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Rezensionen verfasst von
Hans-Christian Achinger "hans-christian_achinger" (Bad Laasphe)
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Das perfekte Spiel
Das perfekte Spiel
von Herbert Genzmer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,90

4.0 von 5 Sternen Packende Story, 12. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das perfekte Spiel (Gebundene Ausgabe)
Herbert Genzmers Roman bietet sehr gute Unterhaltung auf hohem Niveau. Es ist ein echter Pageturner. Die Beschreibung, wie der alte Fuchs Selim den Jungfuchs Felix Gidden in die hohe Kunst des "Spielens" einweist, habe ich als literarisches Meisterstück empfunden.
Das Buch ist nicht nur ein Schelmenroman, sondern auch eine Werbung für kulturelle Toleranz und eine Einladung, Deutschland mehr als mediterraner Perspektive zu betrachten. Etwas holzschnittartig fand ich die Darstellung der Herrenmenschen auf der einen und der Sklaven auf der anderen Seite. Ich kenne einige "Sklaven", die im Land der "Herrenmenschen" erstaunliche Karrieren gemacht haben.
Das Buch ist unbedingt lesenswert. Leider kann ich nur vier Sterne vergeben, weil es einige haarsträubende Rechtschreibfehler enthält.


Rework: Business  - intelligent & einfach
Rework: Business - intelligent & einfach
von Jason Fried
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In der Beschränkung zeigt sich der Meister, 9. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch ist eines der besten Business Bücher, welches ich jemals gelesen habe. Auch ich stimme nicht allen Thesen zu und halte z.B. Budgets als Steuerungsinstrument größerer Unternehmen immer noch für unverzichtbar. Fasziniert hat mich das Buch dadurch, dass die Autoren den Leser auf die Endlichkeit aller Ressourcen aufmerksam machen. Banal aber extrem nützlich: Man sollte sich jeden Tag aufs Neue fragen: Wie setze ich vor dem Hintergrund beschränkter Zeit und beschränkter Finanzmittel meine Ressourcen so ein, dass daraus ein Nutzenmaximum für alle Stakeholder einer Unternehmung entsteht?
Die Autoren geben hierzu jede Menge nützliche Hinweise.


Wofür stehst du? Was in unserem Leben wichtig ist - eine Suche
Wofür stehst du? Was in unserem Leben wichtig ist - eine Suche
von Axel Hacke
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Regt zur Selbstreflexion an, 15. April 2012
Hacke und di Lorenzo haben ein Buch geschrieben, welches ich mich zunehmendem Genuss gelesen - am Ende sogar verschlungen habe. Die Idee, ein Buch über die Frage zu schreiben, wofür man eigentlich steht, finde ich zeitgemäß. Ich war angenehm überrascht, mit welcher Offenheit die beiden Autoren über ihr eigenes Leben berichtet und sich auch zu eigenen Fehlern und Schwächen bekannt haben. Das macht Mut, es Ihnen nachzutun. Besonders gut hat mir das Kapitel über Angst und Depression gefallen, weil es ein meines Erachtens wichtiges Thema aufgreift und das in einer sehr angemessenen und konstruktiven Art und Weise.

Ich würde dieses Buch guten Freunden jederzeit schenken bzw. zur Lektüre empfehlen.


Warum die Deutschen? Warum die Juden?: Gleichheit, Neid und Rassenhass - 1800 bis 1933
Warum die Deutschen? Warum die Juden?: Gleichheit, Neid und Rassenhass - 1800 bis 1933
von Götz Aly
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lesenswert!, 15. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Götz Aly führt anschaulich vor Augen, wie sich die Katastrophe zwischen Deutschen und Juden entwickelt hat. Das Buch enthält viele schlüssige Anhaltspunkte, warum es seitens der Deutschen zu Ressentiments gegenüber ihren jüdischen Mitbürgern gekommen ist. Ich würde es daher auf den Kanon der Geschichtsleistungskurse setzen.

Was leider nicht erklärt wird (werden kann?), warum sich diese Ressentiments in einer industriellen Massentötung beispiellosen Ausmaßes entladen haben.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 13, 2014 5:10 PM MEST


Die Wohlgesinnten: Roman
Die Wohlgesinnten: Roman
von Jonathan Littell
  Taschenbuch
Preis: EUR 18,00

