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Rezensionen verfasst von
Ronaldus

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Der Trafikant / ebook
Der Trafikant / ebook
Preis: EUR 15,99

4.0 von 5 Sternen Wärme in der Kälte, 4. Februar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Trafikant / ebook (Kindle Edition)
Ein Kritiker schreibt hier, das vorliegende Buch erinnere an Hans Falladas "Jeder stirbt für sich allein". Stimmt. In beiden Werken geht es um den Kampf des kleinen Mannes -mit unzulänglichen Mitteln- gegen die nationalsozialistische Diktatur. Während aber bleierne Schwere und quälende Trostlosigkeit den Roman Falladas prägen, gibt es hier Raum für feinen Humor und (Selbst-) Ironie. Das Grauen und Erschaudern darf auch mal einem Schmunzeln Platz machen. Und es fehlt (wieder im Gegensatz zu "Jeder stirbt für sich allein") nicht an Sympathieträgern. Zudem ist das sprachliche Niveau deutlich höher, die Erzählung ausgereifter und glaubhafter. Sogar die Dialoge mit Sigmund Freud und dessen eigene Reflexionen sind nachvollziehbar und z.T. erheiternd. Irgendwo gibt es immer Hoffnung, das Gute werde überleben. Ein schönes und sympathisches Buch, dem ich gerne 4,5 Sterne gebe (bei Fallada waren es 3,5).

Allein
Allein
Preis: EUR 3,08

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gefühlsduselig und naiv, 28. Januar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Allein (Kindle Edition)
Für mich nicht sehr überzeugender Krimi: Beinhaltet Längen und viele Wiederholungen (womit sich die Spannung in Grenzen hält). Oft naiv-unglaubhaft (z.B. Justus, dem man manchmal gerne einen Tritt in den Hintern gäbe...), gefühlsduselig oder plakativ (Kevin). Die Charaktere bleiben blass. Sprachlich wenig ausgefeilt. Höchstens für den Wartsaal.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 24, 2013 11:58 PM CET


Im Netz des Spinnenmanns: Thriller
Im Netz des Spinnenmanns: Thriller
Preis: EUR 4,99

3.0 von 5 Sternen Harmlos-naive Geschichte- ausser für Arachnophobiker..., 21. Januar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Harmloser "Thriller". Wirklich spannende Momente gibt es wohl nur für Spinnen- und Schlangenphobiker (die diesbezüglich eindringlichen Beschreibungen lassen die Frage aufkommen, ob die Autorin hier bekannte, eigene Aengste projiziert..?). Oft unglaubhaft konstruiert und nervig-naive Schreibweise (ständige Wiederholungen von "gutes Mädchen" und "böses Mädchen"). Gewisse Längen. Alles in allem annehmbarer Zeitvertreib.

Entzweiung: Thriller
Entzweiung: Thriller
Preis: EUR 2,99

13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen 2 Sterne für den unfreiwilligen Humor..!, 17. Januar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Entzweiung: Thriller (Kindle Edition)
Die verwirrliche Geschichte über rivalisierende Zwillinge und ihre (früh-)kindlichen Traumata könnte ja noch verdaut werden, wäre da nicht die Tendenz zu bemüht-blumiger Bildersprache und inflationärem Gebrauch hinkender Wie-Vergleiche.

Eine kleine Auswahl zur Bildersprache:

- Speckknödelförmige Kumuluswolken
- Er grinste, als ob er gerade eine schleimige Eidechse (andernorts: eine schleimige Schlange) verschluckt hätte
- Es (das Monster) nagte an seinen Herzkammern und spuckte Stücke seines Fleisches im Triumph
- Der Sog der Schwerkraft zog ihn immer schneller an die verwirrende Oberfläche (Bem.: eine radikale Umkehr physikalischer Gesetze..!)
- Die Luft schmeckte (!) nach alten Münzen (?)
- Der Freitagsverkehr kämpfte sich durch aussichtslose Konflikte
- Er suchte nach der kühlen Grotte, die die Drogen in den felsigen Schluchten seines Schädels gegraben hatten
- In der Vorhalle spuckte jemand ein tuberkulöses Lachen, ein Ausdruck todgeweihter Freude

Und zur Vergleichswut:

- Ihre Worte waren wie unsichtbare Kugeln (?)
- (die Teilung) stieg in die Lüfte wie ein schmutziger Ballon
- Der Briefkasten stand schief wie ein reumütiger Priester, der zu tief ins Glas geschaut hat
- Feuer sprang wie verzerrtes, flüssiges Blech
- Sein Atem schlitzte die Luftröhre wie ein Rudel Rasierklingen
- Sein Pulsschlag spritzte durch die Adern wie flüssiger Stacheldraht (..!)
- Die Schwerkraft seines Scheiterns erdrückte ihn aus allen Richtungen wuchtig wie geschmolzenes Blei
- Ihr Antlitz schien in sich zusammenzufallen wie eine Blume, die im Dunste verwest
- Das Trommelfell fühlte sich an wie getrocknetes Papier (?)
- ...die Haare an seinen Armen wie Drähte unter Strom standen
- Er wand sich vorwärts wie ein bemitleidenswertes, primitives Wesen, das aus dampfendem Schleim emporkriecht
- Er sah nicht aus wie jemand, der für gewöhnlich am Strassenrand entlangläuft (Bem.: Wie sieht er denn aus? Wie sieht einer aus, der für gewöhnlich dem Rand entlangläuft..?)

