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Legend Diary by James Stewart (6 DVDs)
Legend Diary by James Stewart (6 DVDs)
DVD ~ James Stewart

32 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überblick über die verschiedenen Facetten von James Stewart, 19. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Legend Diary by James Stewart (6 DVDs) (DVD)
Diese Box mit insgesammt 6 Filmen von James Stewart beinhaltet Filme unterschiedlicher Qualität und zeigt Stewart zu unterschiedlichen Zeiten seiner langen Kariere, Stewart im Alter zwischen 30 und 53. Die technische Aufbereitung der Filme ist gut, dem Alter der Filme entsprechend, die Box selbst ist gut verarbeitet. Es handelt sich um einen stabilen Pappschubber, in dem die 6 DVDs jeweils eine eigene Seite haben, mit Abbildungen des Filmcovers und Szenen aus dem Film, unverständlicherweise befinden sich die Credits jeweils unter der DVD, aber dieses Detail sollte die Freude an der Box nicht schmälern. Zu den Filmen

Lebenskünstler(you cant take it with you) Stewarts erste Zusammenarbeit mit Frank Capra. Stewart spielt einen Millionenerben, unterfordert als Vizepräsident in der Company seines großkapitalistischen Vaters. Er möchte seine Sekräterin heiraten, gespielt von Jean Arthur. Diese kommt aus einer wundervoll aussergewöhnlichen Familie, 3 Generation zusammen in einem Haus, jeder beschäfftigt sich mit dem, was ihm Spaß macht. Diese Familie scheint so einladent, man will direkt bei ihnen einziehen. Das Zusammentreffen der beiden so unterschiedlichen Familien führt natürlich zu Unstimmigkeiten, und wie in Screwball-Komödien üblich bricht durch allerlei Zufälle das pure Chaos aus, höchst amüsant.

Mr Smith geht nach Washington. Wiederum ein Frank Capra-Film mit James Stewart und Jean Arthur. Stewart spielt einen herzensguten, wundervoll unerfahrenen Pfadfinder-Führer, der durch politische Intriegen als Senator in Washington landet und von dunklen Hintermännern ausgenutzt werden soll. Doch Stewart lässt sich nicht so leicht misbrauchen, nach anfänglicher Naivität fängt er an, selbst aktiv zu werden und das Amt so auszufüllen, wie es gedacht ist. Eine Schmierenkampagne gegen ihn gipfelt in einer der tollsten Reden der Filmgeschichte überhaupt, Stewart Marathon-Rede im Senat ist legendär und mitreißend, der Film absolut sehenswert.

Der Mann aus Larramie: Stewart in einer seiner früheren Westernrollen. In einer fremden Staat um den Mord an seinem Bruder zu rächen, gerät Stewart schnell in Konflikt mit der dort herschenden Familie, die zu dem Genug Kämpfe untereinander austrägt. Stewart versucht die Situation zu enträtseln, gerät dabei selbst mehrfach in die Schusslinie, und macht trotzdem immer weiter. Der Film weiß durchaus zu unterhalten, ist aber nicht so gut, wie die beiden vorherigen auf der Box.

Meine Braut ist übersinnlich: Stewart letzte Rolle als "Romantic Lead", man kann sich dem Eindruck nicht verwehren, dass er schon etwas zu alt war, um das Gegenüber von Kim Novak zu spielen. Diese spielt im Film eine Hexe, die mit Magie versucht, Stewart für sich zu gewinnen. Der Film hat viele amüsante Nebenrollen, unter anderem Jack Lemmon als Bruder Novaks, insgesammt ist er aber wenig überraschend und wohl passend mit dem Ausdruck "nett" zu beschreiben.

Anatomie eines Mordes: Stewart spielt hier einen heruntergekommenen Anwalt, der den Fall eines Soldaten übernimmt, der den Vergewaltiger seiner freizügigen Frau umgebracht hat. Ein bedeutender Teil des Films spielt im Gerichtssaal, zuweil äußerst unterhaltsam, Stewart und George C. Scott als Staatsanwalt liefern sich herliche Wortduelle. Der Fall selbst ist nicht ganz einfach zu verarbeiten, der Zuschauer ist selbst hin und hergerissen, wie das Urteil lauten sollte, der Verlauf der Verhandlung ist faszinierend und kurzweilig. Damals war der Film äußertst kontrovers, und auch heute noch wundert man sich angesichts der Details.

Zwei ritten zusammen: Ein weiterer Stewart-Western. Stewarts Rolle ist ungleich düsterer und unmoralischer als gewohnt. Stewart nimmt den Auftrag an, zusammen mit einem befreundeten Soldaten in ein Indianer-Gebiet zu reiten und nach weißen Kindern zu suchen, die lange Zeit zuvor von Indianern entführt wurden. Die Freundschaft zu dem Soldaten gehorcht seltsamen Dynamiken und die darstellung der Indianer und der gefundenen Kinder bereitet einem beim zuschauen Kopfschmerzen und Stirnrunzeln. Stewarts Leistung ist durchaus ansehnlich, aber der Film gehört nicht unbedingt zu seinen besten.

