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Beiträge von Guido Grigat
Top-Rezensenten Rang: 839
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Rezensionen verfasst von Guido Grigat (Hamburg)
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5.0 von 5 Sternen
Intensives Hörerlebnis, 3. Juni 2013
Diese Inszenierung mehrerer Flugzeugunglücke am Stück (in einem einzigen CD-Track) ist ein extrem intensives Hörerlebnis, das durch die krasse Diskrepanz der Mischung originaler Mitschnitte (Voice Recorder) mit dokumentarisch anmutenden, deskriptiven Elementen, ganz trockenen Übersetzungen und Kommentaren nur noch verstärkt wird. FM Einheits Soundtrack trägt sein Übriges zu dieser knappen Stunde Hochdruckspannung bei, die hier erzeugt wird. Der allgegenwärte Schauder, Beobachter realer, aber hier in der Erzählung unmittelbar bevorstehender Tode zu sein, geht so sehr unter die Haut, dass es - bei aller furchtbaren Faszination, den Tod quasi live mitzuerleben - kaum auszuhalten ist. Das bewährte Duo Ammer / Einheit mit einem weiteren lakonisch-zynischen Meisterwerk.
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
"Bedienen Sie Ihr Produkt nicht während der Fahrt." :-), 10. Mai 2013
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Warnung: Diese sehr sehr lange Rezension richtet sich in erster Linie an Interessierte, die bereits die Dutzenden anderen kurzen Rezensionen zum selben Produkt gelesen haben, und nun immer noch mehr wissen wollen. Sie besteht vor allem aus einer Schilderung der ersten Schritte in aller Ausführlichkeit Schritt für Schritt für Schritt. Sie enthält zudem den einen und anderen Tipp, wie man die kleinen Fehler, die mir dabei unterlaufen sind, vermeiden kann. Das sehr kompakte, ganz in mattem schwarz gehaltene Gerät hat übersichtlich nur eine Mini-USB-Buchse und einen Knopf zum An- und Ausschalten, jede weitere Bedienung geschieht über den Touchscreen. Der Touchscreen ist für heutige Verhältnisse relativ klein, etwas kleiner als bei meinem schon ein paar Jahre alten Vorgänger, einem "Becker Ferrari". Allerdings ist ein großer Bildschirm beim Autofahren wohl auch eigentlich nicht angebracht. Es gibt keine sichtbare nervige Wurfantenne, was ich großartig finde, falls die Ortung auch ohne solche gut funktionieren sollte. Es gibt auch keine Aufklapp-GPS-Antenne. (Nachtrag: die Ortung funktioniert im Test ausreichend gut.) Pluspunkt: Die Saughalterung mit Kugelgelenk ist direkt und sehr platzsparend an der Geräterückseite integriert. Mein voriges Navi kam mit einer schier riesigen Halterung daher, die deutlich mehr Platz benötigte als das Gerät selbst. Mein altes Gerät hatte einen SD-Card-Slot für Karten, das neue Gerät hat dies nicht, braucht es aber offenbar auch nicht, da es direkt per PC angesprochen werden kann Da in anderen Rezensionen schon viel über das Gerät selbst geschrieben wurde, an dieser Stelle vor allem etwas über -------------- ERSTE SCHRITTE -------------- - Das Gerät erstmal an den Rechner angeschlossen zum Laden (per USB-Kabel, ein Steckdosenadapter liegt nicht bei, nur für den Zigarettenanzünder im Auto) - Gerät angeschaltet - Unter Windows 7 nach ein paar Sekunden die Meldung, der Gerätetreiber sei installiert Auf dem Gerät: 1) Sprache einstellen. ok. 2) "zur Herstellung einer Verbindung zwischen Ihrem TomTom-Navigationsgerät und Ihrem Computer müssen Sie lediglich tomtom.com/getstarted besuchen." - Ich drücke an dieser Stelle nur ok, um die Webseite später zu besuchen, rate aber im Nachhinein dazu, direkt zu Beginn wie empfohlen auf die Internet-Seite zu gehen und das Gerät registrieren zu lassen. 3) Karte wird geladen: Central_Europe ... das dauert nur ein paar Sekunden. 4) "Legen Sie Ihre Heimatadresse fest." - Auch das geht sekundenschnell und gut, allerdings überdeckt die eingeblendete Eingabetouchtastatur das Auswahlpulldown, das ist ein bisschen fummelig. - Der Touchscreen reagiert übrigens sehr spürbar später und schwammiger als man es von modernen Smartphones gewohnt ist, lässt sich aber mit etwas Geduld dennoch problemlos bedienen. 5) "Wir möchten einige Informationen über Ihre Verwendung dieses Navigationsgeräts sammeln. Die Informationen werden auf dem Gerät gespeichert, bis wir sie abrufen. Wir nutzen diese anonymen Daten, um unsere Produkte und Dienste zu verbessern. Möchten Sie uns dabei unterstützen und dies zulassen?" - Nein | Mehr Infos | Ja -> Ich wähle "Mehr Infos", es erscheint ein fünf Absätze langer Text in sehr kleiner Schrift zur Erklärung. Die Schrift lässt sich noch vergrößern, bleibt aber trotzdem klein, aber lesbar. --> "Nein". -> "Informationsfreigabe deaktiviert". 6) "Rechtshinweis" - Bitte aufs Fahren konzentrieren, keine Haftung etc... - "Einverstanden". Das dürfte wohl der meistmissachtete und unfreiweillig komische Hinweis von Navigationsgeräten sein: "Bedienen Sie Ihr Produkt nicht während der Fahrt." :-) Aber wir verstehen ja, was gemeint ist. ------------- EINSATZBEREIT ------------- 7) Das Gerät verkündet selbstsicher: "Einsatzbereit. Das war's! Sie können Ihre Heimatadresse und alle anderen Einstellungen jederzeit im Menü 'Einstellungen' ändern." 8) An dieser Stelle hätte man noch auf "Kurzeinführung" drücken können, leider hatte ich diesen Knopf erst gelesen, als ich schon auf "Fertig" gedrückt hatte, weshalb ich zur Kurzeinführung nichts sagen kann. Das Ganze hat bis hier wirklich nur eine Minute gedauert, das Hauptmenü wird angezeigt: "Navigieren zu" | "Karte anzeigen" | "Route planen" | "Dienste" | "Einstellungen" | "Hilfe". Drücke ich hier "Fertig", zeigt die Karte meine Position der Heimatadresse mit der Meldung "Warte auf gültiges GPS-Signal". Anders als beim Smartphone, wo die Ortung notfalls über die Telefonsendeanlagen möglich ist, gibt es hier also ein theoretisches Problemchen bei der Einrichtung am PC in der Wohnung. Glücklicherweise ist in der Wohnung satellitengestützte Navigation nur selten notwendig. :-) Trotzdem hat man das Gefühl, ein stärkerer GPS-Empfänger oder eine bessere Antenne wären womöglich drin gewesen. ------------ "KURZE TOUR" ------------ Ich berühre die auf den ersten Blick sehr übersichtliche Karte meiner Heimatadresse (direkt angezeigt wird eine 3-D-Ansicht mit vier lesbaren Straßennamen, was ich sehr übersichtlich finde), es erscheint der Hinweis: "Möchten Sie eine kurze Tour der Kartenübersicht starten?" - "Ja". Es erscheint eine Reihe von Screenshot-Illustrationen mit erklärendem Text daneben, mit "weiter" und "zurück" können diese Seiten betrachtet werden: a) "Wenn Sie die Karte bewegen möchten, schieben Sie sie einfach mit dem Finger über das Display" b) "Zum Ändern des Maßstabs verwenden Sie die Zoomleiste am Displayrand" c) "Tippen Sie auf die SUCHEN-Schaltfläche, um einen Ort zu suchen." (Hinweis: hier ist ein Bild zu sahen, das den Knopf "Find" zeigt). d) "Klicken Sie auf einen beliebigen Ort auf der Karte, um den Pfeil zu versetzen". (Den Pfeil zu versetzen? Was soll das?) e) "Tippen Sie auf den Pfeil, um den Standort zu verwenden." (Ach so!) "Beispielsweise um den Standort zu Ihren Favoriten hinzuzufügen." f) Am Ende (mit Anzeige, wie viele Bildschirme noch etwa folgen) erscheint noch ein Tipp: "Zufahrten und Verkehrsrichtungen ändern sich ständig. Gehen Sie zu tomtom.com/maps, um herauszufinden, ob Ihre Karten auf dem neuesten Stand sind." Fertig. Es erscheint wieder die Karte, berühre ich sie nun, erscheint nicht mehr der Hinweis auf die Einführung, sondern das Gerät lässt sich wie beschrieben bedienen - wie man es von einem Navigationsgerät so erwartet, gut so. Minuspünktchen: Das Gerät reagiert wieder gefühlt sehr träge, der Aufbau der Karten bei Zoom und Ausschnittänderungen ist leider alles andere als flüssig. Ich schalte unter dem jederzeit eingeblendeten Punk "Optionen" direkt einmal "Satellitenbilder" aus, aber auch das bringt keine Verbesserung. Dass das Gerät bei jeder Berührung der Karte erstmal am Berührungspunkt einen Ort vermutet, den ich bearbeiten möchte, erscheint mir etwas unsinnig und irritiert beim Bewegen der Karte. ----------- TOMTOM.COM? ----------- Unzufriedenstellende Benutzerführung: Auf der englischsprachigen Seite navigiere ich mich durch zu [...] Dort kann ich die ersten beiden Zeichen der Seriennummer des Geräts eingeben, um herauszufinden, was für ein Gerät ich da genau habe. Wieso schreibt eigentlich fast kein Hersteller