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Rezensionen verfasst von
Frank-Michael Rommert (Gummersbach)
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So schmeckt das Bergische Land: Hofportaits und Rezepte von bergisch pur
So schmeckt das Bergische Land: Hofportaits und Rezepte von bergisch pur
von bergisch pur
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,80

5.0 von 5 Sternen Für Leser mit Interesse an einer achtsameren Lebensgestaltung, 28. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vielen Menschen erscheint es absurd, dass Lebensmittel oft Tausende von Kilometern zurücklegen, bevor sie in unserem EInkaufskorb landen. Sie möchten ihr Einkaufsverhalten ändern, wissen aber nicht, wie sie das anstellen sollen. Dieses Buch schafft Abhilfe, zumindest für die Menschen, die - östlich von Köln - im Bergischen Land leben.

Das Buch porträtiert die Produzenten und stellt die Direktvermarkter und Verarbeiter vor, die sich zur Initiative "Bergisch pur" zusammengeschlossen haben. Diese Porträts empfinde ich nicht als Werbung, wie einer der Vorrezensenten schreibt, sondern als hilfreiche Information. Ich möchte gern wissen, woher die Produkte stammen, die ich konsumiere - und durch das Buch erfahre ich mehr darüber.

Spannend sind auch die vielen eingestreuten Hintergrundinformationen (etwa zu den Selbstverpflichtungen der Landwirte), nützlich sind die Rezepte. Gut finde ich auch die Verweise auf Feste wie das Obstwiesenfest in Remscheid, Wuppertal und Solingen sowie Informationen darüber, wo die "Bergisch pur"-Produkte denn überhaupt erhältlich sind.

Wer sich also für gute Lebensmittel interessiert und mit seinem Einkaufsverhalten zu einem schonenden Umgang mit unserer Kulturlandschaft beitragen möchte, macht mit dem Buch einen guten Kauf. Ich habe das Buch inzwischen ein weiteres Mal erworben und an Freunde verschenkt, von denen ich weiß, dass sie Interesse an einer achtsameren Lebensgestaltung haben.


Aus dem Leben eines Tau...berts: Subjektives aus Südamerika
Aus dem Leben eines Tau...berts: Subjektives aus Südamerika
von Claudius Taubert
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,99

5.0 von 5 Sternen Ein guter Erstling, der Freude macht auf mehr, 24. Mai 2014
Das hier vorliegende erste Buch des thüringischen Progrock-Komponisten und Gymnasiallehrers Claudius Taubert widmet dieser im Kern den drei R Rassimus, Religion und Reisedurchfall, wie er selbst treffend feststellt. Gemeinsam mit seiner Freundin Maria setzte er sich Erfahrungen aus, die der deutsche Durchschnittsbeamte vermutlich mit allem Einsatz meiden wird. In seinem Buch lässt er die Leser daran teilhaben.

Claudius nimmt einen dabei hinein in seine erfrischende Freude am Erschaffen neuer Wörter ("Phrasenberg", "schettern", „maigrün"), am Spielen mit den konditionierten Erwartungen seines Publikums ("Ein paar Stunden in Quito und schon … ZACK!“), am Gestalten der originellen Einblicke in seine Erlebnisse in Mittel- und Südamerika, die er immer wieder mit einem gesunden Schuss Selbstironie veredelt.

Zwischendurch lässt er seine Leser teilhaben am Reflektieren der Konstruktionsprinzipien seines Textes, wobei sich der Autor dabei vor allem aus dem Repertoire musikalischer Ausdrucksmöglichkeiten bedient und verschiedene Stilmittel auf das hier gewählte literarische Genre des Reiseberichts in Briefgestalt appliziert. Dies gelingt ihm gut. Herausgekommen sind etwa dreißig Miniaturen von meist drei, vier Seiten, in denen er nicht nur die Begebenheiten anschaulich schildert, sondern den Leser dazu einlädt, die Geschehnisse gemeinsam mit dem Autor zu reflektieren, einzuordnen. Dabei weiß ich besonders sein Bemühen zu schätzen, das Erlebte und Durchdachte klar und wahr zu formulieren.

