber auch bei sechs Stücken gar nicht dabei ist) erstaunlich frisch.
Mick und Keith haben erstmals wieder alle Songs gemeinsam geschrieben. Da sie sich bei der Entstehung des Albums mit der Entstehung des Weltalls und der Urknalltheorie befasst haben, haben sie es einfach A bigger bang.
Die Songs sind meiner Ansicht nach alle gute Stones-Songs. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Um es einmal mit Voodoo Lounge zu vergleichen:. A bigger Bang hat keine Ausrutscher wie Sweethearts together oder The moon is up, dafür hat es aber auch keine so genialen Klassiker wie Love is strong oder I go wild. Die meisten Songs bei A bigger bang sind gut anzuhören ohne dass jedoch immer der Funke überspringt.
Die besten Songs des Albums sind in meinen Augen rough justice, ein sehr fetziger Song im Stile von you got me rocking, streets of love, eine durchschnittliche Ballade mit einem schönen Refrain und tollen Gitarrensolo und noch das ebenfalls sehr rockige oh no not you again. Songs wie it won't take long (schöner Gitarren-Riff), rain fall down, let me down slow, back of my mind (ein waschechter Blies im Stile der 50er), she saw mecoming (macht irgendwie Laune) und dangerous beauty (hat auch viele guteMomente) sind ebenfalls gute Songs mit tollen Passagen. Sweet neocon (hier wird Condoleeza Rice, die US-Aussenministerin, stellvertretend für neoliberale Politik Amerikas unter Bush kritisiert), biggest mistake und look what the cat dragged in scheinen dagegen nicht sehr ausgereift. Keith's this place is empty ist ein ganz schöner bluesiger Song, infamy dagegen wird nach einladendem Anfang etwas langweilig.
Mein Fazit: Ein durchschnittlich gutes und vor allem schnelles und rockiges Rolling Stones Album, dem jedoch ein wenig die Abwechslung fehlt und keinen bleibenden Klassiker enthält.


Chaos and Creation in the Backyard
Chaos and Creation in the Backyard
Wird angeboten von BestSellerRecordshop
Preis: EUR 7,90

2 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein leider nur recht durchschnittliches Album, 10. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Chaos and Creation in the Backyard (Audio CD)
Paul McCartney hat das zwanzigste Soloalbum seiner grandiosen Solo-Karriere geschaffen. Dabei ist in meinen Augen ein doch recht durchschnittliches Album herausgekommen. Natürlich enthält es einige schöne Lieder und Momente, vermag es aber nicht, einen wirklich mitzureißen. Es ist eine deutliche Steigerung zu dem miserablen Driving Rain, aber dennoch erreicht meines Erachtens nicht ein Song von Chaos and creation im mindesten das Niveau eines einzigen Songs auf den überragenden Off the ground und vor allem Flaming Pie. Das muss ich leider deutlich so sagen.
Den Liedern fehlen zumeist eingänige und schöne Melodien oder Riffs, so dass Paul's Gesang teilweise etwas monoton und nicht sehr frisch klingt. Die Songs haben keinen Wiedererkennungwert. Paul gleitet oft in eher mystisch klingende Akkorde ab und lässt die Lieder nur vor sich hinplätschern. Auch sind die meisten Songs zu sehr vom Klavier bestimmt.
Das rockige Fine Line ist dabei noch der beste Song. How kind of you ist langweilig und schlecht. Das akustische Jenny Wren, das sehr verheißungsvoll beginnt, ist ein ganz netter und guter Song. At the mercy und friends to go haben auch einige schöne Momente enthalten ohne vollends zu überzeugen. English tea ist der vergebliche Versuch, wie die Beatles zu klingen, und klingt dabei eher wie The Rutles, die die Beatleslieder ein wenig aufs Korn genommen haben. Too much rain hat schöne Ansätze ohne zu begeistern. Das von der akustischen Gitarre angetriebene A certain softness ist ein mit lateinamerikanischem Rhythmus unterlegter sanfter und bluesiger Song, den ich für recht gelungen halte. Riding to Vanity fair ist für mich wieder ein ganz schwacher Song. Follow me ist ganz nett. Das endlich abwechslungsreiche und melodiöse Promise to you girl, das eine bluesige Ballade mit fetzigem Rock mischt, überzeugt, da es auch instrumental mit tollem Pianospiel und tollen Gitarrenriffs aufwartet. This never happened before und anyway sind wieder unterer Durchschnitt.
Da ich nach dem schlechten Driving Rain auf einen Knaller gehofft habe, bin ich zugegeben etwas enttäuscht, da man von einem Paul McCartney mehr erwarten kann. Dennoch sollte Chaos and creation in the backyard natürlich in einer Plattensammlung enthalten sein.