einfach die genaue Bezeichnung direkt aufs Gerät? Wie auch immer: wo ist die Seriennummer? Sie ist schnell gefunden, direkt an der USB-Buchse, also hinter dem eingesteckten USB-Stecker. Etwas dämlich versteckt? Ja. Andererseits bleibt sie so im Betrieb von außen geheim. Also kurz den Stecker herausziehen, die Seriennummer ablesen, das Gerät wieder mit dem PC verbinden. Das Gerät wird durch Eingabe der Seriennummer als ein "TomTom Start 20" erkannt, ein Blick auf den noch parat liegenden Karton zeigt: Stimmt! :-) "Connect your device to your computer to receive a personalised Map Update Service offer. Install the free, MyTomTom support application on your computer to get your personalised Map Update Service offer. Once installation is complete, connect your device to your computer and refresh this page." Moment mal. Das ist für Großbritannien. Und außerdem ist darunter von Kosten die Rede, aber ich habe doch "Free Lifetime Maps"? Ich breche das an dieser Stelle erstmal ab. NEUER VERSUCH: Auf der TomTom-Seite klicke ich oben rechts auf den Union Jack und wähle stattdessen Deutschland aus. Nun erscheint das Ganze auf deutsch, wieder ist aber von Kosten für Kartenupdates die Rede. :-( Also NOCHMAL GENAUER hingeschaut: Ah! Relativ unprominent in der Navigation der deutschen TomTom-Seite findet sich ein Link "Free Lifetime Maps": [...] Hier bin ich richtig! ------------------------- /DE_DE/MAPS/LIFETIME-MAPS ------------------------- "Wenn Sie Lifetime Maps aktivieren möchten, müssen Sie Ihr Gerät einfach mit einem internetfähigen Computer verbinden und ein MyTomTom-Konto für die Registrierung erstellen. Dadurch erhalten Sie Zugriff auf alle Karten-Updates im Rahmen des Lifetime Maps Service. TomTom informiert Sie vierteljährlich per E-Mail (solange Sie über ein MyTomTom-Konto verfügen), sobald neue Karten verfügbar sind." So weit so fantastisch! Bei meinem alten Navigationsgerät waren keine Updates inklusive, ich fahre mit jahrealten Karten, vielerorts ist das wirklich unsäglich. Falls diese kostenlosen Updates auf aktuelle Karten wirklich funktionieren, bedeutet das über die Jahre eine enorme Kostenersparnis und ein riesiger Pluspunkt! "... keine weiteren Kosten beim Update der Karten auf Ihrem Gerät. Free Lifetime Maps umfasst alle vollständigen Updates der Karte, die auf Ihrem Gerät vorinstalliert ist (die geografische Abdeckung und der Support der Funktionen in der Karte stimmen weiterhin mit der Originalkarte überein). Es werden mindestens 4 neue Karten pro Jahr veröffentlicht. Sie erhalten in diesen Versionen somit alle Updates des Straßennetzes sowie von Adressen und Sonderzielen." Kleiner Dämpfer: "lifetime" heißt hier: "für die Lebensdauer des Geräts, also den Zeitraum, in dem TomTom Softwareaktualisierungen, Services, Inhalte oder Zubehör für das Gerät bereitstellt. Ein Gerät hat das Ende seiner Lebensdauer erreicht, wenn dieser Support nicht mehr besteht." Das kann also theoretisch auch bedeuten: Updates bis morgen. Es ist andererseits klar, dass die Firma sich so absichern muss, niemand kann erwarten, dass sie 50 Jahre lang umsonst Karten updaten. Ich bin sehr gespannt, wie viele Jahre lang der Support samt kostenlosen Updates tatsächlich angeboten wird. Derzeit kann ich das natürlich so nicht bewerten. ------------- REGISTRIERUNG ------------- "Klicken Sie hier, um weitere Informationen zur Registrierung Ihres Geräts zu erhalten" ... hier landen wir bei dem Link, den mir das Gerät gleich zu Beginn nahe gelegt hat: [...] Meine Empfehlung: dort wirklich gleich zu Beginn das Gerät registrieren. "Zur optimalen Nutzung Ihres TomTom-Geräts! Registrieren Sie Ihr Navigationsgerät und erhalten Sie Ihr KOSTENLOSES Get Started-Set. Folgendes müssen Sie dafür tun: - Installieren Sie die TomTom-Software - Registrieren Sie Ihr Gerät - KOSTENLOSES Get Started-Set erhalten" Also los: - "My TomTom" herunterladen. - installieren - Auf der Website heißt es im Anschluss: "Ihr Navigationsgerät ist auf dem neuesten Stand. Es stehen keine Aktualisierungen zur Installation bereit." - Die Anwendung meldet allerdings: "Es sind 3 neue Inhalte verfügbar". - Mit Klick auf die Anwendung landet man wieder auf der Site, dort heißt es nun "Lifetime Maps aktiviert!". - "Stellen Sie sicher, dass die TomTom-Supportanwendung auf Ihrem Computer installiert ist und funktioniert." ok. - "Verbinden Sie Ihr Navigationsgerät mit Ihrem Computer." ok. - Um die verfügbaren 3 neuen Aktualisierungen installieren zu können, ist noch ein dritter Schritt nötig: "Melden Sie sich mit Ihrem MyTomTom-Konto an." - "Haben Sie noch kein TomTom-Konto? Erstellen" - ok. - Ich erstelle ein Konto und erwische mich dabei, mich zu gruseln. Sind ab sofort alle Navigationsdaten mit meinem angegebenen Daten verknüpft? Anzugeben sind E-Mail, voller Name und Land. - Mit etwas mulmigem Gefühl geht es trotzdem weiter. "Sie haben Ihr TomTom-Konto erfolgreich erstellt." Nun wird im Navi ein Update eingespielt ... "bitte nicht trennen" - "Fertig! Ihr Navigationsgerät kann nun sicher entfernt werden." Sekundenschnelles Update, allerdings poppte dabei die Anwendung mit einer Meldunga auf, während ich dies tippte und stahl den Fokus, so dass ich darin "weitertippte". Das Fenster ging daraufhin wieder zu, ohne dass ich weiß, was eigentlich gemeldet wurde, schlechte Nutzerführung! Wie auch immer: anschließend kann ich über die Anwendung nochmals die Website aufrufen und darüber drei Aktualisierungen einspielen, wenn ich möchte. - Auch eine Info zum Speicherplatz finde ich hier erstmals: "Verfügbarer Speicherplatz auf Ihrem Navigationsgerät: Verwendet 3174.99 MB, Frei 4250.5 MB" - Zur Aktualisierungswahl stehen bei mir: - 1) "QuickGPSfix" - kann nicht abgewählt werden, offenbar ein Pflichtupdate, sobald eine Aktualisierung durchgeführt wird. ("Größe:60.1 kb - Zur Positionsermittlung benötigt Ihr TomTom-Navigationsgerät die Signale von mindestens 4 Satelliten, deren genaue Position bekannt sein muss um mit der Navigation beginnen zu können. Dieser intelligente Service verkürzt die Zeit, die zur Ermittlung Ihrer GPS-Position benötigt wird. So können Sie Ihre Fahrt bereits innerhalb von 30 Sekunden antreten, selbst wenn das GPS-Signal schwach oder teilweise blockiert ist."). - 2) "Zentraleuropa" - ein 2GB großes Update der Karten Zentraleuropa auf v9.05 (leider steht da nicht dabei, von WANN die Daten eigentlich sind.) - Dies Update führe ich durch, bin schon gespannt, wie intelligent der Speicherplatz verwaltet wird. Da ein älterer Kartensatz bereits auf dem Gerät vorinstalliert ist, sollte dies Update am Ende beim Speicherplatz ja bestenfalls kaum ins Gewicht fallen? Mal sehen ... Nachtrag: nach dem Update ist der freie Speicherplatz sogar noch ein bisschen größer, super. - 3) "Radarkameras Europa - Einmalige Aktualisierung" - hier können neben Deutschland auch die Länder Belgien, Frankreich, Hungary :-), Italien, Luxemburg, Niederlande, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Österreich ausgewählt werden. Ich wähle nur spaßeshalber mal "Deutschland" aus. - "Aktualisierung" - uff, das Update aller Karten mit 2GB bleibt nicht ohne Folgen ... die Anwendung schätzt die Zeit, die das Herunterladen benötigt, auf ca. anderthalb Stunden. Auf dem Navi erschien kurz der Hinweis, man möge das Gerät nicht trennen, der ist aber sofort wieder verschwunden ... hm, darf ich nun doch trennen, während auf dem PC heruntergeladen wird? Wäre natürlich schön. Ich beschließe, dies an dieser Stelle nicht mutwillig zu testen, lasse das Gerät am PC angestöpselt und lasse die TomTom-Anwendung bzw. -Website in Ruhe Daten herunterladen ... In der Zwischenzeit finde ich in meinem E-Mail-Posteingang eine Bestätigung zur Registrierung bei TomTom samt "10€-Gutschein, den Sie auf TomTom.com einlösen können". Nach etwa anderthalb Stunden ist der Download wie versprochen beendet, die Installation folgt und dauert etwa 20 Minuten, während der das Gerät nicht vom PC getrennt werden darf. Ich verkneife mir wieder den Test, was dabei passieren würde. Bei etwa vom Gerät angezeigten 8 Minuten Restzeit sind die Updates 15 Minuten später fertig installiert. (Zwischendurch hatte ich übrigens versehentlich die TomTom-Website geschlossen, auf der der Updateverlauf angezeigt wurde. Offenbar ist das zum Glück wirklich nur eine Anzeige, das Update wurde auch ohne Browser über die auf dem PC