Mir gefällt sein Witz, der mich fast auf jeder Seite zum Schmunzeln brachte und alle paar Kapitel dazu, schallend zu lachen. Seine Darstellungen sind einladend, farbig, gut differenziert und immer wieder von - zum Teil explizit gemachter - sprachlicher Experimentierfreude geprägt.

Der Autor, der ausgerechnet im Schreibersweg wohnt, wie aus dem Impressum hervorgeht, nutzt die Möglichkeiten, die amazon inzwischen auch in Deutschland seiner publikationswilligen Kundschaft eröffnet. Das Buch erschien in der CreateSpace Independent Publishing Platform, wird bei Kauf in Großbritannien gedruckt und mit einer schlichten Leimbindung sowie einem glanzfolienkaschierten leichten Einband ausgeliefert. Der Satz enthält immer wieder Löcher, die einem feinsinnigen Menschen mit Blick für die sich in unserer Zeit wieder verlierenden typografischen Errungenschaften weh tun (z. B. auf S. 8, S. 43, S. 59, S. 100); doch der Vorteil, auf diesem Wege auch neue Stimmen hören zu können, überwiegt klar. Sollte Claudius Taubert ein weiteres Buch veröffentlichen – ich würde es gerne lesen.


Auf Abrahams Weg: Eine Wanderung durch Palästina
Auf Abrahams Weg: Eine Wanderung durch Palästina
von Christian Runkel
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

5.0 von 5 Sternen Inspirierende Einblicke in eine mir fremde Welt, 16. Mai 2013
Der Remscheider Unternehmer und Baptist Christian Runkel (Jahrgang 1949!) wanderte im Januar 2013 durch Palästina. Was er dabei mit seinem wachen Geist und - wichtiger noch - mit seinem achtsamen Herzen erlebte, fasste er in einem Paperback zusammen. Die sprachkräftig geschilderten Begegnungen und Reflexionen sind durch ebenso passende wie interessante Exkurse (etwa zu den Samaritern) sowie zahlreiche farbige Fotos abgerundet, die das Geschilderte gut illustrieren.
Christian Runkel ist es gelungen, mich neugierig zu machen auf diese für mich fremde Welt. Ja, er weckte sogar Sehnsüchte. Mich sprachen Stellen an wie: "In Deutschland gilt nur das, was überall und immer ordentlich ist, draußen wie drinnen (…) Wer den Bürgersteig nicht kehrt und den Rasen im Vorgarten nicht mäht, kann sein Wohnzimmer nicht genießen - das ist deutsch. Dass es nicht stimmt, lernt man in Palästina." oder die Schilderung seiner Gedanken beim Beobachten halbwüchsiger Kinder, die in einem Hain mit Obstbäumen und Oliven Schafe hüteten: "Natürlich sollte man für die Verbesserung ihrer Lebensumstände sorgen, für ihre Erziehung, sollte es ihnen ermöglichen, tüchtige Ingenieure, Lehrer und Ärzte zu werden. Aber werden sie die Fülle des menschlichen Lebens und seiner Möglichkeiten besser erfahren können, wenn sie das moderne Ziel erreichen, eine Vierzimmerwohnung im dritten Geschoss in einem der Ballungszentren der modernen Welt zu beziehen und von dort morgens im grauen Nebel losziehen zu können, um in einer der großen Industrieanlagen zu arbeiten? Ich bezweifle das. Ich schaue mich staunend um - und sehe die Kinder Gottes, denen er bereits jetzt das Land vererbt hat, ganz unabhängig von jeder politischen Ordnung."
Das Buch ist per Selfpublishing erschienen. Anders geht es wohl bei einem solchen Buch auch nicht. Ich finde es klasse, dass Christian Runkel Interessierte an seiner Reise teilhaben lässt und die modernen Publikationsmöglichkeiten nutzt. Dass die Fotos den Seitenspiegel hätten besser ausfüllen können und dass der Satz an manchen Stellen löchrig ist, nehme ich gern in Kauf. Der Kaufpreis ist gut investiert und beschert einen anregenden Leseabend.


