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Beiträge von Katinka
Top-Rezensenten Rang: 762.137
Hilfreiche Bewertungen: 28
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Rezensionen verfasst von Katinka (Hannover, Deutschland)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Eine "Badewannenanthologie" - ungewöhnlich..., 30. Dezember 2011
... aber eine witzige Idee! 35 Autoren haben hierzu Kurzgeschichten beigesteuert - es ist faszinierend, welch unterschiedlichen Einfälle sie zum Thema "Badewanne" hatten. Es sind lustige, amüsante, ernste und auch traurige Geschichten darunter, manche sind ein bisschen verrückt, manche märchenhaft, manche übersinnlich, manche nachdenklich, und natürlich sind auch Liebesgeschichten und Krimis dabei. Ich lese eigentlich lieber Romane als Kurzgeschichten, doch dieses Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Ich habe es in der letzten Zeit immer mit mir herumgeschleppt und, wann immer ich irgendwo warten mußte oder etwas Zeit hatte, ein oder zwei Geschichten gelesen. Es hat mir die Zeit immer sehr unterhaltsam und oft vergnüglich verkürzt, und sicherlich haben sich meine Mitwartenden beim Arzt oder Mitreisenden in der Straßenbahn manchmal gefragt, warum ich gerade so vor mich hin schmunzelte oder gar leise in mich hinein kicherte. Und manchmal habe ich auch einfach zuhause mehrere Geschichten hintereinander weg gelesen, weil ich immer, wenn ich eine Story durchgelesen hatte, gespannt war, was für eine Idee wohl der nächste Autor gehabt haben mochte... Ich kann dieses Buch also sowohl Lesern empfehlen, die nicht genug Zeit, Muße oder Geduld haben, einen ganzen Roman durchzulesen, aber Spaß daran, sich hin und wieder einmal eine Kurzgeschichte zu Gemüte zu führen, als auch solchen wie mir, die eigentlich lieber Romane lesen, denn man kann diese Wannengeschichten auch gut einfach alle nacheinander lesen, ohne dass es einem langweilig wird. Ein wirklich schönes, originelles und unterhaltsames Buch.
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17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Julia Roberts in Bestform, 14. Januar 2007
Als Jules (Julia Roberts) erfährt, daß ihr bester Freund Michael (Dermot Mulroney), mit dem sie in früheren Jahren einmal für kurze Zeit liiert war, heiraten will, wird ihr plötzlich bewußt, wie viel er ihr bedeutet. Sie nimmt seine Einladung an, erste Brautjungfer auf seiner Hochzeit zu sein, nutzt aber die Gelegenheit, mit allen Mitteln zu versuchen, Michael und seine Braut Kimmy (Cameron Diaz) wieder auseinander zu bringen, so die Hochzeit zu verhindern und ihn für sich zurückzugewinnen. Der Film ist wirklich sehr lustig, ohne allzu albern zu sein - die Intrigen, die Jules spinnt, sind z.T. ziemlich gemein, führen jedoch zu amüsanten Verwicklungen, und es treten einige skurrile Figuren auf, in denen man möglicherweise sogar überzeichnete Personen aus der eigenen Verwandtschaft - oder zumindest aus anderen Filmen - wiedererkennen kann. Julia Roberts ist wie immer charmant und natürlich, doch gleichzeitig kämpferisch und kratzbürstig wie eine Katze - hervorragend! Alles in allem ist es ein Film, an dem man seinen Spaß haben kann. Gleichzeitig ist er jedoch auch traurig - ich glaube, jeder kann den Schmerz nachempfinden, den man empfindet, wenn ein Mensch, den man liebt (auch wenn man dies gerade erst entdeckt hat) und mit dem man zusammen sein möchte, jemand anderen vorzieht. Deshalb ist es auch durchaus nachvollziehbar, daß Jules alles versucht, um Micheal zurückzuerobern, und dabei mitunter etwas rabiat