Alles in Allem also eine sehr heterogene Box, geeignet um James-Stewart-Sammlungen zu vervollständigen, einen Gesamtüberblick über seine Karriere vermag die Box nicht darzustellen. Auf Grund des Preises lohnt es aber schon, die Box wegen dreier guter Filme zu kaufen, der Rest ist quasi Zugabe.


Hitchcock-Collection: Das Fenster zum Hof / Vertigo [2 DVDs]
Hitchcock-Collection: Das Fenster zum Hof / Vertigo [2 DVDs]
DVD ~ Alfred Hitchcock
Preis: EUR 9,99

17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei der besten Hitchcock-Filme überhaupt, 19. Februar 2009
Mit dieser Doppel-DVD-Box began mein Einstige in die Welt der Hitchcock-Filme. Anderen Hitchcock-Neulingen kann ich die Box wärmstens empfehlen. Die Extras und die technischen Details sind der Entstehungszeit der Filme angemessen gut, der Preis ist hervorragend. Man bekommt beide zusammen zwar auch in der großen Hitchcock-14-DVD-Box, aber wer sich nicht gleich auf 14 Filme einlassen will, ist hiermit richtig bedient. Beide Filme sind außergewöhnlich gute Filmklassiker. Wie die meisten Hitchcock-Filme sind sie nicht groß mit Oscars bedacht worden, heute werden sie aber von Filmfans und Kritikern sehr hoch geschätzt. In den Top 250 der Filmportals imdb.com befinden sie sich auf Platz 16 (Rear Window, Wertung 8,7) und Platz 42 (Vertigo, 8,5). Zusammen mit Psycho die am besten bewertesten Hitchcock-Filme. Zum Inhalt:

Das Fenster zum Hof: Es geht um den Fotografen L.B. Jeffries, gespielt von James Stewart. Nach einem Unfall seit Wochen mit einem Gips an seine Wohnung gefesselt, hat der abenteuerlustige Stewart nichts besseres zu tun, als über sein Fenster zum Hof seine Nachbarschaft zu beobachten. Die Kamera bleibt dabei fast die gesammte Zeit des Films über nur in seiner Wohnung, die anderen Wohnungen erlebt man auch nur aus Sicht des Beobachters. Spannend wird die Situation, als Stewart meint beobachtet zu haben, wie sein Nachbar seine Frau umbringt und dies zu vertuschen versucht. Von nun an ist er davon besessen, seinem Nachbarn auf die Schliche zu kommen. Unterstütz wird er dabei von seiner Freundin, der wundervoll, wunderschön graziösen Grace Kelly, und Thelma Ritter in er Rolle der Krankenschwester.
Der spannende Plot, die ungewöhnliche Kameraperspektive, dass großartige Set des Wohnkomplex-Innenhofs und nicht zuletzt die tolle Darstellung von Stewart, Kelly und Ritter machen diesen Film zu einem spannenden, unterhaltsamen, zeitlosen Klassiker, den kein Filmfan sch entgehen lassen sollte.

Vertigo: Wiederum mit James Stewart in der Hauptrolle. Nachdem er am Anfang des Films den aktiven Polizeidienst wegen Höhenangst (Vertigo) aufgeben muss, nimmt Stewart den Auftrag eines alten Freundes an. Er verfolgt dessen Frau, gespielt von Kim Novak, da dieses ein für den Ehemann nicht erklärliches Verhalten entwickelt hat. Sie scheint von einer toten Frau besessen zu seien, verbringt den Tag mit seltsamen, melancholischen Aufenthalten an verschiedenen Orten in San Fransisco. Stewart ist fasziniert von der Frau, er versucht ihrem Geheimnis auf die Spur zu kommen und ihr zu helfen. Es folgen eine Reihe von unerwarteten Plottwists und Enthüllungen, sowie ein dramatisches Finale, dass auf keinen Fall in dieser Form verraten werden sollte. Vertigo ist nicht ganz so einfach zu schauen wie Rear Window, dafür aber ungleich spannender, im letzten Akt gradezu fesselnd. Der Film hat eine faszinierdende, melancholische Stimmung, gepaart mit tollen Aufnahmen von San Fransisco. Stewart liefert eine der besten Leistungen seiner gloreichen Karriere, Novak hat eine der faszinierendsten Rollen aller Hitchcock-Blondinnen ausgezeichnet gemeistert.

Beide Filme gehören zu meinen persönlichen Favoriten, und zu diesem Preis kann ich nur jedem, der etwas für Thriller überhat, dazu raten, selbst einen Versuch zu wagen.


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