Das Repertoire für die Vergleiche ist begrenzt und umfasst vornehmlich Metalle in all ihren Aggregatzuständen sowie zu Amphibien mutierte Reptilien, was ermüdende dejà vu- Erlebnisse mit sich bringt. Der sprachliche Ausdruck ist unbeholfen, auch gibt es massenweise grammatikalische Fehler.
Um die Verantwortlichkeiten auf Autor und Uebersetzer aufzuteilen, müsste man sich ins englische Original vertiefen- was ich mir aber nicht antun will. Die zwei Sterne vergebe ich für unzählige, durch sprachliche Auswüchse verursachte Lachsalven. Trotzdem werde ich kein weiteres Buch dieses Autors mehr lesen...
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 21, 2013 7:21 PM CET


Sein letzter Auftrag: Roman
Sein letzter Auftrag: Roman
von Michael Connelly
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Cloud computing- hochspannend, 18. Juni 2011
Hochspannender Roman über Segen und Gefahren des cloud computing. Teuflischer Charakter und Machtspiel des genialen Bösewichtes Carver in kurzen Kapiteln knapp und eindrücklich dargestellt. Minimale Abstriche wegen überflüssigen effekthascherischen Momenten (Blick unters Bett) und unnötiger Spannungsverdichtung (irrwitzige Treppenhaus-Schlägerei gegen Schluss). Insgesamt aber geniales Werk, dass sich -fast nebenbei- auch mit sozialen Fragen (Rassenprobleme, Arbeitslosigkeit, Armut, Generationenkonflikte) befasst.
Sehr empfohlen (aus sprachlichen Gründen vielleicht englische Ausgabe vorziehen?)!

Wie ein Licht in der Nacht: Roman
Wie ein Licht in der Nacht: Roman
von Nicholas Sparks
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Flüssig, aber seicht, 18. Juni 2011
Positiv: Ziemlich flüssig erzählt (allerdings auch ohne sprachliche Raffinessen ). Charakter des misshandelnden Polizisten Kevin recht gut herausgearbeitet.
Negativ: Spannung hält sich in Grenzen. Seicht dahinplätschernd, repetitiv, oft schönfärberisch bis ärgerlich-naiv. Moralinsauer und auf Tränendrüsen drückend, z.T. religiös verbrämt. Schluss (nach bemühtem Crescendo) lässt Fragezeichen offen, wenig glaubhaft.
Geeignet zum Zeitvertreib in Wartesaal/Airport, zu schade für kurz bemessene Ferien.

Jeder stirbt für sich allein: Roman
Jeder stirbt für sich allein: Roman
von Hans Fallada
  Gebundene Ausgabe

10 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwere Kost, 11. Mai 2011
In einer grösseren Schweizerzeitung stand in einer diesbezüglichen Buchbesprechung, die Hauptfigur Otto Quangel suizidiere sich noch im Gerichtssaal mit einer Zyankalikapsel, und seine Frau Anna werde zwei Monate später hingerichtet. Das stimmt für die alte Verfilmung (1975), nicht aber für das Buch. Ich erwähne dieses Vorkommnis, weil eine eingehende Lektüre kein Zuckerschlecken ist- und oft nicht erfolgen wird. Zuviel wird gequält, gelitten, ermordet und gestorben. Einerseits sind dafür natürlich die schrecklichen Realitäten des Nazi-Regimes verantwortlich, andererseits spiegelt sich auch das Leben des Autors darin (Drogenkonsum, Suizidversuche, Aufenthalte in der Psychiatrie und im Gefängnis). Zudem fehlt ein Sympathieträger: Otto ist ein schizoider Sonderling, der mit seiner Frau tagelang nicht spricht, ihre Trauer um den gefallenen Sohn nicht versteht (da er ihn nie wirklich geliebt hat), sonntagelang an einer Karte herumkrakeln kann und keine Freunde hat. Und schliesslich ist der Roman auch sprachlich nicht wirklich ein Genuss. Es gibt Längen, Wiederholungen und erzählerische Sackgassen (wohl nicht vermeidbar, wenn das Buch in vier Wochen geschrieben wurde). Oft mangelt es auch an Glaubwürdigkeit (etwa, wenn Kommissar Escherich nach jahrelanger Tätigkeit und gar eigenem -nie bedauerten- Mord sich durch eine belanglose Karte innert Minuten bekehren lässt und sich im Büro gleich erschiesst). Also meist trostlos, beklemmend, verstörend- bis zur Zeit vor der Hinrichtung, in der Otto wahre Grösse erreicht und das Buch an Tiefe gewinnt. Schon allein deswegen und als erschütterndes Zeitdokument ist es zweifellos lesenswert. Kalt wird es niemanden lassen- auch wenn er keine neuen Erkenntnisse gewinnen wird. Wenn ich könnte, gäbe ich 3 1/2 Sterne...
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 21, 2011 12:09 PM MEST