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine lesenswerte Zumutung, 5. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Wohlgesinnten: Roman (Taschenbuch)
Das Buch "Die Wohlgesinnten" hat mich wie ein Mahlstrom aufgesogen. Der Strom führte mich durch ein Panoptikum von Gräueltaten. Als ich ihn verließ, fühlte ich mich erschöpft wie nach einem Marathonlauf, zugleich irritiert und sehr nachdenklich.
Was bringt die Hauptfigur, den SS-Obersturmbannführer Dr. Max Aue, einen hoch gebildeten Intellektuellen, dazu, sich im Laufe der Ereignisse in eine mordende Bestie zu verwandeln? Anfangs beteiligt er sich eher aus Pflichtgefühl (?), Gruppenzwang (?), Befehlsnotstand (???) denn aus tiefer innerer Überzeugung an der Massenerschießung von Juden in der Ukraine. Sein Körper rebelliert. Es ist das erste einer Reihe von Traumata, deren Opfer er in der Folge wird. Ob er es ist, der später seine Mutter und seinen Stiefvater heimtückisch ermordet, bleibt unklar, viele Indizien sprechen jedoch dafür. Sicher ist, dass er am Ende nicht davor zurückschreckt, seinen besten Freund zu erschlagen, der ihm kurz zuvor noch zum wiederholten Male das Leben gerettet hat.
Das Buch ist eine Zumutung für den Leser - und dennoch: Ich bin dem Autor sehr dankbar dafür, dass er es geschrieben hat. Das Verdienst dieses Buches besteht darin, die Gräuel der SS während des zweiten Weltkriegs in Osteuropa sehr nüchtern und sachlich aus der Perspektive der Täter zu schildern. Die Hauptfigur ist eine bürgerliche Existenz im besten Sinne und sehr schnell beschleicht den Leser die Frage: Wie hätte ich mich verhalten??? Es erinnert an Ereignisse, die des Erinnerns höchst würdig sind, auch wenn dies Erinnern gerade uns Deutschen sehr schwer fällt. Trotzdem ist dieses Erinnern notwendig, weil nur die aktive Auseinandersetzung mit dem Geschehenen eine schwache Hoffnung darauf bietet, dass sich derartige Ereignisse nie wiederholen mögen.
Das Buch hat für mich zwei Schlüsselszenen. Die erste beschreibt die Erkenntnis des Protagonisten dass "Recht, Justiz, Moral, Ethik" als vom Menschen errichtete "schwache Schutzmauern", die "in dem Versuch errichtet (wurden), "das Zusammenleben zu regeln",... "wenig ausrichten, dass der geringste Anflug von Furcht, ein etwas stärkerer Impuls sie beiseite fegt wie eine Mauer aus Stroh."
Warum haben die Dämme in Deutschland nach 1933 nicht gehalten? Wie konnte in der unmittelbaren Nähe von Weimar, der Stadt Goethes und Schillers, das KZ Buchenwald entstehen???
Die zweite Schlüsselszene geht mit einem Zitat aus dem Tristan und Isolde des Thomas D'Angleterre einher:
"Wer tut, wonach er kein Verlangen trägt,
weil er nicht haben kann, was er begehrt,
der lässt, entgegen seinem innersten Verlangen,
von seinen Trieben sich bestimmen."
Mich hat das Buch gelehrt, dass Gewalt Gewalt sät. Menschen, die an Kriegen teilnehmen, unterliegen einem erhöhten Risiko, an einer posttraumatischen Belastungsstörung zu erkranken. Der erste Weltkrieg hat zig-tausende dieser Fälle kreiert. Neben ihnen wuchs in Deutschland eine Generation heran, die "nicht hatten konnte, was sie begehrte", weil das Land wirtschaftlich am Boden lag und es für viele schlicht und ergreifend keine Existenzgrundlage gab. Ein idealer Nährboden für die braunen Rattenfänger, die ihren wahnwitzigen Trieben freien Lauf lassen konnten und damit die Hirne (fast) eines ganzen Volkes vergiften konnten.
Fünf Punkte gebe ich dem Autor für die Idee und ihre Umsetzung, für hervorragende Recherchearbeit und eine weitgehend gelungene Dramaturgie. Abzüge gibt es wegen einiger ausschweifender Längen (v.a. im Kapitel "Air") und eines Schlusses, der leider so konstruiert wirkt, dass die Grenze zur Farce in greifbare Nähe rückt.
Zwei Empfehlungen kann ich mir zum Schluss nicht verkneifen:
1. Nach Beendigung der Lektüre würde ich das Eingangskapitel (Tokkata) nochmals lesen. Es trägt sehr zum Verständnis bei.
2. Rameaus "Gavotte mit sechs Variationen" sollte man sich unbedingt mal anhören. Für mich eine echte Entdeckung, die ich ebenfalls der Lektüre dieses lesenswerten Buches verdanke.