Mein Freund, der Kunde: Ohne Tricks und Fallen Kunden gewinnen und behalten
Mein Freund, der Kunde: Ohne Tricks und Fallen Kunden gewinnen und behalten
von Jürgen Frey
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus der Praxis für die Praxis, 26. April 2013
Das Buch „Mein Freund, der Kunde“ zeigt auf gut 200 Seiten, wie das Verhältnis zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden systematisch wetterfest gemacht werden kann. Frey hebt sich dabei wohltuend ab von Verkaufsbüchern, deren Fokus auf Tipps à la „Zehn Methoden, mit denen Sie Einwände entkräften“ liegt. Diese Bücher helfen dem Verkäufer vielleicht dabei, sein Gegenüber mit geschickten Worten und überzeugender Körpersprache in Richtung Vertragsabschluss zu bringen. Aber letztlich wirken die Ratschläge dieser Bücher auf mich manipulativ. Der so geschulte Verkäufer kann dann zwar besser verkaufen, bietet seinen Kunden aber nichts anderes als vorher.

Da wirkt das systematische Vorgehen von Jürgen Frey auf mich deutlich überzeugender. Ihm geht es darum, die Strukturen und Prozesse des Unternehmens so stark auf den Kunden und seine Bedürfnisse auszurichten, dass ein Nutzen geboten wird, der so hoch ist, dass es für den Kunden das beste ist, den Vertrag abzuschließen. Ziel sind langfristige Kundenbeziehungen auf solidem Fundament.

Der Weg, den Jürgen Frey vorschlägt, hat dabei sieben Etappen:
1.Konzentration auf die Kernkompetenz
2.Fokus auf die Zielgruppe(n), auch wenn dies mit Abschied und Verzicht verbunden ist
3.Ausbau der Servicequalität mit Details, die den Kunden positiv überraschen
4.Durch rechtzeitig entwickelte und zur Marktreife geführte Innovationen auch morgen noch die Nase vorn haben
5.Ausbau der Verkaufsstrategie (statt des Verkaufsgeschicks) mit Blick auf die Kundenanforderungen sowie die Unternehmensziele
6.Durch Messen der Kundenzufriedenheit der Wirklichkeit ins Auge sehen
7.Die Kundenbeziehungen pflegen, zum Beispiel durch Vorleistungen

Hier und da fand ich die Formulierungen irreführend, was aber wohl auf das Bemühen zurückzuführen ist, das Buch eingängig zu gestalten, was insgesamt auch gelungen ist. Aber zum Beispiel die Kapitelüberschrift Nr. 7 könnte auf eine falsche Fährte führen. Sie lautet: „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft – Kundenbeziehungspflege“ (ab Seite 178). Hier meint der 2-Sterne- Rezensent Georges de Gueule, dass Leser aus dem Busineskontext mit diesem Tipp nichts anfangen können, da sie aufgrund von Firmenrichtlinien gar keine Geschenke annehmen dürfen. Gemeint ist aber, zum Beispiel in Vorleistung zu gehen und eine kostenlose Probe des Könnens zu geben. Oder einem Kunden auch vor Vertragsabschluss schon nützliche Tipps zu geben. Es geht nicht in erster Linie um materielle Geschenke, sondern um Zeit, Wertschätzung und Aufmerksamkeit. Zitat „Solche immateriellen Geschenke sind viel wichtiger als irgendwelche Werbegags.“ (S. 182). Frey gibt den Tipp: „Fragen Sie sich nicht: Wie komme ich an das Geld meiner Kunden? Sondern fragen Sie sich: Wie kann ich meinen Kunden Gutes tun?“ (ebd.). Ich bin selber selbstständig, handle seit Jahren aus dieser Haltung heraus und kann bestätigen, dass dies – zumindest in langfristiger Perspektive – meinem Geschäft gut tut.

Zwar hat Jürgen Frey das Rad nicht neu erfunden – neu sind nicht die einzelnen Themen, sondern neu ist die Systematik, die er Kapitel für Kapitel entfaltet und die auf jeder Seite Praxiserfahrung atmet.

Ins Buch sind immer wieder Praxisbeispiele einstreut. Frey gelingt es durch diese Beispiele sowie durch seine locker-humorige Schreibe, sein Wissen auf anregende Weise zu vermitteln. Anders gesagt: Das Lesen macht Spaß. Der Autor hat eine positive Sicht auf die Dinge, die ansteckt.