installierte Anwendung fortgeführt.) ----------------- IN DER FAHRPRAXIS ----------------- Starten (und Beenden) des Gerätes geschieht durch etwa zwei Sekunden langes Drücken des einzigen wirklichen Knopfes an der Rückseite. Das GPS funktioniert bei der ersten Fahrt (erst) nach etwa 20 Metern. Die Anzeige der Route ist standardmäßig in einer 3-D-Ansicht, die mir in einen Umkreis der nächsten paar hundert Meter zeigt. Die Namen von großen Straßen, die die Fahrtstrecke kreuzen, werden angezeigt. Übersichtlich. Auf meiner ersten Testfahrt gab es keine bösen Überraschungen, die Route wurde stets korrekt berechnet, auch die Fahrtzeit wurde realistisch geschätzt. Wurde eine Abfahrt nicht wie vorgeschlagen genommen, gab es im innerstädtischen Test keine Aufforderungen zu wenden und wieder zur ursprünglich berechneten Strecke zurückzukehren, sondern nach wenigen Metern wurde einfach die nächstmögliche (nahezu ebenso schnelle) Strecke ohne Meckern als neue Route übernommen. Ich fand dies Verhalten nervenschonend. Vor allem der Spurassistent ist eine tolle Erfindung - das war eine Fähigkeit, die mir bei meinem letzten Navigationsgerät am meisten fehlte. Das Gerät zeigt in "kritischen" Streckenabschnitten zur richtigen Einfädelung alle Spuren an, die in Fahrtrichtung befahrbar wären, und hebt die, die zu nutzen sind, hervor. Das klappt wirklich recht gut. Gilt es auf Autobahnen, auf eine andere Autobahn zu wechseln, wird zusätzlich ein sehr deutliches Symboldbild mit den Spuren, die zu nutzen sind, eingeblendet - feine Sache! Die beiden mir bekannten festen Blitzer (einmal Tempo, einmal Ampel) auf meiner Route wurden mit einem fröhlichen Dingeling korrekt angekündigt. Auf dem ziemlich kleinen Bildschirm, den ich im Fahrtest gerade noch so eben groß genug finde, ist natürlich vor allem die Route zu sehen, außerdem: Am unteren Bildschirmrand drei große Anzeigen (die gleichzeitig als Touchscreen-Knöpfe fungieren) für die Restfahrtstrecke und -dauer, sehr gut lesbar. Hier findet sich auch ein Lautsprechersymbol. Berührt man diesen Bereich, wird die nächste gültige Anweisung des Geräts sofort nochmals gesprochen, zudem kann die Lautstärke geändert werden. Mir fiel auf, dass die ebenfalls angezeigte Geschwindigkeit relativ stark vom Tacho abweicht ... aber wer liegt richtig, wer daneben? Am rechten Rand ist eine Leiste zu sehen, die Verkehrsbehinderungen auf der gesamten Strecke anzeigt. Auf der Testfahrt fuhr ich auf der Autobahn einmal durch eine Verengung wegen Baustelle, diese wurde mir auch angezeigt, auch wenn mir erst unklar war, WAS mir da angezeigt wurde. Hier heißt es dann eben doch: Anleitung und Iconlegende lesen. Intuitiv nahm ich aber an, es handele sich um Staumeldungen etc. Ein Stück der Strecke wurde gelb eingefärbt, es war jederzeit zu sehen, wieviele Kilometer es noch bis zur Behinderung sind, bzw. (Zufall oder ganz wunderbar genau so programmiert?) wurde mir die Restwegstrecke bis zur letzten Autobahnabfahrt vor der Behinderung (!) angezeigt - und nur so bringt das ja etwas, klasse! Weitere Infos zur gemeldeten Verkehrsbehinderung sind über einen leider winzigen Touchscreen-Knopf verfügbar. Dort konnte ich dann auch völlig richtig lesen, dass die derzeitige Verzögerung nur "0 Minuten" :-) beträgt. Am linken Rand oben gibt es noch eine Lupe, die erst einmal zur Aktivierung der Zoomfunktionen zu berühren ist, danach kann dann mit "-" und "+" die Zoomstufe verändert werden, etwa um auch die Straßennamen kleinerer Nebenstraßen in unmittelbarer Nähe anzeigen zu lassen oder einen besseren Überblick über die etwas weitere Umgebung bekommen zu können. Die so eingestellte Ansicht wird allerdings nach ein paar Sekunden wieder automatisch auf die "normale" Routenansicht umgestellt. Ob das immer praktisch ist, kann ich noch nicht entscheiden. Wenn das Gerät nicht am Stromanschluss angeschlossen ist, wird auch der Batteriestand grob mit einem kleinen Icon angezeigt. Alles in allem gab es bei der Testfahrt nur eine Sache, die mir aufstieß: Das Gerät schien bei mir alles etwa 20 Meter "zu spät" anzukündigen, was zwar immer noch vollkommen rechtzeitig für jede Aktion war, aber doch gerade in unbekannten/unübersichtlichen Gegenden trotz Navigationsgerät größere Konzentration erfordert. Womöglich ist aber einfach eine kleine Umgewöhnungsphase für das neue Navigationsgerät nötig. Ich bin alles in allem rundum zufrieden mit dem Gerät. ------------------- MÖGLICHERWEISE NEU? ------------------- Ein paar Wochen später erhalte ich nach dem Start einen Hinweis: "Möglicherweise steht Ihnen eine kostenlose neue Karte zur Verfügung. Verbinden Sie Ihr Navigationsgerät mit Ihrem Computer, um diese Karte herunterzuladen." Wirklich? Das will doch auch noch mal getestet werden: Ich verbinde das Gerät mit dem PC ... ein kleines Bildschirmsymbol an der Stelle, an der sonst das Batteriesymbol zu sehen ist, verrät mir das auch. Aber wie ging es jetzt weiter? Ich drücke den rechten unteren "Routenplaner-Knopf", und werde erinnert: "Zur Herstellung einer Verbindung zwischen Ihrem TomTom-Navigationsgerät und ihrem Computer müssen Sie lediglich tomtom.com/getstarted besuchen." - Stimmt, so war das wohl, guter Hinweis ... ich rufe die Seite auf, klicke dort nach der Länderauswahl oben rechts auf "myTomTom", wo ich noch angemeldet bin, und dann "nach neuen Inhalten suchen". So komme ich aber leider nicht weiter, ich erhalte nur Hinweise, wie ich mich anmelden könne - was ich aber schon bin. Ich klicke auf Verdacht im "MyTomTom"-Menü auf "Überblick" - nun erscheint der Hinweis: "Es wurden Aktualisierungen für Ihr Navigationsgerät gefunden. 3 neue Aktualisierungen sind verfügbar!" Prima. Anschließend wird aber leider wieder auf den Download der TomTom-Software für den PC hingewiesen, die ich doch schon installiert hatte? Oh, stimmt ja, da war was. Ich öffne die Software, die ich schon ganz vergessen hatte ... Nun sind sogar schon 4 Aktualisierungen verfügbar und die JETZT (nach Öffnen der Software!) nochmals aufzurufende Webseite erkennt Software und Gerät. Nun heißt es, sich nochmals anzumelden, mein Passwort weiß ich noch, es kann also direkt weitergehen, mir werden wieder freier Speicherplatz auf dem Gerät sowie mögliche Updates angezeigt: "Verwendet 3196.99 MB | Frei 4228.5 MB". Ich lade 3 neue Elemente herunter, "Map Share community map update", "Version 12.065" und "QuickGPSfix". Anschließend wird 3 Minuten lang installiert - alles in Ordnung. Der Hinweis des Geräts auf neue Software funktioniert also im Test im Prinzip einwandfrei, und wenn man sich an die PC-Software erinnert und die empfohlene Website direkt darüber aufruft, geht alles übersichtlich und schnell, wenn man als letzte Hürde seine Accountdaten noch kennt. Nur ein kleiner Haken bleibt dabei: während der Installation sollte man tunlichst die Finger vom PC lassen, das Infofenster klaut sich beharrlich den Fokus, und wer währenddessen tippt, bricht dabei womöglich unversehens das Update ab! Das ist deutlich ein kleiner Minuspunkt.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Angenehme Hightech-Creme, die aber nicht auf Anhieb überzeugt, 4. April 2013
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Die Hausdame hat's getestet: "Dieses Serum hat zunächst einmal eine angenehme Konsistenz, zieht schnell ein und lindert tatsächlich das Spannungsgefühl der Haut nach dem Waschen. Dabei ist es sehr ergiebig, man braucht nur ein paar Tropfen. Der Geruch ist okay, aber nicht besonders frisch oder toll. Der versprochene Sofort-Effekt war bei mir eine leichte Rötung, die aber wiederum ganz frisch wirkte. Die Poren sahen in den ersten Tagen vergrößert statt feiner aus. Leider – Zufall oder nicht - bekam ich am ersten Testtag eine Augenentzündung, die knapp drei Tage anhielt. Man sollte das Produkt also vorsichtshalber niemals in Augennähe einsetzen. Das steht auch auf der Tube, aber als unbedarfte Einfach-das-ganze-Gesicht-Eincremerin war ich a) überrascht und frage mich b) auch, wo denn sonst alle die Linien und Fältchen haben. Nun also sparsamer und gezielter Auftrag auf Stirn und Wangen. Da scheint es nicht zu schaden. Die Haut ist schön zart und fühlt sich gut an. Fazit: Ob ich das Serum regelmäßig kaufen werde, muss sich weiterhin entscheiden. LSF 20 ist zumindest praktisch, sodass ich es im Frühjahr/Sommer noch auf einen Schwitztest ankommen lassen werde."