K2R KAMINGLASREINIGER 300ML
K2R KAMINGLASREINIGER 300ML

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut empfehlenswert!, 12. Dezember 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: K2R KAMINGLASREINIGER 300ML (Elektronik)
Den K2R Kaminglasreiniger kann ich uneingeschränkt empfehlen. Sehr gute Reinigungswirkung, dank Haftschaum tropft nichts auf den Untergrund. Der beste Kaminglasreiniger, den ich bisher getestet habe.


Silberpfeile: Roman
Silberpfeile: Roman
von Walter Kappacher
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

3.0 von 5 Sternen Interessant - aber preiswürdig?, 22. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Silberpfeile: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nur vordergründig geht es bei diesem Buch um die Geschichte der Silberpfeile. Die Hauptperson ist einer der Chefingenieure der Auto-Union, der durchaus lesenswert berichtet, wie die Silberpfeile entwickelt und optimiert wurden, aber auch die V-Raketen, an deren Entwicklung er sich nach Kriegsausbruch beteiligen "musste".

Hauptanliegen des Autors - so mein Empfinden - ist die Darstellung eines typischen Vertreters der Funktionselite des 3. Reiches. Man arbeitet aktiv mit, weil "es hervorragende Gelegenheiten gab zum Forschen und Entwickeln".

Das wusste ich allerdings auch schon vorher und vortrefflicher und tiefgründiger wird dies meines Erachtens von Joachim Fest in seiner Biografie über Albert Speer dargestellt.

Die von anderen Rezensenten gerühmte "Stille" habe ich in diesem Buch vermisst. Die Erzählperspektiven wechseln abrupt und häufig. Die Lektüre verlangt daher ein hohes Maß an Konzentration.


Grenzgang: Roman
Grenzgang: Roman
von Stephan Thome
  Gebundene Ausgabe

1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Chapeau!, 8. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Grenzgang: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wenn es früher die Wälder waren, auf die die Nachbargemeinden Bergenstadts (= Biedenkopfs) neidisch waren, so muss man nach Erscheinen dieses Buches eine weitere Notwendigkeit für den Grenzgang hinzufügen: auch auf seine Autoren kann diese Provinzstadt stolz sein - und die Nachbarn neidisch.

Stephan Thome schildert das Leben in der Provinz realistisch, unterhaltsam, tiefgründig und vor allem: leidenschaftlich. Sehr gute Dialoge und eine hohe Glaubwürdigkeit der Figuren lassen mich zu dem Urteil kommen: unbedingt lesenswert - nicht nur für Provinzler.


Meine Eigentumswohnung: Selbst nutzen, verwalten, vermieten
Meine Eigentumswohnung: Selbst nutzen, verwalten, vermieten
von Wolfgang Starke
  Gebundene Ausgabe

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu oberflächlich, 30. Dezember 2009
Das Buch hat mich enttäuscht. Insbesondere das Kapitel "Vermietung" (ganze 9,5 Seiten) ist viel zu oberflächlich. Rechtliche Aspekte der Vermietung werden nur gestreift, steuerliche Aspekte fehlen ganz. Ich kann das Buch daher nicht empfehlen.


Die schöne Frau Seidenman. Roman
Die schöne Frau Seidenman. Roman
von Andrzej Szczypiorski
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre für Interessierte an der deutsch-polnisch-jüdischen Geschichte, 25. August 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch hat mich sehr beeindruckt. Wenn man bedenkt, was die Deutschen ihren polnischen Nachbarn und vor allem den polnischen Bürgern jüdischen Glaubens während des zweiten Weltkriegs angetan haben, grenzt die Fairness und Gerechtigkeit, mit der der Autor die Geschehnisse schildert, ans Übermenschliche.

Szczypiorski gruppiert rund um die Hauptfigur eine Reihe von Protagonisten, die vor allem eines deutlich machen: es gibt in jedem Volk der Erde Menschen, die überwiegend Gutes tun und Menschen, denen dies leider nicht gelingt.

So werden auch auf deutscher Seite Figuren dargestellt, die in finsteren Zeiten unter Einsatz ihres Lebens jüdische Mitbürger vor der sicheren Vernichtung gerettet haben und solche, die sich an den systematischen Greueltaten beteiligt haben.

Tief unter die Haut gegangen ist mir das Kapitel, welches den SS-Kommandanten Stuckler schildert, der sich "pflichtbewusst" und "in bester Absicht" seinem mörderischen Handwerk widmet.

Was das Buch besonders reizvoll macht, ist die Forterzählung vieler Schicksale über die Zeit des zweiten Weltkriegs hinaus.

Ich habe großen Respekt vor diesem Autor und betrachte das Buch als einen Meilenstein auf dem Weg zu deutsch-polnischer Aussöhnung.


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