Nochmal zur Meinung von Georges de Gueule. Er kritisiert, dass sich die Beispiele im Buch vor allem auf B2C-Unternehmen beziehen, also auf Firmen, deren Produkte sich an Endkunden richten. De Gueule meint, die Tipps seien nicht auf B2B-Unternehmen übertragbar, also auf Firmen, deren Produkte wiederum von Unternehmen eingekauft werden. Beispielsweise meint er, dass B2B-Unternehmen preisorientiert verkaufen müssten und sich eine Spezialisierung nicht leisten könnten. Er nennt auch eine konkrete Firma, um seine Argumentation zu unterstreichen. Sein Gedankengang leuchtet mir allerdings nicht ein. Wer sich umschaut, findet gerade in Deutschland viele Firmen, die den Weg in die Nische gegangen sind – und gerade aus diesem Grund höhere Preise aufrufen können und erfolgreich sind, auch international. Unter den vielen mittelständischen Hidden Champions dürfte sich eine Vielzahl von Beispielen finden lassen. Ich nenne hier nur die BGH Edelstahlwerke mit Hauptsitz in Freital bei Dresden. Dort werden hochwertige Edelstahlgüten und Spezialstähle erzeugt und international verkauft. Das Unternehmen kann bei den anspruchsvollen politischen und juristischen Rahmenbedingungen in Deutschland (zum Beispiel mit Blick auf den Umwelt- und Arbeitsnehmerschutz) nur durch die Spezialisierung überleben. Würde die Firma Massenstähle produzieren, träte sie in Konkurrenz mit Anbietern aus Russland oder China und hätte mit Blick auf die Preise keine Chance. Von daher ist das, was Jürgen Frey schreibt, schon überzeugend.

Schließlich merkt Herr de Gueule sinngemäß an, dass das Buch möglicherweise nichts anderes sei als eine aufwendig gestaltete Visitenkarte. Selbst wenn dies so sein sollte, würde ich es nicht als Nachteil empfinden. Für den Fall, dass ich Jürgen Frey als Berater buchen möchte (davon lebt er, wie er im Buch an mehreren Stellen offen schreibt), ist es für mich hilfreich, vorab zu wissen, wie mein potenzieller Berater denn so tickt. Auf diese Weise kann ich die Passung vorab überprüfen und einen Reinfall vermeiden. Das finde ich gut.

Was ich ebenfalls gut finde: Das Buch enthält eine Reihe von Denkhilfen, die es in Gestalt von Fragen und erfahrungsgesättigten Tipps gelungen abrunden. Es ist zudem gut gestaltet und unterscheidet sich damit auf angenehme Weise von der sonstigen Sachliteratur zum Thema.


Golden Rules: Erfolgreich Lernen und Arbeiten. Alles was man braucht. Selbstcoaching. Motivation. Zeitmanagement. Konzentration. Organisation
Golden Rules: Erfolgreich Lernen und Arbeiten. Alles was man braucht. Selbstcoaching. Motivation. Zeitmanagement. Konzentration. Organisation
von Martin Krengel
  Broschiert
Preis: EUR 15,95

20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viele Ideen für eine neue Generation, 16. Dezember 2010
Das Studium ist die Phase im Leben, in der man sich so viele spannende und unterschiedliche Ideen aneignen und durchdenken kann, wie wohl später nie mehr im Leben. Wenn jemand diese Chance nicht zu nutzen versteht, ist das nicht bloß schade, sondern auch schädlich.

Das muss nicht sein, Ratgeber können helfen. Jede Generation scheint dabei ihre eigenen Ratgeber zu brauchen. Lieferte Jörg Knoblauch mit seinem Buch "Lernstress ade!" einst in mehreren Auflagen "33 Strategien für geistiges Arbeiten", so hat Martin Krengel in "Golden Rules" den Anspruch, "Alles, was man braucht" (=Untertitel des Buches) zur Verfügung zu stellen. Martin Krengel schloss zwei Studiengänge erfolgreich ab (u. a. an der London School of Economics, wo es mit bis zu 500 Seiten pro Woche ein beeindruckendes Lesepensum zu bewältigen gibt), hat durch Reisen in ferne Länder die Welt kennengelernt (und auch darüber geschrieben), im Moment promoviert er ' er weiß also, worauf es ankommt.