In die Nacht hinein: Roman
In die Nacht hinein: Roman
von Michael Cunningham
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verwirrende Schönheit, 30. Januar 2011
Starke Sprache, trittfeste Uebersetzung. Psychologisch feinziselierte Charaktere. Geschichte um Schönheit und Vergänglichkeit, Altern und Tod, Wandel von Beziehungen, Identitätskrisen in Beruf und Sexualität, ausgelöst durch Besuch eines wunderschönen Gastes (wie im Film "Teorema" von Pasolini) bei einem Ehepaar mittleren Alters. Kampf des Ehemannes mit homosexuellen Gefühlen in Erinnerung an vergangene Jugend, verstorbenen Bruder und Ehefrau in Blütezeit. Geht aber weit darüber hinaus und jeden etwas an. Mid life crisis einmal anders. Endlich wieder einmal ein Buch, dem ich -ohne zu zögern- fünf Sterne gebe. Wenn man à tout prix ein Haar in der Suppe finden will: Vielleicht etwas kunstbefrachtet ( wer kann schon auf Anhieb etwas anfangen mit Zikkuraten, einer Chris-Lehrecke-Liege, Artschwanger, Marden und Gober...). Alles in allem aber ein meisterhaftes Werk.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 31, 2011 8:24 PM CET


Der Coreolanus Betrug
Der Coreolanus Betrug
von Marcus Koenig
  Broschiert

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Besser Karl May..., 22. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Coreolanus Betrug (Broschiert)
Ich bin nicht gerne Nestbeschmutzer. Zur Lektüre verführt durch all die hiesigen Lobpreisungen bleibt mir aber nur ein Kopfschütteln ob der unübersichtlich-überladenen, völlig unglaubwürdigen Geschichte mit dem kaum erträglichen Dauergeballer (Killerverben wie "schiessen" und "feuern" bilden das sprachliche Gerüst). Störend sind auch Unsorgfältigkeiten wie die oben erwähnte Sauerstoff- (statt Pressluft-) Flasche. Oder rechne: Wie alt war ein heute 70-Jähriger zur Zeit seiner Tätigkeit als "Chef der Geheimdienstaktivitäten auf dem Balkan", wenn er diese "vor 60 Jahren" ausübte? In diesem Alter war ich Leser von Karl May, auf den sich dieses Buch des öftern beruft- mit wesentlich mehr Begeisterung allerdings...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 2, 2013 3:07 PM MEST


Das Spiel des Engels. Roman
Das Spiel des Engels. Roman
von Carlos Ruiz Zafón
  Gebundene Ausgabe

29 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Na ja...., 29. Dezember 2008
Fazit: Bittere Enttäuschung. Der Stern steht für die Sprachgewalt sowie einige gelungene ironisch-sarkastische Dialoge. Die Uebersetzung hingegen dürfte besser sein. Als Mediziner stören mich zunächst einige Details: Der Hirntumor ist eine Geschwulst (Tumor = Raumforderung) und nicht ein Geschwür (Substanzdefekt, z.B. Magengeschwür). Dessen Sinn innerhalb der Geschichte bleibt mir übrigens schleierhaft; der hoch angesetzte Lohn Corellis würde für David Martins Motivation ja ausreichen. Seine Traumheilung beendet diesen Spuk dann auch bald- und auf unglaubwürdige Weise. Eine Zyankalivergiftung (und auf die weist ein Bittermandelgeruch hin) hinterlässt eine hellrote Leiche und nicht eine blasse mit schwarzen Lippen wie bei Irene Sabino. Hoffentlich sind andere Recherchen (Literatur, Geschichte) sorgfältiger gemacht worden... Auch stiess ich auf mehrere pleonastische oder sonstwie hinkende Vergleiche. Inhaltlich fühlte ich mich abwechslungsweise an "Herr der Ringe", Umberto Eco ("Der Name der Rose") und -gegen das rasante Ende hin- auch an den Ballerfilm "Departed" erinnert. Beim rührseligen Ertrinkungstod Cristinas lässt ausserdem Di Caprio aus "Titanic" grüssen. Die Lektüre des düsteren, von Friedhofatmosphäre und muffigen Kellerräumen nur so triefenden Romans verwirrt laufend; Mystik, Surrealismus und Magie sind dann mein Ding, wenn Handlungsstränge einigermassen logisch durchgezogen werden und sich nicht darin auflösen oder in Sackgassen enden. Den letzten Teil des Buches habe ich nur noch diagonal gelesen- aus Langeweile.

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