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Der große Datenverlust-Frust, 2. April 2013
Wenn das Spiel (ich spielte die digitale "Deluxe"-Variante) mal läuft, ist es bei allen Ungereimtheiten, die auch 2013 noch auftauchen (à la Häuser werden über Straßen gebaut, durch die Straßenbahnen hindurchfahren) sehr hübsch anzusehen und macht als Städtebausimulation durchaus Spaß. Wenn! Mal kann gar nicht gespielt werden, weil Server nicht arbeiten. Na gut, die Kinder sollen ja auch mal raus zum Spielen. ;-) Zwangspausen wegen Serverwartungen habe ich ebenfalls erlebt. Schlecht, wenn man mal nur eine gewisse Zeitspanne zu einem bestimmten Termin hat. Das finde ich schon dämlich genug. Viel schlimmer noch: bei jedem Beenden des Spieles ("Speichern" gibt es erst gar nicht!) die bange Frage, welcher Stand da wohl auf dem Spieleserver von EA Origin gespeichert wurde, mit dem dauerhafte Zwangsverbindung besteht. Manchmal erscheint beim nächsten Laden nämlich ein etwas älterer Stand, und dann gilt es herauszufinden, welche Aktionen, die eigentlich schon vollzogen waren, nun nochmal durchgeführt werden müssen. Das nervt bei einem Spiel, wo es um kontinuierlichen Aufbau und Weiterenwicklung geht, schon sehr. Wenn das Spiel gar nicht mehr reagiert, was bei mir auch schon mehrfach vorgekommen ist (insbesondere rate ich ab, größere Abrissmaßnahmen am Stück im Spiel vorzunehmen), ist der letzte Spielstand mit dem weitergespielt werden kann, auch schon mal deutlich älter. Wer übrigens gerne selber mal einen bestimmten Spielstand abspeichern würde, um zum Beispiel mit einer florierenden Stadt vor dem Niedergang weiterzuspielen - Pech gehabt. So eine Selbstverständlichkeit ist in diesem Spiel nicht vorgesehen. Ebenfalls verschwand inzwischen schon mehrmals - und das ist dann wirklich der Gipfel der traurigen Unfähigkeit des Herstellers - zum ersten Mal eine Stadt, an der ich tagelang herumgewerkelt hatte, komplett aus dem Menü. Stattdessen finde ich dort eine ältere wieder, die ich wegen der zahlreichen Probleme gelöscht hatte. Wohlgemerkt habe ich nicht mal zusammen mit anderen im Multiplayermodus gespielt, Serveranbindungen wären im Prinzip wohl gar nicht nötig, und Spielstände könnten allemal einfach wie in den letzten 30 Jahren üblich auf dem Computer gespeichert werden. Ich hätte übrigens auch gerne mal auf einer Region mit anderen Spielern gespielt - aber bei mir waren alle Welten, die dazu einladen und die ich mir angesehen hatte, bereits vollständig belegt, größtenteils schon mit Städten, die vor Wochen zuletzt bespielt wurden ... woran das wohl liegt ... Besonders blöd ist das, wenn man eine Handelsstruktur aufbauen möchte, bei der man darauf angewiesen ist, dass die Nachbarstädte auch bespielt werden. Nee ... so wie das derzeit konstruiert ist, ist das Spiel leider nur als absolute Abzocke und Frustgarant zu bezeichnen. Wie soll man so ein Spiel noch weiterspielen mögen, wenn ständig unklar ist, wie lange es wohl läuft? Fazit, Stand April 2013: Nicht kaufen! Und schon gar nicht die digitale Fassung, die nicht zurückgegeben werden kann - geschweige denn die Deluxe-Edition samt der wirklich überteuerten Erweiterungs-Packs. Wenn zu diesem Spiel nicht in Bälde ein bequemes Offline-Update erscheint, ist es offiziell nahezu unbrauchbar. Leider.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Spürbar mehr Leistung. Aber schutzlos, 22. März 2013
+ Der Akku hält wirklich spürbar länger als der normale, mit dem ich bislang mindestens täglich eine komplette Ladung vornehmen musste - mit dem neuen Akku kann es bei mir nun auch schon mal zwei Tage lang dauern, bis wieder nachgeladen werden muss. Der "Hochleistungsakku" ist gegenüber dem Standardmodell ein echter Gewinn. Wer länger ohne Steckdose auskommen muss, für den sind die dicken Akkus aber ein tolles Plus. (Von Fremdherstellern gibt es die übrigens auch noch mit viel mehr Leistung - von mir nicht getestet.) + Dafür wird das Smartphone spürbar dicker, ein neuer Plastikrücken wird ja extra mitgeliefert. Das Gerät liegt für meinen Geschmack dadurch aber besser in der Hand als zuvor mit den normalen Akkus, ich sehe das damit sogar eher als Vorteil. - Der Akku ist natürlich nicht nur dicker, sondern auch schwerer, das Leichtgewicht Galaxy SIII verliert dadurch an Vorsprung vor vergleicbaren, schwereren Konkurrenten. - Beim einem Fall des Geräts auf Auslegeware aus ca. 50 cm Höhe löste sich die neue Rückseitenschale vom Gerät. (Der Akku blieb aber fest am Platz.) Die Schale scheint im normalen Betrieb zwar gut zu passen (alles andere wäre bei Ware vom Originalhersteller ja auch schlechter Scherz), aber dieses Verhalten finde ich doch ein bisschen entmutigend. - Stand März 2013: Es passt nun keine Schutzhülle mehr. Der Wahnsinn. Samsung hat nach etwas mühseliger Kontaktaufnahme tatsächlich bestätigt: "Sie heben einen Hochleistungsakku für Ihr Samsung Galaxy S III erworben und suchen eine passende Schutzhülle für das nun dickere Gerät. Eine entsprechende Hülle steht in Moment in Deutschland nicht zur Verfügung." -- Was auch immer "in Deutschland" bedeuten mag, ist das schon ein schwaches Bild für einen Original-Artikel des Herstellers. Bis passende Schutzhüllen erhältlich sind, würde ich nur bei akutestem Saftmangel ;) zu dieser Akku-Erweiterung raten und vielleicht doch eher einen zusätzlichen normalen Austauschakku mitführen.