Sein Buch ist gut strukturiert, durchgehend zweifarbig, enthält viele anschauliche Illustrationen sowie Fotos und ist aus der Praxis für die Praxis geschrieben. Wer sich auf ein Studium vorbereiten möchte oder schon studiert und Ideen zu Themen wie Motivation, Zeitmanagement, Konzentration und Organisation sucht, der wird hier viele praxistaugliche Ratschläge finden. Doch auch Berufseinsteiger werden von dem Taschenbuch profitieren.

Neben der lockeren, eingängigen Schreibe gefällt mir die Vielzahl an Beispielen und Erklärungen. Zu jeder Regel gibt es konkrete Umsetzungstipps. Es geht Krengel dabei nicht darum, das letzte Quentchen Leistung herauszupressen - im Gegenteil: Er hat verstanden, dass es auf eine gute Mischung aus Anspannung und Entspannung ankommt. Er setzt den Leser also nicht unter Druck. Darüber hinaus gibt er zu, dass auch er seine Pleiten erlebt hat. Das macht den Autor, der an anderen Stellen seine Überflieger-Qualitäten nicht verbergen kann, noch sympathischer.

Ein Rezensent bemängelt, dass sich einige Regeln inhaltlich überschneiden (das Problem des Aufschiebens wichtiger Dinge wird gleich in mehreren Regeln bearbeitet). Das habe ich anders empfunden. Denn die Aufschieberitis ist ein so großer Frustbringer und so weit verbreitet, dass ein mehrfaches Aufgreifen nicht nur gerechtfertigt, sondern sogar geboten ist.

Klar, alte Hasen entdecken im Buch manch bekannte Idee. Doch für alte Hasen ist das Buch auch nicht gedacht. Ich zum Beispiel wäre froh gewesen, wenn ich schon als Student ein solches Tipp-Feuerwerk zur Hand gehabt hätte.


Der Befehl zum Faulenzen: Den Sabbat wiederentdecken
Der Befehl zum Faulenzen: Den Sabbat wiederentdecken
von Volker Kessler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 7,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine kleine Kulturgeschichte des Sonntags, 22. Juli 2010
Mit "Der Befehl zu Faulenzen" möchte Volker Kessler dazu einladen, den "Segen des Ruhetages" (S. 5) neu zu entdecken. Damit ist unter anderem gemeint,
- den Sonntag konsequent von beruflichen Verpflichtungen freizuhalten,
- sich und seinem Umfeld bewusst Ruhe zu gönnen,
- den Gottesdienst zu besuchen,
- sich seiner Familie und seiner Ehe zu widmen,
- kurz: sich regelmäßig einen Mußeraum zu eröffnen.

Und zwar nicht, um seine Leistungsfähigkeit für die darauf folgende Woche wieder herzustellen, sondern diesen Tag einfach der Verzweckung, der Nutzung zu entziehen, ihn vom Alltag abzusondern und den Sonntag als Tag und als Zeichen der Freiheit zu erleben.

Thema von Volker Kessler ist dabei die Ruhe im Sinne der (jüdischen) menuha und nicht im Sinne der (römischen) tranquillitas als dem Ziel der Weisheit. Kessler zeichnet das dreitausend Jahre alte jüdische Ringen um die rechte Sabbatpraxis nach, und zwar auf eine interessante, gut lesbare Weise. Andere Konzepte, die sich dem Wechselspiel von Aktivität und Ruhe widmen - etwa das römische Pendeln zwischen otium und negotium - spielen in dem Buch so gut wie keine Rolle. Dies ist vermutlich der Fall, weil Kessler Christ ist und mit seinem Buch dazu beitragen möchte, dass (nicht nur) Christen den Sonntag wieder schätzen lernen.