A Bigger Bang
A Bigger Bang
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 7,05

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen It's only Rock'n Roll..., 10. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: A Bigger Bang (Audio CD)
...and we still like it. Acht Jahre nach dem brillianten Bridges to Babylon schenken uns die Rolling Stones endlich ein neues Studioalbum mit sechzehn Songs. Dabei haben die Stones ein sehr rockiges Album mit ihrem typisch ungeschliffenen und fetzigem Gitarrensound in kleiner Besetzung geschaffen und auf eine aufwendige Produktion mit vielen Effekten oder Instrumenten verzichtet.
Es rocken zumeist wirklich nur die Stones. Dabei klingen Mick (der mit einer kraftvollen Stimme und tollen Gesang überzeugt und wieder die hohen Töne erreicht und eine Menge Instrumente spielt), Keith (der Riffmaster mit dem einmaligen dirty rockigen Gitarrensound), Charlie (hält nach seiner überstandenen Krebskrankheit wie eh und je die Stones rhythmisch zusammen) und Ronnie (der eine tolle Slide-Gitarre spielt, aber auch bei sechs Stücken gar nicht dabei ist) erstaunlich frisch.
Mick und Keith haben erstmals wieder alle Songs gemeinsam geschrieben. Da sie sich bei der Entstehung des Albums mit der Entstehung des Weltalls und der Urknalltheorie befasst haben, haben sie es einfach A bigger bang.
Die Songs sind meiner Ansicht nach alle gute Stones-Songs. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Um es einmal mit Voodoo Lounge zu vergleichen:. A bigger Bang hat keine Ausrutscher wie Sweethearts together oder The moon is up, dafür hat es aber auch keine so genialen Klassiker wie Love is strong oder I go wild. Die meisten Songs bei A bigger bang sind gut anzuhören ohne dass jedoch immer der Funke überspringt.
Die besten Songs des Albums sind in meinen Augen rough justice, ein sehr fetziger Song im Stile von you got me rocking, streets of love, eine durchschnittliche Ballade mit einem schönen Refrain und tollen Gitarrensolo und noch das ebenfalls sehr rockige oh no not you again. Songs wie it won't take long (schöner Gitarren-Riff), rain fall down, let me down slow, back of my mind (ein waschechter Blues im Stile der 50er), she saw mecoming (macht irgendwie Laune) und dangerous beauty (hat auch viele gute Momente) sind ebenfalls gute Songs mit tollen Passagen. Sweet neocon (hier wird Condoleeza Rice, die US-Aussenministerin, stellvertretend für neoliberale Politik Amerikas unter Bush kritisiert), biggest mistake und look what the cat dragged in scheinen dagegen nicht sehr ausgereift. Keith's this place is empty ist ein ganz schöner bluesiger Song, infamy dagegen wird nach einladendem Anfang etwas langweilig.
Mein Fazit: Ein durchschnittlich gutes und vor allem schnelles und rockiges Rolling Stones Album, dem jedoch ein wenig die Abwechslung fehlt und keinen bleibenden Klassiker enthält.