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5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Wieder ihre alte Dampfmaschine nicht vom Dachboden geholt, 22. März 2013
Depeche Mode haben auch für das neue Album wieder ihre alte Dampfmaschine nicht vom Dachboden geholt, mit der sie Mitte der Achtziger industriellen Tönen den Synthiemarsch beibrachten. Die alten Meisterwerke bleiben unerreicht. Aber ein neuer Geniestreich ist hinzugekommen! Allein schon die ganzen alten Samples bzw. daran stark angelehnten Sounds, die hier verarbeitet wurden, sind für mich ein kleines Fest. ----------- Zwar - aber ----------- ZWAR fehlen beim ersten Hören die ganz einzigartigen, zuvor nie gehörten Sounds wie schon auf den letzten Alben schmerzlich. Nach dem Weggang des Tüftlers Alan Wilder gelang wahre Innovation im Sound in voller Länge nicht mehr, da ist was dran. ABER der Sound des neuen Albums ist moderner und grandios! Depeche Mode pur, mit einer bemerkenswerten Tendenz zu Frickeleien à la BBC Workshop sowie Reminiszenzen an das für meinen Geschmack sehr gelungene Projekt "VCMG" 2012 von Martin Gore und Vince Clarke. ZWAR vermisse ich noch eingängigere, unverwechselbarere Melodien, wie sie Depeche Mode Anfang der 1980er bis Mitte der 1990er am laufenden Band produzieren konnte. Und vor allem Tempo - die neuen Songs klingen mehrfach nur wie die Einleitung zum eigentlichen Stück. Und Härte, die es ja aber auch früher immer nur ganz zwischendurch gab. Ich vermisse die vorzügliche, gerne durch sperrige Sounds gebrochene Naivität aus dem ersten Band-Jahrzehnt, obwohl auf diesem Album mehr vielschichtige Atmosphäre erzeugt wird als auf den drei Alben davor. Ich wünsche Dave Gahan eine weniger bei jeder Silbe seine Seele betont rausrotzende Stimme zurück. Ich vertrüge auch mehr Mut beim Durchbrechen altbekannter Songstrukturen. Und dann fehlt da noch dieser eine obligatorische lange Song, der minutenlang nur komische Geräusche von sich gibt. ;-) ABER ansonsten stimmt alles! --------------- Erste Eindrücke --------------- ***** Soft Touch / Raw Nerve VCMG meets Daft Punk meets Duran Duran? ;-) Eine Komposition in sehr guter Depeche-Mode-Tradition! Der Song hört leider in dem Moment auf, in dem er richtig durchstarten könnte. ***** Secret To The End Depeche Mode in Reinkultur. Hier stimmt doch eigentlich alles. Portisheads letzte Platte grüßt schön. Wünsche mir einen Extended Remix mit ollen Materialien-Sample-Sounds. :-) ***** Soothe My Soul Gute Wahl für eine Single-Auskopplung Von Beginn an hübsch basslastig, beginnt das Stück wohltuend zurückgenommen, ist aber eigentlich verkappte EBM. Bridge und Refrain machen einen richtigen Floorfiller aus dieser Auskopplung. Tanzen! PS: Wer muss beim Hören auch an "It's Called A Heart" denken? ***** Should Be Higher Großartig. Mutigere Harmonien, berauschender 6/8-Takt, Dave und Martin singen, ein Highlight! Mir fehlte beim ersten Hören ein wenig Dichte - beim zweiten Hören aber schon nicht mehr. ***** Angel Ich gebe zu, ich kann Dave Gahan einfach nicht mehr hören, wenn er so wie hier jede Silbe in den Äther schreit, als wäre es ein Stoßgebet. Martins Gesang im Übergangsteil ist dagegen Balsam. Aber von Daves überdrehtem Gesang abgesehen ein schöner Song, der klingt, als sei er zwischen "Songs Of Faith And Devotion" und "Ultra" aus der Zeit gefallen. ***** Heaven Die erste Single war eine gute Wahl, die nicht schon das ganze Pulver des Albums verschießt. **** Slow Erdiger Blues, weit von Synthiepop entfernt, und trotzdem ja längst auch typisch Depeche Mode. Nick Cave oder Blixa Bargeld hätten hier als Gäste wie die Faust aufs Auge gepasst, aber sowas gibt es bei Depeche Mode nun mal nicht. Wieso eigentlich? **** Alone Angenehmes Tempo, sehr stimmig. Der Sound ist beim ersten Hören nicht ganz mein Geschmack, erst ganz am Ende. **** Goodbye Noch ein Blues? Gitarre pur? Nicht ganz. Guter Song, der bestimmt auch doppelt so schnell funktionieren würde. PS: Wer muss beim Hören auch an "Pleasure, little Treasure" denken? **** Broken Metallische Beats, die an "Something To Do" erinnern können, gemischt mit Gitarre, Dave Gahan, der einmal so cool wie früher ist und nicht bei jeder Silbe seine Lunge auszuspucken scheint, dazu Martin Gores Background-Gesang. Das stimmt doch alles. Trotzdem plätschert das Lied ein bisschen. **** The Child Inside Martin singt und die Englein halten verzückt inne, um zu lauschen. Wunderschön. *** My Little Universe Der Acid-Sound ist nicht jedermanns Sache, klar. Viel schlimmer: der Song hört auf, gerade als er durchzustarten scheint. Schade. *** Welcome To My World Wäre meiner Meinung nach als 2-minütiges Into besser gewesen, vielleicht rein vokal? Weniger ist manchmal viel mehr. Das Album endet mit Goodbye. War es das also? Leute, das ist nie auszuschließen! Oder gibt es ein Wiedersehen? Genießen wir einfach jeden schönen Song, solange wir können, statt immer nur zu motzen. Vor ein paar Tagen habe ich einen Facebook-Eintrag gelesen, der das murmeltierhafte Herumkritteln am jeweils neuen Album sinngemäß wie folgt treffend zu kommentieren wusste: "Ich kann es nicht mehr hören. Immer die selben Leute, die hier schreiben: 'Ich bin schon seit dem Mittelalter Fan, aber seit Just Can't Get Enough ist alles Mist'."
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19 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Wieder ihre alte Dampfmaschine nicht vom Dachboden geholt, 22. März 2013
Depeche Mode haben auch für das neue Album wieder ihre alte Dampfmaschine nicht vom Dachboden geholt, mit der sie Mitte der Achtziger industriellen Tönen den Synthiemarsch beibrachten. Die alten Meisterwerke bleiben unerreicht. Aber ein neuer Genistreich ist hinzugekommen! Allein schon die ganzen alten Samples bzw. daran stark angelehnten Sounds, die hier verarbeitet wurden, sind für mich ein kleines Fest. ----------- Tipp: Vinyl ----------- Nachtrag vom 30.3.: Die Vinyl-Edition kommt als Gatefold-Doppel-Album, jede Seite mit vier Titeln, also insgesamt 16, d.h. die Bonustracks der "Deluxe"-CD-Variante sind einfach gleich mit dabei. Klasse! Außerdem inklusive Downloadcode! Alles richtig gemacht, dazu auf den Inlets zwei große Fotos und alle (!) Texte. Perfekt. ----------- Zwar - aber ----------- ZWAR fehlen beim ersten Hören die ganz einzigartigen, zuvor nie gehörten Sounds wie schon auf den letzten Alben schmerzlich. Nach dem Weggang des Tüftlers Alan Wilder gelang wahre Innovation im Sound in voller Länge nicht mehr, da ist was dran. ABER der Sound des neuen Albums ist moderner und grandios! Depeche Mode pur, mit einer bemerkenswerten Tendenz zu Frickeleien à la BBC Workshop sowie Reminiszenzen an das für meinen Geschmack sehr gelungene Projekt "VCMG" 2012 von Martin Gore und Vince Clarke. ZWAR vermisse ich noch eingängigere, unverwechselbarere Melodien, wie sie Depeche Mode Anfang der 1980er bis Mitte der 1990er am laufenden Band produzieren konnte. Und vor allem Tempo - die neuen Songs klingen mehrfach nur wie die Einleitung zum eigentlichen Stück. Und Härte, die es ja aber auch früher immer nur ganz zwischendurch gab. Ich vermisse die vorzügliche, gerne durch sperrige Sounds gebrochene Naivität aus dem ersten Band-Jahrzehnt, obwohl auf diesem Album mehr vielschichtige Atmosphäre erzeugt wird als auf den drei Alben davor. Ich wünsche Dave Gahan eine weniger bei jeder Silbe seine Seele betont rausrotzende Stimme zurück. Ich vertrüge auch mehr Mut beim Durchbrechen altbekannter Songstrukturen. Und dann fehlt da noch dieser eine obligatorische lange Song, der minutenlang nur komische Geräusche von sich gibt. ;-) ABER ansonsten stimmt alles! --------------- Erste Eindrücke --------------- ***** Soft