Letztlich geht es darum, durch und mit Gott zur Ruhe zu kommen, denn "wer versucht, ohne Gott zur Ruhe zu kommen, wird ruhelos bleiben, auch wenn er noch so viele Sabbathandlungen praktiziert" (S. 83). Und auch Luther wird freilich zitiert mit seinen Ausführungen Sabbat in einem Brief an Melanchthon: "Denn man dient Gott auch durch Nichtstun, ja durch keine Sache mehr als durch Nichtstun." (S. 52) Diese Aussage aus der Feder eines der wirksamsten Geister unserer abendländischen Kulturgeschichte stützt Kesslers Argumentation, die überzeugt, da sie durchgängig schlüssig und einladend geschrieben ist.


Paddy, der kleine Pirat, Folge 1
Paddy, der kleine Pirat, Folge 1
von Michael Schwertel
  Audio CD

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kommt bei Klein und Groß gut an, 3. Dezember 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Paddy, der kleine Pirat, Folge 1 (Audio CD)
Die Hörbuch-CD habe ich für gute Freunde gekauft, vor allem für deren längere Autofahrten. Die Tochter (2) hat Spaß daran, Wörter nachzusprechen und die Musik mitzusummen. Der Sohn (5) vertieft sich in die Geschichten, fürchtet sich mit Paddy, wenn er seinen Freund unter Wasser befreien und manch andere Abenteuer zu bestehen hat. Am Ende, wenn er sich mitfreuen kann, weil alles gut ausgegangen ist, heißt es dann: "Von vorne!"

Da die Sprecher erstklassig sind (Stimmen von Badesalz sowie aus Filmen bekannte Synchronstimmen), geht es auch den Erwachsenen nicht auf die Nerven, die Scheibe immer wieder zu hören. Witzig ist zum Beispiel die Idee, den Titelsong von jemanden singen zu lassen, der offensichtlich eine sächsische Sprachfärbung hat. Das kommt charmant rüber.

Nach jedem Abenteuer folgt ein Lied, daher muss man nicht die ganze Scheibe auf einmal durchhören, sondern kann auch nach diesen Abschnitten gut Pausen machen.

Übrigens, nachdem die beiden Kinder die CD gehört haben, fing bei ihnen im Kinderzimmer die Piratenphase an. Das Bett ist jetzt das Piratenschiff (oder, mit Decken zugehängt, eine Piratenhöhle), das Sofa die Pirateninsel.

Die CD regt also die Phantasie an und macht viel Spaß. Empfehlenswert!


Oberbergische Dörfer: Ein starkes Stück Heimat
Oberbergische Dörfer: Ein starkes Stück Heimat
von Gero Karthaus
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Fundgrube - nicht nur für Oberberger, 19. September 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Landtagsabgeordnete Dr. Gero Karthaus portraitiert in diesem Buch etwa 80 Dörfer des Oberbergischen Landes. Er kennt sich aus, schließlich ist er seit 20 Jahren Mitglied und stellvertretender Vorsitzender der oberbergischen Bewertungskommission im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden - unser Dorf hat Zukunft".

Das Buch ist etwas größer als DIN A4, mit einem festen Einband versehen, durchgehend farbig und enthält viele Fotos, die einen Einblick in das Dorfleben des 21. Jahrhunderts geben. Jedes portraitierte Dorf wird in einem eigenen Kapitel vorgestellt, das u. a. mit der Angabe der Einwohnerzahl sowie einer Karte abschließt. Das ist auch sinnvoll, denn selbst alteingesessene Oberberger werden nicht alle dargestellten Orte kennen, in denen in manchen Fällen nichtmal 100 Menschen leben.

Das Buch macht Lust, das Oberbergische auf Ausflügen zu erkunden und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.


IMPULSE - Campus für Unternehmer Band 1-12: Der perfekte Chef: Führung, Mitarbeiterauswahl, Motivation für den Mittelstand
IMPULSE - Campus für Unternehmer Band 1-12: Der perfekte Chef: Führung, Mitarbeiterauswahl, Motivation für den Mittelstand
von Cay von Fournier
  Gebundene Ausgabe

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viele Impulse für das gelingende Führen von Menschen, 31. August 2006
In diesem Buch geht es um die wirksame Führung von Menschen. Basis ist das Lehrwerk "FührungsEnergie" des SchmidtColleg in Berlin, dessen Inhaber und Geschäftsführer von Fournier ist. Wer schon mal daran gedacht hat, ein Seminar des SchmidtColleg zu besuchen, kann sich mittels dieses Buches einen Eindruck davon verschaffen, wie dort gedacht wird.