wird. Was ich jedoch nicht verstehen kann - und deshalb gebe ich diesem Film nur drei Sterne - ist, was Jules, eine selbstbewußte, selbständige und intelligente Frau, überhaupt an diesem Michael findet. Mir war er - offenbar im Gegensatz zu vielen anderen weiblichen Zuschauern - von Anfang an unsympathisch. Es tut mir leid, dies sagen zu müssen, aber meiner Ansicht nach hat Dermot Mulroney einen fiesen, arroganten Zug um den Mund, und endgültig unten durch war die Figur des Michael bei mir, als er von seiner Verlobten Kitty verlangte, nach der Hochzeit ihr Studium aufzugeben (und also sein braves, unselbständiges Frauchen zu sein, das ihm vermutlich den Haushalt führt und Kinder gebärt), obwohl er genau wußte, daß sie eigentlich lieber weiter studiert hätte und nur ihm zuliebe dieses Opfer brachte. Auch sein sonstiges Verhalten läßt ihn in meinen Augen als selbstverliebten Macho erscheinen, der immer das Sagen haben will. Es spricht nicht gerade für Kittys Intelligenz, daß sie tatsächlich ihre berufliche Zukunft aufgibt, um diesen ekelhaften Kerl zu heiraten. Der Mangel an einer wirklich attraktiven und ihm Sinne des Wortes liebenswerten männlichen Hauptfigur - die Jules' Kampf um ihn nachvollziebar hätte sein lassen - ist für mich das größte Manko dieses Films. Ein bißchen macht dies allerdings Rupert Everett als ein sehr sympathischer, wenn auch leider schwuler Freund von Jules wieder wett, der ihr in ihrem Kampf um Michael beisteht und sich damit eigentlich als ihr wirklicher "bester Freund" entpuppt. Ob das Ende dann ein Happy End ist oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen...
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Sherlock Holmes einmal ganz anders..., 17. Juli 2001
In dieser Story ist Dr. Watson das Genie, und Sherlock Homes nur das Produkt seiner Phantasie, die Hauptfigur der von ihm verfaßten Kriminalgeschichten. Doch da er selbst als Kriminalist von niemandem ernst genommen wird, hat Watson einen abgehalfterten Theaterschauspieler engagiert, um Holmes in der Öffentlichkeit zu spielen. Inzwischen geht es ihm allerdings auf die Nerven, seinen ganzen Ruhm an einen trunksüchtigen Dummkopf abtreten zu müssen - doch gerade, als er diesen losgeworden ist, erscheint eine hochrangige Persönlichkeit, die einen Fall von nationaler Bedeutung nur Sherlock Holmes persönlich anvertrauen will... Eine herrliche Parodie auf die bekannten Sherlock-Holmes-Geschichten, mit sehr viel Witz und Ironie umgesetzt, und mit hochkarätiger Besetzung. Ben Kingsley ist ein völlig anderer Dr. Watson, als man diesen üblicherweise kennt - drahtig, intelligent, voller Energie und mit vor Schalk funkelnden Augen. Und Michael Caine mimt den etwas dümmlichen, trinkfreudigen und (meist) ziemlich unfähigen Pseudo-Holmes mit der für ihn typischen Mischung aus Arroganz und Charme sowie einem ständigen Augenzwinkern. Auch die übrigen Darsteller und ihre oft auf amüsante Weise überzeichneten Charaktere, sowie die humorvoll gezeichnete viktorianische Atmosphäre und die vielen witzigen Details tragen viel zum Gelingen des Filmes bei. Eigentlich ein Muß für jeden Sherlock Holmes-Fan (der das Objekt seines Fan-Seins nicht zu ernst nimmt), doch auch außerordentlich sehenswert für alle anderen, die Spaß an intelligenten Komödien haben. Gerade kürzlich habe ich ihn wieder zusammen mit einigen Freunden angesehen, von denen die meisten sich für Sherlock Holmes an sich nicht sonderlich interessieren, und es war keiner darunter, der nicht großes Vergnügen an diesem Film fand.
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