Touch / Raw Nerve VCMG meets Daft Punk meets Duran Duran? ;-) Eine Komposition in sehr guter Depeche-Mode-Tradition! Der Song hört leider in dem Moment auf, in dem er richtig durchstarten könnte. ***** Secret To The End Depeche Mode in Reinkultur. Hier stimmt doch eigentlich alles. Portisheads letzte Platte grüßt schön. Wünsche mir einen Extended Remix mit ollen Materialien-Sample-Sounds. :-) ***** Soothe My Soul Gute Wahl für eine Single-Auskopplung Von Beginn an hübsch basslastig, beginnt das Stück wohltuend zurückgenommen, ist aber eigentlich verkappte EBM. Bridge und Refrain machen einen richtigen Floorfiller aus dieser Auskopplung. Tanzen! PS: Wer muss beim Hören auch an "It's Called A Heart" denken? ***** Should Be Higher Großartig. Mutigere Harmonien, berauschender 6/8-Takt, Dave und Martin singen, ein Highlight! Mir fehlte beim ersten Hören ein wenig Dichte - beim zweiten Hören aber schon nicht mehr. ***** Angel Ich gebe zu, ich kann Dave Gahan einfach nicht mehr hören, wenn er so wie hier jede Silbe in den Äther schreit, als wäre es ein Stoßgebet. Martins Gesang im Übergangsteil ist dagegen Balsam. Aber von Daves überdrehtem Gesang abgesehen ein schöner Song, der klingt, als sei er zwischen "Songs Of Faith And Devotion" und "Ultra" aus der Zeit gefallen. ***** Heaven Die erste Single war eine gute Wahl, die nicht schon das ganze Pulver des Albums verschießt. **** Slow Erdiger Blues, weit von Synthiepop entfernt, und trotzdem ja längst auch typisch Depeche Mode. Nick Cave oder Blixa Bargeld hätten hier als Gäste wie die Faust aufs Auge gepasst, aber sowas gibt es bei Depeche Mode nun mal nicht. Wieso eigentlich? **** Alone Angenehmes Tempo, sehr stimmig. Der Sound ist beim ersten Hören nicht ganz mein Geschmack, erst ganz am Ende. **** Goodbye Noch ein Blues? Gitarre pur? Nicht ganz. Guter Song, der bestimmt auch doppelt so schnell funktionieren würde. PS: Wer muss beim Hören auch an "Pleasure, little Treasure" denken? **** Broken Metallische Beats, die an "Something To Do" erinnern können, gemischt mit Gitarre, Dave Gahan, der einmal so cool wie früher ist und nicht bei jeder Silbe seine Lunge auszuspucken scheint, dazu Martin Gores Background-Gesang. Das stimmt doch alles. Trotzdem plätschert das Lied ein bisschen. **** The Child Inside Martin singt und die Englein halten verzückt inne, um zu lauschen. Wunderschön. *** Welcome To My World Wäre meiner Meinung nach als 2-minütiges Into besser gewesen, vielleicht rein vokal? Weniger ist manchmal viel mehr. *** My Little Universe Der Acid-Sound ist nicht jedermanns Sache, klar. Viel schlimmer: der Song hört auf, gerade als er durchzustarten scheint. Schade. Das Album selbst endet mit Goodbye. War es das also? Leute, das ist nie auszuschließen! Oder gibt es ein Wiedersehen? Genießen wir einfach jeden schönen Song, solange wir können, statt immer nur zu motzen. --------------------------- BONUS DISC / DELUXE EDITION --------------------------- Das Mute-Logo ist zwar noch zu sehen, aber der Wechsel zu Columbia beschert uns das erste Album ohne die bekannte "Stumm"-Katalognummer. Der Sammler zuckt kurz: was soll das? Die Rückseite des Albums zeigt eine Schwarzweiß-Fotografie der Herren ganz im Stil der alten Tage. Aber das Cover ... mal ehrlich - das ist doch eine Frechheit, wie hässlich das ist, oder? :-) Die "Deluxe Edition" im normalen Jewel-Case-Format kommt als Hardcover stabil mit dicken Pappdeckeln daher, zwischen den beiden (etwas frickelig zu entnehmenden) CDs erfreut ein 28-seitiges Foto-Booklet mit allen Texten (auch der Bonus-Tracks!) den Fan. Wobei eine eigene CD für 4 Titel natürlich Verschwendung ist, aber wie auch immer. Die zusätzlichen gut 17 Minuten sind eine nette Beigabe! "Long Time Lie" und "Happens All The Time" sind eine gute Ergänzung zum Album, die Ballade "Always" ist eine Wow-Martin-Gore-Perle und mit knapp über 5 Minuten übrigens der drittlängste Song des Albums. Danach "All That's Mine", das am Anfang einen auf EBM macht und dann als Dark-Wave-Popnummer irgendwo zwischen And One und Alphaville entpuppt. Der Song kommt mir im Übrigen sehr vertraut vor, wo war der vor Erscheinen des Albums schon zu hören? Ach, na klar, der war die "B-Seite" der Single-CD von "Heaven". ------------ Depeche Motz ------------ Wer in den 80ern als Popper verunglimpft wurde und dabei glaubte, mit Depeche Mode einen ganz besonderen Geschmack zu haben, ist längst eines besseren belehrt: Depeche Mode sind je nach Rechenart die erfolgreichste Popband aller Zeiten. Was umso erstaunlicher ist, als seit fast zwanzig Jahren viele Fans nur treue Käufer sind, aber nicht in höchsten Tönen vom jeweils neuen Album schwärmen. Immer ist das sinnentfreite Fazit: Schade, dass sie nicht mehr Depeche Mode sind. Vor ein paar Tagen habe ich einen Facebook-Eintrag gelesen, der das murmeltierhafte Herumkritteln am jeweils neuen Album sinngemäß wie folgt treffend zu kommentieren wusste: "Ich kann es nicht mehr hören. Immer die selben Leute, die hier schreiben: 'Ich bin schon seit dem Mittelalter Fan, aber seit Just Can't Get Enough ist alles Mist'." --------------------------------------------------------- Die schwierigen ersten Eindrücke in der Post-"Ultra"-Ära. --------------------------------------------------------- Die neuen Alben gefallen vielen langjährigen Fans nicht sofort, das ist ja ganz normal. Als 2001 Exciter erschien, war ich froh über eine neue Platte, aber enttäuscht über die Albumtracks. Die Scheibe war mir zu modern, zu minimalistisch, zu lahm. Und die erste Single-Auskopplung ("Dream On") gefiel mir schon mal überhaupt nicht. Heute, mit zwölf Jahren Abstand, ist mir dieses ruhige, vielschichtige Album lieb und teuer. Mindestens die langsamen "Shine", "The Sweetest Condition", "Freelove", "Comatose", "I Am You" und "Goodnight Lovers" sowie die schnelleren Titel "The Dead Of Night" und doch auch das vielleicht etwas offensichtliche "I Feel Loved" halte ich ohne Frage für gute Lieder im Oeuvre dieser Band. ------------------------------------------ The same procedure every four years, James ------------------------------------------ Ähnlich erging es mir 2005 mit dem Nachfolger "Playing The Angel". Die erste Single-Auskopplung ("Precious") traf meinen Geschmack erneut überhaupt nicht. Damals traf dann auch das ganze Album einfach nicht meinen Nerv. Heute weiß ich nicht mehr wieso. Eine Depeche-Mode-Perle reiht sich an die nächste. Bis auf "Precious", mit dem ich mich immer noch nicht anfreunden kann, gefallen mir inzwischen ALLE Stücke, besonders die langsameren "A Pain That I'm Used To", "The Sinner In Me", "Macro", "Damaged People" und "The Darkest Star" sowie die schnelleren "John The Revelator" und "Suffer Well". ------------------------------------------ Fiiiiiiiiiiiiepbrummmmmfiiiiiiiiiiiiiiiiep ------------------------------------------ Dass 2009 (so lange ist das schon her?) "Sound Of The Universe" mit einem einminütigen Brummfiepen beginnt, gefiel mir hingegen sehr. Und mit "Wrong" gefiel mir auch die erste (immer so bedeutende weil traditionell vor dem Album veröffentlichte) Single-Auskopplung nach vielen Jahren mal wieder. Aber danach hörte sich für mich auf dem Album selbst die Hälfte der Songs erstmal so verdammt ähnlich an, und das gilt für mich tatsächlich auch heute noch. Das Album ist für mich das schwächste der Band. Aber aber aber! "In Chains", "Hole To Feed", "Peace", "Come Back", "Perfect" und "Jezebel" gehören für mich nichtsdestotrotz definitv in den Kanon der großen Songs der Band. Das Gefühl, dass Depeche Mode es in den letzten Jahren in immer mehr Liedern gemächlicher angehen ließen, kann mit dieser Auswahl allerdings nur bestätigt