Der doppelt promovierte Mediziner und Wirtschaftswissenschaftler nutzt immer wieder Beispiele aus der Medizin, wo sie dienlich sind, wirtschaftliche Zusammenhänge zu erhellen. Eine Stärke von Fourniers ist es, dass er nicht aus einer lebensfernen, theoretischen Position heraus argumentiert, sondern die Gegebenheiten, Sorgen und Herausforderungen von Chefs seit vielen Jahren persönlich kennt - nicht nur, weil er seit seinem 18. Lebensjahr selbst Chef ist (wie aus seiner Vita hervorgeht), sondern weil er als Seminarleiter des SchmidtColleg viele Unternehmer begleitet und auf diese Weise offenbar einen spannenden Erfahrungsschatz aufbauen konnte.

Die Auswahl der vorgestellten zehn Werkzeuge eines perfekten Chefs erfolgte nicht willkürlich, sondern basiert auf einer nachvollziehbaren Systematik. Bedauerlich ist allein, dass die Beschreibung der letzten fünf Werkzeuge doch sehr knapp geraten ist und sich auf die allernötigsten Hinweise beschränkt. Hat hier der Verlag gekürzt, um den Umfang von etwa 200 Seiten nicht zu überschreiten?

Stellenweise entsteht der Eindruck, dass das Buch etwas zu schnell gesetzt wurde. So fehlen auf Seite 87 bei einem Koordinatensystem die Achsenbeschriftungen, und manche Doppelseite wirkt - ohne Not - wie eine Bleiwüste (S. 76f., S. 128f.). Dem lesenwerten Inhalt tut dies jedoch keinen Abbruch.

In seinem Buch "Die 10 Gebote für ein gesundes Unternehmen" hat sich Cay von Fournier der Führung von Unternehmen gewidmet. Im vorliegenden Titel "Der perfekte Chef" geht es um die Führung von Mitarbeitern. Fehlt eigentlich nur noch ein Buch über die Führung des eigenen Lebens. Denn wer sein eigenes Leben nicht im Griff hat - wie soll der Menschen und Unternehmen führen? So bin ich gespannt, ob ein entsprechender Titel noch folgen wird.


Vom Zwei-Mann-Betrieb zum Global Player: Die rose plastic Erfolgsstory
Vom Zwei-Mann-Betrieb zum Global Player: Die rose plastic Erfolgsstory
von Peter Rösler
  Gebundene Ausgabe

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr anschaulich und praxisnah, 31. August 2006
Der Unternehmer Peter Rösler ist ein "hidden champion". Seine Firma rose plastic hat es geschafft, zum Weltmarktführer für Spezialverpackungen aus Kunststoff zu werden. Aus dem Wettbewerb um den Titel des besten "Arbeitgeber des Jahres im deutschen Mittelstand" ging Rösler als Gesamtsieger hervor.

Wie ist es gelungen, eine Mannschaft aufzubauen, die aus freien Stücken Höchstleistungen erbringt, und zwar Tag für Tag? Das Buch beantwortet diese Frage auf nachvollziehbare Weise. Es stellt Röslers System zur Mitarbeiterintegration vor und gibt dabei auch Einblicke in die Checklisten und Formulare, die rose plastic entwickelt hat.

Röslers Weg zur unternehmerischen Exzellenz wird von sieben Meilensteinen markiert. Jedem dieser Meilensteine ist ein Kapitel gewidmet.

Wer sich wünscht, dass seine Mitarbeiter das Neue schneller lernen und mehr leisten als andere und dabei auch noch Spaß haben, der kann aus diesem Buch viel lernen. Es zeigt vor allem, dass Erfolg aus Strukturen entsteht, die das Handeln bestimmen. Rösler offenbart, wie diese Strukturen bei ihm aussehen und welche Erfahrungen er gemacht hat, als es darum ging, diese Voraussetzungen aufzubauen. Das Buch ermöglicht einen offenen Blick hinter die Kulissen.


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