John Hiatt - Fullhouse
John Hiatt - Fullhouse
DVD ~ John Hiatt
Wird angeboten von Online-Versand-Grafenau GmbH
Preis: EUR 5,49

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen John Hiatt endlich live auf DVD!!!, 6. Oktober 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: John Hiatt - Fullhouse (DVD)
John Hiatt gehört zu den besten Songwritern in der Musikgeschichte. Seine Musik zelebriert den Blues, den Rock und Folk in seiner besten Art und Weise. Doch leider ist dieser begnadete Musiker in Deutschland eher unbekannt.
Nun gibt es endlich eine DVD mit einer Live-Performance von John Hiatt, auch wenn diese Aufnahmen bereits aus dem Jahr 1987 stammen. In diesem schaffte John Hiatt mit seinem Meisterwerk Bring the family den Durchbruch. Dieses Album, das er in nur vier Tagen mit Größen wie Ry Cooder, Jim Keltner und Nick Low aufgenommen hat, stellte er in Hamburg in der „Großen Freiheit" zusammen mit seiner Begleitband The Goners vor.
Mit der Besetzung Schlagzeug, Bass, E-Gitarre und Acoustic-Gitarre legt John Hiatt mit einer guten und abwechslungsreichen Mischung aus fetzigem Rhythm'n Blues und einfühlsamen Folkballaden einen tollen Auftritt hin und glänzt dabei immer wieder mit seiner individuellen und einzigartigen Stimme, die er sehr variabel einzusetzen vermag. Das einzige Manko dieses Konzertes ist meiner Ansicht nach, dass die E-Gitarre, die zumeist mit Bottle-Neck zwar sehr gut gespielt wird, aber etwas zu laut ist und die restlichen Instrumente ein wenig übertönt. Foch insgesamt sind Sound und Abmischung gut.
Neben den tollen launemachenden schnelleren Songs sind es, auch durch den schöneren Sound, die langsameren Bluesballaden, die mir besonders gefallen. Da wären das funkige Alone in the dark, Tip of my tongue, Learning how to love, Lipstick sunset, Stood up und die Zugabe Have a little faith in me. Dieser Song gehört neben Something (Beatles) und It makes no difference (The Band) und Wild horses (Stones) zu den schönsten Balladen aller Zeiten. Bei den Rocksongs sind vor allem das mitreißende Thank you girl und Your dad did herauszuheben. Doch es ist einfach jeder Song ein großer auf dieser DVD. Es gibt nur gut und besser.
Es ist ein schönes, musikalisch ansprechendes Konzert mit großartigen Songs und tollen Musikern. Auch die Moves John Hiatt's auf der Bühne finde ich zeigen die Spielfreude, die er an den Tag legt.Für diesen Preis ist diese DVD ein Muss.


Between the Buttons (UK)
Between the Buttons (UK)
Wird angeboten von dutchtoni
Preis: EUR 28,32

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein homogenes Album trotz schöner Songs, 5. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Between the Buttons (UK) (Audio CD)
Between the buttons wirkt im Vergleich zum tollen Vorgänger Aftermath nicht sehr homogen und die Songs nicht mit allzu viel Liebe gemacht. Sicherlich sind einige sehr gute Songs und Melodien auf dem Album zu hören, doch bilden die Lieder keine Geschlossenheit, die ein gutes Album auszeichnet, und auch der Gitarrensound klingt nicht sehr berauschend. Das Album als Gesamtwerk macht keinen guten Eindruck. Doch genug der Kritik.
Yesterday's papers ist ein sehr schönes Lied, bei dem der reife Text und die Musik sehr gut harmonieren. Auch Connection hat immer wieder eine gute Songzeile versteckt. She smiled sweetly ist eine für die frühen Stones typische Rhythm 'n blues-Soul-Ballade. Mein Lieblingshit des Albums ist das rockige All sold out, das mit seinem Beat und seiner Intensität und tollen Melodie an Klassiker wie Get off of my cloud und The last time heranreicht. Ebenfalls stark ist Complicated. Ganz lustig sind der kleine Rock'n Roller Miss Amanda Jones und das bluesige, etwas Ragtime angehauchte Something happened to me yesterday.
Natürlich haben Stones-Songs immer gute Passagen in den Songs, doch ist der Gesamteindruck vor allem der anderen Lieder doch eher schwach. Doch das muss ich noch sagen: Es ist meiner Meinung ein für die Rolling Stones recht schwaches Album, andere Bands wären für solche Lieder vielleicht dankbar.


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