werden. ---------------- Leude sind Leude ---------------- Nach diesem Rückblick auf diese nicht so ganz einfachen Jahre nach "Ultra" (das Album, nach dem einfach aus meiner Sicht der letzte starke Bruch im Songwriting stattfand) bin ich vom neuen Album tatsächlich nur umso mehr begeistert. Und erinnere mich, dass meine Meinung nicht in Stein gemeißelt ist. Ich möchte mit Kritiken des "musikexpress" (mit freundlicher Genehmigung) zu früheren Alben schließen. Einfach lesen und staunen: "Freundliches Blubbern, reizvolle Harmonien, sanft gehauchter Gesang" (1981) "Die Kunst von Depeche Mode besteht darin, an keiner Stelle aufdringlich zu sein" (1982) "haftet Depeche Mode musikalisch wie textlich nach wie vor eine verspielte Naivität an" (1983) "Den Vorwurf, rhythmisch eintönig und einfallslos zu sein, kann man Depeche Mode wirklich nicht machen." (1984) "Zudem sind es die unzähligen metallischen Geräusche, die geschickt aneinandergefügt die Einzigartigkeit jedes Songs akzentuieren." (1984) "wieder einen Sound, der so perfekt, futuristisch-kalt und unnahbar ist, dass es einem kalt den Rücken herunterläuft" (1984) "im bewährten Herzschlag-/Marsch-Rhythmus" (1985) "Die elektronischen Klänge des Quartetts sind nach wie vor aus eigenem Holz geschnitzt und wirken nicht wie das x-te Sample einer erfolgreichen Vorläufers." (1990) "Depeche Mode sind die alten geblieben und haben doch dazugelernt. Eine überzeugende Rückkehr." (1993) "Es ist ein rabenschwarzes, mysteriöses, grüblerisches Album geworden." (1997) "vieles ist eine neue Mischform aus Synthie, romatischen Science-Fiction-Melodien und verzerrten Gitarren." (1997) "Sind das noch Depeche Mode, werden Sie sich fragen." (2001) "Ja." (2001) "Depeche Mode arbeiten mit einem Schritt durch die Hintertür des 80er-Jahre-Revivals ihre eigene Vergangenheit auf." (2005) "Alles halbes Tempo, getragene Aufführungen, die immerwährende Melancholie im Rahmen des Wohligen." (2009) "durchwoben mit sperrigen Sounds, die hier aus allen dreieinhalb Jahrzehnten der synthetischen Unterhaltungsmusik stammen." (2009)
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5.0 von 5 Sternen
Keine Liebe auf den ersten Blick, 19. März 2013
Die britische Band Suede ist 11 Jahre nach dem letzten Studioalbum zurück. Nach jahrelanger Trennung gibt es nach der Live-Wiedervereinigung und einer Reihe von Best-Of- und Deluxe-Re-Releases nun tatsächlich einen Tonträger mit neuem Material der einstigen Britpopper. Damit hat lange niemand rechnen dürfen. Die Erwartungen an das neue Album sind durch diesen Umstand nicht gerade geschrumpft. Und eigentlich wollte ich hier entsprechend ein bisschen meckern. Denn bei aller Freude darüber, dass meine langjährige Lieblingsband überhaupt wieder weitermacht, hat sich bei mir beim ersten Hören der neuen Platte keine Begeisterung eingestellt. Dabei hat die Band sich nicht neu erfunden, sondern bleibt sich treu. Die Platte hat typischen Suede-Sound und klingt teils wunderbar althergebracht, mit vielen wunderbaren Anklängen an die Mitte der Neunziger Jahre. Und auch Bretts Stimme klingt wieder etwas samtiger als zuletzt - klasse! Aber wo sind Pomp, Furor und Pathetik geblieben, wo diese einzigartigen, leidenschaftlichen Lieder mit dem besonderen Etwas, mit denen Suede uns früher verwöhnte? Songs auf dem Niveau früherer Alben und B-Seiten, hinreißend und innovativ, Lieder, die einem den Atem rauben und schon mit den ersten Takten vereinnahmen? Derartige Stücke konnte ich auf früheren Suede-Platten (außer vielleicht dem ein wenig missratenen " Head Music") finden, und zwar in rauhen Mengen, sowohl auf dem genialen Erstling " Suede" wie auch dem unvergleichlichen " Dog Man Star", aber auch noch auf den poppigeren Alben " Coming Up" und sehr wohl auch auf dem meiner Ansicht nach völlig zu unrecht vielgeschmähten letzten Album " A New Morning". "Bloodsports" bot mir beim ersten Hören erstmal nichts dergleichen. Die Hälfte der neuen Stücke glänzte erst beim x-ten Hören, nachdem ich mich endlich durchgehört hatte durch das etwas suppige Klangbild, ein kleines bisschen flach und zugekleistert, das vielleicht an ganz alte Suede-Zeiten anzuknüpfen versucht, das aber nicht schafft. Ich habe "Bloodsports" mittlerweile aber etliche Male gehört, und mit jedem Hören wurde die Platte besser. Die Hälfte der Scheibe sind Juwele, keine Frage. Wie gesagt, ich wollte etwas enttäuscht ein bisschen meckern, dass früher alles besser war. Aber dann habe ich den Verriss im "musikexpress" gelesen: Was für ein Unsinn. Danach kann ich nicht anders als die Platte loben. Sie ist leider kein Meisterwerk, zwar, nein. Das bedaure ich als Fan der Gruppe auch sehr. Aber eine sehr solide Leistung von der Insel ist "Bloodsports" doch, und zum Beispiel viel besser als so ziemlich alles, was im Mainstreamradio läuft. Es ist nicht das schlechteste Suede-Album! Die Scheibe startet mit der brillanten Hymne " Barriers" direkt energisch durch, einem heißem Single-Anwärter, der leider vollkommen unnötigerweise an U2 erinnert und vielleicht ein bisschen wie ein Aufguss aus früheren Suede-Zeiten klingt, was aber zum Eingrooven in die neue Platte hervorragend geeignet ist. Dieses Stück ruft: Hallo, wir sind nicht Brett solo, mit Begleitung, oder The Tears, wir sind Suede. Wir sind wieder da. Wir waren doch gar nicht ein Jahrzehnt weg. Nach dem durchaus furiosen "Barriers" muss ich mich in "Snowblind", der "Barriers" im Refrain ähnelt, erst reinhören, aber schlecht ist der Song nicht, und genau das ist der Punkt an diesem ganzen Album: die Songs sind alle nicht schlecht. Das schon als Download-"Single" (leider gänzlich ohne "B-Seite") veröffentlichte " It Starts And Ends With You" versöhnt mit solidem, schmissigen Suede-Rock, ist aber auch kein Meisterwerk. Danach beginnt "Sabotage" mit angenehm düsteren Ton, verliert sich dann leider etwas ... das ist schön und gut und neu, und trotzdem nichts wirklich Neues. Nach einer so langen Pause der Band mochte mancher Fan vielleicht auf ein geradzu heilbringendes Werk gehofft haben, das es mit "Bloodsports" definitv nicht gibt. Die Platte scheint mehr ein Versprechen, eine wiedererweckte Hoffnung auf mehr zu sein, vielleicht auf bessere B-Seiten hoffentlich folgender Auskopplungen? Auf weitere Alben? Suede können es noch, wenn sie wollen, soviel ist ja sofort zu hören. Wenn sie jetzt nur noch so wollen würden wie man selbst. Nach den ersten - an Suedes Möglichkeiten gemessen zugegebenrmaßen eher mittelmäßigen - Songs kippt mit "For The Strangers" das Urteil zugunsten der Band: das Album ist gelungen. Mag sein, dass mit diesem Album nur schwierig neue Fans gewonnen werden können. Die alten bei der Stange halten aber, das sollte gelingen. Das anschließende "Hit Me" taugt auch wieder zum Hit und bringt endlich das augenzwinkernd obligatorische "Lalalalala". :-) Danach kommen nur noch Balladen, allesamt richtig gute Songs, die letzten bezaubernden, entrückten, nostalgischen 16 Minuten mit "Sometimes I Fell I'll Float Away", "What Are You Not Telling Me?", "Always" und "Faultlines" sind zum Niederknien. Nun war ich beim ersten Hören hin- und her- und bin am Ende doch nur mitgerissen. Die unverwechselbaren Suede-Meisterstücke, die sofort unverzichtbar scheinen - sie fehlen großflächig, dieses Kunststück gelingt allenfalls den vier letzten Tracks des Albums. Das letzte Drittel der Scheibe ist grandios. Und dann birgt es ja schließlich noch dieses Versprechen, diese Hoffnung auf mehr, noch mehr, noch viel mehr! Bitte. And thank you, Suede. Carry on! Am Ende darf ich einen Kommentar von der Site "Superdeluxedition" zitieren: "Who gives a shit. It's a new Suede album. The world is a good place again!"
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Keine Liebe auf den ersten Blick, 15. März 2013
Die britische Band Suede ist 11 Jahre nach dem letzten Studioalbum zurück. Nach jahrelanger Trennung gibt es nach der Live-Wiedervereinigung und einer Reihe von Best-Of- und Deluxe-Re-Releases nun tatsächlich einen Tonträger mit neuem Material der einstigen Britpopper. Damit hat lange niemand rechnen dürfen. Die Erwartungen an das neue Album sind durch diesen Umstand nicht gerade geschrumpft. Und eigentlich wollte ich hier entsprechend ein bisschen meckern. Denn bei aller Freude darüber, dass meine langjährige Lieblingsband überhaupt wieder weitermacht, hat sich bei mir beim ersten Hören der neuen Platte keine Begeisterung eingestellt. Dabei hat die Band sich nicht neu erfunden, sondern bleibt sich treu. Die Platte hat typischen Suede-Sound und klingt teils wunderbar althergebracht, mit vielen wunderbaren Anklängen an die Mitte der Neunziger Jahre. Und auch Bretts Stimme klingt wieder etwas samtiger als zuletzt - klasse! Aber wo sind Pomp, Furor und Pathetik geblieben, wo diese einzigartigen, leidenschaftlichen Lieder mit dem besonderen Etwas, mit denen Suede uns früher verwöhnte? Songs auf dem Niveau früherer Alben und B-Seiten, hinreißend und innovativ, Lieder, die einem den Atem rauben und schon mit den ersten Takten vereinnahmen? Derartige Stücke konnte ich auf früheren Suede-Platten (außer vielleicht dem ein wenig missratenen " Head Music") finden, und zwar in rauhen Mengen, sowohl auf dem genialen Erstling " Suede" wie auch dem unvergleichlichen " Dog Man Star", aber auch noch auf den poppigeren Alben " Coming Up" und sehr wohl auch auf dem meiner Ansicht nach völlig zu unrecht vielgeschmähten letzten Album " A New Morning". "Bloodsports", finde ich, bietet erstmal nichts dergleichen. Erstmal. Die Hälfte der neuen Stücke glänzt erst beim x-ten Hören, nachdem man sich endlich durchgehört hat durch das etwas suppige Klangbild, das vielleicht an ganz alte Suede-Zeiten anzuknüpfen versucht, das aber nicht schafft. Alles klingt ein kleines bisschen flach und zugekleistert. Wobei die Songs aber mit jedem Hören immer besser werden. Und nach kurzer Zeit entpuppt sich "Bloodsports" als starkes Album, das auch direkt im Anschluss an "Coming Up" hätte erscheinen können. Wie gesagt, ich wollte etwas enttäuscht ein bisschen meckern, dass früher alles besser war. Aber dann habe ich den Verriss im "musikexpress" gelesen: Was für ein gequirlter Unsinn. Danach kann ich nicht anders als die Platte loben. Sie ist leider kein Meisterwerk, zwar, nein. Das bedaure ich als Fan der Gruppe auch sehr. Aber eine sehr solide Leistung von der Insel ist "Bloodsports" doch, und zum Beispiel viel besser als so ziemlich alles, was im Mainstreamradio läuft. Die Scheibe startet mit der brillanten Hymne " Barriers" direkt energisch durch, einem heißem Single-Anwärter, der leider vollkommen unnötigerweise an U2 erinnert und vielleicht ein bisschen wie ein Aufguss aus früheren Suede-Zeiten klingt, was aber zum Eingrooven in die neue Platte hervorragend geeignet ist. Dieses Stück ruft: Hallo, wir sind nicht Brett solo, mit Begleitung, oder The Tears, wir sind Suede. Wir sind wieder da. Wir waren doch gar nicht ein Jahrzehnt weg. Nach dem durchaus furiosen "Barriers" muss ich mich in "Snowblind", der "Barriers" im Refrain ähnelt, erst reinhören, aber schlecht ist der Song nicht, und genau das ist der Punkt an diesem ganzen Album: die Songs sind alle nicht schlecht. Das schon als Download-"Single" (leider gänzlich ohne "B-Seite") veröffentlichte " It Starts And Ends With You" versöhnt mit solidem, schmissigen Suede-Rock, ist aber auch kein Meisterwerk. Danach beginnt "Sabotage" mit angenehm düsteren Ton, verliert sich dann leider etwas ... das ist schön und gut und neu, und trotzdem nichts wirklich Neues. Nach einer so langen Pause der Band mochte mancher Fan vielleicht auf ein geradzu heilbringendes Werk gehofft haben, das es mit "Bloodsports" definitv nicht gibt. Die Platte scheint mehr ein Versprechen, eine wiedererweckte Hoffnung auf mehr zu sein, vielleicht auf bessere B-Seiten hoffentlich folgender Auskopplungen? Auf weitere Alben? Suede können es noch, wenn sie wollen, soviel ist ja sofort zu hören. Wenn sie jetzt nur noch so wollen würden wie man selbst. Nach den ersten - an Suedes Möglichkeiten gemessen zugegebenrmaßen eher mittelmäßigen - Songs kippt mit "For The Strangers" das Urteil zugunsten der Band: das Album ist gelungen. Mag sein, dass mit diesem Album nur schwierig neue Fans gewonnen werden können. Die alten bei der Stange halten aber, das sollte gelingen. Das anschließende "Hit Me" taugt auch wieder zum Hit und bringt endlich das augenzwinkernd obligatorische "Lalalalala". :-) Danach kommen nur noch Balladen, allesamt richtig gute Songs, die letzten bezaubernden, entrückten, nostalgischen 16 Minuten mit "Sometimes I Fell I'll Float Away", "What Are You Not Telling Me?", "Always" und "Faultlines" sind zum Niederknien. Nun war ich beim ersten Hören hin- und her- und bin am Ende doch nur mitgerissen. Die unverwechselbaren Suede-Meisterstücke, die sofort unverzichtbar scheinen - sie fehlen großflächig, dieses Kunststück gelingt allenfalls den vier letzten Tracks des Albums. Das letzte Drittel der Scheibe ist grandios. [...] Ich höre "Bloodsports" jetzt zum fünften Mal. Mit jedem Hören wurde die Platte besser. Die Hälfte der Scheibe sind Juwele, keine Frage. So oder so rechtfertigt die Qualität dieses Albums sein Erscheinen allemal, man hätte es schwerlich wegen Nichterscheinens versäumen mögen, als jahrelanger Fan niemals. Und dann birgt es ja schließlich noch dieses Versprechen, diese Hoffnung auf mehr, noch mehr, noch viel mehr! Bitte. And thank you, Suede. Carry on! "Bloodsports" ist mit unter 40 Minuten übrigens einigermaßen kurz. (So wie ja auch Suede-Konzerte nicht für Überlänge berüchtigt sind.) Hoffen wir also auf sehr viel kommendes Material im B-Seiten-Nachklapp. -------------------------------------------------------- Nachtrag vom 18.3.2012 - für die Sammler unter den Fans: Es gibt Unmut über die Veröffentlichungstaktik der Band, bei der es offenbar sehr teuer werden kann, die vier zusätzlich zum Album erschienen Songs (!) zu erwerben. Hier bei Amazon ist es derzeit überhaupt nicht möglich, mehr als die zehn regulären Albensongs zu kaufen. Bei itunes gibt es eine sogenannte Deluxe-Version des Album-Downloads mit zwei Videos ("It Starts And End With You" und dem fast 18-minütigen "iPod Armistice") sowie zwei Bonus-Tracks: "Howl" und "Dawn Chorus" - diese können auch einzeln gekauft werden. Das 40 Euro teure Deluxe-Box-Set, bislang nur über Warner Musics Stereo-Boutique-Seite bestellbar, ist am Montag ausgeliefert worden. (Eine Superdeluxeversion mit T-Shhirt und Druck dazu ist inzwischen ausverkauft, war aber mit 100 Euro auch empfindlich teuer.) Die "normale" Deluxe-Hardbook-Box, ganz in matten schwarz-weiß-rot-Tönen gehalten, enthält - die CD ohne Hülle/Booklet - das Vinyl-Album (was hübsch "retro" ist, fiel doch schließlich schon das erste Suede-Album deutlich in die CD-Zeit), das ordentlich fest in einem Einschub klemmt, aber etwas fummelig zu entnehmen ist - ein 24-seitiges "Buch" im 12-Inch-Format mit Fotos, die zum Großteil höchst überflüssig sind. Die Bäume hätte man lieber leben lassen sollen. - für Sammler der interessante Teil: eine Vinyl-Single dabei mit den Tracks "Dawn Chorus" und "No Holding Back". Die Single hat bei mir leider Kratzer, der Transport der Scheibe in der Box - halb eingesteckt in einem Pappschlitz - ist womöglich nicht hunderprozentig sicher - mal sehen, was Warner dazu sagt, die Single fällt jedenfalls schon beim bloßen Umblättern des Sets schon fast heraus. - Die Lyrics sind auf dem Platteneinschub der Box abgedruckt, mit etwas Mühe kann man sie sogar entziffern, weiteren Text gibt es nicht, auch die Texte zu den beiden auf der Single enthaltenen Bonus-Tracks fehlen. Die drei zusätzlichen Tracks, die ich so bislang hören konnte, sind gut, und eher Ausreißer im Guten als im Schlechten. - "Dawn Chorus" mit einer teils fast an Mike Oldfield erinnernden Gitarre und etwas zu süßem Streicherteppich klingt ein bisschen belangloser als die anderen. - "No Holding Back" startet markant nur mit Drums und Basslauf, fetziger Song, der sehr gut auf das Album gepasst hätte. Schön! - "Howl" klingt, natürlich von der Abmischung abgesehen, wie eine richtig alte Suede-Komposition, der frische Track hätte auch schon gut eine B-Seite zum Erstling "Suede" sein können, große Klasse - warum wurde das bloß keine B-Seite zur ersten Single? Uns Fans wäre das Wasser im Munde zusammengelaufen. An einen vierten Bonus-Song kommt man offenbar derzeit nur über die japanische CD-Version des Albums. Na toll. :-) Aber am Ende darf ich einen Kommentar von der Site "Superdeluxedition" zitieren: "Who gives a shit. It's a new Suede album. The world is a good place again!"
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Eurotrash, 30. Dezember 2012
Einmal nicht genau hingeguckt ... diese CD ist bitte nicht zu verwechseln! Es handelt sich NICHT um den Klassiker "Kinski is dead" von "The Eternal Afflict", sondern um ein Technomachwerk von 1992 der "Band" Kinski Is Dead. Steht ja auch dran, man muss nur lesen können. Trotzdem besteht bei diesem identischen Songtitel Verwechslungsgefahr, daher kurz dieser Hinweis. Wer noch "James Brown is dead" der belgischen Formation LA Style kennt, kann ahnen, was hier ein bisschen zu kopieren versucht (aber nicht erreicht) wurde. Diese Maxi ist für eine 90er-Jahre-Eurotrash-Party noch brauchbar, mehr nicht.
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